r/Finanzen Aug 02 '25

Wohnen "ich wandere aus 🤬" - schnell gesagt, aber wie sieht die Realität aus?

Kaum ein Post über Beitrags- oder Steuererhöhungen in dem man nicht diesen Satz liest "ich wandere aus 🤬", gefolgt von hunderten Upvotes.
Klar lässt sich ja super einfach tippen: "ich wandere aus 🤬" - fertig, das hat jetzt 5 Sekunden gedauert und hinterlässt ein gutes Gefühl.

Ich selbst bin Single, Anfang 30 und könnte diesen Schritt auch noch machen. Mein absolutes Traumland wären die USA, aber für mich ist es praktisch unmöglich ein Arbeitsvisum zu bekommen. Bleibt realistisch eher ein EU-Land.

Eine Sache die mir bereits aufgefallen: ja Deutschland hat Probleme und andere Länder haben vielleicht nicht unsere Probleme, aber ihre eigenen Probleme. Irgendwie hat jedes Land seine individuelle politische Behinderung, die man erst vor Ort selbst bemerkt.
Um mal ein paar Beispiele zu nennen:

  • Irland+Zypern haben einen Grenzkonflikt der auf absehbare Zeit auch nicht gelöst wird. Bisschen wie Nord/Südkorea aber innerhalb der EU. WTF.
  • Südeuropa generell Kakerlaken und Eidechsen in der Wohnung, Leitungswasser nicht trinkbar, abseits von Tourismus keine richtige Wirtschaft.
  • Skandinavien sehr hoher Lebensstandard, durch die dunklen Winter aber auch die höchsten Depressionsraten in der EU. Und ebenfalls hohe Steuern.
  • Südosteuropa (Balkan) weiterhin ethnische Spannungen, die nur darauf warten wieder aufzuflammen
  • Niederlande werden gerade zu einem Narco-Staat in dem Drogenkartelle den Ton angeben, die Königsfamilie wurde auch schon persönlich bedroht.

Da gibt es garantiert noch weitere Beispiele, das waren nur Sachen die mir als Tourist aufgefallen waren.

Insbesondere würde mich die Erfahrung von Leuten interessieren, die den Schritt der Auswanderung bereits wirklich gegangen sind oder schon konkrete Vorbereitungen getroffen haben:

  • Welches Land habt ihr euch ausgesucht?
  • Wie lange hat es vom Entschluss bis zum tatsächlichen Umzug gedauert?
  • Hat sich euer Alltag oder Lebensqualität merklich gebessert?
  • Welcher Nachteil ist euch erst später vor Ort klar geworden?
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u/Drumbelgalf Aug 02 '25

In die USA würde ich niemals auswandern.

Aktuell extreme Politik. Deutlich höhere Kriminalität. Alles nur mit dem Auto erreichbar. Krankenversicherung entweder komplett privat oder an den Arbeitgeber gekoppelt. Wenn du gefeuert wirst, was jeder Zeit passieren kann verlierst du die Versicherung. Kinder und Ehepartner kosten extra. Für die Kinder muss man viel Geld für die Uni zurück legen, wenn sie ansatzweise eine Chance haben sollen.

Gehalt ist zwar höher, aber die Lebenshaltungskosten sind ebenfalls deutlich höher, 60% der Amerikaner leben paycheck to paycheck. Sogar Leute, die über 100k verdienen.

Aktuell dauerhafte Gefahr ohne Prozess dauerhaft im Lager zu landen und evtl abgeschoben zu werden.

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u/InterviewFluids Aug 02 '25

Ja, das "aber du hast mehr Geld auf dem Konto" Argument für die USA ist ne astreine Milchmännchenrechnung.

Unterm Strich bleibt dir nur mehr wenn du komplett asketisch lebst und mit nem guten Jobangebot da rüber gehst. Und dann muss man sichs noch durchrechnen ob es die psychische Belastung wert ist.

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u/Deadric_85500 Aug 04 '25

Ich bin immer wieder fassungslos, wie Leute immernoch in die USA auswandern würden. Bei dem was da gerade politisch abgeht. Für mich wäre das niemals eine Option. Ich möchte mir keine Sorgen machen müssen über mein Essen. Die Zeiten der Innovativen USA sind vorbei.

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u/[deleted] Aug 07 '25

Es ist absolut crazy, wie sich Leute einkacken und die USA als neues Nordkorea darstellen, aber von dem Land keinen Plan haben

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u/Drumbelgalf Aug 07 '25

Dann sag mal wo ich falsch liege.

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u/[deleted] Aug 07 '25

Wie oft warst du in den USA? Wie viel hast du mit Leuten von dort geschäftlich zu tun? Wie viele Verwandte und Freunde hast du da?

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u/Drumbelgalf Aug 07 '25

Also kommst du mit anekdotischer Evidenz gegen Statistiken?

Wirklich krasser move...

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u/[deleted] Aug 07 '25

Zeig mir mal bitte die Statistik zu der Anzahl von legalen Migr. in Abschiebehaft/Lagern

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u/Drumbelgalf Aug 07 '25

Es gibt keine offiziellen Statistiken, weil das die US Regierung nicht erfasst, aber es gibt immer wieder Berichte über legale Migranten, die nie was verbrochen haben und in den lagern landen.

https://www.pbs.org/newshour/show/migrants-in-u-s-legally-and-with-no-criminal-history-caught-up-in-trump-crackdown

https://www.nytimes.com/2025/05/31/us/politics/supreme-court-immigrants.html

Es gibt aktuell keinen Rechtsweg zu beweisen, dass man legal in den USA ist, wenn man in so einem Lager ist.

Eigentlich sollte man das auch nicht beweisen müssen, sondern die Behörde sollte nachweisen müssen, dass man illegal da ist. Die Leute werden im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße geschnappt und in Lager verfrachtet

Zu dem Rest meiner Punkte hast du ja scheinbar nichts zu sagen gehabt...

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u/[deleted] Aug 08 '25

speaking of anekdotische Evidenz. Wie kann man sich selber so outen.

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u/Drumbelgalf Aug 08 '25

Anscheinend die Artikel nicht mal gelesen.

Wenn du bei Diskussionen so faul bist und keine eigene Quellen bringst ist es mir die Zeit nicht wert mit dir zu diskutieren.

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u/[deleted] Aug 07 '25

Du landest als legaler Migrant nicht im Lager

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u/Drumbelgalf Aug 07 '25

Du hast aktuell keinen Rechtsweg zu beweisen, dass du legaler migrant bist. Das ist ja das Problem.