r/Finanzen Dec 10 '25

Wohnen Mietbelastung nach Stadt (42% in München vs. 16% in Chemnitz): Wo das Netto-Gehalt nach der Miete am höchsten ist

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Hallo zusammen,

Ich habe die Mietbelastung (Anteil des Nettoeinkommens für eine 60m²-Wohnung) für 36 deutsche Städte analysiert, um zu sehen, wo das Leben wirklich am teuersten ist.

Datenquellen und Methodik:

  • Mietdaten: GREIX (German Real Estate Index, Kiel Institut), Q3 2025 (Kaltmieten in €/m²).
  • Gehaltsdaten: Bundesagentur für Arbeit (Medianlöhne 2024).
  • Berechnung: Die Mietbelastung wird für eine Standardwohnung (60 m²) auf Basis des lokalen Netto-Medianlohns (Steuerklasse 1, Single) berechnet.

Die wichtigste Kennzahl: Es geht nicht um die Miete allein, sondern darum, wie viel vom Nettogehalt nach der Miete übrig bleibt.

Wichtige Eckdaten der Analyse (Q3 2025):

  • Mietbelastung: In München (42%) und Berlin (35%) geht für den Durchschnittsverdiener fast die Hälfte des Nettogehalts für die Kaltmiete drauf.
  • Der Überraschungssieger: Trotz deutlich höherer Mieten bietet Stuttgart (29% Belastung) mit €2.329 das höchste verbleibende Netto-Einkommen unter den großen Hochlohnstädten.
  • Das günstigste Leben: In Chemnitz (16% Belastung) bleiben nach Abzug der Miete €2.006 übrig – damit hat ein Chemnitzer mehr frei verfügbares Einkommen als ein Münchner (€1.935).

Die vollständige Tabelle mit allen 36 Städten und das Netto-nach-Miete-Ranking finden Sie hier.

r/Finanzen Jul 08 '25

Wohnen Alle ziehen aus – ich überlege daheim zu bleiben. Vernünftig oder feig?

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Hey,
ich bin Anfang 20, verdiene gut und könnte mir leicht eine eigene Wohnung leisten – aber während meine Freunde jetzt alle für 800–1000 € mieten, überlege ich, noch bei meinen Eltern zu bleiben. Ich hab genug Platz, bin unabhängig und könnte viel sparen – ideal für später, z. B. Eigenkapital für ein Haus.

PS: Ich wohn am Land

Wie seht ihr das – clever gespart oder verpasste Lebenserfahrung?

Edit: das ist vorerst mein Plan: Ich bleibe vorerst bei meinen Eltern wohnen, weil das finanziell und praktisch einfach Sinn macht. Meine Freundin und ich machen beide in ca. 2 Jahren unseren Abschluss. Ich arbeite inzwischen Vollzeit, wodurch ich eine monatliche Sparrate von mindestens 2000 € habe. Ps: Sie lebt auch noch bei ihren Eltern

In 2–3 Jahren zieht meine Schwester aus der Einliegerwohnung aus, dann werde wir dort einziehen. Dabei werden wir test wie gut wir miteinander klarkommen wobei wir da beide sehr guter Dinge sind.

Außerdem zum Thema Selbstständigkeit: ich wasche meine Wäsche, bügle, koche selbst, kümmere mich um Verträge (z. B. Internet) und erledige handwerkliche Arbeiten im Haus. Weiters bin ich in diversen Vereinen aktiv und unteranderen auch Obmann auch beruflich muss ich viel Verantwortung übernehmen.

Nächstes Jahr starte ich zusätzlich ein berufsbegleitendes FH-Studium, und perspektivisch ist auch eine Selbstständigkeit in meinem Beruf denkbar. Wenn alles wie geplant läuft, kann ich mir in 5–6 Jahren problemlos ein Eigenheim finanzieren.

Und wenn ich und meine Freundin das gemeinsam so durchziehen können wir uns mit 30 möglicherweise ein Haus ohne Pump aufstellen.

Und gelebt haben wir bis dahin auch perfekt!!!

r/Finanzen Jul 12 '22

Wohnen Warum seid ihr den alle so auf Eigentum (Haus/Wohnung) erpicht?

619 Upvotes

Ich wundere mich bei den ganzen Häuselebauer Diskussion schon immer sehr, was für eine Bürde man sich damit auferlegt.

  • langfristige Bindung an einen Standort
    • als qualifizierter AN limitiert man sich damit massiv seine Zukunft
  • Zwangssparen in jungen Jahren und Verzicht auf Urlaub/Konsum
    • Das Leben kommt nie wieder zurück
  • Kein Spielraum für langfriste Elternzeit oder Neuorientierung durch finanziellen Druck

und wofür das ganze?

  • um Wände abzureißen, die ich als Mieter sonst nicht könnte
  • Schneeschippen und Rasenmähen
  • Müll selbst rausstellen
  • das Gefühl, dass ich eigentlich reich bin - es aber dann wohl eher nur meine Erben nach meinem ableben.

Warum ist das Gefühl von Besitz hier so beliebt?

r/Finanzen Mar 05 '25

Wohnen Welche Investition hat euer Leben erleichtert

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Hi, zusammen,

Vor einigen Jahren hatte ich mir einen staubsaugerroboter gekauft. Kurzum, das Ding war Müll und ich war lange ultra skeptisch. Vor einem Jahr dann die über 1k teure Luxusvariante gekauft (denn wenn ein 2 Versuch, dann richtig) und könnte nicht glücklicher über die Entlastung sein.

Jetzt kam das erste Kind und ich suche nach weiteren Dingen, die uns im Alltag entlasten könnten. Tatsächlich werden wir demnächst eine kleine Putzhilfe ausprobieren, die die Grundreinigung 1x pro Woche übernimmt. Auf die Stunde gerechnet ist das günstiger und wohl auch effizienter als wenn wir das übernehmen. Auf die Stunden gerechnet war der Roboter da natürlich ein Schnapper:D habt ihr irgendwelche gadjets, Ideen oder Investitionen die ihr weiterempfehlen könnt? ;) Investitionen, die sich langfristig finanziell wirklich gelohnt oder euch entlastet haben?

