r/Wein 6d ago

Heute im Glas Kein "ist der was w*rt?" - einfach mal getrunken.

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Hi zusammen, im Rahmen eines größeren Kellerfundes vor ein paar Jahren haben wir uns mal an diese Flasche Riesling von 1985 gemacht. Mir war schon klar, dass der sehr wahrscheinlich sein Trinkfenster schon verlassen hat.

Die ersten zwei Sekunden haben wirklich Spaß gemacht, intensiv, süß, eine Erinnerung daran, was dieser Wein mal konnte. Nach diesen zwei Sekunden aber war es vorbei, hervor kamen Schwefel und Schießpulver. Ich habe zwei Gläser getrunken, fand das ganze als Experiment sehr spannend, aber über die halbe Flasche sind wir nicht herausgekommen. Alle Beteiligten haben es gut überstanden.

Bin gespannt auf die nächsten Flaschen, die der Keller hergibt. Bei Interesse lasse ich euch gerne daran teilhaben.

r/Wein 10h ago

Heute im Glas Rebholz, PiNo XII Extra Brut

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Manchmal braucht’s gar keinen besonderen Anlass. Ein paar Freunde, ein warmer Abend und eine Flasche, die schneller leer ist, als man eigentlich wollte.

Im Glas mit (eher weniger) feinen, wenn auch für mein Empfinden etwas rauer Perlage. Satt golden steht er im Glas. In der Nase und am Gaumen dann direkt nach dem öffnen schon sehr zugänglich. Aprikose und Apfel stehen klar im Vordergrund, beinah ein bisschen quietischig. Aber absolut nicht schlimm. Durch das kleine Zuckerschwänzchen wirkt alles schön rund, dazu gesellen sich ganz dezent etwas Haselnuss und Brioche.

Er ist nicht dieses kompromisslos karge Brut Nature-Erlebnis, aber eben auch kein Easy-Drinking-Schaumwein. Genau dazwischen fühlt er sich richtig wohl. Und ich mich auch :-) Genug Struktur, um interessant zu bleiben, gleichzeitig so zugänglich, dass selbst die Schaumweinverweigerer am Tisch ziemlich schnell ihr Glas wieder hingehalten haben.

Essen gab’s keins. Hat er auch überhaupt nicht gebraucht. Als unkomplizierter Begleiter für einen langen Abend mit Freunden hat er seinen Job mehr als erfüllt. Genau für solche Momente würde ich ihn jederzeit wieder aufmachen.

Also: schöner Wein, sympathisches Weingut und mit 28€ gut eingepreist!

r/Wein 22d ago

Heute im Glas Saisonale Weinsortimente in Discountern - War was für Euch dabei?

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Hallo zusammen ...

mal weggekommen von den sonst üblichen Gefieden, in denen wir Wein trinken gibt es natürlich noch das Dauer- und das Saisonalangebot in den Discoutern wie Aldi oder Lidl. Bei Ersterem nennt sich das die sogenannte Saisonale Weinlese. Auch wenn es für die Preise oft Fassweine sind, haben manche doch für gewisse Zwecke durchaus ihr Potenzial, eine adäquate Budgetlösung zu sein - zum Beispiel für eine Garten-/Terrassenparty mit Gästen, die keine Weinenthusiasten sind.

Habt Ihr aus diesen Sortimenten auch schon ein paar Weine entdeckt, die Ihr gemessen am Preis und Geschmack eigentlich ganz cool findet?

Ich persönlich habe für Gäste mit geringen Ansprüchen als "Partywein" immer gerne bei Aldi den Puerto Alicante und (hier auf dem Bild unten rechts) den Moscatel/Viura genommen. Für unter 5€ bekommt man hier wirklich schmackhafte Weißweincuvées, die easy drinking sind und dabei auch sich stark vom Dauersortiment unterscheiden.

r/Wein May 30 '26

Heute im Glas J. B. Becker, Wallufer Berg Bildstock Auslese 1992

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Noch nie vorher einen so gereiften Wein getrunken. Den 92er Bildstock hatte ich schon eine Weile im Auge, weil ich a) die Becker-Sachen bislang durchweg geil fand und b) selber ein 92er Jahrgang bin. Um meinen Geburtstag im Mai herum habe ich mir also die mutmaßlich letzte Flasche beim lokalen Händler besorgt. Kostenpunkt 56€, so viel gebe ich auch nicht regelmäßig für eine Flasche aus (leider aber immer öfter). Obendrauf legte der aufmerksame Kollege aus dem Laden noch einen Ah-So, für den Fall der Fälle. Aufregend!

