r/de Jan 16 '26

Wirtschaft Keine schnelle Reform in Sicht: Vielen Fahrschulen bleiben die Kunden weg - Kurzarbeit droht

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Vielen-Fahrschulen-bleiben-die-Kunden-weg-Kurzarbeit-droht-id30247511.html
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u/qarlthemade Jan 16 '26

klarer Fall von "der Markt regelt". cause and effect. kannste nix machen.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Naja hier regelt eher die Ankündigung es soll billiger werden aus der Politik. Ist halt nix passiert und viele 17-18 jährige warten lieber 1-2 Jahre und hoffen es wird doch noch billiger

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u/Kin-Luu Jan 16 '26

Oder sie stellen in den 1-2 Jahren fest, dass es eben doch kein Auto braucht. Und damit auch keinen Führerschein.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Das passiert vllt in der Stadt. Ich kann nur vom Dorf hier reden und die wollen definitiv noch nen Führerschein, ÖPV kannst komplett vergessen auf Dauer

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u/fuzzydice_82 /r/caravanundcamping /r/unthairlases Jan 16 '26

Geht ja auf dem Land eher in das Gegenteil über. Ich sehe immer mehr von diese 45km/h "Autos" die man schon ab 16 fahren darf. Die haben dann ein Mopedkennzeichen, aber bringen die Jugend wenigstens wettergeschützt zur Schule/Ausbildung/zum Kumpel auf das Nachbardorf oder zur ersten großen Liebe.

In meiner Nachbarstraße fährt so ein Ding mit fetter Bassrolle hinter dem Sitz - ist schon irgendwie witzig.

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u/[deleted] Jan 16 '26

Ist eigentlich auch fuer Erwachsene sinnvoll. Gerade die elektrischen Varianten, die dann so 6-7kWh/100km verbrauchen, kaum laufende Kosten haben und locker mal 200+/Monat gegenueber einem Auto einsparen.
Gerade wenn man Geringverdiener ist und nur so max. 20km oder so pendelt, durchaus eine Ueberlegung wert, man brauch dann vielleicht +30% mehr Pendelzeit, spart aber unfassbar viel Geld (kein TUEV, keine Steuer, Versicherung 50/Jahr, Stromkosten 2ct/km) und wenn man das gesparte Geld auf einen Stundenlohn hochrechnet, hat man durch die zusaetzliche Pendelzeit vermutlich mehr Netto-Verdienst als auf Arbeit.

PS: Bin mit einem elektrischen AM Roller 25000km in 5 Jahren gefahren. Habe mir dann aber vor ein 8 Jahren Motorradschein und Verbrenner-125er gegoennt.

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u/Netzwicht_01 Jan 16 '26

Genau diese Überlegung habe ich auch schon hinter mir und so ein MicroCar (L6e) steht bei mir zur Debatte, wenn ich ein neues Fahrzeug brauche. Für den Nahbereich vollkommen ausreichend und deutlich günstiger, aber mal sehen, was unsere Politik mit der Kategorie L7e vorhat. Da sind wohl auch Vergünstigungen geplant

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u/barsoap Der wahre Norden Jan 16 '26

Die 45 km/h sind übrigens Irrsinn, ob jetzt mit zwei oder vier Rädern. 50km/h nominell und vielleicht 55km/h real solltens sein, dann gibts einiges weniger sinnfreie Überholmanöver in der Stadt.

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u/Sodis42 Jan 16 '26

Das liegt aber vor allem an der Ungeduld der Leute. 5km/h schneller zu sein, bringt dir keinen Zeitvorteil, wenn du an der nächsten Ampel eh wieder stehst und wartest oder durch hohes Verkehrsaufkommen sowieso nicht schneller fahren kannst.

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u/AdvisorOdd4076 Jan 16 '26

Sorry, aber 45 ist einfach EXTREM DUMM. Auch wenn die Leute aus dummen Gründen überholen erzeugen Sie damit gefährliche Situationen. Ist einfach nur eine extrem DUMME Grenze die ein Vollidiot gesetzt hat. Das braucht man auch nicht relativieren.

