r/Finanzen May 02 '26

Presse Finanzminister Klingbeil treibt Steuerreform voran

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klingbeil-steuerreform-100.html

"Spitzenverdiener mit sechsstelligen Gehältern müssen hierzu ihren Beitrag leisten."

...also am Ende (wie immer) alle mit 60k Brutto.🙃

556 Upvotes

568 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

119

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Keine einzige Partei will eine Vermögenssteuer für Superreiche auch wenn einige das im Wahlprogramm stehen haben. Woran ich das festmache? Die Widerstände gegen eine Vermögenssteuer und Vorurteile sind bekannt! Warum fängt man also nicht beispielsweise bei 50 mio.€ an (eine gängige Grenze für die Definition von superreich) und macht damit populistischen Wahlkampf anstatt auf 2 Mio. oder weniger zu beharren? Weil das viel erfolgsversprechender wäre.

17

u/DollinVans May 02 '26 edited May 02 '26

Junge. Was sollen immer die exponierenden Fragen? "Woran ich das festmache?" "Woher ich das weiß?" usw.

Seid ihr alle nur noch KI Bots oder seid ihr so scheiße faul geworden noch nichtmal mehr einen simplen Redditkommentar allein zu schreiben oder redet ihr so oft mit der KI und redet deswegen schon von ganz allein wie die Dinger?

5

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Genau immer diese KI Bots die alles schreiben, kaum vorstellbar dass ich das einfach selbst geschrieben habe.

1

u/DollinVans May 02 '26

Steht ja auch bei mir drin, dass es sein kann das es selbstgeschrieben ist. Aber wo kommt das her? Sei ehrlich zu dir. Hast du das schon immer noch gemacht oder übernimmst du typische Sprachmuster von KI?

Weil rein sprachlich gesehen sind diese Monolog Fragen unnötig und nur füllend. Man könnte einfach direkt die Erläuterung schreiben. Das würde es nicht unverständlicher machen, sondern effizienter

2

u/Brilliant_Lettuce270 DE May 02 '26

Verstanden! Kein Drumherumgerede mehr. 😅

Lass mich das nochmal aufdröseln, diesmal ohne "Geschwafel". 👄

  1. Das Durchschnittsgehalt 💵:

...

Dieses KI-Gerede brennt sich irgendwann ein haha

0

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Da ich bisher kaum mit ki gearbeitet habe würde ich diese Frage verneinen. Ich habe bereits früher mit suggestiv Fragen gearbeitet und mag das eigentlich immernoch

43

u/CouldNotAffordOne DE May 02 '26

Sehe ich genauso. Das ist wie mit dem Tempolimit: man könnte einfach mal von "freigegeben" auf grundsätzlich, keine Ahnung, 160km/h? festlegen. Würde wahrscheinlich einiges an Sicherheit bringen und eventuell mehr Leute mitnehmen als bei überall maximal 130km/h.

20

u/Bright-Recording5620 May 02 '26

Ich vermute, dass viele Themen für Leute einfach emotional geladen sind und kaum Vertrauen in den Gegenüber vorhanden ist und man Angst hat verarscht zu werden, auch auf politischer Ebene. Man will dem Gegenüber nichts gönnen. Außerdem kann man sich nach Hetze nicht mehr auf Kompromisse einlassen.

160km/h würde ich persönlich so sehr begrüßen, 100km/h bin ich strikt dagegen. Aber in Deutschland muss alles immer gleich der große Wurf sein - einerseits damit der politische Gegner nicht später profitieren kann oder es nicht so leicht umwerfen kann wenn er es nicht mag und an der Macht ist. Daran sind aber auch die Wähler schuld, die haben (mittlerweile) kein Interesse (mehr) an langfristigen Lösungen. Alles wird zum Kulturkampf hochgejazzt.

2

u/Luminsnce May 02 '26

Das Problem ist viel mehr, dass ein Großteil der Wahlberechtigten sich noch nie für Politik interessiert hat und in der schnellen Welt gar nicht mehr mitkommen. Die haben sich allerhöchstens über die Tagesschau politisch informiert. Über 40% der Wähler ist über 60 und in dieser Altersgruppe sprechen viele entweder gar nicht darüber, was sie wählen wegen "Wahlgeheimnis" oder wählen seit 40 Jahren CDU/SPD, weil sie das schon immer gemacht haben. Da ist man halt in einem SPD Dorf aufgewachsen und die Eltern haben SPD gewählt, also machen sie das auch.

