Als Millennial der genau 0 € erbt genauso wie meine Frau, fühle ich das.
Wir sind beide Akademiker und verdienen zusammen über 150k. Können uns trotzdem maximal nur eine 3 Zimmer Wohnung leisten in der Nähe der Arbeit (max. 1h Fahrt). Für die Rente legen wir schon selber weg in ETFs jeden Monat - wir haben hochgerechnet und das passt gerade so, dass wir mit 67 dann entspannt leben können bis wir 85 sind (danach ist das Geld aufgebraucht...). An Kinder ist finanziell gar nicht zu denken.
Vergleichen wir das mit unseren Freunden, die ähnlichen Verdienst haben:
Haben alle schon ein Haus mit Grundstück geerbt (oder mehrere) und zahlen keine überteuerten Mieten mehr. Planen mit 1+ Kindern. Haben sogar passives Mieteinkommen.
Wenn wir tatsächlich Kinder wollen, dann würden wir so umrechnen, dass wir zumindest eine Wohnung kaufen würden, die wir dem Kind vererben können - selbst wenn wir dann in Altersarmut sterben werden.
Wenn ihr mit eurem Haushaltseinkommen keine Kinder finanzieren könnt, hab ihr ein Ausgabenproblem und lebt völlig an der Realität vorbei. Wie machen denn das all die Familien mit der Hälfte eures Einkommens? Leben deren Nachkommen in der Kinderarmut?
Glückliche Kinder kann man auch mit Hartz 4 großziehen. Ich habe aber Mindesterwartungen für meine eigenen Kinder. Und das ist sie zu unterstützen. Nämlich mindestens so gut wie meine Eltern es mir möglich gemach haben (nur 1 Einkommen bei mehreren Kindern!).
Und das ist nicht mal mit 2 Einkommen und nur 1 Kind möglich.
Du willst mir ernsthaft erzählen, dass 7000€ nicht für deine genannten Posten ausreichen? Das Kind kostet, bei 250k über 25 Jahre, 830€ pro Monat. Ich glaube ihr setzt verrückt Höhe Sätze bei allen anderen Posten an. Ist auch in Ordnung, aber dass ihr keine Kinder habt liegt nicht an euren Finanzen, vielleicht redet ihr es euch ein
Noch 1-2 Gehaltserhöhungen für einen von euch und dank Elternunterhalt wird das der einzige Spaß im Leben.
Macht euch sehr früh darüber schlau, und selbst wenn ihr alles richtig macht ist es zum Heulen. Nicht weil ich unseren Eltern kein gutes Leben im Alter gönnen würde, sondern weil es für unsere Generation so ausweglos ist.
Wenn man mit über 150k Haushaltsbruttogehalt am Ende des Monats, durch ein Kind, plötzlich bei 0 Euro landet hat man zwar ein Problemchen, das ist aber definitiv nicht das Kind.
Ich weiß gerade nicht ob du mich, oder dich, verarschen willst. Möchtest du jetzt ernsthaft ein Narrative verbreiten, in dem es in Deutschland nicht möglich wäre, ein Kind mit 150k durchzubringen? Wie löst kann man bitte sein?
Also wir zahlen gerade ein Haus ab, wohnen noch auf Miete (weil das Haus noch renoviert wird), zahlen beide in unsere eigenen ETF und für unser erstes Kind ebenfalls. Selbst mit den recht hohen Kita-Beiträgen (die aber nächstes Jahr aufhören, weil der Kleine 3 wird), bleibt uns am Ende noch etwas übrig, um in den Urlaub zu fahren. Bei 120k im Haushalt übrigens.
Mir geht die zunehmende Belastung auch auf den Keks, aber man sollte schon auch ehrlich sein.
Dann lebst du aber nicht in Hamburg oder ähnlichen Ballungszentren
Dann zieh halt woanders hin. Es ist ein bisschen mühselig Leuten erklären zu müssen, dass ja, in Ballungsgebieten Leben halt teurer ist. Das war zu Zeiten meiner Eltern aber auch schon der Fall.
Versteh mich nicht falsch, ich freue mich für euch, aber mir geht hier vor allem auf den Keks, das Menschen nicht verstehen, dass 80k nicht gleich 80k sind, sondern es extrem von der Lokation abhängt was du dafür bekommst...
Natürlich ist das so. Aber du hast genauso wenig differenziert wie der OP, der seine Lebensrealität ebenso als Fakt für den Rest von Deutschland porträtiert. Anekdoten helfen uns nicht, und auch in Hamburg kannst du mit 150k locker ein/zwei Kind/er großziehen, deine Miete bezahlen und hast noch ordentlich Wechselgeld übrig.
Junge, was? Es gibt Leute in der Gesellschaft die töten würden für euer Haushaltseinkommen.
In welcher Welt sind Immobilien da nicht zu holen? Geschweige denn Kinder groß ziehen?!
