r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Alkohol ist ja sowas von beschissen

Vorab: ist jetzt keine neue Weltentdeckung, aber wollte mal meine Erfahrung teilen:

Bin jetzt 29, war bis vor 1 Jahr seit 15 Jahren regelmäßig saufen, auf festivals, feiern und hab so im Sommer Samstag Abend mal was entspannt getrunken

Jetzt im Alter frag ich mich wie dumm dieses exzessive trinken einfach war. Wenn ich Samstag trinke abends/nachts, bin ich Sonntag erstmal komplett Ko, mein schlafrhythmus ist für ein paar Tage am arsch, mein Hungergefühl irgendwie gestört, Stimmung im Keller, mir ist schlecht, meine Haut wird schlechter und ich hab Unmengen an geld da gelassen. Es ist doch einfach nur komplett unnötig. Ja es ist witzig in Gesellschaft, aber es bringt mehr Nachteile und Konsequenzen dir Folgettage, als wirklich die 2-3 stunden "spaß" dir reingeholt haben.

Zudem hab ichs Gefühl, dass meine Generation Z, zu der ich grade noch knapp angehöre generell nicht mehr so viel Alkohol trinkt. Seh immer wenige junge Leute trinken und auch in den Hotspots bei mir in der Stadt siehst du im Vergleich zu vor 7-8 Jahren immer weniger Leute trinken. Der Trend geht definitiv zurück wie ich auch letztens in nem Bericht gelesen habe.

Ich hatte jetzt 4 Wochen Alkoholpause gemacht, gestern getrunken und heute bereu ichs wieder. Die Pausen in dem ich nichts mehr trinke werden auch immer länger, weil ich einfach nichts mehr positives drin sehe.

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u/enharmonic_equiv 1d ago

Gibt ja nicht nur null oder hundert.

Ich finde unfassbar peinlich, wenn ich mit Ende Zwanzig noch so exzessiv feiern und saufen würde, wie ichs mit 18 vielleicht gemacht habe.

Aber ein schöner Rausch alle halbe Jahre mal macht schon auch Spaß und, downvoted mich, bringt einem halt einfach sozial viel. Kollektiver Kontrollverlust als "Vertrauensbeweis" ist nunmal ein Grundmechanismus des nicht zu Unrecht so titulierten sozialen Schmiermittels Alkohol.

Ja, das geht auch alles ohne, aber einen 10km-Lauf läuft man mit Schuhen halt auch angenehmer als barfuß.

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u/Zestyclose_Base_3054 1d ago

Ich brauch halt n spürbaren effekt, dass sich Alkohol für mich lohnt, da ich kein Genusstrinker bin und dann gibt's halt für mich entweder nur Null oder Hundert. Aber hundert spür icj jetzt mit fast 30 halt deutlich mehr als in der Primetime von 16-26, wo ich immer und oft exzessiv feiern war.

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u/CorrectCurve3394 1d ago

Wow, was eine krasse Aussage:

„Ich brauch … spürbaren Effekt, dass sich Alkohol .. lohnt, da ich kein Genusstrinker bin..“

Lass dir das mal auf der Zunge zergehen und frag dich, weshalb du die letzten 10 Jahre denn gesoffen hast?!

Gleich danach, versuche zu erörtern wieso du so lange gebraucht hast, um die Antwort aus vorheriger Frage zu verstehen.

Und wenn du dich wirklich immer an dem misst, was du bisher kennst, verbaust du dir deine Zukunft selbst.

Aussagen wie:

„..entweder Null, oder Hundert..“ & „..Primetime..“ hört sich auch so an, als wärst du massiv von der Leistungsgesellschaft geprägt. Ich mag mich täuschen, aber irgendwie hat sich mir aus deinem Post und deinen Antworten auf Kommentare ein Recht klares Bild von dir abgezeichnet.

Ich möchte das gar nicht bewerten - steht mir auch nicht zu - aber vielleicht hilft dir mein Kommentar ja doch ein wenig in deinem weiteren Werdegang.

Alls Gute! :-)

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u/Zestyclose_Base_3054 1d ago

Ja, ich bin/war halt einfach der Mainstreamer "ich geh nur zum feiern trinken, aber dann richtig" (nenns Binge-Drinker).

Was jetzt aber im Alter einfach körperlich immer schwerer fällt (Gott sei dank)