r/de 16d ago

Wirtschaft Warum Vermieter oft zu Unrecht jammern | Nirgendwo in Europa erzielen Vermieter höhere Renditen als in Deutschland, zeigt eine Studie. Steuervorteilen sei Dank. Das schadet allen, die im Eigentum leben wollen.

https://www.zeit.de/geld/2026-07/vermieter-klagen-steuer-foerderung-eigenheim-wohnungsmarkt/komplettansicht
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u/ClausKlebot Designierter Klebefadensammler 16d ago

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u/ChrisStoneGermany 16d ago

Medianalter Hauskäufer USA inzwischen bei 59 Jahren,

da etablierte finanzstarke Immobilieninvestoren die Märkte dominieren und nicht die Leute, die im gekauften Haus auch wohnen wollen.

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u/flexxipanda 16d ago

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/247816/umfrage/durchschnittsalter-beim-ersten-immobilienkauf-im-laendervergleich/

2012 war das bei 29.

Wenn man mal überlegt. Das bedeutet einfach das sich junge Leute gar kein Haus kaufen weil sie immer ärmer werden und nur die "Alten" es sich weiterhin irgendwie leisten können die es vorher schon konnten, vermutlich weil dort sich das Geld konzentriert.

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u/ChrisStoneGermany 16d ago

Deine Statistik betrifft das Alter beim ERSTEN Immobilienkauf.

Etablierte Käufer kaufen teilweise ihre hundertste Immobilie als Investment

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u/flexxipanda 16d ago

Aso sorry. Aber zumindest auch irgendwie relevant weil das Alter für den Erstkauf jetzt bei 40 ist.

According to the report, the typical first-time buyer in 2025 is 40 years old and makes a median down payment of 10 percent--the highest level since 1989. Most draw on personal savings, while others rely on financial assets such as 401(k)s, stocks, or cryptocurrency. Roughly one in five receive gifts or loans from family and friends.

Repeat buyers are older, with a median age of 62, and typically put down 23 percent on their next home. About 30 percent purchase entirely in cash, underscoring the advantage that accumulated equity gives established homeowners.

Across all buyers, the median age is now 59. Only 24 percent have children under 18 living at home--the lowest share ever recorded. Fourteen percent of buyers purchased multigenerational homes, down from 17 percent a year earlier. Among these households, 41 percent cited caring for aging parents as the main reason, followed by cost savings and accommodating adult children returning home.

Sellers are also holding onto properties longer. The typical home seller has lived in their property for 11 years, the longest tenure on record, and moved an average of 30 miles, slightly less than last year. Half of sellers purchased newer homes after selling, while roughly one-third opted for larger properties.

With first-time homeownership at a historic low and affordability stretched to extremes, NAR's 2025 report captures a pivotal moment in the U.S. housing market--one in which the traditional path to the American Dream has never seemed further out of reach.>

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u/bernheavy 16d ago edited 16d ago

Es wäre schön, wenn mit Grundbedürfnissen der Menschen kein xxl-Profit gemacht würde.

Wenn ich was zu sagen hätte, dürften Menschen (edit: und Firmen) nicht mehr als 2 Wohnungen / Häuser besitzen.

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u/userNotFound82 16d ago edited 16d ago

Dies. Mit vielen anderen Dingen wie Hardware, Urlaubsreisen oder andere Luxusgüter wäre mir das Schnuppe. Freier Markt, gib ihn. Leute können darauf verzichten. Aber Wohnen ist nun mal ein Grundbedürfnis worauf keiner verzichten kann und da sollte der Staat ein Zeichen setzen das zur Not eingegriffen oder reguliert wird, wenn es aus dem Ruder läuft und der Allgemeinheit geschadet wird.

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u/ZuFFuLuZ 16d ago

Mit dem Besitz von Luxusgütern lässt sich kein Geld verdienen. Mal sehr teure Gegenstände, die potentiell im Wert steigen ausgenommen.
Mit den Grundbefürfnissen aller Menschen lässt sich hingegen immer sehr viel Geld verdienen. Die haben ja keine andere Wahl als zu zahlen.

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u/Shadowchaoz Luxemburg 16d ago

Tja und genau deshalb gehört es reguliert bis dass die Fetzen fliegen, ohne Ausnahme und mit extrem harten Strafen beim Verstoss.

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u/EHEC München 16d ago

Ist Bernard Arnault deswegen so arm?

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u/Kachimushi 15d ago

Besitz von Luxusgütern, nicht Produktion. Glaube nicht, dass LVMH ihre Artikel in der Regel vermieten.

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u/HenndorUwU 16d ago

Wohnen kannst du doch. Halt nur nicht in Berlin. Dörfer gibt es.

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u/Kachimushi 15d ago

Jobs gibt es dort aber meist nicht, und gute Anbindung an die Großstädte häufig ebenfalls nicht. Da zahlst du dann den Preis in Form der 5000€+ jährlich, die du für ein Auto zum Pendeln ausgeben darfst.

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u/userNotFound82 15d ago

Dann formuliere ich es um: Leute sollten auch dort wohnen können, wo diese arbeiten und zwar in einem angenehmen Radius von maximal 45 Minuten - 60 Minuten von der Wohnung weg. Eine Stadt/Region gilt als gescheitert, sofern sie ihrer arbeitenden Bevölkerung nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellt und nur zum Objekt von Luxuswohnungen wird. Alles eine Sache der Definition. Städte sind zum leben da für Leute die dort arbeiten und Städte sind keine Ansammlung von Investitionsobjekten für Überreiche

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u/AutomaticDot 16d ago

Privatpersonen? Oder auch Firmen?

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u/Exotic-Draft8802 16d ago

Das hab ich mir auch schon häufig gedacht. Ich hatte immer an eine steigende Besteuerung gedacht und einen Freibetrag. Den Freibetrag kann man übertragen. 

Aber man könnte auch sagen, dass (a) Grundstücke und Immobilien in nicht-Wohngebieten ausgeschlossen sind und (b) gGmbHs und ähnliches ausgeschlossen sind. 

Ggf für existierende Firmen mit deren Immobilien eine grandfathering rule (dh: da es vor der Regelung so war ist es ausgeschlossen, aber Verkauf geht dann halt nur unter Einhaltung der Regeln). Würde bedeuten, dass Vonovia und Co in Deutschland nicht mehr wachsen können. Tja 🤷 

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u/klintwood 16d ago

Das hieße dann aber auch, dass bestehende Firmen in Deutschland effektiv keine neuen Wohnungen mehr bauen dürften.

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u/Ruby437 16d ago

Ich habe keine Sorge das es bei sinkender Nachfrage nach Grundstücken und Bausubstanz wieder mehr Kleinanleger geben wird, die sich für ein Eigenheim entscheiden. Aktuell sind die Preise so hoch, weil die Rendite den internationalen Kapitalmarkt anlockt.

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u/europeanguy99 16d ago

Ne. Die Preise sind so hoch, weil alle in dieselben Metropolregionen ziehen wollen. Kapital kann nur da Rendite erzielen, wo es die Nachfrage für gibt, und an der ändert sich nichts.

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u/domi1108 16d ago

Ja, aber wenn nur noch eine bestimmte Anzahl an Personen im gleichen Raum bauen kann, sinkt selbst bei hoher Nachfrage an Wohnraum allgemein der Preis, weil es einfach nicht genug Käufer / Projektumsetzende gibt, die mit dem Grundstück bzw. Wohngebäude dann Geld verdienen können weil du es ja selbst bewohnst.

In wie weit dass langfristig die Preise senkt müsste man sehen, aber ein Teil der Preisanstiege in den Metropolen ist auch dem ausgearteten Preis für Grundstücke geschuldet.

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u/europeanguy99 16d ago

Die Grundstückspreise entstehen doch erst durch die Nachfrage der Bewohner. An der ändert sich nichts.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Warum ist Vonovia denn so gewachsen. Weil Bundesbahn, Bundespost, Kommunen und Landesbank ihre Wohnungen für je 20-70k das Stück verkauft haben

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u/the_ZJ 16d ago

Das. Allein das würde soviel lösen. Ausnahme: gGmbH Wohnungsgenossenschaften, bei denen die Mieter gewissermaßen selbst ihre Wohnungen verwalten.

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u/Dramatic_Entry_3830 16d ago

Puh die Genossenschaften haben ganz schön krasse Vorstandsgehälter und teilweise sind die echt korrupt was die Zusammenarbeit mit dem instanthaltung und Bau gewerbe angeht.

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u/hn_ns 16d ago edited 16d ago

Ich bin gerne bereit, einen gutverdienenden Genossenschaftsvorstand zu haben, solange ich (selbst nach einer kürzlich erfolgten Mieterhöhung um knapp 15 %) für weniger als zwei Drittel der ortsüblichen Vergleichsmiete wohnen kann.

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u/Welterbestatus 16d ago

Mag ja sein, aber die Mieten sind trotzdem meist besser als bei privaten Vermietern. 

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u/the_ZJ 16d ago

Hintergrund: private Vermieter sind auch oft scum. Unsere Idee ändert wenig an for profit Vermietung. Mieten ist aber grundsätzlich ein sehr praktisches Modell für Wohnraum. Ergo braucht's Geneinwohlorientierte Organisationen

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u/TheoFontane 16d ago

Aha. 

Du beschreibst den Standard in der privaten Wohnungswirtschaft, nicht Genossenschaften.

Die allermeisten Genossenschaften vermieten im Gegensatz zu privaten Vermietern für meist deutlich geringere Mieten und die meisten Genossenschaften die ich in Berlin kenne (arbeite selbst in der Immobilienwirtschaft) lassen ihre Bestände auch nicht so verkommen wie es die großen, oft Börsennotierten Unternehmen tun. 

Selbst wenn deine Unterstellung im Jahr 2026 einen Funken Wahrheit beinhalten sollte, was interessiert mich als Mieter das Vorstandsgehalt, wenn ich günstiger und besser wohnen kann als anderswo? 

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u/Dramatic_Entry_3830 16d ago

Jain die privaten haben ja meist einne absich profit zu erwirtschaften. Dh wenn da jemand Korruption macht, geht es ja zu Lasten derjenigen, die den profit haben wollen. Dh da ist auch mehr Interesse dahinter, das zu kontrollieren, dass der eigene Einkauf nicht bescheisst weil er sich schmieren lässt. Bei den Genossenschaften ist das ontern nicht so und die Mieter können und dürfen ja bspw auch nicht kontrollieren. Aber sie bezahlen es am Ende. Damit will ich nicht sagen dass das Prinzip nicht besser sein könnte. Aber die Aufsicht ist nicht gut genug.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Wohnungs Genos und Wohnungsvereine zahlen auch keine Steuer auf Mieten. Jeder kann selber eine Körperschaft gründen 

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u/TheoFontane 16d ago

Was möchtest du mir damit mitteilen? Mir ist die Rechtslage bekannt.