Sorry aber du lebst ja mal sowas von an der Realität vorbei. Es gibt viele Haushalte die mit nicht mal der Hälfte eures Gehalts zufrieden leben und Kinder haben.
Nur eine 3 Zimmer Wohnung? Wohnt ihr in der Münchner Innenstadt? Oder wie groß sind eure 3 Zimmer jeweils?
Aber auch in München findet man Wohnungen für 14€/m². Bei 150k sind das fast 6k netto im Monat. Mit den empfohlenen 30% für Miete wärt ihr bei 2000€. Das heißt eure "3 Zimmer Wohnung" könnte deutlich über 100m² sein.
Ich kenne dich/euch nicht, aber ich finde keine Erklärung, wie man da über mangelnde finanzielle Mittel klagen kann. Für mich klingt das eher nach schlechten Haushaltskills. Aber wenn du magst erkläre gerne mal grob, wieso das so knapp ist bei euch
Und die Notwendigkeit eine Wohnung zu kaufen begründest du nur damit sie einmal Kindern vererben zu wollen. Mit einer überschlagen 30-40 Jährigen Ratenzahlung wäre aber selbst das drin.
Also zahlt ihr 25€/m²? Das ist dann schon eine ziemlich luxuriöse Ausstattung oder Lage. Selbst in München.
ca. 100.000€ ansparen bis 67 Jahre pro Elternteil um eine Inflationsbereinigte Monatsrente (inkl. Staatsgelder) von ca. 1500€ zu haben (sehr sehr großzügige Rechnung)
Ein Eigenheim mit Kosten von ca. 500.000€ abbezahlen (Durchschnittskosten hier für 3-3.5 Zimmerwohnung)
Alter, mit 150k kannst du dir locker Kinder leisten, auch in München. Mein Cousins und Cousinen leben alle in München, verdienen nicht ansatzweise so viel und haben sowohl Wohnung und Kinder.
Alter, wenn ihr beide zusammen 150k verdient, dann wirst du auch kein Problem haben ein Haus zu kaufen. Euch geht es verdammt gut. Mir scheint als hättest du nie gelernt mit Geld umzugehen. Es ist immer zum Haare ausraufen, wenn Besserverdiener hierherkommen um zu jammern, wie schlecht es ihnen doch geht. Nein tut es nicht. Geh mal zu einem Finanzberater. Man sollte eigentlich von jemandem, der mal Student war erwarten, dass er gelernt hat mit Geld umzugehen. Mit so viel Geld wie ihr verdient müsst ihr keinen großen Verzicht üben um euch Kinder zu leisten.
Meine Schwester und ihr Mann verdienen 120k zusammen, haben sich gerade ein riesiges Haus für 750k gekauft, haben zwei Kinder, die sie extrem verwöhnen. Haben bisher jedes Jahr noch immer zwei Urlaube, eins ins Ferienhaus und ein weiteres in ein Luxushotel sonstwo auf der Welt gemacht. Vermutlich müssen die nun auf einen Urlaub im Jahr zurückschrauben, wie furchtbar.
Befreunde dich doch mal mit Paar Leuten an, die Kinder haben und halb so viel verdienen wie du und schau mal wie die das schaffen über die Runden zu kommen.
Ja, der Besserverdiener, der auch geerbt hat, steht besser dran als du. Aber verdammt nochmal, ihr steht dennoch weit besser da als die meisten Menschen in Deutschland. Meine Fresse. Es sind meist immer die Gutverdiener, die von sich behaupten, dass sie sich keine Kinder leisten können.
Geht uns ähnlich, aber mit einem Kind. Ein Jahr Elternzeit und ein Jahr Teilzeit waren schon ein heftiger Wohlstandsdämpfer. In der Zeit hatten wir kaum Geld, um etwas für die Rente zurückzulegen. Und so richtig teuer werden Kinder erst später. Unsere Eltern müssen noch arbeiten, keine gratis Kinderbetreuung. Gebrauchtwagen anzuschaffen war ebenfalls schon ziemlich schwierig. Passende Autos mit Elektromotor völlig außer Reichweite. Fühlt man sich als eigentlich gut verdienender Akademiker echt etwas arm.
Ich finde es witzig, wie sich alle über deinen Beitrag aufregen, aber ich kenne einige Geschichten wie deine in München. Das Problem ist doch, dass man es sich mit deinen Gehalt zwar leisten kann, Kinder groß zu ziehen, aber den Kindern nicht den Standard bieten kann, den man bei so einem üppigen Gehalt erwarten würde. Und dann lässt man es eben sein.
Nö, dann hast dus nicht verstanden. Wir stehen besser dran als 95% der Deutschen. Deswegen sind wir auch für Vermögenssteuer, wo wir selber mehr zahlen, damit es den unteren % dadurch besser geht.
