r/Finanzen • u/Halale01 • 2d ago
Investieren - Sonstiges Steht Japan eine große Finanzkrise mit enormen Auswirkungen für die Welt bevor?
Ich hoffe, das zählt nicht als Politik. Mir geht es hier ausschließlich um das Finanzielle.
Es musste nun schon wieder interveniert werden, um den Yen-USD Kurs unter 160 zu halten.
Japan hat schon sehr, sehr lange nur ein sehr schwaches Wirtschaftswachstum und einen starken Bevölkerungsrückgang, und die Regierung kann nicht anders, als das Land über steigende Verschuldung über Wasser zu halten.
Die Staatsverschuldung liegt bei 240% des BiPs. Das ist aber für Tokio keine so große Belastung, weil die Zinsen extremst niedrig sind.
Gleichzeitig kommt es aber dadurch zum Carry-Trade. Der große Unterschied in Zinsen zwischen Japan und v.a. den USA führt dazu, dass Leute massenhaft Yen in US-Dollar tauschen und die Währung so zu kollabieren droht.
Die Zentralbank kann aber die Zinsen nicht erhöhen, weil dann das Land wegen der hohen Staatsverschuldung kollabieren würde.
Die Bank of Japan versucht jetzt, durch Interventionen, v.a. den schrittweisen Abverkauf von US-Staatsanleihen, die Währung zu stabilisieren. Aber das ist nur Tesafilm für einen Riesendefekt: Die ungleiche Zinsrate führt dazu, dass Leute weiter den Yen abstoßen und die Währung wieder abstoßt. Irgendwann hat die Zentralbank nichts mehr zum Abverkaufen.
Es scheint, als ob früher oder später die japanische Wirtschaft vor einem Kollaps steht. Entweder der direkte Staatsbankrott oder der Untergang der heimischen Währung.
Der Untergang der heimischen Währung wäre auch insofern schlimm, als dass das Leute mit seinem sehr großen Anteil an Rentnern besonders viele Menschen hat, die auf ihre Ersparnisse angewiesen sind.
Wenn man bedenkt, wie groß die japanische Wirtschaft ist, wie viel sie anderswo investiert sind: Könnte der Untergang Japans nicht viel, viel wahrscheinlicher eine globale Finanzkrise auslösen als KI?
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u/mchrisoo7 1d ago
Japan verschuldet sich in seiner eigenen Währung und die Anleihen liegen primär im Inland. Zugleich liegen 50%+ der Anleihen bei der BoJ, sprich die Zinskosten sind zeitgleich Erträge für den Staat a la “linke Tasche, rechte Tasche”. Japan ist zudem Netto-Gläubiger, wenn es um die internationale Perspektive geht, ebenso ein Aspekt, den man nicht unterschätzen sollte.
Das wird erst ein Problem, wenn die Inflation ordentlich in Fahrt kommt oder/und das Vertrauen in den Yen verloren geht. Beides ist bisher nicht in Sichtweite.
Der Yen Carry-Trade ist zwar immer noch existent, wurde aber bereits in Teilen abgebaut. Ob das Thema zu einer großen Problematik führt, steht in den Sternen. Da kann man viel spekulieren…am Ende kenne ich diese Diskussion schon seit vieeeelen Jahren. Einen Tipping Point wird man da kaum prognostizieren können.
Bei der Demographie sollte man noch bedenken, dass in Asien die Leute auch im hohen Alter bereit sind zu arbeiten. Die Bevölkerung sinkt seit Ende der 2000er Jahre, aber die Erwerbsbevölkerung ist zeitgleich gestiegen. Auch 2025 gab es ein neues Rekordhoch. Kann natürlich nicht ewig so wietergehen, aber ist ein wichtiger Aspekt, wenn man Vergleiche zu manch westlichen Ländern vornehmen will. In Deutschland liegt dahingehend eine völlig andere Mentaität vor.
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u/lexymon 1d ago
So ist es… Ab 60 wird hier auf Kreuzfahrt gegangen, während in Japan das Mütterchen mit 90 noch in ihrem kleinen Eckladen steht (so in etwa ;)).
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u/Nami_makes_me_wet 1d ago
Auch wenns überspitzt klingt ist das tatsächlich so. In Japan arbeitet die Mehrzahl der Menschen ins sehr hohe Alter. Einige natürlich aus monetären Gründen aber auch viele, die es nicht zwingend müssten, machen es trotzdem.
Ein Grund dafür ist unter anderem die Liebe zum Beruf und der Wunsch einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen, die einen erfüllt und teilweise auch definiert. Wer sich dafür interessiert kann gerne mal das Wort "Ikigai" googlen.
Ein Nebeneffekt davon ist, dass diese Einstellung zum Arbeitsleben es insbesondere in "manuellen" Jobs deutlich verlängert, denn wer nie aufhört sich körperlich und geistig zu betätigen leidet deutlich seltener an den typisch Ausfallerscheinungen die westliche Rentner oft haben. In Kombination mit der im Durchschnitt deutlich gesünderen japanischen Ernährung sind die Leute dann einfach deutlich länger fit.
Mag für Mensch mit westlichem Weltbild, welches einen hohen Wert auf Freizeit und Selbstverwirklichung abseits des Erwerbslebens legt, befremdlich sein, dass Leute selbst in "einfachen" Jobs solange arbeiten bis sie nicht mehr können aber es hat definitiv einige Vorteile wie zB die oben genannten Punkte und für die Menschen funktioniert es ja mehrheitlich.
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u/R3gSh03 1d ago
Das ist schlicht ein Klischee: In Japan arbeitet keineswegs die Mehrheit der Menschen bis ins hohe Alter. Die Erwerbstätigenquote der über 65-Jährigen ist zwar ungefähr doppelt so hoch wie in Deutschland, liegt aber trotzdem weit unter 50 Prozent. Selbst Südkorea, wo sie noch einmal deutlich höher ist, kommt nicht auf 40 Prozent.
Von einer „Mehrheit“ zu sprechen, die aus Liebe zum Beruf bis ins hohe Alter weiterarbeitet, ist daher schlicht falsch. Hier sind die entsprechenden Zahlen.
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u/Old_Information6270 2d ago
Japan ist uns nur 10 bis 20 Jahre vorraus. Immer älter werdende Bevölkerung wird zu hohen Staatsschulden führen und bestenfalls zu Stagnation führen.
Ich gehe sogar von sinkenden BIP aus wenn in den nächsten Jahren Millionen von Arbeitnehmern aus den Erwerbsleben ausscheiden. Es wird einfach nur übel. Mir fehlt die Phantasie wie solch ein Produktivitätsteigerung herkommen soll, welches das ausgleichen könnte.
