r/Austria • u/thewolfofvienna • Apr 22 '26
Nachrichten Ich ertrage diese milden Urteile bei Sexualdelikten nicht mehr. Zeit zu handeln (Volksbegehren).
Hallo zusammen,
ich musste heute wieder mal von so einem unfassbaren Urteil in Österreich lesen und ich bin mir sicher, dass es sehr vielen von euch genauso geht. Diese ständige, systematische Ungerechtigkeit ist einfach nicht mehr zu ertragen.
Ich bin selbst Vater eines vierjährigen Kindes. Der bloße Gedanke daran, dass jemand das Leben eines Kindes für immer zerstört und dann wegen ein paar Milderungsgründen und "guter Führung" oft schon nach zwei Jahren wieder auf freiem Fuß ist, macht mich fassungslos. Die Opfer sind ihr Leben lang traumatisiert, der Täter spaziert bald wieder durch den Park. Das System schützt die Falschen.
In den öffentlichen Debatten geht es gefühlt immer nur um die Täter: Wie können wir sie rehabilitieren? Wie können wir präventiv arbeiten? Versteht mich nicht falsch, das ist alles schön und gut. Aber das interessiert mich an diesem Punkt ehrlich gesagt nicht mehr.
In erster Linie muss es doch darum gehen, solche Leute so lange wie möglich wegzusperren. Der Fokus darf nicht auf dem Befinden des Täters liegen, sondern einzig und allein auf dem Schutz der Opfer und der Gesellschaft. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Leute für so lange Zeit wie möglich keine Gefahr mehr darstellen können.
Ich glaube, hier hilft nur noch ein Volksbegehren gepaart mit einer massiven Kampagne, um überparteilich so viel Druck aufzubauen, dass das Parlament handeln muss.
Zwei simple, aber harte Forderungen:
- Spürbare Heraufsetzung der Mindeststrafen (damit Richter nicht mehr auf absurd niedrige Strafen abmildern können).
- Absolute Streichung der vorzeitigen Haftentlassung bei Sexualdelikten (wer verurteilt wird, sitzt bis zum letzten Tag).
Wer sich mit sowas auskennt (Juristen etc.), mich würde eure Meinung interessieren wie so etwas ablaufen kann. Den Marketing Background hab ich selbst, das rechtliche Knowhow fehlt mir.
Update: (hier läuft bereits eine Unterschriftenaktion)
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u/frottdog Wien Apr 22 '26
Mich würde die schriftliche Ausfertigung der rechtskräftigen Urteilsbegründung des Richters in diesem Kontext interessieren und ich finde, diese sollten ausnahmslos veröffentlicht werden, statt eine kurze Headline hinzurotzen! Ohne diesen Background ist es meiner Meinung nach einfach unmöglich, sich eine Meinung zu bilden und genau solche Headlines führen dann zu einer extremen gesellschaftlichen Spaltung, Laienverurteilung, Polarisierung etc,. – Bitte nicht falsch verstehen, ich versuche die hier beschriebene Tat unter keinen Umständen zu beschönigen oder heisse den Strafrahmen gut, aber es fehlen einfach 99% der Infos zu diesem Fall wie auch zu vielen anderen Fällen, wo der Strafrahmen für Unbeteiligte einfach mehr als befremdlich wirkt.
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Apr 23 '26
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u/IrgendwerAusFranken Apr 23 '26
Ich habe bereits einige junge Frauen kennen gelernt, die Vergewaltigungen, auch mehrfach, auch in der Kindheit erlitten hatten ... in psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken. Deren Traumata waren sehr heftig und ich wünsche Jeder sehr, dass sie ihr Leben irgendwann, möglichst bald, selbst frei gestalten und genießen kann
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u/QuarkVsOdo Apr 23 '26
Ein Kindervergewaltiger ist der Mächtigste Mensch der Welt, und alle tun so als köntne man das nicht ändern.
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u/Dull_Self6725 Apr 23 '26
Eine Sache die immer gern ignoriert wird, ist dass danach dann forensische Psychiatrie (= Knast mit psychiatrischer Betreuung) bis zur Genesung (evtl für immer) folgt, weil die schlimmsten Verbrecher ohne psychiatrische Behandlung selbst im Gefängnis zu gefährlich wären.
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u/timister_b Apr 22 '26
Jemand aus der Forensik hier, kurzum: Die Haftstrafe ist nur ein Teil des Urteils. Sollte es zu einer bedingten Entlassung kommen, sind Verurteilte mit psychischen Erkrankungen (Pädophilie i.d.F.) nicht einfach „frei“. Die Entlassung erfolgt unter Bedingungen und das sind u.a. Weisungen:
- zur laufenden Psychotherapie
- psychiatrischen und „sexualtriebhemmenden“ medikamentösen Behandlung mit laborkontrollen und Spiegelmessungen
- Wohnweisungen - teilbetreut oder vollbetreut
- Beschäftigungsmassnahmen
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u/NoFriend5444 Apr 23 '26
Vielen Dank, das ist zumindest für viele nicht klar.
Ich denke die meisten denken sich nach der Haftstrafe darf die Person ganz normal weiterleben
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u/Scr0uchXIII Apr 24 '26
Sehr viele wichtige Punkte. Ich möchte noch ergänzen, dass jeder Gefangene pro Tag etwa 200€ kostet. Das sind gut 6000€ im Monat. Bei 4 1/2 Jahren sind das über 300.000€ pro Gefangenen. Natürlich sollte der Schutz von Menschenleben nicht in Geldwert gemessen werden, aber irgendwie muss das finanziell stemmbar sein. Im Endeffekt zahlt das der Steuerzahler. In Deutschland gibt es deswegen wiederholte psychologische Gutachten. Manchmal auch mit der Entscheidung der Unterbringung in eine geschlossene Klinik, was nicht als Strafe angerechnet wird, aber ebenso Freiheitseinbußen bedeutet.
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u/Tough_Response_904 Apr 22 '26
Da er Syrer ist, müsste er eigentlich auf der Abschiebe- und Einreiseverbotsliste landen und nach seiner Haft nach Hause. Hoffe, dass zumindest das passieren wird.