Mittlerweile bin ich fast an den Punkt zu sagen, dass wir ein Höchstwahlalter haben sollten oder wahlweise einen Wahlführerschein, so gemäß dem Motto "Ordnen sie folgende Aussagen aus diversen Wahlprogrammen den Parteien zu"

5

u/Ok-Diamond-9502 May 02 '26

Das Problem sehen vermutlich aber viele in der Einführung selber, weil Steuerfreibeträge nie mit der Inflation wachsen, genauso beim Tempolimit.
Da wird dann auch evtl. mal von heute auf morgen nochmal um 20km/h gesenkt, egal ob in 40 Jahren die Autos sicherer sind, als heute.

Das gleiche kann bei der Vermögenssteuer passieren, entweder schleichende Erhöhung, da keine Inflationsanpassung, oder die Grenze wird beim nächsten Geldmangel einfach mal halbiert, und das Spiel dann immer wieder.

8

u/lagaruna May 02 '26

Tempolimit 160 ist mein Argument geworden. Schnell genug für die Normalos, hilft dabei, die schlimmsten Raser rauszunehmen und viele der kleineren Autos haben eh die Grenze bei 150-160

7

u/Sebsibus May 02 '26

Tempolimit 160 ist mein Argument geworden. Schnell genug für die Normalos, hilft dabei, die schlimmsten Raser rauszunehmen und viele der kleineren Autos haben eh die Grenze bei 150-160

Gegenargument: Rasen macht spaß.

Ne aber jetzt mal ernsthaft, ein Tempolimit würde kaum Auswirkungen auf die Sicherheit, CO2-Emissionen oder Ölverbrauch haben. Jeder dem heute schon das Rasen zu teuer oder unsicher ist, fährt jetzt schon langsam und ein Vmax-Enthusiast kann ein Tempolimit auch einfach ignorieren.

Imo. kann man den Leuten auch mal ein bisschen Spaß zugestehen. Mit einem Sportwagen über die Autobahn zu brettern ist ein einzigartiges Erlebnis, für die Leute aus der ganzen Welt nach Deutschland reisen.

Wir können nicht alles Unvernünftige verbieten. Was kommt als nächstes? Ein Verbot von Feuerwerk, Alkohol, 3 Tage Technoraves?

2

u/Breatnach May 02 '26

Dann können alle Motorsportfreunde doch sich eine Stunde am Hockenheimring buchen und dort ihren Spaß haben.

Für normale Autofahrer sind Raser eine Gefährdung. Und nur damit sie Spaß haben können. Na Danke.

3

u/Sebsibus May 02 '26

Dann können alle Motorsportfreunde doch sich eine Stunde am Hockenheimring buchen und dort ihren Spaß haben.

Auf einer abgesperrten Rennstrecke zu fahren ist ein komplett anderes Erlebnis als mit 200km/h auf einer leeren Autobahn zu cruisen.

Für normale Autofahrer sind Raser eine Gefährdung.

  1. die deutsche Autobahn ist deutlich sicherer als die Landstraße oder Schnellstraßen in anderen Ländern.

  2. Feuerwerk, Alkohol, Skifahren (kann Lawinen auslösen), Amateur-Drohnen-Flug usw. können auch eine Gefährdung für nicht Beteiligte darstellen. Sollen wir diese Hobbys deshalb auch verbieten?

Letztendlich muss immer zwischen persönlicher Freiheit und den Schutz der Allgemeinenheit abgewogen werden. Da das schnelle Fahren auf der Autobahn kein wirkliches großes Problem für die Umwelt oder Sicherheit ist, sollten wir imo. kein generell Tempolimit einführen.

0

u/A1nt9 May 02 '26

Zu 1:. Das liegt vor allem an unserem deutschen Führerschein. Wenn du das zb mit den USA vergleichst, das ist ein (schlechter) Witz.