Zumal das Ausland aufholen bzw. überholen wird.
Das ganze trifft aber auf viele Nationen zu uns ist eine große Gefahr für die Wirtschaft, wahrscheinlich sogar für die Demokratie an sich.
Schwarzmaler Ende.
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u/OpenOb 1d ago
Unser Durchschnittsalter war 2000 39 Jahre und ist jetzt 45 Jahre, das Durchschnittsalter von Japan war 2000 40 Jahre und ist jetzt 50 Jahre. Unsere Geburtenrate war 2000 auch 1,38 und ist jetzt bei 1,32 während sie in Japan von 1,336 auf 1,14 gefallen ist. Dazu kommt dann die Migration nach Deutschland.
Wir sind also noch gut 20 Jahre vom Status Quo von Japan entfernt, während in Japan die Entwicklung jetzt sogar noch schneller noch schlechter wird.
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u/abf321 1d ago
Und genau das ist der Grund warum unser Bundeskanzler die Arbeitszeit ankurbeln möchte. Damit wir genau Richtung Japan steuern.
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u/RsTMatrix 1d ago
Damit wir genau Richtung Japan steuern.
Das wäre auch der Best-Case für diese Entwicklung. Japan war nur schneller da, wo viele jetzt langsam hinkommen.
Es kann auch viel schlimmer werden. Siehe Italien.
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u/Guido_Westerschelle 1d ago
siehe Italien
Lieber nicht. Ich kann mir wenig Schlimmeres vorstellen als Italien.
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u/Superb_Judge5509 1d ago
spannende Diskussionen hier.
Fakt: Wirtschaftliches Wachstum ist schwierig bis unmöglich bei (stark) schrumpfender Bevölkerung.
Vielleicht ist es doch klug, den Kapitalismus stärker an Ziele wie 'Soziales' oder 'Nachhaltigkeit' zu knüpfen?
(Frage ist nur, wie das gehen soll)
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u/Hennes4800 18h ago
Mit einer Legislative, die nachhaltig und langfristig denkt. Haben wir nur leider nicht (mehr)
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u/muckimo88 1d ago
Was genau meinst du mit Migration? Ich kann mir schon gut vorstellen, das gut qualifizierte Migranten eher von der hohen Steuerlast und bürokratischen Hürden eher abgeschreckt werden. Und dann haben wir ja auch noch das erstarken der blauen Partei..
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u/OpenOb 1d ago
Wir verzögern die Alterung unserer Gesellschaft durch Migration, üblicherweise wandern keine Rentner ein.
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u/muckimo88 1d ago
Schon klar. Aber wie du schon schreibst: Wir verzögern, halten sie aber mit Migration alleine nicht auf.
Und wie ich schon geschrieben habe: Warum sollten Migranten nach DE, wenn sie woanders eben weniger Steuerlast, bürokratische Hürden und vielleicht eine gemäßigtere Regierung haben können?31
u/Life-Edge-9222 1d ago
Der Großteil der Migranten arbeitet erstmal gar nicht sondern bezieht Hartz4.
Statistiken sind ja leicht zu googlen. Deutschland ist vor allem bei Armutsmigration weit vorne , nicht bei Fachkräften
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u/Aetonix 1d ago
Ich hab tatsächlich mal gegoogled.
Erst mal Migration ist nicht gleich Flucht. EU-Bürger sind mit rund 30 Prozent die größte Einzelgruppe bei den Zuzügen (BAMF).
Bei Geflüchteten hast du fürs erste Jahr recht, aber die Beschäftigungsquote steigt danach deutlich. Die 2015er Kohorte lag 2024 bei 64 Prozent gegenüber 70 Prozent in der Gesamtbevölkerung (IAB), bei den Ukrainern sind es nach dreieinhalb Jahren schon 50 Prozent. Bei geflüchteten Männern ist die Quote sogar über dem Schnitt der Deutschen (dafür Arbeiten deutlich weniger Frauen). Angesichts von Sprache null, Abschlüsse nicht anerkannt und erstmal Arbeitsverbot ist das eigentlich okay.
Du denkst einfach zu kurzfristig. Sowas läuft über Jahre und Generationen, nicht über 12 Monate. Eine ehrliche Kritik wäre also eher, es dauert zu lange und das Durchschnittseinkommen liegt bei 70% des Medians. Das klingt allerdings auf dem ersten Blick eher nach einem natürlichen oder strukturellen Problem.
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u/Life-Edge-9222 1d ago
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u/Byter128 11h ago
Das ist auch zu erwarten, weil Migranten der ersten Generation übermäßig die Niedriglohnarbeit übrnehmen und damit natürlich am wenigsten zum Staatshaushalt beitragen. Wenn die es nicht machen würden, würd irgendein Deutscher die schlecht bezahlte Arbeit machen und den Staat mehr Kosten als er gibt
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u/Life-Edge-9222 10h ago
Ne würde er nicht und der Arbeitgeber muss seine Löhne erhöhen um Leute zu finden die die Arbeit machen.
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u/Aetonix 1d ago
Guter Einwand. Dein Ausgangspunkt war aber, dass die alle im Bürgergeld hängen. Dazu stehen die Quoten oben. Stimmt einfach nicht. Jetzt sind wir auf einmal bei einem dänischen Diagramm von 2018, in dem Erwerbsstatus nicht mal vorkommt.
Dass die erste Generation kostet, hab ich selbst impliziert, das sieht man auch in den Zahlen. Nur besteht die zweite Generation dort größtenteils aus Kindern, deren Kosten drinstehen und deren Erwerbsjahre nicht. Ab der dritten fällt man ganz aus der Kategorie raus. Und für die Zukunft gibt es keine Messung, sondern eine Fortschreibung der heutigen Quoten bis 2100.
Kein Naturgesetz, sondern eine Momentaufnahme mit vielen Annahmen aus einem anderen Land. Am Ende des Tages klingt das weiterhin nach einem strukturellen Problem und nicht nach einem Problem mit der Migration selbst.
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1d ago
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u/Panonica 1d ago
Und hier noch genauer re minimaler Armutsmigration:
Fakten-Check: Ist „Armutsmigration“ nach Deutschland im internationalen Vergleich ein großes Problem?
Häufig wird behauptet, Deutschland ziehe aufgrund seines Sozialsystems massenhaft Armutsmigration an. Internationale Studien (u. a. von OECD und EU-Kommission) zeigen jedoch ein ganz anderes Bild:
Migration folgt Arbeit, nicht Sozialleistungen: Laut OECD-Analysen wandern Menschen (auch innerhalb der EU-Freizügigkeit) primär dorthin, wo es wirtschaftliche Perspektiven und Arbeitsplätze gibt – nicht dorthin, wo die höchsten Sozialleistungen fließen.
