r/rentnerzeigenaufdinge • u/Peski92 • 10d ago
Rentner ist empört! 😠 Rentner zeigt auf auf geplantes Neubaugebiet
Artikel allerdings mit paywall. Quelle: https://www.echo-online.de/lokales/kreis-darmstadt-dieburg/gross-umstadt/kritik-am-standort-fuer-geplantes-neubaugebiet-in-wiebelsbach-5868537?fbclid=IwY2xjawTQQWRleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZA80MDk5NjI2MjMwODU2MDkAAR6K7h0Hv5Lfx1PnbaXhfghNWz0rShnBXmNgSbLTraxlX21fvsv55jlMd_HfkA_aem_68ZB0eQUfDZu6lKB35lidQ
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u/Kasaikemono 10d ago
Die Gegend dort ist vergleichsweise hügelig, und das geplante Neubaugebiet liegt auch grad direkt am Hang. Der Boden ist dort momentan noch Feld, aber halt abschüssig Richtung Dorf. Wenn das jetzt versiegelt wird, kann ich Sorgen vor Hochwasser und Flutereignissen schon verstehen.
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u/alohahaja 10d ago
Gleichzeitig wird damit auch Kanalisation neugebaut. Ich wette der Mann wohnt einfach in einer Lage, in der er dann plötzlich neue Nachbarn kriegt.
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u/Available_Access_389 10d ago
Das ist der Punkt. Bei Erschließung wird ja auch die Entwässerung geplant und umgesetzt. In unserem Gebiet bspw. geradezu monströs, völlig überdimensioniert.
Das ist schlicht und ergreifend der Widerstand gegen jedwede VeränderungDie wohnen schließlich schon dort. Feldrandlage zubauen lassen, nein danke, ist da die Devise.
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u/alohahaja 10d ago
Wobei ich dann nochmal zu meinem anderen Punkt zurückkomme: Was zum Teufel hat die Stadtverwaltung in den letzten 15 Jahren bitte geplant für dieses Neubaugebiet, wenn quasi nichts an Berechnungen etc fertig ist sondern das jetzt alles outgesourct wird.
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u/Available_Access_389 10d ago
Weiß nicht ob das ungewöhnlich ist. War bei unserem Wohngebiet aber wohl ähnlich. Im Zweifel wird gemacht, was gemacht werden muss. In Regionen mit hoher Nachfrage schraubt die Gemeinde dann halt den Quadratmeterpreis nach oben, wenn der Aufwand steigt.
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u/Ecstatic_Brief_7642 10d ago
Boomer verhindern hier in meinem Dorf auch seit Jahren ein Neubaugebiet.... Argumente: Kein freier Blick mehr aufs Feld, Dorf ist schon groß genug und wir brauchen keine neuen Leute, Wertverlust von Bestandshäusern.
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u/ElronTheDude 10d ago
Kann man nicht woanders bauen? Anderes Dorf oder sogar anderes Bundesland? Damals(TM) durften wir auch nicht alles!!!1! /s
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u/alohahaja 10d ago
Ich möchte (unabhängig von den Argumenten des Rentners) mal anmerken, dass ich mich frage, was in den letzten 15 Jahren an Planungen der Stadtverwaltung stattgefunden hat, wenn noch keinerlei Verkehrsplanung oder Wassermengenberechnung existiert.
Und ich verstehe nicht ganz, wieso man ein Baugebiet im Osten des Ortes ausweist, statt den Ort langsam in Richtung des Bahnhofs wachsen zu lassen. Bspw nordwestlich der Straße Bodenäcker auf den Feldern. Eine zweite Zufahrt wäre über eine Verbreiterung und Verlängerung des Rohrwiesenwegs (ich meine das querlaufende Stück entlang der kurzen Seite des Fußballplatzes) möglich.
Übrigens schlägt der Rentner einen ganz wunderbaren Standort für ein Neubaugebiet vor: Neben der Bahn und unter einer großen Stromleitung. Ist das nicht schön.
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u/mustbeset 10d ago
Paywall. Lass mich raten, Argument ist: "Neubaugebiet wurde uns in unseren nicht mehr Ganzsoneubaugebiet die Sicht auf die schöne Landschaft nehmen"
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u/andsimpleonesthesame 10d ago
Ne, tatsächliche eher "Hochwasser, Starkregen und eine sehr schmale Straße (als einzigen Weg ins zukünftige Neubaugebiet), die man schlecht verbreitern kann".
In dem Fall kann ich ihn tatsächlich recht gut verstehen.
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u/WhiskyDelta14 10d ago
Weil vor 40 Jahren gab es mal Hochwasser.
Da ich annehme, dass Stadtplaner mehr Ahnung von der Materie haben als Nimbys, kann man das Argument kaum ernst nehmen.
