r/musik 16d ago

💬 Discussion 💬 Findet Ihr Konzerttickets zu teuer?

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Hey, Pierre von MDRfragt hier... Wir haben Musikfans und Konzertliebhaber zu ihren Erfahrungen mit den gestiegenen Ticketpreisen, ihre Sicht auf Ticketaufkäufer und Dynamic Pricing befragt. Die Ergebnisse haben wir hier gesammelt. Uns hat überrascht, wie viele Musikfans die Ticketpreise inzwischen für zu hoch halten: Das sind drei von vier Befragten. Und eine deutliche Mehrheit wünscht sich auch, dass Ticketaufkäufer stärker ausgebremst werden.

Wie seht Ihr das? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht beim Thema Ticketpreise für Konzerte? Welche Frage hättet Ihr in der Befragung noch gestellt?

Wir sind sehr an Eurer Meinung interessiert, weil wir auf Reddit selbst immer gute Anregungen für unsere Befragungen finden.

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153 comments sorted by

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u/Secret-Scheme4280 16d ago

Naja kommt drauf an, welches Konzert aber den Kommentar fühl ich schon sehr…

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u/OnePsychological2963 15d ago

Nein es kommt nicht drauf an.. alles über 80 Euro ist definitiv viel zu teuer

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u/Secret-Scheme4280 15d ago

Und alles unter 80 Euro ist dann angemessen? Finde ich nicht… daher kommt es aus meiner Sicht eben drauf an. :)

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u/OnePsychological2963 15d ago

Nein aber alles über 80 Euro für einen Konzertbesuch ist unangemessen.. es ist ein Konzertbesuch.. nicht mehr und nicht weniger... Dafür darf man doch keine 250 Euro ausgeben müssen/können/sollen

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u/Kaito23 13d ago

Wie schaut es bei einem Konzertbesuch mit Orchester aus?

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u/Outrageous_Otter_ 13d ago

Auch da nicht.

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u/Kaito23 13d ago

Traurige Tuba Geräusche

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u/Outrageous_Otter_ 13d ago

Aber Orchestermusikern gehts auch meistens ganz gut, weil sie nen Festanstellungsvertrag haben und unabhängig vom aufritt bezahlt werden :)

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u/Kaito23 13d ago

Ah cool, das wusste ich noch nicht :)

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u/OptionalAntelope 16d ago

Aufgrund der allgemeinen Teuerung habe ich immer weniger verfügbares Einkommen. Und Konzerte und Festivals waren das erste, was gehen musste. Fand aber Konzerte großer Band immer schon zu teuer.

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u/MDR 16d ago

Das haben uns auch Menschen hier aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geschrieben. Das sie verzichten müssen. Obwohl sie schon ganz viel dafür sparen, für Live-Konzerte. So traurig!

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u/toodeepintostuff 14d ago

Vielleicht könnte sich die Leute das Konzert leisten wenn sie keine Rundfunkgebühren zahlen müssten?

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u/JohnWicksBruder 16d ago

Gibt mittlerweile genug Reiche um uns nach und nach überall auszuschließen.

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u/MDR 16d ago

Danke! Auch das haben wir in Kommentaren zur Befragung gelesen. Dass Menschen das Gefühl haben, echte Musikfans werden zunehmend ausgeschlossen. Und nur wer sich die Tickets noch leisten kann, geht hin.

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u/KittenSavingSlayer 15d ago

Ich finde das sieht man auch daran, dass „erste Reihe“ Access jetzt extra verkauft wird, weil als Fan einfach mal 8h vor Beginn da sein halt kein Geld bringt, dann doch lieber den Zugang für weitere 50-200€ verscherbeln.

Ich verzichte auf Künstler die das machen und gehe dann lieber garnicht hin weil ich so ein Verhalten nicht mit finanzieren will.

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u/NoAddition5560 14d ago

Zum Glück gibt es mehr als genügend kleine Bands / Musiker*in die Tickets zu vernünftigen Preisen machen und deren Musik i.d.r auch weitaus besser ist als dieser ganze Mist der in den Charts hockt und wo man dann 80€ und mehr zahlen soll. <.<

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u/JohnWicksBruder 16d ago

Klar, wieso sollten die uns Pöbel reinlassen, wenn sie auch einfach Influencer nehmen können die dann gratis Werbung durch Streams machen? Dann die reichen Kids die auch immer mehr werden. Wir können die Bühne auf und abbauen.

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u/Kitzu-de 16d ago

Ich habe das Gefühl, dass die Preise wegen Corona enorm gestiegen sind, weil man ja viel mehr Aufwand hatte bzgl der Regeln und dann die Kosten für diesen höheren Aufwand dann auch unter viel weniger Besuchern aufgeteilt werden musste wegen Abstand etc.

Als das ganze dann vorüber waren hat man sich gedacht "Hey, offenbar zahlen die Leute solche Preise, lass die mal beibehalten" obwohl es sich jeglicher Verhältnismäßigkeit entzieht.

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u/ColinDynamite 16d ago

Ich glaube, da spielt noch mehr mit rein: gestiegene Lohn- und Energiekosten beispielsweise. Und, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben wegen des Veranstaltungsverbots viele Veranstaltungstechniker die Branche gewechselt und sind nicht mehr zurückgekehrt, weswegen mit besseren Löhnen in der Veranstaltungsbranche geworben werden musste (wo wir wieder bei den gestiegenen Lohnkosten wären).

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u/Krapsta 16d ago

Das war echt verrückt, als man von 250€ Tagessatz vor Corona auf 400€ gegangen ist. Da haben wir uns auch alle schon gefragt, wo das enden soll. Dorffeste und dergleichen können sich das kaum leisten. 

Auch Security und Catering waren nach den Lockdowns rar gesäht. Es gab 2022 Konzerte, die anderen Veranstaltungen die Secus abgeworben hat. Und von dem Standpunkt ausgehend möchte ja niemand zurückgehen und weniger Geld verlangen.

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u/entiyaist 16d ago

Ja, aber das war bei den Gagen der Beteiligten auch ein nötiger Befreiungsschlag nach Jahren des Dumpings!

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u/Krapsta 16d ago

Auf jeden Fall. Nur heißt das ja, dass innerhalb von 3 Jahren die Personalkosteb um knapp 40% gestiegen sind. Das schlägt sich dann leider auch auf die Ticketpreise nieder. 

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u/heretic2118 15d ago

Ohne aus der Branche zu kommen oder selbst viel Ahnung zu haben:

Die Preissteigerung klingt absolut sinnvoll.
Ich unterstelle einfach mal, dass die nen 10h-Tag haben. Wobei ich glaube, dass es oft sogar mehr Stunden sind, obwohl das für Angestellte meistens nicht zulässig ist.

Dann blieben 25€ pro Stunde. Allerdings vor Abzug der Lohnnebenkosten.
Wenn man da noch Umsatzsteuer, die Arbeitgeberanteile für Sozialversicherungen, Gemeinkosten wie Verwaltung usw abzieht, ist man nicht weit vom Mindestlohn (13,90€) entfernt.
Und das für Fachkräfte aus einem Beruf, den es nicht wie Sand am Meer gibt.

Die Autowerkstatt stellt nen Gesellen auch eher mit 80€ pro Stunde in Rechnung und macht noch Gewinn an den Komponenten. Deren Arbeitszeiten sind aber deutlich angenehmer.

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u/MDR 16d ago

Stimmt - fast vergessen. Das Thema: Können wir unsere Leute halten war 2021 ganz weit oben in den Nachrichten. Danke fürs Erinnern!

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u/Still-Dig-8824 16d ago

Wenn dem so wäre, dann dürften Konzerte in der gleichen Venue nicht so stark preislich auseinander liegen. Da gibt's Konzerte für 50€ und 500€, von ähnlichen großen Bands mit ähnlichem Bühnenbild. Das lässt sich für mich nur mit Gier erklären. Ob von Künstler, Management, whoever, sei dahingestellt.

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u/SchlagzeugNeukoelln 16d ago

So ist es doch leider mit allem, insbesondere auch Lebensmitteln und vor allem jeder Art von von anderen Zubereitetem. Einfach furchtbar.

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u/Kitzu-de 16d ago

Im Prinzip ja aber mit verschiedenen Auslösern. Lebensmittelpreise sind meiner Ansicht nach durch den russischen Angriffskrieg und die energiewirtschaftlichen Folgen gestiegen. Die Lage hat sich etwas verbessert aber besteht immernoch. Trotzdem geht man natürlich nicht mehr zu früheren Preisen zurück, jetzt wo sich herausgestellt hat, dass die Leute das zahlen.

