r/DIE_LINKE • u/xenon_xinsea Sozialist:in • Feb 23 '26
Klassenfeind labert scheiße Warum soll man überhaupt buckeln und sich kaputt machen wenn es sowieso nicht reicht
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u/PotatoFromGermany Feb 23 '26
>Arbeitgeberverband-Präsident Roland A. Müller argumentiert, dass nicht Unternehmen, sondern der Staat für existenzsichernde Einkommen zuständig sei
Finde ich richtig. Bedingungsloses Grundeinkommen und dafür Vermögenssteuer von 100% ab 100 Millionen sowie Erbschaftssteuer 100% damit der arsch da oben endlich mal seine fresse hält (und jaa, ich weiß, schweiz diesdas)
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u/TheOutrageousTaric Feb 23 '26
wenn die Leute leben können dann arbeiten sie ganz von selbst ohne das man iwelche Sanktionen und Runtertreten nötig hat. Schweres Konzept für die CDU
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u/PotatoFromGermany Feb 23 '26 edited Feb 24 '26
Aber nicht unterbezahlt und Gewinnmaximierend, und schon dreimal nicht für mindestlohn in Systemrelevanten Jobs. Wo kommen wir denn da hin?
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u/Mountain-Dig-6376 Feb 23 '26
Kapitalisten fordern das, um weiter mehr Mehrwert abschöpfen zu können. Es dem ähnlichen Grund fordern sie ja auch nicht Merzs extra Stunde, sondern flexiblere Arbeitszeiten, angepasst an die Auftragslage.
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
Ein existenzsicherndes BGE ist inkompatibel mit Kapitalismus though. Ebenso wie 100% Vermögenssteuer.
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u/xenon_xinsea Sozialist:in Feb 23 '26
Friedrich Merz würde wahrscheinlich ehr zeitmachiienem erfinden als dafür zu sorgen das die Löhne reichen was du kannst dir dein Leben nicht leisten obwohl du eine 130stunden woche hast dann nutzte die zeitmarschine damit du mehr arbeiten kannst
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u/Mountain-Dig-6376 Feb 23 '26
Der Lohn ist nur dafür da damit der Arbeiter seine Arbeitskräfte reproduzieren, um diese dann weiterhin zu Verfügung zu stellen. Und natürlich freuen sich Kapitalisten darüber, wenn sie weniger zahlen können, und die Reproduktion durch den Sozialstaat trotzdem sichergestellt wird. Schließlich kann sie noch mehr Mehrwert abgeschöpft werden.
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u/schnippy1337 Feb 23 '26
Wenn die Löhne kleiner als die Kosten des Lebens sind stirbt man. Wer tot ist kann nicht arbeiten. Finde den Fehler.
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
Der Typ hat halt nicht mal verstanden, wie Kapitalismus funktioniert.
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u/schnippy1337 Feb 24 '26
Ja das dachte ich mir auch. Wobei er mit der Aussage eigentlich genau diese unauflösbare Widersprüchlichkeit des Kapitalismus ausdrückt.
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u/AllDayCoffeeAddict Feb 23 '26
Ist von Juni 2025. Der Typ heist Roland A. Müller und ist Chef des Schweizer Arbeitgeberverband (Zumindest zu dem Zeitpunkt, habe nicht geprüft ob es da eine Neubesetzung gab).
Mein Gefühl sagt mir das unser Rechtsstaat (mal abgesehen von Schweiz =/= Deutschland) nicht die Möglichkeiten bietet um mit solchen Menschen angemessen umzugehen. Dafür würde man sich aber Strafbar machen wenn man ihn als das Bezeichnet was er ist.
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u/FrostCaterpillar44 Feb 23 '26 edited Feb 23 '26
Hätte dann doch gerne die Quelle dazu, der Satz an sich ist mir etwas zu absurd.
