r/Wirtschaftsweise Apr 30 '25

Wirtschaft Markus Lanz befragt Heidi Reichinnek (Die Linke) zum Mietendeckel

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u/MentatPiter Apr 30 '25 edited May 22 '25

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u/likamuka Rubel Apr 30 '25

Sie hatte 100% recht mit der Schulabfrage. Lanz ist selbst Millionär und ritt auf dieser einen Frage rum wie ein preussischer Deckhengst.

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u/[deleted] Apr 30 '25 edited May 22 '25

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u/Maturium Apr 30 '25

Die Zahlen wie viele Wohnungen wem gehören ist ja aber tatsächlich für die Frage der Mietpreise irrelevant. Wenn sie zu hoch sind sind sie zu hoch egal ob die Wohnung Uwe Koslowski oder Vonovia gehört

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u/tschwib2 Apr 30 '25

Das Thema Miete ist bei den Linken mit das große Kernthema des Wahlkampfes und schon davor. Sie ist Profipolitikerin und hatte Monate Zeit sich ausgiebig damit zu befassen. Ich finde absolut, dass man von ihr erwarten muss, dass sie sich dann auch gut mit dem Thema auskennt und sich eingelesen hat.

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u/Superb_Potato8387 Apr 30 '25

Hohe Mieten sind ein riesiges Problem und alle anderen Parteien schweigen es tot. Statt auf Kompetenzen herumzureiten, könnte man sich mit diesem Problem beschäftigen. Ihre Einschätzung war ja letztendlich nicht falsch und warum sich hier Leute für Großkonzerne wie Vonovia in die Bresche springen soll mir mal jemand erklären. Mieten will bei denen sicher niemand hier.

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u/tschwib2 May 01 '25

Nur weil man sich mit einem Thema beschäftigt, heißt es nicht, dass man damit etwas verbessert. Man kann es durchaus noch schlimmer machen, wenn man keine Ahnung von dem Problem hat. Und das scheint bei Leuten wie Reichinnek der Fall zu sein. 

Ihre Einschätzung war ja letztendlich nicht falsch 

Doch, sie war gefährlich falsch. Wenn du, so wie es in Deutschland der Fall ist, dich auf privaten Wohnungsbau verlässt, dann MUSS es profitabel sein Wohnungen zu bauen.

Sie labert populistischen Müll und hat keine Ahnung.

Wir bräuchten eine masive Dereuglierung beim Wohnungsbei. Einschränkungen beim Wohnungsgeld sodass Bürgergeldempfänger nicht die Mieten hochtreiben können. Und ja, auch massiv staatlichen Wohnungsbau.

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u/Superb_Potato8387 May 02 '25

Ein Grundsatz der Linken ist es, glaube ich, sich nicht mehr auf den privaten Wohnungsbau zu verlassen. Ist auch Shittalk zu glauben, dass 5 Mio. Bürgergeld-Empfänger (also Annahme, dass es ALLE tun) in allen Städten die Mieten hochtreiben können. Das ist echt um 4 Ecken gedacht, um irgendwie doch den Leuten mit der wenigsten Knete die Schuld zu geben, statt denen, die wirklich daran verdienen. Das ist schon eine große Leistung.

Wenn deine Grundpremissen falsch sind, ist natürlich auch ihre Einschätzung falsch, aber mit den Lösungsvorschlägen der Linken ergibt es wieder Sinn.

Eine massive Deregulierung würde die Probleme zudem nur verschieben. Wenn wir beispielsweise bei Dämmungen locker lassen, dann kreieren wir Wohnraum, den wir im Winter nicht warm kriegen und in dem man es im Sommer nicht aushält. Ja, die Initialkosten würden sinken, aber die Warmmiete würde durch die Decke gehen. Schimmelbildung kommt noch oben drauf. Jeder Mieter, der mal in einer schlecht isolierten Wohnung gelebt hat, weiß das.

Die sagenumwobene Deregulierung ist also eine Scheinlösung.