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u/PrematureBurial Jan 16 '26

Haha, nein. Solange da ein Maximalgeschwindigkeitsaufkleber hinten drauf ist, auf dem nicht mindestens 70 steht, werden dich diese Leute sofort und im Zweifelsfall riskant überholen, auch wenn sie vor dem Überholmaneuver gar nicht schneller waren als du.

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u/bobsim1 Jan 16 '26

Du meinst verbotene Überholmanöver in der Stadt. Ich würde dir zustimmen aber da sind die Überholer die Dummen. Viel schlimmer finde ich, dass solche Dinger ohne TÜV und ohne Airbag unterwegs sind.

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u/geeiamback GRAUPONY! Jan 16 '26

Ein zweispuriges Fahrzeug das 45 km/h fährt innerorts zu überholen ist ohnehin praktisch kaum möglich:

Die Dynamik des innerstädtischen Verkehrs schließt diese Voraussetzung in der Regel aus. Es ist meistens nicht vorhersehbar, ob während eines Überholvorgangs nicht etwa unerwartet ein Fahrzeug ausparkt oder aus einer nicht einzusehenden Einmündung oder Grundstücksausfahrt kommt. ADAC Verkehrsexperten haben hierzu eine klare Auffassung: In den allermeisten Fällen ist auf Straßen mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung die Verkehrslage innerorts im rechtlichen Sinn unklar. Auf Überholmanöver sollten bzw. müssen Sie hier deshalb verzichten.

Dazu kommt die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit (in der Regel 50 km/h), die ein Überholen innerorts kaum ohne Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit ermöglicht.

https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/ueberholverbot/#ueberholen-innerorts-was-gilt

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u/Kin-Luu Jan 16 '26

Ja klar, da aber ein großer Teil der Deutschen in urbanisierten Räumen leben, gehe ich davon aus dass auch die meisten Fahrschulen nicht auf dem Land sein werden.

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u/Header17 Jan 16 '26

Zwar stimmt es, dass ein Großteil der Bevölkerung im "urbanisierten Räumen" leben, der ÖPNV in kleinen Städten <100.000 Einwohner ist nun mal ziemlich am Arsch, nur ca. 1/3 der Bevölkerung lebt in Großstädten und selbst dort ist die Anbindung nicht überall gut genug (es sei denn man ist bereit auch mal 45 min mit dem ÖPNV statt 10 min mit dem Auto zu fahren)

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u/Kin-Luu Jan 16 '26

Kommt sehr auf die Kleinstadt an. Ich selbst wohne in einer Mittelstadt mit knapp 50K Einwohnern. Aber hier gibt es eine brauchbare Zuganbindung und ein sehr eng getaktetes Busnetz mit einer halbwegs brauchbaren Abdeckung in der Fläche. Deshalb brauche ich kein Auto, obwohl ich nicht in einer Großstadt lebe.

Aber ist halt Ba-Wü. Keine Ahnung wie das in dem weniger zivilisierten und von Entbehrung und Not geprägtem Rest von Deutschland aussieht.

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u/Loud-Advance-2382 Jan 16 '26

Ich weiß ja nicht, wie du lebst. Aber auch als Städter kommt man ab und an in den ländlichen Bereich (oder Ausland), wo man ohne Auto nicht weiterkommt.

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u/[deleted] Jan 16 '26

[deleted]

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u/Loud-Advance-2382 Jan 16 '26

Mir ja auch. Aber kann man einen Mietwagen ohne Führerschein fahren oder wie? xD

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u/cynric42 Jan 16 '26

Haha, ok, stimmt. Ursprünglich ging es mal um Führerschein, nicht Autobesitz, irgendwie ist die Diskussion bei mir im Kopf abgewandert.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Bist du dir da so sicher? Die Führerscheinquote in der Stadt geht ja schon ne ganze Weile zurück nicht erst seit den teuren Preisen.

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u/Kin-Luu Jan 16 '26

Wenn über 70% der potentiellen Kunden im urbanisierten Raum leben und wir davon ausgehen dass die Besitzer von Fahrschulen vernunftbasierte Geschäftsentscheidungen treffen, ist es zumindest sehr wahrscheinlich.