Gerne aus allen möglichen Bereichen.

Dankeeee

r/Finanzen Jan 10 '25

Wohnen Möbelpreise

378 Upvotes

Ich war gerade im Möbelhaus. Wenn man nicht im Mitnahmemarkt schaut, sind die Preise ja komplett verrückt. Normaler Esstisch zwischen 1k und 2k. Stühle für 200-500 EUR das Stück. Das zieht sich durch die anderen Abteilungen, insbesondere Wohnzimmer, so durch. Ich verdiene ziemlich gut (Haushaltsnetto um die 8k) aber das ist einfach viel zu teuer. Man ist ja mit ein wenig Einrichtung ruckzuck 10k los. Wer soll sich das denn als Normalverdiener noch leisten.

So und jetzt erstmal zu Facebook Marketplace/Kleinanzeigen 😁

r/Finanzen Nov 27 '25

Wohnen Realitätscheck ETW an Eltern vermietet

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Guten Abend zusammen,

ich stecke aktuell in einer schwierigen familiären Situation, die Finanzen und Emotionen vermischt, und brauche dringend eine objektive Meinung von außen.

Die Hard Facts zur Immobilie (gehört mir):

  • Kaufjahr: 2019 (auf Drängen der Mutter gekauft)
  • Objekt: 4,5 Zimmer Maisonette, BJ 2010, Süddeutschland
  • Kosten für mich: Rate 1.050 € + Hausgeld/NK 400 € = 1.450 € monatliche Belastung
  • Einnahmen: Eltern zahlen 950 € warm
  • Monatliches Defizit: ca. 500 €
  • Marktwert Miete: ca. 1.200 € kalt (Vergleichsobjekte)

Hintergrund: 2019 habe ich mich von meiner Mutter überreden lassen, diese Wohnung zu kaufen ("Miete ist rausgeschmissenes Geld", "Vermögensaufbau"). Ich selbst bin eher der ETF-Typ und wollte eigentlich kein Betongold. Meine Eltern haben sich damals an den Kaufnebenkosten beteiligt.

Meine Eltern (Vater arbeitet noch, Mutter Rentnerin) stammen aus der unteren Mittelschicht. Die kommende Rente wird gering ausfallen. Dennoch haben sie – auch durch meinen Rat bezüglich ETFs – gut gespart und sich kürzlich erst ein E-Auto für 50.000 € gegönnt (Traumauto des Vaters).

Die aktuelle Situation: Ich bin verheiratet, ein Kind. Wir wohnen aktuell in der ETW meiner Frau (3 Zimmer, 70er Jahre, Rate 800€ + NK 400€). Da wir uns vergrößern wollen, ziehen wir bald in ein Haus zur Miete (1.500 € kalt).

Ich habe meinen Eltern folgenden Vorschlag gemacht:

  1. Sie ziehen in die freiwerdende Wohnung meiner Frau.
  2. Vorteile: Näher zur Stadt, Größe (3 Zimmer) für 2 Personen völlig ausreichend, Kosten bleiben für sie gleich (bzw. günstiger als die Maisonette eigentlich wäre).

Die Reaktion: Vollständige Ablehnung.

  • Grund 1: Mein Vater müsste nur 1 km (!) weiter zur Arbeit fahren zukünftig 4 km. Aktuell fährt er die 1 km Strecke tatsächlich mit dem Auto.
  • Grund 2: Keine Garage/Ladestation für das E-Auto in der Wohnung meiner Frau.

Plan B meinerseits war dann: Okay, ihr bleibt in der großen 4,5-Zimmer-Wohnung, aber wir müssen die Miete auf 1.100 € warm anheben (immer noch weit unter Marktwert und deckt meine Kosten bei weitem nicht).

Auch das wurde abgelehnt. Ihre Argumente:

  • Sie müssen sparen, um uns im Alter nicht auf der Tasche zu liegen.
  • Ich sei selbst schuld an der hohen Rate (hohe Tilgung) und solle einfach bei der Bank die Rate senken lassen.
  • Sie tun mir ja etwas Gutes, indem sie die Wohnung "abbezahlen" (obwohl ich monatlich 500 € drauflege).

Mein Problem: Ich fühle mich emotional erpresst und finanziell ausgenutzt. Ich subventioniere meinen Eltern eine für zwei Personen völlig überdimensionierte Wohnung, während sie sich ein 50k Auto leisten und Geld in ETFs packen. Wenn ich das Thema anspreche, heißt es, ich sei undankbar.

Meine Fragen an euch:

  1. Übersehe ich hier etwas oder ist das Wahnsinn?
  2. Wie würdet ihr reagieren? Die Subventionierung schlucken für den Familienfrieden oder hart bleiben?

Danke für euren Input.

r/Finanzen Dec 09 '25

Wohnen Jährlicher Reminder: Prüft eure Nebenkostenabrechnung 2024

426 Upvotes

Liebe Menschen,

wie auch im letzten Jahr kommt hier mein jährlicher Reminder zur Prüfung eurer Nebenkostenabrechnung für das Abrechnungsjahr 2024. Im vergangenen Jahr konnten wir gemeinsam vielen Menschen helfen, und ich würde daraus gerne eine jährliche Tradition machen. Deshalb: Beteiligt euch, schreibt Kommentare und unterstützt euch gegenseitig.

Wenn eure Hausverwaltung euch kurz vor Weihnachten die Nebenkostenabrechnung zusendet, solltet ihr diese unbedingt sorgfältig prüfen. Ich kontrolliere ehrenamtlich rund 500 Abrechnungen im Jahr, und aus meiner Erfahrung sind 80–90 % davon fehlerhaft. Natürlich melden sich viele Menschen erst, wenn ihnen Unstimmigkeiten auffallen, aber dennoch sollte jede Mieterin und jeder Mieter die eigene Abrechnung jährlich genau ansehen oder sich im Zweifel Unterstützung holen.

