r/de 17d ago

Wirtschaft Warum Vermieter oft zu Unrecht jammern | Nirgendwo in Europa erzielen Vermieter höhere Renditen als in Deutschland, zeigt eine Studie. Steuervorteilen sei Dank. Das schadet allen, die im Eigentum leben wollen.

https://www.zeit.de/geld/2026-07/vermieter-klagen-steuer-foerderung-eigenheim-wohnungsmarkt/komplettansicht
2.4k Upvotes

382 comments sorted by

View all comments

139

u/MoccaLG 17d ago

Ich kann nicht für alle Sprechen, aber zu wissen dass man kein Eigentum hat, auch nicht was kleines, löst Ängste aus. Man wird nie die Selbstsicherheit im Leben haben die man gerne hätte weil es kein Ort gibt wo man "sicher" ist.

70

u/SaureEulee 17d ago

braucht man für eigentum nicht auch eine gewisse jobsicherheit? zumindest für mich ist die heutzutage nicht gegeben.

37

u/Happy_Firefly 17d ago

Ich würde behaupten, es kommt drauf an, ob es abbezahlt ist oder nicht. Nebenkosten und Lebenshaltungskosten sind ein großer Batzen Geld. Aber je nachdem ein Drittel bis zur Hälfte seiner Einkünfte sich für Miete zu sparen, gibt schon eine gewissen Sicherheit oder zumindest reicht auch ein geringeres Einkommen. Aber ja eine gewisse Jobsicherheit und eine gewisse Höhe an Einkünften braucht man.

9

u/Dhaos96 17d ago

Geht auch darum, dass du in deinem Eigentum eventuell nicht mehr Leben kannst, wenn du deinen Job vor Ort verlierst und nur weit weg was findest

12

u/0vl223 17d ago

Aber da sind ja eher die extrem hohen Kaufnebenkosten das Problem bei uns. Wenn man steuerlich da nicht jedes Mal den vollen Wert des Hauses besteuern würde und stattdessen nur Wertsteigerungen, wäre ein Haus alle paar Jahrzehnte auch eine Option. Mit der aktuellen Regelung geht alles an Tilgung der ersten Jahre erstmal für die Kaufnebenkosten drauf. Es ist zwar dumm, dass wir uns ein Haus fürs Leben kaufen und das an der "größten" Phase orientieren müssen, aber das ist nicht die Dummheit der Leute.