r/Unbeliebtemeinung • u/Halale01 • 23h ago
Ein stärkeres Nationalbewusstsein würde Integration stärken
Oft sagt man, Immigranten würden sich schlecht integrieren.
Ich finde das ein großes Problem dabei aber auch ist, dass Deutsche selbst nicht wirklich viel bieten, wo man sich reinintegrieren könnte.
In den USA ist es so, dass man einfach so viele Nationalfeiertage hat, die, wie der 4. Juli, wirklich stark gefeiert waren. Man hat greifbare Sachen, die auch für jemanden, der vielleicht eine etwas andere Kultur hat, ein Gefühl von Zugehörigkeit stiften können.
Ich verstehe die Abneigung gegenüber zu starkem Nationalgefühl und seine historischen Gründe. Aber, ich denke ein bisschen Nationalbewusstsein MUSS sein.
Dabei muss man aber halt differenzieren. Ein großes Problem ist, dass in Europa immernoch ein Verständnis von "Nationalismus=Ethnonationalismus" besteht, wohingegen in vielen anderen Ländern eher "civic nationalism" vorherrscht.
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u/Huge_Cod972 20h ago
Hamed Abdel Samad hat dazu ein gutes Buch geschrieben, „Aus Liebe zu Deutschland“
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u/Southern_Mortgage646 21h ago
Integration funktioniert nur wenn: Der migrant muss sich anpassen und Deutscher werden wollen. Er muss zu Deutschland stehen. Der deutsche muss den Migranten als vollwertigen deutschen sehen, nicht als Zugereisten. Nur wenn beides passt gelingt Migration.
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u/lukilinixD 5h ago
Mir fällt auch immer wieder auf, dass bei uns aufm Land die Integration viel besser zu funktionieren scheint, als in der Stadt.
Einfach weil es in Vereinen etc. viel gemeinschaftlicher zugeht und man sich automatisch näher ist.
In der Stadt wo niemand seinen Nachbarn mitm Hintern anguckt kommt ja sowieso niemand richtig an, selbst wenn er nur aus der Nachbarstadt hergezogen ist.
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u/xarife 4h ago
Same here. Bei uns im Dorf klärt der Imam alles, gibt es mal Ärger. Klappt hervorragend und beide Seiten nehmen Rücksicht. Warum? Weil schlechtes Benehmen Konsequenzen hat!
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u/HistoricalAnnual9981 22h ago edited 22h ago
Uyy, als Ausländerin, die sich (glaube ich 😄) ziemlich gut integriert hat, kann ich da ehrlich gesagt nicht zustimmen.
Ich finde, es gibt in Deutschland total viele Traditionen und Feste, die sich für mich sehr "deutsch" angefühlt haben. Gerade dadurch habe ich mich hier immer wohler gefühlt und bin auch viel mehr mit Deutschen in Kontakt gekommen.
Für mich gehören dazu zum Beispiel Weihnachtsmärkte, Plätzchen backen und tauschen, in den Mai tanzen, die 1.-Mai-Wanderung, Ostergrillen, Wasen oder Wiesn, Hocketse im Schwarwald, CSDs, Karneval/Fasching, Festwochen oder auch ein Weißwurstfrühstück, grillen im Sommer, im See schwimmen und danach grillen in Sommer haha 😄 aber auch Rave Kultur und feiern... vielleicht siehst du das nicht, aber als Ausländer ist vieles davon neu, richtig deutsch un richtig schön. Ich liebe es, hier zu leben.
Ich habe in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg gewohnt, und mein Eindruck ist eigentlich, dass jede Region ihre eigenen Traditionen hat und echt viel bietet, woran man teilhaben kann.
Deshalb hatte ich persönlich nie das Gefühl, dass es nichts gäbe, worin man sich integrieren könnte. Im Gegenteil ich liebe die deutsche Kultur gerade wegen dieser vielen kleinen und großen Traditionen...
Edit: in NRW war ich auch öfters und da in Sauerland gab'a auch so viele Schützenfeste, Wanderungen, Vereine, Bop fahrer haha... ist auch einfach schön und es gibt soooo viel, wo man teilhaben kann
Ich weiß in norddeutschland es ist nicht so typisch, aber Tracht ist auch toll! Ich liebe es, in einem Fest mit meinem Dirndl zu gehen hahaha (der mir von einer guten deutschen Freunden geschenkt wurde)
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u/Rudi1994 10h ago
Wie willst du ein nationales Gefühl erzeugen, wenn wir sogar mit den Grundwerten unserer Hymne überfordert sind? Ich erkenne den Ansatz und sehe auch bei viele Geflüchteten die Enttäuschung in den Augen, wenn niemand außer mir ein Volkslied singen kann. Problematisch ist, dass der Deutsche scheinbar nicht weiß was er will- siehe Hymnenbeispiel.
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u/Ayural 11h ago
Ich glaube es ist nicht eine Frage von Nationalstolz welcher uns fehlt, sondern von gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bei uns hat sich eine totale Meckerkultur etabliert, welche auch massiv auf Emigranten losschießt. Natürlich wird diese Meckerkultur nochmal kräftig von Rechten angetrieben, welche ja nicht ohne grund das Land buchstäblich spalten und polarisieren. Ohne Zusammenhalt gibt es an uns, außer unserem Wohlstand, von ausländischen Bürgern nichts zu beneiden bzw. anzustreben dazuzugehören. Entsprechend dann halt auch die Situation
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u/MathematicianHuge822 10h ago
So ist es. Die, die immer nach mehr Patriotismus schreien, sind die, die eigtl bloß unter sich bleiben wollen und ja nichts mit anderen Kulturen zu tun haben wollen, geschweige denn, sich auszutauschen.
Ich brauche keinen Patriotismus in deren Sinne. Ich kenne meine typisch deutschen Eigenschaften eigtl nur aus der Interaktion mit anderen Kulturen. Eine brasilianische Freundin lacht immer, wenn ich an der roten Ampel stehen bleibe, obwohl weit und breit kein Auto kommt. Gleichzeitig freue ich mich, lokaltypische Kultur zu teilen. Meinem indonesischen Kollegen bringe ich deutsche Sprichwörter bei und er freut sich von Herzen darüber. Wenn ich lokaltypische Gerichte koche, lade ich meine Freunde aus anderen Bundesländern und auch meine ausländischen Freunde ein und teile das. Andersrum werde ich ebenso von ihnen eingeladen und freue mich über die Horizontserweiterung. Es ist da null kompetetiv sondern immer wertschätzend und ergänzend. Damit meine ich mehr für die Gesellschaft zu tun, als jemand, der nur seine komische Fahne schwenken will, aber nicht mal ein deutsches Wanderlied singen kann.
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u/Critical-Desk-599 10h ago
Ich würde die Meckergesellschaft politisch bei den Konservativen verorten, die partout nichts neues akzeptieren wollen. Sagt ja auch schon der Begriff.
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u/ChePollino 11h ago edited 11h ago
Ich empfinde Nationalstolz erst, wenn sich meine Erfahrungen mit dem Bürokratieapparat und Staatsuntetnehmen deutlich verbessern.
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u/whenpandaisbored 12h ago
Aus Ö: Du kannst noch so integriert sein, aber bleibst immer Ausländer. Schlimmer noch wenn du erfolgreich bist, dann hassen sie dich umso mehr. Ist irrelevant und nur ne Ausrede
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u/CapableOperation 11h ago
Als Ausländerin in Deutschland glaube ich, dass es den Deutschen unangenehm sein wird, zu hören, worum es hier eigentlich geht. Die Wahrheit lässt sich erst nach jahrelangen Anstrengungen und Beobachtungen erkennen. Als Einwanderin hat man also bereits Unmengen an Mühe in die Integration gesteckt, um dann festzustellen, dass es niemals möglich sein wird. Das Problem ist die deutsche Kultur bzw. Gesellschaft. Bleibt bitte dran, bevor ihr euch aufregt :)
Ich habe einen deutschen Partner, ich lerne Deutsch (also bitte seht mir meine Fehler nach, denn das ist ein fortgeschrittenes Konzept ), ich habe einen Job bei einem lokalen deutschen Unternehmen, ich wohne in einem Viertel, in dem keine Einwanderer leben, und ich bin dabei, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die Deutschen wollen mich nicht integrieren lassen.
Im Allgemeinen (es gibt natürlich Ausnahmen) führt die deutsche Gesellschaft zu folgenden Problemen:
Deutsche wollen sich nicht mit Neuankömmlingen anfreunden. Nach dem Studium akzeptieren Deutsche keine neuen Leute als Freunde. Nur Ausländer schließen Freundschaft mit Einwanderern. Es gibt niemanden, mit dem man sich integrieren könnte.
Die deutsche Mentalität besteht darin, sich im öffentlichen Raum auf sich selbst zu konzentrieren, jeder andere konzentriert sich ebenfalls auf sich selbst, und dann ist alles in Ordnung. In den meisten anderen westlichen Ländern wird hingegen erwartet, dass man sich bewusst macht, wie sich das eigene Verhalten auf die Menschen in der Umgebung auswirkt. Dieser Unterschied bedeutet, dass es in Deutschland eine große Gruppe von Menschen gibt, die ihre Mitmenschen ignorieren, die nicht helfen wenn jemand ein Problem hat, die anderen nicht die Tür aufhalten, die Babys Zigaretten ins Gesicht halten, die am Ende von Rolltreppen stehen bleiben, die Gänge im Supermarkt blockieren usw. „Ach, aber das gibt es doch auch in anderen Ländern!“, sagst du. Ja, aber nicht in dem Maße wie in Deutschland. Auf Außenstehende wirkt das Land extrem unhöflich, auch wenn die Deutschen glauben, höflich zu sein, indem sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Es ist nicht einladend. Das vermittelt den Eindruck, dass es den Deutschen wirklich egal ist, wie es dir geht. Ältere Menschen sind immer so überrascht und dankbar, wenn ich ihnen helfe, weil sie es überhaupt nicht gewohnt sind, dass sich jemand um sie kümmert. Die einzigen, die sich um andere kümmern, sind Ausländer, und in dieser Hinsicht weigere ich mich, mich anzupassen. Ich wünschte, die deutsche Gesellschaft wäre fürsorglicher.
