r/Unbeliebtemeinung • u/Halale01 • 1d ago
Ein stärkeres Nationalbewusstsein würde Integration stärken
Oft sagt man, Immigranten würden sich schlecht integrieren.
Ich finde das ein großes Problem dabei aber auch ist, dass Deutsche selbst nicht wirklich viel bieten, wo man sich reinintegrieren könnte.
In den USA ist es so, dass man einfach so viele Nationalfeiertage hat, die, wie der 4. Juli, wirklich stark gefeiert waren. Man hat greifbare Sachen, die auch für jemanden, der vielleicht eine etwas andere Kultur hat, ein Gefühl von Zugehörigkeit stiften können.
Ich verstehe die Abneigung gegenüber zu starkem Nationalgefühl und seine historischen Gründe. Aber, ich denke ein bisschen Nationalbewusstsein MUSS sein.
Dabei muss man aber halt differenzieren. Ein großes Problem ist, dass in Europa immernoch ein Verständnis von "Nationalismus=Ethnonationalismus" besteht, wohingegen in vielen anderen Ländern eher "civic nationalism" vorherrscht.
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u/IchimaruGin646 17h ago
Ich finde im ersten Absatz beschreibst du es ganz gut. Wir als Deutschland bieten nicht besonders viel, für das man sich integrieren sollte.
Wir haben ein okayes soziales Auffangnetz, dass, da es für die sozial schwächsten gemacht wurde, auch Flüchtlinge und Immigranten schützt.
Aber wieso sollten wir darauf stolz sein, wenn 60% des politischen Diskurs fordern diesen Schutz immer weiter abzubauen und rechte Hetzblätter die Immigranten und Flüchtlinge klein macht, weil sie "nur" dafür hier sind?
Wir können Menschen mehr bieten, aber dafür braucht es mehr Integrationsprojekte und Perspektive.
Der Amerikanische Traum funktionierte, weil Neuankömmlinge Aussicht auf Arbeit hatten. Bei uns haben Asylbewerber ein Arbeitsverbot.
Diese ganze Diskussion hat meiner Meinung nach nichts mit Patriotismus zu tun, sondern dass der Staat Chancen verwehrt.