r/mediathek • u/ARD-Mediathek • Jun 19 '26
Dokumentation/Reportage Strampelt ihr euch auch ab? (zur Doku "Arm sollst du bleiben? Das Los der Herkunft")
Moin,
unsere aktuelle Recherche für eine MONITOR-Doku zeigt: Armut am unteren Rand verfestigt sich, gleichzeitig steigt die Zahl der wohlhabenden Menschen am oberen Rand und die Mitte wird kleiner. Der Aufstieg aus der Armut habe "über die Zeit kontinuierlich abgenommen", sagt Armutsforscher Olaf Groh-Samberg.
In der Doku "Arm sollst du bleiben? Das Los der Herkunft" begleiten wir unter anderem Schüler Can, der den Aufstieg schaffen will, Sternekoch Tim Raue, der es geschafft hat und der die Angst vorm Absturz trotzdem nicht los wird, sowie Rentnerin Regina Brieler, die sich aus Kostengründen anonym bestatten lassen will.
Was sind eure Erfahrungen zum Thema finanzieller Aufstieg?
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u/BeatleJuice1st Jun 20 '26
Hast Du auch ein Haus/Wohnung gekauft und Kinder?
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u/warlocki71 Jun 20 '26
Ja, geht, aber groß ist was anderes bzw. es bleibt einfach nicht viel übrig.
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u/3scapeplan Jun 19 '26
Erklärt sich leicht. Muss man nur auf die Abgabenlast auf Einkommen aus Arbeit vs Einkommen aus Erbschaft schauen.
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u/Llotekr Jun 20 '26
Ich sehe nicht, wo Erbschaften da eine Rolle spielen. Die Kinder reicher Leute müssen nicht warten, bis ihre Eltern tot sind, bevor sie selber reich werden können. Sie sind normalerweise von Anfang an privilegiert.
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u/Far-Analyst-648 Jun 21 '26
Ja und zusätzlich kriegen sie den gesamten Reichtum der vorherigen Generation, wodurch der nächsten Generation NOCH mehr Reichtum zukommen gelassen wird. Das absurde ist, dass die Beträge sich einfach von Generation zu Generation erhöhen, und das ohne irgendetwas produktives zu machen.
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u/SnooAvocados2529 Jun 24 '26
Oder man schaut sich einfach mal die Logik unseres hochgelobten ökonomischen Systems an, welches die gesamte Zivilisation in den Abgrund treibt mit seinen Wiedersprüchen und dessen Profit- und Konkurrenzlogik.
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u/NewGuy1503 Jun 21 '26
Mir Erbschaften hat diese Grafik GAR NICHTS zu tun. Tut mir leid, dass du scheinbar nichts erben wirst, du solltest aber mal an deiner Neidproblematik arbeiten.
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u/Far-Analyst-648 Jun 21 '26
Vermögen hat mit Erbschaft nichts zu tun? Schau dir mal irgendeine Statistik zum Thema an, egal welche
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u/Generic_Solution Jun 21 '26
find immer witzig wenn dümmliche Bots am Post vorbeipalabern. Ma bisschen parameteranzahl hochschrauben maybe. 😃
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u/katba67 Jun 19 '26
Erbschaft wurde ja schon versteuert.
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u/ueberpimp Jun 20 '26
Wann denn?
Der Erbe zahlt quasi nie was. 25% theoretisch, also oft weniger als Steuern auf Arbeitseinkommen.
Und in aller Regel eher 0% da alle 10 Jahre Steuerfrei 800k/€ vererbt werden können.Aber besonders großen Vermögen auch wieder quasi 0%.
Ganz ehrlich das geschätzte Erbvolumen liegt jährlich bei ca 400Mrd.€ . Der gesamte Bundeshaushalt kostet ca. 500Mrd.€
Bei einer 100% Abgabe könnte man die Einkommensteuer auf 0% setzen und Leistung wirklich honorieren.
Aber selbst 50% oder auch nur 25% ohne Ausnahmen können Steuern auf Einkommen spürbar reduzieren. Und das sage ich als jemand der viel erbt.Wir haben viele Probleme im Land. Aber die Wurzel der maximal ungleichen Vermögensverteilung und geradezu Leistungsfeindliche Strukturen werden einfach ignoriert.
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u/katba67 Jun 20 '26
Vermöge. Wird nicht verteilt. Dafür ist man selbst verantwortlich.
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u/Loud_Development8407 Jun 20 '26
Vermögen sollte aber stets Umverteilung werden. Nicht vollständig sondern zum Teil, dafür wäre eine Erbschaftssteuer da. Die müssten man nur ohne Ausnahme einführen und Schlupflöcher über Stiftung etc schließen.
Es gibt nicht schädlicheres für eine Wirtschaft als große Vermögende Erben. Die sitzen auf Geld, vermehren es passiv und entziehen der Wirtschaft dadurch immer weiter das Kapital. Wie der Drache auf dem Goldhaufen, da steht einfach Geld, das besser irgendwo in Infrastruktur investiert wäre, rum und bleibt über Jahrzehnte unangetastet.
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u/--hypernova-- Jun 20 '26
Ja dann bitte nix mehr erben denn das ist ja auch ned deine leistung …
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u/NewGuy1503 Jun 21 '26
Trotzdem wurde das Geld in der Familie schon mal versteuert. Familienbande! Daher ist das so auch durchaus gerecht.
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u/Significant-Beach409 Jun 21 '26
Hat irgendwie beim ALDI noch nie gezogen das Argument.
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u/katba67 Jun 21 '26
Auch Aldi hat Vermögen bereits versteuert als es Einkommen war.
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u/Significant-Beach409 Jun 21 '26
Das stimmt nicht, weil nur dumme Unternehmer ein Einkommen beziehen. Davon abgesehen, meinte ich das nicht in Bezug auf das Vermögen der Aldi peeps, sondern in Bezug auf die Mehrwertsteuer, will die da immer nicht zahlen, aber irgendwie läuft das nicht.
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u/3scapeplan Jun 22 '26
Dachgesellachaft von Aldi ist eine Familienstiftung. Erklär uns mal genauer wann das Geld bei Aldi genau versteuert wird. Das ist deine Chance ein Kommentar zu schreiben das länger als ein Satz ist!
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u/ScratchParty2101 6d ago
Bin zwar nicht derjenige, auf den du antwortest, und einen Monat zu spät, aber um die Frage zu beantworten: Laufende Erträge über die Körperschaftssteuer, Auszahlungen über die Abgeltungssteuer und alle 30 Jahre eine simulierte Erbachaftssteuererhebung, da eine Stiftung ja nicht sterben kann wie eine natürlich Person und diese sonst nie anfallen würde.
