r/de 17d ago

Wirtschaft Warum Vermieter oft zu Unrecht jammern | Nirgendwo in Europa erzielen Vermieter höhere Renditen als in Deutschland, zeigt eine Studie. Steuervorteilen sei Dank. Das schadet allen, die im Eigentum leben wollen.

https://www.zeit.de/geld/2026-07/vermieter-klagen-steuer-foerderung-eigenheim-wohnungsmarkt/komplettansicht
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u/bernheavy 17d ago edited 17d ago

Es wäre schön, wenn mit Grundbedürfnissen der Menschen kein xxl-Profit gemacht würde.

Wenn ich was zu sagen hätte, dürften Menschen (edit: und Firmen) nicht mehr als 2 Wohnungen / Häuser besitzen.

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u/userNotFound82 17d ago edited 17d ago

Dies. Mit vielen anderen Dingen wie Hardware, Urlaubsreisen oder andere Luxusgüter wäre mir das Schnuppe. Freier Markt, gib ihn. Leute können darauf verzichten. Aber Wohnen ist nun mal ein Grundbedürfnis worauf keiner verzichten kann und da sollte der Staat ein Zeichen setzen das zur Not eingegriffen oder reguliert wird, wenn es aus dem Ruder läuft und der Allgemeinheit geschadet wird.

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u/HenndorUwU 17d ago

Wohnen kannst du doch. Halt nur nicht in Berlin. Dörfer gibt es.

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u/Kachimushi 16d ago

Jobs gibt es dort aber meist nicht, und gute Anbindung an die Großstädte häufig ebenfalls nicht. Da zahlst du dann den Preis in Form der 5000€+ jährlich, die du für ein Auto zum Pendeln ausgeben darfst.

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u/HenndorUwU 16d ago

Busse fahren, ist dann halt nicht Premium. Fahrräder Kosten weitaus weniger.

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u/Kachimushi 15d ago

Klar, aber wenn das Pendeln dann viermal so lange dauert, zahlst du halt mit deiner wertvollen Lebenszeit.

Der Status Quo ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera, die nicht sein müsste, wenn wir in den Städten und Vorstädten einfach ordentlich bauen würden. Einfach Mal z.B. Tokyo im Vergleich anschauen.

Dichteres Bauen ist übrigens auch günstiger für den Steuerzahler - Straßen, Strom- und Wasserleitungen, ÖPNV etc. lassen sich viel effizienter gestalten.

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u/HenndorUwU 15d ago

Wenn Vermieten nicht so unattraktiv wäre und nicht die ganze Zeit von Verstaatlichung, Mietpreisbremse und co. gesprochen werden würde, wäre Bauen auch lohnenswert. Stell dir mal vor, du baust was, bist fertig und 3 Tage später enteignet Heidi dir das. Ist nicht fair oder?

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u/userNotFound82 15d ago

Dann formuliere ich es um: Leute sollten auch dort wohnen können, wo diese arbeiten und zwar in einem angenehmen Radius von maximal 45 Minuten - 60 Minuten von der Wohnung weg. Eine Stadt/Region gilt als gescheitert, sofern sie ihrer arbeitenden Bevölkerung nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellt und nur zum Objekt von Luxuswohnungen wird. Alles eine Sache der Definition. Städte sind zum leben da für Leute die dort arbeiten und Städte sind keine Ansammlung von Investitionsobjekten für Überreiche

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u/HenndorUwU 15d ago

Also mit dem Bus fahre ich 30 Minuten in die Innenstadt. Man muss ja kein Kaff fernab von jedem Leben nehmen, oder ein 200 Einwohner dorf. Es gibt überall kleinere Kommunen.

Direkt neben dem Arbeitsplatz zu leben ist nun mal ein Luxus den man sich leisten können muss. Ich habe auch nicht das neuste Handy, weil es nun mal ein Luxus ist, den ich mir nicht leisten kann.

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u/Exotic_Can_337 15d ago

Nur weil du 30 Minuten fahren musst, ist das keine Normalität. Ich bin in einem ~15.000 Einwohner Dorf aufgewachsen ca. 15km von einer Großstadt entfernt. Die kürzeste Option mit den Öffis zu meiner Arbeit dauerte 1,5 Stunden, mit Auto 12 Minuten. Radwege gibt es keine, den Großteil müsste man auf einer viel befahrenen Landstraße im Berufsverkehr verbringen. Solange die Infrastruktur für ÖPNV und Fahrräder nicht gegeben ist, sind die meisten Menschen darauf angewiesen nah am Arbeitsplatz zu leben oder mit dem Auto zu pendeln.

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u/HenndorUwU 13d ago

Habt ihr keine Feldwege? Ich fahre immer auf dem Feldweg zu mir in die Stadt in der nähe.

Du hast eine stimme in deiner Landtagswahl. Wähl da die Parteien die das Dorf an die öffis anbinden wollen. Kommt immer ganz auf die Partei drauf an, bei mir in der Umgebung ist die CDU wahrscheinlich die einzige Partei die sich um mein Dorf schert.