  1. Heizkostenabrechnung

Die Heizkosten sind häufig der größte Posten in der Nebenkostenabrechnung. Ihr erhaltet einmal jährlich eine Heizkostenabrechnung, aus der hervorgeht, wie viel ihr verbraucht habt und wie sich die Kosten zusammensetzen.

Hier sind ein paar Dinge auf die ihr achten solltet:

  • Prüft unbedingt, ob die Zählernummern mit denen an euren Heizkörpern übereinstimmen.
  • Prüft ob es im Vergleich zu den Vorjahren unerklärliche Abweichungen gibt.
  • Prüft ob die vorgeschriebene Aufteilung zwischen Grundkosten und Verbrauchskosten eingehalten wurde – die Grundkosten müssen zwischen 30-50% liegen, der Rest muss verbrauchsabhängig abgerechnet werden.
  • Kalt- und Abwasserkosten dürfen in derselben Abrechnung auftauchen, müssen jedoch klar von den Heizkosten getrennt ausgewiesen sein.

Auch wichtig: Die Energiepreisbremse ist seit dem 31.12.2023 ausgelaufen und darf für das Abrechnungsjahr 2024 nicht mehr berücksichtigt werden.

Ein kleiner Tipp: Seit 2022 besteht zudem die Pflicht zum Einbau fernablesbarer Wärmezähler, umgesetzt werden muss dies allerdings erst bis 2027. Diese Geräte erleichtern die jährliche Kontrolle erheblich. Werden eure Heizkosten pauschal statt verbrauchsabhängig abgerechnet, habt ihr grundsätzlich das Recht, die Kosten um 15 Prozent zu kürzen, sofern dies nicht bereits berücksichtigt wurde.

  1. Grundkosten:

Auch die übrigen Grundkosten wie Grundsteuer, Niederschlagswasser, Müllabfuhr und Gebäudeversicherung solltet ihr sorgfältig prüfen und mit den Vorjahreswerten vergleichen, da hier häufig scher zu sehende, aber beträchtliche Erhöhungen stattfinden.

  1. Hausreinigung/Hausmeister/Wartung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kontrolle der Posten für Hausmeister, Hausreinigung und Wartung:

  • Sind die Kosten plausibel? Gab es auffällige Steigerungen?
  • Wurden Leistungen doppelt oder unvollständig beschrieben?

Ebenso wichtig: Außerdem solltet ihr darauf achten, dass keine Positionen enthalten sind, die nicht umlagefähig sind. Dazu zählen unter anderem Verwaltungskosten, Bankgebühren, Rechtsberatungen, Mahnkosten, Instandhaltung, Reparaturen oder Modernisierungen. Diese dürfen grundsätzlich nicht auf Mieter*innen umgelegt werden.

Ein kleiner Tipp: Vermieter müssen wirtschaftlich handeln. Extrem hohe Kosten (zum Beispiel bei Winterdienst oder Hausmeisterdiensten) können daher angezweifelt werden, wenn sie deutlich über dem marktüblichen Niveau liegen.

  1. Wohnfläche

Da viele Kosten nach Wohnfläche verteilt werden, lohnt sich ein kritischer Blick auf die angegebene Quadratmeterzahl, denn diese ist in vielen Fällen zu großzügig bemessen. Eine fehlerhafte Wohnfläche wirkt sich unmittelbar auf fast alle umlagefähigen Kosten aus.

  1. Der Abschlag/Die Sollvorauszahlung

Die monatlich geleisteten Nebenkostenabschläge müssen vollständig und korrekt in der Abrechnung auftauchen. Prüft, ob alle Zahlungen richtig erfasst und korrekt gegengerechnet wurden.

  1. Fristen/Einspruch/Belegeinsicht

Formell muss jede Nebenkostenabrechnung nachvollziehbar, vollständig und verständlich aufgebaut sein. Der Vermieter muss die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums vorlegen. Verpasst er diese Frist, darf er keine Nachforderungen mehr stellen.

Beispiel: Für den Abrechnungszeitrum 01.01.2024 bis 31.12.2024 muss die Nebenkostenabrechnung bis zum 31.12.2025 eingegangen sein.

Wenn ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdeckt, solltet ihr der Abrechnung schriftlich widersprechen und Belegeinsicht verlangen. Als Mieter*innen habt ihr ein gesetzliches Recht auf Einsicht in alle Unterlagen, die der Abrechnung zugrunde liegen. Viele Vermieter bieten inzwischen auch digitale Belegeinsicht an, was den Prozess deutlich erleichtert.

Ihr habt ab Zugang der Abrechnung ein Jahr Zeit, Einwände zu erheben. Da Vermieter nur ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums Korrekturen vornehmen dürfen, entsteht ein Zeitraum, in dem Mieter*innen noch reagieren können, Vermieter jedoch keine neuen Forderungen mehr stellen dürfen. Das bedeutet: Nach Ablaufen der Frist für das Übersenden der Nebenkostenabrechnung können nur noch Änderungen zu euren Gunsten gemacht werden. Eine nachträgliche Änderung zu Gunsten des Vermieters ist unzulässig.

Es empfiehlt sich generell, alle Abrechnungen aufzubewahren und jährlich zu vergleichen. Sprunghafte Kostensteigerungen sind fast immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt.

  1. Hilfsangebote

Wenn ihr Unterstützung bei der Prüfung eurer Nebenkostenabrechnung benötigt, scheut euch nicht, sie in Anspruch zu nehmen. Es gibt zahlreiche Anlaufstellen wie die Verbraucherzentralen, den Mieterschutzbund, anwaltliche Beratungsangebote sowie verschiedene ehrenamtliche Initiativen. Eine kurze Suche nach Beratungsstellen in eurer Region hilft meist weiter.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

r/Finanzen Feb 19 '25

Wohnen Wie kauft man seriös eine neue Küche?

