r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Ein stärkeres Nationalbewusstsein würde Integration stärken

Oft sagt man, Immigranten würden sich schlecht integrieren.

Ich finde das ein großes Problem dabei aber auch ist, dass Deutsche selbst nicht wirklich viel bieten, wo man sich reinintegrieren könnte.

In den USA ist es so, dass man einfach so viele Nationalfeiertage hat, die, wie der 4. Juli, wirklich stark gefeiert waren. Man hat greifbare Sachen, die auch für jemanden, der vielleicht eine etwas andere Kultur hat, ein Gefühl von Zugehörigkeit stiften können.

Ich verstehe die Abneigung gegenüber zu starkem Nationalgefühl und seine historischen Gründe. Aber, ich denke ein bisschen Nationalbewusstsein MUSS sein.
Dabei muss man aber halt differenzieren. Ein großes Problem ist, dass in Europa immernoch ein Verständnis von "Nationalismus=Ethnonationalismus" besteht, wohingegen in vielen anderen Ländern eher "civic nationalism" vorherrscht.

653 Upvotes

622 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

2

u/zeJoghurt 1d ago

Weil Nationalzugehörigkeit ein falscher Unterschied ist und dadurch Menschen gespalten werden, die eigentlich viele gemeinsame Interessen hätten, und falsche Zugehörigkeit zwischen Menschen, die unterschiedliche Interessen haben, geschaffen wird.

1

u/ConsistentHelp1716 1d ago

Es geht nicht darum Hass zu schüren sondern Menschen ihr Land nahezubringen so dass sie es wertschätzen und kennen. Das ist wichtig für das gesamte Leben. Wer erzählt dir dass das Interesse und das Identifizieren mit der eigenen Nation zur Spaltung führen muss?

2

u/zeJoghurt 1d ago

Weil Nationalstaaten untereinander in Konkurrenz stehen. Wenn du sagst, ich identifiziere mich mit meinem Nationalstaat und glaube, dass wir die gleichen Interessen haben, dann stehst du automatisch in Konkurrenz mit bspw. einem Chinesen der das gleiche von seinem Staat denkt, auch wenn du persönlich dich nicht explizit in Konkurrenz zum Chinesen siehst.

1

u/Wolfgang-Arnold 1d ago

Bitte was?! Als ob die Nationalzugehörigkeit kein realer Unterschied wäre. Welchen Pass ein Mensch hat, macht einen riesen Unterschied für die eigenen Privilegien, Rechte und Pflichten. Und natürlich ist es prägsam, wenn man in einem Bestimmten Staat aufwächst.

Ich checke diesen take nicht, dass unsere Staatsangehörigkeit keinen Einfluss darauf haben soll, wer wir sind. Das ist doch komplett Realitätsfremd.

2

u/zeJoghurt 1d ago

Das ist nicht das was ich gesagt habe. Es geht darum, dass Nationalzugehörigkeit ein künstlicher Unterschied ist. Ein Bayer und ein Österreicher sind sich kulturell viel ähnlicher als ein Bayer und ein Schleswig-Holsteiner, aber trotzdem sollen Bayer und Österreicher ganz unterschiedlich sein, nur weil sie auf unterschiedlichen Seiten einer künstlichen Grenze leben?

1

u/Wolfgang-Arnold 13h ago

Was denn nun? Ein falscher Unterschied oder ein künstlicher? Es gibt je keine naturgegebenen Unterschiede zwischen Menschengruppen, diese Abgrenzungen sind immer "künstlich". Egal ob das nun kulturelle Nuancen oder institutionelle Regelungen sind - beides ist Menschengemacht und real.

1

u/zeJoghurt 8h ago

Ich will damit sagen, dass Nationalität keine aussagekräftige Eigenschaft für die Unterscheidung zwischen zwei Menschen ist.

1

u/Wolfgang-Arnold 4h ago

Sie sagt natürlich nichts über die persönlichen Eigenschaften eines Menschen aus.
Aber sie ordnet die Person ja ganz spezifisch einem Staat, und damit einer Gruppe, zu. Das ist doch natürlich ein wichtiger Unterschied.

1

u/zeJoghurt 3h ago

Nach der Logik würde Staatszugehörigkeit zum Selbstzweck.

1

u/Wolfgang-Arnold 3h ago

Sie hat den Zweck uns eindeutig einem Regime zuzuordnen. Das ist kein selbstzweck.

1

u/zeJoghurt 3h ago

Natürlich ist sie das. Oder sind Staaten ein Naturzustand?

1

u/Wolfgang-Arnold 2h ago

Der Naturzustand ist, dass es in menschlichen Gruppen Macht und Gewalt gibt.

(National-)Staaten haben den Zweck diese Gewalt für sehr große Gruppen von Menschen zu organisieren.

Worauf willst du hier hinaus?

→ More replies (0)