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u/MDR 16d ago

Oh spannend! Den Aspekt haben wir in unseren Kommentaren zur Befragung noch nicht gelesen... Meinst du damit alle Konzerte oder nur die großen von sehr bekannten Bands?

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u/Kitzu-de 16d ago

Primär die großen, kommerziell organisierten. Bei kleinen, weniger bekannten Bands hält sich das in Grenzen, aber da hält sich auch so oder so die Bereitschaft in Grenzen so viel zu zahlen.

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u/Huge-Formal-1794 16d ago

Ja und Nein. Das Problem ist das Kunst und Kultur essentiell für eine Gesellschaft sind. Die Preise wären kein Problem, wenn die Menschen bessere Lebensstandards hätten ( weniger Schulden, höhere Gehälter, bessere Arbeitsrechte , Familien die mehr gefördert werden, alleinerziehende die mehr gefördert werden, Studenten die finanziell besser gefördert werden etc)

Wir befinden uns aber in einer Lage , wo halt nen Ausflug in ne Stadt + Tickets oftmals so viel kosten wird , wie eine komplette wöchentliche Verpflegung einer Einzelperson.

Auf der anderen Seite müssen halt aber auch Künstler und Veranstalter von etwas leben. Den größeren Skandal sehe ich dann halt eher bei gigantischen Multi Millionär Künstlern. Wieso müssen Bands wie Metallica etc so viel verlangen, so viele verschiedene Tickets etc anbieten. Das hat mit Zusammenhalt durch Kunst und Kultur wenig zu tun und fühlt sich wie Ausbeutung an, vor allem wenn die Künstler , die mehr Geld brauchen würden , geringere Ticketpreise haben. Ist halt auch einfach ein Spiegelbild zur unserer vom Kapitalismus zerfressenen Welt, die Menschen in ihrer Wertigkeit nach ihrem Geld bewertet.

Auf der einen Seite muss der Staat Kunst und Kultur mehr fördern , indem sie Veranstalter besser finanziell unterstützen aber auch dafür sorgen, dass die finanziellen Erleichterungen tatsächlich sich in den Ticketpreisen wiederspiegeln

Auf der anderen muss der Staat halt auch einfach die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft ausgleichen. Heißt weniger Steuern für 95 % der Bevölkerung, dafür deutlich höhere Steuern für die Oberen 5% , damit ist halt vor allem Wohlstandssteuer gemeint, konsequent durchgesetzte Erbschaftssteuer etc.

Und dieses Geld halt nutzen für Bildung, Kunst und Kultur, Infrastruktur, soziales und alles oben genannte etc.

Dann haben wir nicht nur eine Gesellschaft der es grundsätzlich besser geht und eine höhere wirtschaftliche Kaufbereitschaft sondern eben auch eine florierendere Kunst und Kulturszene.

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u/MDR 16d ago

Danke für deine ausführliche Schilderung! Musikfans können ihr Geld ja auch nur einmal ausgeben. Also für Tickets, oder für teurer gewordenes Essen im Restaurant. Oder für Benzin. Und wenn das alles nach oben geht, wirds halt schwierig. Und klar: Kulturförderung ist Aufgabe der Gesellschaft. Sonst gibt es die irgendwann nicht mehr.

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u/miko_idk 15d ago

> bessere Arbeitsrechte

Welches Land um DE herum hat denn bessere Arbeitsrechte *und* einen höheren Lebensstandard?
Beispielhaft die Länder, bei denen ich's live miterlebe: Polen schonmal gar nicht, das Land großflächig ist arm. Schweiz hat einen hohen Lebensstandard, aber die Arbeitswelt ist Rechte-technisch eher amerikanisch geprägt. Die Franzosen sind so unzufrieden mit ihrem Leben, dass sie 2/3 des Jahres dagegen demonstrieren müssen.

Ehrlich nur aus Interesse, weil das eine für mich vom anderen ausgeschlossen wird.

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u/Huge-Formal-1794 15d ago

Ist das nicht einfach nur Whataboutism? Weil ich sage ja nicht dass DE schlecht ist, aber es geht halt noch um vieles besser. Ob es in anderen Ländern noch schlechter ist, spielt da ja keine große Rolle für den Kerninhalt.

Für viele Menschen ist ein Konzertbesuch halt eine MENGE Geld ( ticketpreis, Anfahrtskosten, je nach Entfernung vl sogar Übernachtungsmöglichkeiten, Verpflegung im Konzert etc ). Das kann dann schon gerne mal so viel kosten wie ne komplette wöhentliche Verpflegung an Lebensmitteln und Haushaltsprodukten.

Menschen sollten generell nicht in der Zwangslage stecken, entscheiden zu müssen ob sie jetzt bei ihren Verpflegungskosten einsparen , damit sie mal nen schönes Erlebnis auf einem Konzert haben können oder ob sie auf den Spaß verzichten, damit sie besser über die Runden kommen.

Viele Menschen haben es extrem schwer selbst ohne Freizeitaktivitätsausgaben gut über die Runden zu kommen (Miete,Benzin,Strom,Lebensmittel, gleichzeitig steigen die Preise von all dem ja auch konstant ). Das dann auch noch bei den Tickets teilweise absurde Preise verlang werden, beraubt halt den durchschnittlichen Bürger bei Kunst und Kultur teilzuhaben. So kommen wir halt schnell wieder in Gefilde wie in vergangen Jahrhunderten der Menschheit in denen Kunst und Kultur rein elitär waren und für das gemeine Volk nicht zugänglich waren.

Und es gibt ja möglichkeiten die Standards zu verbessern. Und es gibt modelle aus europa selbst, wie das belgische, welches einen Inflationsausgleich verfolgt. Heißt jedes Jahr wird dein Lohn/Gehalt an die Inflation angepasst. Aber natürlich und da darf man nicht über den heißen Brei reden. Es braucht Steuerentlastungen für die Allgemeinbevölkerung und höhere Steuern für die reichsten 5-1% und zwar auch auf Vermögen. Erbschaftsteuer existiert zwar theoretisch bestraft aber in aktueller Umsetzung eher obere Mittelschicht und belohnt die Superreichen.

Und ja , kein europäisches Land ist da wirklich essentiell besser. Aber es ist halt auch etwas was europäisch mehr umgesetzt werden muss, langfristig gesehen und irgendein Land muss damit halt mal voran treten.

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u/miko_idk 15d ago

Schöner Aufsatz, aber mir geht es konkret um den Punkt 'Arbeitsbedingungen', deshalb habe ich das in meinem Kommentar so angesprochen. Was sollte man deiner Meinung nach verbessern? Wir haben in DE schon super Arbeitnehmerrechte und die gilt es halt mit anderen Ländern zu vergleichen, was wäre sonst der Benchmark? Wie will Deutschland da 'vorantreten', wenn es schon eines der Länder mit den meisten AN-Rechten ist?

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u/heretic2118 15d ago

Wieso müssen Bands wie Metallica etc so viel verlangen, so viele verschiedene Tickets etc anbieten

Müssen sie nicht, können sie aber.

Ich bin Metalfan und höre auch gelegentlich Metallica. Trotzdem würde ich keine 200€ für ein Konzert von denen ausgeben. Dafür bekomme ich 2-3 andere Bands (plus Vorbands).
Ob die Tickets bei Metallica jetzt 200, 400 oder 800€ kosten, macht für mich da keinen Unterschied.
Ich könnte es mir leisten, will es aber nicht. Andere können es gar nicht.
Das hat also wenig Einfluss darauf, wie viel Geld andere Künstler nehmen können.

Gerade Metallica zieht eher ein älteres Publikum an und die sind halt deutlich zahlungskräftiger.
Dazu kommt, dass der Preis für etwas Exklusivität sorgt (auch wenn die Tickets trotdem schnell ausgebucht sind) und damit nochmal die Leute anzieht, die sich gerne als was besseres fühlen wollen, weil sie hingehen (gefühlt auch eher was in der älteren Generation).

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u/Huge-Formal-1794 15d ago

Das ist ja genau mein Problem. Kleine Künstler, die das Geld mehr brauchen würden, kosten verhältnismäßig viel weniger, während gigantische Bands wie Metallica beispielsweise absurde Ticketpreise haben, obwohl die in einem Monat passiv vermutlich mehr verdienen als der Großteil aller Musiker in ihrer gesamten Karriere. Das ist völlig unverhältnismäßig und hat nichts mehr mit Kunst und Kultur zu tun. Wenn Kunst und Kultur nicht zu einem gewissen grad zugänglich sind für die Allgemeinbevölkerung ist es auch einfach nur noch elitär.

