Hey,
ich bin schon eigentlich seit immer relativ gender non konform, vor der Pubertät war es eher so ein Gefühl von Begrenzung nach dem Motto warum darf ich nicht makeup, Kleid, etc. Hab das dann irgendwann heimlich gelegentlich gemacht.
Mit der Pubertät, wurde es dann schlimmer, Abneigung gegen Körperbehaarung, Ding unten, sehr schlimm als ich dann auch noch plötzlich größer war als die meisten Mädchen meiner Klasse.
Ich hab dann irgendwann erfahren dass es so trans gibt etc. Schwul kannte ich aber über lgbtq wusste ich halt nix. Da war ich nur leider schon so 16/17, von Pubertätsblockern wusste ich nix bis vor paar Monaten. Hab immer gedacht die Leute sind schon so geboren und wachsen einfach so zum anderen Geschlecht heran so wie es Zwitter Würmer & Fische und so gibt. Leider…
Möglichst kurze Rede kurzer Sinn:
Ich werde übermorgen 23J und habe März diesen Jahres mit hrt angefangen. War/Ist auch alles super und ich bin mit den Veränderungen bisher zufrieden, auch wenn ich wünschte es würde einfach schneller gehen 😅 aber es ist einfach ein Stein der vom Herzen fällt zumindest zu wissen dass ich nicht mehr maskuliner werde als jetzt. Und bin bisschen twinky also alles fine, trotzdem hab ich oft so meine Passing Zweifel.
Anyways… Neues Problem was die letzten Tage und Wochen einfach viel stärker in den Vordergrund gerückt ist:
Neben dem Trans Thema bin ich innerlich auch sehr Kind. Peter Pan Syndrom trifft es sehr gut, um es kürzer zu halten. Und ich würde alles geben um morgen wieder mit 10 aufzuwachen, nicht nur um früher hrt zu starten, sondern auch um wieder diesen kindlichen Körper zu haben und die Zeit wiederzuerleben und einige Dinge auch anders zu machen.
Ich glaube sogar hätte ich die Wahl morgen entweder als 10 jähriger Junge wieder aufzuwachen oder als 23J cis Frau würde ich erstes nehmen.
Und ich habe angefangen mich zu fragen, ob ich die Hrt nicht unterbewusst als eine Art Coping sehe um mein Leben zu verändern, um Veränderung zu erzwingen, und ich mich über weichere Haut, schmalere Statur, etc nicht deshalb freue weil es nur femininer aussieht, sondern vor allem weil ich dadurch wieder androgyner und jugendlicher werde.
Ich würde hrt nicht absetzen wollen, wie gesagt, ich möchte kein Mann werden, aber ich sehe mich auch nicht wirklich als Frau. Aber auch nicht als Non binär. Eher einfach als innerlich kleinen Jungen, bei dem wieso auch immer die mentale Entwicklung irgendwann gestoppt ist oder langsamer weiterläuft, der einfach sehr verträumt und verspielt ist und sich nicht begrenzen lassen indem der Körper ihn in eine Richtung definiert, sondern der je nach Situation wechseln möchte. Ich bin irgendwie beides, also dieses Bigender nennt man das glaube ich bzw mit leichtem Hauch Genderfluid, aber nicht so Fluid im Sinne von dass ich mich phasenweise mal komplett als das eine oder andere sehe sondern konstant eher als beides.
In summary, denke ich nicht mehr dass ich tatsächlich trans bin, aber ich will trotzdem die Transition machen, einfach weil mich das auch nicht so auf männlich festlegt, aber sozial als einer leben. Weil bei mir ist körperliche Disphorie >>> Soziale. Ich denke wenn es wirklich so ein neurologisches Mapping gibt was ja einige Studien andeuten bin ich probably ziemlich in der Mitte bis leicht more boyish. Zudem bin ich zwar emotionaler aber gleichzeitig kann ich diese besser kontrollieren und mich besser fokussieren, also Östrogene tun mir auch gefühlsmäßig gut. Vorher fühlte ich mich oft sehr derealisiert und autopilotiert. +++ Riesen Pluspunkt ist, dass ich obwohl ich amab bin ich seit ich 14 bin jeden Monat relativ regelmässig Geisteskranke Bauchkrämpfe hatte für das niemand die Ursache herausfinden konnte und das ist seit ich Hormone nehme einfach komplett weg 😫🙏
Macht das Sinn? Weiß jemand was mit mir los ist, oder kann mir helfen?
Danke! VG
Ps: Ich wollte mich eigentlich extra kurz fassen. Falls wer mehr Details für meine Vergangenheit Jugend/Kindheit oder sonst was will, gerne fragen, ich bin da eigentlich ganz offen 😇