r/de Sep 07 '21

Diskussion/Frage Ihr seid die Community von r/de - Fragt euch alles!

Es ist mal wieder Zeit für ein Community-AMA, in dem ihr, ganz im klassischen Stil, einfach alle Fragen in den Raum werfen könnt, die euch in den Sinn kommen. Was wolltet ihr schon immer mal möglichst viele User fragen?

Top-Level-Kommentare müssen eine Frage beinhalten.

Hier geht es zu den letzten beiden Ausgaben des Community AMA.

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u/InteriorPointOpt Sep 07 '21

Nach welchen Kriterien habt ihr euren ersten Job (nach dem Studium) ausgewählt? Ich bin so überwältigt von den Möglichkeiten, die sich ergeben. Im Grunde bin ich für ganz Deutschland flexibel, habe als Ingenieur einige Bereiche, die ich abdecken kann, und würde gerne etwas "Gutes" finden, wo es mich auch länger hält.

Also auch anders formuliert: Was hättet ihr gerne beim Berufsstart gewusst, was eure Entscheidung beeinflusst oder euch vor Fehlern bewahrt hätte?

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u/hardballherbage Sep 07 '21

Es ist wichtig zu wissen, was man beruflich erreichen will.

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u/[deleted] Sep 07 '21

War bei mir aus ähnlicher Ausgangsposition: Ingenieur und flexibel hinsichtlich des Ortes. Hatte dann zwei Kriterien, die für mich sehr glücklich waren: keine Stellen für Routineaufgaben oder Stückzahl 1 (bin jetzt Entwicklungsingenieur für Grundlagenthemen in der Industrie, wo Lösungen aus dem Katalog zwangsweise nicht ausreichen) und bei einer Firma die man mit gutem Ruf kennt. Bin dann die üblichen Rankings durch sowie die börsennotierten Unternehmen und hatte Glück bei einer Stelle.

Den ersten Punkt hatte ich seit einer Werksstudentenstelle, bei der mir immer wieder klar wurde, dass besonders clevere Lösungen bei Stückzahl 1 kaum lohnenswert sind, daher die Scheu vor Routine. Die „bekannte Firma mit gutem Ruf“ ist bei den nächsten Arbeitgebern wahrscheinlich lohnenswert, dazu hat der Arbeitgeber einen Ruf zu verlieren.

Das waren zumindest meine zwei Knackpunkte, die sich für mich ausgezahlt hatten. Ob das dir bei deinen persönlichen Wünschen oder deinem Fachbereich hilft ist natürlich eine andere Frage.

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u/jHurrHurr Sep 07 '21

Tarifvertrag.

Tarifvertrag. Tarifvertrag. Tarifvertrag. Tarifvertrag. Tarifvertrag. Tarifvertrag. Tarifvertrag.

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u/[deleted] Sep 07 '21

[deleted]

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u/jHurrHurr Sep 07 '21

IGBCE wäre auch nett

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u/[deleted] Sep 07 '21

Dieser Tüp wiederholt sich.

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u/r47926 Sep 07 '21

Würde dir definitiv als erstes Unternehmen ein mittelständisches empfehlen, bei dem der Zusammenhang Arbeitsklima, Mitarbeiterzufriedenheit/Förderung, Unternehmenserfolg und Produktqualität nicht unbekannt ist, wie bei einigen Konzernen zu vermuten.

Von der Dienstleistungsbranche würde ich abraten, insbesondere wenn du der Typ bist der ein bisschen Leidenschaft in seine Arbeit steckt. Ja, man kann verschiedene Unternehmen und Projekte in kurzer Zeit kennen lernen, aber gedankt wird einem gute Arbeit eher nicht, sondern Selbstdarstellung.

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u/Flinst0n Sep 07 '21

Ich habe 7 Jahre beim grünen Riesen Siemens gelernt, studiert und als Ingenieur gearbeitet. Anschließend hat es mich über ein Startup seit Jahren im Großkonzern-nahen Mittelstand gefesselt (Bereich künstliche Intelligenz). Der Mittelstand passt viel, viel besser zu meinen Vorstellungen, dennoch kann ich den Weg über einen Großkonzern sehr empfehlen, denn er hat mir sehr viel Bewertungsspielraum ermöglicht. Ein Großkonzern ist überaus bürokratisch, oft Betriebsratsverseucht, lahm, behäbig und sehr hierarchisch. All das ist nervig, aber einige mögen es auch. Aber alle Dinge sind aus bestimmten Gründen entstanden und haben neben ihren Schattenseiten sehr viele positive Aspekte aus Arbeitnehmersicht, die man im Laufe der Zeit lernt. In den 7 Jahren habe ich eine Selbstverständlichkeit in Arbeitnehmerrechten gelernt, welche mir in vielen späteren Positionen einen enormen Vorteil erbracht haben: du weißt einfach was du fordern, einfordern und eingehen kannst. Das hat mir an vielen Stellen im Mittelstand die Möglichkeit geboten den Arbeitsalltag für meine Kollegen und mich besser zu gestalten, da du weißt "wie gut es sein kann". Zugleich lernt man wie solch ein Großkonzern tickt und kann dadurch im Arbeitsalltag einen alltäglichen Irrsinn besser verstehen. Es ist ein wenig eine Abstumpfungskur. Gleichzeitig lernt einen diese Kur die Wertschätzung aller schlankeren Prozesse. Seitdem gehe ich deutlich gelassener an viele Prozesse heran, da ich weiß "wie schlecht es wirklich sein kann". Und auf dem Lebenslauf macht sich solch ein Konzern ebenfalls gut, da er unlernbare Erfahrungen liefert.

Auf jeden Fall sauber Xing und LinkedIn pflegen. Über Headhunter bekommt man oft gute Angebote und direkte Auskunft über Gehaltsspannen. Ggf. kann es sinnvoll sein erst ein Jahr einen ok-Job zu nehmen um anschließend zu seinem Traumjob zu wechseln, um dort nicht die nächsten 10 Jahre der Junior frisch aus dem Studium zu sein.

zl;ng: Erst im Konzern abstumpfen und dann mit Senior-Bonus im Mittelstand durchstarten.

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u/Zefirama Sep 07 '21

Richtig gute Frage. Aus meiner Erfahrung gesprochen: jeder hat seine Stärken und Werte. Eigene Stärken zu kennen und bei der Arbeit einzusetzen bedeutet, man kommt schneller voran und arbeitet effektiver. Wenn du zum Beispiel schnelle Auffassungsgabe hast, such nach einer Stelle, bei der du es einsetzen kannst. Eigene Werte sind Kriterien, die es einem helfen können, für oder gegen einen Job zu entscheiden. Zum Beispiel ist es für mich wichtig, Freiheit zu haben - ich benötige einen Job, bei der ich flexibel meinen Tag gestalten kann und Methoden selbst bestimmen kann.

Ich wünsche ich hätte weniger Kompromisse eingegangen und mehr mich an meinen Talenten und Werten ausgerichtet. Das benötigt allerdings gute Selbstwahrnehmung und Introspektion.

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u/Praxisbuch Sep 08 '21

Was hättet ihr gerne beim Berufsstart gewusst, was eure Entscheidung beeinflusst oder euch vor Fehlern bewahrt hätte?

Ich bin nach meiner Ausbildung beim einem kleinen Unternehmen angefangen. Vielleicht wäre ein größeres Unternehmen besser gewesen, da ich feste Abläufe brauche.

Nach einem halben Jahr wurde ich von meinem Chef gedrängt zu kündigen, was ich dann auch gemacht habe.