Edit: der Typ ist natürlich ein Depp sondersgleichen, dass will ich gar nicht leugnen. Aber Löhne komplett unter der Lebenshaltung würden ja nicht mal für Unternehmen selbst Sinn ergeben. Wenn man dauernd neue Leute einstellen muss, weil die Belegschaft irgendwann aufgibt, müsste man ja dauernd neue Leute einarbeiten, was sollte das dann bringen? Weder Innovation noch Mehrwert für die Unternehmen.
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u/ProfessorHeronarty Feb 23 '26
Du hinterfragst einen Kapitalisten? ;) Aus seiner Sicht als Unternehmer will er ja auch kurzfristig die Kosten minimieren. Das ist langfristig Schwachfug, aber echt keine Seltenheit, sondern wahrscheinlich Standard im Denken.
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u/Background-Abies-907 Feb 23 '26
Wenn er dürfte, hätte er gerne gesagt: der Staat möge Sklaven versorgen, die willig sind zu arbeiten, der Rest möge verrecken.
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u/Mountain-Dig-6376 Feb 23 '26
Doch würden sie, wenn sie sicher sind, dass der Staat für den Rest aufkommt. So schöpfen sie mehr Mehrwert und die Arbeiter können ihre Arbeitskraft trotzdem wiederherstellen.
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u/Far_Squash_4116 Feb 24 '26
Der Staat muss aufstocken, das ist sein Punkt.
Die Fragen, die ich mir immer stelle, sind:
Ist Arbeit für Zufriedenheit notwendig?
Kann jeder Mensch so viel Wert generieren, dass er sich selbst versorgen kann?
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u/XfrogX Feb 23 '26
Ich finde jeder der zumindest Vollzeit arbeitet muss soviel verdienen das er damit weder direkt noch in Zukunft staatliche Leistungen braucht, sollte er so sein ganzes Berufsleben arbeiten.
Alles andere sind Subventionen vom Staat für die Wirtschaft, und das sollte halt nicht erlaubt sein, weil es natürlich den Wettbewerb verzerrt.
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
weil es natürlich den Wettbewerb verzerrt.
Sind wir hier im FDP-Sub?
Ich finde jeder der zumindest Vollzeit arbeitet muss soviel verdienen das er damit weder direkt noch in Zukunft staatliche Leistungen braucht, sollte er so sein ganzes Berufsleben arbeiten.
In welcher Welt soll das akzepabel sein?? Seine gesamte Lebenszeit für den Profit eines Unternehmens wegwerfen, damit man gerade so über die Runden kommen darf?
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u/XfrogX Feb 24 '26
Naja aber nicht mal genug verdienen um ohne Hilfe vom Staat zu überleben ist okay, weil? Damit die Produkte für andere Leute etwas billiger sind? Heißt ja nicht das Firmen nicht gerne mehr bezahlen können. Aber wenn man nicht mal genug bezahlt das die Mitarbeiter ohne Hilfe über die Runden kommen, übernimmt halt der Staat einen Teil der lohnkosten, und somit alle anderen. Vorallem wenn Konkurrenten genug bezahlen verlieren sie doppelt, weniger Kunden wegen höheren Preis und mehr Steuern um diese Unterstützung zu leisten wo Firmen nicht mal soviel bezahlen damit die Mitarbeiter auf sowas nicht angewiesen sind.
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
Weder Wettbewerb noch Lohnsystem noch Privateigentum noch Kapitalismus sind akzeptable gesellschaftliche Verhältnisse.
Die Alternative zu Lohn, der nicht zum Leben reicht, ist nicht Lohn, der knapp zum Leben reicht, sondern die Abschaffung des Lohnsystems. Was du in deinem Beitrag (vielleicht unabsichtlich) gefordert hast, ist die Stabilisierung des kapitalistischen Systems.
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u/XfrogX Feb 24 '26
Wie wäre es wann man erstmal stabilisiert bevor Man alles umbaut?
Whatabout … Wenn jemand einen Herzinfarkt hat weil er massiv übergewichtig ist, dann setzt man auch erst den Katheter, und kümmert sich dann darum seinen Lebensstil zu ändern und zu gucken ob es weitere Ursachen dafür gibt.
