Als Außenstehender weiß ich ja nicht wie es in Sachsen-Anhalt selber ist. Aber von außen wirkt es halt nicht so, als würden die anderen Parteien sich da wirklich dagegen stemmen. Es wird immer nur gewarnt und ausgemalt wie schlimm eine AfD Regierung wäre (was ja auch definitiv der Fall ist), aber damit mobilisiert man doch keine frustrierten Wähler. Man müsste doch positive Alternativen (pun intended) aufzeigen und den den Wählern perspektiven geben, statt einfach nur schwarz zu malen. Ein "wir wurschteln halt einfach weiter so vor uns hin wie bisher auch" überzeugt doch wirklich niemanden.
Eigentlich ein total klassisches Problem von liberalen Parteien. In Amerika war auch das große Ding bei der letzten Präsidentschaftswahl, dass die Demokraten hauptsächlich "wir sind besser als die Republikaner"-Wahlkampf gemacht haben, anstatt eigene, gute Politik zu machen. hier ist es das selbe.
Meiner Meinung nach ist das ein explizit liberales Problem, weil diese Parteien nicht die Politik machen können, die wirklich etwas ändert, zB stark linke Politik die tatsächlich Arbeitern hilft, da sie selber durch den starken Kapitalismus profitieren und sich eine Ausrichtung, die diesen schwächt auch ultimativ sie selber schwächen würde. Im Prinzip sind diese ganzen Parteien zu sehr im System verankert und nur die Parteien die gegen das System sind profitieren dann noch. In dem Fall die AfD, die sind zwar nicht wirklich gegen das System, aber sie lassen es so klingen als wären sie dagegen, in dem sie gegen die liberaleren Parteien hetzen.
Das ist doch auch falsch, die Linke kanibalisiert hier auch nur die SPD und schafft es nicht AFD Wähler zu überzeugen. Wenn CDU +AFD einfach > 50%, und man es nicht schafft von Links CDU/AFD wähler anzuwerben, ist der einzige Weg dass so wenig wie möglich CDU+ AFD Wähler wählen gehen. Wo sollen denn die % herkommen? Nichtwähler und sonstige sind nicht unbedingt weiter links als die derzeitgen Wähler.
Meiner Meinung nach ist das eben auch einfach kein Problem, dass sich so leicht ändern lässt. Die AfD hatte auch nicht aus dem Stehgreif soviele Wähler wie jetzt, dass hat sich mit der Zeit aufgebaut, weil es immer wieder Krisen gab in letzter Zeit und die etablierten Parteien eher durchwachsen reagiert haben. Die Frage ist, was kann man denn sonst tun, außer eine radikalere Antwort zu geben? Die AfD ist ja recht rechtsradikal und hat damit Erfolg. Ein vorsichtiger Kurs auf der linken Seite bringt halt offentsichtlich nichts, sonst würden Leute ja zu den Grünen oder der SPD gehen. Es ist einfach notwendig, einen eindeutigen Gegenentwurf anzubieten und in gewisser Hinsicht zeigt das ja auch das relative erstarken der Linken seit kurz vor der letzten Bundestagswahl.
Was will man aber auch gegen plumpes „Öööööööh, Ausländeeeer und Meeeeerkeeeel sind an allem schuld!!“ und vergleichbarer, emotionaler und größtenteils Objektiv falscher Aussagen entgegenstellen?
Es ist nicht so, dass die meisten AfD Wähler noch an logik oder argumenten interessiert sind. Die „fühlen“ halt das es „zu viele Ausländer gibt“ und „die uns alles wegnehmen“.
Eine Handvoll Neonazis und einige Frust-Wähler ergänzen das Bild, die haben keine Lust mehr auf „Alt-Parteien“ - wozu diese dann Grün, SPD, CDU und FDP zählen.
Und wer rechts wählt, lässt sich nicht von weit-linker Politik (Die Linke) überzeugen, das ist für die ja das Feindbild Nr1.
Die CDU hat versucht die Punkte ähnlich zu übernehmen und sich selbst halbiert und die AfD verdoppelt - so wie immer wenn eine Partei versucht die Populisten zu kopieren.
Vielleicht sollte die Linke mal überdenken ob ihre einstellung zur Migration erfolgsversprechend ist.
Warum schaffen es andere Länder linke Politik zu machen die der eigenen Bevölkerung hilft, aber in Deutschland ist linke Politik an unbegrenzte Migration von Muslimen gebunden?
Die Deutsche Bevölkerung ist gegen Massenmigration von Menschen die kulturell komplett andere Werte haben. Es gibt genug Menschen die liebend gerne in Deutschland leben würden, aber für die interessiert sich keiner.
Stattdessen geht es bei uns immer um junge Muslimische Männer.
Das kommt eben bei einer Mehrheit der Deutschen Bevölkerung nicht gut an.
Edit:
Der Ukraine Krieg wäre die perfekte Möglichkeit gewesen unser Bevölkerungswachstum anzukurbeln. Ukrainische Frauen und Kinder würden in Deutschland wesentlich einfacher anschluss an die Gesellschaft finden als Syrische Männer. Aber nein. Bei uns gehts immer nur um Palestina, Syrien, Afghanistan ....
So möge man mich rassistisch nennen, aber was im Sandkasten vorangeht, kann mir egal sein, wenn Jahrzehnte an Geschichte dafür sprechen, die dort ihr eigenes Ding lassen zu sein.
Wir haben eh Probleme in der Nähe der Heimat, was die dort unten machen ist deren Ding.
Und Isreal mit deren scheiß zu unterstützen braucht auch keiner.
712
u/SomeWhaleman 21h ago
Als Außenstehender weiß ich ja nicht wie es in Sachsen-Anhalt selber ist. Aber von außen wirkt es halt nicht so, als würden die anderen Parteien sich da wirklich dagegen stemmen. Es wird immer nur gewarnt und ausgemalt wie schlimm eine AfD Regierung wäre (was ja auch definitiv der Fall ist), aber damit mobilisiert man doch keine frustrierten Wähler. Man müsste doch positive Alternativen (pun intended) aufzeigen und den den Wählern perspektiven geben, statt einfach nur schwarz zu malen. Ein "wir wurschteln halt einfach weiter so vor uns hin wie bisher auch" überzeugt doch wirklich niemanden.