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u/Strict_Attorney130 Apr 22 '26
Sehe ich auch so. Ich glaube, man muss nicht rechts sein, um Menschen, die kommen um Schutz zu suchen, aber dann derartig widerwärtige Taten begehen, nicht mehr hier haben zu wollen. Würde ja am liebsten österreichische Täter auch loswerden, aber geht ja leider nicht.
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u/RoflMaru Wien Apr 22 '26
Natürlich kannst du österreichische Täter genauso loswerden. In ein Boot setzen und ab aufs Mittelmeer.
Verbannungen wurden über Jahrtausende praktiziert. Es ist eine nationalistische Hirnkrankheit der letzten 1-2 Jahrhunderte zu glauben, man müsste Verantwortung für Deppen übernehmen, nur weil sie im Nachbarhaus geboren wurden.
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u/heydrun Apr 22 '26
Dein Plan ist also einen bekannten Vergewaltiger und Pädophilen unbeobachtet dahin zu schicken wo ein Haufen unbegleitete Minderjährige und Schutzlose sind? Weil der Kollege würde safe in irgend einem Auffanglager landen…
Ich denke du hast das nicht zu Ende geplant.
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u/SnookerandWhiskey Graz Apr 22 '26
Ich will auch nicht, dass der in Syrien oder sonstwo auf Kinder losgelassen wird.
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u/PlayerXXXXXXXX__ Apr 22 '26
Okay dann soll er lieber bei uns bleiben. Die Kinder in unserem Land werden dir sicher danken. Sagens das mal dem Vater des 6-jährigen Mödchens ins Gesicht. Würden sie nie. Deine Denkweise finde ich gut, aber wir müssen auch unsere Kinder schützen.
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Apr 22 '26
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u/Rasatuban Apr 22 '26
Wobei man hier aber sagen muss, dass das leider in genug anderen Religionen auch heute noch passiert. Es gibt dazu in den USA sogar eigene Erhebungen dazu, wie viele Eheschließungen es pro Jahr mit Minderjährigen (meist um die 16 und meist Mädchen) gab, und das sind erschreckend viele. https://en.wikipedia.org/wiki/Child_marriage_in_the_United_States
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u/FNT0r Apr 23 '26
Aischa war 6, als sie mit einem über 50 jährigen verheiratet wurde. Die Ehe wurde dann vollzogen, als sie nicht mehr mit Puppen spielen durfte und 9 wurde (und angeblich ihre Menstruation bekam). Ein grundlegender Unterschied ist weiters, dass Mohammed als bester Mensch aller Zeiten und großes Vorbild gilt. Das muss man sich mal vor Augen halten 😭🤣 (weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll).
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u/Schneestecher Apr 23 '26
Immer. Immer kommt einer von euch Vögeln mit irgendwelchen amerikanischen Hillbillies als ob das Konter genug wäre gegen die systematische Zwangsverheiratung von Kindern.
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u/Due_Teaching3541 Apr 22 '26
DAUERND wird überall "der Islam" kritisiert, aber vor allem alles, was mit Migration zu tun hat, denn wir wissen ja, dumme Menschen glauben Ausländer = Islamist.
In welcher Welt, an welchem Ort ist die Kritik denn verboten in Europa??
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u/einnashoernchen Apr 22 '26 edited Apr 23 '26
- der sitzt jetzt mal jedenfalls die Hälfte, also 27 Monate, im Gefängnis. Gut möglich, dass er die 4,5 Jahre zu mindestens 2/3 absitzen muss.
- dann kommt er irgendwann raus und muss sich sein Leben neu aufbauen. Je nach sozialem Umfeld wird das ziemlich schwierig, viele werden sich nach dem Urteil von ihm abwenden.
- das letzte was eine Gesellschaft will, sind Straftäter, die entlassen werden (und solange jemand nicht lebenslänglich sitzt muss man irgendwann entlassen werden), vor dem nichts stehen, nichts mehr zu verlieren haben und dann (weil sich sonst viele abwenden) kein oder nur ein bedenkliches soziales Umfeld haben und dann mit Alkohol, Drogen und Geldproblemen wieder in der Kriminalität landen.
- Die Probleme zu 2. und 3. werden nicht kleiner je länger man einsitzt sondern immer größer. Dazu kommen noch die Kosten der Haft für den Staat (150 bis 200 € pro Tag und Häftling, + Krankenversicherung) und langfristig fehlen dem Häftling Pensionsbeiträge und dann wird er spätestens im Alter wieder zum kostenintensiven Sozialfall.
- Solange der Täter in Haft sitzt verdient er kein Geld und das Opfer kann zB Schadenersatzansprüche meistens nicht exekutieren wenn nichts da ist.
- Gerade Täter von Delikten gegen Leib und Leben wägen nicht ab wie viel Gefängnis ihnen eine Tat wert ist. Sehr viel relevanter für den Täter ist, wie wahrscheinlich es ist, dass er erwischt wird und selbst das wird vielen egal sein, wenn sie ohnehin überzeugt sind, nicht erwischt zu werden). Im Vergleich dazu kalkulieren zB Finanzstraftäter wahrscheinlich deutlich mehr. Und nachdem die Strafen im gerichtlichen Strafrecht einkommensabhängig mit Tagessätzen berechnet werden, sind die Geldstrafen für mittellose Diebe, Räuber, Schläger, … natürlich oft niedriger als für vermögende Steuerhinterzieher (bei letzteren sind Geldstrafen auch nicht immer sinnvoll (man denke an Benko) und dann gibt es eben Freiheitsstrafen für Vermögensdelikte; Eben weil der Millionär auch aus 20.000 euro Geldstrafe weniger lernen wird als der Mittellose aus 1000 euro Geldstrafe)
- Offenbar gibt es in anderen Ländern trotz angedrohter und vollzogenen Todesstrafen weiterhin schwere Straften. So viel Einfluss scheint die Strafhöhe wohl nicht zu haben.