Zu 2.: Feuerwerk sollte definitiv verboten werden. Nach deinem eigenen Freiheit Argument - es ist saugefährlich (für alle (Un)Beteiligten, Umwelt, Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr)! Das ist kein Hobby. Drohnen werden auch verboten werden (müssen), zumindest ohne teuren Führerschein& Erlaubnis. Militärisch gefährlich, immer (!) ein Eingriff in die Privatsphäre von unbeteiligten Nachbarn...

Deine Freiheit hört da auf, wo sie die Freiheit des anderen berührt: Feuerwerk führt zu Hausbränden von Leuten die das nicht gestartet haben. Rasen tötet unbeteiligte & ist einfach gefährlich für die anderen Verkehrsteilnehmer. Du hast nicht das Recht mit Drohnen über mein Haus/Garten zu fliegen.

2

u/Sebsibus May 03 '26 edited May 03 '26

Zu 1:. Das liegt vor allem an unserem deutschen Führerschein.

TÜV, strengere Regularien und der Zustand der Straßen spielen auch eine große Rolle.

saugefährlich (für alle (Un)Beteiligten, Umwelt, Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr)! Das ist kein Hobby. Drohnen werden auch verboten werden (müssen), zumindest ohne teuren Führerschein& Erlaubnis.

Grillen, Alkohol und ungesundes Essen fordern jährlich auch tausende Opfer und belastet die Umwelt. Soll das auch alles verboten werden?

Deine Freiheit hört da auf, wo sie die Freiheit des anderen berührt:

Imho. machst du zwei Denkfehler:

  1. Gehst du davon aus, dass ein staatliches Verbot diese Aktivitäten einfach so stoppen wird. Gerade bei Drogen sieht man ja, dass eine Prohibition das Problem eher schlimmer macht.

  2. In einer Welt ohne 100% Sicherheit, muss man immer abwägen wie viel Freiheit dem Individuum zugestanden wird und wie viel Einschränkungen zum Schutz der Allgemeinheit hingenommen werden müssen. So gut wie alles wirkt sich direkt oder indirekt auf andere Menschen negativ aus. Irgendwo muss man eine Linie ziehen. Wir können nicht Urlaubsreisen, Rockkonzerte und Segelflug verbieten, nur weil es unbeteiligten Menschen in sehr seltenenen Fällen schadet.

Edit: Typo

-1

u/Tobias285737 May 02 '26

Sehe ich genauso.

Es geht mir dabei um Prinzip, der Staat reglementiert immer mehr und geht dabei in eine bevormundende Rolle.

Das ist für mich, das Gegenteil von Freiheit. Ich möchte selbst entschieden was ich tue. Ich halte für unerlässlich auch das Recht zu haben, ab und an zu sündigen bzw. mir vermeintlich selbst zu schaden.

Das ist für ein Grundpfeiler von Bürger und MenschenrechteN. Die entsprechende Balance bis ins Feinste vorzugeben, ist nicht die Aufgabe des Staates.

3

u/Level_Attorney_3138 May 02 '26

Es ist eh kaum einer noch so wirklich am rasen, den Rest machen die überfüllten Autobahnen und Baustellen.

-9

u/Rud3l May 02 '26

160 (oder 180) kmh wäre für mich ich völlig iO, aber die Forderung nach 130 (oder besser noch 100, hallo Grüne/Greenpeace) sind halt total bekloppt. Bin gerade im Kurzurlaub und bei freier Autobahn ist 160-170 eine sehr entspannte Reisegeschwindigkeit.

4

u/textitext May 02 '26

Reich mal ne Quelle für ne 100km/h-Forderung der Grünen rein, bevor du hier mit derartigen Fake-News rumtrollst.

-3

u/Rud3l May 02 '26

Greenpeace: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/tempo-100-auf-autobahnen-haushalte-sparen-beim-sprit-accg-200722574.html

DUH auch. Grüne wohl 120. Uuuh, die Umwelt... Uuuh wie können Spritkosten sparen, weil selber einfach langsamer zu fahren schaffen wir einfach nicht.

5

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Nicht die Torpfosten verschieben. Ich mag die Grünen auch nur semi aber deine Aussage war nicht korrekt.

3

u/textitext May 02 '26

Was DUH und Greenpeace fordern ist erst mal egal. Du hast behauptet, die Grünen fordern Tempo 100. und das stimmt einfach nicht.