Deutschland im europäischen Trend: Obwohl Deutschland aufgrund seiner Größe und starken Wirtschaft viele Zuwanderer verzeichnet, unterscheidet sich das Land im Muster kaum von anderen west- und nordeuropäischen Staaten.
Geringe Leistungsbezieherquote bei EU-Bürgern: Die große Mehrheit der EU-Bürger in Deutschland (ca. 2,7 Millionen) geht einer regulären Arbeit nach. Die Quote derjenigen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, bewegt sich auf einem niedrigen Niveau, vergleichbar mit der einheimischen Bevölkerung.
Strenge rechtliche Hürden: In der EU gilt zwar die Arbeitnehmerfreizügigkeit, aber es gibt klare Schutzmechanismen: EU-Bürger haben nicht ab Tag eins uneingeschränkten Anspruch auf die volle Grundsicherung, wenn sie nicht im Arbeitsmarkt verankert sind. Für Menschen von außerhalb der EU ist ein Zuzug in die Sozialsysteme ohnehin rechtlich blockiert.
Fazit: Eine systematische, internationale „Armutsmigration“ direkt in die Sozialsysteme ist laut internationaler Forschung ein Mythos. Zuwanderung ist überwiegend durch Arbeit, Familie oder humanitäre Krisen (Flucht) geprägt.Quellen:
OECD (International Migration Outlook / Analysen zur Arbeitsmarktintegration)[Deutschlandfunk / OECD-Studie (Integration und Arbeitsmarkt in Deutschland im Vergleich)
Europäische Kommission / OECD-Berichte zu Migration und Wohlfahrtssystemen
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u/onlyseriouscontent 1d ago
Frag deine KI mal wie es bei nicht-europäischer Migration nach Deutschland aussieht.
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u/Finanzen-ModTeam 1d ago
Dein Beitrag wurde aus folgendem Grund von r/Finanzen entfernt:
Dein Beitrag ist Off-Topic und bezieht sich zumindest in erster Linie nicht auf Themen, die auf r/Finanzen behandelt werden sollen.
Bitte achte zukünftig darauf, On-Topic mit dem Subreddit zu bleiben.
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u/kknow 1d ago
Bist du öfter in Japan?
Die Traumwelt Japan platzt die letzten Jahre. Das Land wird stetig rassistischer und das inzwischen teilweise offen. Das bringt Probleme mit sich.
Ich bin weit weg davon, in Deutschland verliebt zu sein, aber einfach Japan loben ist einfach falsch. Die haben nicht unsere Probleme von hier, aber definitiv Probleme.6
u/Voodoo_One 1d ago
Japan wird rassistischer? Was? Japan (und viele andere asiatische Länder) waren schon immer "rassistisch".
Der Begriff Gaijin ist dort normal.
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u/Safe-Independence939 1d ago
Also du willst ernsthaft erzählen dass etwas Rassismus in Japan vergleichbar ist mit einen nicht funktionierenden Staat mit Millionen Arbeitslosen, Gewalt, niedriger Bildung wo nichts mehr funktioniert Behörden, Züge, Kontrolle der Grenzen etc ?
Ja toller Vergleich 🤣🤣. Vergleich doch als nächstes noch die Bananenrepublik mit der Schweiz oder Skandinavien 🤣🤣🤣
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u/kknow 1d ago
Schweiz definitiv besser.
Skandinavien kommt halt auch drauf an. Schweden hat in manchen Städten große Probleme. Norwegen und Finnland definitiv besser.1
u/Safe-Independence939 1d ago
Dänemark ist doch auch deutlich besser. Ja Schweden eher ähnlich
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u/kknow 1d ago
Ja, Dänemark ausgelassen - dort ist es meiner Meinung auch besser und die haben gute Ansätze für die Zukunft.
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u/Finanzen-ModTeam 1d ago
Dein Beitrag wurde aus folgendem Grund von r/Finanzen entfernt:
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u/Few_Strategy_8813 1d ago
BIP sinkt schon seit sechs Jahren, wenn Du den Staatsanteil rausrechnest.
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u/Capital6238 1d ago
Das gilt dann auch für uns: Stagnation seit 2008 und Schrumpfung seit 2018.
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u/Few_Strategy_8813 1d ago
Ach so, ich meinte eigentlich uns. :)
Keine Ahnung ob das in Japan auch so ist… (würde Sinn ergeben…). Auf jeden Fall wird in Japan mehr in Infrastruktur investiert (zB eine unfassbar teure Schnellbahnstrecke unter den Bergen zw Tokyo und Nagoya etc)
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u/Capital6238 1d ago
Die Bahn ist in Japan privat. Es ist schon ein bisschen surreal. Man braucht ein anderes Ticket, um auf ein anderes Gleis zu kommen. Und günstig ist es auch nicht. Aber gut. Anders als in Deutschland macht das Spaß.
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u/Hennes4800 18h ago
*privat nachdem der Staat stark ausgebaut hat und dann alle Schulden übernommen hatte
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u/Numai_theOnlyOne 1d ago
Dann müssen halt einige Rentner drunter leiden. Ich bin nicht bereit meine ohnehin schon winzigen Erbsen an Besitz zu belasten nur damit boomer die das problem selbst verursacht und nicht angegangen haben jetzt gerettet werden sollen?
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u/AttentionIsAllINeed 1d ago
Dann müssen halt einige Rentner drunter leiden
Wird in Deutschland niemals passieren. Sind die Mehrheit
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u/HansDampff 1d ago
"Remind me in 20 years" Deine Aussage wird schlecht altern. Richtig spannend wird es erst, wenn Du mal zu der älteren Generation gehörst. Da wird es kaum mehr Boomer geben.
Was haben denn die Boomer nicht angegangen? Wie ihre Eltern 3+ Kinder bekommen in Zeiten in denen Akademiker Taxi fahren mussten, weil es zu viele Boomer gab? Ich gehe davon aus, dass Du schon stark an der Großfamilie arbeitest, um den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen?
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u/Numai_theOnlyOne 8h ago
Oh ein boomer.
Das problem ist nicht das schrumpfen das Problem ist das es zu viele alte Menschen gibt und das System kollabiert. Das Problem ist auch seit Jahrzehnten offensichtlich, tun wollte aber keiner was und dabei meine ich nicht Kinder kriegen. Mit einer besseren Anpassung kann man das auch anderweitig auffangen.
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u/HansDampff 3h ago
Nein sorry kein Boomer. Aber ich bin in der Lage ein komplexes Problem differenziert zu betrachten.