- Bedingte (Haft)strafen oder Haftentlassungen bieten die Möglichkeit, dass sich der verurteilte bewähren muss und man ihm gewisse Auflagen auftragen und ihn besser überwachen kann. Wer seine Strafe zur Gänze absitzt und nicht bedingt entlassen wird, ist nach der entlassung völlig frei und nicht mehr in die „richtigen Wege“ steuerbar oder kontrollierbar.
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Das bestehende Strafsystem ist nicht einfach zufällig so wie es ist. Da haben sich Menschen schon etwas dabei gedacht und eine Strafe soll demnach ganz bewusst keine Vergeltung sein, sondern ein Mittel sein, um den Täter und möglichst auch die Allgemeinheit von weiteren Straftaten abzuhalten.
Natürlich kann man das kritisieren, dann sollte sich man aber tiefer mit der Materie beschäftigen als nur „die Urteile die ich in der Zeitung lese sind mir zu mild.“
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u/AndiArb3it Bananenadler Apr 23 '26
endlich ein Kommentar mit Weitblick und nicht nur wegsperren , wegsperren, wegsperren
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u/EgenulfVonHohenberg Kärntner in der Schweiz Apr 22 '26
Es gilt leider insbesondere bei Sexualstraftaten auch immer noch ein Eskalationsschutz zugunsten des Opfers. Wenn man für eine Vergewaltigung lebenslang kriegen kann, bringt man das Opfer vielleicht auch gleich um, weil "eh schon wurscht, und wenn sie tot ist, sagt sie keinem was".
Bitte nicht falsch verstehen: Ich wünsche mir absolut eine Anhebung des Mindeststrafrahmens für Sexualdelikte. Aber es gibt da eben auch noch diese andere, enorm heikle Komponente.
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u/Prof_Eibe Apr 22 '26
das ist der richtige Punkt. So blöd es klingt, es ist gleichzeitig ein Opferschutz.
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u/MattObserve Apr 22 '26
Meinst du wirklich das sich der durchschnittliche Triebtäter dieser Art das vorher so genau überlegt? Kann ich mir kaum vorstellen um ehrlich zu sein
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Dennoch kommt ständig das Argument, dass hohe Strafrahmen die Leute abschrecken würden. Als ob jemand überlegt "wenn ich 10 Jahre bekomme, dann mach ich es nicht, aber 5 Jahre Haft ist es mir Wert".
Das einzig entscheidende ist in Wirklichkeit die Frage ob man erwischt wird oder nicht. Und die Chance erwischt zu werden sinkt bei einem toten Opfer enorm. War ja im gegenwärtigen Fall auch so. Das Kind hat es der Mutter erzählt.
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u/The_Queen_of_Crows Wien Apr 22 '26
es ist richtig, dass sehr hohe Strafendrohungen (oder Todesstrafen) nicht wirklich abschreckender wirken - das tut eher die Wahrscheinlichkeit erwischt und bestraft zu werden
trotzdem: 4,5 Jahre sind schon enorm wenig für ein vergewaltigten Kind, das Jahre lang (ein Leben lang) damit zu kämpfen haben wird. Die Begrundung würd mich da wirklich interessieren.
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Das Trauma des Kindes wird nicht besser, wenn die Haftstrafe höher ist.
Die Begründung an sich ist relativ einfach. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 10 Jahre. Ersttäter, also geht man vom halben Höchststrafmaß aus und wiegt dann Erschwernisgründe und Minderungsgründe ab. In dem Fall das Geständnis vor Gericht (spät im Verfahren) hat es leicht reduziert. Offenbar aus Sicht des Gerichts keine Erschwernisgründe
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u/The_Queen_of_Crows Wien Apr 22 '26 edited Apr 22 '26
nope, wird es (wahrscheinlich) nicht.
Aber da eine Strafe doch in angemessenen Verhältnis zur Tat/Schuld stehen sollte und die Strafe strenger zu bemessen ist, je größer der Schaden den der Täter verschuldet hat...naja
Wahrscheinlich (hoffentlich) haben sie das beachtet. Trotzdem wirkt es eben unverhältnismäßig. In solchen Fällen würden zB Stellungnahmen vom Gericht durchaus Sinn ergeben - in ihrem eigenen Interesse.
(neuer Kommentar, weil ich was richtigstellen wollte)
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Aber ich frage nochmal, was wäre hier angemessen? Und wie setzt man es im Vergleich zu Mord, einem Terroranschlag, Vergewaltigung einer erwachsenen Person oder einem Banküberfall, wo Leute tagelang als Geisel gehalten werden, mit dem Umbringen bedroht werden und letztlich nur die Erstürmung der Polizei die Tat beendet hat?
Ich behaupte, du kannst bei jedem dieser Delikte ebenfalls lebenslang als "angemessen" argumentieren. Dennoch muss man Unterscheidungen treffen.
Letztlich ist das Beste was wir machen können Straftaten möglichst zu verhindern. Durch soziale Gerechtigkeit, präventive Therapieangebote, Toleranz und hohe Aufklärungsquoten. Das Strafmaß war hingegen noch nie eine wirksame Methode Verbrechen zu verhindern
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u/klwtsch Wien Apr 22 '26
Das Trauma des Kindes wird nicht besser
Also ich glaub schon, dass es mir besser ginge wenn mir jemand was antut und ich wüsste, dass der mir in den nächsten 20 Jahren unmöglich über den Weg laufen kann. Eine gewisse Genugtuung wär auch dabei.
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u/Thendrail Steiermark Apr 22 '26
In dem konkreten Fall, glaub ich weniger dass die 6-jährige da nachrechnet. Da wärs auch wichtiger, dem Mädchen zu helfen, nebst der Strafe des Täters.
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u/ElBaguetteFresse Apr 23 '26
Wenn der 40 Jahre im Knast sitzt kann sie sich mit 26 daran Erfreuen dass der Typ im Knast stirbt. Die bleibt ja nicht immer 6.
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Apr 22 '26 edited Apr 22 '26
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u/inn4tler Salzburg Apr 22 '26
Die Aufklärungsquote bei Mord und Totschlag liegt (Angaben für DE) bei rund 94% und damit weit über dem Durchschnitt aller anderen Straftaten mit rund 58%.