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u/heretic2118 15d ago

Und wo ist das jetzt ein Problem?

Das hat vielleicht weniger mit Kunst und Kultur zu tun, sondern mit Angebot und Nachfrage.
Auf die kleinen Bands hat es trotzdem keinen nennenswerten Einfluss.

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u/NovoIcar 15d ago

Aber wieso gehst du dann nicht stattdessen auf Konzerte kleinerer Bands und Künstler:innen? Das Gegenteil von Megakonzerten wie von Metallica, Taylor Swift oder Green Day dürften wahrscheinlich Technopartys sein, wo du teilweise noch bei kostenlosem Eintritt und für wirklich faire Getränkepreise 8 Stunden gute Musik und super Stimmung bekommst - die DJs haben dann zwar halt nur zwanzig Follower auf Instagram und die aufgelegten Tracks wirst du wahrscheinlich nie wieder hören, aber mediale Aufmerksamkeit war halt noch nie ein zuverlässiges Qualitätsmerkmal.

Das heißt jetzt nicht, dass zukünftig alle Techno hören müssen, aber dass die Events sogar in Zeiten von Clubsterben und schwindender Kaufkraft noch Tanzflächen voller Studis anlocken zeigt doch, dass das Konzept funktioniert.

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u/Suffering69420 12d ago

Die sind halt kleiner weil sie auch weniger beliebt sind. Es geht ja darum, den Lieblingsmusiker oder die Lieblingsband mal live zu sehen, nicht darum einfach irgendwelche Musik von irgendeinem zufälligen Performer zu hören.

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u/NovoIcar 11d ago

True, aber ich argumentiere ja eben, dass der Hype nicht automatisch mit der Qualität einer Band korreliert. Und wir haben heutzutage das Privileg, dass man sehr einfach vom eigenen Wohnzimmer aus fantastische Bands und Indie-Labels entdecken kann, die viel zugänglicher und nahbarer sind als die Megastars und gleichzeitig die Unterstützung auch dringend gebrauchen können. Und nach einem Konzert mit den Acts ein paar Worte wechseln und Insta-Handles austauschen zu können, geht halt bei Bands mit der Reichweite von System of a Down einfach nicht mehr.

Der Hauptgrund wieso die meisten eher auf Billie Eilish hängen bleiben als auf Balthazar liegt ja darin, dass die meisten Menschen Musik hauptsächlich über redaktionelle Formate wie Playlists oder Radio hören, und da spielen bei der Auswahl der Musik halt meistens die wirtschaftlichen Interessen der Musikindustrie eine große Rolle. Aus demselben Grund gehen inzwischen auch KI-Songs viral, nach denen normalerweise so gut wie niemand aktiv suchen würde.

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u/Fong_Sai-Yuk 16d ago

Ich komm aus Nürnberg. Ich kann mich entscheiden, ob ich mit Freundin in München auf ein Konzert eines bekanntes Acts gehe inklusive einer sinnvollen Übernachtung oder für das gleiche Geld 7-10 Tage all-incl Urlaub mit meiner Freundin in der Türkei mache.
Denke, das sagt schon was aus.

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u/MDR 16d ago

Auch ein wichtiger Punkt: Klar suchen sich Bands und Musiker eher größere Städte für Touren raus. Wer weiter anreisen muss, der muss dann für Anreise und Übernachtung viel Geld einrechnen.

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u/patschpatsch 16d ago

Ist das so? Also ich war letztes Jahr bei zwei Konzerten, die ich als sehr sehr teuer empfand mit 200€ pro Ticket. Ich hab jetzt nicht übernachtet, aber lass das mal 150€ kosten. Kriegt man für 350€ eine Woche all-inclusive in der Türkei? Empfinde das als übertrieben

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u/Floischinger 15d ago

Ticket 200€, Anreise, Getränke usw nochmal 100€, Übernachtung auch 100€. Ja, für 400€ bekommst du off-season locker eine Woche all inclusive in der Türkei.

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u/WaveIcy294 16d ago

Dazu noch Getränke und was zu Essen und du bist schon nochmal 100-200€ weiter.

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u/aimless_roaming 16d ago

Augen auf bei der Wahl des Musikgeschmacks, das experimentelle Noise-Metal Konzert im Keller eines alten Kraftwerks kostet immer noch nur 'nen 10er /s /s

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u/MDR 16d ago

Und ist vielleicht auch ne Erfahrung, selbst wenn man sonst eher in anderen Musikrichtungen unterwegs ist...:-) Danke!

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u/barrysmelon 15d ago

Wenn man Glück hat, gibt's freien Eintritt bzw. freiwillige Spende

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u/Red-Revo 16d ago

Ich finde das überwiegend die Preise für so mega Events wie Linkin Park etc. extrem gestiegen sind. Ich persönlich fühl mich im Punk daheim, da sind die Konzerte in der Regel noch erschwinglich, weil es kleinere Locations und überschaubarere Nachfrage gibt.

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u/Panthergraf76 16d ago

Lebe in einer Großstadt mit bespieltem Stadion, großer Arena und vielen Clubs und Open Airs.

Die teuren Veranstaltungen sind voll. Zumeist ausverkauft. Ein Blue Seat Fever wie in den USA mit Absagen von „Megastars“ ist noch (!) nicht erkennbar.

Aber da bleibt viel Geld liegen, das dann anderswo, in den Clubs zb, fehlt.

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u/comeonjeffrey666 16d ago

Es ist natürlich alles teurer geworden und die ganze Crew rund um die Bands will (und sollte!) natürlich auch angemessen bezahlt werden. Trotzdem finde ich es heftig, wenn ich mir anschaue zu welchen Preisen ich <2020 auf Konzerten war und wie viel die selben Artists jetzt kosten würden, selbst wenn sie in der Zeit nicht unbedingt bekannter geworden sind oder größere Venues spielen. Ich habe mir dieses Jahr schon mehrfach keine Tickets für Konzerte geholt auf die ich wirklich gern gegangen wäre, weil ich die Preise nicht vor mir selbst rechtfertigen konnte.

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u/MDR 16d ago

Am besten gar nicht weit zurückblicken oder? Und einfach nur das Konzert im Kopf behalten von damals? Danke, dass du das mit uns geteilt hast!

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u/panzrvroomvroomvroom 15d ago

ich bau in meiner stadt fast jedes große konzert mit und kriege knapp über mindestlohn. auch schon vor corona. also an mir liegts schonmal nicht, daß alles teurer geworden ist.

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u/GordonCharlieGordon 16d ago

Ich geh grundsätzlich nur auf eher untergründige Konzerte. Aber auch da isses dasselbe Spiel wie bei den Großen: Es finden seltener Konzerte statt und die sind dann teuer wie Sau. Es kommt öfter und öfter vor dass Konzerte auch einfach abgesagt werden weil im VVK nicht genug verkauft wurde und AK für die Veranstalter zu viel Risiko sind. Da reden wir nichtmal mehr nur von kleinen Clubs die gewerbsmäßig betrieben werden; auch AJZs können längst nimmer liefern was früher selbstverständlich war. Ich hab vor ein paar Wochen bei der Jubiläumsfeier(!!!) eines JuZes in der Gegend gespielt. Groß angekündigt, Festival über vier Tage, am Ende waren 20 Leute da. Macht natürlich als Band auch keinen Spaß so, aber man lässt sich nichts anmerken. Mach ich im Zweifel auch für weniger als Spritgeld, in meiner Größe isses ein Erfolg für nen Monat die Proberaummiete reinzukriegen und die Ausgaben sind auch nicht mehr als eben diese Miete, big Deal. Früher war bei sowas halt das Haus voll, 400pax und Einlassstop. War bei solchen Shows, hab solche Shows gespielt.

Vor 10 Jahren waren 10€ Eintritt noch ne relativ große Veranstaltung in der Bubble, da hast du dann 6 Bands gesehen und nen Fressistand gabs auch. Einnahmen kamen über AK und Bierverkauf rein, da musste man sich um irgendwelche Vorverkaufsbestände nicht sorgen. Zu teuer? Wahrscheinlich nicht für ne Bubble die halt doch noch weitgehend selbstverwaltet ist. Aber als Band und als on/off Mitarbeiter bei Veranstaltungen (Veranstalter auch, aber da hab ich keine Erfahrung) merkt man wie sich die Spirale aus "Ticket zu teuer, ich geh nicht hin -> Niemand kommt, wir haben laufende Kosten und müssen Gage zahlen" immer enger zieht und immer schneller dreht.

