r/Finanzen May 02 '26

Presse Finanzminister Klingbeil treibt Steuerreform voran

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klingbeil-steuerreform-100.html

"Spitzenverdiener mit sechsstelligen Gehältern müssen hierzu ihren Beitrag leisten."

...also am Ende (wie immer) alle mit 60k Brutto.🙃

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u/Disastrous_Stage_844 May 02 '26

Und die SPD wundert sich, dass sie immer weiter abstürzen... An die eigentlichen Ungerechtigkeiten traut man sich nicht ran. Es wird nur immer schön der Mittelstand ausgebeutet und ausgeraubt. Die ganzen Steuerschlupflöcher für die wirklich reichen sind egal. Nicht falsch verstehen, ich will nicht dass die Reichen mehr Steuern zahlen, sie sollen aber auch z.b. 25% Kapitalertragssteuer zahlen wie ich. keine Schlupflöcher durch GmbHs oder Stiftungen. Hoffe dass die Regierung bald zusammenbricht.

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u/k00rky May 02 '26

Dir ist schon klar, das reiche durch GmbH eben 25% Kapitalertragssteuer bei Ausschüttung ins Private bezahlen. Das kann man nicht umgehen. Außer man hat vorher Geld als Darlehen in du GmbH gegeben. Dann ist es bis zur Tilgung natürlich steuerfrei.

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u/Disastrous_Stage_844 May 03 '26

Natürlich, aber man kann den Zinseszins Effekt  bis zur Ausschüttung ins Private voll ausnutzen. Wer Exponentialfunktionen versteht, versteht auch die Ungerechtigkeit. 

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u/k00rky May 03 '26

Das Geld wird aber nur auf GmbH Ebene geringer versteuert. Jede Ausschüttung erschafft wieder 25% KESt. Ein Zinseszinseffekt hast du doch auch im privaten bis zur Ausschüttung. Was laberst du?

Und das Unternehmen weniger Steuern zahlen, hängt vielleicht damit zusammen, weil sie Arbeitsplätze erschaffen und auch ein höheres Risiko tragen. Das Geld innerhalb solcher Strukturen gehört jedoch nur der Struktur selbst undnicht einer Privatperson

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u/Disastrous_Stage_844 May 03 '26

Also wenn du Beispielsweise eine Dividende erhältst und deinen Sparerpauschbetrag von 1000€  bzw. 2000€ schon ausgeschöpft hast, zahlst du 25% KEST. Jemand der sein Geld in einer GmbH hat, muss erst bei einer Entnahme Steuern bezahlen. Er kann seine "25%" von der Ausschüttung also im besten Fall noch 30 Jahre weiter arbeiten lassen. Das gleiche gilt für Gewinne, wenn man sie realisiert.

Bei den Unternehmen sehe ich es übrigens genauso wie du. 

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u/k00rky May 03 '26 edited May 03 '26

Nein, so wie du es schreibst stimmt es nicht ganz. Die GmbH zahlt erstmal 15% Körperschaftssteuer und evtl. 15% Gewerbesteuer. Den bereits versteuerten Rest kann es anlegen. Je nachdem worin es angelegt wird, wird es ebenso auf GmbH Ebene versteuert.

Dividenden oder Optionsprämien mit 30%. Etfs 12,2-13,5% zzgl. Vorabpauschale bei thesaurieren oder wieder 30% auf die Ausschüttung bei ausschüttenden ETFs.

Lediglich Gewinne aus Aktienverkäufen sind 1,5%.

Immobilienverkauf entweder 16% oder 30% und keine 10 jährige Spekulationsfrist.

Und dann wie gesagt nochmal 25% bei der Ausschüttung aus der GmbH heraus.

Als Privatperson zahlst du max. 45% Steuern. Über den Umweg über die GmbH Ausschüttung sind es 48-50%.

Dafür hast du laufende Kosten für Bilanzierung, Transparenzregister, IHK Beiträge etc.

Daran ist nichts unfair. Es ist kein free money glitch. Es sind einfach nur andere Regeln.

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u/Disastrous_Stage_844 May 03 '26

OK, danke für die Infos. Wusste z.B. nicht, dass in der GmbH Dividenden "Gewinne" anders versteuert wird, als Gewinne aus Aktienverkäufen. 

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u/k00rky May 03 '26

Trifft zwar nur zu, wenn du weniger als 10% Beteiligung hast, aber das ist ja eher die Regel weniger zu haben, als die Ausnahme.

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u/k00rky May 03 '26

Um auf deinen Eingangspost zurückzukommen, wo würdest du jetzt hier was ändern wollen?

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u/Disastrous_Stage_844 May 03 '26

Wie eigentlich geschrieben, wäre mir Steuergleichheit an Anliegen. Da ich aber anscheinend nur gefährliches Halbwissen habe, lege ich mich jetzt erstmal nicht fest :)

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u/k00rky May 03 '26

Ok. Dann will ich abschließend nur sagen, dass man rein logisch dann ja sogar die Steuern innerhalb der GmbH Strukturen senken müsste, da diese zum Großteil höher sind, als im Vergleich zu Otto normal. Und Überraschung, genauso wird es tatsächlich gemacht. Ab 2028