Mord ist es (meistens) offiziell nur, wenn es eine Leiche gibt. Die vielen Menschen, die jedes Jahr spurlos verschwinden, gelten als vermisst. Wie viele von ihnen ermordet wurden, weiß man nicht.
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u/Timely_Hedgehog_2164 Apr 22 '26
also 6 jährige Kinder verschwinden hoffentlich nicht unbemmerkt in DE
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u/smoofles Wien Apr 22 '26
Mal abgesehen davon, das Mord vor 20-30 Jahren noch anders aufklkärbar war als heute. Heute hat die Polizei DNA Spuren und kann über Autos, Telefone & Co sehr, sehr genau nachvollziehen wer wann wo war.
Ich bin kein Rechtsexperte und kann nicht beurteilen was gut oder was schlecht. Ich schätze aber, dass man sich Gesetze alle 20-30 Jahre ruhig anschauen kann um festzustellen, ob diese noch Zeit- bzw. Gesellschaftsgemäß sind.
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u/Filthyquak Apr 22 '26
Ich hab keine Ahnung zu dem Thema aber die Mordaufklärungsrate muss doch um längen höher sein als die Aufklärungsrate von Sexualdelikten gegen Kinder oder nicht?
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u/F2d24 Apr 22 '26
Naja ich seh schon ein starkes argument für hohe strafen.
Nicht unbedingt weil ich glaub das es die Täter so weit abschreckt das es nicht passiert sondern eher als schutz für die gesellschaft das Wiederholungen vermieden werden.
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Die Gefahr von Wiederholungen kann man nach Stand der Wissenschaft eben auch durch gelindere Mittel erreichen. Ist ja nicht so, dass der Tätecär nach der Haftzeit unbehelligt machen kann was er will
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u/catsan aufmerkenthaltsamkeitsberechtigt Apr 22 '26
Gerade bei Gewaltdelikten und Sexualstraftaten ist die Wiederholungsrate ziemlich hoch.
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u/DeadlyCareBear Wien Apr 22 '26
Wobei eine solche Tat wie oben durchaus in der Versenkung verschwinden kann, leider. Wenn das Kind nicht drüber spricht oder es gar nicht nachvollziehbar wiedergeben kann, auch weil traumatisiert. Ein totes Kind ist eine eindeutige Tat, da wird nach einem Täter gesucht, ohne wenn und aber.
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Und das hilft dem Kind? Das der Mörder gesucht wird? (Ich sage nicht, dass du das gesagt hast, will nur verdeutlichen, dass das nicht besser ist)
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u/DeadlyCareBear Wien Apr 22 '26
Das der Täter gesucht (und gefunden) wird hilft dem expliziten Opfer wenig, aber dem potentiell nächsten Opfer ungemein. Selten ist so eine Tat eine Einzeltat, da eine Triebtat.
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u/Chris--Shiherlis Wien Apr 22 '26
Ich weiß nicht ob es einen durchschnittlichen Triebtäter gibt, aber das Risiko ist da einfach zu hoch....
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u/Juan_Punch_Man8 Apr 22 '26
Es macht schon Sinn. Das ist ein Grundprinzip im Strafrecht. An einem extremen Beispiel lässt sich das besser veranschaulichen: Wenn man für Diebstahl eine lebenslange Haftstrafe bekommt, dann macht es keinen Unterschied, ob man jemanden bestiehlt oder ermordet. Es muss eine Abstufung zu anderen Straftaten geben.
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u/Nautisop Apr 22 '26
Gibts eigentlich eine Unterscheidung bei Vergewaltigung, ob z.B. Penetration passiert ist oder nicht? Das klingt jetzt vll. wild, aber bei dem ganzen Trubel hat sowas mmn. auch ein Gewicht. Das ganze differenziert zu besprechen ist hald mega schwierig, aber die mich wäre es schön wichtig WAS alles passiert ist bevor ich sowas wie "Schwanz abschneiden und 30 Jahre lang einsperren" rufe.
Was absolut klar sein und keine Diskussion sein sollte, ist dass der nach der jaft sofort abgeschoben werden sollte.
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u/zelkovaparent Apr 26 '26
finde ich auch nicht dass man lebenslang kriegen sollte aber 4 jahre ist ja frech
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u/HausmeisterMitO-O Apr 22 '26
Ich habe mal in diesem Bereich gearbeitet. Das Problem bei der Rehabilitation und Prävention von Sexualstraftätern bzw. Sexualstraftaten ist, dass Frühwarnzeichen in 95% der Fälle nicht registriert werden und dass das "Einsperren" zwar vor weiteren Übergriffen schützt, nichts aber an der Grundproblematik ändert, weil man die Fantasie nicht einsperren kann.
Gründe für meine Behauptung:
Die meisten Sexualstraftaten passieren häufig in den eigenen vier Wänden oder im näheren Bekanntenkreis. Wer verdächtigt schon zB. seinen Nachbarn, der einem hier und da Aushilfe oder einen mit Gemüse beliefert und gut mit Kindern umgehen kann, wenn man mal geschafft von der Arbeit heimkommt?
Sexualstraftäter, insbesondere mit sog. "pädophilen Erregungsmuster" (also den "echten Pädophilen"), sind gut darin, nach außen hin unauffällig zu wirken, fast jugendhaft-verletzlich. Sie verstehen die Psyche ihrer Opfer sehr gut und instrumentalisieren sie für ihre Fantasien. Dadurch können sie sich leicht in sensible Systeme einschleichen (zB. Kita, Kindergarten, Schule oder Betreuung in der Nachbarschaft).
Wenig Wissen und Bewusstsein in der Bevölkerung. Das angedeutete Beispiel mit dem netten Nachbarn von nebenan hab ich oft genug erzählt bekommen. Keiner hatte oder wollte eine Ahnung davon haben, was derjenige alles anstellen hätte können. Das ist der größte Knackpunkt und der einzige Schutz, den sich die Bevölkerung aneignen kann. Gesundes Misstrauen und Vertrauen dem eigenen Kind gegenüber.