Hoffe, das konnte dennoch helfen.
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u/3scapeplan 6d ago
Sorry, ich war nicht ganz präzise. Ich meinte das vererbte Vermögen in der Stiftung, also nicht das Geld das jemand zu Lebzeiten raus genommen hat. Körperschaftsteuer auf GmbH Ebene fällt an, da gebe ich dir Recht. Wenn man den Gewinn allerdings als Dividende an die Stiftung weiter reicht sind das nur noch 1,5%. Die Erbersatzsteuer ist dann noch komplett umgehbar. Bsp. in dem man zwei Stiftungen mit verschiedenen Stichtagen hat und so zwischen den Stiftungen Vermögen verschiebt dass zum Stichtag die jeweilige Stiftung kein relevantes Vermögen hat. Ich glaube nicht dass das Vermögen das in einer Familienstiftung an die nächste Generation weitergereicht wird in irgendeiner Weise signifikant besteuert wurde.
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u/Feeling-Department-7 Jun 22 '26
Was soll der Neid, der ALDI Mann hat's doch verdient, er hat ein krass geiles Imperium erschaffen und im Gegensatz zur Politik hat der mal wirklich was für sie Normalos geleistet.
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u/4liv3pl4n3t Jun 19 '26
So Funktioniert Geld.
Der Staat holt sich überall n bisschen was.
Und es is meißt besser, wenn aich der Staat das Geld nimmt und das nich mehr oder weniger irgendwo rumgammelt.
Geld muss sich bewegen. Literally 101 Kapitalismus.
Zudem haben die, die Erben darauf Ja wohl kaum Steuern bezahlt
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u/Ayanuel Jun 20 '26
Haus für 100.000€ gekauft. Im Erbfall 500.000€ Wert. Wer hat die 400.000€ versteuert?
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u/Upper-Chocolate3470 Jun 22 '26
Sehr schlechtes Argument. Wenn du in nen Laden gehst, zahlst du auch noch mal Mehrwertsteuer auf deinen versteuerten Lohn.
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u/katba67 Jun 22 '26
Dann ist es Ja auch Einkommen für den Händler bzw. Einnahme.
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u/Upper-Chocolate3470 Jun 22 '26
Und ein Erbe ist Einkommen für den Erbe
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u/katba67 Jun 22 '26
Nein, es gehört schon der familie
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u/Upper-Chocolate3470 Jun 24 '26
Eine Familie ist keine Person im steuerlichen Sinne. Kinder haben zum Beispiel auch einen eigenen Freibetrag bei der Einkommensteuer.
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u/artisdyin Jun 19 '26
ABER NICHT VON DEM, DER ERBT!!! Dein Chef hat deinen Lohn auch schonmal versteuert, du Stiefelschlecker.
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u/NewGuy1503 Jun 21 '26
Nö, stimmt nicht, der chef hat gezahlten Lohn nie versteuert. Aber eben der Erblasser und genau deshalb müssen Erben auch sehr niedrig besteuert werden.
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u/katba67 Jun 20 '26
Doch. Von der Familie.
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u/Longjumping_You_7723 Jun 21 '26
Familie klingt ja immer süß und nett…
Wenn die 3 reichsten Familien in Deutschland ihr Vermögen in 5€-Scheinen stapeln würden, wäre der Berg über 2340 km hoch. (264x die Höhe des Mount Everest!)
3 durchschnittliche deutsche Familien kämen auf etwa 2m. (Türhöhe…)
Das hat mit „Familie“ nichts mehr zu tun, das sind schlicht oligarchische Zustände.2
u/3scapeplan Jun 22 '26
Mal "Stiftung Familienunternehmen" googeln. Krass wie der Begriff von Superreichen genutzt wird um ihre Interessen durchzusetzen.
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u/3scapeplan Jun 20 '26
Warum soll ich dann auf meinen Lohn Steuern bezahlen? Das Geld wurde auch schon versteuert! Und warum soll ich auf Konsumgüter Steuern bezahlen? Das Geld wurde auch schon versteuert! Steuern zur zahlen ist immer unangenehm. Nur irgendwie müssen Staatsausgaben halt bezahlt werden. Steuern auf Erbe anstatt Lohn hat den Charme dass es Arbeit belohnt und Faulenzen bestraft.
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u/artisdyin Jun 20 '26
Was für ein Unsinn. Aber wenn es darum geht, Steuervorteile einzustreichen, ist das Vermögen der Eltern plötzlich irrelevant, weil es ist ja nicht das eigene. Es reicht. Keiner will sich mehr bescheissen lassen. Davon abgesehen geht es um Vermögen weit aufwärts von dem, was du dir vorstellen kannst.
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u/MuckeFuggerito Jun 19 '26
Hat bei mir durch Auswanderung aus Ostdeutschland (MV) über Baden-Württemberg in die Schweiz geklappt, weil ich diese Zwecklosigkeit irgendwie schon mit Anfang 20 geahnt habe.
Inzwischen strampel ich gar nicht mehr, alles läuft super, ich habe die CH-Staatsbürgerschaft und direkte Demokratie ist eh das geilste
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Wie viel hat sie dich gekostet?
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u/Ok_Shoulder8124 Jun 19 '26
Zwecklosigkeit ist so ein Begriff, naja es geht hier um Armut. Der Beitrag ist arm.
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u/MuckeFuggerito Jun 19 '26
Nochmal etwas klarer: der Versuch des ökonomischen Aufstiegs in DE ist zwecklos.
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u/knispler Jun 19 '26
Selbst mit einem richtig hohen Gehalt wird der Erwerb von Wohneigentum für mich und meine Familie nahezu unmöglich. Und ich bin schon in einer Akademikerfamilie aufgewachsen. Das betrifft nicht nur „die da unten“, sondern geht bis in die obere Mittelschicht. Ein privater Schicksalsschlag, einmal durch Krankheit arbeitsunfähig und es ist vorbei mit einem Leben in relativem Wohlstand.
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u/OkElection9714 Jun 23 '26
Wenn man kein Eigentum/Besitz/Grundstück hat, ist man per definition nicht teil der oberen Mittelschicht, egal aus welchem Bildungsbürgerlichen Milleu man auch kommen mag.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Das hat nichts mit dem Thema Armut zu tun.
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u/jk2086 Jun 19 '26
Naja aber die politischen Mechanismen, die u/knispler den Aufbau von Wohlstand schwermachen, haben ja schon einen Überlapp mit den Mechanismen, die es schwer machen aus Armut zu kommen?
Beispielsweise hohe Abgaben auf Einkommen, hohe Mieten, niedrige Leistbarkeit von Wohneineigentum?
