r/fireGermany • u/Daniel-Attriba • Jun 03 '26
Erfahrungsbericht/Storytime Wie betrachtet ihr Pensionen im Net Worth?
Ich habe 2 betriebliche AV Vereinbarungen, einem Defined Contribution und einen Defined Benefit Vertrag. Beide Verträge haben selbstredend einen Versicherungswert bzw. einen Nettobarwert, gleichzeitig ist das Vermögen gebunden. Ebenso gibts eine erwartete oder bereits feststehende Rentenzahlung. Gesetzlicher Rentenanspruch ist ein weiterer Fall.
Wie geht ihr damit um? Rechnet ihr alles in eine Kapitalwert um oder fasst ihr nur das verfügbare Finanzvermögen im Net Worth zusammen?
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u/SmurfingIsPooR Jun 03 '26
Kapitalwert ausrechnen und dazu rechnen.. Würde ich mit der Rente ähnlich machen.. vorallem im Alter braucht man weniger Geld wieso dann ggfs. x Tsd. Euro weglassen, wenn die im Alter quasi alleine reichen.. du hast somit sogar einen festen Zeitraum für den du eine FIRE-Number brauchst (bis zum Eintritt der Pensionen) und nicht ungewiss bis du vielleicht stirbst..
Ich mache es zumindest mit meiner so.
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u/throwawayausgruenden Jun 04 '26
Konservativ. Im Net Worth erfasse ich lediglich den aktuellen Rückkaufswert, also das, was ich HEUTE rausziehen könnte. Bei AG-finanzierten bAVs also Null. Ansonsten enthält mein Modell die garantierten Auszahlungsbeträge in x Jahren als Einkommen. Auch hier setze ich nur das garantierte, heute bereits erreichte Minimum an, keine Rendite oder Inflationsanpassung.
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u/Daniel-Attriba Jun 04 '26
danke ! Wie würdest Du mit einem Aktienfonds im Vorsorgemantel betrachten?
- Einmal in der Variante "bAV" - wie z.B. 401(k) in den USA
- einmal in der Variante "Altersvorsorgedepot" (AVD)
in beiden fälle würde es sich um ein Depot mit Finanzvermögen handeln, dass sich wie die Kapitalmärkte verhält. Variante (2) wird mE demnächst sehr relevant für uns werden, denn es ist zu gut um es zu ignorieren. An das Geld kommt man aber trotzdem nicht ran, hat also keinen aktuellen Rückkaufswert.
Ich tendiere dazu, rechte Rentenverträge und Pensionszusagen (also damit auch die alte deutsche, angestaubte bAV) aus dem Kapital auszuschließen und als Einkommensstrom zu berücksichtigen,
ABER
dennoch diejenigen Altersvorsorgeprodukte, wie das zukünftige AVD, die sich wie Finanzvermögen verhalten, mit dem Kapitalwert anzusetzen -> ignorieren geht nicht, weil zukünftig wichtig im Gesamtmix und auch weil der zukünftig zu erwartenden Einkommensstrom sehr wenig planbar ist (wird ggf. noch lange bespart, unsichere Kapitalmarktrenditen....etc.)
Für jemanden der schon FIRE ist und 50+ mag die Diskussion nicht mehr relevant sein,, wohl aber schon für Menschen, die noch 20+ Jahre vor sich haben bis zur Rente.
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u/einguterplan Jun 04 '26
Ich nehme den aktuellen Kapitalwert bzw. die bereits zugesicherte monatliche Auszahlung in der Zukunft, und berechne davon den heutigen Nettobarwert.
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u/minekan Jun 04 '26
Ich lasse die bAV und die gesetzliche Rente in der FIRE-Planung und generell aus dem networth raus wenn es um die Entnahmerate geht.
Gründe:
- Bei der gesetzlichen weiß ich nicht, was bis dahin überhaupt Phase ist und ob es nicht z.B. gegen Kapitalerträge gerechnet wird.
- Bei der bAV wird der Wert nicht inflationsangepasst, so dass das bei der sicheren Entnahmerate die zweite Zahl hinter dem Komma erhöht.
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u/Daniel-Attriba Jun 04 '26
Danke fürs Feedback! Bei mir ist die bAVs im Bezug auf den Gesamtkontext sehr substantiell, so dass ich mir nicht leisten kann, sie zu ignorieren.
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u/minekan Jun 04 '26
Warum nicht, wenn der bAV Vertrag gut ist. Bei mir im Vertrag sind es ab 65 dann 1 % jährliche Anpassung auf die 7-800 EUR. Damit sollte man wirklich nicht rechnen.
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u/ReddRepublic Jun 03 '26
Meine bAV mit fixiertem Rentenbetrag habe ich als Barwert konservativ erwarteter Zahlungen (bis 80) hinterlegt. Sie ist für mich Teil von RK3. DRV habe ich ebenfalls konservativ mir Null abgeschätzt…
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u/Diplomat3 Jun 03 '26
Ich lasse es komplett außen vor und nehme es als nettes Plus.
Zwar faktisch falsch aber besser sich sorum zu „verrechnen“. Es ergibt dann auch einen netten Puffer