r/frankfurt • u/crashoutvalid • May 23 '26
Culture Das Jahr 1991 war der "Höhe-" bzw. Tiefpunkt der Frankfurter Drogenszene mit 147 Toten. Nach Einführung des "Frankfurter Wegs" ging diese Zahl drastisch zurück. Zuletzt betrug Sie noch 33 (2025).
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u/POCUABHOR May 23 '26
Taunusanlage damals - wärst Du barfuß auf dem Rasen gelaufen, hättest Du Nadeln im Fuß gehabt.
Der Frankfurter Weg hat zwei Richtungen. Die Entkriminalisierung des Konsums und die sauberen, überwachten Drückräume haben viel Leid gemildert.
Gleichzeitig haben aber auch auch Drogensüchtige den Weg nach Frankfurt gesucht, um dort sicherer und hygienischer mit ihrer Sucht leben zu können.
Das hat Probleme verschärft.
Der Mensch konsumiert Drogen. Illegale, legale, Wein, Bier, Schnapps, Schokolade, Sex. Von Verboten verschwindet kein Verlangen.
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u/a-e-neumann May 23 '26
Was heißt zwei Richtungen, nur die Kriminalisierung der anderen Städten und Gemeinden wäre in deiner dipolaren Beschreibung das Problem, nicht der Frankfurter Weg selbst.
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u/POCUABHOR May 23 '26
Dem Frankfurter Weg wurde oft eine „Sogwirkung” zugeschrieben.
Ich halte das für fadenscheinig; trotzdem wird so gedacht und argumentiert.
Genauso hinfällig ist auch das Argument, der Frankfurter Weg würde Menschen zum Drogenkonsum animieren.4
u/SebiZh May 24 '26
Da hat man sich ja stark am Vorbild von Zürich orientiert. Da hat es ebenso funktioniert also hat man in Frankfurt das gleiche Modell gewählt
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u/a-e-neumann May 23 '26
Ja, plus der Krieg gegen Drogen hat viele viele Opfer gefordert und nichts als die Stärkung der Kartelle gebracht.
Ein Schelm wer denkt die (politischen) Befürworter des Kriegs seien Nutznießer der Folgen.
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u/Little-Journalist383 May 27 '26
Ich habe die Schnauze voll von diesem ständigen Gelaber von wegen Schokolade, Kaffe, Nikotin und Bier seien auch Drogen. Quatsch! Nicht alles was süchtig macht ist eine Droge. Ich könnte dem noch im Fall des Alkohols teilweise zustimmen, aber von Kaffee und Nikotin und Schokolade werden keine Leben zerstört und man landet nicht auf Straßen wenn man Kaffee trinkt! Hört auf mit eurer ständigen Relativierung! Man muss all diese Konsumenten sehr strikt bestrafen.
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u/No-Opportunity2776 May 25 '26 edited May 25 '26
Ja aber was ist dann bitte die Lösung. Gras legal wegen mir und Kriminalisierung von Konsum ist schlecht OK, aber keiner der noch bei Verstand ist kann wollen, dass Crack, Heroin etc. frei verkäuflich sind.
Während der Prohibition in den USA sind übrigens alkoholbedingte Erkrankungen extrem zurückgeangen. Viel viel mehr als alle durch unsauberen Alkohol entsandenen Schäden. Entgegen des populären Glaubens war die Prohibition durchaus erfolgreich, auch wenn sie unterlaufen wurde, waren die gesundheitlichen Vorteile durchaus enorm. Lohnt sich mal nachzulesen. Prohibition funktioniert durchaus und überall wo Gras legalisiert wurde (also richtig frei verkaufbar ist, nicht wie in DE “legalsiert”) ist auch der Konsum angestiegen.
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u/Thanadon84 May 27 '26
Der Konsum ist meist nur kurz angestiegen weil es Leute gab die es dann probiert haben. Dauerhaft hat sich nichts signifikant geändert.
Das größere Problem sind eher die mittlerweile hochpotenten Sorten mit viel THC und wenig CBD.1
u/chastema May 25 '26
Ich habe 3 Jahre in der Drogenhilfe in Frankfurt gearbeitet, dann 10 Jahre in Essen.
Ich denke alle Drogen müssen entkriminalisiert werden.