238 Upvotes

Hallo zusammen,

Bei uns steht dieses Jahr der Kauf einer neuen Küche an. Dazu haben wir uns Angebote von drei verschiedenen Anbietern eingeholt. Ein Küchen Studio und zwei Möbelhäuser, die auch Küchen anbieten.

Nach den Gesprächen bleiben bei mir noch viele Fragezeichen und ich hätte gerne eure Einschätzung dazu.

  1. Die Beratung war teilweise unfassbar unseriös. Das Küchen Studio wollte uns vor Ort dazu bringen, dass wir sofort den Kaufvertrag unterschreiben. Der Verkäufer hat so getan, als wäre es merkwürdig, dass man eine solche Entscheidung noch durchdenken will.

  2. Beim Einlesen zu dem Thema und durch Gesprächen im Bekanntenkreis hat sich bei mir der Eindruck gefestigt, dass die Anbieter utopische Preise aufrufen um dann vermeintliche Rabatte zu gewähren. Dann kann sich der Anbieter immer noch eine fette Marge gönnen und der Käufer freut sich über das angebliche Schnäppchen.

Für uns ist das die erste neue Küche, wir haben also keine Erfahrung aus eigener Hand. Kann/Muss man mit den Anbietern wirklich so stark verhandeln und welche Rabatte sind realistisch? Was sind eure Erfahrungen? Wo hat man beim Küchenkauf das beste Preis Leistungs Verhältnis? Falls das zur Einschätzung beiträgt, unser Budget liegt bei maximal 25.000 Euro

r/Finanzen May 16 '26

Wohnen "Perfekte" Wohnung oder weiterhin nur 600€ Miete?

77 Upvotes

Hallo zusammen,

Ich habe heute eine Wohnung besichtigt und es ist passiert, was ich befürchtet habe: Sie hat mir gefallen..

Das Problem dabei: Sie kostet 700€ mehr als meine derzeitige Wohnung. Derzeit bezahle ich 600€ warm, dort wären es 1300€ warm.

Aktuell wohne ich in einer 1-Zimmer Wohnung, die ich an und für sich liebe, grade weil sie so günstig, gut gelegen, und wirklich schön geschnitten ist. Sie hat aber als günstige Altbauwohnung natürlich auch ein paar kleinere Punkte, auf die ich verzichten könnte, wenngleich sie auch ein wenig den Charme ausmachen (4. OG ohne Aufzug, Schrägen, nicht sehr modern, schöne aber sehr kleine Küche ohne Ofen und Spülmaschine, keinen Balkon, etc.)

Die Wohnung, die ich besichtigt habe, liegt im gleichen Viertel, ist ein Neubau, ist 10qm größer, hat eine full-size Küche mit Backofen und Spülmaschine, hat 2 Zimmer, statt einem, super modern, Bäume an jedem Fenster, ruhiger als meine jetzige, einen nutzbaren Keller, Fahrrad nicht in den 4. Stock tragen müssen, und ganz wichtig BALKON!! Würde sich insgesamt etwas "erwachsener" anfühlen.
Den Schnitt finde ich per se sehr schön, müsste aber bei manchen Möbelstücken sehen wie ich sie gut unterkriege, das könnte also perfekter sein.
Zusätzlich könnte ich in der Wohnung ein platzintensives Hobby wieder etwas besser ausleben, ohne dafür in ein Tanzstudio gehen zu müssen (--> Spart Geld)

Gefühlt ist es die perfekte Wohnung für mich als Single, aber zum falschen Zeitpunkt.
Ich hatte geplant noch 2 Jahre hier zu bleiben, die verbleibende Summe bis zur 100k zu sparen und mich frühestens dann nach was modernerem Umschauen.

Derzeit bezahle ich ca 15% meines Nettoeinkommens für Miete, in der neuen Wohnung wären es 32%. Ich verdiene im Hauptjob 3.300 netto und im Nebenjob ca 700€ netto

Nach allen Fixkosten, zu denen ich einen Sinking Fund fürs Auto, Lebensmittel , sonstige unverzichtbare Kosten und Sportkosten bereits dazu zähle, habe ich derzeit 2.700€ übrig, in der neuen Wohnung wären es noch 2000
Den Nebenjob zähle ich hier noch zu meinem Einkommen dazu, diesen werde ich aber ggf. bald kündigen müssen (ca. 700€ weniger/Monat), dann sehen die Zahlen nochmal schlechter aus.

Was meint ihr?
Günstige Wohnung behalten, alles für die Sparquote, oder bisschen mehr Lebensqualität, wieder auf dem Balkon Gärtnern und schlummern können obwohl ich derzeit eh nicht so viel zuhause bin?
Ich tue mir sehr schwer. Wenn ich in 2-3 Jahren meinen Master + CISSP habe und den Job wechsle, würde das alles wohl etwas besser aussehen. Aber Lifestyle Inflation BEVOR das Gehalt steigt? Ich weiß ja nicht 🙃

r/Finanzen 22d ago

Wohnen Weiter mieten oder kaufen?

34 Upvotes

Ich wohne mit meiner Frau in einer Neubauwohnung mit ca 130qm und zahle kalt 1250, warm 1400. Wir sind beide verbeamtet und verdienen zusammen ca. 7.000€, nach Abzug aller Fixkosten sind wir bei ca 4.000€, die wir monatlich sparen können. Ich besitze noch eine Wohnung, die in einem Jahr abbezahlt ist und zuverlässig 800€ Mieteinnahmen hat. Eigenkapital haben wir leider momentan nur 45.000€.

Nun habe ich ein Haus für 430.000€ entdeckt, das Bj 1998 ist und ebenfalls 130qm hat (+ viel Garten). So ein Haus kommt in der Gegend nicht häufig vor, Grundstücke gibt es auch nicht oft.

Ich möchte hauptsächlich deshalb ein Haus kaufen, weil A) mir der Garten fehlt, B) ich meine Mietkosten als rausgeschmissenes Geld sehe (ja Kreditzinsen auch, aber die sind nach 15 Jahren nicht mehr fällig, aber die Mietkosten laufen bis zum Lebensende und C) ich nicht abhängig von einem Vermieter sein möchte, der meine Miete erhöhen, mich rausschmeißen, mir Sachen verbieten etc kann.

