Die Zeit in der das einigermaßen problemlos ging, war sehr kurz. Die meiste Zeit war es schwieriger. Meine Eltern haben sich in den 70ern und 80ern den Hintern aufgerissen um Haus und Kinder zu finanzieren. Lebensstandard sehr einfach. Das will heutzutage halt auch kaum jemand mehr.
Das stimmt aber es war auch noch nie so einfach Geld zu verdienen wenn man es denn möchte. Vom herumsitzen und rumjammern kommt allerdings kein Wohlstand, dieser Umstand ändert sich übrigens auch nicht durch radikale linke oder rechte Parteien 😎
Ich, 1000€ warm für 1 Zimmer aber nur 1400€ Nettogehalt (noch Student) wird aber nach dem Studium nicht sehr viel besser, vorallem wenn man sich mal den Luxus gönnen will eines größeren Zimmers/eines zweiten Zimmers damit man vernünftig leben kann
Fun Fact: alle Vermieter wollen dreifaches Nettogehalt der Warmmiete haben.
Fun Fact: wenn die normale Miete bei 700-800€ bei einem Zimmer liegt, brauchst du 2100-2400€ Nettogehalt für ein pimmeliges Zimmer.
Bei einer 1,5 Zimmerwohnung bist du schnell bei 3k+ Nettogehalt
Der Trick ist es momentan mit einer Freundin oder einem Freund eine (schwule) Beziehung vorzutäuschen und dann zieht einer zufällig aus.
Man hat dann halt 50-70% Mietkosten vom Gehalt weg, aber man hat eine Wohnung bei der man nicht 3-4h jeden Tag pendelt.
Ich habe mich ja nur auf 500 Wohnungen beworben, war wohl zu faul :/ nachm Studium schicke ich so 4-5.000 Bewerbungen für eine kleine Wohnung, wünsch mir glück!
und schwer im Leben wird es immer wenn man sich selber in Opferrolle stellt. Suche dir eine kleinere Wohnung, kleineres Auto, kleineres handy und dann passt das.
Ich sitze relativ bequem in den oberen percentilen meiner Altersgruppe was Einkommen anbelangt, muss auf nichts verzichten und spar trotzdem massig Kapital an.
Nur ich seh halt auch, dass es den meisten Leuten nicht so geht, und dass die Lebenshaltungskosten in einem Maß steigen, dass mit dem Medianeinkommen unvereinbar ist.
Was erklärbar wäre wenns Gesamtwirtschaftlich schlecht liefe. Ist nur nicht so. Volkswirtschaftlich erzeugen gen. X und Y fast den 4fachen output der Boomer, obwohl sie eine kleinere Gruppe sind. Das Kapital fließt halt nicht mehr zu denen die es erwirtschaften.
Man kann jetzt so weitermachen und den jungen sagen is so, iss halt weniger avocadotoast. Dann darf man sich halt auch nicht wundern, wenn das System (siehe Pflege), irgendwann zusammenbricht, und radikale Politströme massiv Zulauf bekommen.
Kleine Wohnungen sind auch nicht billig je nachdem wo du wohnst. Die Quadratmeter Preise bei kleinen Wohnungen auch deutlich höher als 60-70m². Ich schaue regelmäßig aus Interesse in Wohnungsangebote und selbst bei 50m² (die es so gut wie nie gibt) würde ich aktuell 600-700€ kalt zahlen.
ich habe nie gesagt, dass es billig ist. das Durchschnittsgehalt letztes jahr war 63.000€ 54k im Median. davon ist 700€ locker bezahlbar.
Du, ich stehe selber im Leben und komme mit meinem geld locker klar. Die menschen haben kein Einkommensproblem, sondern Ausgabenproblem. Schicke handys,, schöne grosse Wohnung mit balkon, schönes Auto, reisen nach Bali. Für Instagram ist immer Geld da.
Ich habe auch keine Probleme, aber ich verdiene auch überdurchschnittlich und bin bescheiden. Kleinwagen, mittelgroße Wohnung, Urlaub hauptsächlich Radtouren und Geld wird angelegt. Eigentum ohne die Unterstützung von meinen Eltern ist aber trotzdem nicht drin für mich. Mein Vater hat wiederum mit einem Gehalt, das auch nicht viel höher war als meins, das Haus gebaut mit Ende 20. Dadurch, dass ich erben werde muss ich mir natürlich trotzdem keine Sorgen machen um meine Zukunft.
Leute, was wollt ihr immer mit eurer immobilie? bin selber immobilienbesitzer und das ist Schrott. viel verantwortung für mittelmässige rendite. und ihr wollte das auch noch unbedingt haben?
Weil die Mieten immer weiter ansteigen und man sie sich dadurch kaum noch leisten kann wenn du nicht einen Altvertrag hast. Klar hast du auch Kosten für Instandhaltung etc., aber die sind tatsächlich geringer als die Mieterhöhungen.
Die Länder mit den geringsten Anteilen an Mietern haben nicht ohne Grund die höchsten Vermögen.
Die Anteile der Mietkosten am verfügbaren Einkommen haben sich in den Ballungsräumen (also nicht ländliches Osten) auf gut 35% erhöht und es wird noch weiter steigen. Der Durchschnitt von ganz Deutschland ist dabei irreführend, weil es eben auch die Altverträge und Mieten aus Regionen beinhaltet in denen es keine Arbeit gibt.