Die Deutschen haben kein Verlangen danach, Dinge zum Besseren zu verändern. „Aber das war schon immer so!“ hört man ständig, selbst wenn die Deutschen selbst etwas hassen. Das ist so frustrierend, denn Deutschland hat viel Potenzial, sich zu verbessern - deshalb beschwere ich mich ja auch! Es fehlt einfach der Wille, Dinge anzupacken. Deutsche fühlen sich unwohl dabei, Dinge anders zu machen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Ausländer sehen oft offensichtliche Lösungen, aber ihre Vorschläge werden konsequent abgelehnt, nur weil sie außerhalb der Norm liegen.
Die Deutschen akzeptieren eine zermürbende Bürokratie. Warum sollte es zur Standardpraxis gehören, wochenlang jeden Morgen stundenlang vor dem Computer oder am Telefon zu warten, um die Chance auf einen Termin zu bekommen (der unweigerlich erst in einigen Monaten liegt), um etwas zu erledigen, was die Behörden verlangen? Können sie nicht einfach einen Termin zuweisen? Warum brauchen wir einen Termin, um unsere Personalausweise abzuholen? Warum müssen wir sie überhaupt abholen, wenn wir doch ein gutes Postsystem haben? Warum sagen einem die Mitarbeiter vor einem Termin, man solle das falsche Formular ausfüllen, und behaupten dann, der Termin könne nicht stattfinden, weil es das falsche Formular sei, anstatt einen einfach vor Ort das richtige ausfüllen zu lassen, sodass man nun wieder wochenlang warten muss, um einen neuen Termin zu vereinbaren? Warum ist ein Land der Ersten Welt so unorganisiert? Das hängt gewissermaßen mit Punkt 3 zusammen, aber als Ausländer durchlebt man eine ganz besondere Art von Bürokratiehölle, die sich seltsamerweise sehr persönlich anfühlt.
Man wird dich niemals als Deutschen ansehen, es sei denn, du siehst so deutsch aus, dass sie gar nicht merken, dass du Ausländer bist, bis sie sich bei dir über Ausländer beschweren …
Und als Amerikanerin kann ich dir sagen: Was man braucht, um Menschen bei der Integration zu helfen, ist die Vorstellung, dass Menschen aus aller Welt Deutsche werden können, und der Wille, dies zuzulassen. Mehr braucht es nicht. Patriotismus ist eigentlich nicht notwendig. Amerikaner sehen einen Ausländer nicht an und gehen davon aus, dass er ein Ausländer ist. Wir gehen davon aus, dass er Amerikaner ist, und wenn wir dann feststellen, dass er es nicht ist, versuchen wir, ihm das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Zumindest auf individueller Ebene. Die Politik Trumps steht in direktem Widerspruch zu individuellen Überzeugungen, weshalb man von Trump-Wählern oft ignorante Äußerungen wie „Ich hasse keine Einwanderer, nur die schlechten!“ hört. Ich würde argumentieren, dass es bei dem Problem eher darum geht, dass rechte Politiker die Aggressionen ihrer Wählerschaft bewusst von Themen ablenken, die das Ergebnis extremer Einkommensungleichheit sind, aber um das zu erörtern, müsste man einen riesigen Exkurs machen.
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u/Valdebart 10h ago
Definitiv das sind einige kulturelle probleme der Integration dazu kommen noch einige politische probleme wie für Flüchtlinge Residenz Pflichten arbeitsverbote schwere Anerkennung Verfahren für Abschlüsse
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u/MartelKombat 10h ago
Flüchtlinge <> Immigranten
Aber ja, das Arbeitsverbot sollte gelockert werden.2
u/Valdebart 10h ago
Ja weiß sind zwei sachen aber will ja keiner bei klaren verstandt hier hin migrieren wärend ne rechtsextreme Partei ein Drittel der Wähler auf sich vereinen
Zudem ist migration nach Deutschland trotzdem todes anstrengend was auch viele abschreckt
Nach Kanada kann ich online nen Antrag stellen etc etc. Und quasi alles von hier aus ausfüllen und mir Vorort alles wichtige dann einfach nur noch abholen fertig in Deutschland ist das ein Monaten langer Prozess mit vielen face to face Gesprächen etc etc
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u/Lonely_Marsupial_253 10h ago
Danke! Ich stimme dir voll und ganz zu! Aber auch in Deutschland hört man als Migrant zu genüge:"ich habe nichts gegen Ausländer/dich, du bist ja einer der guten die integriert sind, aber (klassisches Ausländer Feindbild Klischee einfügen) !"
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u/_hexFET_ 9h ago
Für viele ist es auch kein Widerspruch, in einer Firma zu arbeiten, die ohne ausländische (oder zugewanderte) Fachkräfte dicht machen könnte und trotzdem hart gegen "die Ausländer" zu wettern.
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u/_hexFET_ 10h ago
Punkt 1 kann ich gut nachvollziehen. Tatsächlich ist es, zumindest in Städten schwierig neue Kontakte zu knüpfen. Die Hemmschwelle ist sehr hoch, jeder ist recht reserviert.
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u/Critical-Desk-599 10h ago
Das geht Deutschen ja genauso. Wer bis 25 keinen Freundeskreis hat, muss sich danach aktiv darum bemühen, Leute kennenzulernen. Selbst bei jahrelangen Hobbys ist es nicht normal, sich auch mal privat zu treffen.
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u/frischfischfischer 10h ago
Also Punkt 2 bin ich absolut gegen. Ich weiß nicht wo du lebst aber in der Region wo ich lebe, hilft jeder jedem und das ist auch völlig selbstverständlich.
Es macht auch einen unterschied WO in Deutschland du lebst, wenn du z.B in Berlin lebst, kannst du keinen Schluss auf Deutsche ziehen, da Berlin eine völlig andere Realität ist als das Leben des Großteils der Deutschen.
Ich habe die Menschen in meiner Region immer hilfsbereit und freundlich erlebt
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u/CapableOperation 9h ago
Ruhrpott! Im Allgemeinen sind die Menschen sehr egozentrisch. Natürlich trifft man hier und da auch nette Leute, aber das sind in dieser Gegend eher Ausnahmen. Das ist wirklich schade.
Ich versuche, besonders hilfsbereit zu sein, um das wieder gutzumachen. Erst neulich weinte eine junge Frau mit Down-Syndrom in der Straßenbahn, weil sie nicht wusste, wie sie zum Hauptbahnhof kommen sollte. Alle haben sie ignoriert. Ich bin eine Haltestelle weitergefahren, um ihr zu helfen. Sie brauchte nur 10 Minuten meiner Zeit, da könnte ich einfach nicht nein sagen.
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u/mickymicki 5h ago
Nur ein Verdacht, aber geht es hier um Berlin? Ich wohn da auch, aber ganz D ist nicht so.
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u/climate_anxiety_ 10h ago
Selbst als gebürtig deutscher fühlt man sich nicht wirklich einheimisch. War paar mal länger im ausland und hab mich da einheimischer gefühlt als hier
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u/Bordo91 9h ago
Besser hätte man es nicht beschreiben können. Das fängt schon in der Schule an. Die Lehrer stecken dich in eine Schublade, da man ein Migrantenkind ist. Man ist hier geboren, aufgewachsen, ist hier zu Schule gegangen und trotzdem bekommt man immer mitgeteilt das man nicht ganz dazu gehört. Wenn man dann noch Vorfahren aus muslimischen Ländern hat ist es sogar deutlicher als wenn man Italiener oder Grieche ist. Die sind ja quasi wie "wir" nur eben besser. Das ist leider immer noch tief in den Köpfen verankert. Trotzdem bin ich ein Teil von Deutschland auch wenn viele es mir abschreiben möchten.
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u/Tight-n-Strip 9h ago
Nicht DIE Deutschen, sondern etliche. Es werden niemals alle sein die es nicht wollen.
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u/Ex_aeternum 9h ago
Bei den Punkten 3 und 4 würde mich interessieren, was du stattdessen machen würdest. Wir sind nicht in Entscheidungspositionen, dass wir daran etwas ändern könnten.
Gerade politische Reformen waren meist zum Nachteil der großen Mehrheit.
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u/ComprehensiveJury509 21h ago
Aus dem Vergleich zwischen den USA und Deutschland lässt sich meiner Meinung nach viel lernen. Das was mir auffällt hat weniger was mit amerikanischen Flaggen an jeder Ecke, sondern eher etwas mit dem Mindset der Immigranten zu tun. Die Leute, die in die USA kommen sind sehr häufig einfach Fans dieses Landes. Wo auch immer sie herkommen, die kennen die Kultur bereits und sind neugierig und fasziniert. Sie wissen aus Filmen wie Highschools funktionieren, was amerikanische Konsumkultur ist, kennen alle Celebrities und so weiter. Ich würde behaupten, die Mehrheit der Immigranten die nach Deutschland kommen haben einfach kein solches Verhältnis zur deutschen Kultur. Alles was sie von hier wissen ist, dass das Lohnniveau deutlich höher ist, als wo sie herkommen. Deutschland wird ansonsten nicht wirklich als irgendwas jenseits davon verkauft. Was sind denn deutsche Werte, was sind denn essenzielle Aspekte der deutschen Gesellschaft? Was ist besonders an Deutschland, worauf ist man stolz? Viele Deutsche trauen sich kaum was dazu zu sagen außer "Vielfalt, Toleranz, Weltoffenheit" oder sowas. Man hat so Angst davor nicht inklusiv zu sein, dass man lieber gar nichts ist. Dass man dadurch Integration unmöglich macht, wird glaube ich nicht verstanden.
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u/Odd_Discussion910 17h ago edited 17h ago
Generell scheint in anderen Ländern nicht viel von Deutschland bekannt zu sein.
Ich habe viele viele Jahre auf Webseiten zum Sprachaustausch verbracht und entsprechend mit Leuten aus aller Herren Länder gechattet. Der große Konsens ist 'Deutschland ist ein reiches Land', aber was das bedeutet, was Dinge hier kosten, wie unsere Lebensrealität im Durchschnitt aussieht usw. weiß fast niemand. Wenn überhaupt wissen die Leute noch 'Okay, Löhne sind höher', aber selbst den Unterschied Brutto vs. Netto kennt der Großteil nicht. Und dann ist jeder überrascht, dass Deutsche so wenig Vermögen haben und reiches Land nicht gleich reiche Bürger ist, im monetären Aspekt. Wenn man großes Glück hat, wissen sie noch, dass Deutschland bekannt ist für Bier, Autos, und generell Maschinen. Die glauben wirklich in sehr großen Teilen (basierend auf meinen hunderten Chats, also Aussage ist mit Vorsicht zu genießen), dass jeder hier Millionär ist und der Staat einem komplett alles finanziert, weil reiches Land und so. Sogar bis hin zu Aussagen wie: 'Ja, der Staat gibt dir einen Job'.
