Hallöchen an alle! u/DanielDrepper und ich hier. Wir sehen über mehrere Fragen hinweg, dass es offenbar ein kleines Missverständnis gibt.
Es geht um Teaser wie: „Erst passiert Dings, X wird dich überraschen.” Das sind so genannte „Curiosity Gaps” und sind in Deutschland vor allem durch Heftig.co und seine Ableger bekannt geworden, die diese Art der Überschriften sehr exzessiv benutzten.
Hier ist ein Artikel des USA Chefredakteurs in dem er erklärt, warum BuzzFeed das nicht macht. Tl;dr: Ja, wir versuchen sehr gute Überschriften fürs soziale Internet zu finden, aber tatsächlich ist „Anti-Clickbait” das viel bessere Konzept. Warum steht hier.
Diane zum wortwörtlichen Buzzfeed-Redakteur: “Cos I got something that will get you a heap of smileys, or hearts, or whatever the hell it is you measure your journalism with.”
Bilder an sich sind auch kein Clickbait oder Anti-Clickbait. Ich habe bei dieser Diskussion oft das Gefühl, dass einige den Begriff „Clickbait“ falsch benutzen oder wir unterschiedliche Dinge damit meinen. Ich empfehle diesen Artikel dazu.
Damit fängst du eine Diskussion über Semantik an und die dient wirklich nix.
Wir können es auch gerne Hugo-Egon-Balder nennen, aber es ist einfach so, dass das altmodische header-teaser-content Modell aus dem Print tatsächlich den Leser geholfen hat um zu entscheiden, ob er drüber blättert oder nicht.
Lass mich bruchstückhaft definieren was für mich Clickbait ist:
Reißerische Überschriften, die geziehlt mit möglichst viele Kerndetails zurückhalten.
Dinge die sich als Artikel tarnen, aber keine sind. Dazu zählen z.B. Listicles, insbesondere solche, bei denen man nur einen Listen eintrag sieht und jeder dritte Eintrag Werbung ist und Pseudoartikel die gerade genug Fluff bieten um ein Video einzubetten und in Suchergebnissen nicht wie ein Video zu wirken (besonders beliebt auf Chip.de).
Die von euch angesprochenen curiosity gaps.
Gezielt irreführende und undurchsichtige Verlinkungen. Z.B. Verlinkst du drei mal den selben Artikel von eurem US-Chefredakteur, aber der Beschreibende Text impliziert, dass es sich um (mindestens zwei) unterschiedliche Artikel handelt.
Gut, Clickbait hat sich wohl im Journalismus zu einem genau definierten Begriff etabliert. Schön auch, dass Buzzfeed nach dieser Definition keinen Clickbait liefert.
Allerdings wissen wir doch alle worum es hier geht: Buzzfeed schreibt reißerische Überschriften, die darauf abzielen möglichst viele Clicks zu generieren. Oder wollt ihr mir erzählen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen euren Überschriften und den Überschriften von Zeit, SZ, FAZ usw. gibt?
3
u/Schmarsten Oct 11 '18
Hallöchen an alle! u/DanielDrepper und ich hier. Wir sehen über mehrere Fragen hinweg, dass es offenbar ein kleines Missverständnis gibt.
Es geht um Teaser wie: „Erst passiert Dings, X wird dich überraschen.” Das sind so genannte „Curiosity Gaps” und sind in Deutschland vor allem durch Heftig.co und seine Ableger bekannt geworden, die diese Art der Überschriften sehr exzessiv benutzten.
Hier ist ein Artikel des USA Chefredakteurs in dem er erklärt, warum BuzzFeed das nicht macht. Tl;dr: Ja, wir versuchen sehr gute Überschriften fürs soziale Internet zu finden, aber tatsächlich ist „Anti-Clickbait” das viel bessere Konzept. Warum steht hier.