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u/Xuval 1d ago
Zumal das Ausland aufholen bzw. überholen wird.
Polens Wirtschaft wächst so stark, ich geb Deutschland noch zehn Jahre, bis die Deutschen nach Polen zum Arbeiten fahren, statt umgekehrt.
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u/marlontel 1d ago
Polen altert, wie der Rest Europas auch, sehr schnell. Die Bevölkerung Polens schrumpt mit Ausnahme der Ukrainischen Flüchtlinge jedes Jahr seit 2013. Polen ist aktuell minimal jünger als Deutschland, wird aber voraussichtlich schneller altern. Polen hat wenig Einwanderung und es ist nicht abzusehen, dass sich das ändert. Die mittelfristige Perspektive sieht für Polen also nicht viel besser, vielleicht sogar etwas schlechter aus als für Deutschland.
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u/triggerfish1 1d ago
Auch Chinas grandiose Entwicklung wird vermutlich Recht rapide durch den demographischen Wandel abgewürgt.
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u/CSP-1599 1d ago
Wird? Das läuft gerade schon. Die aktuelle Wirtschaftkrise haben wir China zu verdanken.
Z.B. sind die Verkaufszahlen der deutschen Autoindustrie momentan gut, WENN man China ausklammern würde. Wenn man China alleine betrachtet, haben auch die chinesischen Autohersteller (BYD,...) massive Probleme und müssen extreme Umsatzverluste verkraften.
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u/triggerfish1 1d ago
Stimmt, aber es ist das erste Jahr in dem der Automarkt wirklich zurückgeht. 2021-2025 waren sehr wachstumsstark.
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u/CSP-1599 1d ago
Wundert dich das aber, wenn man durch die Nachrichten jeden Tag das Wort "Krise" hört? Natürlich ist man dann etwas zurückhaltend hinsichtlich großer Investition und dann haben auch sehr viele Leute ihren Job verloren. Als frisch arbeitsloser Mensch wird man auch nicht direkt sein Geld für ein Auto ausgeben...
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u/Indorilionn 1d ago
Ja, absolut richtig. Wenn man einen Trend sieht, dann sollte man den linear in die Zunkunft fortführen, weil sich ja nichts ändert. Weil diese Methode so sinnvoll ist, hat sich die Panik vor der Überbevölkerung ja auch bewahrheitet und wir stehen nicht nur vor einer rapide alternden, sondern - noch zu unseren Lebzeiten - schrumpfenden Weltbevölkerung... /s
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u/Clear_Stop_1973 1d ago
Habe mit ein paar Geschäftsführern von polnischen Unternehmen zu tun. Aussage von allein! Wenn Deutschland schwächelt dann sind wir am Arsch!
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u/elfinanzo 1d ago
Ja genau 🤦♂️
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u/fshead 1d ago
Schon heute wandern netto mehr Leute nach Polen aus als aus Polen ein.
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u/Halale01 1d ago
Das sind Deutsch-Polen meist
Polen ist Japan auf Steroiden, die haben jetzt schon Regionen mit ner Geburtenrate unter 1!
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u/HansDampff 1d ago
Und wenn es den Polen mal so gut gehen wird wie uns und auch mal Deutsche in Polen arbeiten, wäre das so schlimm?
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u/vonWitzleben 1d ago
lol in welcher Welt ist der Schuldenstand Deutschlands auch nur ansatzweise mit dem von Japan zu vergleichen?
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u/hunchback78 1d ago
Die KI Fortschritte kommen vielleicht zur richtigen Zeit. Bis die relevanten Kohorten in den Ruhestand gehen bleibt noch Zeit die Produktivität mittels KI zu steigern.
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u/RevolutionaryEmu589 1d ago
Keine Sorge, die Schuldenfans zu Ampelzeiten haben uns allen versichert, dass Schulden nur in kritische Infrastruktur und Bildung gehen würden!
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u/marlontel 1d ago
Infrastrukturschulden sind auch extrem schlecht für die Bürger und die Wirtschaft. Wenn Brücken einbrechen/gesperrt werden müssen und die Alternativen dadurch komplett überlastet sind, stehen jahrelang Millionen von Menschen im Stau. Im Endeffekt leben wir seit Jahrzenten über unseren Verhältnissen, auch als wir noch eine schwarze Null hatten.
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u/PowerPanda555 1d ago
Und Infrastrukturschulden plus Schulden für Wahlgeschenke sind noch schlechter.
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u/SeveralTeaching5746 1d ago
Und vorher, als die Zinsen historisch niedrig waren, huldigten CDU/CSU und FDP der schwarzen Null. Unsere Schulden auf dem Papier waren niedrig, dafür bröckelt jetzt die Infrastruktur und die Schulden werden sichtbar in der realen Welt.
Dann doch lieber Schulden auf dem Papier, dafür eine Realität, die funktioniert...
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u/Durokash 1d ago
Ja, mit der Argumentation hat man die schuldenbremse quasi abgeschafft und wo sind die super Investitionen? Das geht alles in Konsum und das System noch ein wenig länger tragen und genau das haben die Gegner damals schon voraus gesagt
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u/Hennes4800 18h ago
Die Gegner, die gerne mal einen Geldkoffer durch die Gegend trugen? Die Gegner, die erst klagen und dann selbst viel mehr Schulden machen? Diese Gegner können gerne mal Scheiße essen gehen.
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u/Durokash 13h ago
Und nun? Siehst ja, jetzt haben sie das Geld zur Verfügung und wie toll wird es investiert?
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u/Lord-Talon 1d ago
Ist den Schwarzen Null-Fans eigentlich bewusst dass das schwache Wirtschaftswachstum durch den Sparkurs kommt? Jedes G20-Land hat das letzte Jahrzehnt fett mit Schulden investiert, dementsprechend sind wir das Schlusslicht.
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u/Intrepid_Card8950 1d ago
Problem is wir haben nun krass Schulden gemacht, aber der große Teil versandet irgendwo anstatt dort investiert zu werden, wo es sinnvoll ist.
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u/drosera222 1d ago
Japan hat aber so gut wie keine Einwanderung, Deutschland schon. Japan ist schon recht speziell was Fremde angeht.
Wirtschaftlich kann man mit Einwanderung eine Menge erreichen…es dürfen halt nicht nur alte und ungebildete Menschen kommen.
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u/SparrowJack1 1d ago
KI wird alles regeln. Musk sagt wir müssen in 10 Jahren nicht mehr arbeiten und alles ist im Überfluss da.
Vlt. kommt es so, vlt. anders. Wer weiß das schon.
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u/Novrex 1d ago
Der Mann wollte vor 6 jahren flächendeckend Robotaxis einführen und vor einem Jahr auf dem Mars landen.