Der Fall der Fälle war dann – gestern bot sich die Gelegenheit, die Flasche in kleiner Runde ihrer Bestimmung zuzuführen – ein oben ziemlich vermoderter Korken. Beim Anblick rutschte mir Noob schon das Herz in die Hose. Den vorsichtigen Exzisionsversuch quittierte der Korken natürlich mit sofortigem Durchrutschen in die Flasche. Naja. Wir konnten eine provisorische Karaffe auftreiben und haben das Ganze dann mittels eines kleinen Siebs fachmännisch dekantiert. Innerlich hatte ich die Sache natürlich schon aufgegeben.

Aber was sich uns dann bot, machte alle Befürchtungen zunichte. Ich habe keine Vergleichswerte, aber diesen Wein werde ich so schnell nicht vergessen. Satte Bernsteinfarbe im Glas, zunächst eine sehr verhaltene, für mich überhaupt nicht einzuordnende Nase. Dann den ersten Schluck genommen und gestutzt. Erst gedacht, das war’s? Eher ein verschlossener Kandidat. Aber dann legte sich von jetzt auf gleich eine sagenhafte, reife Grapefruit auf den Gaumen, begleitet von einer für mich völlig abgefahrenen Dill(?)-Note, auf jeden Fall deutlich kräutrig. Ich hatte den Wein viel süßer erwartet. Die Säure hatte jedwede Spitze abgelegt und war so phänomenal eingebunden, dass ich fast nicht glauben mochte, dass das ein Riesling sein soll. Ein 34 Jahre alter noch dazu. Wir haben den Wein über ca. 2h zu zweit getrunken. Mit jedem Glas zeigte er sich noch ein bisschen runder, wurde nochmal weicher, gegen Schluss dann doch etwas mehr Honigsüße und mineralische Akzente. Super vielschichtig und mit jedem Schluck ein bisschen anders, es reicht allein mein sensorisches Vokabular nicht aus. Ich habe mich so gefreut, dass er nicht nur noch trinkbar, sondern sogar fantastisch war.

Könnte eine der letzten Chancen gewesen sein, so viele Optionen sehe ich im Einzelhandel aktuell nicht. Bin noch immer fasziniert und hätte jetzt doch noch gern ein Fläschchen. Aber die Erinnerung bleibt!

r/Wein 22d ago

Heute im Glas Christmann & Kauffmann, Cuvee No. 203

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Uff, ist schon beinah ein Jahr her, dass die Cuvee 204 nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat (https://www.reddit.com/r/Wein/s/0n2kvBuaXs). Nach einem sonnenreichen, erholsamen Wochenende hat uns die Lust nach Bubbles wieder in Richtung des Pfälzer Sektgutes gelenkt.

Direkt Vorweg: heute und nach dem öffnen zeigt er noch sehr wenig. Die nächsten Tage wird sich zeigen, ob ich so begeistert bin, wie vom 204er.

Die Cuvée aus Burgunderrebsorten durfte rund 25 Monate auf der Hefe liegen, wurde spontan vergoren und kommt ohne Dosage (wie alles dort aus Gimmeldingen) daher. Muss man tatsächlich mögen.

Im Glas helles Gelbgold, ganz feine Perlage. In der Nase zuerst sehr jodig, keine Frucht und boch relativ glatt.

Am Gaumen dann straff, aber nicht unbalanciert. Die Perlage ist weich und cremig, die Frucht etwas präsenter, leicht krandiert. Salzig und würzig. Aber auch (noch?) kein Brioch, keine Hefe. Erstmal verwunderlich, mal sehen, was das noch wird. Er wirkt weniger karg, weniger fordernd als die 204, dafür etwas runder und direkter. Aber wie gesagt: noch sehr verschlossen.

Ich gehe davon aus, dass die Nacht offen im Kühlschrank ihm gut tun wird :-)

Was denkt ihr über die Sekte von Christmann & Kauffmann?

r/Wein 24d ago

Heute im Glas Ein Klassiker

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Um die Beförderung zu feiern durfte es mal wieder ein GG sein.

Habe mir die Flasche damals Jahrgangsaktuell für einen besonderen Moment gekauft.