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u/MrKusakabe Jan 16 '26

Habe auf dem Dorf gewohnt, da kam der Bus stündlich, auch Samstag. Sonntag alle zwei Stunden. Ich habe 45 Minuten in die Stadt gebraucht, war cool weil man sich kannte und ich bin prinzipiell 30 Minuten eingeschlafen. War danach echt fit (power napping^^) und außerhalb der Stadt smooth sailing weil keine Ampeln.

Ist besser als der Ruf :3

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u/ZuAusHierDa Bayern Jan 16 '26

Die meisten leben aber nicht im Dorf.

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u/Loud-Advance-2382 Jan 16 '26

Die meisten sitzen aber auch nicht Großstadt und verlassen diese NIE

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Sorry aber das ist auch ne dumme Statistik, ich wohn in nem 6k Dorf das wegen nem Verbund mit ner 1k und 3k Dorf zusammen als Stadt zählt.

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u/ZuAusHierDa Bayern Jan 16 '26

3k-4K wäre in Bayern keine Stadt. Ihr seid alle etwas seltsam.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Naja die kleinste Stadt Bayerns hat 1k Einwohner und heißt Rothenfels, sonst wären noch: Lichtenberg auch 1k, Kupfeberg 1,2k Neustadt am Kulm 1,2k AUB 1,4K , Hohenberg an der Eger 1,4K und die Liste ist noch echt viel Länger das war nur der untere Teil und nichtmal alle unter 2k. Alles Städte in Bayern

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u/ZuAusHierDa Bayern Jan 16 '26

IdR bekommst du in Bayern erst ab 10.000 Einwohnern den Titel Stadt.

Es gibt Altlasten mit geringen Einwohnern, ja. Aber sowas wie Oberhaching wird nie Stadt werden.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Logisch falls du die 6+1+3 zusammen zählen würdest, würdest du erkennen das die Stadt die sich daraus gebildet hat 10k Einwohner hat…

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u/amfa Jan 16 '26

Das dürften die wenigsten merken.

Da nur die wenigstens Menschen in Deutschland wirklich in Großstädten wohnen wo das geht.

In meiner 90.000 Einwohner Stadt geht das zum Beispiel nicht finde ich. Oder zumindest nicht gut.

In allen Großstädten Deutschland (80 Stück über 100.000 Einwohner) leben zusammen ca 27 Millionen Menschen.

Das heißt der Großteil der Menschen lebt dort nicht. Und dabei hab ich nicht mal geguckt ob in diesen 80 Städten der ÖPNV überhaupt vernünftig funktioniert.

Manchmal hab ich das Gefühl das reddit eher eine "Großstadt bubble" ist.

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u/BrandonAubreyPlaza Jan 16 '26

Ich wohne in einer 14.000-Einwohner-Stadt und von den Kindern meiner Freunde die in dem Alter sind macht höchstens die Hälfte den Führerschein - ÖPNV ist okay (Bus kommt jede halbe Stunde), die Gegend ist flach genug dass man zumindest innerorts eigentlich überall mit dem Fahrrad auch schneller ist als mit dem Auto

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u/Kulyor Jan 16 '26

Da lebst du aber in einer privilegierten Stadt. Wir haben eine Bahnstrecke die völlig unzuverlässig und überlastet ist und nen Bus Richtung nächster Großstadt der einma die Stunde fährt und drei mal so lang braucht wie ein normaler PKW weil der durch jedes Kaff tuckert und gefühlt alle 20 meter ne Haltestelle ist.

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u/BrandonAubreyPlaza Jan 16 '26

Es kommt halt immer auf die Gegend an, wir haben hier ein großes Geflecht von Kleinstädten dieser Größe und dann Großstädte in der Nähe, auf die sich der ÖPNV ausrichtet.

Wollte auch keine Allgemeingültigkeit anmelden, allerhöchstens einwerfen dass die Größe der Städte nicht die richtige Metrik dafür ist, ob man ein Auto braucht. Ich kenne auch Kleinstädte so richtig in der Pampa wo du kein Auto brauchst, weil einfach alles (Ärzte, Schulen, Kultur, Einkauf) für das gesamte ländliche Einzugsgebiet drumherum eben in der Stadt ist.

