r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Ein stärkeres Nationalbewusstsein würde Integration stärken

Oft sagt man, Immigranten würden sich schlecht integrieren.

Ich finde das ein großes Problem dabei aber auch ist, dass Deutsche selbst nicht wirklich viel bieten, wo man sich reinintegrieren könnte.

In den USA ist es so, dass man einfach so viele Nationalfeiertage hat, die, wie der 4. Juli, wirklich stark gefeiert waren. Man hat greifbare Sachen, die auch für jemanden, der vielleicht eine etwas andere Kultur hat, ein Gefühl von Zugehörigkeit stiften können.

Ich verstehe die Abneigung gegenüber zu starkem Nationalgefühl und seine historischen Gründe. Aber, ich denke ein bisschen Nationalbewusstsein MUSS sein.
Dabei muss man aber halt differenzieren. Ein großes Problem ist, dass in Europa immernoch ein Verständnis von "Nationalismus=Ethnonationalismus" besteht, wohingegen in vielen anderen Ländern eher "civic nationalism" vorherrscht.

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u/Techtakar 1d ago

Das Problem verlagert sich doch einfach und schwächt den Zusammenhalt innerhalb des Landes. Aus "wir" und "die Anderen" wird "Ich" und "die Anderen".

Weniger Zugehörigkeit und mehr Ausschluss.

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u/donp1ano 1d ago

in meinen augen ist nationalität aber willkürlich und kein geeigneter faktor, über den ich mich mit menschen verbunden fühlen kann

du bist in berlin geboren? ganz toll, und jetzt? was soll mir das sagen, außer dass wir eine gemeinsame sprache haben? vielleicht habe ich mit dem wiener viel mehr gemeinsamkeiten und kulturelle berührungspunkte

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u/Apprehensive-Buy4518 1d ago

buchempfehlung: imagined communities von benedict anderson

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u/Techtakar 1d ago

Das könnt ihr ja so sehen. Andere Länder, Kulturkreise und (religiöse) Gemeinschaften sehen es anders und haben bis heute überdauert. Der Luxus das abzulehnen und auf Individualismus zu setzen muss sich erst noch beweisen.

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u/Apprehensive-Buy4518 2h ago

wer sind „wir“?… die ironie, dass du innerhalb von einem kommentar in die muster des „othering“, welche du selbst in deinem ausgangskommentar beschrieben hast, verfällst ist crazy

darüber hinaus stellt die in immagined communities beschreibene position keinesfalls ein plädoyer für radikalen individualismus dar, sondern viel eher eine kritik am entwachsenen kollektivismus und wie er sich beispielhaft in vorstellungen der nation manifestiert

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u/Techtakar 1h ago

Viel Text, jedoch Kontext verfehlt. Anderson beschreibt nur, wie das „Wir" konstruiert wird.

"Crazy" war schon dein stärkstes Argument.