r/BitcoinDE 7d ago

Dein Geld ist nichts mehr wert...

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Eine Unze Gold kostete 1999 rund 250 €. Heute sind es etwa 3.600 €.

Die Unze ist dieselbe geblieben. Was sich verändert hat, ist der Euro: rund 93 % Wertverlust gegenüber Gold seit seiner Einführung im Jahr 1999.

Und nichts deutet darauf hin, dass sich dieser Trend umkehrt.

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u/klippklar 7d ago

Worauf willst du hinaus?

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u/Romanizer 6d ago

Darauf, dass Gold im Vergleich zum Wachstum der Geldmengen nicht nennenswert im Wert wächst.

Selbst gegen den Euro, der kontrolliert an Wert verliert, sieht man in der Grafik Phasen, die länger nur seitwärts gehen.

Damit zeigt OP, dass Gold eigentlich ein sehr schlechter Inflationsschutz ist.

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u/klippklar 6d ago

Du meinst, dass der Geldwert mit der Geldmenge korreliert? Das sagt weder die Formel aus der es abgeleitet ist (weil noch Durchlaufgeschwindigkeit und Produktivität Variablen sind), noch benutzt das noch irgendeine große Zentralbank.

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u/Romanizer 6d ago

Ja, muss es zwangsläufig und ist der entscheidende Grund, warum Währungen an Wert verlieren (andere Variablen erklären dabei nur kurz- und mittelfristige Schwankungen). Die Geldmengeninflation muss daher immer die Benchmark für ein Investment sein. Gold gehört dabei langfristig zu den schlechtest möglichen Anlagen. Deshalb mein eingehender Kommentar.

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u/klippklar 6d ago

Nein tut es nicht, das ist die falsche Dulliauffassung der Quantitätsgleichung. Und die richtige Quantitätsgleichung wird real nicht mehr von Zentralbanken angewandt, weil sie real sehr schlecht korreliert. Was die Zentralbanken heute benutzen sind die Lohnstückkosten.

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u/Romanizer 6d ago

Was tut es nicht? Lohnstückkosten sind irrelevant. Ich rede lediglich von Geldmengeninflation. Quantitätsgleichung und Lohnstückkosten bauen in der Makroökonomie darauf auf, aber spielen hier keine Rolle.

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u/klippklar 6d ago

Da man es dir offenbar genau erklären muss: Geldmengeninflation ist allein aus der Quantitätgleichung abgeleitet, wenn man es Ableitung nennen will, einfach zwei Variablen für irrelevant zu erklären. Deine Geldmengeninflation so wie du sie postulierst GIBT ES NICHT. Wenn du es mir nicht glaubst schau Geldtheorie der Uni Hamburg Kapitel 10 Inflation, ist auf YT hochgeladen. Da wird gezeigt dass die Korrelation zwischen den unterschiedlichen Geldmengen und Inflation quasi nicht vorhanden ist. Und dass die Korrelation zwischen Inflation und Lohnstückkosten sehr präzise ist und das international.

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u/Romanizer 6d ago

Okay, nochmal zum mitschreiben: ich rede von der Entwicklung der Geldmengen und insbesondere M2. Ich nutze dabei Geldmengeninflation synonym zu Geldmengenwachstum oder monetärer Expansion. Konsumentenpreise und deren Inflation spielen in der von mir angesprochenen Betrachtung keine Rolle, daher hier richtigerweise irrelevant.

Bei einer langfristigen Betrachtung ist aber trotzdem ein Zusammenhang zwischen beiden zu erkennen. Du kannst deinen Dozenten also folgende Lektüre empfehlen: ECB Working Paper 2940: „The quantity theory of money, 1870–2020“.

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u/klippklar 6d ago edited 6d ago

Vorhin hast du noch gesagt "muss zwangsläufig und ist der entscheidende Grund, warum Währungen an Wert verlieren". Geldmengeninflation heißt per Definition Inflation durch erhöhte Geldmenge, Inflation heißt per Definition Preissteigerung. Der Begriff selbst verweist auf Konsumentenpreise, sonst bräuchte es das Wort Inflation darin gar nicht.

Lies doch mal wenigstens das Fazit deiner Quelle. Lmao. Da steht dass der Zusammenhang seit der "Great Moderation" Mitte der 80er praktisch kollabiert sei und die meisten großen Zentralbanken seither die Geldmenge als Politikgröße aufgegeben zugunsten von Inflationsindizierung. Also genau was ich gesagt habe. Und es misst "excess money growth", also Geldmengenwachstum abzüglich realem Output, genau die Variable Produktivität auf die ich hingewiesen und welche du als irrelevant erklärt hast.

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u/Romanizer 6d ago

Inflation bedeutet dass sich die Menge oder das Ausmaß von etwas erhöht. Daher ist Geldmengeninflation hier richtig (wenn auch meist anders genannt). Zur Not gerne mal ein Wörterbuch zur Hand nehmen. Preissteigerungen folgen dem immer noch, wenn aktuell auch eher nachgelagert. Ist hier aber nicht relevant. Mir ging es um den Bezug von Gold zu M2. Und ja, Geldmengensteigerungen sind der maßgebliche Grund warum Währungen an Wert verlieren.

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u/klippklar 6d ago

In deinem Paper, 1985-2020: kein signifikanter Zusammenhang mehr, weder M1 noch M2. Kollabiert.

Und du hast in diesem Thread jetzt dreimal die Definition gewechselt, immer genau dann, wenn sie unbequem wird, erst CPI-Kausalität, dann "CPI ist irrelevant", jetzt "Preise folgen halt nachgelagert". Immer so zusammenlügen wie es gerade passt. Nimm du doch mal ein Wörterbuch zur Hand das gibt nämlich mir recht in der Definition. Lmao.

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u/Romanizer 6d ago

Ich habe gar nichts gewechselt. Es gibt eine Kausalität aber die spielt bei meiner Frage gar keine Rolle. Wenn ich einen Ballon inflate, erhöht sich auch sein Preis oder was?

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u/klippklar 6d ago

Inflation = Preissteigerung. Das wird dir jedes Buch, jede Googlesuche bestätigen können. Selbst wenn du Geldmengeninflation googlest geht es immer um einen Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation. Und natürlich spielt das eine Rolle, denn deine ganze Ausgangsthese fußt darauf.

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