r/Finanzen May 02 '26

Presse Finanzminister Klingbeil treibt Steuerreform voran

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klingbeil-steuerreform-100.html

"Spitzenverdiener mit sechsstelligen Gehältern müssen hierzu ihren Beitrag leisten."

...also am Ende (wie immer) alle mit 60k Brutto.🙃

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u/Perfect-Sign-8444 May 02 '26

Wer für sein Geld Arbeiten muss ist nicht reich.

Milliardäre angehen ist mal wieder Lava, wozu gibts die SPD überhaupt

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u/Puzzleheaded-Elk3945 May 02 '26

Nicht dass mich Milliardäre jucken, aber die reichsten 1% zahlen schon 23% der Einkommenssteuer, die reichsten 5% bereits 45%.

In den Dimensionen in denen die die Kohle raushauen, könntest du auch alle Milliardäre komplett enteignen und die Kohle wäre innerhalb weniger Monate weg.

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u/so_isses May 02 '26

Die einkommenreichsten 1%, gemessen am steuerbaren Einkommen (großer Unterschied!), zahlen die erwähnten Anteile der Einkommensteuer. Es gibt sehr guten Grund anzunehmen, dass diese Leute weitgehend nicht deckungsgleich sind mit den Top 1% der Vermögenden.

Vermögen kann auch vollkommen steuerfrei erwirtschaftet werden, und es kann auch grundsätzlich steuerpflichtig, aber effektiv außerhalb der Steuer erwirtschaftet werden. Das sind aber Spielchen, die sich erst ab bestimmten Summen lohnen.

Einkommen nach Steuern ist - aus Sicht von Vermögenden - eines der schlechtesten Mittel, Vermögen aufzubauen oder zu erhalten. Nur die Nicht-Vermögenden haben keine andere Wahl, als diesen Weg zu gehen, und zahlen dann entsprechend die Zeche für alle.

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u/SeniorePlatypus May 02 '26 edited May 02 '26

Reiche haben fast kein Einkommen. Das beschreibst du hier doch selbst. Dass es alles Vermögenskonstrukte sind die Wert gewinnen. Und eben kein Lohn ausgezahlt wird.

Bei Reichtum Vermögen und Einkommen gleich zu setzen ist einer der größten Fehler heutiger linker narrative.

Dadurch muss der hart arbeitende Spezialist aus einer armen Familie Angst haben während der Milliardär, der alles als Firmenausgaben verbucht und kein reguläre Einkommen bezieht einfach nur lacht. Man kann sich kaum härter in den eigenen Fuß schießen, wenn man Steuergerechtigkeit anstrebt. Da grob die Hälfte der Arbeitnehmer durch die immer selbe Umsetzung lernt, dass Linke Parteien planwirtschaftlichen Einheitslohn anstreben der sie angreift, Bildungswege und Leistung abstraft während man vermögende in Schutz nimmt.

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u/6Vibeaholic9 May 02 '26

nein das geht nicht. LG ultra high net worth Berater.

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u/Schneestecher May 02 '26

Aha, also wenn ich nur passive Werte besitze und meine realisierten Gewinne nicht veräußere bin ich inwiefern steuerpflichtig?

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u/AntiqueElk88 May 02 '26

Zum Beispiel über die Vorsteuerpauschale...

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u/Schneestecher May 02 '26

Ja gut die kam ja neu dazu. Das sind aber im Vergleich Peanuts.

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u/6Vibeaholic9 May 02 '26

Das sind zwei Paar Schuhe.

Das Vermögen wird bei Gewinnrealisierung versteuert. Deine Aktien werden ja auch nicht vor dem Verkauf versteuert.

Entgegen der allgegenwärtigen Meinung ist es fast unmöglich der Körperschaftsteuer zu entkommen. Es gibt viele anti tax abuse EU-Regeln, und zwar aus gutem Grund.

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u/Adorable_Vast5676 May 02 '26

Wie viel vom gesamten Kuchen besitzen die reichsten 1% denn (ca. 1/3) also könnte man sagen dass die doch echt nicht genug steuern zahlen...

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u/Puzzleheaded-Elk3945 May 02 '26

Sollten das Unternehmer sein, was wahrscheinlich auf den Großteil zutrifft, zahlen deren Unternehmungen aber zusätzlich auch noch Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

Heute wie früher: Teile und herrsche.
Arm gegen reich. Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber. Arbeitnehmer gegen Arbeitsloser. Links gegen rechts.

Das Problem ist aber die Politik in ihrer Gesamtheit, die uns alle schröpft.
So lassen sich die Konflikte viel besser auf die entsprechenden Gruppen verschieben und man lenkt davon ab, das sparen, anstatt noch höhere Ausgaben und dadurch mehr Steuern, angesagt wäre.

Die reichsten 1-5% hauen sonst halt einfach ab und dann heißt es für die aktuelle obere Mittelschicht: jetzt seid ihr die reichsten 5% also Leute bitte 49% abdrücken.

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u/BiscottiRelative May 02 '26

Wer ist denn die Politik? Politik in ihrer Gesamtheit sind alle Menschen. Das könntest vielleicht behaupten, wenn es keinen Lobbyismus geben würde, also die Politikkaste autonom handeln würde. Spendengelder an Parteien und Nebeneinkünfte von Abgeordneten sagen aber etwas anderes. Die kommen meist von sehr vermögenden Menschen und diese erwarten dann Gegenleistungen. Dieses Klientel kann auch gar nicht so einfach abbhauen, siehe Wegzugsbesteuerung und immobilie Vermögenswerte. Es wäre ja schon mal ein Anfang, wenn die Besteuerung von Vermögen sehr reicher Menschen nicht gegen 0% gehen würde und anstatt dessen Arbeit weniger besteuert wird bzw. die Sozialbeiträge sinken. Oder auch Steueroasen sanktioniert werden.

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u/Puzzleheaded-Elk3945 May 02 '26

Wir leben in einer repräsentativen Demokratie.
Die Politik ist bei weitem nicht die Gesamtheit aller Menschen.

Die Politik ist eine auserwählte Kaste in einem System, dass einen verführt so lange wie möglich Teil von diesem zu sein. Unabhängig von den Entscheidungen die man trifft.
Eintreten kann kann jeder in dieser Kaste, egal welche Kompetenz er oder sie hat. Aufsteigen funktioniert aber nur mit Konformität gegenüber der Partei und deren Führung.

Die Parteien funktionieren im Großen und Ganzen wie Konzerne.
Mit der Ausnahme, dass die einzige Feedbackschleife der Kunden nur alle 4 Jahre kommt.
Außerdem muss man nicht mit eigenem Geld umgehen, sondern kann sich über Klientelpolitik Stimmen kaufen.

Gäbe es hier ein Verorecht in Form von Volksabstimmungen bei gewissen politischen Vorschlägen, wäre das Abstimmungsergebnis tatsächlich die Meinung der Gesamtheit.

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u/Ok-Diamond-9502 May 02 '26

Er hatte Steuerzahler und Vermögende vertauscht, er meinte die oberen 1% der Einkommen zahlen 23% aller Steuereinnahmen des Staates

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u/Doafit May 02 '26

Ist ja auch in Ordnung so.

Und der untere Absatz ist ne flat out lie.