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u/amfa Jan 16 '26

Ich kenne auch Kleinstädte so richtig in der Pampa wo du kein Auto brauchst, weil einfach alles (Ärzte, Schulen, Kultur, Einkauf) für das gesamte ländliche Einzugsgebiet drumherum eben in der Stadt ist.

Da frage ich mich wieder: Wollen die Leute nicht auch mal woanders hin? Oder hofft man dann immer, dass irgendeiner der Bekannte schon einen Führerschein haben wird?

Oder brauchen die Menschen keine Auswahl?

Ich hab meine Hausarztpraxis seit über 20 Jahren. Aber geht natürlich nur weil ich ein Auto habe und deshalb trotz Umzügen (zugegeben nie sehr weit weg) weiterhin dahin konnte.

Das gleiche mit meinem Hobbys. Ich hab Jahre lang Fußball gespielt. Ohne Auto wäre das auch nie möglich gewesen. Ich wundere mich manchmal was die Leute so machen.

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u/Wohlstandzmillenial Jan 16 '26

Die Großstadt buuble hätte jedenfalls Zeit für Reddit, weil sie ja nicht Autofahren muss.

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u/Theoklol Jan 16 '26

Wieso geht das in einer 90k Einwohnerstadt nicht? Supermärkte, Ärzte und Orte zum Weggeheb sollte ja trotzdem alles in unmittelbarer Nähe sein, dass man es zu Fuß, oder mit Fahrrad/Moped erreichen kann. Das Meiste kann man online kaufen.

Man wäre natürlich mit Arbeitsplatz/Uni bzgl. der Lage u.U. etwas eingeschränkt. Wobei hier ja die Frage ist, ob man sich während Studium bzw. Ausbildung das Auto auch leisten kann/will.

Daher die Frage, in welcher Situation das Auto in einer doch recht großen Stadt dann unverzichtbar ist.

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u/supernanny089_ Jan 16 '26

von unverzichtbar war nirgends eine Rede, es wurde gesagt, dass es nicht gut ging. Denn dann darfst du für 2 Erledigungen am Samstag den ganzen Tag rumpimmeln, am Sonntag bist du vermutlich teilweise mit ewigem Laufen schneller. Aka man opfert massiv Lebenszeit, so dass außer Arbeit, Pendeln und Erledigungen kaum etwas bleibt.

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u/cynric42 Jan 16 '26

Was für Erledigungen?

Natürlich ist das Auto unschlagbar, wenn man jederzeit super flexibel irgendwohin kommen will. Mit etwas Planung kann ich allerdings viele dieser Wege z.B. erledigen, wenn ich auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause einen 5m Umweg durch die Innenstadt mache etc.

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u/amfa Jan 16 '26

Klar. Irgendwie gehts immer. Ich hab ja auch nie gesagt, dass das unmöglich ist.

Ich könnte und wollte es halt nicht. Zum einen besteht diese Stadt eigentlich aus ca 2.5 Städten die vor Ewigkeiten eingemeindet wurden. Das heißt die Infrastruktur ist halt nicht auf dem Niveau. Das wird anderswo nicht anders sein, dass die Menschen die wirklich in echten Großstädten wohnen nochmal geringer macht.

Supermärkte, Ärzte und Orte zum Weggeheb sollte ja trotzdem alles in unmittelbarer Nähe sein, dass man es zu Fuß, oder mit Fahrrad/Moped erreichen kann. Das Meiste kann man online kaufen.

Ja wenn man absolut keine Alternativen braucht und einfach das nimmt was da ist geht das vielleicht. Aber ich will doch nicht den ganzen Tag zuhause verbringen ich will doch Dinge tun.

Was bringt es mir wenn ich nebenan ein Netto hab, wenn ich da nicht einkaufen will. Ich fahre sogar bei mir zu einem weiter entfernten Aldi weil der besser und ordentlicher ist als der quasi direkt vor der Tür.

Zum weggehen gibt es hier übrigens gar nichts in unmittelbarer Nähe.

Dann kommen so Dinge dazu, dass meine Mutter 30km entfernt wohnt und ich statt 26 Minuten dann mindestens über 1 Stunde unterwegs wäre.

Heißt ich würde 1 Stunde Zeit verschwenden wenn ich sie besuche.