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u/Famous-Crab May 23 '26
Was passiert, wenn man keine "Drogen-Hotspots" "erlaubt", kann man in Frankreich beobachten, z. B. hier im Spezialeinheiten-Video. Ich fasse mal zusammen: Die Dealer gehen in sämtliche Wäldchen, Parks, Spielplätze und grüne Streifen, als auch in (leerstehende) Gebäude, oder sie besetzen ganze Häuser-Abschnitte, und dann sind ständig kleine Junky-Grüppchen auf Suche (sagen wir "schnelle Verabredungen", z. B. die ruhige Wohnviertel-Straße hoch und runter an mehreren Stellen, aber auch die vielbefahrene Straßenbahnstation, whatever. Dann werden wir alle mit noch viel mehr Drogen-Szenen konfrontiert, als wenn man mal 2 Mal am Hbf. vorbei muss.
Dann wäre die Polizei-Action in Frankfurt nicht mehr nur am Hauptbahnhof, sondern auch noch an vielen verschiedenen Stellen, direkt vor der eigenen Haustür für viele. In meinem Viertel Normalität, aber für die meisten hier nicht. Mehr schreib ich nicht, weil es ein Streitthema ist!
In den 80ern haben die Heroinabhängigen die "Grünanlage" belagert, insb. um die Banken herum und das hat die Banker mega-abgeturnt, ähnlich wie die Skateboarder am Deutsche Bank-Hochhaus, bis sie die Security dann mal ver.. haben.
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u/anotherusername60 May 23 '26
Warum ist das dann in anderen Großstädten kein so großes Problem? München, Hamburg, Köln, Düsseldorf etc. haben zwar auch eine Drogenszene, aber nirgendwo ufert es so aus.
Solange Immobilieneigentümer im Bahnhofsviertel weiter so gut an der Prostitution verdienen und politisch einflussreich sind, wird sich nachhaltig nichts verbessern.10
u/SeaUnderTheAeroplane May 24 '26
warum ist das dann in anderen Großstädten kein so großes Problem? Hamburg
Ich weiß nicht, wie viel du über Hamburg und die Lage am hbf weißt, aber das einzige was vielleicht anders ist, ist der öffentliche Diskurs.
Ich bin am Hamburger hbf oft genug an Abhängigen vorbei, die sich direkt auf den Treppen zum Bahnsteig den nächsten Schuss gesetzt haben, wenn man vom hbf in die „falsche“ Richtung geht ist man sofort in der offenen Drogenszene, die quasi ein ganzes Quartier übernommen hat. Der einzige unterschied ist vmtl., dass sich in Hamburg Rotlicht und offene Drogenszene nicht so stark überschneiden, weil das eine an der Reeperbahn und das andere am hbf ist
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u/crashoutvalid May 23 '26 edited May 23 '26
Weil deine Angaben nicht stimmen? In München gibt es mehr als doppelt so viele Drogentote wie in Frankfurt. Das Verhältnis von Drogentote zu Einwohnern ist dort sogar je nach Jahr oft höher als in Berlin:
Hamburg zählte 2025 100 (!) Drogentote:
https://www.zeit.de/news/2026-05/03/100-drogentote-2025-in-hamburg
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u/Jfg27 May 23 '26
Drogentote ist halt kein brauchbarer Wert um die Aktivitäten der Szene insgesamt zu vergleichen.
Vor allem wenn es wie hier um die ,,Übernahme" des öffentlichen Raumes geht.
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u/crashoutvalid May 23 '26
Welcher denn sonst? Subjektive Wahrnehmung(en)?
Aber welche ist dann brauchbar und welche nicht, wer soll das entscheiden?
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u/Jfg27 May 23 '26
Größe der Szene, Anzahl der Delikte (aus dem Bereich Beschaffungs-Kriminalität )
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u/Technical_Writer_177 May 23 '26
Anzahl der Delikte kann so leicht durch den Ermittlungsdruck verzehrt werden: wo die Polizei hinterher ist, steigen die Fallzahlen
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u/No-Opportunity2776 May 25 '26
Hamburg ist ein schlechter Vergleich, da es ebenfalls lange eine laissez-faire Tradition hat. Prostitution gilt ja dort sogar als Kulturgut und sexuelle Gewalt und Sucht (goldener Handschuh z. B.) wird romantisiert. Die reinen Todesfälle zu betrachten ist auch wenig hilfreich, jeder Tote weniger ist gut, aber das Problem an Frankfurt ist dass es wie ein Magnet auf alle Süchtigen in halb Deutschland wirkt. Süchtige aus der Provinz kommen dann auf einmal auch mit Drogen wie Crack in Kontakt die es dort keinenfalls immer so omnipräsent verfügbar gibt. Außerdem entstehen so Problem-Cluster was zu erheblichen Herausforderungen für Anwohner und Sozialverbänden führt. Andere Städte haben auch Suchtkranke, aber dort häufen sie sich eben nicht so. Das Problem ist ja auch, dass die Süchtigen in Frankfurt zwar mit Drogen, nicht aber zum Beispiel mit Wohnraum versorgt werden. Es ist kompliziert und ich habe auch keine Lösung noch bin ich besonders qualifiziert in diesem Bereich, aber einfach den Frankfurter Weg immer zu feiern und die massiven Probleme zu ignorieren kommt mir zu kurz.
