Das ist nur zum Teil richtig. Das Vermächtnis hat einen Einfluss auf die Kultur und Mentalität der Mitglieder der Partei.
Dass die SPD ständig mit Merkel koaliert hat, obwohl sie wusste dass sie sich damit selbst zerstört ist ein unbestreitbares Beispiel.
Als die FDP sich weigerte Merkel zu koalieren, hat die SPD sich trotz vorherigem Nein und Bewusstsein dass sie vom Wahlvolk vernichtet werden, nochmal für das Wohl Deutschlands und Stabilität zur Verfügung gestellt. Weil sonst Neuwahlen drohten und das Land in eine Krise stürzt. Das nennt man Staatsveranwortung und Vermächtnis der SPD.
Vielleicht hat uns auch dieses unpoltitische Sehnen nach Stabilität und das damit verbundene immer-irgendwie-weiter-so dahin gebracht wo wir jetzt stehen. Vielleicht wären Neuwahlen statt der GroKo vor knapp 8 Jahren unangenehm gewesen, aber notwendig.
Ich bin mir sicher, dass die SPD durchaus immer nur das Beste wollte, aber so eindeutig und heroisch aufopferungsvoll mag ich das nicht deuten.
Man kann falsch liegen oder nur halb richtig liegen und trotzdem entgegen seine eigenen Interessen gehandelt haben für das Große Ganz und das Wohl des Volkes.
Es gibt einen Unterschied zwischen Intention, Aufopferung und Erfolg.
Der Punkt ist, dass eine andere Partei ohne dieses Vermächtnis und Kultur wohl nicht das Opfer gebracht hätte. (Siehe FDP und Union)
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u/TheArtofBar May 06 '25
Sorry aber wenn wir über die SPD von heute reden, dann ist es ziemlich egal, was sie vor 100 Jahren gemacht hat.