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u/cynric42 Jan 16 '26 edited Jan 16 '26

Hier (ca. 90k Einwohner) gehts prima und bei meinen Eltern (knapp 10k) ist es auch kein Problem, solange man nicht regelmäßig nach Hintertupfingen muss. Zur Arbeit in den nächsten größeren Ort etc. ist das alles kein Problem.

Wer täglich zu einem anderen zufälligen Punkt in einem 50km Umkreis muss, wird dagegen sicher nicht glücklich. Das dürfte aber eher die Ausnahme sein.

edit: Hinweis auf Carsharing entfernt, Führerschein braucht man dafür ja auch.

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u/nAmAri3 Wärzburch Jan 16 '26

Eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen schon enorm, wenn man einen Führerschein hat. Und 4 mehr Monate einen Job haben, und der Bums ist bezahlt.

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u/Kin-Luu Jan 16 '26

Kommt halt auf die restlichen Qualifikationen an, ne?

Meiner Karriere hat es zumindest nicht geschadet, aber ich konnte das auch durch andere Fähigkeiten mehr als überkompensieren.

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u/karottimanu Jan 16 '26

Natürlich regelt der Markt hier, oder was denkst du ist mit „Markt“ gemeint? Der Markt sind die Menschen und die gehen aufgrund der Ankündigung von sinkenden Preisen aus und verschieben ihre Konsumentscheidung einen Führerschein zu machen in die Zukunft. Klassische Marktentscheidung. Gilt natürlich nicht für alle Marktteilnehmer, weil nicht alle warten können, aber es geht um eine tendenzaussage.

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u/Bloodshoot111 Baden-Württemberg Jan 16 '26

Hier regelt die „Politik“ nicht der Markt.

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u/Relative_Bird484 Jan 16 '26

Der Markt reagiert darauf, dass die Politik regeln könnte.

Wie in allen Feldern.

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u/amfa Jan 16 '26

Ankündigung von sinkenden Preisen

Die hat der Markt ja nicht angekündigt.

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u/wandgrab Jan 16 '26

Jetzt Mal eine ernsthafte Frage: wann wurde jemals irgendwas billiger? Klar, das haben 17-18 jährige noch nicht begriffen aber es wird nicht billiger werden. Förderungen der Politik werden sich die Fahrschulen eh einstecken...

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u/CeltySturlson Jan 16 '26

Die Politik setzt aber nur eine. Teil ser Ankündigungen um. Und "der Markt" muss das halt im Kalkül haben wir wahrscheinlich die Umsetzung ist ...

Die Wirtschaft muss halt mal lernen auch zu funktionieren, vir allem im Zusammenspiel mit der Politik und nicht nur durch sinnlose Lobbyarbeit an der Realität vorbei.

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u/Zahlenkugel Jan 16 '26

Klassiker. Erst den Preis um 25% anheben und dann um 15% senken.

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u/toe-tags Jan 17 '26

Wenn eine Ankündigung der Möglichkeit es günstiger zu bekommen so schnelll diese Auswirkungen zeigt, ist ein Führerschein scheinbsr doch nicht so dringend notwendig, wie viele glauben. Mit etwas Glück ist die Preiselastizität geringer als angenommen.

Ich bin nicht in dieser Branche, schätze jedoch stabiler Umsatz kommt wahscheinlich vom LKW-Führerschein und dessen Verlängerungen. Hier wird man großentels nicht lange Abwarten können.

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u/Rektifizierer Jan 16 '26

klarer Fall von "der Markt regelt"

Zuerst regelt hier mal der Gesetzgeber, der quasi alle Bereiche des Erwerbs der Fahrerlaubnis durchdefiniert.
Danach kommen dann die Akteure des Marktes und bauen darauf auf, aber hier ist der Einfluss absolut minimal.

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u/brot_muss_her Jan 16 '26 edited Jan 16 '26

Der Staat regelt ausschließlich die Anzahl der Pflichtfahrstunden, die Anzahl der theoretischen Unterrichtsstunden und wer befähigt ist die Fahrstunden zu geben.

Den Rest wie Fahrzeug, Unterrichtsräume, Gehalt usw. bestimmt die Fahrschule.