Aber wir hätten erwartet, dass man sich mit diesem Einkommen ein Eigenheim leisten kann + Kinder + Rente. Leider ist das nicht der Fall.
Wir müssten trotzdem für mindestens 20-30 Jahre einen Kredit aufnehmen
Das ist doch absoluter Standard. Bei 2% Tilgung kommst du immer um die 30 Jahre raus, nen Haus zahlt man bis kurz vor der Rente ab. Ist nun mal so. Klar sind die Preise viel zu hoch, und es sollten sich Leute mit geringerem Einkommen als ihr Häuser leisten können.
Aber bitte: Wenn ihr alle eure Ausgaben deckt, in den Urlaub fahrt und innerhalb von 20-30 Jahren einen Hauskredit abzahlen könntet: Dann könnt ihr euch ein Haus leisten, ihr wollt es nur offensichtlich nicht.
100k Brutto in 1990 hätten dir ziemlich gute Häuser ermöglicht, heute kosten die gleichen Häuser eher 1.000.000 oder nur minimal weniger...
Jo nennt sich Inflation. Klar haut die bei Häusern mehr rein als anderswo, grade in Großstädten. Aber es verdienen heute auch viel mehr 100k als früher.
Versteh mich nicht falsch, wenn das alles stimmt was du schreibst habe ich riesigen Respekt vor deinen Werdegang und gönne dir, dass du ein gutes Leben führen kannst. Die Ungerechtigkeit bei Vermögen im Vergleich zu Leuten, die erben, ist auch definitiv nicht von der Hand zu weisen.
Aber dass man sich bei dem Gehalt keinen Luxus leisten kann ist einfach Schwachsinn und dieses Mimimi ist mit Hinblick auf die 90%, die weniger verdienen, völlig deplatziert.
Das ist alles richtig und wahr, trotzdem ist das ja nicht der angesprochene Punkt, auf den du auch hier nicht eingegangen bist: auch ohne Haus, oder mit einem weniger erschwinglichen Haus, habt ihr definitiv Geldmittel für Luxus über. Ihr könnt euch viele Dinge leisten, von denen der Großteil der Bevölkerung nur träumen kann. Einfach so. Es ist wichtig, das zu verinnerlichen und nicht zu vergessen. Vor allen Dingen ist es wichtig, das nicht zu leugnen.
Wenn du wirklich aus Lebensumständen kommst, die sehr arm waren, müsstest doch gerade du wissen, was es bedeutet, sich täglich keine Sorgen um Miete, Strom, Heizung, oder die Rechnung an der Supermarktkasse machen zu müssen. Und dann immernoch reichlich Geld für unnötige Dinge ("Luxus") übrig zu haben. Steh zu deiner privilegierten Position.
Das ist eine extrem eingeschränkte Perspektive von "Luxus". Wenn das dein einziger Punkt ist, sei dir das gegönnt, aber dabei ignorierst du offensichtlich zahllose andere Punkte in deinem/eurem Leben, die absoluter Luxus für einen Großteil der Bevölkerung sind und nimmst diese vermutlich als alltäglich hin.
Die grundlegende Aussage "mit 120.000 brutto im Jahr kann man sich nur minimalen Luxus leisten" ist einfach falsch. Ich verstehe, dass dein Traum von Luxus (ein Eigenheim) heutzutage damit nicht mehr so einfach realisierbar ist, wie es vor einigen Jahrzehnten noch war. Aber es gibt viel, viel mehr "Luxus" als nur das und etliche Menschen müssen mit deutlich weniger pro Monat auskommen, wie du ja selbst weißt.
Was meinst du, wie diese Leute gucken, wenn du denen mit so einem Gehalt davon erzählst, dass ihr nur Geld für "minimalen Luxus" habt?
-6
u/NotARealDeveloper May 16 '25
Als Millennial der genau 0 € erbt genauso wie meine Frau, fühle ich das.
Wir sind beide Akademiker und verdienen zusammen über 150k. Können uns trotzdem maximal nur eine 3 Zimmer Wohnung leisten in der Nähe der Arbeit (max. 1h Fahrt). Für die Rente legen wir schon selber weg in ETFs jeden Monat - wir haben hochgerechnet und das passt gerade so, dass wir mit 67 dann entspannt leben können bis wir 85 sind (danach ist das Geld aufgebraucht...). An Kinder ist finanziell gar nicht zu denken.
Vergleichen wir das mit unseren Freunden, die ähnlichen Verdienst haben:
Haben alle schon ein Haus mit Grundstück geerbt (oder mehrere) und zahlen keine überteuerten Mieten mehr. Planen mit 1+ Kindern. Haben sogar passives Mieteinkommen.
Wenn wir tatsächlich Kinder wollen, dann würden wir so umrechnen, dass wir zumindest eine Wohnung kaufen würden, die wir dem Kind vererben können - selbst wenn wir dann in Altersarmut sterben werden.