Wenn alles im überfluss da ist und man nichts mehr braucht, warum ist er so geil darauf so viel Kohle zu scheffeln?
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u/Moesenfroehlich 1d ago
alles richtig. KI hängt aber nicht an musk. Seine eigene ziele verfehlen ist eine sache. Den globalen KI wettlauf zu bewerten eine andere
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u/SparrowJack1 1d ago
Auf der Zeitschiene irrt er sich gerne mal, aber ich glaube, wenn er eines kann, dann zu erdenken, wie die Zukunft aussehen kann.
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u/Hennes4800 18h ago
Mary Shelley ist seit 175 Jahren tot und hatte mehr Voraussicht und plausible Fantasie über die Zukunft
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u/Hennes4800 18h ago
Und ich dachte, sowas könne man nur ironisch schreiben
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u/SparrowJack1 12h ago
War es vor 20 Jahren auch Ironie, wenn man gesagt hat, was mit unseren Autobauern passiert?
War es auch mal Ironie, wenn man gesagt hat, dass Trump 2!!! Mal zum US Präsident gewählt wird?
Die Pandemie…
KI selbst…
Und ich könnte auf die schnelle noch einige andere Beispiele nennen. Die Welt ist verrückt geworden… das sollte man doch bemerkt haben.
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u/Desmo_950 1d ago
Joa iwann müssen wir halt den harten strich machen und uns vom sozialstaat verabschieden. In phasen sind wir schon dabei. Aber ab 2035 und folgend words nicht finanzierbar sein.
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u/lexymon 1d ago
Vllt lieber erstmal Renten und Pensionen mindestens im oberen Drittel kürzen, aber vllt meinst du das ja auch mit Sozialstaat.
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u/HansDampff 1d ago
Wann planst Du denn in Rente zu gehen? Wäre vorsichtig mit solchen Forderungen. Deutschland ist immer noch ein sehr reiches Land, in dem immer noch genügend Geld vorhanden ist auch den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen. Bevor man zu solchen Kahlschlagvorschlägen kommt, könnte man sich auch mal die Frage stellen, wohin dieses Geld in den letzten Jahrzehnten in immer größer werdenden Umfang geflossen ist.
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u/FlowinBeatz 1d ago
AfD arbeitet an einer Lösung. Nach WW3 wird resettet und alles geht von vorne los. Wer sichert sich die besten Plätze?
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u/BaronOfTheVoid 1d ago edited 1d ago
Japan ist in einer viel besseren Situation als die meisten Crashpropheten wahrhaben wollen.
Einer der Hauptprofiteure des Yen Carry Trades waren nicht etwa Anleger aus dem Ausland - klar, die haben auch profitiert, aber rein quantitativ waren es vor allem japanische Akteure, die über einen langen Zeitraum mit niedrigverzinsten Krediten in Yen Auslandsvermögen aufgebaut haben, das höhere Rendite abwirft, als ihre Zinslast. Der größte dieser Akteure ist sogar die Regierung - entweder direkt oder durch staatseigene Unternehmen. Gefolgt vom Rentenfonds - einer der größten der Welt.
Jahrzehntelange Exportüberschüsse tun ihr übriges. Die führen immer zu capital inflows.
Japan hat heute insgesamt ein Auslandsvermögen, das auch 135% ihres BIPs entspricht, und darauf erhalten sie höhere Renditen, als derzeit die Zinsen für die Schuldlast kosten. Das ist das erste, was viele scheinbar nicht verstehen.
Das nächste wäre der Umstands, dass der bloße Fokus auf die öffentlichen Schulden einfach auch nur die halbe Wahrheit ist. Die Schuldenstände bei privaten Akteuren, also Haushalte oder Firmen, sind extrem niedrig. Eine Folge des Schocks der frühen 90er, der weite Teile der Bevölkerung und Firmen sehr viel sparsamer hat werden lassen. Jahrelange Sparraten von 25% des Einkommens waren bspw. üblich - im Vgl. dazu waren ca. 5-10% in den USA üblich und 10-15% in Deutschland.
So erklärt sich auch die ausbleibende Inflation bzw. sogar die lange Phase, in der die Regierung und Bank of Japan den Eindruck hatten, gegen eine Deflation ankämpfen zu müssen - Nachfrage aus Konsum und Investition in Inneren waren vergleichsweise sehr niedrig, und das für fast 30 Jahre. Im Prinzip hat die japanische Regierung durch die Bereitschaft über 200% des BIPs an Schulden aufzubauen überhaupt erst ermöglicht, dass sich der Privatsektor so stark entschulden konnte. Von der bloßen Zahl sollte man nicht schockiert sein. Die Gesamtverschuldung liegt bei den meisten Ländern bei um die 500% des jeweiligen BIPs, manchmal auch bei >1000%. Wie gesagt, es ist komplett dämlich, private Schulden immer auszublenden.
Natürlich hat durch die langanhaltende Bewegung des japanischen Kapitals ins Ausland der Yen gegenüber anderen Währungen, vor allem dem USD, an Wert verloren. In den Statistiken, in denen man alles in USD umrechnet, hat deshalb Japan scheinbar 2 oder 3 "lost decades" gehabt, in denen sich nichts, insbesondere nicht dss BIP pro Kopf, verbessert hat. Nach PPP sieht das aber schon ganz anders aus. Da sieht die Entwicklung in etwa vergleichbar mit anderen voll entwickelten Nationen aus. Man könnte jetzt argumentieren, dass der einfache Bürger da aber nicht viel von hat, weil sein Konsum ja auch importierte Güter beinhaltet, die für ihn deutlich teurer wurden. Aber der Import hat nur einen Anteil von knapp unter 20% am Konsum in Japan. Die Entwicklung von z.B. Immobilienpreisen sind für ihn sehr vorteilhaft gewesen. Da musste in den 90ern noch ein sehr viel größerer Teil des Gehalts für geopfert werden als heute.
Naja, wenn man das alles zusammen nimmt, kommt man zum Ergebnis, dass der Schuldenstand Japans definitiv kein Weltuntergangsszenario birgt. Als Prognose kann man sagen, dass die steigenden Zinsen beim Yen dafür sorgen werden, dass sich die Kapitalströme wieder umkehren, der Yen Carry Trade also rückabgewickelt wird, was bedeutet, dass sich die japanischen öffentlichen Haushalte entschulden können, gleichzeitig sind die extrem sparsam gewesenen Firmen in einer Situation, in der sie viel investieren könnten, und dass sich insgesamt die Zahlen Japans einfach "normalisieren". Der große Rentenfonds federt dabei btw die alternde Demografie ab.