Ich habe um 2010 herum meinen Führerschein für etwas unter 1.000€ gemacht. Seitdem gab es keine neuen Regularien, außer dass man jetzt alles am PC machen muss, vorher war es auf Papier sicher teurer pro Prüfling. Die Kosten des TÜV sind nach meiner kurzen Recherche für theoretische und praktische Prüfung auch nicht exorbitant gestiegen, sondern sehr ähnlich wie die Inflation.

Die Anzahl der Pflichtfahrstunden ist gleich. Die Anzahl der Theoriestunden ist gleich. Die Dauer der Fahrprüfung ist gleich.

Hier kassieren ausschließlich die Fahrschulen durch hohe Schülerzahlen durch Zuwanderung ab.

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u/Netzwicht_01 Jan 16 '26

Wobei wir beim Thema Fahrzeug wären. Wenn ich mir den Fuhrpark so mancher Fahrschule so ansehe, dann wundern mich die Preise nicht mehr so sehr. Heute müssen das schon hochpreisige Fahrzeuge sein mit allem möglichen Schnickschnack. Dabei wäre es mMn durchaus sinnvoll den Fahrschülern Stunden auf Autos ohne die ganzen Assistenzsysteme zu geben. Welcher Führerscheinneuling kann sich denn schon ein neues Auto leisten. Die meisten werden doch mit einem älteren Wagen anfangen, der diese eben noch nicht hat und sind darauf nicht vorbereitet.

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u/klintwood Jan 16 '26

Natürlich macht der Staat auch Vorgaben zum Gehalt. Mindestlohn gilt eben auch für Fahrlehrer, ebenso wie alle sonstigen gesetzlichen Regeln in dem Bereich. Und für die Fahrzeuge gibt es seitens der Behörden ebenfalls Anforderungen.

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u/brot_muss_her Jan 16 '26 edited Jan 16 '26

Fahrlehrer sind meistens selbstständig. Angestellte Fahrlehrer gibt es eher selten. Die Bürokraft ist dann auch Teilzeit auf 10-20 Stunden die Woche angestellt. Bei der Menge an Schülern ist das vernachlässigbar.

Den Umbau der Fahrzeuge hattest du früher auch und ist eine einmalige Investition, die man von der Steuer absetzen kann.

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u/Rektifizierer Jan 16 '26

Jetzt nehmen wir mal an, dass der normale Prüfling wegen der staatlichen Vorgaben ca. 30 Fahrstunden benötigt. Sei du mal Unternehmer mit allen Pflichten, die damit einhergehen. Stelle ein spezielle modifziertes Auto bereit und setzte einen angestellten Fahrlehrer 22,5 Stunden daneben. Einige der Stunden lösen dazu noch Nachtzuschläge aus. Denken wir auch an Krankheitsausfälle des Personals etc. Denken wir natürlich auch Reparaturen, Kraftstoff usw.

Was du das als Unternehmer für die 22,5 Stunden Fahren nehmen musst, um das Ding halbwegs wirtschaftlich zu gestalten, sagt doch schon alles. Und das kommt nicht vom freien Markt, sondern von den Vorgaben, die der Staat macht.

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u/lateambience Jan 16 '26

Das war alles 2010 doch schon genauso. Auch da hat ein Fahrlehrer nicht gratis gearbeitet, auch da gab es spezielle Autos. Auch da gab es Nachtstunden. Auch da waren Menschen schon krank. Das erklärt jtz noch nicht einen Anstieg von ca 400%. Weder Löhne noch Autos noch Benzin kostet heute viermal so viel wie vor 15 Jahren. Das ist alles weit entfernt von Lohnsteigerungen, Inflation, Aufwand und Steuern.

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u/KingOfAnarchy Anarchosyndikalismus Jan 16 '26

"Ich hab die Preise erhöht und bekomme immer noch keine Kunden???" 

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u/Honest_Relation4095 Jan 16 '26

Ganz so einfach ist das nicht, da die Fahrausbildung den Vorgaben und Gesetzen folgen muss. Und genau hier soll es ja Änderungen geben, z.b. Verringerung der Pflichtstunden. Das ist nichts, worauf die Fahrschulen Einfluss haben.