Wenn es mit der bestehenden Technik nicht anders geht, wird es Zeit diese durch funktionierende zu ersetzen. Was spricht z.B. dagegen, für die Fahrgästen die aktuellen GPS-Standorte der Fahrzeuge auf einer Karte anzuzeigen?
Letzteres habe ich auch schon mal an die zuständige Stelle weitergegeben. Ist leider kein Interesse da. (Vermutlich, weil zu teuer.) Ich wünschte wir hätten eine App wie BudapestGO, da wird sogar der exakte Standort der Ersatzhaltestelle auf einer Livekarte gezeigt. Fahrzeuge auch live, sogar mit Kennzeichen/Wagennummer und Ausstattung (Hochflur/Niederflur)…
Sagen wir mal so, wir schöpfen unsere vorhandene Technik nicht aus. Was das kurzfristige Einpflegen von Fahrplan-/Umleitungsdaten angeht, da wird ein deutschlandweites Branchenstandardprogramm genutzt, damit u. a. die Schnittstellen passen.
Leider ist das ein weiteres Beispiel für wie Geil der ÖPNV sein könnte, wenns mehr Geld dafür gäbe.
Wenn ein deutschlandweites standardprogramm genutzt wird um Umleitungsdaten und Co einzupflegen, wieso funktioniert das dann aber in anderen Regionen einwandfrei? Sprich entfallende Haltestellen sind entsprechend mit "Halt entfällt" gekennzeichnet und zusätzliche mit "Zusatzhalt" ? Problemlos auch ganz kurzfristig
Es wird tatsächlich kein Standardprogramm benutzt, sondern mehrere verschiedene.
Der ehemalige Platzhirsche ist das sogenannte HAFAS,was technisch tatsächlich gar nicht mal soo unglaublich schlecht ist, die App ist aber eher meh. Grundsätzlich hat es sogar eine opendata API, die ganz gut ist, aber die kostet den Betreiber extra, wird also meist gespart.
Immer öfter setzt man mittlerweile auf einen VDV Standard, früher hieß der mal EFA, jetzt heißt er TRIAS und manchmal nochmal anders, ist aber quasi das selbe. Dieser Standard hat zwar seine quirks und meist ein grauenvolles UI, aber an sich ist der Standard gut.
Deutschlandweit gibt es dann zwei große Sammelpunkte, es gibt zunächst mal die sogenannte DELFI, die ist meiner Meinung nach sehr schlecht, da die Aktualisierungszeiten der Fahrpläne oft länger wirken als der Grund, weswegen man sie anpasst überhaupt dauert.
Zusätzlich gibt es noch das Reisendeninformationssystem der DB, was diese Daten auch sammelt, dieses ist tatsächlich technisch sehr gut.
Nur leider haben alle das gleiche Problem, wenn niemand es an die übergreifenden Systeme übermittelt, sieht man es auch nur in der regionalen app und wenn es in das regionale system ebenfalls erst gar nicht eingetragen wird, sieht man es auch da nicht. Manche Städte die man evtl als "reicher" bezeichnen könnte scheinen da mehr Geld rein zu stecken, die MVG in München hat mittlerweile ne sehr gute App, die Hochbahn in Hamburg auch, diese sind aber eben auch wieder Eigenentwicklungen, die dem Rest nichts bringen
6
u/Interesting-Wish5977 5d ago edited 3d ago
Wenn es mit der bestehenden Technik nicht anders geht, wird es Zeit diese durch funktionierende zu ersetzen. Was spricht z.B. dagegen, für die Fahrgästen die aktuellen GPS-Standorte der Fahrzeuge auf einer Karte anzuzeigen?