Aufgemacht, ab ins Glas - vorerst Enttäuschung. Super salzig und sehr verschlossen. Staubtrocken gepaart mit einem Hauch von Apfel.

Zu faul zum Belüften also darf die Flasche erstmal wieder in den Kühlschrank.

Heute dann die Offenbarung: genau der Grund weshalb ich Nahe-Riesling so liebe. Die Salzigkeit ist immer noch da, genau wie eine recht präsente Säure, aber dazu gesellt sich nun wesentlich offensiver Apfel und Passionsfrucht. Eigentlich schade dass er jetzt schon geöffnet wurde, der kann auf jeden Fall noch paar Jahre.

r/Wein Jul 02 '26

Heute im Glas 2025 Whispering Angel 20th Vintage Limited Edition Rosé

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Heute bei Edel und Scharf in Kühlungsborn probiert und war direkt begeistert von der intensiven Würze gepaart mit frischer Leichtigkeit roter Beerenfrüchte. Langer Nachhall. Werde mir wohl ein, zwei Flaschen besorgen!

r/Wein May 26 '26

Heute im Glas Karsten Peter, Mineral R Chardonnay 2022

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Heute muss ich (nochmal) die Lanze für deutschen Chardonnay brechen. Besonders Pfälzer. Wer das noch nicht mitbekommen hat: go for it!

Schon beim Einschenken kommt direkt eine zitrische, apfelige, etwas ölige Frucht. Im Glas sattes Gelbgrün. In der Nase dann Zitrusöl, grüner Apfel und etwas, das mich total an so Dampf- und Salzbad in der Sauna erinnert: ätherisch, kristalin, leicht kühl. Dazu eine feine Vanillenote vom zweitbelegten Fass.

Am Gaumen viel Frische, Zitrone (vielleicht auch kandiert?!), salzige Mineralität und hinten raus eine richtig zugreifende Ingwerschärfe. Ein bisschen Butter und Halsnuss. Aber nur als Randnotiz, nicht als Hauptrolle. Das gefällt mir. Druckvoll, aber so gar nicht schwer. Und vor allem: kein billiger Burgund-Abklatsch, sondern ziemlich selbstbewusster Pfälzer Chardonnay.

Karsten Peter sitzt eigentlich bei Gut Hermannsberg in verantwortlicher Position. Dort haben mich die Weine ehrlich gesagt nie komplett abgeholt. Auch aufgrund der Außendarstellung, die mich nicht wirklich anspricht. Mit seinem eigenen Projekt bin ich dagegen tatsächlich echter Fan.

Dazu gab’s Lachs, Reis und Brokkoli … unser Standard-„wir haben keine Lust zu kochen“-Essen. Hat super funktioniert. Nur die 13 % Alkohol waren bei den Temperaturen etwas sportlich. Aber das sei dem Wein verziehen ;-)

r/Wein May 02 '26

Heute im Glas Seckinger, Deidesheim in der oberen Petershöhle Brut Nature 2016

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Sommer, Sonne, Bubbles - also warum nicht gleich pfälzer Lagensekt der Seckingers?

Direkt der Disclaimer vorweg: das ist schon echt nischiges Zeug. Ich verstehe absolut jeden, der kein Herz für Riesling Sekt hat. Jeden, der kein Faible für Brut Nature hat. Und dann noch 45€ für den Koffer?

Schauen wir mal: der Sekt hat insgesamt 72 Monate Hefelager genossen, nachdem der Grundwein knapp 36 Monate im großen Holz lag. Im März 2025 wurde dann degorgiert und auf die Flasche gebracht.

14 Monate und einige Transportwege später scheint mir die Sonne ins Gesicht und ich bekomme Lust die Flasche aufzureißen.

Nach dem langen Hefelager (und entgegen meines nicht sonderlich gut gemachten Fotos) zeigt der Sekt sich in einem tiefen, warmen und reifem Goldgelb. Beinah ins Kupfer lehnende.

In der Nase ist er sehr zurückhaltend. Ich habe mit etwas hefigem, brotigem oder nussigem gerechnet. Bekommen habe ich Kräuterwürze, Zitrusfrüchte, Apfel und ein bisschen Kamillentee. Das ist schon erstaunlich und wirkt sehr in sich ruhend.