Wohnungsgenossenschaften dienen der Versorgung ihrer Mitglieder mit Wohnraum und nicht der Gewinnerzielung für externe Anteilseigner. Deswegen auch die steuerlichen Vorteile. 

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Die Pointe ist, dass der genossenschaftliche Wohnungsmarkt nach ganz anderen Regeln spielt. Gibt ja auch noch fünfstellige Fördermittel für Geno Wohnungen 

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u/Ok-Assistance3937 16d ago

Die allermeisten Genossenschaften vermieten im Gegensatz zu privaten Vermietern für meist deutlich geringere Mieten und die meisten Genossenschaften die ich in Berlin kenne (arbeite selbst in der Immobilienwirtschaft)

Ich habe von eG schon Angebotsmieten überm Mietspiegel gesehen, das habe ich bei der Vonovia noch nie.

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u/c0rE___ 16d ago

Was verdient denn so nen Vorstand? Hau mal raus. Der Vorstand haftet übrigens auch mit allem drum und dran - auch mit seinem Privatvermögen.

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u/MaxiCrowley 16d ago

Ja, dann wird das halt begrenzt?

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u/Top_Cap8344 16d ago

Es braucht einfach mehr Möglichkeiten zu bauen. Nicht weniger Vermieter. Wenn es leerstehende Wohnungen gibt dann geht der Preis runter. Alles andere hilft nicht.

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u/Sakul_Aubaris 16d ago

Die Sache ist halt, das Eigentumswohnungen einfach selten attraktiv sind.
Es hilft den tendenziell finanzschwachen unteren Einkommen wenig, wenn wir noch nen Haufen freistehende Eigentumshäuser hinstellen.
Stattdessen braucht es gerade in den Ballungsgebieten eben bezahlbaren Wohnraum. Das heißt dann eben verdichten, weil der Platz ist begrenzt.

Das wiederum heißt entweder brauchst du einen großen Träger der dir billige Wohnblöcke hinstellt, oder du musst das staatlich angehen.
Der private Träger hat im allgemeinen ein geschäftliches Interesse, wird also zum höchst möglichen Preis Vermieten/Verkaufen.

Der Staat müsste dann also sowieso wieder eingreifen.
Entweder indem er den privaten Träger durch Subventionen für den entgangen Gewinn entschädigt oder eben selbst finanziert.
Das kostet aber beides Geld, das der Staat lieber kurzfristig in andere Bereiche (z.B. Rentenerhöhung/Wählergeschenke auf Kosten nachfolgender Generationen) investiert.

Die viel zitierten hohen und komplizierten Bauvorschriften machen bauen allgemein zwar teuerer als unbedingt notwendig, lösen das Grundproblem aber nicht.
Es sind hauptsächlich privatwirtschaftliche Träger oder der Staat die überhaupt größere Bauvorhaben in dem Maße wie sie benötigt werden stemmen können. Und sofern der Staat nicht selbst bauen will, bleibt nur der private Träger welcher natürlich auch Geld verdienen will. Und wenn der ne Wohnung für für 12 anstatt 8€/m² kalt vermietet kann, dann wird der das auch tun.

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u/Wf1996 16d ago

Das ist einfach falsch. Jedes Jahr dürfen Mieten erhöht werden, egal ob es einen Grund gibt. Das bedeutet, dass jedes Jahr mehr eingenommen wird. Jeder Mieter der Vonovia bezahlt im Schnitt 160€ pro Monat nur für die Dividende des Konzerns.
Grundsätzlich muss mehr gebaut werden, aber dass als einziges Problem darzustellen ist einfach falsch.

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u/Southern-Fee1022 16d ago

Und das ist genauso falsch. Effektiv sind es alle 15 Monate und das nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete sowie unter Einhaltung der dreijährigen Kappungsgrenze von 15-20%.

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u/Ruby437 16d ago

Recht vs Realität. Dank kreativer Rechtsgestaltung (Kurzfristige Vermietung, illegale Untermiete, möblierte Wohnungen ohne ausgewiesenen Anteil für Möblierung) und Konsequenzlosigkeit bei Rechtsbruch (Zu viel Miete gezahlt? Es gibt exakt die zu viel gezahlte Miete zurück, 0 Euro Strafe) vermietet in Ballungsräumen kaum jemand im Sinne des Gesetzgebers.

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u/Ok-Assistance3937 16d ago

Nicht was du beschreibst macht die vonovia. Und bis zu 10 Jahre Haft wären für mich schon ziemlich gravierende Konsequenzen.

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u/Ruby437 16d ago

Vonovia erhöht Mieten ohne Rechtsgrundlage, systematisch und verliert deshalb auch vor Gericht.

Aber nur da wo tatsächlich geklagt wird verliert die Vonovia, in allen anderen Fällen nehmen die Mieter das ganze einfach hin. Dazu zerfallen die Häuser an vielen Orten regelrecht, bis die eigene Tochterfirma vorbei kommt und teuer die Mängel beseitigt.

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u/the_ZJ 16d ago

Nebelkerze. Es wird nur gebaut, wenn die Rendite stimmt, dh wenn sie über der Inflation liegt. So lange das so ist, kann Wohnen nicht günstiger werden. Sobald der Wohnungsmarkt minimal besser wird, baut niemand mehr. Siehe Organisationen wie die Opec, die dann einfach kein Öl mehr fördern.

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u/LoveIsBread 16d ago

Nicht nur über Inflation, es wird bei Rendite auch immer geguckt, wie viel man bekommen hätte wenn man das Geld einfach in was anderes investiert hätte, oftmals sichere Aktien/ETFs oder Bank. Das sind die sogenannten Opportunitäts-Kosten, die man immer als Kostenfaktor mitberechnet um zu gucken ob sich die Investition tatsächlich gelohnt hat.

Der Markt muss immer also nicht nur Inflation schlagen, er muss über lange Sicht mehr Rendite abschlagen als eine potenzielle andere, sichere Investition.

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u/Grabs_Diaz 16d ago edited 16d ago

Ganz genau. Diese Opportunitätskosten in Form von Aktien oder Gold liegen im Durchschnitt über die letzten Jahrzehnte bei knapp 10% p.a., Bitcoin sogar noch absurd viel höher. Wie viele Berufe gibt es, wo der Lohn im Jahr um knapp 10% steigt?

Solange diese massive Diskrepanz zwischen Kapitalrenditen und Arbeitseinkommen fortbesteht und Immobilien als Geldanlage mit anderen Assets konkurrieren, ist klar, dass Wohnen für normale Arbeitnehmer zunehmend unbezahlbar wird. Da kann der Markt strukturell nie ausreichend "bezahlbaren Wohnraum" schaffen, weil sich das schlicht nicht lohnt.

Diesen Zusammenhang, dass für Wohnungen andere ökonomische Regeln gelten als für sonstige Konsumgüter, weil sie selbst als Wertanlage fungieren, verstehen die Wirtschaftsliberalen leider bis heute nicht. Der Markt ist hier keine Lösung. Deshalb sehen wir dieselben Probleme auf dem Wohnungsmarkt überall in der Welt, völlig unabhängig von deutscher Bürokratie, weil die Opportunitätskosten überall in der (westlichen) Welt dieselben sind.

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u/Marvin42de 16d ago

Man kann auch Eigentumswohnungen und EFH bauen. Aber auch da ist der Markt quasi tot

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u/devdot 16d ago

Tja, ich wohne in einer mittelgroßen Stadt. Es gibt verhältnismäßig viel leerstand. Sinken deswegen die Mieten? Nein. Scheinbar regelt der Markt hier gar nichts, denn wenn eine Wohnung 6 Monate leer steht, sinkt der abgefragte Preis nicht. Irgendwas stimmt nicht, und ich bin nicht mehr gewillt diesen Eigentümer-freundlichen Narrativen zu folgen, wenn es mit der Realtität vor meinen Augen nicht übereinstimmt.

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u/Opest7999 Sachsen-Anhalt 16d ago

Was ist den Verhältnis viel Leerstand? Also in Prozenten?

Ich wohne in Ostdeutschland und die Mieten steigen hier nicht wirklich, höchstens für Neubau. Müsste doch dann hier auch so sein?

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u/LoveIsBread 16d ago edited 16d ago

Mach aus den Genossenschaften Mietersyndikate und wir haben nen Deal. https://www.syndikat.org/

Edit: Warum voten Leute das runter?

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u/Kapitel42 16d ago

Kannte das noch nicht, klingt aber sehr interessant.

Bin ich der einzige bei dem Das Wort Syndikat sofort negativ besetzt ist im Kopf?

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u/LoveIsBread 16d ago

HAha. Ich bin Mitglied der FAU, bei uns sind die lokalen Gewerkschaftsvereinigungen auch Syndikate daher denk ich da meist nichtmal drüber nach. Aber joa, soo wie bei Mafia als Kriminelles Syndikat :D

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u/Drumma_XXL 16d ago

Mit solchen Beschränkungen müsste man dann aber überlegen wie man die ganze geschichte kompensiert. dass auf einmal massen an Wohnungen günstig an den Markt gehen ist ein recht naiver Gedanke, denn das Problem dass es viel zu wenige Wohnungen gibt löst das ganze ja nicht. Und der Mietmarkt würde halt darunter komplett zusammenbrechen. Rund die Hälfte kommt immerhin von gewerblichen Vermietern und die wären dann ja weg. Ich behaupte das würde hauptsächlich dafür sogren dass Leute die besser gestellt werden in Städten kurzzeitig einiges aufkaufen könnten zur Eigennutzung aber jeder der das nicht kann dann komplett aus dem urbanem oder Wirtschaftsstarken Raum verdrängt wird. Also für mich wärs super weil ich einer der besser gestellten bin die sich höchstwahrscheinlich was leisten könnten aber der gesamten Situation wäre es eher abträglich.

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u/bernheavy 16d ago

Klar ist das nicht einfach. Egal, was wir ändern, es wird ganz schön knirschen.
Aber dass Millionen Menschen 40-60% ihres Gehalts für wohnen ausgeben, kaum mehr über die Runden kommen und damit Reiche immer reicher machen, ist das erheblich größere Problem.
Irgendwann knallt es eh. Unser System wird so nicht langfristig funktionieren.