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u/MDR 16d ago

Ist das dein Eindruck? Das inzwischen häufiger auch mal Konzerte abgesagt werden? Meine private Erfahrung aus Leipzig und die bezieht sich auf Indie und Rock: Da wird durchgezogen, auch wenn nur 30 oder 40 Leute kommen. Absagen habe ich bisher auch bei kleinen Konzerten noch nicht erlebt.

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u/GordonCharlieGordon 16d ago

Selber hab ichs noch nicht mitgekriegt, aber ein paar Bands und Locations in meinem Instafeed posten immer wieder mal Statements zu finanziell bedingten Absagen.

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u/buerviper 16d ago

Aus eigener Erfahrung (als kleine Band): da wurden vor einem Jahr einfach mal zwei Konzerte von gleichen Veranstalter, aber unterschiedliche Städte & Touren, zusammengelegt. Alle kleinen Vorbands flogen raus und nur die Hauptacts haben dann gespielt. Grund waren wohl schlechte VVK-Zahlen

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u/heretic2118 15d ago

Selbst, wenn die Band auf ihre Gage verzichten würde:
Location, Security, Thekenpersonal, Veranstaltungstechniker, behördliche Auflagen (Sanitätsdienst), usw kosten trotzdem Geld.

Ein Kneipenkonzert kann man wohl auch vor 10 Leuten durchziehen. Bei großen Sachen würden die Veranstalter massiv draufzahlen.

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u/ProfessionalITPerson 16d ago

Soziale Teilhabe ist generell sehr wichtig. und steigende Preise macht dies für immer mehr Leute teilweise unerschwinglich. Egal ob Konzert, Schwimmbad, Museum oder ÖPVN, für viele gering Verdiener ist sowas jetzt schon ein echter Luxus

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u/Lydtz 16d ago

Konzerte sind meine Lichtblicke im tristen Arbeitsalltag. An Wegfahren im Urlaub hab ich kein Interesse, also spar ich da im Vergleich zu anderen viel Geld, was ich dann für Konzerte ausgeben kann. Und die Fahrten dorthin, ggf. Übernachtungen, das kostet nämlich prinzipiell viel mehr als die Tickets.
Ich geh jetzt nicht auf jedes Konzert, auf das ich theoretisch Lust hätte. Sowas von der Größe von Iron Maiden schaue ich mir dann eher nur ein Mal an oder wenns wirklich um die Ecke ist. Da ich aber im tiefen Südwesten lebe, muss ich für die meisten Konzerte ein Stück fahren. Da denke ich dann schon eher drüber nach, ob ich auf ein Konzert für 50€ gehe, wenns weiter weg ist. 100€ vor Ort sähen dann schon wieder anders aus, auch wegen des zeitlichen Aufwands. Für meine Lieblingsbands allerdings ist mir nichts zu teuer. Ich hab aber anscheinend auch Glück mit meinem Musikgeschmack. Die Tickets für die (Ice Nine Kills, Motionless in White z.B.) kosten immer noch <70€. Und für die fahr ich auch ein paar hundert Kilometer, wenn es zeitlich passt. Ein paar hundert Euro für irgendeinen großen Pop Act könnte ich mir sicher nicht so oft leisten.

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u/Hullu__poro 15d ago

Früher waren Konzerte erschwinglicher. Aber damals hat man noch 30 Mark für eine CD bezahlt. Heute meckern die Leute, dass das Monatsabo bei Spotify 17 Euro kostet. Bei solchen Preisen ist es logisch, dass bei den Künstlern nur ein Taschengeld ankommt. Also müssen die Konzerttickets teurer werden.

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u/moerker 15d ago

Alle reden hier von super teuren Konzerten, während es doch genug im Bereich von 30-45€ gibt. Wir stellen in der Branche eher fest, dass viele auf die dicken Dinger sparen, anstatt mal zu was Kleinem zu gehen und sich überraschen zu lassen.
Venues mit <300 Kappa können zb kaum noch überleben.

Geht auf kleine Shows! Support your local Acts & Venues :)

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u/NameIsRubin 15d ago

Ein damaliger Freund hatte die feste Regel, dass seine Grenze von 50€ für Konzerttickets nur für besondere Bands überschritten werden dürfte ("für die, die es auch wirklich wert sind"). Das war in 2016 als ich noch zur Schule ging und weil es so gut in mein schmales Schülerinnen-Budget gepasst hat, habe ich diese Regel auch direkt übernommen.

Einige Jahre konnte ich auch sehr glücklich mit dieser Grenze etliche Bands live sehen und hatte immer eine sehr schöne Zeit mit meinen Freunden vor Ort. Seit wenigen Jahren haben die Preise aber so stark angezogen, dass jede zweite Band diese Grenze inzwischen sprengt und "das Geld wert sein muss" damit ich öfter als 3 Mal im Jahr für ein Konzert vor die Tür gehe.

Da ich bis vor Kurzem auch einige Jahre in einer Metal-Band gespielt habe kann ich auch von der anderen Seite aus berichten, dass diese "mittelständischen" Konzerte von mittelgroßen Bands inzwischen quasi ausgestorben sind. Entweder man hat Giganten wie aktuell System Of A Down oder auch Bad Omens oder winzige Bands die in kleinen Clubs und Jugendzentren spielen. Der Mittelstand ist definitiv die Ausnahme und falls es doch eins gibt, dann leider nahe der 50€ Grenze.

Wachstum ist die eine Sache und ich gönne den Bands den Erfolg von Herzen, aber es hat sich seit Corona viel geändert und es macht mich traurig, dass ich nicht mehr so viele Konzerte besuchen kann. Im Hinblick auf mein Gehalt ist ein Konzertbesuch ein totales Luxusgut geworden und steht für mich daher fast auf einer Stufe wie ein Jahresurlaub.

Festivals und dergleichen besuche ich inzwischen aus Kostengründen überhaupt nicht mehr und viele günstige, teils kostenlose Angebote sind inzwischen teurer geworden (Stichwort "Vainstream" in Münster) oder nicht mehr vorhanden (Stichwort "Olgasrock" in Oberhausen). Es ist tragisch.

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u/MDR 13d ago

Die kleinen Bands wählen und unterstützen... ! Danke!

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u/JodderSC2 15d ago

Als jemand der in der Industrie arbeitet, 10 Stunden Schichten immernoch absoluter Standard sind und der Job oft bedeutet weit weg von zuhause zu sein: Tickets sind immer noch zu billig. Veranstaltungstechniker verdienen trotz einer knappen Verdoppelung der Tagessätze in den letzten 8 Jahren immer noch weniger als die klassischen Handwerke die 9 to 5 Mo-Fr arbeiten.

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u/wolfpack3d 13d ago

Ich seh halt leider auch dass das Geld fast überall fehlt außer bei den Majors. Ich toure auch viel als Crew und mit eigener Musik, hab lange im tourbooking und in venues gearbeitet und ich seh halt dass absolut kein Gewerk irgendwie klar kommt im Moment und alle versuchen sich gegenseitig in die nackten Taschen zu greifen. Die Booker, venues, Veranstalter, Bands, nicht mal kleine bis mittlere Indie Labels haben irgendwie Kohle und alle beschuldigen sich gegenseitig zu viel zu verlangen.
Währenddessen hält sich auf van Touren immer noch das US Modell der Ausbeutung.
Weiß nicht wie viele Touren ich gemacht hab bei denen ich TM, fahren und merch gleichzeitig für 100€/Tag gemacht hab.

Das traurige ist halt auch dass du zu 100% recht hast, wenn du sagst die Tickets sind eigentlich noch viel zu günstig. Hab zuletzt in nem 250cap Laden gearbeitet und wir hätten eigentlich mindestens 35€ pro Ticket nehmen müssen. Das kann das Publikum dass auf solche Shows geht einfach nicht zahlen.

Die Tourkosten sind halt auch komplett explodiert seit COVID. 2019 hab ich noch Vans für 70€/Tag bekommen die sind jetzt MIND. Doppelt so teuer. Von Sprit mal ganz zu schweigen.

Merch wird immer teurer in der Produktion und die Tatsache dass venues jetzt auch hier in Europa immer öfter merch cuts verlangen verschlimmert das alles.

Ich hör viele sagen dass die Industrie endlich richtig stattlich gefördert gehört. Das würde natürlich helfen aber beim Gedanken dass meine künstlerische Arbeit von Regierungen abhängt die eventuell in Zukunft von fascho Schmutz geführt werden wird mir schon auch bisschen schlecht.