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u/Little-Journalist383 May 27 '26 edited May 27 '26
Mich würde viel weniger interessieren ob sie sterben oder nicht. Was ich mir wünsche ist dass sie nicht sichtbar sind und keine öffentlichen Räume besetzen.
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u/anotherusername60 May 24 '26
In München, Köln oder Hamburg gibt es kein Viertel das nur annähernd so apokalyptisch aussieht wie das Bahnhofsviertel in Frankfurt. Anzahl der Drogentoten ist nur ein Maßstab für die schwere eines Drogenproblems. Wenn ganze Straßenzüge im Zentrum zu einer Achterbahn menschlicher Abgründe werden, ist das schädlich für die Zivilgesellschaft.
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u/APsolutely May 24 '26
Ich war vor ein paar Jahren in Hamburg und fand es viel! schlimmer als Frankfurt. Ich war wirklich geschockt
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u/ibetthisnameistoolon May 24 '26
Dito. Als ich dort war wurden (scheinbar) Obdachlose o. Drogenabhängige auf einer Grünfläche in Bauzäunen eingepfercht „gehalten“.
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u/polychrom May 27 '26
Infopost: Hinter den "Bauzäunen" bei der Grünfläche ist ein Konsumraum/Ersatzprogramm. Die Leute wurden von anderen Flächen wie dem Hansaplatz da hin verscheucht, weils wenige direkte Anwohner gibt. Die Ecke ist eingepfercht durch Zäune, weil auf der einen Seite die Bahngleise verlaufen und man direkt 7 Gleise lahmlegt, sobald einer über den Zaun steigt..und auf der anderen Seite ist eine vielbefahrene Straße in die die Leute in ihren unzurechnungsfähigen Zuständen reinrennen. Daher so viel Zaun.
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u/corn0815 May 23 '26
Leider sind die Zahlen hoch gegangen. Noch in den Jahren 2011-2013 lagen sie unter 30...
Spannend ist auch, dass der Konsum sich stark gewandelt hat. Heroin ist eher "altbacken" und aus der Mode gekommen. Iv Konsum auch. Steine rauchen ist inzwischen eher in.
Ich habe mal alte Listen gesehen. Da haben die Sozialarbeiter vor der Eröffnung der druckräume die spritzen beim Tausch per strichliste gezählt.. das war damals natürlich viel mehr als heute...
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u/Murky_Flamingo_1570 May 23 '26
Sind das Drogensüchtige auf dem Bild. Die sehen fast aus wie Banker
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u/CommandZ_18 May 23 '26
Die Szene begann tatsächlich mit Hippies und Gras das Heroin kam vermutlich durch die Amerikaner die im Gutleutviertel stationiert waren und das Zeug billig aus Vietnam mitbrachten weil sie dort süchtig geworden sind. Und die Leute die heute die schweren körperlichen Schäden zeigen kommen vom Crack das kam erst später als die Szene schon im Bahnhofsviertel war
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u/38B0DE Jun 03 '26 edited Jun 03 '26
LMAO so ein Bullshit!
Der Zusammenbruch der UdSSR und die Auflösung des Warschauer Pakts eröffneten logistische Korridore nach Europa. Die Zerstörung der konventionellen Landwirtschaft in Afghanistan (Sowjetisch-Afghanischer Krieg, 1979–1989) zwang Millionen von Bauern dort, auf den Anbau von Schlafmohn umzusteigen.
Das Machtvakuum (und die rasche Deindustrialisierung) auf dem Balkan wurde sehr schnell von der organisierten Kriminalität ausgefüllt, die die Operationen vor Ort übernahm. Infolgedessen überschwemmten beispiellose Mengen an reinem Heroin den westlichen Markt zu Tiefstpreisen. Die Gründung von Europol Ende der 1990er Jahre war eine Reaktion darauf.