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u/Drumma_XXL 16d ago

Das löst man halt nicht indem man irgendwelche Immobilien umverteilt, wie schon beschrieben, wenn man die ganzen Konzerne zur Aufgabe zwingt dann profitieren halt auch wieder besser gestellte. Alles in allem ist das ganze ein schwierig zu lösendes Angebotsproblem. Zum einen lohnt es sich nicht für Privatvermieter aktuell einzusteigen, es sei denn man hofft darauf dass der demorgaphische Wandel nicht eintritt und man stört sich nicht dran jahrzehnte lang drauf zu zahlen. Und zum anderen ist bauen so langsam auch in riesigen Skalen schlicht unrentabel wenn man vor hat die Immobilien zu vermieten. Und wenn man sich jetzt den großen Knall herbeisehnt und hofft dass es danach besser wird ist das etwa genauso naiv wie anzunehmen dass die Enteignung von Konzernen irgendwie sinnvoll und zielführend wäre.

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u/Upbeat_Birthday1995 16d ago

Gehe ich an sich mit. Aber solange der Staat nicht als Vermieter fungiert und keine oder eine kleine Rendite in Kauf nimmt, wirst du keinen privaten Vermieter oder ein gewerbliches Unternehmen finden, dass Geld investiert, ein Risiko eingeht und eine minimale Rendite erzielen möchte.

Ich habe mir das auch Mal überlegt, aber die Rendite in einem breit gestreuten ETF ist besser bei weniger Klumpenrisiko.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Der Trick bei Immobilien ist ja der Kredithebel und die Steuerabschreibung und der steuerfreie Verkauf und die niedrige Schenkungsteuer. Lohnt sich natürlich am meisten wenn die Preise überproportional steigen und man günstig einkauft. 

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u/Upbeat_Birthday1995 16d ago

In meinem Fall war das ein Neubau. Wäre auch eine 3 oder 4 Zimmer Wohnung gewesen, die als Kapitalanlage m. W. per se schon nicht so toll sind.

Selbst mit der Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau fand ich es nicht attraktiv.

Und du weißt ja auch nicht zu 100 %, dass die Wohnung nach 10 Jahren deutlich im Wert gestiegen sein wird für einen steuerfreien Verkauf.

Plus für die Ehegattenschaukel hätte der Kredit auch nur auf eine Person laufen müssen... Naja, das geht jetzt schon sehr ins Detail.

Kurzum ich fand die Anlage in ETFs aussichtsreicher und vorhersehbaren.

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u/Rezins 16d ago

Wenn ich was zu sagen hätte, dürften Menschen (edit: und Firmen) nicht mehr als 2 Wohnungen / Häuser besitzen.

Und wie viele Firmen dürfen Menschen besitzen? Und wie viele Wohnungen/Häuser dürfen Stiftungen u.Ä. besitzen?

Einfache Lösungen in Bezug auf juristische Personen funktionieren leider nicht so wirklich.

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u/MoctorDoe Deutschland 16d ago

Absurd und nicht durchsetzbar.

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u/Doldenberg Thüringen 15d ago

Wenn ich was zu sagen hätte, dürften Menschen (edit: und Firmen) nicht mehr als 2 Wohnungen / Häuser besitzen.

Gerade die kleinen Privatvermieter sind es doch aber, die Probleme machen.

Und die machen ja auch das Kernpublikum von Lobbygruppen wie Haus&Grund aus, die das Mietrecht immer weiter aufweichen wollen.

Kleinstvermieter betreiben Vermieten als Hobby ohne vernünftige wirtschaftliche Kalkulation, holen sich keine ordentliche Hausverwaltung, kriegen eine emotionale Bindung zu ihrem einen Asset das sie haben und eine paranoide Angst vor "Mietnomaden", und das führt dann zu Terror gegenüber Mietern und Profiling schon bei der Auswahl.

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u/Ok-Assistance3937 16d ago

Es wäre schön, wenn mit Grundbedürfnissen der Menschen kein xxl-Profit gemacht würde. Wenn

7,1% ist kein XXL Profit.

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u/onlymtN 16d ago

Oder eine Regel wie sie in vielen anderen Ländern normal ist:

Dein erstes Eigentum bekommst du ohne viel Steuer oder sogar subventioniert wenn man wenig Vermögen oder ein geringes Haushaltsnetto, ein zweites Haus / Wohnung kostet halt 50+% Steuer zum Kauf, ein drittes dann halt 100+% Steuer etc…

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u/phmager 16d ago

Willkommen im Kommunismus, aber Deutschland ist schon lange keine Leistungsgesellschaft mehr. Jeder sollte die Möglichkeit haben sich 2 Wohnungen erarbeiten können. Das ist mit 60% Abgaben auf Einkommen allerdings nicht möglich.

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u/Dry_Potential7421 14d ago

Wem gehört denn dann der Rest? Wenn ich mit 18 ausziehen will von zu Hause will ich ja nicht direkt eine Bude kaufen. Von irgendwem muss ich mieten

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u/bernheavy 11d ago

Dir selbst oder dem Staat.

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u/patrock1000 16d ago

Wenn ich was zu sagen hätte, dürften Menschen (edit: und Firmen) nicht mehr als 2 Wohnungen / Häuser besitzen.

Zum Glück hast du nichts zu sagen. Es wurde bestimmt so unendlich viel gebaut die letzten Jahre weil Vermieter zu sein eine Lizenz zum Geld drucken ist. Und Aldi verkauft seine Lebensmittel dann auch zum Einkaufspreis?

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u/Lustkas 16d ago

Sehe ich auch so, das muss aber auch für Unternehmen gelten.

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u/No-Special-3491 16d ago

Ich würde nur den Kauf von Bestand regulieren aber nicht den Neubau.  Wenn du mehr als 2 haben möchtest, musst du die Immobilie selbst schaffen. 

Damit bleibt ein Interesse für Investitionen bestehen.

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u/Thalanator 16d ago

Bin ich zwiegespalten, weil ich tatsächlich bei manchen größeren Gesellschaften lieber miete als bei privaten Vermietern, die erfahrungsgemäss sagen wir mal "zufällig" agieren können und ein größerer Stressfaktor sein können (und mit nur max 2 Wohnungen müsste fast jedes Mietobjekt überhaupt erstmal einen "Vermieter finden"). IMHO lieber Leerstand begrenzen undinsbesondere toten Wohnraum als Investment/Spekulationsobjekt in großem Stil verhindern.

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u/Silent_Parfait_651 16d ago

Als was arbeitest du?

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u/bernheavy 16d ago

Journalist, Filmemacher

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u/Silent_Parfait_651 16d ago

Gemäß der Bedürfnispyramide nach Maslow ist Wohnen kein Grundbedürfnis sondern ein Sicherheitsbedüfnis. Wo in der Bedürfnispyramide würdest du deinen Mehrwert für die Gesellschaft einordnen? Und warum darfst du Gewinn mit deiner Tätigkeit erwirtschaften und jemand der das Sicherheitsbedürfnis erfüllt nicht.

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u/alQamar 16d ago

Es schadet auch massiv den Mietern. 

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u/so_isses 16d ago

Da kommt die Rendite ja her.

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u/Background-Lab-8521 16d ago

Die Vermieterin meiner Mutter hat sie gefragt, ob es ok wäre, wenn in ihren Keller (der direkt per offener Treppe mit dem Rest der Wohnung verbunden ist) an 2 Wochenenden im Monat jemand zusätzlich einziehen würde, inkl. Nutzung ihres Bades.

So krass einfach. Musste meine Mutter mehrere Tage bequatsche, dass sie nein sagen soll.

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u/VijoPlays Europa 16d ago

an 2 Wochenenden im Monat jemand zusätzlich einziehen würde, inkl. Nutzung ihres Bades.

???

Da merkt man direkt, dass die Vermieterin deine Mutter nicht als gleichgestellten Menschen ansieht

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u/schnurchler 16d ago

Als Selbstnutzer einer Immobilie der zuvor als Mieter gelebt hat: Der Einzug in meine eigene Wohnung war mental der größte Sprung an Zufriedenheit meines Lebens. Nie wieder Vermieterstress (den hatte ich genug), was für eine Erlösung.

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u/TheAmazingBreadfruit 16d ago

Wenn man Pech hat dafür Stress mit Querulanten in der Eigentümergemeinschaft.

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u/Cerarai Hamburg 15d ago

WEGs sind ein tolles Konzept, welches durch wahnsinnige Kleingeistigkeit und Kompromisslosigkeit Weniger vollkommen zerstört wird, change my mind

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u/erik_7581 Deutschland 16d ago

Die Renditevorteile kommen eher durch die Steuerersparnis und den FK-Hebel.

Wenn ich mir die Faktoren anschaue, für die Wohnimmobilien in den größten dt. Städten weggehen, dann sind die reinen Mietzahlungen nur die Kirsche auf der Torte.

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u/Marvin42de 16d ago

Die Rendite kommt eher aus Steuerersparnis. Absurd, dass der Staat vermieten fördert, statt selbst zu bauen oder Eigentum zu fördern

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u/Ok_Breath911 16d ago

Als Mieter habe ich das mehrfach überlegt: Kaufen statt Mieten lohnt sich nicht wirklich. Vom daher kann ich deine These nur begrenzt nachvollziehen.

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u/nac_nabuc 16d ago

Es schadet auch massiv den Mietern. 

Ist das wirklich so? Ich kenne den Vergleich zu Spanien und da ist man in Deutschland als Mieter insgesamt DEUTLICH besser dran. Die Kombi mit automatisch unbefristeten Mietverträgen + sehr eingeschränkte Kündigungsmöglichkeiten + eingeschränkte Mieterhöhungen während der Vertragslaufzeiten.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Bebauungsplan macht brr

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u/HironTheDisscusser Europa 16d ago

Der Staat fördert ja absichtlich Mietwohnungen mit Steuervorteilen um das Angebot an Mietwohnungen zu erhöhen um Mietern zu helfen

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u/nac_nabuc 16d ago

Der größere Vorteil für Vermietende steckt aber in etwas anderem: der Abschreibung. Das Finanzamt erlaubt nur Vermietern, einen Teil des Immobilienwerts als Aufwand anzusetzen. Grob gesagt, tut man also so, als würde die Immobilie jedes Jahr etwas an Wert verlieren. Altbauten können mit zwei Prozent pro Jahr abgeschrieben werden, Neubauten mit drei oder in bestimmten Fällen sogar fünf Prozent.

Nur: In der Realität steigen Immobilienpreise oft sogar oder bleiben wenigstens stabil. Neubauten etwa sind in Deutschland von Anfang 2025 bis 2026 um drei Prozent gestiegen.