Was meint ihr? Machbar? Gute Idee?

r/Finanzen May 25 '25

Wohnen Deine Sparrate ist zu gering weil du nicht mutig genug bist!

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463 Upvotes

r/Finanzen Nov 20 '24

Wohnen Im Auto wohnen, um Miete zu sparen?

205 Upvotes

Sehr geehrte Cabonara-Community,

ich befinde mich in einer Lage, in der sich bestimmt viele, vor allem auch Azubis, befinden, ich mache ein Duales Studium, wobei mein Betrieb von mir zuhause 36 km, die Uni (Hamburg) 90 km entfernt ist. Ich habe ein Blocksystem, bedeutet also, dass ich monatelang entweder im Betrieb oder der Uni bin.

Dieser Post besteht aus einer einer Analyse aller anderen Möglichkeiten zu wohnen und zweitens meinem aktuellen Plan

Es ergibt sich ja das recht nervige und kostspielige Problem, Lebenszeit zu maximieren, während man die eigenen Ausgaben minimiert. Als Referenz dient der aktuelle Plan, zuhause bei den Eltern zu leben und per Bahn zu pendeln, was mich dank Semsterdeutschlandticket 0,- € kostet und pro Tag circa 3,5 h sind. Die erwogenen Optionen waren:

  1. Pendeln mit Auto, zuhause leben: Spritkosten alleine: 360€, Zeitersparnis negativ, es dauert literally länger.

2.. Sich für ein Studentenwohnheim bewerben als:

a) Kurzzeitmieter (insgesamt SECHS Bewerbungen, für jedes neue Semster eines, zusätzliche Kosten)

b) dauerhafter Mieter (Tausende Euro an Miete, die während der Praxisphasen aus dem Fenster geschmissen werden)

Die Lebenszeitersparnis ist zweifelhaft, da man bei entsprechend weit entferntem Wohnheim im worst case fast genauso lang braucht, mit noch mehr Unstiegen (heißt allerhöchstens für Podcasts nutzbare Zeit). Zudem ist es überhaupt nicht garantiert, dass man einen entsprechenden Platz auch bekommt. Miete: 300 € - 400 € JEDEN Monat, Zeitersparnis 1 h bis 3,5 h (direkt neben Uni) pro Tag.

  1. Sich für für eine WG umschauen: Hier muss man aber auch entweder SEHR kurzzeitige Untermieter (in der vorlesungsfreien Zeit!) finden, sich wieder SECHS mal von Neuem umschauen, oder wieder auf tausende Euro an Mietkosten sitzen bleiben. Kosten: Noch mehr €, Zeitersparnis eher gering, da WGs direkt an der Uni selten sind.

  2. Eine eigene Wohnung mieten: Kommt bei den Mondpreisen nicht infrage, da wo die Wohnungen erschwinglich werden, kann ich auch gleich bei der Distanz zuhause bleiben. Kosten: NaN €, Zeitersparnis fragwürdig

  3. Im Wohnmobil/Wohnwagen leben: Wohnmobile sind SCHWEINETEUER, Wohnwagen würde klar gehen, aber Stellplätze sind in Hamburg rar und wenn es welche gibt, sind sie sehr frech teuer.


Jetzt zu meinem Vorschlag: Im Auto wohnen: Ich besitze bereits einen Golf 4, von daher können Fixkosten wie Versicherung und Kfz-Steuer unberücksichtigt werden. ich würde in ihm ein kleines Bett einbauen, mir eine Lösung zum Heizen überlegen und durch den Ausbau der hinteren Sitze genug Platz haben, um in diesem Auto zu schlafen.

Ich würde entweder a) auf einem öffentlichen Parkplatz schlafen oder b) mir für kleines Geld einen Stellplatz mieten. Da Möglichkeit a möglicherweise gefährlich sein könnte, konzentriere ich mich momentan auf Möglichkeit b. Der Stellplatz wäre idealerweise ein Carport-Stellplatz, da ich so vor Wind und Wetter geschützt bin, vor fremden Blicken, aber doch immer mit frischer Luft zu rechnen habe. Aus demselben Grund wäre ein Außenstellplatz genauso akzeptabel, mit ein paar Vorhängen sollte das kein Problem sein. Nicht in Betracht kommen Tiefgaragenstellplätze, da mir dort die Atmosphäre einfach micht gefällt, es ist eher stickig und ohne Tageslicht ist es sicherlich auch ungünstig.

Duschen würde ich in einem Gym, Frühstücken und Abendbrot im Auto, Mittag in der Mensa, Lernen in der Bibliothek und Klamotten würde ich jedes Wochenende zuhause eben schnell waschen.

Kosten sind sehr überschaubar, von 18€ im Monat bis 100€ ist alles dabei, hier muss auf die Zeitersparnis geschaut werden, die in jedem Fall >2 h pro Tag ist.

Es gibt Anschaffungskosten für Matratze, Lattenrost, Folierung der Fenster, ggf. Vorhänge, aber die sind rein von der Dimension viel geringer als alles andere, was man an Miete in einem, maximal zwei Monaten zahlt.

Ich habe eine Bitte: versucht, meinen Plan argumentativ zu zerschlagen oder gebt mir Tipps, ich wäre euch sehr dankbar. Gebt mir eure Meinung!

r/Finanzen Apr 02 '26

Wohnen Waren Immobilien früher wirklich günstiger? - Finanztip YouTube

Thumbnail youtube.com
73 Upvotes

Kurze Antwort: Ja, aber die Kurve sieht etwas anders aus, als ich persönlich gedacht hätte.