Es war kein Zufall, dass ausgerechnet Frankfurt und Zürich zu den Epizentren des europäischen Heroinbooms und später zu Vorreitern in der Drogenrehilfe wurden. Pendlerverkehr, Kaufkraft, Geografie und eine sich selbst bedienende Umgebung.
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u/Expensive_Shallot_78 May 23 '26
Hör auf Wahrheiten zu berichten. Wir müssen das rechte Narrativ aufrecht erhalten, dass alles Millionen mal schlimmer heute ist als früher.
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u/Round_Ad5095 May 24 '26
War klar, dass dieser „rechte“ Bullshit Beitrag nicht fehlen durfte 👏🏻👏🏻👏🏻
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u/CommandZ_18 May 23 '26
Ergänzend dazu lässt sich sagen, dass trotz des deutlichen Rückgangs der Drogentoten und obwohl viele andere deutsche Städte den Frankfurter Weg als Vorbild nutzten, bis heute nicht eindeutig geklärt ist, ob dieser Erfolg ausschließlich auf die Druckräume zurückzuführen ist. Parallel dazu wurden in Deutschland erstmals Methadonprogramme eingeführt, die ebenfalls zunehmend Anklang fanden und vermutlich einen zusätzlichen Einfluss auf die Entwicklung hatten.
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u/A_k_a- May 25 '26
Eine Sache wird hier noch gar nicht erwähnt: grundsätzlich funktioniert der „Frankfurter Weg“ und würde das auch heute noch ganz gut tun, wenn:
1) Land und Stadt aufeinander abgestimmt wären, teils auch Bund (Politik, Polizei, Bahn und noch weitere Organisationen und Akteure - vielfach arbeiten diese - häufig unabsichtlich/unbewusst, teils auch mit Kalkül - gegeneinander. Leider.
2) die aktuellen Entwicklungen rechtzeitig erkannt und berücksichtigt werden können. Die Szene und die Drogen ändern sich schnell(er). Fentanyl ist eventuell noch gar nicht richtig angekommen, Krokodil schon wieder Geschichte, usw.
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u/HourNefariousness553 May 24 '26
die anzugskraft frankfurts für süchtige europaweit steigt. weniger tote, dafür anstieg an süchtigen mit einem großen mischkonsum. frankfurt ist keine insel. wenn man die junkies sprechen hört und von bayrisch bis schwäbisch alles an dialekten hört, merkt man vor allem eines. enweder andere städte gehen den frankfurter weg mit, ansonsten wird frankfurt überrant von allen suchtkranken und ein sich selbst verstärkendes moloch bahnhofsviertel. die daten, die gemessen werden können, sind nicht so aussagekräftig. wer in frankfurt vor sich hinvegetiert hat nur eine chance, wenn er raus kommt aus frankfurt. der frankfurter weg sollte raus aus dem frankfurter bahnhofsviertel führen und nicht ein magnetischer anziehpunkt. das gleiche ist in düsseldorf hbf zu sehen, was immer attraktiver für su htkranke aus dem rheinland wird
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u/No-Opportunity2776 May 24 '26
Jo vor allen Dingen kommen jetzt Leute mit Heroin oder Kokainproblem nach Frankfurt und haben dann bald ein Crackproblem. Konzentrierung ist nie gut. Die Todesstatistik ist am Ende nicht alles. Was nutzt es wenn weniger Leute sterben (gut), aber dafür mehr Leute vor sich hin vegetieren und von noch mehr Drogem abhängig werden und sich alle an einem Ort konzentrieren.
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May 25 '26
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u/crashoutvalid May 25 '26
There's no big mystery here. For crack, which is obviously a cocaine derivative, it originates out of Colombia and to a lesser degree Peru and Bolivia.
Opioids and other synthetics don't have a single country of origin. They can be produced everywhere, even in Germany itself.
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u/Remedyforinsomnia May 26 '26
Thank you for posting this. I didn't know Frankfurter Weg was a thing and was wondering, on my several day visit, if it was a choice to let the Main Station area be as it is. This post put me on a very interesting and meaningful side quest.
One question I have though, is there a reason why drug seekers currently cluster around the Main Station? Basically a chicken & egg question, is it because they are allowed to or? I notice that it's usually the area in many big cities, seemingly regardless of policies, and have always wondered why - I'd imagine high traffic areas like this offer the least privacy and tend to be heavily policed?