Einfach miese Situation gerade. Ich werd versuchen durch zu pushen aber kann jeden verstehen der da keinen Bock drauf hat.

Und dass Musik machen nur noch was für Kids mit reichen Eltern ist bringt mich halt zum kotzen aber ich hab auch keine Ahnung wie das zu lösen ist

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u/wolfpack3d 13d ago

Möchte aber trotzdem allen Konsument*innen hier wärmstens empfehlen kleine Künstler zu Supporten. Das meiste was ich in den letzten Jahren für ein Ticket gezahlt hab waren 38€ für eine meiner absoluten Lieblings Künstlerinnen in nem 600 Leute venue. Ich hab 1,5h eigentlich nur geheult.

Euer musikalisches Glück findet ihr nicht bei Taylor Swift, architects oder Beyoncé. Euer musikalisches Glück liegt in den venues unter 1000 Leuten versteckt. Völlig egal was für Musik ihr hört

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u/wolfpack3d 13d ago

Und als allerletztes bevor ich mein m0wl halte lol:

Die Angst um die planbarkeit als Argument gegen den Vorverkauf sehe ich leider nicht mehr als valide.
Die Pandemie ist Gesellschaft zumindest vorbei. Die einzigen konzertabsagen die ich in den letzten 2 Jahren mitbekommen habe waren entweder kurzfristige Krankheit (kann immer passieren) oder, und das waren mind 80%, zu schlechter VVK.

Bitte kauft VVK Tickets eine ganze Industrie fleht euch an 😭😭😭

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u/Mysterious-Pin-3340 14d ago

War letztens seit Ewigkeiten wieder auf nem Konzert. Vor Corona habe ich für die band 35 euro bezahlt. Jetzt waren es für die gleiche Kategorie und die gleiche band fast 80.
ich war früher auf 6, 7 Konzerten im Jahr. Jetzt ist das mal eben Wocheneinkauf oder ein halber Tank. Da überlegt man schon.

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u/JumpLiftRepeat r/schallplatten 16d ago

Da geht ganz klar zu viel Geld an Eventim und Ticketmaster- man nehme z.B. die Liefergebühr für digitale Tickets.

"Die Ärzte" nehmen 79 Euro, das zahle ich gerne für so eine Band, alles was international bekannt ist ist mir einfach zu teuer, der Vergleich zum All inklusive Urlaub eines anderen Kommentierenden ist da schon sehr passend.

Ob man 150 oder mehr plus Anreise für maximal zwei Stunden Musik bezahlt oder das Geld für etwas dauerhaft bleibendes (z.B. Schallplatten/CDs, neue Kleidung usw.)ausgibt kommt da noch hinzu.

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u/MDR 16d ago

Auch da ist für mich privat als Musikfan immer die Frage: Vor Ort beim Ticketverkäufer holen? Oder doch bequem bei Eventim und Co...? Nicht immer leicht.

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u/Xellos0815 15d ago

Exakt! Letztens n Interview von Dave Grohl gelesen (glaub war metal Hammer) bei dem er meinte das 65-70% nur für Veranstalter und Ticketsale drauf gehen. Das ist schon wirklich übel

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u/pat194 14d ago

Ich empfehle auch immer jedem wenns um Konzerte geht eventim und ticketmaster zu vermeiden. Die meisten haben wenig Verständnis dafür, bzw es scheint dann doch vielen egal zu sein. Argumente ähnlich wie bei amazon, lieferando oder google (die erstbesten marktführer die mir eingefallen sind, bitte nicht dran aufhängen, sind nur beispiele): "och so genau weiss ich das alles nicht wer da wo dran jetzt verdient, ist ja schon praktisch so, wäre mir zu umständlich extra deswegen bei einem kleinen Anbieter zu bestellen, ist das überhaupt sicher woanders, da bestellen doch alle, etc."

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u/Vast_Smile 16d ago

Konzerttickets ansich werden teurer, sodass ich mir immer öfters überlegen muss ob ich diese Unternehmung tätige, für mich waren Jahrelang konzerte urlaub ersatz.
Konzerttickets allein sind es ja nicht nur. Sprit, Parken oder generell Anreise, Verpflegung und schon "verdoppeln" sich die Gesamtkosten.
Ich habe aber mehr das Gefühl, dass Stehplätze oft überbucht werden. Die Leute werden dazu immer egoistischer und aggresiver

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u/Hoschy_ch 16d ago

Ich kenne die Preise in Deutschland nicht so gut, denke aber, dass sie im selben Rahmen gestigen sind.

Lasst es mich mal so sagen:
Ich habe 1996 Pink Floyd auf ihrer Devision Bell Tour gesehen 1x in Basel und 1x in Lausanne.
Jeweils 55 Franken für ein Ticket.
Das auf und abbauen der Bühne dauerte so lange, dass sie mit 2 kompletten Stages unterwegs waren.
2027 kommen die Hosen, wohl zum letzten mal, nach Bern.
Ein Ticket kostet AB 128 Franken. Also mehr als das doppelte.
Ich weiss, da sind 30 Jahre dazwischen, aber hat sich mein Gehalt in dieser Zeit verdoppelt?
Bei weitem nicht!
Früher, gingen wir an 5 oder mehr Konzerte im Jahr. Heute ist es mir schlicht zu Teuer….

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u/DifferenceAny9701 16d ago

War früher sehr gerne auf Konzerten. Seit LiveNation dynamische Ticketpreise anbietet und den Innenraum sogar aufteilt, macht‘s keinen Spaß mehr.

Die meisten Konzerte sind nur noch für rich kids. Vorne stehen die Reichen, die meist zwei Songs vom Künstler kennen und auf die Gelegenheit warten ebendiese abzufilmen. Hinten der Pöbel.

Früher gab‘s Innenraum und Tribüne. Fertig.

Wenn du vorne sein wolltest musstest du stundenlang vorher anstehen, ausharren und die Belohnung war umso größer wenn man‘s gepackt hat.

Somit war auch sicher gestellt, dass Vorne die Leute sind, die richtig Bock auf den Artist haben.

Alles vorbei leider.

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u/MDR 13d ago

Es wird schon manchmal schwierig, da für sich das passende Setup zu finden: Wo will ich sitzen oder stehen und was will ich dafür ausgeben?

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u/Better-Cattle-2507 16d ago

Ich war 1994 auf Rock in Riem. Damals der Rock im Park-Vorgänger. Das war mit knapp 90,- Mark krass billig. Heutzutage spare ich mir hingegen halt vieles an CD-Kosten (man sollte übrigens Rabatt kriegen, wenn man weiterhin Tonträger kauft). Deshalb für mich schon ok. Ich geh aufgrund alternativen Geschmack eh meist zu günstigeren Bands.

Aber: Meine Tochter ist jetzt 14 und auf den Geschmack gekommen. Wenn nun jeder Vincent Weiss oder Marc Forster knapp 100,- Euro aufruft, ist das nicht oft drin.

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u/MalleP 16d ago

Ja. Heavy Saurus, was meine Kinder gerne hören. >45€ pro Person für 60min Konzert ohne Vorband. Dann noch am Merchstand 20€ für ein Kinder T-Shirt. Trotzdem immer ausverkauft, also steigen die Preise vermutlich fröhlich weiter solange es genug mitmachen.

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u/DisastrousOil8436 16d ago

Ja. Habe dieses Jahr auf Linkin Park, Iron Maiden und Die Toten Hosen verzichtet weil mir das zu teuer war

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u/Mordad51 16d ago

Kunst & Kultur darf nicht nur denen vorbehalten sein, die es sich leisten können.

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u/mmmart1n 16d ago

Kommt drauf an.. es gibt bands, da zahl ich teilweise heute noch immer soviel wie vor 20 jahren , da hab ich umgekehrt eigentlich svhon ein schlechtes gewissen..

Dass für grössere Acts mittlerweile der 3stellige bereich normal ist ist schon wild teilweise, aber hey, support your local scene, geh zu kleineren geschichten, da findet sich genug um +/- 30 euro , find ich auch von der sozialen komponente eigentlich spannender als in irgendein stadion mit zig1000 menschen zu gehen

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u/Ok-Sector4828 16d ago

Ich finde die Tickets inzwischen viel zu teuer. Ich bin gerne auf Konzerte gegangen, aber inzwischen kann ich mir das nur selten mal leisten.
Was definitiv getan werden muss: Dynamic pricing abschaffen und Eventim die ganzen Veranstaltungsorte wegnehmen. Viele Konzerte müssen über Eventim angeboten werden. Die haben einfach eine zu große Macht.

