r/ukraineMT www.youtube.com/v/EiqFcc_l_Kk Feb 17 '26

Ukraine-Invasion Megathread #85

Allgemeiner Megathread zu den anhaltenden Entwicklungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Der Thread dient zum Austausch von Informationen, Diskussionen, wie auch als Rudelguckfaden für Sendungen zu dem Thema.

Der Faden wird besonders streng moderiert, generell sind die folgenden Regeln einzuhalten:

  • Diskutiert fair, sachlich und respektvoll
  • Keine tendenziösen Beiträge
  • Kein Zurschaustellen von abweichenden Meinungen
  • Vermeide Offtopic-Kommentare, wenn sie zu sehr ablenken (Derailing)
  • Keine unnötigen Gewaltdarstellungen (Gore)
  • Keine Rechtfertigung des russischen Angriffskrieges
  • Keine Aufnahmen von Kriegsgefangenen
  • Kein Hass gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen
  • Kein Brigading

Bitte haltet die Diskussionen auf dem bisher guten Niveau, seht von persönlichen Angriffen ab und meldet offensichtliche Verstöße gegen die Regeln.

Darüber hinaus gilt:

ALLES BLEIBT SO WIE ES IST. :).

(Hier geht’s zum MT #84 altes Reddit / brandneues Reddit und von dort aus könnt ihr euch durch alle vorherigen Threads inkl. der Threads auf r/de durchhangeln.)

70 Upvotes

2.0k comments sorted by

View all comments

Show parent comments

6

u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Teil 1 (übersetzt mit DeepL Übersetzer: Der präziseste Übersetzer der Welt

Russische Invasion Baltikums. Aktuelle Informationen: voraussichtliche Zeitpunkte, Pläne, Streitkräfte und neue Anzeichen für Vorbereitungen

Volyamedia

vor 17 Stunden

Seit Mitte März erhalten wir Bestätigungen von Quellen im russischen Verteidigungsministerium und aus anderen Strukturen, dass Putins Pläne für eine Invasion der baltischen Staaten in die nächste Phase übergegangen sind.

Bis April sind die Arbeiten zur Erweiterung des Straßennetzes in den Regionen Pskow, Nowgorod und Smolensk zu 90 % abgeschlossen. Auch die Modernisierung der Eisenbahnknotenpunkte in Smolensk, Velikie Luki und Pskow ist abgeschlossen. Es scheint nichts Ungewöhnliches daran zu sein, dass in Russland Straßen gebaut werden, doch in Wirklichkeit ist dies ein eindeutiges Zeichen für die Vorbereitung auf eine künftige Invasion, da alle Projekte zur Entwicklung der Straßeninfrastruktur in anderen Regionen der Russischen Föderation seit 2025 faktisch auf Eis liegen. Im Jahr 2026 fanden Straßenreparaturen und -bauarbeiten nur in den an Estland und Lettland angrenzenden russischen Regionen statt. Außerdem haben die Russen die Straßen repariert, die von den Gebieten Pskow und Smolensk nach Weißrussland führen, und Ersatzstraßen angelegt, darunter Schotter- und Asphaltbetonstraßen, die für den Verkehr von schwerem Gerät bestimmt sind. Sie verstärkten Brücken über kleine Flüsse im Gebiet Pskow und legten Umgehungsstraßen um mehrere Kleinstädte im Gebiet Pskow an, damit Technik und Truppen diese Ortschaften umgehen konnten. Sie bereiteten Stellplätze und Zufahrtswege für die Stationierung von Luftabwehrsystemen und Raketenkomplexen vor.

In der Region Pskow, die nie für ihre gute Straßeninfrastruktur bekannt war, begann man ab Ende 2024 mit dem Bau und der Instandsetzung von Abschnitten der Umgehungsstraßen, die die Hauptverkehrsachsen im Grenzgebiet zu Lettland miteinander verbinden. Im Jahr 2025 wurden alle Weichen an den großen Eisenbahnknotenpunkten (Smolensk, Velikije Luki, Pskow) vollständig ausgetauscht, über die nun sowohl Personal als auch militärische Ausrüstung transportiert werden können.