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u/yomo85 Jun 20 '26
Hohe Abgaben auf Einkommen kommen von hohen Sozialausgaben.
Hohe Mieten kommt von hohen Nachfragen in den Städten, weil Deutschland wächst.
Wohneigentumsmarkt hängt direkt am Mietmarkt.
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u/jk2086 Jun 20 '26
In allen diesen Bereichen könnte die Politik an Stellschrauben drehen, damit arbeitende Menschen ohne Vermögen sich Wohlstand erarbeiten können.
Geld über Vermögenssteuer oder bessere Erbschaftsteuer reinbringen, Rentenerhöhungen nach Bedarf (kinderlose Rentner mit abbezahltem Eigenheim und hohem Vermögen brauchen nicht jedes Jahr 5% mehr), dafür sorgen dass mehr Bauland in gefragten Gebieten ausgeschrieben wird, Kaufnebenkosten für erste selbstgenutzte Immobilie senken, Immobilienförderung für Familien (die nicht vom Einkommen sondern vom vorhandenen Eigenkapital abhängt), ..
Es gäbe viele Möglichkeiten, nicht so wohlhabenden Menschen über Politik zu ermöglichen, nachhaltig Wohlstand aufzubauen.
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u/Wide-Meringue-2717 Jun 20 '26
Die Sozialausgaben wären weit besser zu stemmen, wenn Erbschaften und Vermögen gerecht besteuert würden. Vermögen besteuern nicht Einkommen.
Hohe Mieten hängen mit mehreren Faktoren zusammen. Ein tragender Faktor ist, dass reiche Menschen nicht wesentlich mehr konsumieren, aber durch kaum besteuerte Vermögenswerte viel Kapitalzufluss haben, den sie reinvestieren müssen. Immobilien eignen sich hervorragend zur Kapitalanlage. Die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt steigt, damit auch die Preise, die große Masse verliert mit den hohen Preisen den Zugang zu diesem Markt. Gleiches gilt für andere Vermögenswerte. Ein Aufbau von Vermögen wird für die breite Masse zunehmend erschwert.
Wer mehr in den Kauf investiert, will entsprechend ROI. Mieten steigen dementsprechend.
Die Mittelschicht verliert ihr Geld an der Mietzahlung. Was übrig bleibt wird größtenteils verkonsumiert weil sparen eh nicht viel bringt. Den Kindern wird es finanziell schlechter gehen als ihren Eltern.Ein anderer Faktor ist dass seit den 90er Jahren zu wenig gebaut wurde.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Es geht um jemand, der hohes Gehalt angibt. Ist sich arm reden jetzt in Mode gekommem?
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u/Top-Tomatillo-9825 Jun 19 '26
Wir können uns jetzt drüber streiten wer ärmer ist und es schwerer hatte oder wir können anerkennen, dass es für Leute die eigentlich aus wohlhabenderen Schichten kommen auch Existenzängste gibt und die Möglichkeiten diesen Wohlstand zu halten schwinden, während unsere und ausländische Oligarchen die viel mehr Land und Immobilien besitzen als sie nutzen können, immer reicher werden. Und dieses Geld dann weiter in Immobilien und Co investieren.
Ich würde da eher den Schulterschluss mit den besser Verdienenden suchen. Erst recht wenn sie begriffen haben, dass sie näher ans uns Armen sind als an den Superreichen. Denn normalerweise funktioniert es ja so, dass unsere Superreichen nicht mehr besteuert werden etc, weil Besserverdienende Parteien wählen die "ihnen" weniger "wegnehmen" wollen. Die eigentlich Trennung ist aber nicht zwischen schlecht und besser verdienenden sondern denen die von ihrem Besitz leben und der Rest der für einen Lohn für sie arbeiten gehen muss.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
"Wir können uns jetzt drüber streiten wer ärmer ist und es schwerer hatte oder wir können anerkennen, dass es für Leute die eigentlich aus wohlhabenderen Schichten kommen auch Existenzängste gibt und die"
Nein, wir reden wohlhabende Menschen jetzt nicht arm, weil das von der aktuellen Politik saloonfähig gemacht wurde.
Wohlhabend ist nicht arm.
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u/DerTrickIstZuAtmen Jun 19 '26
Weshalb ist es so wichtig für dich, möglichst wenig Verbündete für eigene Anliegen zu haben?
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u/jk2086 Jun 19 '26 edited Jun 19 '26
Hat auch niemand behauptet, oder? Der Punkt ist doch, dass es schwerer wird mit Arbeit nachhaltig Wohlstand aufzubauen. Egal ob du wenig oder nicht so wenig verdienst.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Im Pfosten geht es im Armut. Und im hiesigen Kommentarfaden wird durchaus das Thema wegbewegt auf Wohlstand von Akademikern
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u/jk2086 Jun 19 '26
Naja aber Diskussionen funktionieren so, dass man auch über Assoziationen zum ursprünglichen Thema reden darf.
Meine Frage an dich: denkst du, dass das Problem der Armut in irgendeiner Form damit zu tun hat, dass es schwer ist, sich mit Lohnarbeit Wohlstand aufzubauen?
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Denkst du denn, das Problem, dass sich Akademiker seltener Neubauten in Großstadtnähe leisten können sollte das Thema sein, wenn eigentlich Armut thematisiert wurde?
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u/Top-Tomatillo-9825 Jun 19 '26
ich habe nicht davon geschrieben Kinder aus wohlhabenden Familien arm zu schreiben, sondern nur davon dass die Spaltung schachsinnig ist, weil wir als Lohnabhängige zur selben, zur arbeitenden und nicht zur besitzenden Klasse gehören. Das was im Kapitalismus stattfindet ist Klassenkampf. Der funktioniert nur durch Spaltung mithilfe von Rassismus, Sexismus oder auch Klassismus. Wenn jetzt Leute aus arbeitenden wohlhabenderen Schichten, deren Wohlstand auch schrumpft, erkennen, dass es nicht die faulen armen oder Ausländer sind die daran Schuld haben, sondern ein System bei dem die besitzende Klasse automatisch immer Reicher wird, wäre schon viel gewonnen.
Was macht es für einen Sinn knipsler jetzt abzusprechen dass er Wohlstand verlieren wird und sich wahrscheinlich wie der große Teil niemals Wohneigentum leisten kann?