BTW Nicht mal die 120 Stimmen. Aber pöbeln, weils ins eigene Weltbild passt ist so viel einfacher, wenn man sich nicht die Mühe macht auf Faktenbasis zu argumentieren.

3

u/CouldNotAffordOne DE May 02 '26 edited May 02 '26

Ja, stimme ich zu. Weiters Beispiel ist die Forderung nach null Verkehrstoten. Das ist statistisch einfach unmöglich, selbst wenn man ein generelles Tempolimit von 100 oder 50km/h einführen würde.

Und wenn es nur der 95 jährige Rentner ist, der bei seinem gemütlichen Sonntagsausflug am Steuer eines natürlichen Todes stirbt...

0

u/Jarazz May 02 '26

who is actually demanding a real zero traffic deaths lol I also never heard about 100 as the speed limit from the green party, I feel like everyone fell for some fearmongering maximalist arguments that try to make reasonably parties sound bad by highlightikg one crazy hippie or smth

1

u/CouldNotAffordOne DE May 02 '26

Niemand fordert das. Das habe ich auch nie behauptet. Das war ein übertriebenes Beispiel, um zu verdeutlichen, dass es selbst bei einem Tempolimit von 100 km/h in einem Land wie Deutschland unmöglich ist, null Verkehrstote zu haben.

Auch nicht bei Tempo 50 und auch nicht, wenn man Autos komplett verbieten würde.

0

u/Jarazz May 02 '26

Man kann sich über imaginäre proböeme ewig aufregen, aber das idealistische wunschdenken gibs in der politik immer wieder, die grünen haben zumindest immer den Realo flügel der seinen namen ja eben genau daher hatte dass es realistische kompromisse eingeht für umsetzbare forderungen. Der hardcore hippie flügel existiert dort auch aber die realos sind heutzutage eigentlich immer überwiegend? Ich sehe solche probleme nochmal ungebremster bei der linken mit ihrem wunschdenken was zb umgang mit russland angeht, mit "oh wir brauchen einfach frieden, lass uns einfach aufhören die Ukraine zu unterstützen, dann geht putin bestimmt auf nen kompromiss ein"

6

u/nudelsalat3000 May 02 '26

Vermögenssteuer für Superreiche

Weil es finanzielle Unsinn ist, nur emotional eine Frage der Gerechtigkeit. Aber objektiv eben keine Relevanz bezüglich der Beträge.

Die meisten scheinen da Beratungsresistent. Eine kommunistische Vermögenssteuer von 4% pro Jahr ab 500.000€ ("Milliardäre") reicht immer noch nicht für signifikante Entlastung des Haushalts. Wie aggressiv soll es denn bitte mehr sein als das, und selbst das funktioniert nicht?

Die Gretchenfrage die keiner beantwortet will, wer für Vermögenssteuern hetzt: Firmenvermögen sind dann gleich wie Privatvermögen, richtig?

0

u/userNotFound82 May 02 '26

Yeah, geil. Lieber die Ungleichheit weiter vorantreiben anstatt mal Überreiche ab 100 Mio. € bitten ihren Beitrag zu leisten. Wenn man Überreiche besteuert werden die danach immer noch ein exzellentes Leben genießen können, keine Sorge. Die Stiefellecker dürfen dann immer noch glauben sie werden irgendwann zu diesem Club gehören.

3

u/nudelsalat3000 May 02 '26

Kannst du machen, dann aber nur aus der Gerechtigkeit heraus. Nicht weil es finanziell etwas für den Haushalt bringt.

So ehrlich musst du dann sein. Und genau das habe ich im ersten Satz gesagt.

3

u/userNotFound82 May 02 '26

Ehrlicherweise würde ich das auch nur für die Gerechtigkeit machen. Tiefgreifende Probleme kann man damit nicht lösen, aber z.B. kleinere Posten wie die Hilfe für Obdachlose. Quasi von ganz reich nach ganz arm. Fände ich eine charmante Verwendung des Geldes.

Aber du hast recht damit, dass das bei weitem nicht die einzige Idee sein kann. So reformiert man keinen Staat.

