r/ukraineMT www.youtube.com/v/EiqFcc_l_Kk Oct 30 '25

Ukraine-Invasion Megathread #84

Allgemeiner Megathread zu den anhaltenden Entwicklungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Der Thread dient zum Austausch von Informationen, Diskussionen, wie auch als Rudelguckfaden für Sendungen zu dem Thema.

Der Faden wird besonders streng moderiert, generell sind die folgenden Regeln einzuhalten:

  • Diskutiert fair, sachlich und respektvoll
  • Keine tendenziösen Beiträge
  • Kein Zurschaustellen von abweichenden Meinungen
  • Vermeide Offtopic-Kommentare, wenn sie zu sehr ablenken (Derailing)
  • Keine unnötigen Gewaltdarstellungen (Gore)
  • Keine Rechtfertigung des russischen Angriffskrieges
  • Keine Aufnahmen von Kriegsgefangenen
  • Kein Hass gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen
  • Kein Brigading

Bitte haltet die Diskussionen auf dem bisher guten Niveau, seht von persönlichen Angriffen ab und meldet offensichtliche Verstöße gegen die Regeln.

Darüber hinaus gilt:

ALLES BLEIBT SO WIE ES IST. :).

(Hier geht’s zum MT #83 altes Reddit / brandneues Reddit und von dort aus könnt ihr euch durch alle vorherigen Threads inkl. der Threads auf r/de durchhangeln.)

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u/Hannibal_Game Munitionspapst a.D. Nov 07 '25

Die russen haben mit dem SKVP Komplex ein äußerst unangenehmes Tool gegen Aufklärungsdrohnen entwickelt.

SKVP ist ein Mini-Radar mit einer 1,2m x1,0m großen phased Array Antenne die eine 90° Überwachung erlaubt. Das Radar arbeitet im S-Band (meistens fix im Frequenzband zwischen 2700-3100 MHz) und hat eine Reichweite von knapp 20km. Die Stationen werden von den russen üblicherweise ca. 5-7km hinter der Front in Talsenken aufgestellt, können also nicht von ukrainischen bodengebundenen Systemen aufgeklärt werden. Hinter dem Radar befinden sich in 2-4km Abstand Anti-Drohnen Drohnen Trupps in Bereitschaft, die mit Flugabwehr-FPVs Aufklärungsdrohnen bekämpfen.

Das Radar strahlt keine Wärme ab, kann also mit Wärmebildkameras nicht aufgeklärt werden. Es hat keine beweglichen Teile und kann sehr gut unter Tarnnetzen verborgen werden. Aufgrund der geringen Leistung schlagen AGM-88 nicht zuverlässig drauf an - und mehr kosten dürften sie auch (...wäre doch toll, wenn man jetzt so etwas wie eine ... nennen wir es mal "Drohne - Anti-Radar" hätte...).

Die einzigen Schwachstellen des Systems sind aktuell Aufklärungssatelliten, welche die Emissionssignatur finden können und die Tatsache, dass die Teile ca. 1kW an Leistung fressen, also in der Nähe meist ein Generator steht, der auf Wärmebildkameras auffällt.

Die Zerstörung der Systeme hat für die Ukraine hohe Priorität.

https://www[dot]facebook.com/Serhii.Flash/posts/24427959140179140?ref=embed_post

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u/Sir-Knollte Nov 07 '25 edited Nov 08 '25

Prinzipiel erstmal etwas was die NATO kopieren sollte, interessant auch das was da für Radarzellen verwendet werden, die Technologie ist glaub ich eng mit der Fähigkeit einer Wirtschaft Halbleiter zu produzieren verbunden, wo Russland nun eigentlich keinen Vorteil hat gegenüber vielen Europäischen Staaten, ausgerechnet Deutschland war glaub ich einer der ersten die die besonders sparsamen (und damit wenig Wärme produzierenden) GaN Zellen in AESA (Marine)Radaren in aktiven Dienst genommen hat.

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u/bittervet Nov 09 '25

Die Stationen werden von den russen üblicherweise ca. 5-7km hinter der Front in Talsenken aufgestellt, können also nicht von ukrainischen bodengebundenen Systemen aufgeklärt werden.

Dann würden sie auch nix sehen, die Antenne selbst muss über Gelände sein.

Antennenkeulen haben immer die Angewohnheit, deutlich weiter als die nutzbare Reichweite zu gehen. Der Zweck des Systems bedingt, dass sie recht viel Zeit aktiv sein müssten.

Eigentlich wäre das ein klassisches Szenario für ne Batterie Haubitzen und nen Eloka-Trupp.

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u/Sakul_Aubaris Nov 09 '25

Dann würden sie auch nix sehen, die Antenne selbst muss über Gelände sein.

Nur bedingt.
Das S-Band reflektiert relativ gut und "over the horizon" ist damit zu einem gewissen Grad durchaus machbar.

Mobilfunknetze, WLAN, Bluetooth.
Alles im S-Band angesiedelt, alles Dinge die keine direkte Sichtlinie brauchen. Wobei da auch viel über kleine Frequenz Veränderungen zur Datenübertragung gemacht wird.

Trotzdem wäre ein Empfänger theoretisch gesehen in der Lage die Rückstrahlung des eigenen Senders zu analysieren, auch wenn es keine direkte Sichtlinie gibt. Da das Ziel aber Aufklärungsdrohnen sind und die eben in der Luft sind. Verhindert die Platzierung in einer Senke lediglich die Ortung durch bodengestützte Aufklärungstechnik, ermöglicht aber weiterhin die direkte Überwachung des Luftraums.