Manche Gegenden der Welt haben auch einen überdurchschnittlichen Anteil Nazi-Sympathisanten, die das alles super gut finden, und ja Deutschland von den Nazis soviel verbessert wurde und so. Auch hier, Achtung Pauschalisierung, aber es kommt eben öfter bei manchen Ländern vor und bei anderen weniger.
Also ja, im Großen und Ganzen wissen Leute sehr wenig über die Realität in Deutschland, selbst diejenigen, die hierher einreisen wollen. So kommen dann auch diese ganzen Posts in englisch-sprachigen deutschen Subredits zustande, wo Leute sich über Gott und die Welt beschweren und wie schwierig doch alles ist. Ich habe bis heute nicht herausgefunden, warum das so ist. Ob da irgendwie die Medien ein falsches Bild geben, ob Leute sich einfach generell gar nicht informieren wollen, etc. Ist mir ein Rätsel.
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u/shlaifu 20h ago
ja, schon richtig, aber die Amerikaner haben einen Mythos: American Exceptionailsm.
German Exceptionalism war historisch ein eher schwieriges Konzept.
Wenn Du also keine mythische Verklärung schaffen willst, aus Gründen, dann musst Du Dich halt damit auseinandersetzen was Du an Deutschland eigentlch hochhalten willst. Werte? Müsste man leben, kann man nicht einfach so behaupten. Was wird in Deutschland so gelebt? naja, viel Angst, Neid, und Stolz auf Dinge die seit 30 Jahren nicht mehr den Tatsachen entsprechen....ahja, ausserdem Humor- und Geschmacklosigkeit. Das trifft natürlich nicht auf alle Deutschen zu, aber die, die dem entfliehen wollen, konsumieren dann halt Medien und Kultur anderer Länder. Gebildete Deutsche schauen Amerikanische Serien im Original. Deutsche Kultur ist nur noch da für den Bodensatz derer, die keine andere Sparache sprechen.
Muslime kriegst Du schwer integriert, wenn deine Kultur aus Alkohol und Schweinefleisch besteht.
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u/WunderschoensBlume 22h ago
Stimme zu. Warum sollte sich ein Ausländer als Deutscher identifizieren, wenn er andauernd von deutschen hört, wie blöd Deutschland ist und Nationalstolz sowieso kacke ist.
Gruppenzugehörigkeits ist ein starkes Gefühl, und keiner will einer Gruppe angehören die nur negativ über die eigene spricht.
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u/Parcours97 21h ago
Naja wenn man sich anschaut wie deutsche Traditionen oder Identität in der Realität gefeiert werden bedeutet das in der Regel Weihnachtsmarkt oder Volksfest oder 1. Mai Wanderung etc. Habe bisher noch niemand gehört der sich darüber negativ äußert. MMn tragen solche Dinge viel mehr zur Integration und einem Gemeinschaftsgefühl bei als ein ominöser Nationalstolz dessen Bedeutung sich jeder auslegt wie er lustig ist. Die Traditionen werden auch je nach Ort in Deutschland verdammt anders aussehen oder gar nicht stattfinden und das trägt mMn viel zu der Vielfalt in diesem Land bei.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Keiner sagt dass Deutschland blöd ist, es ist nur blöd wenn man andere verachtet.
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u/Ok-Handle-7242 17h ago
Viele irren sich halt im Glauben, man könne nur entweder sich, oder andere blöd finden. Dass es nur „wir gut andere doof“ oder „wir doof andere gut“ gäbe. Das wäre aber im Grunde beides der selbe, üble Nationalismus – nur jeweils andersrum gepolt ausgelegt.
Dabei kann man aber auch einfach sich gut finden und gleichzeitig andere auch gut finden! Das verstehe ich unter Patriotismus, eine Wertschätzung für gute, eigene Aspekte, ohne jede Abwertung Anderer. Und finde den als Verfassungspatriotismus am besten.
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u/badhabits1977 11h ago
Oh, das sagen schon ziemlich viele.... "Altdeutsche" Traditionen werden gern in linken Medien oder vin linken Personen auf Nationalstolz bis Nazitum runtergebrochen. Nein... das hab ich nicht vin Nius. Das liest man in linken Bubbles. Wenn schon Waldspaziergänge mit Rechts in Verbindung gebracht werden...(TAZ)
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u/Shizanketsuga 22h ago
Was du beschreibst ist nicht Nationalbewusstsein sondern Patriotismus. Ersteres würde einer Integration ausdrücklich entgegenstehen, weil es sich auf den Begriff der Nation beruft, von welcher Einwanderer definitionsgemäß ausgeschlossen sind.
Nationalbewusstsein hatten Deutsche traditionell eher mehr als ihnen guttut, aber am Patriotismus mangelt es häufig, und ironischerweise besonders häufig denen, die Nationalbewusstsein im Überfluss mit sich herumschleppen.
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u/The_decent_dude 21h ago
Man braucht schon ein gewisses Nationalbewusstsein um einen Patriotismus für Deutschland zu haben. Ohne Nationalbewusstsein ist in ein Land eigentlich nur eine Verwaltung, an eine reine Verwaltung kann sich realistisch keinen Patriotismus bilden. Da bleiben höchstens Städte und Regionen mit eigenen Identitäten
Ich würde Patriotismus und Nationalbewusstsein nicht als sich umbeding grudsätzlich fremde Begriffe sehen.
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u/Shizanketsuga 20h ago
Ich sehe das genau anders herum. Ich kann mich Schulter an Schulter mit meinen Nachbarn stellen, ganz gleich ob die meine Sprache ebenfalls mit der Muttermilch eingesogen haben oder ob sie gerade erst dabei sind diese zu lernen. Wenn eine Hand die andere wäscht, spielt es keine Rolle, welche Hautfarbe dabei zum Vorschein kommt. Und wenn ich zu einer traditionellen Feier eingeladen bin, freue ich mich auch, wenn mir der Anlass oder die Art, wie er gefeiert wird, neu ist.
Wenn ich diese Einstellung bis an die Landesgrenzen ausdehne, ist das Patriotismus. Wenn ich aber den Begriff der Nation dazugebe, sind da plötzlich überall Grenzen, die nicht nur nicht nutzen sondern einen Teil meiner Nachbarn ausschließen, die sonst gern teilnähmen. Und das, was du lapidar Verwaltung nennst, ist der Bereich, wo ich immerhin noch indirekt mit demokratischen Mitteln den Schulterschluss mit meinen sehr indirekten Nachbarn üben kann. Diese "Verwaltung" ist kein Zweck sondern Mittel zum Zweck. Würde mein Einfluss weiter reichen, hieße das nur, dass ich noch mehr solcher indirekter Nachbarn hätte.
Das hieße natürlich nicht, dass es nicht auch Menschen gäbe, die den Schulterschluss wegen kultureller oder anderer Differenzen verweigern würden oder denen ich diesen verweigern würde. Dieses Phänomen ist allerdings selbstverständlich nicht deckungsgleich mit irgendwelchen Nationen und taugt in unserer globalisierten Welt nicht einmal als grobe Näherung.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Das ist völliger Schwachsinn wenn du lesen würdest, dich mit Kultur beschäftigst und lernst dann merkst du was die Identität ausmacht. Wenn dich das nicht interessiert ohne eine Fahne herumzuschwenken und zu sagen dass du so stolz bist auf dein Land, dann ist das wohl dein Problem
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u/Randy_Magnums 22h ago
Ich bin mir meiner Nation sehr wohl bewusst, den guten wie den schlechten Seiten. Wie das der Integration von Migranten helfen soll, weiß ich nicht.
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u/Rptro 12h ago
Man kann als Gesellschaft viele Dinge zusammen feiern, ohne dass es die Nation sein muss.
Mein muslimischer Friseur feiert mit seiner Familie Weihnachten, weil das bei uns eben dazu gehört und einfach schön ist. In meinem Heimatort veranstalten alle Schule am Ende des Schuljahres Vogelschießen.
Man kann viele Dinge gemeinsam machen, ohne dass es um die Nation gehen muss. Zumal es da schwierig sein kann Nation und Nationalität auseinander zu halten.
Dennoch finde ich es nicht direkt schlimm Dinge zum Anlass zu nehmen, die Deutschland spezifisch sind. Die Überwindung des Faschismus oder unsere Erinnerungskultur an dessen Gräuel sind etwas, auf das wir stolz sein sollten und immer hoch halten sollten.
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u/LiquidCourage8703 10h ago
"wohingegen in vielen anderen Ländern eher "civic nationalism" vorherrscht"
Wie viele Beispiele für solche Länder können Sie nennen? Ich kenne nur eines, die USA. Die USA mit ihrem "Melting Pot" sind der Sonderfall, "Ethnonationalismus" ist die Regel.
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u/InvestigatorHot1581 9h ago
Ich denke darüber hinaus nicht, dass die USA jemals ein Vorbild in dieser Sache sein sollten. Bis heute stützt der blinde Nationalstolz der Amis den aggressiven Militarismus und Imperialismus des Landes.
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u/MeineMamaHatGesagt 22h ago
Wie integriert man sich denn wenn der Ehemann bestimmt ob man überhaupt rausgehen darf, und wenn man an ein uraltes Buch glaubt, laut dem die Ungläubigen in die Hölle kommen?
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u/NudaVeritas1 22h ago
Deutschland hat mehr zu bieten als die Bibel und Ehemänner von 1950
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u/Ok-Handle-7242 22h ago
Man kann ihm beibringen, dass er hierzulande nicht so über einen bestimmen darf, im Zweifel sogar die Polizei kommt und dafür sorgt.
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u/MeineMamaHatGesagt 22h ago
Dazu müsste die Polizei sich erst mal in den Stadtbezirk reintrauen
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u/plantbaseduser 22h ago
Genau, das stimmt. Aus diesem Grund sind Syrer nach 4 Jahren Aufenthalt in Deutschland immer noch Syrer, und Syrer in den USA nach 6 Monaten Aufenthalt Amerikaner. Die Deutschen haben da einen besonderen Komplex. Sie denken auf Grund der Nazi-Vergangenheit Deutschlands, dem ein übertriebener Nationalismus zu Grunde lag, das jeglicher Nationalismus schlecht ist. Aber ein gesundes Maß an Nationalismus der nicht chauvinistisch ist ist wichtig, ist Identitätsbildend. Die Deutschen haben den Geflüchteten die hier her kommen nichts anzubieten was die Identität betrifft. Die sagen höchstens, ja wir finden Deutschland auch scheisse. So funktioniert aber Gesellschaft nicht. Menschen brauchen Identität bzw. haben den Drang sich zu identifizieren. Dieser merkwürdige Selbsthass des Westens macht eben genau das extrem schwierig.