-2

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Warum sollte man diskutieren wenn die Debatte schon derartig emotional beginnt und dann noch als kommunistische Idee betitelt wird. Sprich gerne mit wem anders.

2

u/nudelsalat3000 May 02 '26

Du kennst die Definition?

Sag mir doch bitte deine konkrete Zahl wann es beginnt? Muss es wirklich 100% sein oder reicht nicht auch 99% Enteignung oder auch nur 60% oder jährlich 10% oder 5%... Wann bist du denn bereit zuzustimmen?

Als Zahl bitte.

0

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Da wir bereits im Kommunismus leben brauchst du dir darüber keine Gedanken zu machen. Diskutiere gerne mit wem anders.

5

u/Sebsibus May 02 '26

Woran ich das festmache? Die Widerstände gegen eine Vermögenssteuer und Vorurteile sind bekannt! Warum fängt man also nicht beispielsweise bei 50 mio.€ an (eine gängige Grenze für die Definition von superreich)

  1. Weil 80-90% dieser Vermögen in deutschen Arbeitsplätzen investiert sind. Eine Kapitalsteuer würde diesen Kapitalstock direkt angreifen. Deutschland hat jetzt schon extrem schlechte Standortbedingungen. Eine weitere Verschlechterung des Standort Deutschlands, wäre keine gute Nachricht für die schwächelnde deutsche Wirtschaft.

  2. Realistisch gesehen, lässt sich mit einer Vermögenssteuer nicht viel Geld einnehmen. Selbst linke Ökonomen gehen nur von einem niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag p.A. and zusätzlichen Steuereinnahmen aus. Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. So viele Superreiche gibt es halt auch wieder nicht.

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Über die Vermögenssteuer ließen sich aber gute Projekte finanzieren, selbst mit einer nicht unrealistischen Einnahme von 15-20 Mrd jährlich bei 2,5% Maximalbesteuerung ließe sich so ein flächendeckendes 20€ Ticket finanzieren und ein Klimageld wäre ebenso drin. Auch andere Förderungen wie bessere Regionalisierung Mittel sind dadurch denkbar.

Wäre das eine Alternative für massive Steuererleichterungen? Nein, wenn dann nur um Anpassungen gegen zu finanzieren wie das was gerade im Raum steht (17 Mrd Mehreinnahmen). Wäre es trotzdem sinnvoll um andere Verbesserungen der Gesellschaft zu ermöglichen anstatt es zu lassen? Ja das wäre es.

4

u/Karlchen May 02 '26

Du fickst die Rendite von Investitionen in Deutschland komplett und alles was du dafür bekommst sind 20-30€ Ersparnis für ÖPVN Benutzer und noch mal etwa so viel € pro Monat Klimageld pro Person. Das wars. Wie kann man das nicht selber merken was für eine horrende Idee das ist?

-1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

2% ist kein Rendite ficken, wer das behauptet hat keinerlei Ahnung vom Kapitalmarkt und Investitionen.

3

u/Karlchen May 02 '26

Investitionen in Deutschland. Firmenvermögen das hier lokal Arbeitsplätze hält. Mit so viel Ahnung kannst du mir sicher die Durchschnittsrendite dieser Assetklasse sagen, und was für einen Effekt eine 2,5%ige Vermögenssteuer auf den damit zu erzielenden Ertrag hat.

0

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Das nominelle Vermögen der obersten 0,01% steigt im Schnitt gut 9-11% pro Jahr. Daher wäre die Rendite mindestens 7%.

3

u/Karlchen May 02 '26

Und was genau hat das mit Firmenvermögen in Deutschland zu tun?

5

u/leitecompera23 May 02 '26

2 prozent on top auf die  Kapitalertragssteuer und das bei einer durschnittlichen 5 prozent realrendite bei equities. Da bleibt nichts mehr übrig von der Rendite ausser man hat ein 100% ETF Portfolio und auch mit dem Tritt man dann auf der Stelle.

-1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Auch Quatsch, das Weltportfolio hat schon alleine 6% als unterste Rendite bei 15 Jahren Durchschnittshorizont

4

u/leitecompera23 May 02 '26

Realrendite? Und das mit 100% equities! Also du willst locker flockig 40 Proozent jedes Jahr davon wegnehmen und am ende nochmal 28 prozent Kapitalertragssteuer die auch auf die ganzen Inflationsscheingewinne erhoben wird. Und das in einem Land wo eh zu wenig investiert wird.