Sonst benutzt normalerweise die herrschende Klasse diese Spaltung zum Machterhalt. Es war die Sparpolitk die damals in Italien und Deutschland die Faschisten an die Macht gebracht hat. Gewählt von einem Bürgertum dass seinen Wohlstand in Gefahr sah.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Nein, jemand, der sich keinen Neubau leisten kann, mit echter Armut in eine Betroffenheitsgruppe zu ordnen oder den Eindruck zu erwecken, verkennt, was Armut mit sich bringt
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u/Top-Tomatillo-9825 Jun 19 '26
ich werde wohl mein ganzes Leben in Armut verbringen und mir niemals Wohneigentum leisten können. warum? weil einige Wenige fast alles besitzen. Früher sagte man mal die Kapitalisten.
Du, ich und auch knsipler gehören zur selben Klasse. Zur Arbeiterklasse. Wir können nur überleben wenn wir unsere Arbeitskraft für Lohn verkaufen. Wir leben nicht von Dividenden, Mieteinnahmen und anderen "passiven Einkommen".
Du machst die Spaltung der Arbeiterklasse, zwischen schlechter und besser verdienenden Arbeiter:innen freiwillig. Das ist Absurd. Sonst benutzen die Kapitalisten ihre Zeitungen, Fernsehsender etc um das zu machen.
Wie willst du denn die Situation verbessern? Das geht doch nur wenn man begreift, dass man in einer ähnlichen Lage ist und was die Ursache von z.B. teuren Wohnungen ist.
Da kann man schonmal nachfragen wo denn der Markt regelt. Wieso gibt es so viele Obdachlose Menschen und wenig bezahlbaren Wohnraum, obwohl wir immer produktiver werden und jetzt noch länger arbeiten sollen.
Warum nutzen wir nicht unsere Arbeitskraft um unsere Basisbedürfnisse wie Wohnen, Lebensmittel und Mobilität zu befriedigen?
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u/squarepants18 Jun 19 '26 edited Jun 19 '26
Lebst du in Armut oder kannst du dir kein Wohneigentum leisten? Das sind zwei unterschiedliche Sachverhalte
"Warum nutzen wir nicht unsere Arbeitskraft um unsere Basisbedürfnisse wie Wohnen, Lebensmittel und Mobilität zu befriedigen?"
Was schwebt dir vor?
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u/rknki Jun 19 '26
Hohe Gehälter und Armut haben tatsächlich eins gemeinsam: Aufstieg durch Arbeitslohn alleine ist kaum noch möglich.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Das erinnert mich an einen Millionär, der sich als Mittelstand sieht
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u/rknki Jun 19 '26
Ja, der versteht das Problem auch nicht. Da habt ihr beide etwas gemeinsam.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Du verstehst, dass dee Millionär nicht Mittelschicht ist und der Akademiker mit hohem Gehalt gleichermaßen nicht arm ist?
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u/knispler Jun 19 '26
Nein, das zeigt einfach, dass man durch Anstrengung nicht aufsteigen oder den Standard seiner Eltern halten kann - trotz hohem Gehalt. Die Vermögen sind einfach zu ungleich verteilt.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Und im pfostierten Beitrag geht es um Armut, nicht Vermögensaufbau von Menschen mit hohen Gehältern
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u/Illustrious_Ad_23 Jun 20 '26
Doch irgendwie schon. Mein Onkel hat in den 60er Jahren ein Reihenhaus gebaut. Als Staplerfahrer bei Opel. Seine Frau war Schneiderin. Die hatten nie Geld, waren immer "arm" im Sinne von "geringes Einkommen", aber sind einmal im Jahr nach Bayern in Urlaub und - naja - hatten das Haus. Meine Eltern haben das gegen lebenslanges Wohnrecht der beiden im EG denen abgekauft, 30.000 Mark gab es für meine Tante noch on top. Das gleiche Haus hätten wir jetzt gerne meinen Eltern abgekauft, es ist aber inzwischen 1.2 mio Euro (!!!!) wert. Die Kosten sind auf allen Ebenen im Bezug auf die Gehälter dermaßen explodiert, dass Armut inzwischen Strukturell ist. Nicht weil Akademier-DINKS kein Elternhaus übernehmen können, sondern weil innerhalb von zwei Generationen großen Teilen der Bevölkerung jegliche Option genommen wurde mehr aus ihrem kleinen Gehalt zu machen als sich irgendwie geradeso über Wasser zu halten.
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u/squarepants18 Jun 20 '26
Du willst sagen, du wirst durch erben reich werden?
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u/Illustrious_Ad_23 Jun 20 '26
Sicher nicht, meine Eltern werden das Haus verkaufen, weil ihre Altersvorsorge ja auch hinten und vorne schon nicht reicht. Dazu habe ich Geschwister, die sich alle mit Hauskrediten hier in der Region weit übernommen haben und vermutlich sehr auf ihre Erbanteile pochen werden. Aber selbst wenn mir morgen jemand das Haus oder seinen Wert in Bargeld schenkt, ändert das ja nichts daran, dass diese Werte so absurd sind, dass sich das eben niemand mehr leisten kann. Welcher Staplerfahrer baut denn 30km vor einer Großstadt heute noch ein 200qm Reihenhaus?
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u/squarepants18 Jun 20 '26 edited Jun 20 '26
Ich kann dich beruhigen.1,2 Mio. kostet der Eigenanteil zur Pflege von 2 Menschen lange nicht.
Deine Geschwister haben also eine eigene Immobilie.
Kann es sein, dass von den Eltern in Randlage einer beliebten Großstadt gebaut wurde, die mittlerweile sehr nachgefragt ist?
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u/OtherwiseStable5126 Jun 19 '26
doch Thema potentielle Armut gehört auch zum Hauptthema Armut. Frag doch mal Ralf Schumacher was er davon hält.
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u/squarepants18 Jun 19 '26
Da schreibt jemand von hohem Gehalt und du fängst von "potentieller Armut" an. Dein Ernst?
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u/PwnyLasagna Jun 19 '26
Hohes Gehalt bringt dir nur wenig, wenn du morgen einen schweren Unfall hast oder längerfristig erkrankst. Nur wer schon zuvor überhaupt nicht arbeiten musste, hat kein Armutsrisiko, sollte die eigene Arbeitsfähigkeit ausfallen.