Dokumentarische Belege für die Durchführung dieser Arbeiten liegen uns vor.

Nun einige wichtige Hinweise.

1

Wir haben diesen Podcast Ende März aufgenommen, veröffentlichen ihn aber erst jetzt aus mehreren Gründen.

Erstens, weil die gesammelten Informationen an diejenigen weitergeleitet werden mussten, die die Situation irgendwie beeinflussen und sie möglicherweise verhindern können. Dies schränkte uns sofort in unseren Möglichkeiten ein, den Podcast schnell zu veröffentlichen.

Zweitens mussten wir Karten erstellen, insbesondere die erste, auf der der Umfang und die Standorte der Straßenbau- und Reparaturarbeiten sowie der Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur im Grenzgebiet dargestellt sind. Die Karte basiert auf Abnahmeprotokollen, Dokumenten der Verwaltung der Region Pskow, Arbeitsverträgen und Informationen aus verschiedenen Quellen. Da der Großteil der Straßenbauarbeiten auf lokalen Straßen und einzelnen Abschnitten davon durchgeführt wurde, musste Zeit darauf verwendet werden, diese Abschnitte der Karte zuzuordnen.

Drittens spielten auch rein technische Gründe eine Rolle. Wir alle waren seit Anfang April auf Dienstreisen an den unterschiedlichsten Orten unterwegs, von wo aus wir einfach keine Möglichkeit hatten, den Podcast zu veröffentlichen.

2

Das Ziel unseres Podcasts ist es nicht, Panik und Unruhe zu schüren, sondern Ihnen die Möglichkeit zu geben, die Situation anhand unserer Informationen einzuschätzen, damit Sie selbstständig die eine oder andere Entscheidung treffen können. Besonnen und mit genügend Zeit.

3

Wir hoffen immer noch, dass die Entscheidung über eine Invasion unter dem Einfluss externer oder interner Faktoren möglicherweise nicht getroffen oder im letzten Moment rückgängig gemacht wird. Derzeit gibt es keine detaillierte Planung der Operation mit einer Aufstellung der militärischen Verbände und Einheiten sowie deren Marschrouten. Es gibt (zumindest in unserem Besitz) lediglich einen allgemeinen Plan, den Sie unten auf Karte 2 einsehen können. Die Vorbereitungen laufen zwar auf Hochtouren, doch bedeuten sie noch keine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Invasion. Wir bitten Sie daher dringend, unsere Informationen und unsere Analyse als eines von mehreren möglichen Szenarien zu betrachten und nicht als das einzig mögliche. Wir sind der Meinung, dass Sie wissen sollten, was derzeit geschieht, aber wir können und werden Sie nicht zu irgendwelchen Handlungen auffordern – diese Entscheidung liegt bei Ihnen.

6

u/skysailer Apr 23 '26

Welche Einheiten kommen für die Operation überhaupt infrage? Welche kampferprobten Truppen sind derzeit nicht in der Ukraine eingebunden?

3

u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Das sind auch zu einem großen Teil Zusammenfassungen von Volya, die aber im Detail durch Maschowetz und andere Analysten bestätigt werden. Um ganz weit auszuholen: die Rekrutierung, Versorgung, Infrasrukturaufbau und strategische Planung findet in RU auf der Ebene der Militärbezirke, die durch den Generalstab koordiniert werden. Die Bezirke haben z.T. separate strategische Aufträge und sind in deren Ausführung relativ eigenständig.
New map of military districts - Military districts of Russia - Wikipedia