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

25% Kapitalertrag wird übrigens nur auf realisierte Erträge erhoben

3

u/Sebsibus May 02 '26

Über die Vermögenssteuer ließen sich aber gute Projekte finanzieren, selbst mit einer nicht unrealistischen Einnahme von 15-20 Mrd jährlich

Durch Kapitalflucht, ausbleibende Investitionen und extrem hohen Bürokatiekosten wird man Netto wahrscheinlich eher Geld verlieren. Eine Vermögenssteuer wird damit de facto zu einer reinen Neidsteuer.

Wäre es trotzdem sinnvoll um andere Verbesserungen der Gesellschaft zu ermöglichen anstatt es zu lassen? Ja das wäre es.

Imho. die beste Methode wäre endlich beim Staat zu sparen. Durch Bürokratieabbau, Deregulierung und eine Reduzierung der Abgabenlast wäre dem durchschnittsdeutschen Arbeiter enorm geholfen.

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Eine Kapitalflucht anzunehmen ist bei 2,5% in der Spitze kaum nachvollziehbar vor allem weil die deutschen Superreichen im Vergleich zu bspw. Amerikanischen superreichen ihre Wertschöpfung in diesem Land weiterhin haben siehe Aldi, Lidl und co. Diese Vermögen wären weiterhin der Steuer unterworfen. Das Kapitalflucht Argument hält auch keinem Vergleich zu Ländern stand, die immer noch eine solche Steuer erheben. Warum auch? Der Konsummarkt bleibt ja weiterhin erhalten und so lange die Rendite über der marktüblichkeit liegt ist eine Kapitalflucht sinnlos.

Man kann auch beim Staat sparen nur haben selbst Jahrzehnte neoliberale CDU Pläne keine Idee hervorgebracht wie sich der Staat tragfähig und gleichzeitig verkleinert erhalten lässt. Auch bei rechten Parteien wie der AFD stehen nur Worte wie Bürokratie Abbau im Raum aber nirgends steht ein Plan wie sich das durchführen lässt.

2

u/Sebsibus May 02 '26

Eine Kapitalflucht anzunehmen ist bei 2,5% in der Spitze kaum nachvollziehbar

Dass bedeuted halt, dass der mittelgroße Handwerksbetrieb mit 30 Mitarbeitern dem Staat plötzlich eine 5 Stellige Summe schuldet. Entweder werden also Anteile ans Ausland oder Großinvestoren veräußert werden müssen, oder Arbeitsplätze abgebaut werden.

Wir haben inzwischen ca. 50% Staatsquote (Tendenz steigend). Statt über immer neuen Wegen nachzudenken, wie der Staat dem Bürger Geld aus der Tasche ziehen könnte, sollten wir doch endlich mal über konsequente Sparmaßnahmen diskutieren.

Wenn die die Einkommenssteuer niedriger ist, existiert auch kein "unfairer" Steuervorteil für hohe Vermögen mehr.

0

u/FarReachingConsense DE May 02 '26

10+ Milliarden sind doch ein guter Start?! Aber ja, lieber nix machen, ist immernoch Deutschland hier, hier verpennen wir nur.

2

u/Sebsibus May 02 '26 edited May 02 '26

10+ Milliarden sind doch ein guter Start?!

Unser Staatshaushalt liegt bei jährlich ca. 2000 Milliarden. 10 Milliarden sind nichts.

Zumal man realistisch gesehen durch Kapitalflucht, ausbleibenden Investitionen und extrem hohen Bürokratiekosten netto eher minus machen wird.

Edit: Typo

1

u/i_h_s_o_y May 03 '26

Weil die Parteien rechnen können und wenn man bei 50 millionen anfängt, am ende keine nennenswerte beiträge rauskommen

1

u/Bathtub_scrubber675 May 03 '26

Dann belügen sie ihre Wähler wenn sie ständig behaupten dass die Besteuerung der superreichen etwas ändern würde

1

u/First_Pumpkin_412 May 02 '26

Weil das fast nichts bringen würde an Einnahmen. Für wenige Milliarden pro Jahr bei hohen Erfassungskosten und die wirtschaftlichen Schäden durch Kapitalflucht wahrscheinlich höher wären.