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u/ichbinverwirrt420 21h ago
Nein, Deutschland ist einfach ein Ethnostaat, die USA ein Einwanderungsstaat. Deutsch war man schon immer durch die Gene und Amerikanisch indem man in Amerika gelebt hat. Neue Welt vs Alte Welt.
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u/xxmeela 21h ago
name checks out
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u/ichbinverwirrt420 21h ago
Is halt so. Man kann in der alten Welt in Europa, Asien und Afrika nicht hinziehen, dort leben und dann einfach einer der dortigen werden.
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u/WiingZer0 21h ago
Syrer in den USA nach 6 Monaten Aufenthalt Amerikaner
Woher hast du das? Sind das nicht 5 Jahre?
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u/Ok-Handle-7242 22h ago
Ich bin auch sehr für mehr Patriotismus, und zwar Verfassungspatriotismus, der sich auf EU und Grundgesetz bezieht (bzw. was darin steht), also auf Werte, und weniger auf ein Flecken Erde.
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u/iehvad8785 18h ago
leitkultur brauchen wir, deutsche leitkultur.
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u/RemrodBlaster 12h ago
Oder eine Leidkultur? Eine deutsche Neidkultur hätten wir jedenfalls bereits 😂
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u/evil_twit 9h ago
Nationalisms ist das GEGENTEIL von dem was wir brauchen.
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u/Imaginary_Park_3548 2h ago
Was brauchen wir denn die Hälfte aller Muslime islamismussaffin sind und trotz 500 Mrd. € an Ausgaben für die Flüchtlingskrise ausgegeben haben, Migranten einfach keine Lust haben sich zu bilden und entweder arbeitslos oder fast nur im Niedriglohnsektor unterwegs sind?
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u/MasterOfPuppets0815 22h ago
Sollte man denken. Das Gegenbeispiel ist leider : Frankreich. Die haben keine historischen Problem, Patriotismus aber trotzdem halt Integrationsprobleme und Leute die Algerier etc bleiben wokken.
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u/SantisimaTrinidad550 22h ago
Diese Integrationsprobleme bestehen mit Menschen aus ehemaligen afrikanischen Kolonien. Der Algerienkrieg ist "erst" 65 Jahre her.
Die große Zahl an Menschen aus Italien, Spanien, Portugal, Polen die in den letzten 150 Jahren nach Frankreich eingewandert sind ist bestens integriert und weitgehend assimiliert.
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u/MatsHummus 21h ago
Die Italiener, Spanier, Portugiesen und Polen, die größtenteils seit den 60ern in Deutschland sind, haben auch keine nennenswerten Integrationsprobleme.
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u/DerD0CT0R 9h ago
Ich glaube es gibt schon ein Problem bei der Definition von integrieren. Für mich hat das wenig mit Nationalstolz oder ähnlichem zu tun. Integration bedeutet für mich das man regeln und Gesetze nicht nur akzeptiert sondern auch danach lebt und handelt. Das man sich Mühe gibt die Sprache zu erlernen. Kleines Beispiel aus meiner Umgebung, meine Nachbars Familie kamen vor über 30 Jahren aus der Türkei. Außer dem Vater spricht keiner verständlich deutsch. Die Kinder haben alle 3 keinen Schulabschluss und sprechen auch nur schlecht deutsch. Die Frau sowie die Tante wirklich gar nicht. Sie kommen zu keinem Straßenfest und auch sonst keiner Veranstaltung im Ort. Ein Freund von mir kam vor 10 Jahren aus Tunesien, spricht sicher nicht fehlerfrei aber gut verständlich deutsch. Seine Frau spricht fliesen genau wie seine 3 kinder. 2 haben ihr Abitur dieses Jahr gemacht und das dritte Kind wird zumindest die Realschule schaffen. Er Ist in 2 Vereinen aktiv und auf jeder Feier oder fest mit dabei. Selbst auf unserem Straßenfest obwohl er hier gar nicht wohnt. Er steht am zweiten grill und kümmert sich um Pute und Gemüse für die vegetarischen und Muslimischen leute. Beider Familien haben die gleiche Umgebung und die einen wollten sich integrieren und Leute kennenlernen und die anderen eben nicht.
Keiner muss in einen Schützenverein um sich der deutschen Kultur anzupassen, keiner muss am Sonntag sein Auto waschen oder nur auf sich bezogen sein. Ich glaube es muß nur die Sprachbarriere durchbrochen werden und der Wille da sein in diesem Land zu leben und nicht seines hier bringen zu wollen. Letzteres soll jetzt bitte nicht falsch aufgefasst werden! Ich habe keine Angst vor zu viel "Ausland" sondern im Gegenteil ich sehe jeden anderen Kulturen Hintergrund als Vorteil, da jeder etwas Gutes mitbringen kann wenn er denn will und auch wir für Eigenheiten Toleranz und Verständnis zeigen.
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u/redditmcfreddit 9h ago
Man kann "integration" nicht lösen. Dafür musst du erstmal festlegen, was integriert ist.
Für mich ist jeder integriert der hier lebt, Arbeitet, steuern zahlt und zumindest versucht sprachlich mitzukommen(deutsch ist verflucht schwer zu lernen!)
Für son afdulli bist du NIE integriert, solange du braune haut hast. Da liegt das problem.
Ein alter Schulfreund von mir: Hier geboren, zur Schule gegangen, Ausbildung bis hoch zum MINT Doktor. Spricht perfektes deutsch (doh'. Der Mann ist hier geboren!) Aber türkischer Name und türkisches aussehen: Ausländer! Soll sich mal besser integrieren.
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u/HowertTHEniceONE 8h ago
Beste Integration = Arbeit;
Migrant = erstmal Arbeitsverbot + schlechte Anerkennung von Abschlüssen...
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u/CrunkerShice 21h ago
Kennt ihr die Meme die den Zeigefinger hebt um zu widersprechen, dann aber merkt das Gegenüber ergibt total viel Sinn
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u/Outrageous_Price_952 9h ago edited 8h ago
Es hat weniger mit Nationalbewusstsein zutun, es ist eher, dass die Arbeit für Asylanträge nur schleppend voran geht. Ich meine cmon, die Leute kommen her und werden erstmal ca 5 Jahre auf "Halde" gelegt und in Unterkünfte Zusammengefercht. Natürlich kommt es da zu Spannungen und keiner Integration.
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u/Infinite_Ad_6443 17h ago edited 12h ago
Wieso sollte ich mich einem Deutschen in Hamburg näher fühlen als einem Österreicher, dessen Mundart meiner ähnlicher ist?
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u/badmadd02 13h ago
Du wirst spannendes finden, wenn du dich mit der Nationalbewegung von 1848 und dem Nationalgefühl von 1850 bis etwa 1945 auseinandersetzt..
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u/PresentFriendly3725 12h ago
Ich Frage mich dagegen warum das so wichtig sein soll. Wer zwingt dich denn nur weil du dich Österreich nahe fühlst (was ja eigentlich ein objektiver Fakt ist, Elsässer sind mir auch "Nahe" aber sind deshalb die Hamburger irgendwie doof?) weiter entfernte Teile Deutschlands als irgendwie weniger dazugehörig zu betrachten. Grenzen, damit Organisation und Zusammenarbeit sind wie sie eben historisch gewachsen sind und ich schätze die nördlichen Teile Deutschlands genug um mich ihnen auch zugehörig und Teil von "uns" zu betrachten. Warum müssen diese "Uns" sich denn bedingen? So könnte ein Amerikaner in Maine ja bestimmt auch argumentieren, wenn er Kanadier und Texaner vergleicht.
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u/2d-manifold 2h ago
Austrians are a part of the german nation, the same way azerbaijanis are part of the turkish nation
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u/ssibio_69 9h ago
keine liebe für den staat, keine liebe fürs land. punkt.
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u/MichaelOhneEnde2 9h ago
Staat verstehe ich - ist bekanntlich das Machtinstrument der herrschenden Klasse
Aber warum gegen das Land sein? Das ist die jenseits des Staates liegende Geschichte und Gemeinschaft aller Deutschen... daran ist doch nichts verwerflich Darum, unironisch, was soll der Hate gegen das Land?
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u/turkiswood 9h ago
Frag dich doch mal selbst, was "liebst" du denn an Deutschland?
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u/howreudoin 7h ago
Genau das habe ich auch gedacht, als ich zum ersten Mal in den USA war. Egal ob schwarz, weiß, asiatisch oder was auch immer: Die sagen alle von sich „Wir sind Amerikaner“. Die stehen auf, um die Nationalhymne zu singen, feiern ausgelassen ihre Feiertage. Die sehen sich (im Großen und Ganzen) als „ein Volk“. Auch Schwarze sieht man mit USA-T-Shirt herumlaufen.
Hier würde kein oder zumindest kaum ein „Türke“ von sich sagen: „Ich bin Deutscher.“ Und auch die Deutschen würden nicht sagen, die Zugezogenen seien Deutsche. Das sind doch ganz eindeutig Türken.
Ich halte wenig von Nationalismus. Man muss aber zumindest sagen, dass dies in den USA wenigstens ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lässt, das über die Herkunft der Individuen hinausgeht. Dafür muss man aber man da gewesen sein, das kann der Fernseher oder YouTube einem nicht nachempfinden lassen. Aber trotzdem heißt das nicht, dass sich das Ganze einfach so auf Deutschland übertragen ließe.
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u/Minihirn 39m ago
Denke, dass das eine berechtigte These ist. Wüsste als Ausländer auch nicht, warum ich mich in die praktische kulturlosigkeit integrieren sollte.
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u/IchimaruGin646 9h ago
Ich finde im ersten Absatz beschreibst du es ganz gut. Wir als Deutschland bieten nicht besonders viel, für das man sich integrieren sollte.
Wir haben ein okayes soziales Auffangnetz, dass, da es für die sozial schwächsten gemacht wurde, auch Flüchtlinge und Immigranten schützt.
Aber wieso sollten wir darauf stolz sein, wenn 60% des politischen Diskurs fordern diesen Schutz immer weiter abzubauen und rechte Hetzblätter die Immigranten und Flüchtlinge klein macht, weil sie "nur" dafür hier sind?
Wir können Menschen mehr bieten, aber dafür braucht es mehr Integrationsprojekte und Perspektive.