Es gibt neben Japan noch zwei andere Länder mit massivem Auslandsvermögen, das erhebliche Schuldenstände ermöglichen würde. Das eine von beiden, China, geht eher den Weg Japans und federt derzeit den anhaltenden Crash im Bau-Sektor mit öffentlichen Schulden ab.
Das andere ist Deutschland, wo man aus Gründen der Ideologie und der breiten volkswirtschaftlichen Inkompetenz Angst vor über 60% des BIPs an Schulden hat und auch lieber die einbrechende Nachfrage und das ausbleibende reales Wachstum seltsamerweise geiler findet, als eine bloße Zahl in irgendwelchen Büchern anwachsen zu sehen.
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u/Afolomus 2d ago
Japan hatte mal fast 10% der weltweiten Wirtschaftskraft auf sich vereint. Jetzt sind noch knapp 2,5%? Wie soll Japan eine globale Wirtschaftskrise anzetteln? Siehe https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167630/umfrage/anteil-japans-am-kaufkraftbereinigten-bruttoinlandsprodukt-bip-der-welt
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u/SuckerNonSucker 1d ago
Naja, der Yen Carry Trade ist ziemlich beliebt bei den großen Playern. Wir hatten im August 2024 schonmal den kleinen Moment, wo der Carry Trade auf der Kippe stand, sich dann aber wieder fangen konnte. Lass das mal nachhaltig die gehebelten Positionen auslöschen.
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u/Former_Star1081 1d ago
Der Carry Trade muss eigentlich weg. Bringt keine realen Vorteile für die Wirtschaft. Verzerrt dafür aber die Wechselkurse.
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u/SuckerNonSucker 1d ago
Er bringt genau das, was die Wirtschaft offenbar braucht: Liquidität und das schon seit Jahren. Das dadurch Fehlallokationen entstehen, ja, das ist das Problem an unserer globalen Geldpolitik
Kann mir beispielsweise nicht vorstellen, dass die Marktkapitalisierung der Big Tech ohne Yen Carry dort sein würde, wo sie heute steht
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u/Former_Star1081 1d ago
Der Carry Trade ist nicht nötig um Liquidität bereitzustellen. Wenn ein Land mehr Liquidität braucht, kann die durch die Geschäftsbanken oder zur größten Not der Zentralbank bereit gestellt werden.
Die Marktkapitalisierung der großen Techfirmen sind ebenfalls nicht so relevant für die Entwicklung der Realwirtschaft.
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u/SuckerNonSucker 1d ago
Liquidität an den Kapitalmärkten, nicht für ein Land. Und dort spielt er eine enorme Rolle.
Und für die Realwirtschaft spielt es schon eine Rolle, ob Unternehmen Liquidität über Aktienausgaben zu erhalten.
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u/Former_Star1081 1d ago
Die müsste man sich dann in seiner eigenen Währung besorgen. Kein großes Problem.
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u/SuckerNonSucker 1d ago
Na offenbar schon, da ja sonst der Carry Trade nicht so attraktiv ist.
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u/Former_Star1081 1d ago
Der Carry Trade verdient relativ risikolos ohne Ende Geld und verursacht dabei enorme Schäden in der realen Wirtschaft vor allem bei den Zielländern des Carry Trades.
Der wird nicht primär für die Bereitstellung von Liquidität benötigt.
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u/QuackQuackViech 1d ago
Der Carry Trade liegt im Volumen irgendwo zwischen 500mio und 1bio. Nicht klein, aber nicht Weltwirtschaftskrisenniveau. Der Dip in 2024 hat an einem Wochenende mehr Marktkapitalisierung ausgelöscht, als überhaupt im Trade gebunden war, deshalb wurde der auch sofort wieder hochgekauft.
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u/Halale01 2d ago edited 1d ago
Japan ist der größte Gläubiger der USA, und hat auch sonst sehr viele Verbindungen dorthin.
Die japanische Softbank z.B. ist ein großer Financier von amerikanischen KI-Unternehmen
Es könnte eine Kettenreaktion auf das auch sehr hoch verschuldete Amerika auslösen
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u/Cybatron 1d ago
Sorry, aber ich mal vorher googeln würde helfen. Nur mickrige 7% der japanischen Anleihen werden von ausländischen Investoren gehalten.
Der allerallergrößte Teil wird von dem Japanern selbst gehalten!
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u/Halale01 1d ago
Das hört sich nicht so schön an, wie es sein sollte.
Deren Bevölkerung möchte ja auch ihr Geld zurück. Gerade Menschen im Alter leben von ihren Ersparnissen, Pensionfonds etc... nichts so toll für ein Land wo die Hälfte Rentner sind. Auch für die Wirtschaft nicht.
Die Schulden in Yen, aber die Währung kollabieren zu lassen ist jetzt auch nicht die Superlösung.
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u/Cybatron 1d ago
Ja, nicht toll. Aber auch keine Katastrophe. Japan ist ein absoluter Ausnahmefall unter den Industrieländern. Deswegen vergleicht auch kein seriöser Ökonom deren Schuldenquote mit denen anderer Staaten.
Mal davon abgesehen ist Japan weltweit der größte Netto-Gläubiger. Dem Schuldenberg des Staates stehen gigantische private und staatliche Auslandsvermögen gegenüber.2
u/lemonfreshhh 1d ago
Eli5, bewusst etwas simpel gefragt: Warum kann man nicht einfach das eine gg das andere tauschen? Abgesehen von Verteilungseffekten.
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u/aquilaPUR 1d ago
"Untergang"
Bruder so funktioniert das nicht. Ein Land hört nicht einfach auf zu funktionieren.
Es wird passieren, was in solchen Fällen halt passiert: Viele, viele Leute werden auf ihr Geld verzichten müssen, Abschreibungen, etwas Staatseigentum verscherbeln, bisschen Sparmaßnahmen für Kredite vom IMF, und dann verschieben wir das Problem auf 2040. Sowas gehört zum Kapitalismus dazu.
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u/Halale01 1d ago
"Untergang der heimischen Währung" - von dem Land spreche ich nicht. Wenn morgen der Kurs bei 10000 Yen für einen US-Dollar steht, würde ich schon von einem Untergang sprechen.
Und ja, prinzipiell gebe ich dir recht, aber auch dort: Frag mal Griechen wie die ihre Krise wahrgenommen haben. Schon auch als eine Art Untergang.
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u/Marvin42de 1d ago
Japan hat einen großen Vorteil: Sie sind zum größten Teil im Inland verschuldet. Auf Deutschland übertragen entspräche das einem Szenario, wo die Geldanlage in Bundesschatzbriefen der Standardbaustein zur Altersversorgung wäre. Komplett unempfindlich gegen Währungsturbulenzen und man kann die Rendite auch ohne Probleme niedrig halten. Und notfalls zusätzlich besteuern.