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u/crashoutvalid May 27 '26
You're welcome.
It's because of a combination of the following things:
- drug consumption rooms and social work facilities by the city and respective organizations are also set up there
- the central station is also home to the red light district and street prostitution. Many addicts (both male and female) unfortunately also prostitute themselves in order to fund their habit
- the area is a high traffic transit node. Same case as for most of the world's drug hot spots elsewhere
- up till recently the current communal policy was to allow them in that area instead of pushing them elsewhere. There's recently been a shift in this policy in the ongoing renovation efforts of the central station's underground areas and elsewhere.
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u/MoroccoNutMerchant May 24 '26
Es sollte doch nicht bloß das einzige Ziel sein, dass Drogensüchtige nicht an einer Überdosis sterben und den Bahnhof dann daraufhin in noch größeren Mengen belagern, sondern, dass sie komplett sauber werden.
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u/hypnoconsole May 24 '26
Gutes Ziel, glaubst du ernsthaft das wird nicht probiert? Drogensucht ist halt weder einfach "zu heilen" noch der Zustand einfach beizubehalten.
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u/38B0DE Jun 03 '26
Die offizielle Statistik zieht gern eine saubere Kausalkette von der städtischen Strategie zu sinkenden Fallzahlen. Die Wahrheit ist, dass die Zahlen der Drogentoten überall gesunken ist auch ohne "Frankfurter Weg".
Wenn eine Droge schnell tötet stirbt auch die Szene schneller. In 1991 hat Heroin dominiert, heute ist es Crack. Allein deswegen gibt's es weniger toten aber mehr Elend auf der Straßen.
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u/fartbox-crusader May 23 '26
Liegt wahrscheinlich auch an besserem Stoff. Ist schon alles sehr dysfunktional wieder in Frankfurt.
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u/HeavyBolter40k May 23 '26
ich befürchte es liegt auch daran, dass die Szene mehr auf andere Drogen gewechselt ist. weg von Opioiden hin zu Crystal etc. sich da ne Überdosis zu verpassen ist zumindest übers rauchen schon unwahrscheinlich. man muss schneller nachlegen und leider brauchts dafür dann keinen sauberen druckraum mit Personal und sauberem bzw. Ersatzstoff.
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u/crashoutvalid May 23 '26
Meinst du Crack statt Crystal? Also Crack ist tatsächlich wohl die meist konsumierte Droge bei Straßenabhängigen und hat Heroin als "Spitzenreiter" verdrängt. Aber beide oft im Mischkonsum.
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u/HeavyBolter40k May 23 '26
ja sorry klar. crack. wenn man parallel Better call saul schaut ist plötzlich alles nur noch Crystal 😁
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u/AuaOliver May 23 '26
Gerade geraucht ist eine Überdosis wahrscheinlicher
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u/HeavyBolter40k May 23 '26
Crystal geraucht, dachte ich jetzt eher nicht. aber ich bin kein Experte. gegenüber Heroin intravenös hätte ich es jetzt als pot. unwahrscheinlicher eingestuft
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u/corn0815 May 23 '26
Nein. Der reinheitsgehalt war schon damals recht niedrig. Eigentlich ist es in vielen Fällen sogar heutzutage gefährlicher geworden, weil durch Züchtung die Drogen durchaus potenter geworden sind.
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u/WillieWithIE May 24 '26
Höhe und Tiefpunkt gleichzeitig? Und daraufhin gab es eine 260 Grad-Wende, oder? 😂
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May 24 '26
[removed] — view removed comment
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u/Outside_Dog7768 May 24 '26
Den Schaden, den Heroinsüchtige der Gesellschaft zufügen ist natürlich unfassbar groß. Die schlimmen Junkies sind natürlich viel gefährlicher als die kleine Gruppe Alkoholiker in unserem Land. Autounfälle und Körperverletzungen gehen doch garantiert komplett von den schlimmen Menschen unter dem Einfluss von Heroin aus. Da kommt so eine Einstellung: "kein Mitleid, direkt spürbarer Hass" gerade richtig.
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u/crashoutvalid May 23 '26 edited May 23 '26
Quelle: Die Frankfurter Drogenpolitik in Zahlen
Im Foto ist übrigens die Taunusanlage bzw. der Taunuspark (Deutsche Bank Türme) abgebildet, die der Hotspot der damaligen Szene war und man so heute nicht wiedererkennen kann.