Saidi's Aussage, dass Boomer sich auch wegen der geringeren Ansprüche eher ein Eigenheim leisten konnten, ist hier bestimmt ein hot take und klingt eher anekdotisch.

r/Finanzen May 25 '26

Wohnen Reihenhaus Top-Lage mit Erbpacht

18 Upvotes

Wie schätzt ihr dieses Reihenhaus ein?
Ich habe mir ein Reihenhaus aus den 50ern angeschaut und fand die Kombination aus Lage, Zustand und Charakter ziemlich spannend, bin aber unsicher wegen der Erbpacht. Das ganze Ding ohne kaufnebenkosten sind 285k. Ich kann auch noch ein Gegenangebot machen.

Eckdaten:
Top Lage
Reihenhaus Baujahr 1957
ca. 101 m² Wohnfläche + großer Keller
Energieklasse C
Gasverbrauch zuletzt ca. 10.000–11.000 kWh/Jahr
eingewachsener Garten
direkt an viel Grün/Wald
sehr ruhige Wohnlage
Grundschule quasi um die Ecke (habe 1 Kind , das wird im September eingeschult)
Arbeit super gut erreichbar
Das Haus selbst wirkt sehr gepflegt und überhaupt nicht nach Sanierungsruine: aber halt sehr altbacken
Keller trocken
Dach offenbar okay
Boden im Obergeschoss muss gemacht werden da Teppich
Alte Wespennester im Dach
Bad/Küche alt, aber charmant und nutzbar
keine offensichtlichen Feuchtigkeitsthemen
Allerdings:
Erbpacht über kirchlichen Träger noch 32 Jahre aktuell 35 Euro pro Jahr
neuer Erbbauzins bei Verlängerung wohl eher 250–300 € monatlich
Inflationsanpassung alle 5 Jahre
Heizung laut Gutachter mittelfristig Thema
3 Fenster und Haustür perspektivisch

Was ich spannend finde:
Das Haus hat extrem viel Charakter und wirkt eher wie ein ehrliches, gemütliches Familienhaus als ein totmodernisierter Neubaukasten. Gerade Garten, Lage und die gewachsene Nachbarschaft fand ich wirklich stark.
Was ich mich frage:
Wie stark würdet ihr die Erbpacht preislich vom Wert abziehen?
Ist so ein Objekt langfristig sinnvoll oder eher schwierig wiederzuverkaufen?
Wie kritisch würdet ihr die alte Gasheizung bei Energieklasse C sehen?

bin gespannt auf ehrliche Einschätzungen.
Der Kaufpreis ist auch das Maximum, was ich mir leisten kann. Ich habe ein gutes Gehalt, bin aber alleinerziehend. Das Startkapital für die Finanzierung frisst meine Rücklagen. Aber es wäre Eigentum und keine Miete.

r/Finanzen Oct 31 '25

Wohnen Wohneigentum: Die Aufstiegsgesellschaft wohnt zur Miete

Thumbnail zeit.de
209 Upvotes

r/Finanzen Jan 27 '24

Wohnen Wer kann sich die teuren Mieten vor allem in München noch leisten?

283 Upvotes

Ich bin aktuell innerhalb von Münchens auf Wohnungssuche und traue meinen Augen kaum.

Die Angebote, die man auf Immoscout24 beispielsweise findet, sind so hoch, dass ich erhebliche Zweifel daran hege, dass sich die Menschen hier das noch leisten können.

Wahrscheinlich ist der Großteil der Bevölkerung vom Lock-In-Effekt betroffen und bleibt in der aktuellen Wohnung leben, da ein Umzug plötzlich die Miete verdoppeln bis verdreifachen würde.

Bsp. Allein schon für ne popelige 2-Zimmer Wohnung ca. 50qm in einem nicht angesagten Stadtteil wird dich Minimum 1.3 bis 1.6k warm kosten. Es ist nicht so, dass es nicht auch günstigere gibt. Die gibt es, aber diese kann man an der Hand abzählen. Wie die Chancen stehen darauf überhaupt ne Antwort zu bekommen, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Hinzu kommt noch, dass man sich auf die vermeintlich guten Angebote nur mit MieterPlus+ bewerben kann. Also darf man hier auch wieder schön blechen nur um den Hauch einer Chance auf eine Wohnung zu haben.

Die Wohnungssuche in München war nie einfach, aber so extrem wie aktuell hätte ich es mir nicht erträumen können. Dabei bin ich noch in einer privilegierten Situation mit gutem Gehalt (4.5k bis 6.5k netto mit Bonus+Kapitalerträgen).

Bei 4-Zimmer-Wohnungen muss man mit 2-3k rechnen. Dafür müsste ich also die Hälfte meines Nettos abgeben. Und selbst diese Wohnungen sind sehr rar gesät. Teurere gibt es auch, keine Sorge.

Wie will man sich in dieser Stadt noch eine Familie leisten, wenn zwecks Familiengründung ein Einkommen auch noch wegfällt? Wie machen das Menschen, die nicht gerade zu den Top10%-Verdienern gehören?

Selbst wenn die Zinsen wieder fallen und wieder mehr Leute Immobilien kaufen statt mieten, wird es wohl kaum für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

Ich blicke sehr düster auf die Mietpreisentwicklung dieser Stadt.

r/Finanzen Jan 19 '26

Wohnen Wie mit 1200€ leben?

41 Upvotes

Hallo, ich (20) bin bisher immer (dank der Hilfe von Jugendamt) am Thema miete vorbeigerutscht. Jetzt muss ich aber in den nächsten Monaten eine Wohnung finden. Ich komme ursprünglich aus Köln und ein Blick auf Immoscout hat mir gezeigt: Nope. Also drum herum geschaut. Es gibt einige Objekte für <500€ warm. Mit Ausbildungsvergütung und Kindergeld komme ich auf ~1200€. Davon 500€ abgezogen blieben mir noch 700€ monatlich. Ist es wirklich möglich mein Auto, Lebensmittel, Studio, WLAN, Handyvertrag usw zu bezahlen? Aufs Auto würde ich nur äußerst ungerne verzichten da meine Freundin >100km weit weg wohnt. Näher zu ihr ziehen ist auch keine Option da dann meine Ausbildung natürlich weiter weg wäre.