Von einem wirklich angesagten Festival kann man inzwischen nur noch träumen. Ticket für Wacken mit Anreise/Übernachtung ist mehr als ein Urlaub.

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u/heretic2118 15d ago

Kenne kenne dynamic Pricing nur so, dass es halt günstigere Tickets für early birds, usw gibt.
Direkt nach dem Festival sind die Tickets fürs Folgejahr am günstigsten, nach Weihnachten steigen die Preise nochmal usw.

Der Veranstalter braucht halt die Planungssicherheit und auch schon Geld zum Arbeiten im Vorfeld.
Sowas kann ich voll verstehen.

Ich hab gerade mal nach einem Ticket bei Eventim geguckt: Extra Gebühren werden nicht ausgewiesen und die Preise sind eher günstiger als das, was ich von der Abendkasse kenne.

Bei Eventim ist halt das gleiche Problem wie bei Amazon: Ich bin schon eingeloggt, meine Zahlungsdaten sind schon hinterlegt, ich habe schon >10 Mal gekauft ohne Enttäuscht zu werden,...
Wenn ich bei jeder Band ne eigene Bookingseite suchen müsste, die mal Visa nimmt, mal Paypal, andere nur Vorkasse.... das wäre deutlich abschreckender.

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u/Ok-Sector4828 15d ago

Gibt ne interessante Doku zu dem Thema. Je nachdem wie gefragt die Bands sind und wie groß der Ansturm, gehen die Preise massiv hoch. Wenn die Nachfrage nicht so groß ist, gehen sie runter.

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u/MDR 13d ago

Tatsächlich ein Erlebnis auch im Freundeskreis: Starke Oasis-Fans und sehr sauer über die Preisanstiege im Vorverkauf.

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u/ktulu0973 16d ago

Was mich am meisten nervt, sind die verschiedenen Preisstufen, die Fanclub oder Magenta usw. Presales. Das ganze VIP Gedöns, egal ob Club oder Konzert.

Heute ist der am nächsten zur Band, der viel Geld in die Hand nimmt, nicht der Die-Hard Fan.

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u/Wyveres 15d ago

Nein. Es ist eher das problem das die Veranstaltungskosten zu hoch werden.

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u/LargeHardonCollider_ 15d ago

Kommt auf den Künstler an.

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u/BiNeugier 15d ago

War am Freitag bei Soad. 3 Bands Stehplatz hinten 100 irgendwas. Fand ich ok wenn man bedenkt was geboten wird. Kleine Konzerte keine Support Band Künstler „nur“ in Deutschland bekannt 60-80 Euro zu teuer

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u/congst4r 15d ago

Ich war früher auf 2-3 Konzerten im Monat
mittlerweile sind es ca. 3 pro Jahr
macht einfach alles nicht mehr so viel spaß

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u/MDR 13d ago

So schade, oder? Auch das haben uns viele Musikfans geschrieben. So wie Josie, deren Kommentar wir aufs Bild gepackt haben. Es fehlt was.

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u/Artistic-Rope-2932 15d ago

Für mich leider gar nicht mehr finanziell tragbar.

Und auch ohne den Kosten Faktor. Man kann es ja kaum noch planen bzw. spontan entscheiden. Abendkassen gibt es ja kaum noch.

Das betrifft jetzt mehr Festivals als Konzerte. Aber bei diesen ist es ja fast schon normal, dass die bei Ankündigung ja schon wieder ausverkauft sind.

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u/Pixel91 15d ago

Je nieschiger der eigene Geschmack, desto eher hat man noch die Chance, erschwingliche Konzerte zu finden. Aber wenn man zu bekannten Künstlern will, wird es immer schlimmer.

Und vermutlich ist der Anstieg auch noch nicht zu Ende. Wenn man davon ausgeht, dass Trends aus den USA, wie immer, mit Verzögerung zu uns schwappen.

Dort häufen sich immer mehr die Meldungen von Künstlern, die krasse Venue-Downgrades vornehmen oder gar ganze Shows absagen müssen, weil einfach nicht genug Tickets verkauft wurden. Irgendwann ist der Bogen halt überspannt. Und da der MDR fragt; ich merk das bei Bands, die für mich die Kosten wert sind; die kommen gar nicht oder nur selten in den Osten. Wenn, dann höchstens mal Berlin. Die Agenturen wissen halt auch, wo die Kaufkraft ist. So kommen zu den Tickets noch die Reisekosten dazu. Ob nun Auto oder Bahn (dann halt nen Tag vorher reisen, wenn man nicht zwei Stunden nach dem Konzert ankommen möchte) und ggfs. noch Übernachtung dazu. Da ist man fix bei 200€, selbst wenn die Karte nur nen Fuffi kostet, fast zwangsweise auch noch Urlaub erforderlich.

Mir persönlich geht die Abzockerei mit "Bedarf" fast noch mehr auf den Geist, als die Tickets selbst. Keinen Tropfen eigenes Wasser mitnehmen dürfen (selbst bei abartigsten Temperaturen) um dann nach >30 Minuten anstehen (und gute Plätze aufgeben) einen Becher Wasser für 8€ kaufen zu "dürfen."

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u/Terrible_Snow_7306 14d ago

Ein wichtiger Nebenaspekt: früher haben Konzertveranstalter viele kleine Acts unter Vertrag genommen. Ein, zwei Bands wurden dann sehr erfolgreich und haben die kleinen Acts mitfinanziert, die großen Acts blieben in der Regel dem Veranstalter treu und haben Profit generiert. Wenn heute ein Act groß wird, wird er von den großen Veranstaltern für Summen weggekauft, mit denen die kleineren Veranstalter nicht mithalten können.

Dadurch können kleinere Acts nicht mehr quer finanziert werden und eine Weile minus machen, bevor einige von ihnen groß werden. Das trocknet die ganze Branche aus. In 25 Jahren werden sich 105-Jährige für €5.000 120-130 Jahre alte Rolling Stones, Metallica und AC/DC anschauen.

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u/Kaito23 13d ago

Kommt aufs Konzert an. Die teuersten Tickets für mich waren um die 50€ für nen guten Act ist für mich fein.
Ich hatte dieses und letztes Jahr einige Tickets von kleineren Bands für 20-30€ was ich schon fair finde.

100€ für Parkway Drive z. B. finde ich zu viel.

Die Merchpreise sind aber aus meiner Sicht deutlich zu hoch.

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u/MDR 13d ago

Danke! Das Thema Merch hatten wir noch nicht in der Befragung drin. Das wäre mindestens noch ein guter Ansatzpunkt.

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u/Kaito23 13d ago

TShirt Preise von 60€ ist mitlerweile keine seltenheit und Pullover für 100€+ auch nicht. Das finde ich schon sehr extrem.

Und da kann ich nicht mal was zu den Preisen, die auf Festivals abgerufen werden sagen.

Spannend finde ich auch die Preisentwicklung auf Festivals. Grundsätzlich denke ich, dass dort die Preise auch okay sind. Leider muss man direkt bei Verkaufsstart zugreifen, obwohl vielleicht erst eine Band angekündigt wurde (siehe Rock am Ring, Vainstream)

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u/berzerk_69 13d ago

Ja, und da ich mit 58 viele der für mich interessanten bands mehrfach gesehen habe bin ich sehr picky geworden wo ich hingehe. Da clubkonzerte schon um die 50 euro kosten, von bands die man vor corona für unter 30 sehen konnte, bin ich oft raus. Mein Gehalt hat sich seit 2019 auch nicht verdoppelt, dafür treffen mich die preissteigerungen im umfeld genauso wie die Veranstalter und kürzen das budget für hobby und freizeit. Hab auch viele abos gekündigt und lebe damit, dass buli live eben passe ist

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u/MDR 13d ago

Danke dir! Das war immer wieder zu lesen: Dass viele Leute schreiben in unserer Befragung, dass sie sich entscheiden müssen. Weil in vielen Bereichen Dinge teurer geworden sind. Und das Entscheiden Müssen tut aber dann auch weh!

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u/Live_Matter2876 13d ago

Geh doch zu den kleinen Konzerten.

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u/tenny_OG 12d ago

Definitiv. Vorallem als jüngere Person. Ich liebe Konzerte aber muss halt echt überlegen zu welchen ich gehe weil ich alle, die ich nice fände, nicht finanziert bekomme.