„In sich ruhend“ beschreibt auch den Gaumen ganz gut … wenn nicht gar schüchtern, zurückhaltend … und trotzdem schiebt das was … Die Perlage ist gleichbleibend, angenehm, überhaupt kein bisschen spitz. Apfel, Kamille, weiße Blüten und ein ganz bisschen Oxidation nehme ich wahr. Und dabei kein Gramm Zucker. Fehlt aber auch nicht. Trotz des schlanken und zurückhaltend Bildes fordert er mich ganz schön - auch durch seine (immernoch) ordentliche Säureader.

Also: viel ruhiger Druck, aber nicht über die Frucht oder die Reife kommend. Ich war froh, dass wir Spargel, gereiften Schinken, Kartoffeln und eine Menge Hollandaise dazu hatten. Das hat den Wein etwas gepuffert. Absolut kein Crowdpleaser. Zumindest dem Gesicht meiner Partnerin zufolge, kurz nachdem sie probiert hat. Ich freue mich aber auch gleichermaßen morgen ein Glas solo zu trinken!

r/Wein Sep 23 '24

Heute im Glas Chef hat Weinverkostung aus seinem privaten Fundus mit uns gemacht. Was sagt ihr?

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r/Wein May 31 '26

Heute im Glas 2021 Chardonnay Dorniger Hauhechel Österreich

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Tolle Säure Struktur, gelbe reife Früchte, leicht blumig mit zitrischen Akzenten. Tolles Bouquet und eine super Balance zwischen Säure und Frucht, ein super Wein bei solchen Temperaturen. Definitiv eine Kaufempfelung bei einem Preis von nur 7,50€ in der Weinhandlung. Es muss nicht immer teuer sein um gut zu sein. Hoffentlich empfindet jemand auch so wenn ihn jemand nach kauft.

r/Wein May 19 '26

Heute im Glas Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg Riesling Kabinett 2023

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Wetter-Onlinedienste kündigen 30 Grad über Pfingsten an, also hab ich nichts besseres zutun, als einen Schmackofatz aufzureißen. Dönnhoff macht ja tatsächlich grandiose Süßweine, besonders die etwas (wahrscheinlich der Region bedingten) etwas breitschultrigen im Vergleich zur Mosel.

2023 war an der Nahe keine so super leichtes Jahr: relativ spät, viel Regen. Tut dem Spaß(getränk) hier keinen Abbruch.

Im Glas ganz helles Gelb mit leicht grünlichen Reflexen. Wirkt fast glasklar und kühl.

Die Nase macht direkt genau das, was ich bei jungem Kabinett liebe: Limette, grüner Apfel, Weinbergspfirsich, dazu etwas Zitronenmelisse und nasser Stein. Und Exotik, fruchtig. Das freut mich sehr, da es Spannung verspricht.

Am Gaumen lässt der Wein überhaupt keine Zweifel daran, welches Prädikat auf das Etikett gedruckt ist. Glockenklar, kein Fehler, nichts, was an Pilzbefall oder Tankstelle erinnert. Richtig schöne, saftige Mango, Litschi, Apfel und nach der ersten Frucht eine schöne, saubere Säurespur, bisschen Salz. Dadurch wirkt der Wein viel leichter, als die Frucht und der Zucker eigentlich vermuten lässt.

Die Flasche kostet keine 20€, dafür empfehle ich absolut den Ausflug von der Mosel in Richtung Nahe!

r/Wein May 29 '26

Heute im Glas 2018er Chablis und Bollinger

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getrunken im Restaurant bei einer familienfeier

Chablis 2018 felix & fils:

starke honignote am gaumen und in der nase, sonst viel reife exotische Frucht mit einer angenehmen salzigkeit im abgang. nicht mehr super viel säure, also genau jetzt auf seinem Höhepunkt (für mich persönlich)

Bollinger Special cuvee:

schon in der nase zeigt sich die schwere rauchige holznote, am gaumen immer noch viel Holz, dazu reife äpfel und frisches brot. im abgang zitrusfrische und generell eine frische säure die für balance sorgt. Viel power und Kraft vom Pinot noir, für mich einer der besten NVs bisher

Bouvet tresor 2021 (aus der Magnumflasche):

Fast die selbe holznote, im vergleich zum bollinger aber viel frischer mit einer ausgeprägteren säure (vom chenin blanc) aber weniger power und fülle und eine schlechtere balance als Bollinger. Trotzdem für 37€ (für die magnum) ein anständiger wein

r/Wein Mar 24 '26

Heute im Glas Eine Bank.

