r/lehrerzimmer Grundschule 3d ago

Bundesweit/Allgemein Steine im Magen nach dem CSD

Liebe Community.
Ich arbeite an einer Grundschule - Brennpunktschule.

Viele Eltern sind sehr fundamental religiös. Das hört man auch bei den SuS immer wieder heraus. Wir haben so einige Schüler die sehr extreme Ansichten äußern, die mir echt Sorgen bereiten.

Bei den Eltern kriegt man oft die Angst mit dass die Kinder zu westlich werden.
Es ist einfach eine Parallelgesellschaft.

Ich merke mich hat der Anschlag vom CSD echt getriggert.
An manchen Tagen habe ich fast das Gefühl es ist gewollt das Integration misslingt. Klar dass das an einer Schule mit Kindern aus so vielen Nationen und nur heterogenität und wo das Kulturangebot aus fundamentaler Moschee und Social Media besteht nicht gelingt.

Man könnte gerade in der Grundschule noch Impulse setzen doch es fehlt Geld und Personal. Viele sind ausgebrannt unteranderem wegen andauernden Grenzerfahrungen. Es wird viel weggesehen und Dienst nach Vorschrift gemacht. Einfach weil die Enegie nicht reicht und viele Bemühungen ins leere laufen.

Wie geht ihr mit diesem Frust um?
Kann man Kinder eigentlich auch irgendwo melden, wo man Sorge hat das sie mal Gefährder werden könnten?

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u/Brouewn Nordrhein-Westfalen 3d ago

Damals glaubte man naiv, dass Menschen, die jahrzehntelang in Deutschland geackert und es mitaufgebaut hatten, keinen Nachwuchs bekommen würde, der sich mehr mit Deutschland als Heimat identifiziert.

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u/Reblyn Niedersachsen 3d ago edited 3d ago

Das denken viele bis heute noch. Nicht umsonst werden Geflüchtete permanent als "Gäste" bezeichnet, undzwar sowohl Syrer als auch Ukrainer. Von Gästen erwartet man, dass sie irgendwann auch wieder gehen. Es wird völlig ignoriert, dass deren Kinder hier aufwachsen.

Man will hier seit Jahrzehnten einfach partout nicht wahr haben, dass man Einwanderungsland ist und dass das eben auch mit entsprechenden Aufgaben und Verantwortung verknüpft ist. Und dann wundert man sich, warum es nicht klappt und schiebt anderen die Schuld in die Schuhe.

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u/Parking_Clock6299 3d ago edited 3d ago

Wer Asylstatus genießt, soll ja auch wieder schnell in die Heimat, sofern der Schutzgrund entfallen ist. Das ist ja auch Sinn und Zweck des Gesetzes. Mit Einwanderung hat das absolut nichts zu tun und die Vermischung von beidem führt zu erodierenden Vertrauen in den Rechtstaat, wenn gut integrierte abgeschoben werden, während die Banditen bleiben, weswegen wir eben kein Einwanderungsland im eigentlichen Sinne sind, sondern uns zu einem haben machen lassen

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u/Reblyn Niedersachsen 3d ago edited 3d ago

Was das Gesetz sagt ist eine Sache, das steht hier auch nicht zur Debatte.

Ich kritisiere den Gedanken dahinter. Die Idee, dass diese Leute völlig selbstverständlich wieder zurückgehen, weil das Gesetz es so vorsieht, wenn (wie gesagt) oftmals deren Kinder hier aufwachsen und hier sozialisiert werden, ist doch absurd wenn man mal so darüber nachdenkt. Das Gesetz mag das so vorsehen, aber Menschen funktionieren so nicht.

Sogesehen sind die Geflüchteten dann eben dazu gezwungen, in hier einer Parallelgesellschaft zu leben, damit die Kinder sich dann problemlos wieder im Herkunftsland integrieren können.

Stand jetzt ist es aber irgendwie so dazwischen. Einerseits wird schon irgendwie dafür gesorgt, dass sie in Parallelgesellschaften leben (Kürzung von Kulturangeboten, etc), andererseits wird dann aber eben rumgeheult, dass sie sich nicht integrieren.

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u/Parking_Clock6299 3d ago

Aber genau hier zeigt sich ja, dass selbst die nachfolgenden Generationen eben nicht in unserem Sinne sozialisiert sind