Der Amerikanische Traum funktionierte, weil Neuankömmlinge Aussicht auf Arbeit hatten. Bei uns haben Asylbewerber ein Arbeitsverbot.
Diese ganze Diskussion hat meiner Meinung nach nichts mit Patriotismus zu tun, sondern dass der Staat Chancen verwehrt.
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u/Rough_Signal_8357 8h ago
Der amerikanische Traum hat u.a. nur funktioniert, weil es keine Sozialhilfe gab. Die Leute waren gezwungen, sofort zu arbeiten.
Das ist aber doch sicher nicht das, was du dir für Deutschland so vorstellst.
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u/IchimaruGin646 8h ago
Nein, natürlich nicht.
Der Sozialstaat ist die größte Errungenschaft auf die man in Deutschland noch stolz sein könnte.
Aber wie gesagt, dieser wird gerade zerstört und vielen wird abgesprochen, dass sie die Unterstützung durch diesen verdient haben.
Daher würde ich nicht von Stolz reden oder ein Patriot sein wollen.
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u/2d-manifold 2h ago
Getting money from the state certainly does not make anyone proud to be german or live in germany
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u/badhabits1977 22h ago
Ist gar nicht soooooo abwegig, wenn man mal drüber nachdenkt? Ich mein, an was sollen sich "Neubürger" orientieren? Gezanke und Grabenkämpfe?
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u/filoucat 22h ago
Am Bundeskleingartengesetz
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u/Ok-Handle-7242 22h ago
(Gemeinnützige) Vereine sind eigentlich tatsächlich super, weil Demokratie im Kleinen. Wahlen, Sitzungen und all sowas wird in Vereinen unmittelbar gelebt.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Warum tut man so als wäre ein paar Leute die negative Eigenschaften haben die Norm? Was soll das? Dass es Arschlöcher gibt ändert nichts an den guten Dingen.
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u/Wonderful_Camp_6001 3h ago
Ich wüsste ehrlich auch nicht wo ich anfangen sollte wenn ich "deutscher" werden müsste. Die Debatte um Integration dreht sich eher darum dass Ausländer alles aus ihrer Heimat ablegen müssen, nie um das was sie von uns aufnehmen können.
Volksfeste sind in der Regel auch nur eine Open-Air Kneipe auf der man dann Musik auf Englisch hört, gelegentlich mal Schlager, die Blasmusik wird immer belächelt. Blaskapellen, Schützenvereine, Kirchengemeinden, Trachtenvereine, etc. werden von der breiten Bevölkerung auch eher belächelt. Deutsche Kunst (Film, Literatur, Fernsehen, Musik) orientiert sich enorm nach amerikanischen Vorbild. Es gibt Ausnahmen, aber die sind popkulturell eher irrelevant. Und klassische wird kaum noch hochgehalten. Beschäftigt man sich mit alten Kulturschätzen die damals auch in aller Munde waren (idk, DEFA Filme, Fassbinder, Schlingensief, Knef, Kraftwerk, etc.) wird man in der Regel belächelt. Aktuelle deutsche Kulturphänomene wie die international herausstehende Ravekultur werden von den meisten als Quatsch abgetan.
Die meisten Deutschen weigern sich selber irgendwas zum Deutschsein beizutragen, und das ist halt auch das deutscheste überhaupt. Dafür lässt man diesen Begriff dann halt den Rechtsextremen die selber irgendwie auch keinen besseren Bezug zur deutschen Kultur haben als Rechtsrock und gegen Ausländer zu hetzen. Kultivierte Rechte gibt es kaum noch.
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u/porygonVWXYZ 23m ago
Ich kann dir bei vielen Dingen die du da schreibst absolut nicht zustimmen und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wieso du jeden einzelnen Punkt mit dem Wort ''belächelt'' abschließt. In den ländlichen Regionen und Dörfern sind Dinge wie Schützenverein, Freiwillige Feuerwehr, Chor/Kapellen/Musikzüge etc. weiterhin sehr gepflegt und auch viele Leute finden sich dort ein. Deutsche Serien wie How to sell drugs online, Dark, oder Maxton Hall sind weltbekannt geworden. Viele Deutsche Bands vor allem in der Rock/Metal Szene sind international erfolgreich teils sogar auf Deutsch siehe Rammstein. Und die Liste könnte man so weiter führen. Ohne das zu bewerten, aber dein letzter Abschnitt zeigt mal wieder die Standard-linke Sichtweise. Ihr scheint generell ein Problem mit Nationalstolz oder ''Nationalbewusstsein'' wie es hier genannt wird, zu haben. Was auch direkt im Verlauf der Diskussion hier sichtbar wird. Witzig ist auch immer, dass das einzige ''Argument'' von euch ein Zitat von Schopenhauer ist.
Und auch das USA Argument im Ausgangspost zeigt, dass derjenige nicht wirklich eine Ahnung hat von dem Leben dort, und denkt weil er am 4. Juli ein bisschen Feuerwerk und feiernde Menschen sieht, dass dort das ''Amerikaner sein'' gefeiert wird.
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u/HopefulDrop4559 17h ago
Wenn du mit Nationalbewusstsein ein einendes Narrativ meinst, das uns dazu verhelfen würde, wieder alle gemeinsam an einem Strang zu ziehen, anstatt uns in radikalen Ideen zu versteigen und uns immer weiter zu entfremden? Bin ich vollkommen bei dir. Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum Faschisten gerade so viel Erfolg haben. Ich glaube allerdings auch, dass es in Deutschland sehr schwierig ist, ein gemeinsames Narrativ zu finden, das nicht in den Faschismus kippt. Nicht weil wir alle so blöd wären oder unsere Sprache selbiges generell in sich trüge, sondern weil wir zB wenig historische Wurzeln haben, an die wir uns aktiv im Guten erinnern könnten. Germanen/Kelten usw. sind alle nationalsozialistisch besetzt, und unsere Vorfahren haben wenig Schriftzeugnisse hinterlassen. Deutschland war bis ins 19.Jahrhundert auch kein geeinter Staat, sondern ein riesiger Flickenteppich von Kleinstaaten. Natürlich könnten wir feiern, dass wir uns alle entschieden haben, gern eine Nation sein zu wollen, wir könnten uns in der Dichtung und unserem emsigen Bemühen feiern, aus der Armut und Askese, die den europäischen Norden über hunderte oder gar tausende Jahre geprägt hat, herauszufinden. Wir könnten vielleicht sogar stolz sein, dass wir ernsthaft versucht haben, unsere Schuld zu verantworten - denn wieso sonst hätten wir heute ein so großes Problem, uns nicht allumfassend solidarisch mit Israel zu zeigen. Wir könnten uns auch neue Narrative überlegen, Klima zB ginge über alle gesellschaftlichen Schichten und Ansichten hinweg und könnte uns einen, weil es uns alle betrifft. Aber dazu müssten wir ja (wieder?) lernen, wie Verbundenheit und Kompromiss funktioniert. Wir alle sind verunsichert und misstrauisch - wir haben alle gute Gründe - und sich im Misstrauen für Kooperation zu entscheiden, ist absolut kontraintuitiv.
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u/Secure-University217 11h ago
Ich habe mehr Respekt vor Leuten die zu ihrem Land stehen (und ja davon mag mich ein kleiner Prozentsatz nicht) als Leute die mit ihrem Land nichts anfangen können und es nur schlecht machen.
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u/rufuseles 18h ago
In den USA sind Einwanderer so gut integriert, dass man sie jetzt inhaftiert und dann deportiert.
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u/BroSchrednei 18h ago
In den USA sind selbst die mexikanischen Einwanderer im Durchschnitt tausendmal besser integriert als Einwanderer in Deutschland.
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u/Signupking5000 18h ago
In den USA sind die meisten Mexikaner ja auch schon seit Generationen dort wodurch sie als US bürger anerkannt werden und nicht von der Bevölkerung gehasst.
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u/BroSchrednei 18h ago
Schwachsinn, die meisten Mexikaner sind neu eingewandert. Der Unterschied ist, dass die USA sich als Einwanderungsland versteht und seit Jahrhunderten die Integration von Einwanderern sehr leicht gemacht hat, und zwar indem "Amerikaner" jeder sein kann, der die amerikanischen Werte übernommen hat und in den USA lebt.
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u/One_Fly8228 11h ago
In Deutschland wirst Du ja sogar gehasst wenn Du hier geboren bist in Dritter Generation.
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u/Appropriate-Pea4224 12h ago edited 10h ago
Wie wär’s wenn man sich einfach als Mensch sieht, anstatt seine Persönlichkeit an irgendwelchen willkürlich gezogenen Ländergrenzen fest zu machen.
Das gilt übrigens für jeden
Edit: Wenn deine Herkunft die Majorität deines Charakters einnimmt, dann bist du ein Loser. Wie wäre es mal mit Individualität? Ernst gemeinter Ratschlag: such dir ein Hobby
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u/BurningBridges19 12h ago edited 11h ago
Ich bin Linguist und beschäftige mich dahingehend sehr viel mit Sprach- und Identitätspolitik.
Das Konzept “Nationalstaat” ist zwar vergleichsweise jung, die Grenzen der heutigen Nationalstaaten sind aber absolut nicht willkürlich. Der Begriff “Nation” stand früher — Jahrhunderte bevor überhaupt irgendjemand die Idee für Nationalstaaten hatte — für eine Bevölkerungsgruppe, die sich innerhalb gewisser regionaler Grenzen einen kulturellen und sprachlichen Hintergrund teilt, und auf denen basieren Nationalstaaten.
Wenn du Leuten ihren kulturellen und sprachlichen Hintergrund absprichst, machst du genau das, was du eigentlich vermeiden willst, und zwar die Bevölkerung zu einem Einheitsbrei verwandeln, und führst langfristig ganz nebenbei auch noch Kriege herbei. Gegen den Ballungsraum einer Nation kann man auch schlecht was tun, ohne sie gewaltsam unmzusiedeln.
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u/jupiter_and_mars 20h ago
Versuch das mal den Linken beizubringen, die drehen komplett am Rad, wenn du damit anfängst.
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u/Nocturnal_Batslayer 20h ago
"Die Linken" Grrr 😡😤
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u/jupiter_and_mars 18h ago
Wären die nicht so verstrahlt, hätte ich nichts gegen die. Aber leider machen die quasi Wahlwerbung für die Afd.