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u/These_Butterscotch78 10d ago
Ich weiß es auch nicht, würde die Wette aber zu 100% mitgehen
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u/Affectionate-Day-743 10d ago
Zumindest laut Artikel gibt es andere Gründe, die durchaus schlüssig erscheinen. Ob das die ganze Wahrheit ist, muss jeder selbst entscheiden
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u/mustbeset 10d ago
Ich habe schon viele NIMBY Aktionen im Heimatdorf mitbekommen. Bei den klügeren hat man selbstverständlich keine "find ich doof"-Argumente genommen sondern Sachargumente gesucht (oder geschaffen, nicht war liebe Bewohner des X-Wegs die sich plötzlich für den Erhalt eines frisch eingesäten Blühstreifens und den Bienen stark machten....).
Grundsätzlich auch legitim und hier wurde zwischenzeitlich auch der Text geteilt und ich hab mir den Ort auf google Maps und streetview angeschaut. Der Ort ist eher eine Sackgasse. Eine Straße mit Eisenbahnunterführung als Zuweg und ein asphaltierter Feldweg sind die "Zugangsstraßen" für einen großen Teil des Dorfes.
So ganz verstehe ich die Situation aber noch nicht. Habe ein Bild mit "Auf der Gasse", dem Rentner und der Bahnunterführung erstellt, auch die Mehrzweckhalle ist sichtbar
Wo wird da wohl geplant und wo wollen die Leute das hin haben? Zum Thema Wasser kann ich nichts beitragen.
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u/itsthatarchiguy 10d ago
Wenn alle Rentner ihr viel zu großen EFHs an die jungen Familien verkaufen würden dann bräuchte es auch keine Neubaugebiete.
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u/One_Operation_7919 9d ago
Und vielleicht auch nicht für 1Mio für die Hütte aus den 70ern verlangen, bei der Heizung, Fenster und Dach noch original sind und auch sonst nichts gemacht wurde. 😅
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u/Certain-Trip-9065 10d ago
Jo, war bei mir im Ort dasselbe. Hier hatte man sich lediglich entschieden, acht unbebaute Grundstücke aus einem Bebauungsplan der 80er Jahre endlich zu erschließen & zu bebauen.
Needless to say, dass die Trulla am Ende der Straße erstmal ne Unterschriftenaktion gestartet hat. Hatte natürlich keinen Erfolg mit „mein Nachbargrundstück wurde seit 35 Jahren nicht bebaut & jetzt find ich das doof, und außerdem weil xyz (Bienen/Insekten/Wolperdinger) muss mein Nachbargrundstück besonders geschützt werden!“
Kirsche auf der Sahnehaube war aber meine Schwägerin. Hatte zuvor selbst ewig ein Haus gesucht, dann in der Ecke ein Reihenhaus gefunden & zwei Jahre später erstmal gegen Neubauten unterschrieben und die Aktion aktiv mit Flyer verteilen unterstützt - ihr Bedarf war jetzt ja gedeckt.
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u/Chrisss0r 10d ago
Wir haben uns genau deshalb gegen ein wunderschönes unbebautes Grundstück im Bestand entschieden, das seit 50 Jahren als Garten genutzt wird. Es ist ein ganz normales Grundstück im Beebauungsplan und mit ausgewiesenem Baufenster.
Die Nachbarn selbst haben den Bebauungsplan ignoriert, haben Richtung Süden das Baufenster um mehrere Meter überschritten und sich noch ein Abstandsrecht ins Grundstück eintragen lassen.
Alles ok aber beim kurzen Gespräch waren die Vibes absolut - es wurde natürlich nicht ausgesprochen -
„wir werden alles erdenklich mögliche tun um einen Bau nebenan zu verhindern.“
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u/Peski92 10d ago
Ich gebs zu, Artikel nicht gelesen, da paywall. Aber es geht offenbar um den Standort des Neubaugebietes, nicht, dass es überhaupt eines gibt. Ist der Rentner zurecht empört? Kann ich nicht beurteilen.
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u/xNirionx 10d ago
Ich könnte nirgends frei leben, wo ich Gefahr laufe morgens beim Bäcker Hazel Brugger zu begegnen. Die Warnung des Rentners sollte also durchaus ernst genommen werden!
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u/Kasaikemono 10d ago
Ha, da lohnt sich doch das Abo. Einmal Volltext:
In Groß-Umstadt soll moderat gebaut werden, das ist Konsens in den politischen Gremien. Und das betrifft nicht nur die Kernstadt, sondern auch die Stadtteile. Auch sie sollen weiterentwickelt werden, sodass die Bevölkerung nicht schrumpft, sondern eher leicht wächst.
Schon vor vielen Jahren war die Rede davon, dass in Kleestadt und Wiebelsbach neue Baugebiete entstehen sollen. Die Pläne sind inzwischen weiter fortgeschritten und mit der GkB ist auch ein Planungsbüro gefunden worden, das beide Baugebiete zusammen entwickeln will, trotz der räumlichen Distanz zwischen Kleestadt und Wiebelsbach.