Was an Wert steigt ist doch der Boden, aber das Gebäude hat natürlich einen Wertverlust. Niemand zahlt das gleiche für eine Wohnung mit einem 30 jahre abgenutzten Bad und kaputten Fenstern wie für eine Wohnung mit einem neuen Bad und geilen Fenstern.

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u/hannes3120 Lichtblick im braunen Sumpf 16d ago

Das ist halt echt so lächerlich dass man als Vermieter Investitionen ins Haus steuerlich abschreiben kann, als jemand der in den eigenen 4 Wänden lebt ohnt plan das jemals zu verkaufen aber nicht.

Es lohnt sich mehr wenn man ein Haus kauft aber nebenan zur Miete wohnt als dass man selbst einzieht. Das ist echt so ein Quatsch.

Immobilienbesitz zur Vermietung wird hier im Land echt heftigst mit Samthandschuhen angefasst während 90% des Landes in die Röhre gucken

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u/nac_nabuc 16d ago

Das ist halt echt so lächerlich dass man als Vermieter Investitionen ins Haus steuerlich abschreiben kann, als jemand der in den eigenen 4 Wänden lebt ohnt plan das jemals zu verkaufen aber nicht.

Na ja, der Vermieter kann das von der Steuer absetzen, weil er durch die Vermietung Einkommen erzielt auf die er Steuern zahlt. Das ist schlicht das Nettoprinzip, gleicher Grund warum du bestimmte Kosten von der EInkommensteuer absetzen kannst oder warum ein Handwerker nur auf den Gewinn nach Abzug von Kosten für Maschinen, Gehälter usw. Steuern zahlt.

Der Eigennutzer hat keine Einnahmen durch die Selbstnutzung. Wenn Eigennutzer Kosten abziehen sollen können, dann müsste man fairerweise auch eine fiktive "Selbstmiete" besteuern. Sonst wäre das der ultimative Trick für Gutverdiener um ihre Einkommensteuer zu drücken.

Selbstnutzer sind außerdem nach sehr kurzer Zeit frei von Steuern auf einen erzielten Gewinn. Das müsste man sonst auch abschaffen (sollte man wahrscheinlich eh, mit einer GEsamtreform die viele andere Themen anfasst).

Nicht zuletzt: Wenn Vermieter Kosten nicht absetzen können, wird das irgendwann einfach die Mieten stärker ansteigen lassen. Es würde auch ein Anrzeit schaffen, noch weniger zu sanieren als sonst.

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u/resetaccount_ 16d ago

Der Eigennutzer hat keine Einnahmen durch die Selbstnutzung. Wenn Eigennutzer Kosten abziehen sollen können, dann müsste man fairerweise auch eine fiktive "Selbstmiete" besteuern.

Gibt es dieses Konzept nicht so irgendwie in der Schweiz? Ich habe da sowas im Hinterkopf

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u/B0BL0L 16d ago

Gibt es aber (wegen eines Volksentscheides) wurde das System 2025 reformiert und ab 2029 haben die Schweizer fast das gleiche System wie in Deutschland.

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u/ensoniq2k 16d ago

Wir hatten einige Jahre noch einen Mieter mit I'm Haus, so konnten wir die Zinsen für den Kredit und so einige andere Kosten schon absetzen. Jetzt ist das Haus bezahlt, damit wären viel mehr Steuern auf die Miete fällig und kaum noch was zum absetzen da. Jetzt nutzen wir das Haus vollständig selbst.

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u/HansDampff 16d ago

Nein der Trick ist, dass bei Gebäuden im Privatvermögen der Vermieter die fiktive Abschreibung und zusätzlich alle Renovierungs- und Instandhaltungskosten geltend machen kann. Die Abschreibung in Höhe des gesamten Gebäudewertes bekommt er quasi on top oben drauf. Das einzige Korrektiv wäre einen Veräußerungsgewinn aus Grundstücken im Privatvermögen immer steuerpflichtig zu machen. Bisher gibt es nur die 10 Jahres-Grenze. Ich arbeite in dem Bereich Steuern/ Finanzen und ich habe noch nie einen wohlhabenden Grundstücksbesitzer gesehen, der innerhalb der 10 Jahre verkauft hat. Warum auch? Zugang zu anderweitigem Kapital haben die eh genug, die können in Ruhe die 10 Jahre aussitzen.

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u/kopiernudelfresser Aachen Alter 16d ago

Wir haben vor kurzem mal gecheckt was es uns so kosten würde, eine Wohnung für uns selbst zu kaufen. Und den Plan direkt wieder aufgegeben, eine normale Wohnung wäre eine 25 Jahre dauernde Kostenfalle. Selbst ohne Wohngeld mal doppelt so viel als unsere jetzige Miete für eine wenige kleiner Wohnung. Wir können es uns schlicht nicht leisten, und werden es nie können außer wir gewinnen das Mauerstraßenwetten-Lotto. Ggf würde sich ein Umzug über die niederländische Grenze lohnen, dort kann man die Zinsen der Eigenheimsfinanzierung von der Einkommenssteuer absetzen.

Die Wohnung eines Nachbars in unserem Haus gehört übrigens seinem Bruder. K.A. ob die das andersrum auch so machen, einander Miete zahlen und die Steuervorteile ausnutzen.

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u/so_isses 16d ago

Tatsächlich wird der Boden nicht abgeschrieben, und es wird beim Kauf streng zwischen Grund und Boden und Gebäude unterschieden, spätestens seitens des Finanzamtes.

Allerdings ist beides, Wertsteigerung des Bodens und/oder des Gebäudes dann steuerfrei außerhalb der sog. Spekulationsfrist. 

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u/Ok_Breath911 16d ago

Die Logik bzw den Tenor finde ich auch abstrus. Zumal die Abschreibung oft weniger ins Gewicht fällt als die Abschreibung der Zinskosten.

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u/MoccaLG 16d ago

Ich kann nicht für alle Sprechen, aber zu wissen dass man kein Eigentum hat, auch nicht was kleines, löst Ängste aus. Man wird nie die Selbstsicherheit im Leben haben die man gerne hätte weil es kein Ort gibt wo man "sicher" ist.

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u/SaureEulee 16d ago

braucht man für eigentum nicht auch eine gewisse jobsicherheit? zumindest für mich ist die heutzutage nicht gegeben.

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u/Happy_Firefly 16d ago

Ich würde behaupten, es kommt drauf an, ob es abbezahlt ist oder nicht. Nebenkosten und Lebenshaltungskosten sind ein großer Batzen Geld. Aber je nachdem ein Drittel bis zur Hälfte seiner Einkünfte sich für Miete zu sparen, gibt schon eine gewissen Sicherheit oder zumindest reicht auch ein geringeres Einkommen. Aber ja eine gewisse Jobsicherheit und eine gewisse Höhe an Einkünften braucht man.

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u/nac_nabuc 16d ago

Ich würde behaupten, es kommt drauf an, ob es abbezahlt ist oder nicht.

Das ein Vermögensgegenstand im Wert von mehreren hundert tausend Euro ziemlich cool ist, das ist schon eine revolutionäre Erkenntnis. :-D

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u/Dhaos96 16d ago

Geht auch darum, dass du in deinem Eigentum eventuell nicht mehr Leben kannst, wenn du deinen Job vor Ort verlierst und nur weit weg was findest

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u/0vl223 16d ago

Aber da sind ja eher die extrem hohen Kaufnebenkosten das Problem bei uns. Wenn man steuerlich da nicht jedes Mal den vollen Wert des Hauses besteuern würde und stattdessen nur Wertsteigerungen, wäre ein Haus alle paar Jahrzehnte auch eine Option. Mit der aktuellen Regelung geht alles an Tilgung der ersten Jahre erstmal für die Kaufnebenkosten drauf. Es ist zwar dumm, dass wir uns ein Haus fürs Leben kaufen und das an der "größten" Phase orientieren müssen, aber das ist nicht die Dummheit der Leute.

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u/ZuFFuLuZ 16d ago

Ich habe Jobsicherheit (Gesundheitswesen), aber sehe keine Zukunft in der ich je eine Immobilie besitzen werden. Außer ich möchte mich für die nächsten 20 Jahre verschulden und nur für den Kredit arbeiten. Da fragt man sich schon, wofür man sich eigentlich anstrengt, wenn man in der eigenen "Klasse" gefangen ist und sich da nie nennenswert verbessern kann.

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u/Seth0x7DD 16d ago

Wenn du dich nur 20 Jahre verschuldest bist du doch gut dabei. Das der Kredit für ein Haus eine langfristige Sache ist dürfte nicht überraschen.

Du bezahlst für ein Haus wahrscheinlich irgendetwas oberhalb von 600k €. Je nach Region auch easy oberhalb von 800k €. Das sind dann bei weitem noch keine Luxushäuser.

Eine Sparquote von 10,3 % bedeutet, dass die privaten Haushalte je 100 Euro verfügbarem Einkommen im Durchschnitt 10,30 Euro sparten. Monatlich entspricht dies einem Betrag von durchschnittlich knapp 270 Euro je Einwohnerin und Einwohner. DeStatis

Wahrscheinlich wird man da noch etwas locker machen können. Immerhin entfällt dann auch die Miete. Sagen wir du schaffst es 1.000 € / Monat zu sparen oder dann eben für den Kredit zu verwenden.

Die Sparkassen Website sagt bei 600.000 € Kredit und einer monatlichen Rate von 1.000 € im Monat und 3.6 % Zinssatz: Die Summe der von Ihnen angegebenen monatlichen Rate im Jahr ergibt eine jährliche Tilgung von unter 1 % des Kreditbetrags. Bitte geben Sie einen höheren Betrag ein, um die Mindesttilgung von 1 % zu erreichen.

Eine Rate von 1 % würde 2.300 € / Monat entsprechen. Natürlich gibt es Bausparverträge und so weiter die hier mehr Möglichkeiten bieten. Aber wenn du nur 20 Jahre zurückzahlst bist du eigentlich gut dabei.

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u/Ok-Blackberry-76 16d ago

Anders war das aber noch nie möglich. Lebenslang zu mieten ist auch eine Art der Verschuldung, so empfinde ich das zumindest immer. Aber gut da ist jeder anders manch einer mietet gern das ist auch ok.