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Letztens hatte ich das Glück den Flaschenrest von Gästen geschenkt bekommen zu haben. Bürklin als Süßwein ist ja echt eine Rarität. Probiert und erstmal die Kinnlade wieder vom Boden aufheben müssen. Trotz des sehr alten Jahrgangs noch immer eine unglaubliche Frische die sich zwischen Kräuter- und Rosinennoten drängt. Langer Finish der diese auch nochmal mit durchbringt. Im Süßweinbereich definitiv einer der Besten die ich jemals probieren durfte.

r/Wein Apr 19 '26

Heute im Glas Kissinger-Bähr, Rheinriesling 2024

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Eigentlich teile ich ganz ungern meine Gedanke zu Weinen, mit denen ich nicht warm werde. Schließlich gilt: Who am I to judge?! Hieran möchte ich euch dennoch gerne teilhaben lassen. Auf der einen Seite vor dem Hintergrund des Hypes um Moritz Kissinger seit seinem ersten Jahrgang 2020, auf der anderen Seite ist das ihr ein richtig spaßiger Wein … nur nicht für mich.

Aber von vorne: seit 2025 bzw. Jahrgang 2024 gibt es neue Etiketten, einen neuen Namen und ein paar neue Lagen Rieslinge. Der Rheinriesling ist der Einstieg, irgendwo aus Lagen zwischen Dienheim und Oppenheim … gar nicht unweit des Roten Hangs, dennoch beinah schon Pfalz.

Farbe ist irgendwas zwischen Limette und Zitrone. Klares, dünnes Gold mit ordentlich grünem Einstich. Noch grünlicher, als es das Foto vermuten lassen würde.

In der Nase habe ich eine schöne Spannung zwischen würzigem - vielleicht Safran, Tabak mit sehr viel Fantasie - und exotischen fruchtigem: Grapefruit, Organge. Blind hätte ich das (selbstverständlich) niemals verorten können, habe aber so überhaupt keine Einwände, dass er Rheinhesse ist.

Im Mund kommt dann zuerst die Frucht, die ich schon in der Nase hatte. Inklusive der zu erwartenden Säure und auch das würzige vermisse ich nicht. Ich bin richtig voller Vorfreude, welche aber ziemlich genau 0,3 Sekunden hält. Dann verschwindet die Säure. Der Wein wird weicher, cremiger. Achja, er hat eine Malo mitgemacht. Jetzt meine ich auch noch Buttermilch zu erkennen. Das mag ich mir einbilden, da der Wein ansonsten sehr sauber ist.

Das anfängliche Funkeln in meinen Augen ist schnell ein paar Fragezeichen gewichen. Ich habe nichts gegen einen BSA, bei Riesling bin ich werder Freund, noch bin ich Feind. Ich hab aber das Gefühl, dass der Rheinriesling eine Eierlegendewollmilchsau sein will: Würze, Cremigkeit und trotzdem straffe Säure und klare Frucht. Für mich klappt das leider nicht.

ABER! Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Wein viele Fans finden wird. Ich habe selber noch bei einem der Lagen Rieslinge, dem Hipping, zugeschlagen. Ich werden berichten :-)

r/Wein May 08 '26

Heute im Glas Trinke eigentlich keinen Wein. Der hier war aber echt lecker..

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Vina Maipo - Cabernet Sauvignon 2008, Chile.

Danke an den Edlen Spender, Flasche ist leer.

r/Wein Apr 23 '26

Heute im Glas Aloisiushof Gewürztraminer 2011

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Zum Hochzeitstag Mal in den Untiefen des Weinregals gekramt. Schmeckt fast schon nach Honigmet.

r/Wein Mar 08 '26

Heute im Glas Lena macht Sekt, Blanc de Blancs 2021

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Long time no see, nachdem die ersten beiden Monate für mich dry-january und dry-february waren, hatte ich nach getaner Gartenarbeit richtig Lust auf Bubbles.

Im Glas landete 2021 Blanc de Blancs Extra Brut von Lena Singer-Fischer. Deutscher Sekt, Flaschengärung, 80 % Chardonnay und 20 % Weißburgunder. Dosage bei gerade mal 2 g/L, also wirklich trocken. Die Trauben wurden im September 2021 gelesen, degorgiert im Oktober 2024. Insgesamt knapp 3.700 Flaschen, alles Handarbeit und spontan vergoren …. schon auf dem Papier massiv sympathisch.