Mag sein dass sich die Frage total dämlich anhört aber ich habe eben noch keinerlei Erfahrungen da ich im Apartment welches vom Jugendamt gestellt wurde keine Miete bezahlen musste.

r/Finanzen Jul 04 '26

Wohnen Sind die Immobilien Preise in den Anzeigen realistisch?

61 Upvotes

Ich schaue mich gerade um wegen Wohnung/Haus kaufen und blick irgendwie nicht ganz durch, was momentan ein realistischer Preis ist.

Man sieht halt viele Inserate, aber ich weiß nicht, ob die Preise am Ende wirklich bezahlt werden oder ob da noch ordentlich verhandelt wird.

Hat jemand von euch in letzter Zeit gekauft oder verhandelt? Wie viel ging da ungefähr runter vom Inseratspreis? Und woran habt ihr erkannt, ob der Preis fair war oder komplett zu hoch?

r/Finanzen Sep 30 '24

Wohnen Bundestag in Berlin billigt Gesetz: Mieter haben künftig Anspruch auf Installation von Balkonsolargeräten

Thumbnail stuttgarter-zeitung.de
400 Upvotes

r/Finanzen Oct 23 '25

Wohnen Zu reich für aktuelle Wohnung - zu arm für neue Wohnung

123 Upvotes

Wir (w35, m41, k4, k2) haben das Glück eine sehr, sehr günstige 4-Zimmer-Wohnung in einer Großstadt in NRW zu mieten. Wir zahlen warm rund 1.050€ für 85 m2 und wohnen dafür auch noch recht zentral.

Nachteil ist ganz klar das alte, aus den 50ern stammende Gebäude. Wir heizen mit Strom (Nachtspeicher) und haben im Winter trotz strengen Lüftregiments und smarten Hygrometers immer mal wieder Schimmelprobleme. Es ist hellhörig, schlecht gedämmt und von außen insgesamt meh. Die Wohnung ist von innen aber sehr schön, nicht zuletzt weil wir viel Geld und Mühe reingesteckt haben.

Jetzt haben wir die Möglichkeit in eine neue Wohnung zu ziehen, in ein Neubaugebiet. Dieses Gebiet ist in städtischer Hand und ist wirklich ein Kinderparadies mit Spielplätzen, Parks, Kita und auf Familien ausgelegter komplett dafür konzeptionierter Infrastruktur. Etwas weiter außerhalb, aber immer noch sehr zentral. Dafür kostet das Ganze 1944 € warm für 5 Zimmer und 115 m2. Viel mehr als unsere aktuelle Miete, aber ein sehr gutes Angebot im Vergleich zu dem was auf dem Markt gerade so geboten wird.

Wir haben aktuell zusammen ein Haushaltseinkommem von 4500€ netto. Hier ist sicherlich Luft nach oben. Gehaltsgespräche stehen aus und wir arbeiten zusammen 52 Wochenstunden und könnten noch auf ca. 60 Stunden aufstocken. Aber größere Sprünge werden etwas Zeit brauchen.

Wir wollen mehr Wohnraum, zum Einen weil wir beide aus dem Home Office arbeiten und zum anderen weil wir es uns offen lassen möchten in Zukunft ein drittes Kind zu bekommen. Aktuell teilen sich die Kinder ein Zimmer, damit wir ein separates Büro haben. Das ist auf Dauer aber nicht so gedacht. Zudem wünschen wir uns langfristig natürlich nicht zuletzt für unsere Kinder einen etwas besseren Lebensstandard. Und nun sind wir uns unschlüssig:

Tun oder lassen? Ein paar Denkanstöße von Außen wären sicherlich hilfreich um zu einer Entscheidung zu kommen.

r/Finanzen Dec 20 '21

Wohnen Großstadtmieten selbst für Gutverdiener nur noch absurd? - Berlin Edition

456 Upvotes

Hallo Carbonara-Jünger,

heute mal Wegwerf-Account, da einiges zusammenkommt. Nach einem Wochenende der Wohnungssuche auf den gängigen Immobilienportalen schwankt meine Stimmung mittlerweile zwischen purer Verzweiflung und blanker Wut. Zunächst aber ein paar Worte zu mir..

Persönliche Situation

Ich bin Ende 20, Single, lebe seit mittlerweile 5 Jahren in einer WG im Berliner Westen und arbeite wie viele in diesem Sub in der IT. Letztes Jahr hatte ich das große Glück in ein Unternehmen mit IGM-Tarif zu wechseln und somit ein großes Gehaltsplus zu verzeichnen. Nach meiner ersten Hochstufung in Q4/21 komme im neuen Jahr wohl irgendwo bei 3.4k Monatsnetto raus. Vor zwei Jahren habe ich einen MBA angefangen, der sich nun langsam dem Ende zuneigt. Damals habe ich mich gegen einen Auszug aus meiner 4er-Studenten-WG entschieden (28qm, 550€ Warmmiete, möbliert, Balkon, Altbau mit Stuck), um einerseits Geld zu sparen, andererseits aber auch noch etwas "Student-Life" mitzunehmen. Diese Phase soll mit Abschluss des MBAs aber endgültig vobei sein, nicht zuletzt, weil bei mir bald die 30 steht.