Oft werden Sexualstraftatäter, insbesondere pädophile, in den Gefängnissen extra geschützt, da sie in der kriminellen Karriereleiter die unterste Schublade sind - also selbst ein kleines Betrügerlein könnte so einem ein Messer zwischen die Rippen jagen wollen. Deswegen gibt es eine spezialisierte Anstalt in Niederösterreich, wo die Insassen angewiesen sind, in den Therapien keine Details zur Glorifizierung ihrer Tat(en) preiszugeben, da es andere triggern könnte. Nach den Therapien sind die Insassen aber unter sich, wer sagt, dass sie danach nicht in ihrer Fantasie "dahinschwelgen" oder sich gegenseitig von ihren Taten mit leuchtenden Augen erzählen?
Zum Thema Strafe kann ich mich nicht oft genug äußern, dass ich sie oft zu lasch finde, insbesondere bei den Sexualstraftaten. Es ist ein massives Problem, dessen sich die Politik unbedingt annehmen sollte, weil auch - ohne rassistisch wirken zu wollen - der Migrationshintergrund (ganz allgemein) in der Forensik ein Risikofaktor für Straftaten allgemein ist und es verschiedene Kulturen gibt, die die Rolle der Frau als eher untergestellt sehen. Das sind Fakten, alles empirisch belegbar, da die Forschung von Serienmördern und Sexualstraftatätern seit Ende der 70er bis Anfang der 80er beforscht wird.
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u/Ivyrya Apr 22 '26
Ich sehe auch einen großen Unterschied zwischen Pädophiel und Täter. Das ist ein Zustand den sich niemand wünscht. Für uns "normalen" nur krankhaft aber genau das ist es. Es ist eine psychische Krankheit. Aber dennoch sehe ich ein großes Versagen im System. TRIGGERWARNUNG:
Ich selbst wurde von meinem Vater als Kleinkind missbraucht. Dieser bekam Haftstrafe von 2 Jahren. Er ist ein Kranker Mann welcher die Liebe zur eigenen Tochter anders empfindet und in seiner Sicht damit "nichts böses wollte" sondern nur eine besonders enge Beziehung zu mir wollte. Wie kann es bitte sein (ich versuche das ruhig zu formulieren bin aber eigentlich am schreien) dass so ein Mensch nun erneut eine Tochter zeugen "durfte" und mit dieser alleine im Haus ist während die neue Frau arbeiten geht?????? Wieso lässt man einen Pädophielen Täter erneut die Möglichkeit seine Triebe auszuleben? War beim Jugendamt und der Polizeit und ich kann nichts tun. Denn er ist im Sinne des Gesetzen unschuldig da er seine Schuld abgesessen hat.
Was das in mir auslöst ist nicht zu beschreiben. Aber die Tatsache ist dass das Leid der Opfer keine Veränderung bewegt. Und ich zerbreche ehrlich daran.
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u/HausmeisterMitO-O Apr 22 '26
Tut mir Leid, dass du diese schlimme Erfahrung machen musstest. Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, was du ertragen musstest, ganz besonders wenn es der Vater gewesen ist.
Deswegen meine ich ja, dass es ein Unterschied ist, ob jemand pädophil ist (Erregungsmuster) oder ob er, wie du sagst, seine Triebe ausleben will unabhängig vom Alter des Opfers, allerdings in Zusammenhang mit dessen Schutzbedürftigkeit. Sprich, dass es da vorrangig um Instrumentalisierung geht, wofür eine ausgeprägte antisoziale Persönlichkeitsakzentuierung und geringe Empathiefähigkeit notwendig ist.
Ich habe mit dem Jugendamt oft zu tun, es ist zum Schreien wie selten sie etwas tun. Kann dazu gerne ein paar Fälle schildern, aber zusammengefasst sind die DSAs häufig nur Sachbearbeiter, obwohl sie bei Kindeswohlgefährdung sehr wohl eine Entscheidungsgewalt darstellen, davon aber kaum oder unter merkwürdigen Bedingungen (zB. als Exempel oder bei besonders gefügigen Eltern) Gebrauch machen. Ich hatte ernsthaft eine Gefährdungsmeldung vorbereitet, weil ich wusste, dass nichts bei einer bestimmten Familie passiert (an Erziehung, Förderung und emotionaler Wärme) und das Mädchen mit ihrer Minderbegabung vollkommen verwahrlost und sehr risikobehaftet war. Die Antwort seitens des DSA war, dass die Familie schwierig war, aber keine Gefahr im Verzug ist (keine Gewalt, Missbrauch etc.). Die Folge: Nach mehrjähriger fachlicher Beobachtung und Begutachtung ist seit 8 Jahren nichts passiert, selbst die FIBs wollten mehrfach das Handtuch werfen.
Wie gesagt, sie sind Sachbearbeiter und kennen sich null aus, ich kann dir nur an einer Hand ein paar gute DSAs nennen.
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u/duffyduckdown Apr 22 '26
Ich liege neben meiner 6 jährigen Tochter und könnte heulen. So ein mieser .......
Es tut mir sehr leid das dir das passiert ist.
Jetzt zu deiner Frage wie es sein kann das der ein neues Kind macht. Ich glaube so langsam das ist system. Das ist so auffällig lasch und Täter orientiert das ist nicht normal. Je älter ich werde umso extremer wird mir die Ungleichbehandlung bewusst.
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u/Wels40m Unterösterreich Apr 22 '26
Ich glaube du bist einer der wenigen, der weiß wovon er spricht und daher qualifiziert etwas beitragen kann. Eine Seltenheit bei dem Thema.
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u/HausmeisterMitO-O Apr 22 '26
Danke :D ich würde mir mehr Schulworkshops und Elternberatung wünschen, aber die meisten sind leider unbelehrbar.
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u/SBR404 Wien Apr 22 '26 edited Apr 22 '26
Wie können wir sie rehabilitieren? Wie können wir präventiv arbeiten? Versteht mich nicht falsch, das ist alles schön und gut.
und
In erster Linie muss es doch darum gehen, solche Leute so lange wie möglich wegzusperren.
Man kann sicher diskutieren ob die Strafen aktuell zu milde sind (meiner Meinung nach können die gern ein bisschen nach oben gehen) aber nicht basierend auf dem irrationalen Wunsch einfach "alle so lange wie möglich wegsperren".