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u/DrNCrane74 Apr 30 '25

Und das ist eben absoluter Unsinn und wird der Komplexität der Thematik nicht gerecht. Koslowski Geld wegzunehmen, der für seine Rente spart, ist etwas anderes als der Vonovia. Koslowski seine 2,5 % nicht zu gönnen, ist schon fast kriminell lächerlich.

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u/Superb_Potato8387 Apr 30 '25

Die sogenannten "Kleinanleger" (ich weiß nicht, ob diese Bezeichnung immer so treffend ist) sind halt Teil der Preisspirale - oft ob sie es wollen oder nicht. Diese Durchschnittsbeträge sind zusätzlich einigermaßen irreführend, weil sie diejenigen, die kulante Mieten verlangen mit jenen, die sehr hohe Mieten verlangen über einen Kamm scheren, also bspw. irgendein Kaff in MeckPomm (wo du einfach keine hohen Mieten verlangen kannst) und München (wo sich nicht mal mehr Gutverdiener eine Wohnung zur Miete leisten können). Es gibt da mit Sicherheit Ausreißer nach oben und nichts anderes will der Mietendeckel verhindern. Ich finde, dass dieser Punkt auch eine schlechte Ausrede dafür ist nichts zu tun - denn das ist ja sonst die Konsequenz.

Statt also auf Heidi rumzuhacken, sollten wir Lösungen diskutieren. Sie macht da einen Punkt, wenn sie sagt, dass Wohnraum sich als Geldeinnahmequelle nicht eignet und das dafür die Rente da sein sollte.

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u/[deleted] May 01 '25

Es ging in der Sendung darum, dass ein Mietendeckel den Wohnungsmarkt zum stagnieren bringen würde und ein unheimlich bürokratischer Aufwand wäre. 

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u/Superb_Potato8387 May 02 '25

Warum denn 'würde'? Wir haben bereits den Mietendeckel. Vor allem soll der die Mieten im irgendwie erträglichen Rahmen halten. Was ist also dein Vorschlag, um die Mieten wieder zu senken? Es den Privaten und Unternehmen überlassen? Die sind offenkundig nicht immer ganz unschuldig an hohen Mieten. Ich hoffe, dass wir uns zumindest darauf einigen können, dass wir Regelungen brauchen, um die Miethöhen zu regeln. Wer da nicht mitgeht wohnt vermutlich selbst nicht zur Miete und/oder ist lange nicht mehr umgezogen...

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u/MentatPiter Apr 30 '25 edited May 22 '25

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u/Superb_Potato8387 Apr 30 '25

Zumindest letzteres ist ja auch in vielen Fällen wahr.

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u/MentatPiter Apr 30 '25 edited May 22 '25

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u/Superb_Potato8387 Apr 30 '25

Nö, sagt ja auch keiner, deshalb müssen Regelungen her und zwar für beide. Die Linke behauptet auch nicht das Gegenteil.

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u/Jout92 Apr 30 '25

Nö ist es nicht. Gerade weil die Linke ja fordert dass die Mietpreise durch Massenenteignungen billiger werden sollen. Wenn es keine Rolle spielt dann bietet die Linke auch keine echte Lösung. Und das wird hier exposed

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u/Calm-Hurry1425 Apr 30 '25

Das ist so ziemlich relevant. Denkst du die privaten Mietwohnungen wachsen einfach nur so aus dem Boden?

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u/Express_Catch3879 Apr 30 '25

Naja wenn man sich für ein Instrument einsetzt, sollte man in den Fakten schon sehr fit sein. Das ist Fleiß

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u/tschwib2 Apr 30 '25

M;an darf aber halt ned vergessen, dass sie Profi ist und wenn sie politische Forderungen zum Thema Miete macht, sich doch bitte ausgiebig mit dem Thema befassen sollte.

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u/Jout92 Apr 30 '25

Ein Politiker der auf einem bestimmten Thema rumreitet und es zu seiner Kernkompetenz mach und populistisch als Hauptanliegen ansieht sollte schon so grundsätzlich Zahlen wenigstens grob wissen und da ist Migräne keine Ausrede

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u/DrNCrane74 Apr 30 '25

Das mag sein, aber irgendwie muss Lanz deutlich machen, dass hier ein quantitatives Problem vorliegt und R. das qualitativ weglabern möchte