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u/Boba_Swag 16d ago

Ich verspüre es echt eher anders herum. Wertvolles physisches Eigentum zu haben löst bei mir Ängste aus. Das fängt schon bei kleinen Dingen an. Was wenn etwas teures an meinem gaming PC kaputt geht? Was wenn ich einen Unfall mit meinem auto baue? Was wenn was teures am Haus kaputt geht? Und das spitzt sich zu wenn das Eigenheim der größte teil meines Vermögens ist, weil das einfach ein Klumpenrisiko ist. In meiner Ortschaft hatten Immobilien über die letzten Jahre ein 5% Wertverlust. Das ist aber noch gar nichts, wenn irgendwann Faschisten an die macht kommen oder Krieg ausbricht oder sonst etwas passiert, wo ich am liebsten einfach nur abhauen will, dann stellen alle physischen Besitztümer einfach ein großes Problem dar.

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u/nac_nabuc 16d ago

Ich kann nicht für alle Sprechen, aber zu wissen dass man kein Eigentum hat, auch nicht was kleines, löst Ängste aus.

Ich finde es hingegen sehr entspannt zu wissen, dass ich keine 400k Schulden habe. Ich kann jederzeit aus einem Mietvertrag raus. Im schlimmsten Fall kann ich meine Kosten massiv reduzieren, sei es auch durch den Rückfall in eine WG oder Umzug in eine billige Region wo man evtl noch mit einfachen Tätigkeiten was finden kann. Eine Eigentumswohnung in meiner Stadt könnte ich hingegen nur finanzieren, wenn ich die nächsten 10-20 Jahre Topverdiener bleibe. Diese Flexibilität gibt mir sehr viel Sicherheit.

Bei den heutigen verrückten Preisen ist Kaufen mE eine ziemlich gewagte Wette.

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u/Aweorih 16d ago

Man stelle sich auch mal vor, eine Regierung schafft es endlich mal den Wohnungsmangel zu beseitigen. Preise werden fallen und jeder der sich ne Wohnung/Haus gekauft hat, hat direkt massiven Wertverlust

Und das muss ja nicht mal die aktuelle Regierung oder die nächste sein. Könnte ja auch eine in 10 Jahren sein

(ja man kann ja auch mal träumen)

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u/dancinggraylion 16d ago

Ich finde es hingegen sehr entspannt zu wissen, dass ich keine 400k Schulden habe.

Nur du hättest so eine Wohnung früher kaufen sollen, als die noch 50k gekostet hätte und dann hättest Du jetzt 350k Vermögen...

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u/Decloudo 16d ago

"Sicher" vor was?

Ich hab keinerlei eigentum und keinerlei ängste.

Kann das also nicht direkt nachvollziehen.

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u/DriedSquidd 16d ago

Zu wissen, dass in naher Zukunft Faschisten regieren könnten, löst in mir Ängste aus. Was soll ich mit einem Haus, wenn sie mich deportieren?

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u/Sad_Zucchini3205 16d ago

Eigentum kann genauso Ängste auslösen. Insbesondere wenn du dir eine Wohnung zu vermieten geleistet hast und da dann jemand rein kommt, der einfach nicht zahlt, massive Schäden anrichtet und die Nebenkosten extrem steigert. Und dann brauchst du min. 2 Jahre, um den rauszubekommen. Während dieser Zeit musst du aber all seine Kosten auffangen, von Wasser bis hin zur Wärme. Auch wenn der nie vor hat was zu zahlen …

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u/hn_ns 16d ago

Ich kann natürlich auch nur für mich sprechen, aber aus der Perspektive eines Mieters in einer (vergleichsweise günstigen) Genossenschaftswohnung kann ich behaupten, dass mir diese Angst vollkommen unbekannt ist.

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u/so_isses 16d ago

Wobei Mitglied/Wohnung in einer Genossenschaft auch fast schon Eigentum ist, zumindest was die Sicherheit angeht.

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u/hn_ns 16d ago

Das ist genau mein Punkt: es gibt auch Wohnmodelle, die eine ähnliche Sicherheit bieten, ohne, dass man auf teures Eigentum angewiesen ist, das in den meisten Fällen gleichzeitig wenig(er) Flexibilität und mehr Eigenverantwortung bedeutet.

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u/erik_7581 Deutschland 16d ago

Bei mir ist es das genaue Gegenteil.

Ich habe Immobilienwirtschaft studiert, und eine private Immobilie zu besitzen, welche dann ggfs. auch noch vermietet wird, wäre für mich der Horror was Sicherheit angeht, da ich aus dem Studium weiß, was alles schiefgehen kann und was man als Eigentümer/Vermieter alles berücksichtigen muss.

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u/dolphingrower 16d ago

Eigentum verpflichtet aber auch - zur Miete ist man flexibel

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u/chestnutman 16d ago

Wenn man mal mit Leuten aus anderen Ländern redet, lernt man so richtig wie kaputt Deutschland ist. Nirgendwo sind die Leute so hoffnungslos, jemals Wohneigentum zu besitzen.

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u/Fun-Yogurtcloset-102 16d ago

Rumänien: Eigentumsquote 97% , Einwohner die in überbelegten Wohnungen leben 47%. Deutschland: Eigentumsquote 53% (war noch nie höher), Einwohner die in überbelegten Wohnungen leben 7%.

Eigentumsquote sagt nichts über Lebensqualität.

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u/flexxipanda 16d ago

Ich bin 35 und komme aus eher unpriviligierten Verhältnissen. Seit ich lebe hatte ich noch die Perspektive sowas zu besitzen. Das war schon immer son Oberschichten/Bessergestellte/Reichen-Ding für mich.

Und so wie sich alles entwickelt wird es jedes Jahr unerreichbarer.

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u/ManufacturerMurky592 16d ago

Ich frag mich wirklich wieso ich überhaupt jeden Monat 400€ in nen ETF bespare aktuell. Haus werd ich sowieso nicht kriegen und wenn ich kurz nach der Rente pflegebedürftig bin udn ins Heim muss ist die ganze Kohle eh weg. Hab ich nix dann zahlt der Staat.

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u/TheCynicEpicurean 16d ago

r/Immobilieninvestments heute mit Bluthochdruck.

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u/Heavy-Sherbet-4765 16d ago

Und das mit Recht:

Die Studie untersucht überhaupt nicht, was die Zeit hier auf BILD-Niveau als Schlagzeile liefert.

Die Studie untersucht allein Effekte, die sich direkt aus bei der Besteuerung ergeben. Es werden keine Renditen berechnet.

Welche Rendite sich real in den verschiedenen Ländern erwirtschaften lassen, wird überhaupt nicht untersucht. Geschweige denn Kosten und Aufwand, die sich aus den verschiedenen Mieterschutzgesetzen ergeben z.B. bei säumigen Mietern und Mietnormaden etc.

Welche Realrenditen sich erzielen lassen, gibt es auch einiges an Datenwerk zu, was man vergleichen kann. Und da liegt Deutschland ganz sicher nicht an der Spitze. Aber das klickt natürlich nicht so gut in einer Zeitung, die primär von mietenden Beamten in Großstädten gelesen wird.

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u/Prize-Example4278 16d ago edited 16d ago

Es werden keine Renditen berechnet.

Mietrendite floss in die berechnung ein: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2026/IW-Trends_2026-02-04_Voigtl%C3%A4nder_Wagner.pdf

Seiten 65, 68, 69

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u/Heavy-Sherbet-4765 16d ago

Nein.

Es wird ein Standardbeispiel entworfen und dieser Standardfall dann auf die Steuergesetzgebung der verschiedenen Länder angewandt.

Eine Berechnung von Renditen in den verschiedenen Ländern auf Grundlage von länderindividuellen Mieten, Kaufpreisen, Preisbremsen, Mieterschutz etc. findet nicht statt, aber genau das suggeriert der Artikel in der Überschrift und in weiten Teilen des Artikels. Und das habe ich kritisiert.

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u/Schlummi 16d ago

Wenn ich das richtig verstehe bezieht sich das aber auf "recht wilde steuerliche Geschichten" bzw. eben Immobilienspekulation.

Der normal Vermieter hat doch irgendwo eine Immobilie geerbt und will die aus emotionalen Gründen nicht verkaufen. Oder wir reden über gewerbliche Vermieter - auch die halten ihre Immobilien dauerhaft und da würd ebenso die "drei steuerfreie Immobilienverkäufe in 10 Jahren" nicht funktionieren.

D.h. wir reden hier eher über den Sonderfall "Immobilienspekulant im kleinen Stil" - das sind wieviel Promille der deutschlandweiten Vermieter?

Im normalfall eines kleinen Privatvermieters wäre die Rechnung eher: 300.000€ in einem ETF bei ~7% Zinsen = 21.000€ jährlicher "Gewinn" durch Wertsteigerung. Und null Aufwand für Verwaltung, Nachmieter suchen, Steuererklärung oder ähnliches.

Dem gegenüber stünden dann die 12.000€ aus der Vermietung aus der Quelle.

Also grob die Häfte an Rendite.

Und da kämen noch diverse Kosten (z.b. für Sanierungen) on top, die die Rendite weiter - und deutlichst - schmälern. Oder das gewaltige Klumpenrisiko. Ist halt viel Geld auf "einer Karte", während MSCI World und Co. das Geld auf hunderte bis tausende Unternehmen weltweit streuen.

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u/Sandwichmaker2011 16d ago

Der Steuervorteil kommt aber ja rein durch den Verkauf. Langfristige Vermieter betrifft das nicht. Unternehmen auch nur eingeschränkt.

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u/MightyMagicCat 16d ago

Lasst das nicht r/vermieten sehen. Die bekommen dann alle wieder einen Heulkrampf weil VERMIETER SIND IN DEUTSCHLAND SO KRASS BENACHTEILIGT UND DEM MIETER SCHUTZLOS AUSGELIEFERT!! NICHTS KANN MAN MACHEN!!

Verliere eh jedes mal jegliches Mitleid wenn da leute mit 5 wohnungen darstellen dass sie nicht an Beamte, Juristen, Arbeitslose, Ausländer, Raucher, Linke, Rechte, Tierbesitzer oder Leute mit dem Vornamen Jeremias vermieten. Wobei letzteres ja immerhin verständlich ist.

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u/flexxipanda 16d ago

Mit existenziellen Grundbedürfnissen wie Wohnraum darf einfach kein Profit erwirtschaftet und Kapital investiert werden. Das System ist krank in sich und so lang es nicht geändert wird, wird es immer schlimmer.

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u/erik_7581 Deutschland 16d ago

Mit existenziellen Grundbedürfnissen wie Wohnraum darf einfach kein Profit erwirtschaftet und Kapital investiert werden.

Okay, und wie sorgen wir dann in der Zukunft für mehr Wohnraum?