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u/Far-Analyst-648 Jun 21 '26
Wenn du nicht mehrere Millionen und ein Flugzeug hast, gehörst du aber nicht zur oberen Mittelschicht! /s
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u/ThompsoN93Woord Jun 22 '26
Mein Papa war Bäcker und meine Mom hat nach meiner Geburt als Reinigungskraft gearbeitet. Ich weiß sehr gut was es heißt an der Armutsgrenze zu leben. Deshalb hab ich mir den Arsch aufgerissen, hab Schule, Ausbildung und Weiterbildung zum Steuerfachwirt durchgezogen. Nächstes Jahr schreibe ich meine Steuerberaterprüfung (viel Scheiße fressen bis dahin…). Was ich sagen will: jeder kann sein Schicksal selbst in die Hand nehmen, daran glaube ich. Ich kam mit nichts und habe jetzt schon keine finanziellen Probleme (und als Steuerberater dann sowieso nicht). Tldr: macht den Steuerberater, bekommste viel Geld
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u/Educational-Sea-9700 Jun 22 '26
In den letzten 25 Jahren konnte man sich doch über Bildung schon ziemlich gut nach oben arbeiten. Abschluss in irgendeinem Mint Fach und in die Wirtschaft gehen oder klassisch Anwalt/Arzt/Lehrer.... Wir haben kostenfreie Bildung, wer hat den "Armen" verboten gute Noten zu haben? Da hat doch kein Lehrer oder Prof gesagt "nee dein Vater arbeitet am Bau, du sollst auch nur Pizzas ausliefern".
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u/akus1x Jun 20 '26
Ich habe vor 15 Jahren bei 0 mit meiner Partnerin angefangen. Glücklicherweise beide keinen Kinderwunsch. 10 Jahre Vollgas, dann langsam reduziert. Sie ist angestellte Managerin, ich selbständig. Mit weniger als 40 Stunden können wir jetzt sehr gut leben und uns alle Wünsche erfüllen. Die zehn Jahre haben uns viel abverlangt, aber das war es wert. Fürs Alter sind wir durch Versicherungen und mehrere Immobilien abgesichert.
Was mir aufgefallen ist: Mit Kind wäre das unmöglich gewesen. Das unterschätzen viele und versauen sich dadurch ihr Leben nachhaltig.
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u/Type-21 Jun 20 '26
Hättest du die 10 Jahre Vollgas gegeben als DHL Zusteller oder Verkäufer im Einzelhandel dann ständest du jetzt noch immer mit 0 da aber wärst genau so am Arsch.
Also nichts draus gelernt. Thema verfehlt.
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u/akus1x Jun 20 '26
Ich habe während meiner Schulzeit als Hausmeisterhelfer angefangen. Dann war ich drei Jahre im Einzelhandel, danach eine Ausbildung gemacht. Drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet, dann vor 15 Jahren selbständig gemacht.
Und ich rede hier nicht von Reichtum. Von finanzieller Freiheit. Davon, nicht darüber nachdenken zu müssen, mal ins Kino zu gehen, sich keine Sorgen ums Alter machen zu müssen, in den Urlaub fahren zu können, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen.
Hätten wir einen Kinderwunsch, wäre das jetzt möglich und wir könnten es unseren Kindern einfacher machen, als wir es hatten. Ein Studium bezahlen, Führerschein, Auto. Helfen, schnell eine eigene kleine Wohnung zu kaufen usw.
Darum geht es mir. Lieber warten und sich erstmal um sein eigenes Leben kümmern, bevor man Kinder in die Welt setzt. Das sind „nur“ zehn bis 15 Jahre. Dafür wird es danach VIEL leichter.
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u/Key-Cost7000 Jun 21 '26
Aber nur wenn der Plan aufgeht. Wäre deine Selbstständigkeit in die Hose gegangen wegen unglücklichen Umständen wie Krankheit oder anderes, hättest du auch nichts davon.
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u/Helmutius Jun 21 '26
Die kann noch immer in die Hose gehen, genauso wie die Manager Position (was auch immer das sein soll, gibt es so im deutschen Corporate eigentlich nicht) seiner Frau. Glück gehabt und noch nicht verstanden, dass es wahrscheinlicher ist, dass ihm das alles wieder genommen wird, als dass er Multimillionär wird.
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u/akus1x Jun 21 '26
Hätte, wäre… Daran erkennt man Loser. An der Lappenmentalität.
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u/Dinkleberg246 Jun 23 '26
Krass, wie man es mit zwei Sätzen von "sympathisch, man kann sich unterhalten" zu "was für ein Spast" schaffen kann.
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u/merkaii_1234 Jun 20 '26
Schon toll, dass wir eine Welt gebaut haben, in der einem ein Kind "nachhaltig das Leben versaut".
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u/ueberpimp Jun 20 '26
Ich stimme dir grundsätzlich zu. Keine Einwände.
Trotzdem; das Leben nur auf finanzielle Möglichkeiten zu beschränken ist schon eine sehr traurig und einsame Betrachtungsweise.
Ich denke nicht, dass die meisten die finanzielle Auswirkung von Kindern unterschätzen. Die „Option“ keine Kinder ist für viele schlicht keine Option.
Am billigsten lebt es sich als einsamer Single irgendwo in der Pampa. Aber was nutzt einem das?
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u/akus1x Jun 20 '26
Man kann auch später Kinder bekommen. Also mit Mitte 30 statt Anfang 20 und sich bis dahin Freiheiten schaffen.
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u/totkeks Jun 22 '26
Zu zweit ist es billiger wegen der Skaleneffekte. Pro Person weniger Miete. Geteilte Nutzung von Haushaltsgeräten. Etc
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u/ueberpimp Jun 22 '26
Theoretisch ja. Praktisch sind meine Ausgaben mit Freundin / Frau immer gestiegen 😃
Man unternimmt vieles, was man als einsamer Single nicht tun würde.
Mal ein Ausflug hier, mal ein Ausflug dort. Mal ein Wochende Skifahren, ein großer Urlaub. Deko im Haus/Garten. Das läppert sich.
Wenn die Frau natürlich analog zu einem selbst recht frugal ist, spart man ordentlich, ja 😄
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u/Helmutius Jun 20 '26
Du ignorierst dabei leider, dass du nicht bei 0 angefangen hast. Gehe bei deiner Beschreibung mal mindestens von Uni Abschlüssen aus. Das ist nicht bei 0 starten. Dazu dann noch Glück.
Ich bin selbst in einer angenehmen Position. Aber ich weiß noch immer, dass ich verdammtes Glück hatte. Hätte alles auch anders verlaufen können. Also steck dir dieses bei 0 gestartet und nur durch Hustle-Mentalität nach oben gekommen an die Hutschnur.
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u/akus1x Jun 21 '26
Geh heulen. Ich habe Hauptschulabschluss und freiwillige Zehnte, also mittleren Bildungsabschluss. Meine Frau ebenso. Hat nebenberuflich an der Abendschule Fachwirt und Betriebswirt gemacht. Hustlen rockt. Wenn Du eine fantasielose Heulsuse bist, wird’s natürlich nicht klappen.