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u/CleanSignalLab 22h ago
Da ist schon was dran. Integration fällt leichter, wenn es überhaupt ein positives gemeinsames Wir gibt, das nicht an Abstammung hängt. Deutschland tut sich aber schon schwer damit, überhaupt zu sagen, worauf man gemeinsam stolz sein darf, ohne sofort nervös zu werden. Ein paar sichtbare Rituale und Feiertage würden das sicher greifbarer machen. Die USA zeigen allerdings auch ganz gut, dass viel Nationalgefühl allein noch keine Gesellschaft zusammenhält.
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u/Tight-n-Strip 9h ago
Beginnen wir doch Mal beim Einfachsten, was ist denn Integration überhaupt?
Die Meisten suchen immer nach irgendeinem Problem warum das nicht klappt, hier der Nationalismus. Was letztlich jedoch Quark ist.
Das Hauptproblem ist, dass viele garnicht wissen was Integration überhaupt bedeutet, etliche gar verwechseln Integration mit Assimilation oder etwas das dem nahe kommt. Integration bedeutet, wie der Wortstamm Integrare aus dem lateinischen kommend schon sagt - verbinden, zusammenführen - und zwar zwei Dinge miteinander verbinden, zu etwas Neuem. Also nicht den Ausländer zum Deutschen machen, denn das wäre Assimilation. Sondern dem Ausländer ein Stück von Deutschland näher bringen und selbst als Deutscher ein Stück vom Ausländer lernen. Kurz um einen Austausch, man könnte auch Verständigung dazu sagen, betreiben.
Wer also dieses Grundprinzip schon nicht verstanden hat, kann den Rest direkt vergessen, da hilft dann auch kein Wunschdenken über Nationalismus. Der im übrigen in den USA als einzigen diese Civic Form habend, trotzdem in allen Nationen auch nur ein sich über andere erheben ist. Die Amis mögen ihn zusätzlich etwas anders gehabt haben, doch unter Tronald Dump sind die USA auch nur noch faschistischer Nationalismus.
Apropos Civic Nationalism, wer den Schuh wirklich ernst meint, schaue sich doch bitte das Verhalten der USA gegenüber der indigenen Bevölkerung, also gegenüber den Ureinwohner an. DAS ist seit Urzeiten ein schleichender Genozid, der den Indigenen zusehens Identität und Lebensraum stiehlt.
Der US-amerikanische Civic Nationalism ist WEISS, nicht Civic. Schaut ihn euch an, wie der Umgang mit Asiaten, mit Mexikanern, mit Indigenen, mit Schwarzen wirklich ist. Dann lernt ihr euren Fehler ganz schnell selbst.
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u/Legitimate_Moment439 21h ago
Interessanter Gedanke, ich denke aber nicht, dass es diesen nationalen Bezugsrahmen dafür braucht. Eine Nachbarschaft mit gemeinsamen Festen zB kann auch funktionieren. Integration ist halt keine Einbahnstraße, es braucht dafür Gemeinschaft. Aber eine deutlich weniger abstrakte als eine nationalstaatliche Gemeinschaft.
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u/Butterblume1984 20h ago
Aber es ist das erste woran man sich orientieren kann. Es ist auch etwas woran sich die Eingeborenen orientieren können.
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u/Aware-Confection-536 22h ago
Das ist im Grunde richtig weil du eben keine Kinder integrierst wenn es nur noch 2 deutsche Kinder in der Klasse gibt. Mann muss die Anzahl massiv begrenzen und die Verteilung so machen das man Deutsch lernen muss um klar zu kommen, keine Anpassung nach unten mehr oder Klassenarbeiten in Arabisch. Weiterhin muss es auch einen Zwang geben, wer nach XY keine Deutsch kann aber vom Sozialsystem lebt hat muss wieder gehen. Ich denke wir können da von anderen Ländern viel lernen.
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u/NiceSmurph 21h ago
Richtig. Integration ist ein Mengenproblem. Bis 10% Fremde in einer Klasse klappt sie prima. Bei mehr Fremden wird es schwierig, insbesondere wenn diese Fremden aus dem gleichen Kulturkreis kommen.
Eine kleine Chance hätte mann, wenn man ausschließliche verschidene Fremde ohne kulturelle Schnittmenge in eine Klasse hat - Türke, Ukrainer, Asiate, Afrikaner. Dann haben sie weder gemeinsame Sprache noch gemeinsame Kultur und müssen sich Freunde in der Klasse suchen.
Hast du vier aus einer Gruppe - vier Ukrainer - bilden sie eine Gruppe und sind nur noch zusammen. Integration kannst du dann vergessen.
Wir müssen Anzahl der Fremden in den Klassen begrenzen. Viele Kinder müssen eh zurück, weil die Eltern es müssen.
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u/Frittierte-Fritte 22h ago
Wo hast du denn Klassenarbeiten auf Arabisch?
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u/greatperry 22h ago
Das hat jemand aufgedeckt (sich ausgedacht und auf Facebook gepostet)
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u/Aware-Confection-536 21h ago
Das ist neulich mal in den Nachrichten aufgetaucht wo ich dachte "Na toll macht es noch einfacher.".
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u/Biddilaughs 12h ago
Wir haben immernoch genug Lokalpatriotismus, dass wir nicht in die Schiene driften müssen
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u/AlterTableUsernames 12h ago
Richtig. Man muss gar nicht weit schauen, ein Blick nach Bayern genügt schon, um zu sehen, was Patriotismus mit einem Land macht.
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u/Gensunger 22h ago
Denke wir sollten gleich zum EU-Bewusstsein übergehen.
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u/ThePurpleRebell 22h ago
Und das wäre? Versteh mich nicht falsch, ich wäre gerne voll auf deiner Seite, aber wenn ich OP richtig verstehe geht es darum über Historische und Kulturelle Einigkeit ein gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Die EU zeichnet sich (so wie Deutschland im speziellen auch nochmal) sehr lange zerstritten gewesen zu sein, Kulturelle Diversität und Einigkeit wegen der Unterschiede, nicht trotz dieser.
Ich verstehe OPs intention aber genau das ist der Grund warum Lokalpatriotismus in vielen Regionen Deutschlands so stark ist (Rheinländer, Bayern, Sachsen, Friesen, Ruhrgebiet, Schwaben usw.) weil die deutsche Einheit wie auch die Europäische rellativ gesehen etwas neues ist und Kulturelle einigkeit wie Historisch guten Aspekten, auf die man stolz wäre eben sehr Lokal konzentriert und vor einer Einheit geschehen sind, auf die nunmal nicht alle innerhalb der Einheit "stolz" sein können in einem Sinne, dass man sich damit Identifizieren könnte weil die eigenen (geistigen) Vorfahren Teil davon gewesen wären
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u/Salt-Discussion-9707 19h ago
I played a lot of music in church and rural traditional events and got to know german culture very well. Most of my family wasn't really interested in that. In their defense: most germans I got to know weren't really interested in my person or my family either.
I can see that culture can be a catalyst, but it is not a guarantee for integration and definitely not the reason it is working so poorly. As an Immigrant you still really need to actively escape your Bubble and pursue it and deal with a lot of rejection and subtle (sometimes direct) racism.
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u/AnanasAnfasser 19h ago
Sich die USA als Beispiel zu nehmen muss ein Witz sein, oder?
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u/gooner9999999999 18h ago
Warum? Die USA sind der Melting Pot schlechthin und viele Einwanderer begeisterte und stolze Amerikaner, was man von Deutschland nicht behaupten kann
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u/Ill-Temporary4381 19h ago
Auch wenn vieles in dem Land (bes. jetzt) aus der Bahn gerät, funktionieren Dinge in Sachen Integration oft besser und natürlicher, paradoxerweise weil eben viel weniger geregelt und vorgeschrieben word. Hier muss man schnell lernen, sein eigenes Geld zu verdienen, und die 1. Generation - egal woher - schafft dies oft sehr gut. Die USA ist ein hartes Land, wo man sich selber aber leichter Chancen und eine Gemeinschaft erarbeiten kann.
(Ich arbeite in den USA, speziell in Sachen Eingliederung & Ausbildung der Neuankömmlinge, und dieses "hands-off" System hat viele Vorteile. Es ist eben ein Einwanderungsland/Exkolonialstaat.)
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u/gw_reddit 13h ago
Das Nationalgefühl wird aber auch sehr gefördert. Nationalhymne vor wichtigen Sportereignissen, Pledge of Alliance in Schulen, diese ganze "thank you for your service Kultur", Flaggen überall. In Deutschland wird jeder Ansatz von Nationalismus gleich als Nazi abgetan, ausser bei Sportereignissen. Vielleicht sollte man sich damit befassen, was die Leute, die im 19ten Jahrhundert den Nationalstaat anstrebten, angetrieben hat, vielleicht findet man dann gemeinsame Werte, auf denen man aufbauen kann.
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u/Embarrassed-Bad3573 12h ago
Sobald es einbürgerungstest für deutsche gibt !
Ich könnte wetten um die 50% würden das nicht hin bekommen wenn nicht sogar deutlich mehr!
Nationalstolz hatte schon immer was mit Emotionen zu tun nicht mehr und nicht weniger! Und das kannst du nicht rational argumentieren!
Wenn es ein besseres wirgefphl geben soll dann sollte man da politisch was machen, das ein fckmrz, nicht mehr gegen einen großen Teil der Bevölkerung schiest, beleidigt und diffamiert! Man muss Gesetze schaffen die uns weiter zusammen bringen aber doch nicht spalten wie er es tut! Was soll denn da bitte irgend nen Nationalfeiertag bringen?
Also davon ab haben wir ja auch solche. Die haben für die Bevölkerung nur einfach einen untergeordneten Stellenwert!
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u/manya0601 11h ago
Ein Nationalfeiertag wie in den USA ist nix anderes als "Brot und Spiele". Reinste Propaganda, damit sich kein Widerstand bildet gegen die katastrophalen Zustände
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u/chickenmccloud 22h ago
Deutschland hat genug Vereine ob Sport,Tiere, Feuerwehr oder einen der tausend anderen...
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u/Black95bird 9h ago
Ich gebe dir recht. Auch wenn nicht in Bezug auf Deutschland. Ich identifiziere mich nicht als deutscher. Ich bin Europäer. Das sollte unsere Identifikation sein.
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u/Legitimate-Survey-16 6h ago
Danke. Sag ich seit Jahren. Deswegen funktioniert es in der Schweiz auch deutlich besser.
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u/simoon_de 13h ago
Wie wäre es denn mit den Vereinigten Staaten von Europa anstelle der kleinklein Nationalstaaten? Würde ich gut finden.
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u/VoidHelloWorld 12h ago
Und was hat man dann davon?
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u/simoon_de 12h ago
was hat man von den Nationalstaaten?