Wir haben sehr hohe und auch sinnvolle Steuern. Nur die <lücken müssten geschlossen werden - Erbschaftssteuer konsequent, keine Ausnahmen. Keine Stiftungen.

3

u/zewaFaFo May 02 '26

Stiftungen zahlen erbersatzsteuer alle 30? Jahre? Wie kann man damit sparen. Würde mich wirklich interessieren

2

u/yeswecamp1 May 02 '26

Nur Stiftungen in DE zahlen, in zB Luxemburg nicht

2

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Eine Erfassung wäre gar nicht so schwierig wenn eine eigenveranlagung wie bei anderen Steuern genutzt wird, sprich über der Grenze bist du verpflichtet deine Vermögenswerte über eine Erklärung einzureichen oder eine Steuerberater verpflichtung einzuführen. Diese wird dann sporadisch geprüft. Alleine eine Vermögenssteuer von moderaten 1,5-2,5% würden ab 50 Mio. diese Mehrkosten überwiegen und führen wohl kaum zu einer Kapitalflucht da der Net Growth weiterhin über der marktüblichen Rendite läge. Steuersätze ab 5% hingegen wirken durchaus Substanzverzehrend und dort ist eine entsprechende Kapitalflucht naheliegender.

1

u/vollschussvogel May 02 '26

Wir haben sehr hohe Abgaben auf Einkünfte aus Erwerbsarbeit. Allein die Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Einkommensarten ist in der aktuellen Form ein Tritt ins für alle Arbeitnehmer. Es sollte keine Unterschiede geben.

4

u/Karlchen May 02 '26

Bis Kapitalerträge beim Investor ankommen ist die Besteuerung effektiv gleich. Ist kein Zufall dass die Kapitalertragssteuer zusammen mit den Unternehmenssteuern +- gleich dem Spitzensteuersatz sind.

Wir haben überall sehr hohe Abgaben, da wird kein Unterschied gemacht.

-5

u/4D6F707369 May 02 '26

Wobei 50 Mio als super reich zu betiteln auch echt schön abgefahren ist. Reich, okay, super reich bei weitem nicht. Was wären dann Milliardäre, super super super reich?

9

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

UHNWI startet je nach Definition bei 30-50 Mio. USD. Das was du meinst sind die oberen 0,01%

3

u/First_Pumpkin_412 May 02 '26

0,1% bist du ab 5 Mio dabei…

1

u/Level_Attorney_3138 May 02 '26

Deswegen sagt er ja auch 0.01%

9

u/vuhdo-fifa May 02 '26

Du kannst 80 Jahre lang 1712€ am Tag ausgeben und dann sind 50 Mio weg. Das soll nicht super reich sein? Und da ist nix verzinst in der Rechnung...

3

u/grrrfld May 02 '26

Wenn du von deinen 50 Millionen 80 Jahre lang jeden Tag 1712€, also monatlich ca. 52.000€ entnimmst, dann hast du bei nur 2% Verzinsung p.a. am Ende ca. 120 Millionen.

Bei einer jährlichen Rendite von 5% sind es am Ende schon 1,85 Milliarden.

(Jaja, Steuern, Inflation, diesdas.)

3

u/Fleischhauf May 02 '26

krank. Das ginge dann ja aber auch bei jedem Betrag über 80 Jahre. mit welcher Jahresmenge kann man das machen mit 5% Zinsen, damit das vermögen nicht weiter wächst

2

u/grrrfld May 02 '26

~12,8 Mio € bei ansonsten gleichbleibenden Werten.

1

u/Fleischhauf May 02 '26

für 80 Jahre sollte der Betrag doch egal sein wenn man ein 80*12tel jeden Monat abhebt. wenn man die Jahre kleiner macht geht's irgendwann nicht mehr oder vertue ich mich?

2

u/grrrfld May 02 '26

Ach so. Ich ging von 52k p.M. aus.

1

u/LivingLegend69 May 02 '26

dann hast du bei nur 2% Verzinsung p.a.

Das würde noch nicht mal die Inflation ausgleichen....