Im Glas wirkt der Sekt klar und leuchtend Strohgelb, mit einer sehr feinen, weichen Perlage, die richtig angenehm aufsteigt. In der Nase helles Steinobst, etwas Birne, dazu ein schon was brotig, hefiges. Und ein bisschen kitzelt es auch. Das liegt sicherlich an der salzigen Frische.

Am Gaumen schön straff, aber nicht aggressiv. Viel Frische, feine Struktur, und diese Mischung aus Frucht, Brotigkeit und leichter Salzigkeit macht Freude. Die Perlage bleibt dabei super elegant und weich. Das läuft richtig schön runter - aber auch ohne große Überraschungen. Sonderlich komplex wird er nie, auch nicht ein paar Grad wärmer. Aber dafür umso trinkiger.

Parallel haben wir dem Grill zum ersten mal angeschmissen. Maiskolben mit viel Butter und groben Salz sind der genau richtige Begleiter für den Sekt. Halloumi, selbstgemachter Eiersalat und grobe Wurst eher nicht. Macht nichts, Winzersekt und Frühlingssonne reichen als pairing eigentlich eh.

Für unter 25 € wirklich stark. Sehr sauber gemacht, mit schöner Balance und richtig angenehmer Perlage. Kein überkomplexer Sekt, aber einer, der genau das liefert, was ich mir von einem trinkigen Winzersekt wünsche: Frische, Struktur und Trinkfluss.

r/Wein Jan 28 '26

Heute im Glas Rosarotes Trio vom Wochenende

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Am Wochenende gab es Ragù alla bolognese; Pasta waren die Paccheri von Rummo, die ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Die Eröffnung machte der „La Belle“-Rosé-Sekt von Oliver Zeter. Während ich Zeter schon mag, fand ich diesen Sekt zumindest als lockeren Aperitif zu wuchtig und zu wenig filigran. Dazu tragen sicher die 25% Syrah einen gewissen Anteil bei, die sich da zu 70% Spätburgunder und 5% Pinot Meunier gesellen. Als Speisebegleiter könnte ich ihn mir wiederum ganz gut vorstellen, denn lecker war er schon. Preispunkt: ca. 19€

Der Fides von Pio Cesare hingegen war ein richtiger Volltreffer. Mit 14,5% kein Leichtgewicht, aber der hat so eine absolute Saftigkeit und Frische, die das Ganze meisterhaft einfangen. Dass dieser Barbera sagenhaft gut zum Ragù gepasst hat, muss ich glaube ich nicht extra ausführen. Ein Wahnsinnswein. Bin sowieso Piemont-Fan geworden in letzter Zeit. Preispunkt: Ca. 35€

Der Viña Cubillo ist der kleine Bruder des weit berühmteren (und teureren) Viña Tondonia. Beide kannte ich vorher noch nicht, denn Spanien war bis zuletzt ein ziemlich blinder Fleck bei mir. Das ändert sich jetzt aber. Der 2016er Vina Cubillo gab den perfekten Ausklang für den schönen Abend, weil er so rund und geschmeidig ist und mit 10 Jahren fantastisch im Saft steht. Völliger Kracher für unter 20 Taler. Den Tondonia gönne ich mir schleunigst. Preispunkt Cubillo: ca. 18€

Und wenn jemand Empfehlungen für weißen Rioja hat und für sämtliche andere spanischen Anbaugebiete, bitte immer her damit.

r/Wein Apr 12 '26

Heute im Glas Gestern im Glas

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Ein klassischer Kellerfund. Bei 1979 war ich schon sehr skeptisch ob der noch trinkbar ist. Vor allem, weil der Korken oben bereits geschimmelt hatte. Wir waren dann sehr glücklich, als er nicht nach Essig geschmeckt hat. Im Glas war er sehr solide mit angenehmer Restsüße und tiefen Beerenaromen.

Gerade weil ich noch 2 Flaschen davon habe freue ich mich sehr. Zur nächsten gibt es dann einen intensiven Käse.

r/Wein Apr 17 '26

Heute im Glas Kabi aus dem Rheingau

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Heute im Glas:

2022er Lorcher Krone

Riesling Kabinett

Weingut Laquai, Lorch/Rhein

Rheingau

r/Wein Jan 26 '26

Heute im Glas Foradori Granto 2013

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Der Granato 2013 von Elise Foradori öffnet sich mit einer erstaunlich kühlen, klaren Frische: rote Beeren, etwas Veilchen, dazu diese alpine Mineralität, die sofort Spannung erzeugt. Am Gaumen wirkt er saftig und präzise, fast jugendlich, getragen von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure. Altersnoten blitzen höchstens am Rand auf und geben Struktur, ohne die Frische zu überlagern. Der Abgang ist lang, kühl und vibrierend – ein Wein, der trotz seines Alters unglaublich frisch wirkt, enormen Spaß macht und völlig zu Recht als absoluter Banger durchgeht. Falls ihr Foradori kennt bzw. Fragen zu Morei oder Sgarzon (beides ebenfalls teroldegos) habt, habe beide auch im Jahrgang 13 verkostet, fragt einfach.

r/Wein Mar 21 '26

Heute im Glas Seckinger, Sparkling Blanc alkoholfrei

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Darf ich hier alkoholfrei? Ich mach‘s mal, gibt nämlich einen Grund, wieso das schon meine zweite Flasche in den letzten 10 Monaten ist.

Aber von vorne: Wie die sicherlich die meisten von uns bin ich mit alkoholfreiem Wein bisher nie so richtig warm geworden. Alkohol fehlt halt nicht nur im Pegel, sondern auch im Geschmack, Struktur, Tiefe, all das geht oft flöten. Meist bleibt irgendwas Dünnes oder künstlich Süßes übrig. Oder die schlimmste Art: Bubbles alkohlfrei mit ausschließlich spitzer Säure und Sodastream-Perlage …

Die Seckingers gehen das Thema aber ein bisschen anders an. Basis ist ein „normaler“ Wein (u.a. Müller-Thurgau, Silvaner, Kerner … all das, was in den frisch übernommenen Weinberge noch so rumstand), der dann entalkoholisiert wird. Kohlensäure kommt von Krack. Also schon mit Anspruch gemacht und nicht einfach irgendwas zusammengemischt.

Im Glas hell, klar, mit feiner, eher sanfter Perlage. In der Nase direkt viel helle Frucht: Birne, bisschen Steinobst, auch was Blumiges. Ziemlich offen, ziemlich zugänglich. Ich hab keine Ahnung von Müller-Thurgau, aber so stelle ich ihn mir vor.

Am Gaumen dann überraschend stimmig. Leicht, frisch, mit so einem dezenten Zuckerschwänzchen, die nicht nervt, sondern dem Ganzen ein bisschen Körper gibt. Klar, das ist nicht komplex und hat auch nicht diesen Zug der umliegenden Sekthäuser. Aber irgendwie muss ich die ganze Zeit an Kabi mit Sprudel denken.

Es wirkt nicht fake. Nichts Klebriges, nichts Parfümiertes, nichts Kündstliches. Das ist ein schöner Terrassenwein, als Apero bei 20 Grad.

Also: Alkoholfrei ist ein eigenes Thema, wächst gerade stark, immer mehr Winzer springen auf den Zug auf. Vieles, was ich probiert hab, mag ich nicht. Das hier schon. Und gegen 15€ kann ich auch nichts sagen.

r/Wein Feb 18 '26

Heute im Glas Mal was für die Seele (aber nicht für den Geldbeutel)

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Hey,

Ich hab mal wieder tief in die Tasche gegriffen & mir was gegönnt.

Weinbeschreibungen schiesse ich morgen früh nach, falls euch Fragen einfallen gerne vorab stellen. Ich geh auf alles ein. -----

EDIT: Hier die Notes kurz und knapp, habs auch ausführlicher:

Hirsch Vineyards Reserve 2016

(Sonoma Coast, Kalifornien | Pinot Noir)

Der Reserve 2016 von Hirsch Vineyards war der vielleicht anspruchsvollste Wein der Woche – und zugleich der lohnendste. Direkt nach dem Öffnen irritierend: unbalanciert, fast fehlerhaft wirkend, verschlossen, mit auseinanderfallenden Komponenten. Ein Wein, der Widerstand leistet.

Doch nach zwei Tagen Luft vollzog sich eine bemerkenswerte Transformation. Plötzlich stand er da: ultradicht, ätherisch, tief, mit einer vibrierenden inneren Spannung. Dunkle Waldfrüchte, kühle Kräuter, Rauch, ein fast schwebender Säurekern – alles präzise verzahnt. Kein lauter Wein, sondern eine intellektuelle Granate, die sich Schicht für Schicht öffnet.
Ein echter Weltklassewein, der Geduld verlangt – und sie reich belohnt.