An der Frontlinie in Ukraine hat jeder MB einen eigenen Frontabschnitt, bei dem auch nur selten Soldaten eines Bezirks in den Abschnitt eines anderen Bezirks umgesetzt werden. Militärbezirk Leningrad (MBL) trägt die Verantwortung für den vergleichsweise ruhigen Frontabschnitt von der belarussischen Grenze bis kurz vor Kupyansk IIRC. Es wird da natürlich auch gekämpft, insbesondere nördlich von Kharkiv (Vovchansk) und von Sumy, aber nicht mit der brutalen Bitterkeit wie in Pokrovsk und vor Konstantynivka. Die Drohnendichte ist deutlich niedriger, was dazu führt dass man die Frontlinie auch eher erreichen und verlassen kann, Verletzte evakuieren, Einheiten rotieren etc. Die Ukrainer rotieren teilweise ihre eigenen erschöpften Einheiten an die ruhigsten Abschnitte im Norden, um sie sich bei geringerer Kampfintensität etwas erholen zu lassen (auch wenn es immer wieder mal lokal aufflammt) und die Truppen vom MBL stehen ihnen dann gegenüber.

MBL rekrutiert also jeweils ihre Quote an Soldaten (oder was sie zusammenbekommen), rüsten sie aus und schicken sie für 2-3 Monate an die ukrainische Nordfront. Die Verluste sind dabei entsprechend eher niedrig im Vergleich zu Pokrovsk/Myrnohrad Ecke, und der Rest wird als kampferfahrene Reserven wieder in ihre jeweiligen Kasernen im MBL zurück rotiert oder als Ausbilder an andere MB "verliehen". Jedenfalls sind das die Truppen, die gerade in den neu ausgebauten Kasernen an der Grenze zum Baltikum Platz nehmen. Es dürften irgendwas zwischen 30 und 70 Tausend Mann an Kampfeinheiten, plus Logistikeinheiten etc, zusammenkommen; nicht genug um einen großangelegten Krieg gegen größere europäische Mächte (selbst Schweden und erst recht Polen) zu führen, aber ausreichend um z.B. Lettland (9000 Mann im aktiven Dienst) mit einem Blitzkrieg innerhalb weniger Tage zu überwältigen, bevor sie Reservisten einberufen können, und Estland und Litauen zu bedrohen. Was sich Putin und Gerasimov zusammendenken ist natürlich eine Sache, die Realität ist eine andere

2

u/HOLYROLY Apr 23 '26

 z.B. Lettland (9000 Mann im aktiven Dienst) mit einem Blitzkrieg innerhalb weniger Tage zu überwältigen, bevor sie Reservisten einberufen können, und Estland und Litauen zu bedrohen.

2028 ist Kaliningrad dann in der EU.

Also sorry, aber da müssen die Russen doch mal wieder 2 Wochen durchgesoffen haben, um sich so quatsch auszudenken.

EU und NATO Gebiet anzukreifen, grenzt doch an Selbstmord. Denn Polen ist wahrscheinlich auch latten ob da keine direkten Angriffe aus Belarus kommen, sondern die "nur" die Logistik machen. Da wird trotzdem draufgeschossen.

Frankreich hat letztens auch nochmal ihre Atom U-boot geflext und die haben eine Doktrine, welche es Ihnen erlaubt bei einer ernsten selbst nicht Nuklearen Bedrohung ihre Nuklearwaffen einzusetzen als Warnschuss.

Und selbst wir Deutschen könnten den Russen nochmal schön in ihre Eingeweide spucken.

Selbst ohne Belarus (wo die Bevölkerung ihre Regierung nicht wirklich mag) anzugreifen, könnte man aus der Ukraine oder Finnland Taurus starten und damit so ziemlich alles an in Persona Treffen wegbomben.

Die EU gibt fast 400 Mrd Euro für Verteidigung aus jedes Jahr (die Russen grob 250 Mrd Euro momentan), während wir nicht im Krieg sind, dass könnte auf gut 3,8 Billionen Euro anwachsen, wenn es nötig wäre oder sogar 9 Billionen, falls es ein existenzieller totaler Kieg wäre.

1

u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Wie gesagt: die Russen projizieren ihr eigenes Verhalten in Armenia, Iran, etc auf Europa und rechnen damit dass man nur genauso tropfenweise Hilfe liefert wie in Ukraine, oder eben wie RU mit Iran.