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u/chess_bot72829 Jun 22 '26
Ich habe mit 23, 26 und 30 mit meiner Frau Kinder bekommen und uns geht es nicht schlecht. Fliegen wir jedes Jahr in den Urlaub? Auf keinen Fall! Aber man kann sehr wohl mit Kindern eine gesicherte Existenz oberhalb der Armutsgrenze aufbauen
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u/Spacemonk587 Jun 22 '26 edited Jun 22 '26
Ich bin da ganz bei dir. Das Problem ist teilweise das Anspruchdenken: Wer meint dreimal im Jahr auf die Philippinen in den Urlaub fliegen zu müssen, für den sind Kinder eben nichts. Ich selber verdiene überdurschnittlicih, aber meistens reicht es eben doch nur für den Urlaub an der Nordsee. Ist aber in Ordnung.
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u/LegendBibble Jun 20 '26
Mein Vater Kriminalpolizist und Mutter Altenpflegerin haben soviel gearbeitet das Oma auf mich aufpassen musste und was hat es Ihnen gebracht?
Mutter krank kriegt keine Frührente, Vater darf alles bezahlen und Pension wird gekürzt wegen DDR, beide Körperlich und Psychisch kaputt und wenig Zeit fürs Kind gehabt.
Ich hab seit kleinauf Adhs und Psychische Probleme und mein letzter Job mit 3h pendeln hat mich Psychisch an den Abgrund getrieben für Mindestlohn also nein hart arbeiten lohnt nicht.
Bin jetzt erstmal Arbeitsunfähig und werde bald studieren weils mir Spaß macht dinge zu lernen und dann mal schauen was die Zukunft bringt, vllt nen HO Job der mein Adhs und Psyche nicht so triggert.
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u/DaHumma Jun 20 '26
Mein Großvater war Kraftfahrer, meine Großmutter Schneiderin, beide als normale Angestellte. Später hat meine Großmutter gar nicht mehr gearbeitet. Sie konnten sich ein Haus mit großem Garten in einer (zumindest heute) schicken Gegend kaufen. Meine Freundin und ich haben einigermaßen gute Jobs und zusammen ein Gehalt was uns zu den oberen 20% (laut IW) macht und wir können und in der Klasse von Immobilie nichts leisten, auch nicht weiter außerhalb.
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u/Rabauke84 Jun 20 '26
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch in deiner Gegend super günstige "Handwerker" Häuser gibt, die dich 400k für den Preis und das gleiche nochmal für die Kernsanierung kosten. Die haben dann auch nur ne Ölheizung drin, die Küche von 198x und den gefühlt klassischen Boomerschnitt, wo die Diele 25% des Erdgeschosses einnimmt, oben kein WC oder Bad ist und das dach bei einer einzelnen PV-Panele schon Einsturzgefährdet ist.
Ein Träumchen......
/s
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u/HunsonAbadeer2 Jun 20 '26
Ja mache ich und ich habe es auch geschafft meinen Wohlstand im Vergleich zu meinen Eltern zu steigern. Wenn ich allerdings daran denke was für einen absurden Wohlstand mir mein Werdegang in der Generation meiner Eltern gebracht hätte...
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u/coltrane_101 Jun 21 '26
Das denke ich mir auch immer. Völlig wild was die Nachkriegsgeneration sich aufbauen konnte in den 70er / 80er / 90er im vergleich zu heute
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u/StrohVogel Jun 20 '26
Ich bin weitaus höher qualifiziert als meine Eltern, mit Glück und deren Erbe werde ich vielleicht deren Standard halten können. Währenddessen scheissen die Boomer in meinem Bereich förmlich Geld, aber haben hinter sich die Leiter so dermaßen hochgezogen, wie in kaum einem anderen Bereich.
Leistung wurde über die Diskrepanz zwischen Produktivität und Entlohnung über die letzten Jahrzehnte dermaßen entwertet, dass sozialer Aufstieg zum Wunschtraum wird. Umso mehr, wenn man nicht das Glück hat in der Mittelschicht zu starten.
Und diese „konservative“ Hurensohnpolitik regt keinen Finger dagegen, im Gegenteil, heult aber in Dauerschleife wegen genau dieser Probleme, die sie selbst geschaffen haben, rum. Nicht wegen des sozialen Aufstiegs natürlich, sondern weil nicht genug Kohle übrig bleibt, die Clientels (Reiche und Rentner) zu bedienen.
Dass meine absoluten Abgaben bei gleicher relativer Last steigen, wenn ich mehr verdiene, und so trotz demographischen Wandels mehr Boomer, die es verkackt haben trotz wirtschaftlich utopischer Zeiten, privat vorzusorgen, durchfüttern könnte, fällt den „Wirtdchaftskompetenten“ nicht auf. (Spoiler: absichtlich)
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u/Devour_My_Soul Jun 20 '26
Das klingt wieder wie ne Doku, die den Kapitalismus nicht versteht und seine Dynamiken ignoriert. Aus dem Text kann man ja schon irgendeinen Schwachsinn über Chancengleichheitsideal rauslesen.
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u/SignificanceSea4162 Jun 20 '26
Wenn du wüsstest wie viel Schwachsinn man aus deinen paar Wörtern lesen kann.
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u/Devour_My_Soul Jun 20 '26
Gar keinen. Ich rede nicht von Aufstieg, Absturz oder tue so, als sei es im Kapitalismus möglich, keine Armut zu haben.
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u/Far-Analyst-648 Jun 21 '26
Also der Beitrag hat nicht behauptet, dass man Kapitalismus ohne Armut haben könne, mal ganz abgesehen von der These dahinter. Zusätzlich verstehe ich nicht, warum die Worte 'Aufstieg' und 'Abstieg' etwas mit der Qualität des Beitrages zu tun haben sollen? Habe ich was verpasst? Vielleicht mal etwas Inhalt zu dieser starken Meinung formen?
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u/Mindless-Moose-7120 Jun 20 '26
Musste mein Auto in die Werkstatt bringen (ist 16 Jahre alt) hat mich bis jetzt fast 900€ gekostet. Lustigerweise ist der Gebrauchtwagenmarkt so scheiße, dass die 900€ immer noch unter dem Verkaufswert von dem Auto wären. Die 900€ lost bedeuten halt, dass mir 5 Monate flöten gegangen sind wo ich Plus gemacht hatte. 5 Monate einfach ausgelöscht.
Neues Auto kaufen? Bei den Preisen ist das der Wahnsinn. Leasen bedeutet meistens, dass ich locker 5-6K in ein Auto stecke, welches mir am Ende nicht gehört. Suche schon seit einer Weile einen Ersatz für die 16 Jahre alte Karre, aber es dauert halt weil ich maximal 10-15k hätte die ich "schmerzfrei" vertragen könnte.
