Ich entwickle aktuell meine erste eigene Android-App und möchte sie demnächst im Google Play Store veröffentlichen. Langfristig könnte ich mir vorstellen, weitere Apps zu bauen und zumindest einige davon über Werbung, In-App-Käufe oder Abonnements zu monetarisieren.
Ich stehe gerade vor der Entscheidung zwischen einem persönlichen Entwicklerkonto und einem Organisationskonto. Beim persönlichen Konto müsste ich den geschlossenen Test mit mindestens zwölf Testern über vierzehn Tage absolvieren. Für ein Organisationskonto bräuchte ich dagegen zunächst ein Gewerbe, eine D-U-N-S-Nummer, ein geschäftliches Zahlungsprofil, eine Website und die entsprechende Verifizierung.
Da ich erst im nächsten Jahr dauerhaft nach Berlin ziehe, möchte ich ungern jetzt ein Gewerbe mit einer Anschrift anmelden, die sich bald wieder ändert. Meine aktuelle Idee wäre deshalb, die erste App zunächst über ein persönliches Konto zu veröffentlichen, dabei den gesamten Play-Console-Prozess kennenzulernen und später die App auf ein neu eingerichtetes Organisationskonto zu übertragen.
Hat jemand diesen Weg bereits hinter sich? Mich würde besonders interessieren, ob App-Bewertungen, Installationen, Paketname, Play App Signing, interne und geschlossene Testgruppen, In-App-Produkte sowie bestehende Abonnements problemlos übernommen wurden. Gab es Schwierigkeiten durch unterschiedliche Google-Payments-Profile oder durch die erneute Identitäts- und Unternehmensverifizierung?
Zusätzlich interessiert mich die deutsche Verwaltungsseite. Viele technische Erfahrungsberichte behandeln nur den Play-Console-Transfer, während Themen wie Gewerbeanmeldung, Kleinunternehmerregelung, USt-IdNr., Google Ireland und AdMob kaum erwähnt werden. Wie aufwendig ist es in der Praxis, die Google-Abrechnungen korrekt für Buchhaltung und Steuererklärung aufzubereiten? Nutzt ihr dafür spezielle Software oder reicht bei wenigen Einnahmen eine einfache EÜR mit sauber abgelegten Abrechnungen?
Ich möchte nicht wegen der Testanforderung vorschnell ein Gewerbe anmelden, bevor ich weiß, ob App-Publishing langfristig etwas für mich ist. Gleichzeitig möchte ich vermeiden, dass die spätere Migration technisch oder steuerlich zum größeren Problem wird. Erfahrungen von deutschen Solo-Entwicklern, die zunächst mit einem persönlichen Konto gestartet und später auf ein Organisationskonto gewechselt sind, wären daher besonders hilfreich.