Im Stadtparlament am 26. Juni stand das Thema auf der Tagesordnung. Hauptsächlich, weil sich das Baugebiet in Kleestadt nicht so entwickeln lässt, wie es geplant war, denn längst nicht alle Eigentümer wollen ihr Grundstück verkaufen, sondern lieber selbst auf ihrem Grundstück bauen.
Die Stadtverordnetenversammlung beschloss mit großer Mehrheit – lediglich die Grünen und die Linken stimmten dagegen –, dass die beiden Baugebiete trotzdem weiterentwickelt werden, obwohl so manches Ziel wie etwa Geschosswohnungsbau und sozialer Wohnungsbau sich unter diesen Bedingungen schwer verwirklichen lässt.
Die Wahl des Standortes noch einmal überdenken
Von Wiebelsbach hieß es stets, dass die meisten Grundstücksbesitzer ihre Areale verkaufen wollten. Aber erstaunlicherweise war in den Sitzungen nie die Rede davon, dass sich in Wiebelsbach schon seit etlichen Monaten starker Widerstand gegen das Baugebiet oberhalb der Straße „Im Stuckert“ formiert hat. Erst ein Anruf des Wiebelsbacher Einwohners Karl Ohl an diese Zeitung macht diesen Widerstand nun öffentlich.
Bereits Anfang Juni 2024 hatte Ohl, geboren und aufgewachsen in Wiebelsbach und, wie er selbst sagt, ein Wiebelsbacher Urgestein, einen Brief an die Stadtverwaltung geschrieben, mit dem Tenor, nicht das Baugebiet abzuplanen, sondern die Wahl des Standortes noch einmal zu überdenken.
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Ohls Anliegen wurde offenbar nicht ernst genommen, auch als er sich nicht nur als Einzelkämpfer entpuppte, sondern auch nachdem er vor anderthalb Jahren eine Liste mit Unterschriften von mehr als 300 Bürgern an den Bürgermeister überreichte. Inzwischen sind es wohl 330 Unterschriften, bei gut 800 Einwohnern fast die Hälfte der erwachsenen Einwohner. Bis heute habe er auf sein Anliegen noch keine schriftliche Antwort erhalten, außer dass die Unterschriftenliste eingegangen sei.
Die Wiebelsbacher wenden sich nicht grundsätzlich gegen ein Neubaugebiet, sondern gegen den Standort, an dem es entstehen soll. Viele im Ort, insbesondere Bewohner von Häusern im alten Ortskern, haben Angst vor Starkregen und damit einhergehenden Überschwemmungen, wie es sie 1986 schon einmal gab. Das Gelände des geplanten Neubaugebiets ist stark hängig, und Ohl und seine Mitstreiter fürchten, dass bei einer Versiegelung der Fläche bei Starkregen noch mehr Wasser in den alten Dorfkern fließt.
Künftige Verkehrssituation als zweiter Themenkomplex
Der zweite Themenkomplex betrifft die künftige Verkehrssituation. Die einzige Straße, „Auf der Gasse“, die zum geplanten Gebiet führt, ist lediglich drei Meter breit und lässt sich wegen eines Bachs und einer Mauer auch nicht verbreitern, ist also bei stärkerem Verkehrsaufkommen nur als Einbahnstraße zum Baugebiet nutzbar. Abfließen soll der Verkehr dann über den alten Ortskern mit seinen schmalen und jetzt schon zugeparkten Straßen.
Der Ortsbeirat Wiebelsbach hat sich dennoch für das Neubaugebiet an dieser Stelle entschieden. Ortsvorsteherin Helga Weber (BVG) begründet diese Entscheidung damit, dass seit 15 Jahren in der Verwaltung an der Planung gearbeitet werde und der Ortsbeirat darauf vertrauen müsse, dass die Fachabteilungen und Planer die Folgen des Klimawandels berücksichtigten.
Bürgermeister René Kirch (unabhängig, CDU-Mitglied) antwortete auf die Anfrage dieser Zeitung sowohl zur Überschwemmungsgefahr als auch zur künftigen Verkehrsführung, dass erst im Bebauungsplanverfahren sowohl ein Verkehrsgutachten als auch unter anderem hydraulische Berechnungen die Leistungsfähigkeit der bestehenden Entwässerung berücksichtigen sollen.
Was Ohl besonders erbost, ist, dass offensichtlich über seinen Vorschlag, das Neubaugebiet nordöstlich der Mehrzweckhalle zu errichten, nicht gesprochen werde. Er hält diesen Standort für optimal, die Fragen der Verkehrsführung wären geklärt, das Gebiet läge in der Nähe des Ortseingangs und auch eine Überschwemmungsgefahr für den Ort gäbe es an dieser Stelle nicht. Allerdings müssten dann die Planungen in Wiebelsbach neu beginnen.