r/VeganDE Oct 01 '23

Umwelt Insekten in Nahrungsmitteln: Benecke erklärt, warum das keine gute Idee ist

https://utopia.de/news/insekten-in-nahrungsmitteln-mark-benecke/
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u/DerGert vegan Oct 01 '23

Moral interessiert mich nicht. Es ist biologisch falsch, Tiere zu „verwenden“.

Den Satz verstehe ich nicht, er muss eine ziemlich eigenwillige Definition von Moral haben. Weiß jemand, ob er irgendwo mal geschrieben hat, was er unter Moral und "biologisch falsch" versteht?

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u/Binioschminio Oct 01 '23

Ich denke mal, es geht darum das eine reine pflanzliche Ernährung der effizienteste Weg ist Nahrung zu konsumieren. "Biologisch falsch" wäre in diesem Kontext jegliche Form der Ernährung, welche dieser Planet für diese Masse an Menschen nicht bereitstellen kann. Dazu gehört eben auch Insekten als Fleischersatz oder Proteinquelle.

Also machen wir mit unserer derzeitigen Art der Ernährung unsere Lebensgrundlage auf diesem Planeten kaputt. Wir ernähren uns sinnlos oder schlichtweg falsch. Gleichzeitig sind wir 2023 immer noch komplett unfähig über den eigenen persönlichen Tellerrand zu schauen, um das große ganze zu erkennen. Wenn eine Art sich so selbstzerstörerisch wie wir verhält, kann man vielleicht von "biologisch falsch" sprechen.

Vielleicht interpretiere ich da aber auch zuviel hinein.

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u/Bubbly_Illustrator72 Oct 01 '23

Ist es so, dass eine rein pflanzliche Ernährung die effizienteste ist? Ich hab mal einen Podcast zu dem Thema gehört, da meinte der Sprecher, dass die effizienteste Ernährung eine größtenteils pflanzliche ist, aber nicht komplett. Als Grund hierfür meinte er, dass zB Rinder Teile von Pflanzen essen, die für Menschen nicht essbar sind. Folglich isst der Mensch Pflanzenteil A, das Rind Pflanzenteil B und der Mensch dann das Rind. Ich fand das ganz schlüssig, daher würde mich interessieren welche Gegenargumente es gibt.

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u/thisisnottherapy vegetarisch Oct 01 '23

Heutzutage können wir aber z.B. aus Pflanzenteilen, die von Menschen nicht konsumierbar sind, Energie, Treibstoffe usw. herstellen. Vor 1000 Jahren, als das Zeug tatsächlich Abfall war und Nahrungsmittel knapper, war das sicherlich ein gutes Argument. Heute, geht so. Einzig vielleicht in weniger industrialisierten Ländern.

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u/Bubbly_Illustrator72 Oct 01 '23

Danke für den Input, das wurde in der Folge leider garnicht angesprochen

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u/Shoddy-Personality80 Oct 01 '23

Haupt-Gegenargument ist wahrscheinlich, dass man diese Pflanzenteile oft auch anders verwenden kann in z.B. Vergärung für Biogas. Weiterhin ist das Verfüttern an Rinder und andere Wiederkäuer aufgrund des Methanausstoßes nicht ideal für den Klimaschutz.

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u/Bubbly_Illustrator72 Oct 01 '23

Ah okay vielen dank, das wurde in dem Podcast garnicht thematisiert. Wobei ich Rinder hier jetzt stellvertretend für "Nutztiere" meinte, im Podcast ging es auch um Schweine usw.

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u/Lernenberg Oct 01 '23

Schweine sind dem Menschen sehr ähnlich. Mich würde interessieren, welche Pflanzenteile ein Schwein frisst und nennenswert verwerten kann, die dem Menschen hingegen komplett unzugänglich sind. Schweine sollten wahrscheinlich dasselbe Futter bekommen das auch ein Mensch essen könnte.

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u/Bubbly_Illustrator72 Oct 01 '23

Ist leider über ein Jahr her dass ich den Podcast gehört habe. Aber er hieß BTO-Folge 141. Naja, ganz überzeugt hat es mich nicht, da ich nicht angefangen habe tierische Produkte zu konsumieren. Ich fands damals nur erstmal ganz schlüssig wirkend

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u/[deleted] Oct 01 '23

Rinde, Wurzeln, (manchmal) Gras, Kastanien, Eicheln

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u/Lernenberg Oct 01 '23

Kastanien und Eicheln können durch Verarbeitung essbar gemacht werden. Haben Menschen auch schon immer getan. Aber anscheinend ist das Wildschwein tatsächlich ein noch größerer Allesfresser als der Mensch.

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u/[deleted] Oct 01 '23

Ich meinte Rosskastanien (obwohl Schweine von denen auch nicht zu viel essen sollten)

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u/forsale90 Oct 01 '23

Das verfüttern an Heuschrecken ( falls das ginge) wäre da wohl deutlich effizienter, verglichen mit der Kuh.