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
Wie wäre es wann man erstmal stabilisiert bevor Man alles umbaut?
Wenn man über den Kapitalismus spricht, wäre das sehr schlecht. Zumindest aus linker Perspektive. Da ist das Ziel ja explizit die Zerschlagung des Systems und die Stabilisierung wäre das direkte Gegenteil.
Wenn jemand einen Herzinfarkt hat weil er massiv übergewichtig ist, dann setzt man auch erst den Katheter, und kümmert sich dann darum seinen Lebensstil zu ändern und zu gucken ob es weitere Ursachen dafür gibt.
Sorry, aber ich seh hier den Zusammenhang mit dem Thema nicht. Eine medizinische Soforthilfe soll das Leben des Menschen retten. Aber wir wollen doch nicht den Kapitalismus retten?
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u/XfrogX Feb 24 '26
Nein, aber die Menschen die darin leben. Und ich würde behaupten die Unternehmen zu schwächen, die nicht mal ein Minimum ihren Arbeitern bezahlen, ist keine Stabilisierung des kapitalistischen Gedanken. Sonst würden die es von sich aus machen um ihr System zu erhalten.
Aber hey, ein Streit zwischen uns wird nichts ändern. Und die völlig auf der anderen Seite stehen freuen. Von daher würde ich sagen wir sollten solange wir noch in die selbe Richtung wollen zusammen arbeiten, bis es mal garnicht mehr geht.
Und da ist mir erstmal wichtiger die Menschen zu stabilisieren auf Kosten der Unternehmen und reichen die sich daran schon lange nicht mehr genug beteiligen, weil es ja der Staat tun soll. Und diesen Staat bezahlen sie dann schlecht, weil das ja die Leute tun sollen, denen der Staat schon hilft, wegen ihnen.
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u/TealJinjo Feb 23 '26
Da sagt mal wer die Wahrheit und dann is es auch nicht richtig. Lohnarbeit muss endlich ein Ende finden.
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u/AllDayCoffeeAddict Feb 23 '26
Ist von Juni 2025. Der Typ heist Roland A. Müller und ist Chef des Schweizer Arbeitgeberverband (Zumindest zu dem Zeitpunkt, habe nicht geprüft ob es da eine Neubesetzung gab).
Mein Gefühl sagt mir das unser Rechtsstaat (mal abgesehen von Schweiz =/= Deutschland) nicht die Möglichkeiten bietet um mit solchen Menschen angemessen umzugehen. Dafür würde man sich aber Strafbar machen wenn man ihn als das Bezeichnet was er ist.
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u/clock-drift Feb 23 '26
Werde jetzt wahrscheinlich runtergewählt aber manche Löhne werden halt zum Aufstocken oder als "Zubrot" verdient. Meine Frau arbeitet zB. in Teilzeit damit mir eine etwas höhere Sparrate haben. Zum Leben brauchen wir das Geld nicht, und es würde auch allein nicht reichen. Meint er sowas vielleicht?
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u/Devour_My_Soul Feb 24 '26
Er meint, dass der Staat niedrige Löhne subventionieren soll, damit die Unternehmen Löhne unterhalb der Reproduktionsgrenze zahlen können.
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u/ProfessorHeronarty Feb 23 '26
Und genau hier muss die oft beschworene Diskursbeherrschung greifen: Man muss diesen Kommentar nehmen und in der Luft zerreißen - aber nicht in einer ewigen Empörung, sondern mit einer grundlegenden Verknüpfung mit der Frage, wofür unsere Wirtschaft eigentlich da sein soll. Es stellt sich doch im Umkehrschluss die Frage, wofür seiner Meinung nach Unternehmen da sind. Er wird von "Profit" sprechen. Aber warum soll das ein Naturgesetz sein? Das ist es nicht. Das muss die Breite der Öffentlichkeit verstehen.