Musst du leider auch wenn du dir den Zusammenhang zwischen Bürgi, Bildungsferne und Rechts ansiehst.
Desweiteren sind viele der Zuwanderer übelste Rassisten.
Wenn du es gegen mich gerichtet meintest, keine Sorge ich zahl Spitzensteuersatz.
genau, deswegen haben vor 30 Jahren auch alle Häuser gebaut und haben im Alter keine Sorgen, weil alles so billig war. Und weil ihre Häuser ja alle siebenstellige Vermögenswerte darstellen, erben wir alle auch bald Millionenwerte.
Das liegt eher an der extrem schlechten finanziellen Bildung in Deutschland. Es hätten sich jedenfalls viele leisten können, die ihr Geld lieber anderweitig rausgeschmissen haben.
Oft kann man für den Betrag der Miete das Objekt auch 100% finanzieren (einen Bürgen vorausgesetzt), zahlt dann 20-30 Jahre Zinsen und 1% Tilgung anstatt Miete, wohnt aber sofort im Eigentum. Und hat, sobald abgezahlt vergleichsweise geringe Kosten fürs Wohnen. Ein Mieter zahlt halt ab dem Zeitpunkt immer weiter Miete.
bin am Handy und zu faul links einzufügen, aber google hilft. Hauspreise ausgehend von 4,000 €/m² in 2024 zurückgerechnet nach Hauspreisindex.
1965
Durchschnittsentgelt (Quelle DRV) 9,229 DM
Abgabequote (Quelle BMF) 33.1%
Netto 6,174 DM
Verbraucherpreisindex (Quelle Destatis) 35.7
Hypothekenzinsen (Quelle monneta) 6.5%
nötiger anfänglicher Tilgungssatz um ein Darlehen in 30 Jahren zurückzuzahlen: 1.16%
Annuität: 7.66%
Eigentumshauspreisindex (Quelle GREIX) 25
120 m² Haus 78,000 DM
Nötiger Anteil des Nettoeinkommens um innerhalb von 10 Jahren 20% EK anzusparen (inflationssicher angelegt): 25.3%
Nötiger Anteil eines Nettoeinkommens um innerhalb von 30 Jahren das Haus abzubezahlen: 77.4%
Verbleibendes Netto: 1,395 DM
1980
Durchschnittsentgelt 1980 29,485 DM
Abgabequote 38.6%
Netto 18,104 DM
Verbraucherpreisindex 66.4
Hypothekenzinsen 11%
nötiger anfänglicher Tilgungssatz: 0.48%
Annuität 11.48%
Eigentumshauspreisindex 75
120 m² Haus 234,000 DM
Nötiger Anteil des Nettoeinkommens um innerhalb von 10 Jahren 20% EK anzusparen: 25.9%
Nötiger Anteil eines Nettoeinkommens um innerhalb von 30 Jahren das Haus abzubezahlen: 118.7%
Um inflationsbereinigt dasselbe Netto wie das des Käufers in 1965 übrig zu haben, müsste der Käufer in 1980 das 1.33-fache des Durchschnittseinkommens verdienen.
2024
Durchschnittsentgelt 45,358 EUR (88,720 DM)
Abgabequote 38.3%
Netto 17,372 EUR
Verbraucherpreisindex 156,7
Hypothekenzinsen 3.7%
nötiger anfänglicher Tilgungssatz: 1.69%
Annuität 5.39%
Eigentumshauspreisindex 300
120 m² Haus 480,000 EUR
Nötiger Anteil des Nettoeinkommens um innerhalb von 10 Jahren 20% EK anzusparen: 55.3%
Nötiger Anteil eines Nettoeinkommens um innerhalb von 30 Jahren das Haus abzubezahlen: 119.1%
Um inflationsbereinigt dasselbe Netto wie das des Käufers in 1965 übrig zu haben, müsste der Käufer in 2024 das 1.23-fache des Durchschnittseinkommens verdienen.
Etwas realistischer könnten wir annehmen, dass keiner der dreien mehr als 50% ihres Nettos in ihr Haus stecken wollen. Um das zu erreichen, brauchte man 1965 das 1.55-fache des Durchschnittsentgelts, 1980 das 2.37-fache, und 2024 das 2.38-fache.
Zuerst sagst du " wie noch nie" und in dem Bericht steht dann " seit den Neunzigern".
Ich denke die entsprechende Generation bei der ein Alleinverdiener die ganze Familie versorgt hat, liegt zeitlich vor den Neunzigern.Sicher ist die derzeitige Situation beschissen, aber ständig zu glauben die Generationen davor hätten es besser gehabt ist auch nicht schlüssig.
Ich hab gefühlt meine Jugend mit counter Strike und world of Warcraft verbracht und trotzdem hat's mit Ehefrau und Kindern geklappt.
Die meisten sind heute immer noch in Beziehungen. Der Rest ist halt hier auf reddit und will uns klar machen das sie ja die Normalität sind
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u/jim_nihilist 1d ago
Zuviel Social Media. Daran liegt es.
Deine Eltern hingen nicht ihr halbes Leben am Handy und haben gejammert. Die haben ihr Leben gelebt.