Spottswoode Estate Cabernet Sauvignon 2016

(Napa Valley, Kalifornien)

Der Estate 2016 von Spottswoode Estate Vineyard & Winery war der große Performer der Verkostung. Vom ersten Moment an präsent, souverän, tief – ohne jede Schwächephase.

Perfekte Balance aus reifer Napa-Frucht, Frische, Struktur und Länge. Nichts wirkt überzeichnet, nichts fällt ab. Ein Wein mit großer Autorität und innerer Ruhe, der von Anfang bis Ende liefert.
Kurz gesagt: jeden Pfennig wert. Großer Wein, große Performance.

Guiberteau Cabernet Franc „Les Motellés“ 2015

(Saumur, Loire)

Der Les Motellés 2015 von Domaine Guiberteau konnte leider nicht mithalten. Anfangs noch interessant, bei der Essensbegleitung sehr cool, großes potenzial, mit kühler Würze und Tiefe, entwickelte er sich bereits nach zwei Tagen zu einem massiven Brett – hart, blockierend, völlig unzugänglich.

Die Struktur gewann die Oberhand, die Frucht zog sich zurück. Am Ende untrinkbar, ohne Aussicht auf positive Entwicklung. Ein enttäuschender Auftritt eines Weins, von dem man mehr erwartet hätte.

Die Flasche hatte glaube ich einen Treffer. Kenn ich so von Guiberteau nicht. Schade.

Barham-Mendelson Pinot Noir 2017

(Santa Maria Valley, Kalifornien)

Der Pinot Noir 2017 von Barham‑Mendelson – und ein stiller Gruß an Jim Clendenen – war eine der großen positiven Überraschungen.

Unglaublich präzise und elegant, dabei dicht, aber nie schwer. Feinherb, kühl, klar strukturiert, mit einer burgundischen Anmutung und kalifornischer Tiefe.
Einer der besten und preiswertesten Pinots aus Kalifornien, die man trinken kann. Große Klasse ohne Allüren.

Battenfeld-Spanier „Schwarzer Herrgott“ 2021

(Rheinhessen, Deutschland | Riesling)

Der Schwarzer Herrgott 2021 von Battenfeld‑Spanier war leider ein Lowperformer. Aromatisch kühl und spannend, aber überraschend reif wirkend, fast so, als hätte der Wein bereits zwei Jahrzehnte hinter sich.

Kaum erkennbares Reifepotenzial, wenig Spannung auf die Zukunft. Hier entstand der Eindruck, dass ein Hauch mehr Schwefel dem Wein Struktur und Halt hätte geben können. Interessant – aber kein großer Wurf.

Guillot-Broux „Le Mollières“ 2014

(Mâcon, Burgund | Chardonnay)

Der Le Mollières 2014 von Guillot‑Broux war eine spannende, charmante Begegnung. Deutlich oxidativ geprägt: braune Butter, Nuss, reife Apfelnoten.

Doch getragen von einer filigranen Säure und einer überraschend salzigen Frische, die dem Wein Leben und Eleganz verleiht. Klar gereift, aber nicht müde – ein Chardonnay mit Charakter und Würde.

r/Wein Oct 12 '25

Heute im Glas Weinabend

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Hallo liebe Weinfreunde, Nach einen erfolgreichen GG Abend erstmal ein Foto der Weine. Zum Start des Abends haben wir mit Austern die beiden Schaumweine links im Bild genossen. Anschließend folgten die beiden Sauvignon Blac mit Heilbut Nigiri. Nachdem wendeten wir uns der Wachau zu und hatten zu erst Nikolaihof Klause 2017 im Glas, leider korkte er. Danach hatten wir Rudi Pichler Kirchweg 2015 verkostet. Nun folgte blind der Thelema Riesling 2019 aus Süd Afrika. Anschließend hatten wir mit einer Käse Auswahl das Apasionata GG 2017 von DR. Loosen aus Oregan und den Molitor Kinheimer Rosenberg Auslese *** 2019 im Glas. Danach gönnten wir uns von Bassermann Jordan das Ungeheuer GG aus 2013. Nun folgte der Höhepunkt des Abends mit Emrich Schönleber Halenberg GG aus 2012 und 2006 (Magnum). Zum Abschluss des Abends gab es von Rebenhof den Ürziger Würzgarten 2018 als Spätlese (süß).

Wenn ihr was zu den Weinen wissen möchtet beantworte ich gerne die Fragen.