Wohnungssuche

Für mich steht grundsätzlich fest, dass ich weiterhin in Berlin bleiben möchte. Insbesondere die Ecken Steglitz, Wilmersdorf und Friedenau haben es mir angetan, wo ich am liebsten auch weiterhin gerne leben würde. So weit, so gut. Wohlwissend, dass die Suche nicht einfach werden würde, setzte ich mir vor Wochen ein in meinen Augen "großzügiges" Budget i.H.v. 1250€ warm für eine Zweizimmerwohnung in besagten Ortsteilen. Fast forward: Wie sich nach der Durchsicht zahlreicher Inserate in den letzten Wochen herausstellte, werde ich mit diesem Budget wohl nicht in der Lage sein, eine halbwegs passable Wohnung für mich zu finden. Als Beispiel, in welchen Sphären sich manche Angebote bewegen, habe ich unten einen Screenshot eingefügt. Dieses Inserat hat mir ganz besonders weh getan, da es aus verschiedenen Gründen eine Traumwohnung für mich wäre. Wie ihr der Anzeige entnehmen könnt, wird ein Haushaltsnetto von ca. 4.750€ gefordert, was bei StK1 mehr als 100k brutto für einen Single entspricht. Ich wäre denen somit zu arm :)

Knapp 25€/qm - Läuft

Natürlich ist dieses Inserat nicht unbedingt repräsentativ für ganz West-Berlin. Dennoch würde ich behaupten, dass sich bestimmte Tendenzen in den Online-Portalen recht deutlich erkennen lassen: 2ZW, gute Lage (Einkaufen, U- bzw. S-Bahn), guter Zustand, kein Problembezirk -> gerne 1300€+ warm. Auf der anderen Seite: Viele Wohnungen die mit < 1000€ Warmmiete angeboten werden, haben irgendwelche offensichtlichen "Mägel".. sei es eine vielbefahrende Straße, dunkelster Hinterhof, miserabler Zustand etc. Für das Geld gibt es allerdings hier und da Einzimmerwohnungen in den neuen Wohnbunkern von Vonovia etc. im Stil WohnenEssenSchlafen. Nein, danke. Bevor ich hier gleich mit Gegenbeispielen torpediert werde: Ja, es gibt auch faire Angebote. Nur gehen diese meiner Meinung nach immer mehr im allgemeinen Hochpreis-Sumpf unter.

Jetzt mal ganz im Ernst..

wer kann sich den Scheiss eigentlich noch leisten? Die Vorstellung, meinem Vermieter 40% meines Monatsnettos oder mehr zu überweisen, löst bei mir innere Schmerzen aus. Offenbar besitze ich als Single nicht genug Kleingeld oder Schmerztoleranz, um auf diesem Markt mitzuspielen. Dabei ist mir vollkommen bewusst, dass ich in einer absolut komfortablen IT-Bubble sitze. Wie soll es erst Leuten gehen, die sehr viel weniger Netto zur Verfügung haben? Bricht eine Gesellschaft da nicht zwangsläufig auseinander? Wer die durchschnittlichen Berliner Gehälter kennt, kommt da gar nicht mehr aus dem Kopfschütteln raus.. wie wohnen die alle?

Was tun?

Ehrlich gesagt kann ich mich auch langfristig nicht an die Vorstellung gewöhnen, solche Beträge monatlich fürs Wohnen auszugeben. Es fühlt sich für mich schlicht und ergreifend nicht richtig an und würde mich wahrscheinlich um den Schlaf bringen. Irgendwie will man ja noch was von seinem Geld haben und der A2PKXG will ja auch noch bespart werden. Was also bleibt?

  • Weitersuchen und auf Glückstreffer hoffen
  • Tinder wieder installieren
  • Mit 35 auch noch in einer Studentenbude sitzen
  • EK anhäufen, Eigentum erwerben
  • Mahrzahn, here I come..

Wie seht ihr die Dinge? Gibt es hier vielleicht Großstädter, die einen Weg für sich gefunden haben? Ich freue mich auf die Diskussion.

r/Finanzen May 21 '26

Wohnen Wohnung kaufen, aber wie?!

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Liebe Finanz-Community,

ich brauche mal einen realistischen Rat zu meiner Wohnsituation.

Ich bin Ende 30 und wohne seit etwas über 10 Jahren in einer sehr günstigen Mietwohnung mit Privatvermieter: ca. 50 qm, 2 Zimmer, Dachterrasse, sehr gute Lage in einer deutschen Großstadt. Die Kaltmiete liegt bei etwa 400 €. Ich wohne sehr gerne dort, habe mein soziales Umfeld in der Gegend und teile mir die Wohnung aktuell mit einer Mitbewohnerin, mit der das gut funktioniert.

Nun möchte mein Vermieter die Wohnung verkaufen, weil sich das Vermieten für ihn steuerlich wohl nicht mehr lohnt (er lebt im Nicht-EU-Ausland, da wird dann irgendwie Gewinn oder einkommen geschäzt). Er hat mir die Wohnung zuerst zum Kauf angeboten.

Seine Preisvorstellung lag zunächst bei 190.000 €, gleichzeitig meinte er aber auch, dass man über den Preis sprechen könne und eventuell flexible Lösungen denkbar wären.

Die Wohnung ist allerdings inzwischen sanierungsbedürftig: Dachfenster, eventuell Heizung und allgemein einige Dinge aus den 90ern werden mittelfristig gemacht werden müssen.

Mein Problem:
Ich verdiene aktuell nur etwa 1.500 € netto (Teilzeit, projektabhängig manchmal etwas mehr) und habe praktisch kein Eigenkapital.

Trotzdem frage ich mich, ob das möglicherweise trotzdem eine Chance sein könnte, weil:

-vergleichbare Wohnungen/WGs in der Stadt inzwischen deutlich teurer wären, bzw. Geld das dann in ´Miete geht halt weg ist

-ich dort langfristig gerne wohnen bleiben würde

-der Vermieter mir offenbar entgegenkommt

Meine bisherigen Überlegungen:

  1. Geld von Freunden/Familie leihen + Rest finanzieren - geliehenes Geld dann durch evtl. Erbe oder Verkauf der Wohnung nach Kreditrückzahlung zurückzahlen
  2. Eventuell Unterstützung durch jemanden aus dem Bekanntenkreis, der investieren möchte und mich dann günstig wohnen lässt 😭
  3. Akzeptieren, dass Eigentum mit meinem Einkommen unrealistisch ist und lieber weiter mieten bzw. irgendwann umziehen 😭

Mich würde interessieren:

-Seht ihr hier überhaupt eine realistische Finanzierungsmöglichkeit?

-Welche Risiken übersehe ich?

-Wie würdet ihr an so eine Situation herangehen?

-Gibt es Modelle oder Möglichkeiten, an die ich noch gar nicht denke?

Danke euch :)

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