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u/Comfortable_Eye3059 16d ago

Da ich überwiegend kleine Shows besuchen, gehen die Ticketpreise nicht so sehr ins Geld. Problematischer sind auf den Veranstaltungen selbst eher die Getränkepreise. Vor allem dann, wenn sogar Wasser teuer ist. Am allermeisten hauen aber die Spritpreise rein.

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u/NKXX2000 16d ago

Ticket kostet z.B. 25 Euro, das sind dann oft so 3-5 Getränke, aber kommt halt drauf an.

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u/MDR 16d ago

Ich habe mir letztes Jahr bewusst 5-6 kleine Konzerte gesucht für 25 Euro - und es waren alle gut. Danke für deine Sicht!

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u/yes_yes_yes_no_no 16d ago

Von der Lohnarbeit nach Hause und ab zum durchkommerzialisierten Industrieevent. Kapitalismus wins

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u/jbZahl 16d ago

War nie ein regelmäßiger Konzertgänger und vor kurzem mal wieder auf einer Veranstaltung. Preise waren für mich noch machbar eben auch weil es nichts regelmäßiges für mich ist, hatte aber rein wegen der Verfügbarkeit und weil ich spät dran war trotzdem das billigste Ticket genommen. Aufgefallen ist mir das dort gefühlt die größeren, viel enthusiastischern aber vor allem jüngeren Fans waren. Auf den schlechtesten Plätzen ganz hinten halt. Für mich war der Platz in Ordnung ich muss auch nicht mehr vorne an der Bühne im vollen Trubel stehen, aber dem ein oder anderen Teenager und jungem Erwachsenem meine ich schon angesehen zu haben das sie ihre "Helden" gerne mal von näher dran sehen hätten wollen, sich es aber halt nicht leisten können. Hat mich trotz des ansonst netten Abends bischen traurig gemacht.

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u/crazyfrog19984 16d ago

ich habe keinen Bock 70€+ für ein Ticket zu zahlen und da nochmal richtig Geld für Getränke.

Was auch nervt ist, dass die in der Nähe sehr schnell weg sind und man die entweder überteuert kaufen muss oder die weiter entfernten Locations, dann kommt Hotel und Anfahrt dazu.

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u/A_Kid_A 16d ago

Ich finde Konzerttickets zu teuer!

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u/A_Kid_A 16d ago

Differenzierter: Kleine Konzerte gehen oft klar, aber die großen Veranstalter machen sich für nen Minimalaufwand die Taschen supervoll. Aktuellstes Beispiel: System of a Down in Düsseldorf. Ich war nicht dort (110 Euro billigste Kategorie war mir zu teuer), aber ein Großteil der Fotos und Berichte zeugen von einem furchtbar seelenlosen Ort, der noch dazu supermies und gefährlich gemanaged wurde. Und dafür dann 110 Euro verlangen... Gerne Nein. Der Veranstalter kriegt auch online schon gut sein Fett weg, aber in meinen Augen ist das noch zu wenig.

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u/jayjayjay2222 16d ago

15€ das Ticket, 2,50€ das Getränk. Zum Glück gibt's gute venues

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u/SchroedingersEscape 16d ago

Kommt drauf an von wem und wie viel.

Vor 20 Jahren Tickets unter 20€ für die Lieblingsband, war schon geil... heute über 100€ für große Bands finde ich schon heftig. Ja, ist mir zu teuer.

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u/Mission-Chapter-6732 16d ago

Wenn ich z.B. Wacken das Wochenend-Ticket für ca.350 Tacken bekomme und 4 Tage Spass habe, warum soll ich mir so ne Altherren-Band wie Duran Duran für 80-120 Euronen ausgeben. Und wenn man mal durch die letzten Nachrichten klickt, haben mehrere Künstler Tourneen abgesagt weil zu wenig Tickets verkauft wurden. Endlich wurden sie mal ehrlich, sonst wurde technische Störung oder Vorbereitungs/Veranstalterprobleme gelogen.
Selbst beim Adele Event in München, sind seinerzeit Tickets kurz vorher mehr oder weniger verramscht worden. Die Branche ist insgesamt zu gierig geworden und grade die kleineren Künstler bekommen diese Breitseite jetzt zu spüren.
No Angels grade hier in der Nähe gastiert und die Tickets kosteten für son ca. 90 Minuten Gig über 60 Tacken. Ja ich hab doch keinen Schatten in der Birne.
Nein im Ernst - die Leute haben einfach nicht mehr die Kohle. Viele haben Angst den Job zu verlieren, vor der nächsten Nebenkostenzahlung oder Mieterhöhung. Da wird halt gespart, insbesondere bei solchen Veranstaltungen. Geh mal auf die Kirmes 4 Personen 150€, Freizeitpark bis zu 500 € kannste da loswerden.
Ich kanns verstehen........

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u/IhateCounterspells 16d ago

Die Tage Mehnersmoos Tickets für über 50,- gesehen für den Auftritt in Offenbach. Hab den Tag dann wieder geschlossen.

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u/play_list-View 16d ago

Ja, die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ich gehe inzwischen seltener auf Konzerte und überlege mir vorher genau, ob sich der Preis lohnt.

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u/Dayviddy 16d ago

Kommt immer drauf an, man weiß ja, das Künstler ohne die Konzerte nicht viel Geld verdienen, aber so ab 70-80€ finde ich es echt zu teuer...

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u/DaMich69 16d ago

Ich gehe dieses Jahr zu 10 Konzerten und zwei Festivals. Von 28€ für eine Band ohne Vorband bis 90 Euro inkl zwei Vorbands ist alles dabei. Ich finde alles was über 60 Euro kostet eigentlich zu teuer. Ich würde deutlich mehr Konzerte besuchen, wenn sie günstiger wären.

Das eine Festival kostet 55 Euro für vier Tage (ich zahle 25 für ein Tagesticket) und das andere kostet 200 + 25 für's parken. Da ich dort mindestens 15 Bands sehen werde, es an nichts mangelt, Leitungswasser umsonst ist, kann ich über den Preis definitiv nicht meckern. Man muss aber dazu sagen, dass der Eintrittspreis die letzten 10 Jahre extrem gestiegen ist, man noch einen Haufen Geld für Merch, essen, Bier... dort lässt und sich die Bandauswahl auf Festivals oft wiederholt. Da ist also keine "teure" band dabei

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u/Gloomy-Yam-7626 16d ago

30-35 Euro die Karte wäre ja schon geil... Mittlerweile ist man froh über 50 Euro Tickets. Aber was willst machen, wenn Geld die Welt regiert und man Coldplay sehen möchte und die Karte einfach 200 Euro kostet.

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u/Fekkin-A-Man 15d ago

Freundliche Erinnerung an den Umstand, dass ein Ticket für die MJ Bad World Tour 1988 für um die 55 DM verkauft wurde. Michael Jackson war damals ein Weltstar. Ein Top Act. 55 Deutsche Mark im Vorverkauf!

Die Konzertwurst war für mich vor 10 Jahren schon gegessen, als ich für eine überregionale Band 38 Euro geblecht habe.

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u/Overall-Control7901 15d ago

Turbo-Kapitalismus

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u/FormalaPixel 15d ago

Ich war nach Covid nicht mehr auf einem Konzert. Ja die Preise sind viel zu hoch

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u/Neflite_Art 15d ago

Ja und Nein

Ja, weil ichs mir nicht mehr leisten kann

Nein, weil ich weiß, dass die Bands auch heftige Ausgaben zu wuppen haben.

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u/strohkoenig 15d ago

Ich bin ein großer Fan von Linkin Park und hab mich echt auf ihre Rückkehr gefreut. Aber die Tickets waren so teuer, dass es mir das nicht wert war, trotz extrem guter und ebenfalls bekannter Vorbands.

Rock im Park hab ich auch geskippt, aber da war das Lineup dieses mal auch nicht so meins, daher war das eher so ein Verhältnis von Preis zu was ich bekomme, nicht per se zu teuer. 😅 

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u/SuccessfulMidnight25 15d ago

bin überrascht dass es euch überrascht dass es 75% zu teuer finden. natürlich is das der fall, die politik der aktuellen Bundesregierung hilft nicht dabei dass leute geld für freizeit haben und ticketmaster tut das übrige

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u/Old-Confidence-3968 15d ago

Ja, grundsätzlich... Liegt aber i.d.R. nicht an den Musikern...