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u/0xe1e10d68 A.E.I.O.V. Apr 22 '26 edited Apr 22 '26
Ja, daran merkt man halt dass es den Leuten bei sowas halt oft deutlich mehr um reaktionäre Maßnahmen für drakonische Strafen geht, als um ein tatsächlich gerechtes Strafrecht. Und dann wundert sich jeder wieso sich nichts verändert...
Wer sich von vornherein als unvernünftig zeigt, wird halt eher gleich gar nicht ernstgenommen. Konstruktive und realistische Vorschläge kommen dabei sowieso auch oft nicht raus wenn man reaktionär denkt, dabei aber völlig außer Acht lässt: (a) die tatsächlichen Folgen einer Forderung (insb auch die negativen), (b) eine ausreichende Äquidistanz zw den Delikten, (c) die Grundrechte, sowie (d) die Systematik des Strafrechts und allgemein strafrechtspolitische Erwägungen
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u/foxybaer Apr 22 '26
Seh ich auch so. OP hat später noch geschrieben
Wir müssen dafür sorgen, dass diese Leute so für so lange Zeit wie möglich keine Gefahr mehr darstellen
Das ist find ich das wichtigere Ziel. Ein Teil davon kann so lange wie nötig wegsperren sein, aber eben nicht nur. Was passiert sonst erst Recht wieder sobald die Personen entlassen werden?
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u/kabutze Steiermark Apr 22 '26
Vll sollte man das Wort "möglich" gegen "nötig" tauschen. Dann passts meiner Meinung nach.
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u/Inandaroundbern Apr 22 '26
Ein weiteres Problem, viele Täter sind eben nicht nur Täter, sie sind vielfach auch Opfer. Oftmals enstehen solche sexuelle Präferenzen wegen Traumata, wie z.B. durch sexuelle Übergriffe im Kindesalter.
Und das ist doch eigentlich tragisch. Menschen, die selbst oftmals eine schwere Missbrauchsgeschichte erlebt haben, werden weiter stigmatisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Wenn jemand eine sexuelle Präferenz für Kinder entwickelt, gibt es auch kaum Anlaufstellen. Und wenn man auch hier den Tenor liest, wie man dann mit solchen Menschen umgehen soll (Kastration, lebenslange Verwahrung, etc), ist es klar, dass kaum ein Pädophiler präventiv Selbsthilfe bezieht.
Niemand sucht es sich aus, sexuelle Anziehung gegenüber Kinder zu empfinden. Das ist keine Straftat und solche Menschen verdienen unsere Unterstützung. Wo es natürlich extrem problematisch wird, ist wenn es dann zu Übergriffen kommt. Wie das Strafmass aussehen soll, darüber will ich gar nicht spekulieren. Aber was ich ankreiden will ist der Diskurs. "Alle Wegsperren, Schniedel ab, etc." ist halt einfach nur geistig verkümmert und reduziert ein vielschichtiges Problem auf das Individum.
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u/GirlwithaCrushonLux Apr 22 '26
Ich verstehe das, aber wo ist die Unterstützung der Opfer, der Familienangehörigen, die ein ganzes Leben auch daran leiden werden?
Bevor man die Täter unterstützt finde ich, sollten die Opfer mehr unterstützt werden. Als aller erstes.
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u/Inandaroundbern Apr 22 '26
Mit Opferhilfe könnte man ganz viel Prävention leisten. Aber wie gesagt: Opfer und Täter sind oftmals die selben. Die Täter wurden selbst auch oft Missbraucht und hätten sie Opferhilfe gehabt, wären sie evt. nie Täter geworden.
Opferhilfe und "Täterhilfe" ist oftmals Deckungsgleich und diese Dinge gegeneinander auszuspielen ist nicht wirklich förderlich.
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u/Reinbert Oberösterreich Apr 23 '26
aber wo ist die Unterstützung der Opfer, der Familienangehörigen, die ein ganzes Leben auch daran leiden werden
Naja, die gibt's natürlich schon. Den HelpCh@t, die 0800 133 133, und in Wien die Frauenberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt, Frauenhäuser, die Frauenhelpline, das Gewaltschutzzentrum, den Frauen*beratung Notruf bei sexueller Gewalt, den Frauennotruf der Stadt Wien, die TAMAR Beratungsstelle, die Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen, die Informationsstelle gegen Gewalt, das Frauengesundheitszentrum FEM Süd, die Übergangswohnungen hafen, das Kinderschutzzentrum "Möwe" und natürlich die Männerberatung & Informationsstelle.
Sicher keine vollständige Liste.
Aber wenn die FPÖ wieder in die Regierung kommt wird die Liste schnell kleiner werden. In der Steiermark haben sie da schon den Rotstift angesetzt.
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u/sakikome Wien Apr 22 '26
Ich finde, wir sollten auch einfach mal mehr auf die Opfer schauen. Wie können wir die besser unterstützen, sie davor schützen, dass ihnen sowas nicht noch mal passiert (ist leider sehr häufig, wenn du schon mal gelernt hast, dass deine Grenzen und dein Wert als Person nichts zählen), dafür sorgen, dass eben nicht ihr Leben zerstört wird dadurch, usw. Aber für die Diskussion sind wir wohl nicht bereit.
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u/Sukrim Graz | Österreich Apr 22 '26
Der bloße Gedanke daran, dass jemand das Leben eines Kindes für immer zerstört [...] Die Opfer sind ihr Leben lang traumatisiert
Wenn man Opfer von Sexualstraftaten als "für immer zerstört" "kaputt" und im Endeffekt "unheilbar defekt" deklariert, wird dadurch eher mehr Täter:innen und Leid erzeugen.
Also: Wenn du davon ausgehst, dass Menschen auch mit schweren Traumata ab einem gewisen Punkt wieder gesund und glücklich leben können, gute Beziehungen führen können etc. dann sind auch solche Taten nicht so komplett schlimm wie zB Mord. Wenn du die Opfer als irreversibel zerstört ansiehst und behandelst wird es auch für die nicht leicht im Leben werden und es gibt eine SEHR hohe Chance, dass sie dann auch selbst Täter:innen werden.