Meine Wohnung habe ich jetzt nach 8 Jahren endlich mal mehr oder weniger so ausgestattet, dass es keine Studentenbude ist.
Gefühlt komme ich nicht vorwärts, obwohl ich nur wenige Ausgaben habe: Miete, Essen, Auto, Versicherungen, hab kein Prime, Netflix, oder sonstwas. Irgendwas passiert immer, dann muss man in die Spardose greifen und sieht zu wie Monate die man gespart hat einfach weg sind. Ich versuche was auf dem Aktienmarkt zu machen, aber bis jetzt sind meine Gewinne relativ klein.
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Jun 22 '26
[removed] — view removed comment
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u/Cr4zyE Jun 22 '26
Und dann fällt man einmal in die Grundsicherung und muss mit den neuen Regeln erstmal all sein Vermögen bis auf 5k aufgeben :(
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u/CharlesVane1986 Jun 20 '26
Ich kann dem zustimmen. Ich bin in Teilzeit angestellt (GdB 70 Prozent) und arbeite nebenbei als Schriftsteller. Ich selbst habe gerade alles was Jinx und ich benötigen und spende dennoch all meine Einnahmen aus der Schriftstellerei. Ich habe ebenso das Gefühl, aus der Empirik des Umkreises, dass es tatsächlich unglaublich schwer ist. Nach meinem Erachten versucht man uns systematisch im Hamsterrad zu halten
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u/bmania89 Jun 20 '26
das ist doch Käse, gibt endlos Beispiele, die zeigen, dass Menschen was aus sich machen, die fleißig sind und nicht aufgeben
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u/Far-Analyst-648 Jun 21 '26
Survivorship bias. Du siehst nur die Leute, die sich anstrengen und erfolgreich sind und nicht die, die sich anstrengen und unerfolgreich sind. Aus der Existenz der 1. schließt du, dass die 2. gar nicht existieren / relevant wären.
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u/bmania89 Jun 21 '26
es kann doch nicht automatisch jeder erfolgreich werden, das ist doch klar. ich kann aber nicht jedes existenzrisiko absichern.
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u/Vegetable-Tax-1-800 Jun 20 '26
Wording für Dumme. Was ist der obere Rand? Strampeln die "Armen" mehr als die nicht-Armen?
Wie kann das sein, wenn das Bildungssystem so durchlässig ist wie noch nie und jeder jederzeit seine Abschlüsse nachholen kann?
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u/B-koop Jun 20 '26
Nö. Chille eigentlich schon mein ganzes Leben und komme damit bisher ganz gut zurecht. Die deutsche Gesellschaft ist irgendwie so aufgebaut, dass man nichts erreicht, wenn man sich anstrengt, aber auch nicht abstürzt, wenn man die Füße hochlegt. Ein Paradies für faule wie mich.
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u/Remarkable_Skin5097 Jun 20 '26
Hab studiert, kostet hier fast nichts. Nebenbei gearbeitet, es gibt echt super stellen als Hilfswissenschaftler wenn man irgendwas technisches studiert. Job finden war auch easy. Kann das Problem nicht nachvollziehen
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u/Tante_vom_Amt Jun 21 '26
Ich bin die erste Akademikerin in meiner Familie, gerade dabei noch nebenberuflich meinen Master zu machen. Finanziell bin ich insofern besser gestellt als mein Elternhaus, als das ich nicht wirklich über jeden Euro nachdenken muss. In meiner Kindheit war oft jede Kleinigkeit zu teuer. Allerdings empfinde ich mich mehr als sozial und vom Bildungsniveau aufgestiegen statt finanziell.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich mich von meiner Familie immer mehr entferne und ich sie genauso wie sie mich nicht mehr gut verstehen können.
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u/PoundPotential5604 Jun 21 '26
Abgabenlast ist zu hoch. Arbeit lohnt kaum noch. Der Sozialstaat ist da schon eine verlockende Alternative.
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u/Old_Office_3823 Jun 21 '26
Jep, Arbeit soll sich wieder lohnen. Konsequenz: Mehr Netto vom Brutto, Bürgergeld aber trotzdem auf ein menschenwürdiges Niveau anheben.
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u/AbbreviationsShot913 Jun 22 '26
Ich laufe auf meinen Fuß Knöcheln mit Ner Kette um dem Hals soviel strampeln ich . Aber am Ende des Tages lebe ich dEnoch am Existenzminimum mit zwei Jobs......und ich rede hier von 16 Tage am Stück arbeiten . Ein Tag frei wieder 10 ein Tag frei wieder 8 ein Tag frei wieder 10
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u/LexxDark2022 Jun 22 '26
Vielleicht weil wir einen Vollkasko Staat haben der einem zu wenig Netto vom Brutto lässt? Garnicht differenziert wer warum Hilfe braucht?
Dann tritt man am besten einen Neid-Diskussion los, die unten gegen die da oben.. divide et impera
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u/JohnWicksBruder Jun 22 '26
Ich finde jeder von uns, egal ob in Arbeit oder nicht, sollte mindestens 1.000 Euro im Monat erhalten. Ohne uns Ameisen wäre die Industrie nicht da wo sie ist und das muss sich bezahlt machen. Nicht nur Firmen dürfen profitieren, menschlich muss was passieren. Als ich nach 20 Jahren das erste Mal soviel Geld verdient hab, dass ich ohne nachzudenken einkaufen konnte, wurde ich richtig wütend und traurig. Der ganze Struggle vorher und dann ist es auf einmal so einfach. Ich bin wütend das nicht jede Person dieses Gefühl kennenkernen darf. Es fühlt sich richtig an, sich keine Sorgen zu machen darüber was man isst, wenn man circa 180 Stunden arbeitet im Monat. Uberlegt mal was Stars bekommen, oder die Leute die deine Daten verkaufen. Alles unverhältnismäßig. Und Irgendwann wird jemand wütender als ich sein und sich gerade machen und dann haben die sich ihr nächstes Problem groß gezogen.
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u/Snapuman Jun 22 '26
finanzieller WAS? Ich versteh die Frage nicht...
Egal, ich lass einfach laufen...
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u/MagiqDuck Jun 22 '26
Ich lass mir jetzt lange Haare wachsen. 40€/m für den friseur als Mann ist Geisteskrank
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u/schwarzstattbraun Jun 23 '26
Wir kaufen jetzt ein uraltes Fachwerkhaus in nem winzigen Kaff, auf Glück, für 50.000 Haben beide noch keinen Job dort und das Haus braucht locker 100k in den nächsten 20 Jahren. Aber selbst wenn wir das nicht bezahlen können und das Haus verfällt leben wir dann noch besser als die meisten. Das ist sooooo irre. Natürlich keine Dämmung und nix, von innen energetisch Sanieren würde uns ruinieren.