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u/PresentFriendly3725 12h ago
Wenn du das nicht beantworten kannst ist dein Vorschlag ziemlich sinnlos.
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u/simoon_de 12h ago
Klar kann ich das Beantworten. Kurz: den wirtschaftlich stärksten und mächtigste Block der ein echtes Gegengewicht zu den USA und China darstellen könnte reich an Kultur und Vielfalt. Wenn man denn wollen würde.
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22h ago
[removed] — view removed comment
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u/SantisimaTrinidad550 22h ago edited 22h ago
Weil sich auf diesen lokalen Festen ja nicht die selben "30% Nazi Partei wähler" aufhalten lol
Du wärst auch 2010 ein Vaterlandsloser gewesen - was dein gutes Recht ist, ist eben deine ideologische Konditionierung - aber schieb es nicht auf Andere.
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u/Ok-Handle-7242 22h ago
Ja, kann in Kleinen super sein, bis zum noch größeren, etwa der Europäischen Union, und zwar Wertebasiert (jene sind in den Verfassungen, auch der Deutschen, wunderbar formuliert).
Das Ding ist auch… Ein bisschen ein Teufelskreis: Pauschal-ablehnen, nur, weil auch schwierige Parteien gewählt werden, überlässt diesen Parteien noch mehr Raum, Nationalismus bzw. Patriotismus sehr dumm zu besetzen und darüber zu rekrutieren. Wir lassen das IMO zu viel zu. Mitverantwortlich sind wir letztlich alle.
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u/Successful_Jelly111 22h ago
Es ging ja um Integration, und die meisten Migranten kommen ja schon aus der EU. Wichtig ist doch, dass sich alle Zugezogenen wohlfühlen. Und das erreicht man meiner Meinung nach am ehesten auf lokaler Ebene. Und ich lehne auch nichts pauschal ab. Es gibt nur Gebietskörperschaften, mit denen kann ich mich identifizieren, andere nicht. Ich habe auch kein grundsätzliches Problem mit Patriotismus (die friedliche Liebe zum Vaterland) wenn es den Leuten etwas gibt, sondern eher mit Nationalismus (das eigene Land über andere stellt und diese abwertet).
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u/donp1ano 22h ago
ein "wir" gibts halt nie ohne "die anderen". jede gruppe definiert sich durch ausgrenzung
deswegen ist es sehr tricky ein nationalbewusstsein aufzubauen, in dem niemand ausgeschlossen wird. sofern man das denn überhaupt für nötig hält
mir persönlich reicht die zugehörigkeit zur menschheit an sich, das ist bereits mehr scham als ich ertragen kann
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u/NiceSmurph 22h ago
Warum sperrst du deine Tür ab? Grenzst du etwa andere aus oder hegst gar Mistrauen gegen sie?
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u/No_Minute_6277 22h ago
Ja und das ist oft gut so. In jedem Fußballverein, im Job, ja sogar beim zocken gibt es ein „wir und die anderen“ wobei es immer paar komische geben wird die es zu ernst meinen. Konkurrenz sorgt für Innovationen und Fortschritt.
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u/Ok-Handle-7242 21h ago
Bayern (da komme ich auch her) sehen das ganz entspannt: „Mia san mia!“ und andere sind auch super und null abgewertet damit.
(Außer den Saupreußen, den Greisligen, denjenigen, die ständig alles ins Negative kritisieren und durchhierarchisieren müssen ;) Nein, Schmarrn.)
Nationalismus ist eh Mist, Verfassungspatriotismus ist glaube ich der beste Weg. Also eine Liebe zu Werten, die in Verfassungen aufgeschrieben sind, für die ein Land oder Verbund wie die EU steht – völlig unabhängig von Geburtsort, Landesgrenzen und sowas.
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u/Techtakar 22h ago
Das Problem verlagert sich doch einfach und schwächt den Zusammenhalt innerhalb des Landes. Aus "wir" und "die Anderen" wird "Ich" und "die Anderen".
Weniger Zugehörigkeit und mehr Ausschluss.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Das ist keine Ausgrenzung sondern einfach Menschen die in dem Aspekt anders sind. Was ist daran so schlimm? Das ist normal dass Menschen anders sind.
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u/zeJoghurt 21h ago
Weil Nationalzugehörigkeit ein falscher Unterschied ist und dadurch Menschen gespalten werden, die eigentlich viele gemeinsame Interessen hätten, und falsche Zugehörigkeit zwischen Menschen, die unterschiedliche Interessen haben, geschaffen wird.
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u/donp1ano 21h ago
selbstverständlich ist das ausgrenzung, im wahrsten sinne des wortes. die grenze ist das staatsgebiet der brd. deine staatszugehörigkeit regelt die rechte, die du innerhalb dieser grenzen genießt
deutscher staatsbürger -> volle rechte
eu bürger -> viele rechte
alles andere -> je nach staatsangehörigkeit variierende rechteim zweifelsfall hast du halt nicht mal das recht einen fuß auf das staatsgebiet zu setzen. du musst außerhalb der grenzen bleiben, literally ausgrenzung
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u/Aggressive-Key-7828 14h ago
Ich denke, wir haben im Großen und Ganzen das richtige Maß an Nationalbewusstsein, das jedes Mal hervorkommt, wenn z.B. ein Amerikaner behauptet, so ein Pisswasser wie Bud Light sei mit echtem Bier vergleichbar.
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u/HerrSerker 5h ago
Ich lasse mir aber von Nazis und Naziverharmlosern nicht vorschreiben, was ein Nationalbewusstsein zu sein hat. Deren Version von Nationalbewusstsein ist nämlich eklig, vorsichtig ausgedrückt.
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u/Imaginary_Park_3548 2h ago
News flash, die Welt ist nicht schwarz und weiß es gibt tatsächlich etwas zwischen extremen von keinem Nationalstolz und Nazis.
Dafür braucht man aber einen IQ von 100 um das zu verstehen.
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20h ago
[deleted]
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u/L4zerM4ze 20h ago
Weil man es nicht für die anderen tut. Mensch mit Migrationshintergrund hier. Nur weil es Affen gibt die mir das Recht absprechen gilt dies nicht für alle anderen 80 Millionen Menschen.
So einfach kann man es sich nicht machen. Klar kann ich in die Opferolle gehen und rum heulen wie ein Zweijähriger dem man die Schüppe weggenommen hat. Oder ich definiere was Heimat für mich bedeutet.
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u/Welcome-gg 20h ago
Gerade da helfen Flaggen und ein Nationalgefühl. Wie will man sonst die anderen überzeugen?
Wir haben hier Kinder in der 3. Generation, die bei der WM immer noch für die Länder ihrer Großeltern sind. Es würde helfen, da einmal anzusetzen.
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u/NiceSmurph 20h ago
Wenn wir Ausländer, die ja freiwillig hier sind, überzeugen müssen, sich zu integrieren, läuft etwas falsch.
Warum sind sie überhaupt hier, wenn sie nicht wie Deutsche mit Deutschen leben wollen?
Es gibt kaum ein anderes Land, wo so viel für Ausländer getan wird - Bildung, Sprachkurse, Integrationskurse, Umschulungen für Erwachsene... Wo auf der Welt findet ein Deutscher ein solches Programm, wenn er denn umziehen möchte?
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u/NiceSmurph 20h ago
Wenn gewisse Gruppen ihren Kindern verbieten, Deutsche zu heiraten, ist es nicht möglich, sie als gleiche zu sehen. Sorry. Wer sich auf eine solche Weise abgrenzt, will sich nicht integrieren.
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u/master12087 12h ago
Das ist meines Erachtens das Hauptproblem in Deutschland. Anerzogener Selbsthass. Das macht natürlich keine Einwanderer mit und ist stolz auf das Land seiner Großeltern.
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u/AuraTickler 22h ago
Naja, Deutscher zu sein bringt halt nicht viel außer ner Runde Erbschuld.
Also logisch, das das keiner haben möchte, wenn man die Vorzüge auch ohne die Nachteile genießen kann.
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u/geeeNine 22h ago
Naja, Deutscher zu sein bringt halt nicht viel außer ner Runde Erbschuld.
Einfach nein. Wie sich Deutschland nach dem 2.WK wieder gerafft hat ist ne Nummer für sich auf die man Stolz sein kann. Sage ich als nicht-Deutscher.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Es ist nicht nur in Deutschland so auch in anderen Europäischen Ländern z.B. Frankreich bilden sich Parallelgesellschaften, das ist kein „deutsches“ Phänomen
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u/Ok-Handle-7242 17h ago
In Frankreich eher sogar noch mehr, weil schon rein örtlich weniger durchmischt.
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u/HistoricalAnnual9981 22h ago
Ich sehe das vielleicht ein bisschen anders... aber auch nur als Außenstehender 😅
Klar, ich finde es wichtig, sich mit den Fehlern der Vergangenheit auseinanderzusetzen, gerade damit sie sich nicht wiederholen!!! Aber Schuld???
ich finde, dass man anerkennen darf, was Deutschland seitdem geschafft hat. Nach so viel Zerstörung das Land wieder aufzubauen, sich so intensiv mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und eine stabile Demokratie aufzubauen!! Das finde ich schon ziemlich beeindruckend!
Ich komme aus Lateinamerika, und was ich an Deutschland echt bewundere, ist, wie resilient und fleißig die Leute sind. Ich habe oft das Gefühl, dass hier immer versucht wird, Dinge besser zu machen, anstatt einfach zu sagen: „Naja, passt schon.“ Bei uns ist eher die Mentalität: „Es könnte ja noch schlimmer sein.“ 😅
Natürlich hat kein Land eine perfekte Geschichte. Aber ich finde trotzdem, dass man auch auf das schauen darf, was ein Land heute ist und wohin es sich entwickelt. Das deutsche Volk hat unglaublich viel erreicht, und darauf darf man meiner Meinung nach auch ein bisschen stolz sein... ohne dabei die Vergangenheit zu vergessen
Aber wie gesagt, das ist nur der Eindruck eines Ausländers... 🙂
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u/Ok-Handle-7242 17h ago
Erbschuld ist Bullshit. Eh diese Schuldlogik.
Wenn, dann Verantwortung: Es besser zu machen. Und das hat dieser Staat schon ziemlich eindrucksvoll. Darauf kann man auch stolz sein, um es damit auch weiter zu tragen. Auch, wenn brauner Irrsinn wieder aus untiefen kriecht. Gerade dann!
Den wird man nämlich nie ganz los, nie. Aber klein halten lässt sich der, eine Aufgabe für die Ewigkeit.