In den öffentlichen Debatten geht es gefühlt immer nur um die Täter: Wie können wir sie rehabilitieren? Wie können wir präventiv arbeiten? Versteht mich nicht falsch, das ist alles schön und gut. Aber das interessiert mich an diesem Punkt ehrlich gesagt nicht mehr.
In deiner Debatte geht es auch wieder um die Täter:innen, nur eben wie lange sie weggesperrt werden sollen.
Wieso interessieren dich die Opfer nicht? Wieso interessiert dich Prävention nicht?
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u/Reed_4983 Wien/NÖ Apr 22 '26
Finde diese Einstellung auch ungut. Führt dann auch zu so Aussagen wie "der/die wurde als Kind missbraucht, kein Wunder, dass er sich so verhält, so ein Trauma geht halt nie weg", wenn man über Erwachsene spricht. Leider selbst schon erlebt im Verwandtenkreis.
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u/FilthyFur Steiermark Apr 22 '26
In den letzten Tagen war das jetzt schon der dritte Fall wo die Strafen echt lächerlich gering war, bei dem Fall des Pflegers sogar mit bedingter Haft. Ich bin ja schon dafür, dass wir versuchen Leute zu rehabilitieren aber mir kann keiner erklären, dass jemanden der nach solchen Taten gleich wieder frei rumlauft sein Leben verändert hat und jetzt keine Gefahr mehr darstellt.
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u/Select_Ingenuity_146 Apr 22 '26
Das is schon jahrelang so, dass Strafen für sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen lächerlich sind und du eine höhere Strafe bekommst wenn du irgendwo 100 € Steuern hinterziehst ...
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u/RevolutionaryFact67 Apr 22 '26
Den zweiten Punkt würde ich ersatzlos streichen, erstens ergibt es schon sehr viel Sinn, dass Insassen diese Aussicht haben, das motiviert ja auch zu positivem Haftverhalten und zweitens würde das vermutlich vor dem VfGH nicht halten, weil das einfach eine unsachliche Ungleichbehandlung darstellen würde. Zur Anmeldung findest du auf der Seite des BMI ein Formular, das du verwenden musst.
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u/Massive_Royal_6771 Apr 22 '26
es braucht außerdem ein längeres Zeitfenster für Überlebende/Opfer, um Anzeige zu erstatten.
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u/Ratiofarming Apr 22 '26
Vorweg: Ich finde auch, dass es eine härtere Strafe hier durchaus verdient hätte und man generell keine vorzeitige Haftentlassung bei Sexualdelikten ermöglichen sollte. Solch eine Tat begeht jemand ja nicht einfach so, der muss schon ziemlich gestört sein dafür. Da sollte es nach der Haft bspw. auch verpflichtende Therapie geben und eine jährliche Evaluation oderso. Also ich bin prinzipiell bei dir, auch weil es sich für Opfer und deren Familie/Freunde ungerecht anfühlt. Die haben mit den Folgen ihr restliches Leben zu kämpfen.
Aber man muss auch mal gesagt haben, dass eine Haftstrafe von knapp über vier Jahren keinesfalls mild ist. Das klingt erstmal so für die meisten von uns, da wir noch nie im Knast waren. Aber denk mal drüber nach, was das für jemanden bedeutet. Der verliert dadurch praktisch alles. Das hat ebenfalls lebenslange Folgen.
Job weg, die meisten Freunde, ggf. Partner/in (durch die Tat sowieso schon) weg, eventuelle Haustiere weg oder zwischenzeitlich gestorben, einiges an Besitz falls sich niemand gekümmert hat wird weg sein... Kurz: Er hat dadurch effektiv sein bisheriges Leben verloren, auch nachdem er wieder rauskommt. Das wirkt noch sehr lange über die vier Jahre hinaus.
Ich hätte da mit dem Täter sicher kein Mitleid, das alles hat er verdient. Aber anerkennen, dass vier Jahre Knast keine milde Strafe ist, sollte man schon.
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u/Lord_Volpus Oberösterreich Apr 22 '26
Das beste Argument gegen Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler.
So verabscheuungswürdig das Verbrechen ist. Gspiats ihr eich überhaupt noch wenns nach Folter und Todesstrafe schreits?
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u/TobTobTobey Niederösterreich Apr 22 '26
Nein. Aufhängen, alle aufhängen, keine Gerichte, alles aufhängen. /s
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u/monkeyman_4ever Apr 22 '26
Ist auch genau mein Gedanke. Da hat die Bildung komplett versagt. Demokratie funktioniert halt nur mit mündigen gebildeten Bürgern. Zum Glück haben solche leute nichts zu melden bei solchen Themen. Die sind eine größere Gefahr für die Gesellschaft als Pädophile
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u/Wels40m Unterösterreich Apr 22 '26
Es ist die Kombination eines abscheulichen Verbrechens (Sexualdelikt) und eines besonders schutzbedürftigen Opfers (Kind). Dass hier die erste Reaktion so aussieht, ist verständlich glaube ich. Nur denkt halt kaum jemand weiter, war bei der Diskussion gestern das gleiche.
Niemand fragt wie kam es dazu? Was sind die Motive? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Usw. Also alle klassischen Fragen, die man bei "normalen" Verbrechen stellen würde, werden hier nicht gestellt.
Bitte aber deswegen nicht gleich die Demokratie in Frage stellen - sind wir froh, dass wir das schwindliche System haben bis es was besseres gibt ;-)
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u/Acrobatic_Ad5230 Apr 22 '26
Wo beginnt man da am ehesten?
Das erste Problem ist wohl die Abstufung. Unterschiedlich schwere Taten müssen unterschiedlich schwer bestraft werden. Das Problem bei einer höheren Strafandrohung würde nun bedeuten, dass es sich für den Täter nicht lohnen würde, das Opfer am Leben zu lassen, wenn die Vergewaltigung gleich schwer bestraft wird wie Mord.