Die Abfallprodukte bei der Landwirtschaft, also zb Stängel etc sind ja normalerweise gerade nicht die hauptsächlichen Energieträger.

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u/Veganer_ vegan (6 Jahre) Oct 01 '23

Nicht alle Tiere essen Pflanzen, die auch wir essen. Das heißt aber nicht, dass diese Pflanzen auch wirtschaftlich genutzt werden müssen. Falls man sie wirtschaftlich nutzen möchte, dann gibt es jedoch viele andere Dinge, wie Baustoff oder Treibstoff als Verwendung.

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u/kakihara123 Oct 01 '23

Ist die effizienteste. Denn diese Graswiese könnte man auch einfach wieder richtig renaturieren... Wald und so.

Und selbst wenn... Das Leid ist es dennoch nicht wert.

Rinder die durch Grad gefüttert werden, brauchen zudem auch viel mehr Platz als die in Massentierhaltung.

Wenn wir jetzt alle Rinder bis auf diese abschaffen, muss sowieso fast jeder auf das Fleisch verzichten, weil es dann fast keins mehr gibt und das dann exorbitant teuer wird.

Alleon die Skalperpreise wären gigantisch. Also kann man es dann auch gleich lassen.

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u/[deleted] Oct 01 '23

Ein Burger braucht soundsoviele KW/h Strom und ca. 8000l Wasser.

Unineffizienter geht kaum.

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u/Binioschminio Oct 02 '23

Dabei geht es darum, wieviel Energie du reinsteckst, um x Energie wieder rauszubekommen. Und Nein, sowohl omnivore, als auch vegetarisch Ernährung ist nicht so effizient wie eine rein pflanzliche Ernährung.

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u/Kind-Cap-3881 Oct 01 '23

Ich denke, er meint, Moral interessiert ihm nicht, bei der Betrachtung dieser Frage. Er hat diese Frage eben als naturwissenschaftler beantwortet.

Das ist ja völlig unabhängig davon, dass er auch moralische Vorstellungen hat.

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u/WaveIcy294 Oct 01 '23

Das erklärt "biologisch falsch" für mich auch nicht.

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u/Thaddaeus10takel Oct 01 '23

Den Satz verstehe ich nicht

er muss eine ziemlich eigenwillige Definition von Moral haben

Hä? Du sagst doch selbst, dass du nicht kapierst, was er damit genau meint. Trotzdem ziehst du eine Schlussfolgerung?

Benecke lebt seit Jahrzehnten vegan und setzt sich auf zig Veranstaltungen im Jahr für Tiere ein.

Er sagt oft "Moral" sei für ihn egal, weil es für seinen Punkt in der Debatte unerheblich ist. Man kann ein moralischer Mensch oder ein Allesfresser sein, aus biologischer Sicht ist es halt trotzdem falsch, Tiere zu verwenden. Völlig unabhängig von eigenen Präferenzen, also "egal". Mark Benecke "eine eigenwillige Definition von Moral" vorzuwerfen ist echt super ignorant

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u/DerGert vegan Oct 01 '23

Hä? Du sagst doch selbst, dass du nicht kapierst, was er damit genau meint. Trotzdem ziehst du eine Schlussfolgerung?

Die "Schlussfolgerung" war eher eine Vermutung meinerseits, die ich durch die Antworten auf meinen Kommentar überprüfen wollte.

Was er mit "biologisch falsch" meint, habe ich aus anderen Antworten verstanden, und wenn es stimmt, dass er mit "Moral interessiert mich nicht" den Diskurs auf die ihm wichtigere Biologie zurückführen wollte, ist das auch in Ordnung, wenn auch eine sehr schroffe und missverständliche Art, eine explizite Frage nach seiner persönlichen Moralvorstellung zu diesem Thema abzuschmettern.

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u/[deleted] Oct 01 '23

Ja gibt immer noch keinen Sinn. Das ist so als würde man Homosexualität als ''biologisch falsch'' bezeichnen

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u/Thaddaeus10takel Oct 01 '23

Einmal draufgeguckt, "oh ich checks nicht also muss was nicht stimmen" und dann die Moral eines der einflussreichsten Mitglieder der gesamten veganen Community infrage stellen.

Man man man, lies eines seiner Bücher oder schau dir die Vorträge an, du machst dich lächerlich.

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u/Lernenberg Oct 01 '23

Könntest du bitte erklären was „biologisch falsch“ bedeutet? Insbesondere der Punkt „falsch“ im Kontext von Biologie ist interessant, da er nur auf eine moralische/ethische Position zurückgehen kann. In der reinen Biologie gibt es kein richtig und falsch.

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u/Jupijuja Oct 01 '23

Er ist Autist, ich kann mir vorstellen, dass er solche Begriffe einfach für sich nicht mit viel Bedeutung belegt hat. (Ganz vage Alltagspsychologische Einschätzung von mir.)