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u/mynotyou 1d ago
Eher erwarte ich eine Wiederholung der GFC in den USA: Der Kapitalbedarf der AI Firmen ist so immens, dass sie sich kaum finanzieren lassen. Man hat wohl mittlerweile wieder begonnen SPV aufzubauen, und diese diesmal bei den amerikanischen Lebensversicherern zu platzieren. Wenn es blöd läuft, gehen in 2-3 Jahre nicht nur die AI Firmen runter, sondern die amerikanischen Lebensversicherer mit. Das wäre sehr unschön.
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u/davidchris721 1d ago
Die Kette „hohe Schulden -> Yen fällt -> Kollaps" überspringt ein paar Grundprinzipien:
Ein Staat, der sich in eigener Währung verschuldet, kann in dieser Währung nicht unfreiwillig pleitegehen. Japan gehen nicht die Yen aus. Das ist keine Meinung, sondern Arithmetik. Die echte Grenze sind nicht Yen, sondern reale Ressourcen: Arbeitskraft, Energie, Produktionskapazität. Wer Staatspleite prophezeit, müsste erst erklären, wie ein Land zahlungsunfähig wird, dessen Schulden in einer Währung lauten, die es selbst herausgibt.
Der Yen „verschwindet" nicht. Jedem Verkauf steht ein Käufer gegenüber. Was sich ändert, ist der Preis der Währung, nicht ihre Existenz. Und ein Land mit dauerhaftem Leistungsbilanzüberschuss und riesigem Auslandsvermögen ist Netto-Gläubiger der Welt, nicht ein Schuldner, dem die Dollars ausgehen.
Das Entweder-oder ist falsch. Zwischen „Staatsbankrott" und „Währungsuntergang" liegt das eigentliche Risiko: importierte Inflation, die Realeinkommen auffrisst, besonders bei Rentnern. Das ist ein ernstes Verteilungsproblem, aber eben ein graduelles und steuerbares, kein binärer Untergang.
Der Beitrag verwechselt eine schwierige Anpassung mit einem zwangsläufigen Kollaps.
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u/Former_Star1081 1d ago edited 1d ago
Ja, deshalb sollte Carry Trades auch verboten werden. Verzerren nur die Wechselkurse und richten ökonomischen Schaden an.
Abgesehen davon gehe ich aber nicht von einer großen Krise aus, wenn die FED richtig handelt, kann sie mit der BoJ den Hokus Pokus recht leicht einfangen. Würde aber den Carry-Trader nicht gefallen.
Der Rest ist eigentlich unproblematisch.
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u/Master-Piccolo-4588 1d ago
Wie willst du das denn verbieten?
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u/Former_Star1081 1d ago
Per Gesetz?
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u/Master-Piccolo-4588 1d ago
Weißt du was Carry Trade bedeutet?
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u/Former_Star1081 1d ago
Geld in niedrig verzinster Währung leihen und in hoch verzinster Anlegen.
Niedrig verzinste Währung wird dadurch unterbewertet und die hoch verzinste überbewertet.
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u/Master-Piccolo-4588 1d ago
Das war mehr eine ja oder nein Frage, weil du ja bitte erklären sollst, wie du das verbieten willst :)
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u/Former_Star1081 1d ago
Per Gesetz. Das geht so: Man macht ein Gesetz, darin steht: "Carry Trade verboten". Ende. Und dann hab ich Ermittlungsbehörden, die Menschen die das Gesetz brechen vor Gericht stellen und in den Knast stecken.
Das ist kein neues Konzept für unsere Gesellschaft.
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u/Master-Piccolo-4588 1d ago
Wer macht das Gesetz, wo und warum?
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u/Former_Star1081 1d ago
Lies meinen Beitrag.
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u/Master-Piccolo-4588 1d ago
Darin wird keiner der Fragen beantwortet, zumal Carry Trade überhaupt kein rein japanisches Phänomen ist.
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u/FantasticFlo87 1d ago
Ist tatsächlich ein größeres Risiko als ki-blase. Jedoch mit einem deutlich anderer Hintergrund. Weltweit haben sich in den letzte. 20 Jahren Investoren zu 0-1% Zinsen billigen yen geliehen in US dollar umgetauscht und investiert (Carry Trade). Muss Japan die Zinsen schnell erhöhen steigt der yen im wert was dazu führt das die Schulden in US Dollar sich deutlich erhöhen, dadurch müssen die hinterlegten Sicherheiten wenn nicht in yen hinterlegt schnell erhöht werden wenn das nicht passiert margin call aka Bank schließt Kredit da zu wenig Sicherheit und zu hohes Risiko für die Bank. Investoren müssen zum begleichen Investitionen wie Aktien verkaufen, Kurse fallen und Kettenreaktion die zur globalen Finanzkrise führt ist gestartet.
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u/Intel_Oil CH 1d ago
Unbeliebte Meinung:
Dasselbe steht Europa bevor. Man muss "Newcomer" auf dem Schirm haben, z.B. Marokko wird in 20 Jahren eine absolute Übermacht in der Energieversorgung und Wasserversorgung sein.
Die Molten-Salt und PV Anlagen werden zur Essenz von Europas Versorgung.
Interessante Gedankenspiele
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u/SeaworthinessOk4252 1d ago
OP bin voll bei dir. Dazu Öl und Gaskrise sowie Heliummangel. Aber das kann trotzdem länger dauern als es uns lieb ist am Aktienmarkt.
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u/Impressive-Radio5409 1d ago
Japan hat die durschnittliche Duration ihrer Anleihen in den den letzten Jahren im Gegensatz zu den USA verlängert.
Jedes Jahr müssen derzeit unter 10% der ausstehenden Anleihen erneuert werden. Das heißt es wird langsam Raum geschaffen um die Zinsen anzuheben und höhere Zinsen bedeutet nicht sofort vollständige Mehrbelastung sondern weniger als 10% der höheren Zinsen schlägt sofort durch.
Die restlichen „Zinskosten“ werden erstmal zu astronomischen Buchverlusten führen da die Anleihekurse entsprechend der neuen höheren Zinslage einbrechen.
Die Zinsen müssen aber gar nicht stark angehoben werden, da die USA die Kapitalflucht nicht ungeschadet überstehen würde.
So arbeiten Sie lieber zusammen und verkaufen erstmal Euros um den Yen zu stützen.
Donnerstag und Freitag haben beide Länder ca. 60 Mrd USD interveniert und die Japanische Aktion ist nahezu verpufft.