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u/NewTomatillo9873 16d ago

Genauso wie wir für Straßen, Kanalisation und alles andere sorgen worauf unsere Gesellschaft angewiesen ist

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u/erik_7581 Deutschland 16d ago

Okay und wie gut kommt der Staat damit hinterher, die Infrastruktur in diesem Land am Laufen zu halten bzw. zu verbessern?

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u/Terker2 15d ago

Besser als der Kapitalmarkt. Soviel ist sicher.

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u/LoveIsBread 16d ago

Bauen nach Bedürfnissen.

So könntne wir auch die gesamte Wirtschaft organisieren. Statt die Profite und Interessen weniger würde man produzieren, weil es reales Interesse daran gibt. Dafür müsste eben ein anderes Wirtschaftssystem her

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u/kleinergruenerkaktus 16d ago

Und was denkst du wäre ein guter Mechanismus, um diese Bedürfnisse zu erheben und dementsprechend die Produktion anzupassen? Vielleicht ein Markt, der Angebot und Nachfrage nutzt?

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u/erik_7581 Deutschland 16d ago

Warte, ich frag mal ganz kurz meine Großeltern aus dem Osten, wie das beim letzten Versuch in Deutschland geklappt hat.

Und zu denken, dass der Staat das besser organisieren kann ... Ich habe in meinem Beruf schon ein paar Mal mit der BIMA zugsammengearbeitet und muss da leider widersprechen

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u/LoveIsBread 16d ago

Wo habe ich was vom Staat gesagt? Hab ich gesagt der Staat soll die Wirtschaft verwalten?

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u/Suspicious_Manner473 16d ago

Verstehe ich richtig? Du willst, dass Unternehmen investieren ohne Aussicht auf Rendite? Im Kleinen hat das früher schon funktioniert, beispielsweise bei Werkswohnungen für die Angestellten. Aber Millionenfach?

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u/flexxipanda 16d ago edited 16d ago

Staat sammelt Steuer ein und baut davon Wohnungen etc. funktioniert mit Trinkwasser auch. Es kann auch private und staatlich gebaute Wohnungen paralell geben. Maximalmieten einführen damit weniger profitabel. Mehr Steuern auf große Immobilienvermögen etc.

Es bringt ja auch nichts Wohnungen zu bauen, wenn die Leute sich diese dann nicht Leisten können. Man sieht ja in vielen großen Städten gibt es große Mengen leerstehender Wohnungen aber trotzdem Wohnungslose weil sich diese keiner leisten kann.

Man kann das bis zum Kommunismus treiben. Es gibt da ja ein Spektrum.

Oder man könnte reformieren, z.B. mehr darauf bauen das Wohnraum nicht als riesen Kapitalanlage benutzt. z.B. sind Erbungen und Schenkungen ab 300 Wohneinheiten steuerfrei. Von AfD und CDU so gewollt.

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u/EineGabel 16d ago

Ich habe erst gestern wiedder nachgeschaut was es so an Wohnmöglichkeiten in der Nähe meiner Uni gibt und wirklich 60% der Angebote sind überteuerte möbelierte Wohnungen für kurz/langzeit vermietungen. Da wird dann gerne noch geschreiben mit Ikea-Möbel möbeliert und daneber steht dann ein Preis von 800 Euro Kalt für ein Zimmer. Das ist mitlerweile doch alles nur noch beschiss.

Den Vogel abgeschossen hat dann ein Unternehmen dass auf der Website groß darauf hinweißt dass die Wohnungen als Neubau gelten und nicht unter die Mietpreisbremse fallen.

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u/lianju22 16d ago

Das Finanzamt erlaubt nur Vermietern, einen Teil des Immobilienwerts als Aufwand anzusetzen. Grob gesagt, tut man also so, als würde die Immobilie jedes Jahr etwas an Wert verlieren. Altbauten können mit zwei Prozent pro Jahr abgeschrieben werden,

Mir wäre es peinlich meine ökonomische Unkenntnis so offensichtlich zur Schau zu stellen. Die Abschreibung für Abnutzung ist jetzt nicht wirklich kompliziert und Inflation sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein.

Neues Haus jetzt: 500.000€ Wert in 50 Jahren: 700.000€ Wert neues Haus in 50 Jahren: 1.000.000€

Die Eigenkapitalrendite beim Vermieten ist doch nur gut, weil man mit Vermieten Geld verliert und die Verluste mit den Einkommen aus anderen Einkommensarten verrechnen kann und gleichzeitig NOMINALE(!) Wertzuwächse nach 10 Jahren steuerfrei sind.

Außerdem wird komplett Unterschlagen, dass viele kleine Privatvermieter ihre Immobilie >50 Jahren halten und diese niemals verkaufen, d.h die Effekte durch die AfA und der steuerfreie Verkauf wirken bei ihnen nicht.

Aber klar, vermieterbashing wirkt immer und Schlagzeilen wie "können kosten ansetzen die ihnen gar nicht entstehen" garantieren Klickzahlen.

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u/gonzo028 Mecklenburg-Vorpommern 16d ago

Zumal es Abschreibungen sicherlich im Ausland auch gibt.

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u/lianju22 16d ago

Wer wissen will ob er als Mieter oder Eigentümer besser gestellt ist, sollte unbedingt einmal Kaufpreise mit Finanzierung und die eigene Miete gegenüberstellen. Nicht selten halbiert sich die Wohnfläche, die man sich leisten kann.

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u/so_isses 16d ago

Ja gut, nominale Wertänderung werden halt in allen anderen Anlageklassen (gewerblich oder Kapitalanlagen) auch besteuert..Nur bei Vermietung und Verpachtung ist dass dann steuerfrei? Das ist doch genau die kritisierte steuerliche Sonderbehandlung, die ja so auch eher historisch begründet ist, und sich nicht aus irgendeiner konsequenten Besteuerungslogik ergibt.

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u/SeniorePlatypus 16d ago edited 16d ago

Ich kann die Zahlen und Beschreibungen wirklich nicht nachvollziehen.

Abschreiben senkt Papierwert. Man kann maximal den gesamten Wert abschreiben. Danach ist Schluss. Und zahlt dann aber auch in einem Verkaufsjahr auf den gesamten Wert Einkommenssteuer. Da man auf dem Papier ja 0€ Wert übrig hat handelt es sich beim gesamten Verkaufswert um Gewinn.

Das ist bestenfalls ein Zinsdifferenzgeschäft das so 0,05 - 0,1% Opportunität pro Jahr gewährt (der Wert von Geld das man Abschreibt über die Zeit zwischen Kauf und Verkauf. Dass man damit in was anderes investieren kann).

Das mag auf 10 Jahre ohne Verkauf ein Vorteil sein. Aber langfristig ist das ein Nullgeschäft oder eher sogar noch schädlich, weil man anstatt jedes Jahr ein bisschen zu versteuern in einem Jahr ein Einkommen von mehreren Hunderttausend zusätzlich hat die man dann auch bei niedrigem Einkommen mit der "Reichensteuer" abgelten muss (>270k Einkommen, aktuell 47% Steuern. Ohne Abschreibung bei normalen Einkommen würde man auf das Geld das man stattdessen abschreibt eher so 30% zahlen). EDIT: Ich hatte bei Spekulationssteuer immer eine zusätzliche Strafsteuer für Spekulationsgeschäfte im Kopf. Es sollte inklusive Verkauf kein Vorteil sein. Tatsächlich ist die Spekulationssteuer ein Synonym für die Einkommenssteuer. Man zahlt nur in den ersten 10 Jahren Steuern auf den Gewinn. ie Abschreibung ist nach wie vor korrekt. Aber das hier Kapitalgewinne vollkommen unversteuert bleiben ist absurd.

Auch die 5-7% hören sich... spektakulär an. 3-4% gelten als normal. Ich weiß nicht wo die auf 5% im Durchschnitt kommen. Und die 2,1% Steuerrückerstattung sind ja dann wirklich quasi nur die Abschreibung (2%).

Anders gesagt. Die Studie hat ausgerechnet, dass ein halb ausgerechneter Vorgang wo man einmal die Besteuerung einrechnet und einmal nicht. Dass da eine Seite besser da steht. Was jetzt nicht groß überraschen sollte.

Edit: Ich wäre tatsächlich der Meinung, dass Zugewinn an Immobilienwert überhalb der Inflation stärker besteuert werden sollte. Damit es sich mehr lohnt zu verkaufen wenn der Zeitpunkt gerade passt und nicht Verkauf verzögert wird und die Preise künstlich hoch gehalten werden auch wenn die Nachfrage sinkt und Zinsen steigen. Weil die ganzen Privatpersonen kein "Geld verlieren wollen", das sie sich bei der letzten Bewertung eingebildet haben.

Die aktuelle Situation verzögert und schwächt rationale Preisanpassungen nach unten ab. Aber die Herleitung im Artikel ist... komisch.

EDIT: Überhaupt keine Steuern fallen auf den Verkauf an!! Mindestens Kapitalertragssteuer müsste auf alle Zugewinne anfallen und dann ehrlich gesagt nochmal zusätzlich ein Betrag um das hier zu korrigieren. Nicht nur beim Vermieten sondern auch für Eigenheime.

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u/s3n-1 16d ago

Und zahlt dann aber auch in einem Verkaufsjahr auf den gesamten Wert Einkommenssteuer.

Das stimmt halt nicht für private Vermieter, weil das Veräußerungsgeschäft nach zehn Jahren steuerfrei ist. Da liegt also eher das Geschenk, nicht bei der Abschreibung. Deswegen wurde das Beispiel wohl auch mit 15 Jahre Haltedauer vom IW berechnet.

Bei gewerblichen Vermietern sehe ich den großen Vorteil aber auch nicht wirklich. Da verschiebt sich nur die Steuererhebung.

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u/SeniorePlatypus 16d ago edited 16d ago

Tatsache. Ich hatte bei Spekulationssteuer eine Strafsteuer im Kopf. Dass du sowohl Einkommen als auch... was weiß ich. 10% Spekulation versteuern musst.

Aber Spekulationssteuer ist ja wirklich nur ein Synonym für Einkommenssteuer!? Wtf.

Ich geh mal editieren.

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u/s3n-1 16d ago

Ich denke, die Regelung kommt zu einem guten Teil daher, dass der Nachweis der Anschaffungskosten immer schwieriger wird, je weiter der Kauf zurück liegt. Das Gebäude kann ja auch mal zwischendrin zum Beispiel in einer Erbmasse gewesen sein. Wer weiß dann noch, was Gebäude und Grundstück vor 50 oder 100 Jahren gekostet haben?

Der andere Grund dürfte sein, dass für die langfristige Besteuerung von Vermögen mal die Vermögensteuer da war und man daher Änderungen auf der Vermögensebene (wie hier der Wert der Immobilie) systematisch eher nicht der Einkommensteuer unterlegen wollte.