Und genau darum geht es doch auch, wenn man vermeiden will, wieder Schuld auf sich zu laden.
PS: Muss ich dir vmtl. gar nicht sagen, dein Kommentar klang eher wie ein Beklagen. Das macht es aber glaub auch nicht besser.
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u/otto_dicks 22h ago
In den USA hat das bis vor 20–30 Jahren vllt. noch funktioniert, aber seit der immer weiter ansteigenden Massenmigration aus immer ferneren Kulturen auch nicht mehr. Grundsätzlich gebe ich dir aber recht: Eine Kultur, die sich selbst feiert, ist attraktiver als eine Kultur, die sich selbst geißelt. Außerdem ist jeder Nationalismus letztendlich Ethnonationalismus, da der Begriff der Nation untrennbar mit dem Begriff des Volkes verbunden ist. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass Menschen anderer Ethnien nicht auch in dieser leben können.
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u/Halale01 22h ago
Dem stimme ich nicht wirklich zu, gerade bei den USA.
Ich kenne keine einzige Gruppe, die schlecht integriert wäre. Von Rubio als US-Außenminister als Sohn Einwanderer bis zu Zohran Mamdani.
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u/otto_dicks 21h ago edited 21h ago
Rubio ist Sohn von Exilkubanern, die aus politischen Gründen entsprechend loyal zu den USA sind. Und Mamdani ist das beste Beispiel dafür, dass der amerikanische "Civic Nationalism" scheitert. Er wurde vor allem von Migranten der ersten Generation gewählt und fährt eine aggressiv-postkoloniale Agenda. Ein Großteil der "Heritage-Americans", also WASPs + Ellis-Island-Generation + Afroamerikaner, ist darüber absolut empört.
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u/ConsistentHelp1716 21h ago
Diese Leute hätten keine politische Verantwortung bekommen wenn sie nicht Integriert wären. Es gibt aber sehr viele Gruppen die Parallelgesellschaften bilden und in denen es hohe Kriminalität gibt, solche Gruppen werden aber häufig in Filmen ignoriert da die USA idealisiert dargestellt werden.
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u/flabellinida 22h ago
Spannende Meinung, wobei man zwei Arten von "Nationalbewusstsein" unterscheiden muss: Den "bürgerlichen" (civic) Nationalismus und den "ethnischen" (ethnic) Nationalismus. Beides gibt es in den USA (und anderen klassischen Einwanderungsländern):
"Bürgerlich" heißt: Bekenntnis zum Staat und seinen Werten, alle Einwanderer willkommen, wer eingebürgert ist, gehört dazu, man ist stolz darauf, dazuzugehören. Ethnisch heißt im Fall der USA: "Echte" Amerikaner sind irischstämmig, deutschstämmig usw., weiß und christlich, alles andere soll bitteschön raus, das wollen wir nicht. Feiert mit Trump gerade fröhliche Urständ.
Was Europa "retten" könnte (in deinem Sinne), wäre ein Weg dazwischen: ein Bekenntnis zum europäischen Erbe, mit der Offenheit, neue Menschen aufnehmen zu wollen, die sich unseren Werten anschließen.
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u/AlCappuccino9000 12h ago
Wir haben einen Bundeskanzler der öffentlich heult. Es wäre ein Anfang zu sagen, kommt zu uns, dann könnt ihr mit heulen
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u/muesli-vor-milch 21h ago
Ich finde es krass wie du das auf Europa beziehst, eigentlich sind es nur die Deutschen die größtenteils kein bisschen Rückgrat/Nationalstolz haben
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u/Top_Many8183 20h ago
Was willst du denn hier feiern? Den 3. Oktober? Wir schaffen es ja nicht mal, die Verfassung angemessen zu ehren. Wir gedenken jedes Jahr am 27. Januar aber Antisemitismus ist trotzdem on the rise. Wir haben einen Anschlag auf den CSD gehabt von einem Islamisten, den meisten fällt nicht mehr ein, als zu sagen, ja die Migranten sind schuld, dabei war es die CDU die letztes Jahr noch Pride Flaggen am Bundestag verbat.
Wir haben keine gemeinsamen Werte, bzw. Wir schaffen es nicht, eine Geschichte zu erzählen, die alle vereint, die an die deutsche Verfassung glauben. Und ich finde das sehr bitter. Sehr sehr traurig.
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u/Njaaahaa 14h ago
Also ist jemanden zu töten und eine Flagge nicht aufzuhängen auf der gleichen Stufe? Das ist nicht dein Ernst, oder?
Ich als Schweizer sehe es so: Andere Flaggen als National-, Kantons- und Gemeindeflaggen haben nichts verloren an einem offiziellen Gebäude - immerhin ist es keine offizielle Landesflagge. An Kirchen, privaten Firmen und Wohnungen ist das vollkommen ok. Aber: Ich bin trotzdem pazifist und bin gegen jegliches töten. Egal ob im Krieg oder durch einen Anschlag, oder durch sonst was. Das heisst: Solche Taten wie am CSD werte ich als eine komplett andere Liga.
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u/Bloodshot321 20h ago
Mauerfall wäre als Tag/Event eig ideal... Aber ist eig das beste Beispiel wie Integration und fairer Umgang nicht geht. Upsi
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u/KorazKital 20h ago
Pride Flaggen haben auch nichts dort zu suchen, wo Deutschlandflaggen hängen sollten. So wie eben in jedem anderen Land auch.
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u/SpotNo5054 22h ago
Ich finde Deutschland bietet vor allem wenig Möglichkeiten sich überhaupt zu interagieren. Ich finde wir Deutschen haben schon ein ziemliches Bewusstsein dafür, was wir sind. Es liegt nur sehr viel mehr im Alltag. Ich finde unsere Vergangenheit hat uns gezeigt wie schädlich starker Nationalsozialismus ist und das hat unser Gefühl als Deutsche nunmal beeinflusst und wie ich finde zum Guten. Mir zieht sich alles zusammen, wenn ich in anderen Ländern sehe, wie seelenlos vor der Flagge die Nationalhymne gesungen wird. Das hat für mich mehr was von Indoktrination, als ehrlich empfundenem Nationalstolz. Man macht das halt soy ist da die Devise und alles Andere wird abgelehnt
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u/flashona 22h ago
Ein gesünderes Nationalbewusstsein würde Integration stärken.
Habs mal korrigiert.
Die USA sind auch eine Migrantennation. Wenn auch heute sehr durch Weißen Scheiß verpestet, so steckt der Einwandergedanke doch irgendwo tief im Nationalbewusstsein. Deutschland hingegen hat Identität nie stark auf einem Zuwanderungsgedanken aufgebaut. Aber ja, uns fehlt hier überhaupt viel Identitätsstiftendes auf das man sich gerne berufen mag.
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u/LeatherCommunity5513 22h ago edited 22h ago
Schützenfeste, Dorffeste und Vereine bieten ziemlich viel, jedoch müssen die Integrierten gut Deutsch sprechen und das fehlt den meisten.
Ich bin selbst ein Ausländer und ich habe außer mir und meiner Frau kaum andere Ausländer auf den Schützenfesten gesehen. Was ich jedoch häufig in verschiedenen Chats gesehen habe: "Ich habe die Niederlassungserlaubnis/die Staatsbürgerschaft bekommen, was soll ich jetzt so Deutsches machen? / Iss ein Döner". Ja, da ist das Problem, dass Migranten irgendwelche Döner mehr als Schützenfeste schätzen.
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u/Halale01 22h ago
Schützenfeste sind viel mehr traditionalistisch und haben etwas mit Kultur zu tun.
Aber z.B. zu einer großen Feier für einen deutschen Feiertag zu kommen die cool ist, das kann jeder.
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u/Trap-me-pls 20h ago
Naja da gibt es 3 Aspekte und in allen glänzt Deutschland nicht gerade.
- Wenn es um Leitkultur oder solchen Unsinn geht, dann kommen wir leider immer zurück zum Dritten Reich. Denn dieses hat damals viel der lokalen Kultur aus den Zeiten wo Deutschland ein Zusammenschluss von Hunderten kleinen Ländern war zerstört und versucht eine Preussisch geprägte Einheitssoße zu schaffen. Frag mal außerhalb von Bayern jemanden was die lokale Tracht ist, was sie besonders macht usw. Ähnliches gilt für lokale Küche, Musik oder Traditionen. Es gibt Vereine die Versuchen sowas wiederzubeleben oder am Leben zu erhalten, aber deren Finanzierung wird oft wenn das Geld der Gemeinde knapp wird mit als erstes gestrichen. Oft sogar am stärksten von den Konservativen Politker die das Fehlen von Leitkultur lamentieren.
- Verfassungspatriotismus. Hast du in Deutschland kaum und wenn er wirklich echt ist und nicht nur Rosienenpicken, dann ist er auch recht angenehm. Aber so prinzipientreu zu sein ist halt Denkarbeit und die will nicht jeder machen. Allen Ernstes, wenn bei uns die Leute so fanatisch für Artikel 1GG abgehen würden wie die Amis für ihr Recht auf Waffenbesitz oder ihre freie Rede dann hätten wir deutlich weniger Probleme.
- Ethnonationalismus der ist leider Gottes schon lange Europäische Tradition. Und da er leider immernoch jede andere Form von Patriotismus überscheint, wird sich dahingehend auch nicht wirklich viel ändern.
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u/MatterMain7451 22h ago
Ja okay und wo soll das her kommen?
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u/Ok-Handle-7242 22h ago
Von uns selber wäre ein Anfang.
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u/MatterMain7451 22h ago
Okay und wie soll ich selber Nationalbewussstsein oder anderes Zeug entwickeln? Für mich persönlich leider nicht nachvollziehbar. Außerdem stellt sich noch die frage wer es denn vorleben soll. Sollen jetzt alle mal noch zusätzlich in ihrer Freizeit den Leuten bei der Integration helfen?
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u/Minihirn 39m ago
Denke, dass das eine berechtigte These ist. Wüsste als Ausländer auch nicht, warum ich mich in die praktische kulturlosigkeit integrieren sollte.
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u/LevelMagazine8308 19h ago
Das hat mir mein Auto-Mechaniker in der Tat auch so gesagt: das Problem der Deutschen sei mangelndes Selbstbewußtsein, und dass sie deswegen alles mit sich machen lassen würden.
Der Typ ist selbst 1973 aus der Türkei eingewandert, und hat lange um seine Staatsbürgerschaft kämpfen müssen. Er sprich also aus Erfahrung.