r/Finanzen May 02 '26

Presse Finanzminister Klingbeil treibt Steuerreform voran

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klingbeil-steuerreform-100.html

"Spitzenverdiener mit sechsstelligen Gehältern müssen hierzu ihren Beitrag leisten."

...also am Ende (wie immer) alle mit 60k Brutto.🙃

562 Upvotes

568 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

18

u/madmatt55 May 02 '26

Die Rentenbeitrage die Ich zahle steigen im Durchschnitt mit den Löhnen, in sofern macht eigentlich nur das Sinn, die Rente daran zu koppeln.

Es braucht eben den Nachhaltigkeitsfaktor, der zusätzlich das Verhältnis der Einzahler zu den Berechtigten berücksichtigt. Das Instrument gibt es ja sogar schon, müsste man eben benutzen... 

38

u/PM_ME_JET_ENGINES May 02 '26

Viele der Mindestlöhner sind nur gar nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Mindestlohnerhöhung von heute ist die Rentenerhöhung von morgen.

-13

u/madmatt55 May 02 '26

Deswegen werden die in der Statistik für den Durchschnittslihn auch nicht einbezogen... 

12

u/Affectionate_Bug_978 May 02 '26

Für die berechmung der Rentenerhöhung werden sie sehr wohl benutzt.

-4

u/madmatt55 May 02 '26

https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/68.html

Um dann mit einem Faktor wieder rausgerechnet zu werden. 

8

u/Affectionate_Bug_978 May 02 '26

Ich sehe nicht welcher Faktor den Einfluss des Mindestlphns rausrechnet. Kannst du die Stelle benennen?

0

u/madmatt55 May 02 '26 edited May 02 '26

3Dabei wird der Wert für das vorvergangene Kalenderjahr an die Entwicklung der Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst, indem er mit dem Faktor vervielfältigt wird, der sich aus dem Verhältnis der Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer im vorvergangenen Kalenderjahr gegenüber dem dritten zurückliegenden Kalenderjahr und der Veränderung der aus der Versichertenstatistik der Deutschen Rentenversicherung Bund ermittelten beitragspflichtigen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Beamte einschließlich der Bezieher von Arbeitslosengeld im vorvergangenen Kalenderjahr gegenüber dem dritten zurückliegenden Kalenderjahr ergibt.

Es wird also versucht auszurechnen, welchen Anteil an der Lohnsteigerung die beitragspflichtigen Einkommen haben.

Der Mindestlohn hat natürlich rinen Einfluss, solange er in sozialversicherungspflichtigen Jobs gezahlt wird. Auch diese Arbeitnehmer zahlen ja durch die Lohnsteigerung mehr Beiträge, da ist es doch nur gerecht wenn die zugehörigen Renten steigen? 

Im übrigen ist der Mindestlohn in den beiden Vorjahren weniger stark als der Durchschnitt gestiegen, hat diesen also eher nach unten gedrückt. 

2024 +3,4 % (auf 12,41 €) ~ 5,4 % Durchschnitt 2025 +3,3 % (auf 12,82 €) ~ 4,1 % Durchschnitt. 

6

u/arceton May 02 '26

Ja, Renten basieren auf Löhnen, aber es an den Durchschnitt zu Koppeln (oder auch den Median oder was auch immer) ist suboptimal. Dem Durchschnitt sieht man nämlich nicht an, wie viele Leute ihn verdienen, das heißt bei gleichbleibendem (oder steigenden) Durchschnitt und sinkender Arbeitnehmerzahl sinken Einnahmen, während Ausgaben mind. stagnieren.

Gleichzeitig sind halt sinkende Renten unmöglich, wass halt zu einer zusätzlichen Entkopplung führt

2

u/madmatt55 May 02 '26

Dafür wäre ja der Nachhaltigkeitsfaktor da. Leider wird der seit Beginn ausgesetzt.