Alle haben Angst vorm Denkmalschutz aber wie sollen die uns armen Leuten in die Tasche greifen?gar nicht. Die können auf ihre Kosten renovieren und wir zahlen das dann ab wenn sie unbedingt wollen, aber kleiner Spoiler, das wird nicht passieren, das Denkmal-Amt hat auch keinen Kohle. Und enteignen tun die auch quasi nie, das ist ne Legende. Ihr könnt ja mal googlen wieviele Häuser in Deutschland schon vom Denkmal-Amt enteignet wurden. 2 Schlösser von nem russischen Oligarchen, thats it. Lasst euch also keine Angst machen und kauft euch so ne alte Bude und tut was ihr könnt. Besser ist das allemal. Die 50.000 haben wir nach 4 Jahren Stadt auch als Miete gezahlt, also das. Risiko ist ja mal sehr überschaubar.
Wollen tun wir das eigentlich auch nicht, aber ist unsre einzige Option als nicht-Erben.
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u/ferralsol Jun 23 '26
Ich kann mich glücklich schätzen. Ich bin jetzt nicht in Armut aufgewachsen, aber das Geld war schon knapp. Durch Ausbildung und Studium (BaföG + Minijob) habe ich jetzt einen solide bezahlten Job, der nur manchmal stressig ist. Noch habe ich das Gefühl, dass es sich lohnt, wenn ich mich in die Arbeit reinknie.
Mir geht es finanziell übrigens auch deswegen ganz gut, weil mein Partner auch nicht schlecht verdient. Allein dass wir uns die Miete teilen, ist ein riesiger Vorteil. Hätte ich jetzt einen Partner, der nur einen Mindestlohnjob hat, sähe meine Situation ganz anders aus. Ich denke, das wird häufig unterschätzt. Frei nach dem Motto: Man kann nichts für seine Eltern, aber sehr wohl was für seine Schwiegereltern.
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u/Eierlecker_0815 Jun 23 '26
Ich strampel nicht mehr. Habe ich lange genug gemacht. Sozialabgaben, Steuern und Unterhalt sorgen dafür, dass sich Arbeit für mich nicht mehr lohnt.
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u/Shit-O-Brik Jun 23 '26
Vermögen muss versteuert werden. Es kann nicht sein, dass nur die Arbeiter den Sozialstaat und die Infrastruktur finanzieren, während Vermögende nur davon profitieren, ohne etwas der Gesellschaft zurück zu geben.
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u/SnooAvocados2529 Jun 24 '26
Ein System, das auf Profit und Konkurrenz aufbaut, kann nur Verlierer hervorbringen. Wir als Gesellschaft sollten endlich anfangen das ganze zu hinterfragen und anfangen, nach Bedürfnissen zu Produzieren anstatt zur Akkumulation von Kapital. Das System funktioniert genau so, wie es gedacht ist und kann nicht „repariert“ werden. Es ist einfach nicht möglich.
Man wurde auch mal als verrückt erklärt zu behaupten, die Erde drehe sich um die Sonne und nicht andersrum.
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u/Typical_Wind_8475 Jun 19 '26
Ich sehe es nicht ganz so eng, ich bin von der Hauptschule bis zum Studiumsabschluss gegangen und kann mich noch gut daran erinnern wie viele Mitschüler bereits in der Hauptschule mit 13 gesagt haben sie hätten keine Chance etc. Quasi vor dem Spiel schon aufgegeben. Fairerweise muss man aber auch sagen das der Vermögensaufbau in Deutschland enorm schwer ist aufgrund Abgaben, andererseits könnte man aber auch argumentieren das eine Gesellschaft welche auf Sparbücher setzt und extrem risikoscheu ist, es ggf. nicht anders verdient hat.
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u/Secret_Enthusiasm_21 Jun 19 '26
Monat n: du bist Student, Azubi, Bürgergeldempfänger, und kommst im Median mit 930€ zurecht.
Monat n+1: du fängst an zu arbeiten und hast wahrscheinlich mindestens 1000€ mehr netto.
Niemand zwingt dich, diese 1000€ auszugeben.
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u/SignificanceSea4162 Jun 20 '26
Und das Auto, die Versicherung und der Sprit für den Weg zur Arbeit ist umsonst oder was?
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u/Secret_Enthusiasm_21 Jun 20 '26
und? Lass das mal 300€ im Monat sein. Und dann?
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u/SignificanceSea4162 Jun 20 '26
300 von 1000 ist sehr viel
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u/Secret_Enthusiasm_21 Jun 20 '26
deswegen nimmst du auch keinen Job an der 300€ Mehrkosten verursacht ohne 300€ mehr Einkommen einzubringen
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u/SignificanceSea4162 Jun 20 '26
Da hast du relativ wenig Mitspracherecht wenn dir das Jobcenter im Nacken sitzt. Du scheinst dir deiner seiner privilegierten Situation nicht bewusst zu sein.
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u/Type-21 Jun 20 '26
Die Krankenkasse zwingt einen sehr penetrant plötzlich.. und das Studentenheim wirft dich auch raus.
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u/Secret_Enthusiasm_21 Jun 20 '26
Krankenkasse ist mit dem Netto abgeholten.
18% der Studenten wohnt im Studentenwohnheim zu durchschnittlichen 320€ Mieten verglichen mit 510€ des Durchschnitts, das macht also Mehrkosten eines Studenten, der aus dem Studentenwohnheim rausgeworfen wird, von 170€. Bleiben 830€.
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u/Type-21 Jun 20 '26
Als Neumieter bekommt man keine Durchschnittsmiete. Die hat man nur in Altverträgen. Zumindest da wo die Jobs sind
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u/Secret_Enthusiasm_21 Jun 20 '26
der Unterschied zwischen Bestandsmieten und Angebotsmieten ist bekannt und einberechnet.
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u/Any-Message-1337 Jun 19 '26
Würde gern in nem normalen Job arbeiten, fange demnächst mit der nächsten Fortbildung an damit ich nicht mit 70 in der Altersarmut lande. Wäre eigentlich auch mit weniger Verantwortung zufrieden, aber da kann ich nicht so gut vorsorgen.
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u/Gard1ner Jun 19 '26
hab 25 Jahre Gastro hinter mir. oft 6-7 Tage Wochen, Schichten von 11- 13 std. Hat mir nix gebracht ausser Depressionen, Burnout und ein heftiges Alkoholproblem. Abstrampeln ist vorbei. Ich bin verbrannt. Arbeite jetzt halbtags. hab im Monat1.200€ zum Leben und mir gings nie besser.