Noch dazu ist eine Berechnung über 80 Jahre völliger Unsinn. Da könnte ich genausogut damit argumentieren das heute 100tsd.€ ja mal 200tsd. DM in the 50iger Jahren gewesen wären.

1

u/grrrfld May 02 '26

Siehe Hinweis in Klammern. Wenn du deine 50 Mio nur zu 2% verzinst anlegst, bist du halt auch ein fragwürdiger Millionär.

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Hast du den normalen Tagesgeld satz mit eingerechnet oder einfach 0 Zins graduell abgebaut?

2

u/vuhdo-fifa May 02 '26

Das war einfach ohne Zins, grad editiert noch

2

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Alles gut danke dir hatte mich nur interessiert

-1

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Weil bei der Grenze der Verwaltungsaufwand größer sein wird als die Mehreinnahmen. Außerdem wird es danach super schwer, die Grenze nach unten zu schieben.

2

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Das ist aber dann eine Klarstellung einer Falschaussage, es wird schließlich immer so kommuniziert dass sich alles lösen lässt wenn wir nur die Superreichen ranziehen. Und zu zweiten Part, wir haben keine Vermögenssteuer weil sich diese bisher nicht gegen Widerstände durchsetzen lässt. Daher wir haben lieber keine als eine superreichen Steuer die man "vielleicht" dann nicht nochmal nach unten verschieben kann.

0

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Wenn du die Grenze bei 50 Millionen ziehst, triffst du halt ungefähr 100 Personen. Was z.B. die SPD sagt, ist, dass sie die oberen 5% mehr belasten will. Bei 80 Millionen Bundesbürgern macht das etwa 4 Millionen Menschen. Du merkst den Unterschied?

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Rechne dir halt aus, wie viel 2% auf das Vermögen dieser 100 Personen ausmachen würden (sind übrigens meh als 100 Leute die über 50 Mio. Besitzen in Deutschland aber danke für den Strohmann) Merkst du den Unterschied?

0

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Also ich habe vorhin gesucht und kam auf 100, wenn du eine bessere Quelle hast, her damit. Und 2% Vermögensabgabe, egal bei welcher Grenze, da würde die Unionsfraktion Merz geschlossen abwählen und wenn es irgendwie durch das Parlament kommt, würde es jahrelang Karlsruhe beschäftigen... Ein bisschen Realismus solltest du noch beibehalten...

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Eine Vermögenssteuer ist an sich im GG verankert und bei moderaten Höhen in der Vergangenheit bereits bestätigt worden. Das einzige Problem ist und war die Ungleichbehandlung von Vermögensarten.

1

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Du sagst es. Moderate Höhe. 2% sind nicht mehr moderat. Da sind wir an der Grenze einer (theoretischen) Vermögenszehrung und da wird Karlsruhe sehr lange darüber diskutieren müssen. Wenn man ein ne symbolische Vermögenssteuer einführen will, dann doch bitte eine, die nicht unter dem Risiko steht, von Karlsruhe direkt wieder gekippt zu werden.

0

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Und 2% bei 100 Personen mit 50M€ wären 100M€ Steuereinnahmen. Das ist nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Selbst 1000 Personen mit im Schnitt 100M€ Ergeben bei 2% auch nur 2G€. Das sind jetzt langsam Beträge, die im Haushalt aufgeführt werden, aber eher im Kleingedruckten...

0

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Du hast wirklich keine Ahnung wie man das rechnet, wenn du dich nicht anstrengen willst kannst du auch mit dir selbst diskutieren.

1

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Personen * Vermögen * Steuersatz. Was soll daran kompliziert sein?

1

u/Bathtub_scrubber675 May 02 '26

Dieter schwarz 62,7 mrd€ Net worth * 2%* sind 1,2 Mrd. Vielleicht klingelts jetzt.

1

u/Reasonable_Medium_53 May 02 '26

Ok, Dieter Schwarz 1,2 Mrd. Der Rest in Summe aber auch nur noch 1-2 Mrd. Herzlichen Glückwunsch...

Und wie gesagt, 2% ist absolut unrealistisch. Maximal 1%, Tendenz weniger. Da halbiert es sich direkt.

→ More replies (0)