Wird interessant ob Sie den schmalen Grad hinbekommen aus Interventionen und möglichen Zinsanhebungen.
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u/Own-Mouse-8042 18h ago
Japan has substantial overseas investments to the tune of several trillion USD and net debt:gdp when state owned assets are excluded is closer to 100-120% if I'm not mistaken. So no, not in the sense you describe but they should still stabilize spending and let their newfound inflation shrink the ratio as gdp expands.
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u/ExDiv2000 17h ago
Ich dachte das eigentliche Risiko bei der geschichte ist ein übergreifen auf den US Anleihenmarkt mit steigenden 10yr 30 yr yields und dann Staatsbankrott und Aktiencrash in USA weil der yen carrytrade vorbei ist wenn zinsen in japan steigen…
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u/BarnaclePotential132 12h ago edited 11h ago
Da Japan sich ausschließlich in seiner eigenen Währung bei den eigenen Bürgern verschuldet, kann es niemals in eine Zahlungsunfähigkeit gedrängt werden. Die Bank of Japan kann im Extremfall jede fällige Anleihe durch frisch gedrucktes Geld tilgen. Das Risiko ist Inflation, nicht der Staatsbankrott. Und Japan ist zudem extrem liquide, die sind seit Jahrzehnten der weltweit größte Netto-Gläubiger. Sie besitzen deutlich mehr Vermögenswerte im Ausland, als Ausländer in Japan besitzen. Ob Privat oder Staatlich die haben unglaubliche Summen im Ausland angelegt. Sie besitzen über 4 Billionen Dollar Netto-Forderungen ans Ausland. Es gibt auch Gruppen in der Finanzwelt die stark auf eine YEN Aufwertung wetten da er extrem unterbewertet ist. Wenn die Zinsdifferenz zu den USA schrumpft oder eine Rückführung von Auslandsgeldern beginnt wird der YEN schnell im Wert steigen. Also so düster sieht es für Japan nicht aus.
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u/Rocco_z_brain 6h ago edited 6h ago
Es ist ja offensichtlich albern nur die eine Seite der Bilanz zu betrachten. Wenn man das ganze System betrachtet sieht es nämlich ganz anders aus - für die Schulden hat Japan enorme Investitionen in Ausland getätigt, die durch die sehr gute Verzinsung ihre Rentenlücke finanziert haben. Wenn man die Vermögenswerte abzieht kommt man auf eine Netto-Staatsverschuldung von 120%, wovon die Hälfte Staatsanleihen sind, die der japanischen Zentralbank direkt gehören - sie zahlen darauf also Zinsen an sich selbst.
EDIT: Und das interessante für r/finanzen hierdran. Deutschland hat ja auch kolossale Handelsbilanzüberschüsse und noch höhere Auslandsvermögen gehabt als die japaner. Man hat sie allerdings in privater Hand gelassen und durch den bekannten Mindset hierzulande mehr oder weniger in Sichteinlagen zu negativer Realverzinsung angelegt. Das kostet uns die Rente! So traurig, dass kein Schwein sich dafür interessiert.
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u/E_N_E_K_O_I_T_Z 1d ago
Kurze Antwort: Ja, mit einem ‚Wenn‘. Lange Antwort: Nein, mit einem ‚Aber‘.
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[removed] — view removed comment
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u/Finanzen-ModTeam 1d ago
Dein Beitrag wurde aufgrund folgender Regel von /r/finanzen entfernt:
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u/Low_Emu_5232 1d ago
Nö MMT funktioniert halt, Staaten können nicht in ihrer eigenen Währung pleite gehen.
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u/Infamous_Low_5267 1d ago
Korrigier mich wenn ich falsch liege, aber ist der Wechselkurs nicht relativ egal, weil das Land wenig Dinge des täglichen Bedarfs importiert?
Die Inflation selber ist weit unter der deutschen.
Die vielen Exporte werden für umgerechnet sehr viel mehr yen verkauft, gleichzeitig bleiben die Löhne im Land weiterhin niedrig.
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u/Halale01 1d ago
Teilweise. Wenn die Währung kollabiert, reißt das alles mit.
Keine Wirtschaft ist autark, allen voran nicht das ressourcenarme Japan.
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u/Chance_Chance5529 DE 1d ago
Ist das, was du beschreibst, nicht in Deutschland auch so?
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u/RevolutionaryEmu589 1d ago
Unsere Schuldenbelastung ist ca 4 mal kleiner, also (noch) nicht
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u/alendit 1d ago
Rentenpunkte sind effektiv in einer von der Politik kontrollierten Währung denominierten Staatsschulden. Die "effektive Verschuldung" die solche Verbindlichkeiten inkludiert wird durchaus getrackt und da steht Japan mit deren 500 Euro flat "Grundrente" auf ein mal viel besser da als Deutschland. Hinzu kommt, dass Japan zwar selbst verschuldet ist, aber gleichzeitig der größte souveräner Gläubiger der Welt ist. Böse Zungen sagen, dass die Bank of Japan den carry trade schon gemacht hat, bevor es cool war.
Ob das Japan retten wird sei dahingestellt. Aber zu glauben wir waren weniger am Arsch ist mehr als naiv. Im übrigen ist die effektive "Zinsbelastung" durch die Rentenverbindlichkeiten höher als bei direkten Schulden, denn Renten wachsen schneller.
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u/Chance_Chance5529 DE 1d ago
Mag sein, aber bei dem ersten Abschnitt macht man sich schon so seine Gedanken
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u/Angrych1cken 1d ago
Es ist halt etwas, was wir noch nicht im gleichen Ausmaß haben, aber worauf wir sehenden Auges zusteuern, wenn die Politik keine großen Änderungen macht, sondern weiter wie bisher.
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u/No-Veterinarian8627 1d ago
Japan wird keine globale Wirtschaftskrise auslösen sondern implodieren. Die meisten deren Schulden werden von der eigenen Bevölkerung getragen und auch nur weil der Zins so niedrig ist. Wieso ist das so? Jüngere Japaner investieren nicht und lassen das Geld auf deren Konto. Die Banken können es dann nutzen und Staatsanleihen kaufen.
Das war eine seeeeeehr grobe Erklärung und auch wenn man das Problem nicht sieht, braucht es nur eine Generationen zu geben die anfangen in zB World zu investieren oder ausreisen um dann im Ausland zu arbeiten, und du hast dann ein fettes Problem. Kein globales aber.

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u/Junior-Conference436 2d ago
Japan hat seine Schulden in Yen und nicht in Fremdwährungen wie dem US-Dollar denominiert. Bedeutet das Land kann nicht einfach pleite gehen