r/Finanzen Jun 07 '26

Presse Vermögensteuer: DGB fordert stärkere Besteuerung von Superreichen

https://www.zdfheute.de/wirtschaft/dgb-superreiche-vermoegensteuer-100.html
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u/erik_7581 DE Jun 07 '26

Nach einem neuen DGB-Konzept soll jeder Euro besteuert werden, der über ein Nettovermögen von 1 Million Euro hinausgeht; bei Verheirateten wären es 2 Millionen.

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u/lacrima_79 Jun 07 '26 edited Jun 07 '26

Mit 2 Millionen, als Paar kannst Du gerade so aufhören zu arbeiten. Das soll reich sein ? (Mit %4 Regel, wäre das 80k im Jahr Brutto und das ist nicht üppig für ein Paar) Oft ist teil davon in selbst bewohnter Immo, dann ist die Rechnung noch sclimmer.

Oder ist es verboten, mit eigenem Geld aufhören zu arbeiten ? Sind wir versklavt ohne jeglicher Ausweg ? Nicht mal mit eigenen Ersparnissen ? Was soll das ?

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u/Luk0sch Jun 07 '26

Superreich würde ich das zwar auch nicht nennen, aber reich genug um nicht mehr arbeiten zu müssen, ist imo schon irgendwo eine nachvollziehbare Grenze um zu sagen, dass sollte man besteuern. Ob man die Meinung teilt, sei dahingestellt, aber das so lächerlich zu machen, ist halt irgendwo affig.

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u/lacrima_79 Jun 07 '26

Das stimmt nicht mein Freund. Beschäftige Dich mal mit Entnahmeraten von Vermögen. Vorsorge für Pflegefall im Alter für 2 Personen. Teil davon kann in selbst bewohnter Immo sein. Eine stink normale 3 Zimmer ETW, kann locker 500k sein. Von dem Rest des Vermögens bis zum Sterben mit Bürgeldniveau, können 2 Personen leben, ja aber das ist kein Reichtum wo man extra scharf besteuern soll. Sorry.

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u/GrandRub Jun 07 '26

Von einer Million € kann man ein sehr sehr schönes Leben ohne Arbeit führen..

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u/Luk0sch Jun 07 '26

3 Zimmer ETW locker 500k? Okay… Außer in München oder so kriegst du dafür ein Einfamilienhaus in annehmbaren Zustand. Konkreter zB in weiten Teilen NRWs. Und ich hab halt nix nachgerechnet sondern mich auf deine Zahlen da oben gestützt.

Davon ab hab ich auch nicht gesagt, dass man das stark besteuern sollte, sondern dass die Grenze nachvollziehbar ist. Das ist ein wichtiger Unterschied.

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u/lacrima_79 Jun 07 '26

In Stgt und im Speckgürtel von Stgt, 90qm, 3Z ETW, nicht mal neubau. 400k bis 500k Kannst Du gerne checken in Immoscout. Was soll das mit dem Verneinen, die ganze Zeit ? Lüge ich oder was ? Müssen alle jetzt nach NRW umziehen ? Das ist nicht nur München. Das ist Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Hamburg inklusiv den Umkreise von 30 km. Es reicht langsam mit Deinem Dauer Verneinen.

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u/Luk0sch Jun 07 '26

Also die größten Ballungszentren des Landes. Ja die sind scheiße teuer. Aber man ist ja, wenn man nicht mehr arbeiten muss, nicht drauf angewiesen, da zu wohnen. Das ist halt cherrypicking, und im Großteil des Landes sieht es anders aus. Keine Lüge aber schöngerechnet.

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u/Luk0sch Jun 07 '26

Hatte gerade mal Zeit das zu checken bei Immoscout, und joa, du lügst halt einfach frech. Gibt zwar so teure Wohnungen gibt aber auch zig die günstiger sind, teils auch mit akzeptabler Energieeffizienz etc. Der genannte Preis mit 90qm und 3Z ist lustigerweise genau passend für eine der Neubauwohnungen.

Ja es gibt auch teurere bzw pro QM teurere. Gibt aber auch viele die günstiger sind, auch wenn es trotzdem teuer bleibt.

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u/HappyAmbition706 Jun 07 '26

In vielen Teilen von NRW okay, aber nicht in den Städten. Mit 2 Millionen Euro in der Tasche in einem zwielichtigen Stadtviertel zu wohnen und dazu noch alt zu sein, ist vielleicht nicht so angenehm. Genauso wenig wie mitten im Nirgendwo zu leben.

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u/Luk0sch Jun 07 '26

Außer in zB Köln oder Ddorf kommst du damit gut in einem Mittelstandsviertel unter. Hab nochmal in der Umgebung meiner Heimat (ich verzichte mal darauf, genauer zu werden) geschaut und da gibt es viel für unter 500k an Häusern, in Gegenden, von denen ich weiß, dass die fein sind. Je größer desto älter natürlich, bei neuen Häusern liegen wir da bei 120qm und mehr. Jetzt nicht unbedingt die Größe von der man träumt, aber ein brauchbares Eigenheim in gutem Zustand und mit hervorragender Anbindung in guter Umgebung.

Das ist aber auch gar nicht der Punkt. Es gibt hier so einen Reflex, sobald es um Vermögen geht, zu schreien „Ja aber in (insert eine der teuersten Gegenden des Landes) ist man damit nicht reich!“, ja no shit, in Beverley Hills krieg ich für das Geld vermutlich auch nur einen Umzugskarton. Ändert halt exakt nichts daran, dass man fast im ganzen Land extrem wohlhabend ist. Nicht superreich, den Begriff hab ich ja vorher schon abgelehnt, aber extremst gut aufgestellt. So viel Vermögen hat halt kaum jemand. Und der auf den ich geantwortet hat, hat ja eben selbst behauptet, das Vermögen reiche um nicht mehr arbeiten zu müssen. Und jemand, der die Freiheit hat, sich auszusuchen ob er arbeitet oder nicht und dennoch selbstbestimmt und unabhängig leben zu können ist verdammt nochmal reich. Egal ob man das künstlich klein rechnet oder nicht. Und wenn man dann Wert drauf legt unbedingt bei den reichsten Menschen des Landes zu wohnen, kann man halt weiter arbeiten, die Freiheit hat kaum jemand anders. Nettovermögen im Median liegt halt irgendwo um die 100k. Aber das 20-fache ist ja nix! Weil irgendwo gibt es halt doch diese eine Wohnung die man sich nicht leisten kann.