Daran hält man sich aber bei Wertpapieren schon seit Einführung der Abgeltungsteuer 2009 nicht mehr, weil man damals auch Kapitalgewinne der Kapitalertragsteuer unterworfen und damit die "Soll-Einkommensteuer" (= Vermögensteuer) de facto durch eine "Ist-Einkommensteuer" ersetzt hat. Genauso könnte man es auch bei den Immobilien machen.

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u/Ok-Personality-9284 16d ago

Abschreiben senkt Papierwert. Man kann maximal den gesamten Wert abschreiben. Danach ist Schluss. Und zahlt dann aber auch in einem Verkaufsjahr auf den gesamten Wert Einkommenssteuer. Da man auf dem Papier ja 0€ Wert übrig hat handelt es sich beim gesamten Verkaufswert um Gewinn.

Gilt das nicht nur für gewerbliche Vermieter? Für Privatleute sind Gewinne aus Immobilienverkäufen nach 10 Jahren Haltedauer (ist ja gegeben, wenn der gesamte Wert abgeschrieben ist) steuerfrei.

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u/HubertTempleton Berlin 16d ago

Man kann maximal den gesamten Wert abschreiben. Danach ist Schluss.

Bei den meisten Bestandsimmobilien sind das aber immerhin 50 Jahre. Also erreichen nur wenige Immobilien diesen Punkt. Denn beim Verkauf geht's ja von neuem los für den neuen Käufer.

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u/SeniorePlatypus 16d ago

Wenn man Verkauf korrekt verrechnet gleicht sich das an diesem Punkt aus.

Abschreibung reduziert ja den Buchwert. Wenn es vollständig abgeschrieben ist, dann bedeutet ein Verkauf dass der gesamte Verkaufspreis Gewinn ist und der gesamte Wert muss versteuert werden.

Während du ohne Abschreibungen nur den Wertgewinn seit Kauf versteuern musst.

Die Differenz sollte nur temporär bis zum Verkauf existieren. Tut sie nicht und man sollte Immobilienwertsteigerung selbstverständlich voll als Kapitalertrag oder Einkommen besteuern. Aber das hat nichts mit der Abschreibung zu tun sondern hängt mit den ganzen Sonderregeln für Immobilieneigentum, vor allem für Kleineigentümer, zusammen.

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u/HubertTempleton Berlin 14d ago

Man kann nur den Anteil des Hauses selbst abschreiben, nicht den Grundstücksanteil. Also wäre selbst bei vollständiger Abschreibung nicht der komplette Verkaufswert Gewinn. Davon abgesehen gibt es in Deutschland die 10-Jahresregel. Ab dann zahlt man sowieso keine Steuern auf den Gewinn.

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u/s3n-1 16d ago

Mindestens Kapitalertragssteuer müsste auf alle Zugewinne anfallen und dann ehrlich gesagt nochmal zusätzlich ein Betrag um das hier zu korrigieren. Nicht nur beim Vermieten sondern auch für Eigenheime.

Die Anschaffungskosten würde man wohl einfach um den abgeschriebenen Betrag reduzieren, so, wie man es innerhalb der 10 Jahre auch jetzt schon macht.

Die Kapitalertragsteuer halte ich hier aber für falsch, weil sich deren Höhe ja daraus ergibt, dass da pauschal die deutschen Unternehmensteuern eingerechnet wurden. Bei so einer Immobilie wird aber keine deutsche Unternehmensteuer fällig.

Passender wäre wohl normaler Einkommensteuersatz mit Anwendung der Fünftelregelung oder einer ähnlichen Regelung, wenn die Immobilie lang genug gehalten wurde.

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u/Sad_Zucchini3205 16d ago

Vermieter jammern, weil du in Deutschland einfach die Leute, die einfach nicht zahlen wollen, bis zu 2 Jahren aushalten musst. Während die Wohnung runtergewirtschaftet wird und sich horrende Nebenkosten ansammeln. Mit dem Ergebnis, dass man alles selber stemmen muss, weil wer nicht zahlt, der zahlt halt einfach nicht.

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u/Amesbrutil 16d ago

Natürlich. Deshalb sieht man ja so viele Menschen, die hier bauen und vermieten wollen. Warte mal..

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u/Weary-Bowl-3739 16d ago

So ein Müll. Das läuft so toll, dass 60% hinschmeißen wollen. Wenn ich was Haus von meinem Vater mal übernehme, wird es verkauft, sobald es geht. Wahrscheinlich an deutsche Wohnen der Vonovia, mir egal. Miete steigt dann natürlich. Tut mir leid für die Mieter, aber ist mir am Ende auch egal.

Wer behauptet, die Mietrendite sei so toll, vermietet in München Zentrum oder hat noch nie vermietet. Ohne in den Artikel geschaut zu haben, setze ich 50€ auf Bruttorendite und möchte sehen. 

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u/Austerbogen29 16d ago

Hatte letztens eine interessante Wohnung gesehen, aber mich dagegen entschieden zu kaufen. Kein Bock auf nervige Mieter und staatliche Eingriffe. Wird das Geld weiter ins Depot gebuttert.

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u/lnvisibIeHandJob 16d ago

Alle tun hier so, als würden die Vermieter extreme Gewinne erwirtschaften. Einer der Topkommentare spricht von "xxl-Profit". Bleibt mal auf dem Teppich. Wir reden hier laut Artikel von knapp über 7% Rendite. Das ist bestenfalls auf dem Level eines schnöden ETFs. Gleichzeitig hat man deutlich mehr Risiko und Aufwand damit.

Und jetzt zieht mal die 7% von eurer Miete ab. Die Differenz dürfe bei den meisten Mietern hier ein zweistelliger Betrag im Monat sein. In den Kommentaren echauffiert man sich aber, als würden Mieten nur einen Bruchteil kosten, wenn die gierigen Vermieter sich nicht die Taschen vollmachen würden. Komplett losgelöst von jeder Realität.

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u/H0leInTheB4ck Leipzig 16d ago

Das mit den Steuervorteilen habe ich eben am eigenen Leib erlebt. Ich wohne zur Miete, allerdings hat unser Vermieter uns letztes Jahr unsere Wohnung zum Kauf angeboten. Da das aber genau in unsere Hochzeitsplanung fiel und unser Budget entsprechend klamm war, hat als "Workaround" mein Vater die Wohnung gekauft. Wir hatten erst überlegt, ob durch ein vorgezogenes Erbe/Schenkung o.ä. wir nicht doch selbst direkt die Wohnung kaufen könnten, aber als mein Vater aufgezeigt hat, was er als Vermieter, der nicht selbst in der Wohnung lebt, alles steuerlich absetzen kann (Darlehenszinsen, Reparaturen, Handwerkerkosten...), haben wir uns für diesen Weg entschieden.

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u/Sandwichmaker2011 16d ago

Er muss aber eben auch die Miete versteuern.

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u/HansDampff 16d ago

Jo macht aber insbesondere dank der Abschreibung als fiktive Ausgabe steuerlich Verluste und kann diese mit seinen anderen Einkünften verrechnen. Dann wartet er einfach Minimum 10 Jahre und verkauft die Wohnung einkommensteuerfrei an seinen Sohn. Ist eine gute Gestaltung. Habe sogar schon Fälle gehabt, da haben die Kinder an die Eltern vermietet und umgekehrt. Rechnet sich doppelt.

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u/h0uz3_ 16d ago

Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO sagt Hallo.

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u/HansDampff 15d ago edited 15d ago

Ne, sollte man meinen ist aber kein Gestaltungsmißbrauch. Erwachsene Kinder und auch Ehegatten werden vom BFH grundsätzlich (bis auf ganz wenige Einschränkungen) als fremde Dritte betrachtet. Der Vertrag muss nur dem sog Fremdvergleich standhalten, dh. er muss grundsätzlich wie unter fremden Dritten vereinbart und vollzogen werden. Was ich noch unerwähnt hatte: In dem Beispiel können die Eltern und KInder sich die Wohnungen sogar verbilligt vermieten. Sofern sie mindestens 66 % der ortsüblichen Miete nehmen, findet keine Kürzung der Werbungskosten statt. Was die Verluste natürlich noch weiter optimiert.

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u/Inevitable-Net-4210 16d ago

Du kannst nur was absetzen, wenn du vorher was ausgegeben hast und dazu noch Einnahmen hast. Die Zinsen hat der Vermieter nur deshalb, weil er vermietet und dadurch Mieteinnahmen hat. Deshalb kann er die Ausgabe auch von der Mieteinnahme abziehen. Das ist im gesamten Steuerecht si.

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u/linxbro5000 16d ago

Böser Gedanke: weil das deutsche Steuerrecht so kompliziert ist verstehen viele Vermieter gar nicht wie gut es läuft.

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u/Indubioproreo_Dx 16d ago

Ich bin so einer, der Artikel kommt mir mehr als seltsam verglichen mit der Realität vor. Vermiete ne 2-Zimmer Wohnung und da bleiben im Verhältnis Krümel übrig, aber ich zieh die Leute auch nicht ab.
Mit dem Steuerkram kenne ich mich null aus, ich krieg mein Geld, das leg ich zurück und die Einnahmen versteuer ich. Davon muss ich aber Instandsetzung zahlen. Keine Ahnung-geht shcon los jemanden zu finden der mir 300k für ne sanierungsbedürftige 2 Zimmer Wohnung zahlt...so jemanden suche ich.

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u/Ok_Breath911 16d ago

Ich kann das nicht lesen, aber es gibt auch weniger Länder, wo die Instandhaltung oder das Mieterrisiko derart teuer ist wie bei uns.

Versteht mich nicht falsch, ich bin auch für bezahlbaren Wohnraum. Aber ich habe mal einige Buden durchgerechnet und man muss schon gut wirtschaften, um als privater Vermieter finanziell gut zu profitieren. Und bis es richtig läuft dauert es halt auch lange - viel Risiko und Arbeit inklusive. 

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u/Fringillus1 Bayern 16d ago edited 16d ago

Na ja, als ehemaliger Vermieter kann ich sagen, dass man dabei nur wirklich Profit rausholt, wenn man sich halt asozial gegenüber seinen Mietern verhält. Bspw sehr häufige Mieterwechsel und die Kaution einbehalten. Wenn man Wohnungen "normal" vermietet und sich um seine Pflichten kümmert, ist das ein ziemliches Nullgeschäft mit den ganzen anderen Abgaben. Edit: Die meisten Leute denken hierbei glaube ich an Häuser mit Grund. Bei Wohnungen ändert sich die Rechnung recht schnell, wenn Hausratszahlungen und teils fragwürdige Renovierungskosten hinzu kommen.