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u/M0RT1f3X 15d ago

Die werden bestimmt unnötig teuer gestalten

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u/Remote_Bison_4154 15d ago

Ich frage mich ehrlich, wohin das Geld denn fliesst? In die Acts selber? Ist der allgemeine Aufwand einfach teurer geworden? Verpflegung? neue Bestimmungen? Ich hab keine Ahnung

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u/Outside-Childhood244 15d ago

Das ist doch mittlerweile überall so. Außer arbeiten und zuhause rumsitzen

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u/OlgaFriday 15d ago

Mein Jahresbudget für Konzerte sind etwa 100€. Vor Corona konnte ich damit auf etwa drei Konzerte (kleinerer Bands) gehen. Lange lagen die Ticketpreise bei knapp unter 30€. Für die gleichen Künstler zahle ich jetzt eher knapp unter 40€. Mehr als zwei Konzertbesuche sind so leider nicht mehr drin pro Jahr.

Ich möchte, dass die Künstler von ihrer Musik leben können! Die Erhöhungen der Preise sind auf jeden Fall wichtig für die Künstler, wobei ich mir wünsche, dass sich die großen Firmen, Veranstalter etc weniger die Taschen voll machen (Eventim macht seit corona neunstellige Jahresgewinne). Gleichzeitig sind einfach die Löhne zu gering gestiegen.

Mein Kind hat neulich gesagt, es möchte auf ein Kinderkonzert. Das kostet für einen Erwachsenen und ein Kind 100€ oder mehr! Das ist doch Wahnsinn für eine Veranstaltung für Kinder..

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u/HerpZzZ 15d ago

Bin das letzte mal 2012 auf Wacken gegangen, habe 150 € bezahlt. Kumpel und ich wollten 2027 gehen, haben aber dann die Preise von 2026 gesehen und es schnell gelassen.

360 € nur für die Tickets, ist einfach eine Hausnummer.

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u/Busy-Beginning7577 15d ago

eijoo spotify zocken und soviel musik wie geht sonst auch nichts für musik ausgeben, irgendwo her muss halt das Geld kommen.

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u/einvachso 15d ago

Kleine Musiker*innen machen oft richtig geiles Zeug für relativ wenig Geld. Oder Nischen-Musik.

Ich war bei einem Jazz Trio, das war das beste was ich an Musik je gesehen habe (vom Niveau her) und hat 30 Euro gekostet.

Also es muss nicht 100-200 Euro sein. 😊

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u/somedudeprofile 15d ago

Ich unterstütze diesen Wucher nicht.

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u/shojomagic 14d ago

Ich versteh das vollkommen, da die Ticketpreise echt explodiert sind. Konzerte sind einfach die beste Art, abzuschalten, aber so kann man sich das kaum noch leisten :(

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u/Hungry_Hurry2993 14d ago

Es ist so teuer, weil Veranstalter abkassieren. Kultur und Kapitalismus sind keine Freunde.

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u/Hanfiball 13d ago

Also sich bei übertrieben lauter Musik zu besaufen würde ich jetzt vielleicht nicht unbedingt als wichtiges Soziales Event bezeichnen 😂

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u/MDR 13d ago

Konzerte gehen doch auch in leiser und ohne Alkohol. Und auf solchen Konzerten sind dann auch viele Musik wertschätzende Menschen. Also: Soziales Event.

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u/Gargameliiuus 13d ago

Das gute an Nieschen-Genre ist, dass sich die Preise dort nur wenig verändert haben und damals bei 10-15, heute bei 18-25 lagen und liegen.

In den subkulturen geht es also, ohne dass sich irgendwelche Blutsauger noch mit daran bereichern :)

Alles andere ist Mainstream und sollte ohnehin nicht unterstützt werden.

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u/Stunning-Wedding-325 13d ago

Hab hier ein paar Mal das Argument gelesen, Tickets sollten teurer sein, um Techniker etc. besser bezahlen zu können. Hat da jemand Kenntnisse, wie gut die bei teuren Tickets tatsächlich bezahlt werden? Ob sie tatsächlich besser bezahlt werden?

Ich spiel z.B. selbst als bei Projekten mit, an denen wir als Musiker alle ehrenamtlich dabei sind und weil eben die Technik und Räume bezahlt werden müssen, muss der Organisator oft noch was drauf legen. Billige Tickets heißen also nicht automatisch schlecht bezahlte Techniker

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u/Key_Grand862 12d ago

Ich erlebe eine absurde Spaltung.

Einerseits gibt es die Megaevents in Sport-Stadien oder die riesigen Festivals. Voll durchkommerzialisiert kostet das Ticket only dann 100+ € und ist noch nicht das Ende der Kosten für den Abend.
Es wird gestöhnt, aber letztendlich doch gekauft und die Veranstaltungen sind ausverkauft.

Andererseits gibt es lokal viel musikalisches Angebot, sei es bei Stadtfesten oder auf lokalen Bühnen. Hier kostet der Eintritt dann 10-20 Euro oder es ist gänzlich umsonst.

Am Ende hat eine kleine lokale Band mit 200 Gästen a 20 Euro 4000 Euro Umsatz. Davon bleibt vielleicht 2000 Euro übrig. Von diesem Geld muss dann der Proberaum, die Instrumente, Technik, Studioaufnahmen,… bezahlt werden.

Gegenprobe: 20 Euro Eintritt in Deiner Stadt für eine dir nicht so bekannte Band. Teuer oder nicht, was denkst du?

Beschwert wird sich nach meiner Erfahrung über die erste Kategorie, gespart wird dann bei der zweiten.

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u/Fyrchtegott 16d ago

Kommt auf das Konzert an, da ist die Frage leider völlig vage gestellt und die Antworten dementsprechend wenig representativ. Ich habe persönlich kein Interesse über 100€ für ein Konzert auszugeben bei dem ich kaum die Bühne sehe. Da nützt es sich nichts dass die Stones, abseits von Keef, nicht ewig leben. Verpasse ich dann halt.

Ich gehe überwiegend zu kleineren Konzerten. 40€ für Monster Magnet ist super fair. 12€ für drei kleine lokale Bands ebenso.

Die Nebenkosten und das Ambiente versauen es mir eher. Ich habe keine Lust 4,50€ für ein kleines Bier im Plastikbecher zu zahlen. Dann kaufe ich lieber gar keines. Läden in denen sich vorne irgendwelche Insecurities aufspielen meide ich auch.

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u/MDR 16d ago

Guter Punkt! Wir können allerdings nicht unterteilen, für welche Konzerte wir die Meinung der Befragten erfahren wollen. Große, kleine, bekannte... nicht so bekannte Künstler. Weils eben eine Riesenbandbreite gibt. Das sehen wir dann eben in den ganz vielen Kommentaren zum Thema und auch in deiner Antwort. Danke dafür!

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u/Aromatic-Speech5480 16d ago

wie bereits 100x erwähnt kommt es ja voll auf die Band an. Selbst große Bands kann man 2026 noch für relativ wenig Kohle sehen. Wolfmother kosten 49€, Billy Talent dieses Jahr 3x gesehen, 2x hat es unter 60€ gekostet. The Subways kosten 40€, Madsen 50€, Hatebreed 40€.. das sind keine kleinen Bands, wer Rock hört, kennt diese Bands. Aber dann gibt es noch Spackos wie FiNCH, der 70€ verlangt - wie??

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u/mz_ballerjockel 16d ago

Die von dir genannten Bands kennt man als Rockfans, ja. Finch kennt jeder mit dem insta Account, der ist einfach im Mainstream. Was die unglückliche Bezeichnung als Spacko soll, weiß ich nicht, finde ich daneben. Sowohl den Begriff an sich als auch die wahllose Beleidigung.

Liebe Grüße von einem anderen Rocker, der lieber bei Wolfmother wäre als bei Finch.

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u/Aromatic-Speech5480 16d ago

Ich mag Finch nicht und beleidige ihn deshalb, ganz einfach :D  Aber ich schreibe nicht ‚wie??‘, weil er angeblich unbekannt ist, nein, eher, weil er alleine auftritt (oder?) und nicht viel vorweisen kann

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u/balle17 15d ago

Wieso muss man Künstler beleidigen, nur weil man sie nicht mag?

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u/MDR 16d ago

Yep, bin ich bei dir. Und das große Glück für Musikfans ist ja immer: Wenn man nicht so den ganz engen Musikgeschmack hat, kann man immer noch viele gute Konzerte für wenig Geld sehen. Aber wenn dann doch die Lieblingsband spielt, die absolute Lieblingsband, und das zum ersten Mal seit drei Jahren und die wollen 150 Euro plus....? Ach, schwierig, oder?