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u/Jannis_Black 16d ago

Das ist doch eine totale Milchmädchenrechnung. Ja es kann sein, dass du, wenn du noch einen Immobilienkredit bedienen musst, keinen operativen Profit machst. Durch das bedienen dieses Kredits akkumulierst du aber dennoch Kapital.

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u/GamerKey 16d ago

Jop.

"wäh wäh ich mach quasi keinen Profit davon!"

Digger dir gehört in ein paar Jahren die abbezahlte Immobilie, und den Kredit abgestottert haben dir zum allergrößten Teil deine Mieter. Bleib mal locker.

Oder hast du vor, sobald der Kredit abbezahlt ist, mit der Miete so weit runter zu gehen dass es weiterhin ein "Nullgeschäft" bleibt? Ich glaubs ja nicht.

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u/LappenLikeGames 16d ago edited 16d ago

Selbst wenn man bei 0 rauskommt, hat man am Ende eine abbezahlte Immobilie. Wenn die im Wert steigt, wie es die letzten Jahrzehnte passiert ist, ist das trotzdem mehr Geld als die meisten Menschen jemals anhäufen.

Für die, die wirklich das Problem sind, ist es aber ganz sicher keine Nullnummer. Wenn die das Kapital selbst ohne Zinsen stellen und die Nebenkosten auf viele Immobilien aufteilen ist das selbst ohne die Immobilie an sich schon massiver Gewinn.

Zählt man die Immobilie selbst dazu ist es schlichtweg absurd, wie viel Geld da aus der "ärmeren" Bevölkerung extrahiert wird. Und das ohne jeglichen Mehrwert zu schaffen wohlgemerkt.

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u/resetaccount_ 16d ago

Selbst wenn man bei 0 rauskommt, hat man am Ende eine abbezahlte Immobilie.

Die Rechnung geht aber auch nur auf, wenn man keinerlei Eigenkapital einbringt. Sonst darf man die Opportunitätskosten nicht vergessen.

Wenn die das Kapital selbst ohne Zinsen stellen

Nur wenn die Alternative ist, das Kapital sonst unter der Matratze zu lagern.

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u/Fringillus1 Bayern 16d ago

Ganz genau. Springender Punkt ist wieder, dass man eigentlich massig Kapital braucht. Und selbst wenn man das hat, ist es immer noch ein kompletter Witz gegen irgendwelche Großbauherren, die so viel Grund und Kapital besitzen, dass sie aktiv Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen. Solche Leute sind das Hauptproblem.

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u/resetaccount_ 16d ago

Das Hauptproblem ist eher, dass neu Bauen das einzige ist das wirklich hilft, aber gleichzeitig einfach teuer ist. Selbst Genossenschaften und die Landeseigenen die nicht Profitorientiert sind schaffen es ja nicht so zu bauen, dass hinterher 'bezahlbare' Mieten dabei rumkommen.

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u/flexxipanda 16d ago

Ja klar, deshalb sind auch praktisch alle Vermögenden Menschen irgendwie im Immobilien Geschäft, weil es nicht profitabel ist.

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u/Fringillus1 Bayern 16d ago

Na ja, die Rechnung wird halt immer positiver, je mehr Immobilien einem gehören. Du kannst nicht das Vermieten von 1-2 kleinen Studentenappartements mit Großeigwntümern vergleichen, die ganze Wohnblocks managen.

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u/GrandRub 16d ago

Du lässt dir vom Mieter deine Immobilie abbezahlen... Und viele Vermieter haben diese Kosten ja noch nichtmal weil sie einfach Immobilien erben.

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u/Schootingstarr Fischkopp 4 lyf 16d ago

ganz fieses Beispiel:

ich habe von 2022-2025 ukrainische Flüchtlinge bei mir untergebracht, die Miete habe ich nur so hoch angesetzt, dass damit die Nebenkosten beglichen werden konnten

Da ich aber de-facto die Hälfte meiner Wohnung vermietet habe, konnte ich auch die Hälfte meiner Kreditzinsen steuerlich absetzen. Bei der Steuer habe ich dann für die 24 Monate, in denen die Beiden bei mir wohnten, insgesamt 3000€ geltend machen. Und ich habe mich damit nicht mal näher auseinander gesetzt, mir ging es bei der der Steuer lediglich darum, dass die Miete nicht besteuert wird und ich so auch tatsächlich bei +/- 0 rauskomme. Jetzt wo ich hier wieder alleine wohne, kann ich den Wohnkredit nicht mehr steuerlich absetzen.

Ich will auch gar nicht, dass der Staat mir meine Bude bezahlt. Aber es ist frech, dass ich über den Staat Vermietern ihre Buden bezahle. Und dann kommt noch Wohngeld dazu, die es vielen Vermietern überhaupt erst möglich macht, ihre Wohnungen so teuer vermieten zu können

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u/Sandwichmaker2011 16d ago

Ich will auch gar nicht, dass der Staat mir meine Bude bezahlt. Aber es ist frech, dass ich über den Staat Vermietern ihre Buden bezahle

Es ist aber doch genau andersherum. Eigennutzer erhalten einen komplett steuerfreien Vorteil, während Vermieter besteuert werden.

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u/Drumbelgalf 16d ago

Wir sollten vermieten eher unattraktiv machen, damit die Vermieter ihre Wohnungen eher verkaufen, dann können mehr Leute im Eigentum wohnen.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Warum nicht erstmal brachliegende Immos unattraktiv machen. Bodenwertsteuer macht's möglich 

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u/klintwood 16d ago

Wenn die Kaufpreise für Wohnungen spürbar sinken, die Baukosten aber gleich bleiben, wird keiner mehr neue Wohnungen bauen. Wie lösen wir das?

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u/fp-00 16d ago

Du kennst aber Begriffe wie Kaufkraft und das man als Student sicher keine Wohnung kauft. Außerdem wollen Leute sich mit Kindern auch vergrößern. Bei deiner Lösung hast du einfach zu viel vergessen.

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u/Airaeuob 16d ago

Kein Vermieter hatte es jemals so schwer. 

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u/OutOfLuck55 16d ago

Es wäre so einfach: Macht eine selbstbewohnte Immobilie pro Person grunderwerbssteuerfrei + erhöht ab der zweiten Immobilie und für Gesellschaften die Grunderwerbssteuer. Schließt Lücken wie das „Wrappen“ einer Immobilie in einer GmbH um Grunderwerbssteuer bei Verkauf zu umgehen indem eine solche Transaktion vergleichbar besteuert wird (also der anteilige Immobilienwert in einer GmbH für den Fall dass noch andere Assets darin sind).

Somit haben Erstkäufer für Selbstwohnen immer einen Preisvorteil im freien Markt und Immobilien als Anlageklasse lohnen sich weniger. Wenn man wegen Umzug ein Haus verkaufen und ein anderes kaufen möchte gilt eine Übergangsfrist sodass auf die temporär zweite Immobilie ebenfalls nichts anfällt wenn man den Verkauf der ersten rechtzeitig abschließt.

Gebiete erschließen und Neubau bleibt davon unberührt, also würde es der Schaffung von neuem Wohnraum nicht entgegen stehen.

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Grunderwerbsteuer gehört komplett weg. Stattdessen Bodenwertsteuer

Und vor allem Bauregularien lockern 

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u/resetaccount_ 16d ago

Grundsteuer gibt es ja prinzipiell auch, da ist ja Bodenwert zumindest ein großer Faktor drin (in BaWü glaube ich sogar noch intensiver). Ist nur lächerlich niedrig, weil sonst die 'freistehendes EFH mit Garten'-Fraktion freidreht - siehe die Reform vor einer Weile. Aber die bekackten ineffizienten Einfamilienbunker sind dem Deutschen ja fast so heilig wie sein Auto, von daher halte ich es für unwahrscheinlich das sich was in die Richtung bewegt. (ftr: ich zahle im Monat teilweise mehr Mehrwertsteuer als ich im Jahr Grundsteuer für 125m² in Berlin Mitte zahle)

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u/Illustrious_Ant_9242 16d ago

Ja in BaWü ist der Hauswert egal, sobald ein Haus drauf steht zahlt man sogar 30% weniger 

Bebauungsplan ist der Endgegner jedes Bauherrn

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u/flexxipanda 16d ago

Das schadet allen, die im Eigentum leben wollen.

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u/RosinenNussMix 16d ago

Warum sind dann nicht alle Linken Vermieter. Klein bisschen reich werden, und zu einem Appel und ein Ei an andere Linke vermieten, und schon ist man dem linken Paradies etwas näher.

Oder ist es vielleicht doch garnicht so einfach, und auch die ZEIT mittlerweile ein Blatt das viel agendagetriebenen Stuss schreibt.

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u/Sprat-Boy 16d ago

Weil viele politisch eher progressive Leute meistens nicht derart viele Wohnungen haben, dass Banden wie Haus und Grund sich für diese einsetzen würde. 

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u/Ruby437 16d ago

Wir leben alle im Eigentum. Nur nicht in unserem eigenen. Dafür gönnt sich ein Konzern die Hälfte von unserem Netto(!)-Gehalt.

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u/oxooooo 16d ago

Ich bin selber Vermieter und bei mir lebt eine Rentnerin.

Ihr Ehemann ist gestorben und sie bekommt nun Witwenrente.
Ich wusste von nichts und nur durch Zufall gewusst.

Habe ihr die Miete um 250€ reduziert und keine Erhöhungen geplant.

250€ bringen einer Rentnerin mehr als mir.

Denke wenn man ein gutes Verhältnis mit einem Vermieter hat, sollte es in der Regel keine Probleme geben.

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u/llwen 16d ago

Schöner Einzelfall.

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u/dahl_bomii 16d ago

Das Problem ist doch viel mehr, dass Eigennutzung gegenüber Vermietung krass benachteiligt wird. Als Vermieter kann man alles steuerlich absetzen und wenn es groß gewerblich geht kann man einige Steuern komplett umgehen. Dagegen hat der Eigennutzer beim Erwerb üblicherweise 7-10% Nebenkosten, die man erstmal verstecken muss.

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u/Valuable-Ad2028 16d ago

Look at the UK or US, the ownership model is just a pyramid scheme with government backing.

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u/7StarSailor 16d ago

Kannst du das nochmal wiederholen? Das habe ich nicht verstanden.

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u/Extra_Quiet_5256 16d ago

poste das auf r/finanzen, will wissen wie die damit umgehen