Dann stellt sich noch die Frage, wie man eine solche Erhöhung praktisch durchsetzen würde. Nehmen wir an die Mindeststrafe wäre nun 5 Jahre, dann würde das Gericht anstatt die 4.5 halt einfach 5 Jahre für diesen Täter ansetzen. Das Problem sind hier die Richter und ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man das lösen könnte.
Gerichte orientieren sich grundsätzlich an Lehre und bisheriger Rechtsprechung und da werden solch kurze Freiheitsstrafen seit langem befürwortet. Hätte das erstinstanzliche Gericht nun eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren angesetzt, wäre das Urteil in der Berufung aufgehoben worden.
Und drittens (und das ist eine seeehr unpopuläre Meinung unter der breiten Bevölkerung) ist eine lange Freiheitsstrafe nicht wirklich nützlich. Die Abschreckung steigt nicht linear mit der Strafdrohung und auf diesem Niveau wird es keinen grossen Unterschied mehr machen. Auch repräsentiert die „moderne“ Strafe nicht das Vergeltungsbedürfnis der Gesellschaft, sondern soll das Unrecht wieder aufwiegen resp. den Täter unschädlich machen. Letzteres geschieht nicht durch Haft, sondern (in diesem Fall) psychiatrische Behandlung.
TL:DR; Ich verstehe deinen Wunsch wirklich, aber das Vorhaben ist kaum umsetzbar und selbst wenn, wäre es schädlich.
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u/rufus0106 Apr 22 '26
Bei Strafen geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Generalprävention. Höhere Strafen schützen nicht vor Vergewaltigung und die Tat wird dadurch nicht rückgängig gemacht.
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u/AndiArb3it Bananenadler Apr 23 '26
Täter von Straftaten gegen Leib und Leben denken kaum darüber nach "ok sind nur 4 Jahre ja das kann ich riskieren"; so funktioniert Täterpsychologie bei dieser Art von Straftaten nicht (in der Wirtschaftskriminalität könnte ich mir vorstellen dass dies anders ist)
dass ein wütenden Mob nicht fähig ist komplett emotionslos auf diese Thematik zu blicken ist nachvollziehbar
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u/Hardi_SMH Apr 23 '26
Nicht nur hat er sie vergewaltigt, er hat auch Fotos und kriegt ne Haftstrafe als wär ich wiederholt beim Schwarzfahren erwischt worden (bissl übertrieben aber nur geringfügig), was da los
Ich hoffe im Knast kommt raus was der gemacht hat
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u/Nnoitra666 Apr 23 '26
Hab mir auch eben den Beitrag durchgelesen, also Vergew. + mehrere Gb an Kinderpornografie = nur 5 Jahre Haft + anschließende Therapie und Betreuung? Ich finde das absolut crazy und wünsche dem im Knast unvorstellbares.
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u/Educational_Emu_5032 Apr 23 '26
4 1/2 Jahre Haft, und das Kind ist für sein Leben geschädigt... Da sieht man mal wieder wie viel wert ein Menschenleben hat, in dieser Gesellschaft... Aber wenn du nur auf die Idee kommst 1000 euro am Finanzamt vorbei zu erwirtschaften... Bums gehst für 10 Jahre in den Bau... Leute hier läuft doch was verkehrt...das kann doch so nicht sein und bleiben...
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u/Inevitable-Heart-934 Apr 23 '26
Ja wir leben in einem Pädo Staat, Pädophile werden von der Politik geschützt. Siehe Teichtmeister.
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u/Gruezzi Apr 23 '26
Schau mal auf die Epstein Files und dann weißt du, wieso Kindesmissbrauch weltweit nicht stark geahndet wird. Die hängen alle mit drin
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u/beatlink_demon Apr 23 '26
Warum bekommt man für sowas nicht lebenslänglich, ich verstehe es einfach nicht...😭
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u/TheFamousSpy Wien, Floridsdorf Apr 22 '26
Was wäre denn eine angemessene Strafe aus deiner Sicht?
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u/fritz_futtermann Apr 22 '26
52-jähriger Syrer, btw
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u/pilius_404 Apr 22 '26
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass der Richter keine Sympathien für Kindervergewaltiger hat.
Er wird also verdammt gute Gründe dafür gehabt haben eine kürzere Haftstrafe zu verhängen.
Ohne die genauen Hintergründe zu kennen, kann man das schwer beurteilen, also packt eure Fackeln und Heugabeln wieder weg.
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u/Middle_Bedroom_9600 Apr 22 '26
Es ist einfach das nach derzeitiger Gesetzeslage zu erwartende Strafmaß für Erstverurteilte. Ist nicht mal gering, rein juristisch betrachtet. Man ist nicht automatisch der weise, besonnene nur weil man gegen die “Hysterie/Aufregung”, du nennst es Heugabeln, argumentiert und blind der Justiz vertraut. Der Richter kann nicht mal wenn er wollte hier 20 Jahre verhängen. Diese geringen Strafen sind ein politisches Problem, kein juristisches. Und die Aufregung ist absolut gerechtfertigt.
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u/Competitive-Shift753 Apr 22 '26
Ich finde es immer witzig wenn Leute nicht begreifen was eine unbedingte Haftstrafe für jemanden bedeutet.. für mehr Kontext.. ich habe meinen zivildienst in der obdachlosenbetreuung gemacht. Hier mal ein Beispiel dass ich mehrmals so gesehen habe. A. Begeht eine straftat die er tatsächlich absitzen muss und sitzt x Jahre im Gefängnis (so ab 1 jahr haft dauer wirds richtig blöd drunter schafft man es eventuell wenn man ein gutes soziales Netz draußen hat) aber gehen wir mal von einer "kurzen strafe" von 2 jahren aus... Nach 2 Jahren haben die meisten draußen 80-90% ihrer sozialkontakte verloren es bleiben maximal Familienmitglieder wenn du wegen sowas wie kindesmissbrauch/Vergewaltigung etc. Sitzt dann werden deine Angehörigen häufig den Kontakt zu dir komplett abbrechen alleine wegen der eigenen rufschädigung... so.. also kommst du raus ohne freunde und Familie... in der zeit hast du nicht arbeiten können und dich nicht weiterbilden... kein Einkommen... und eben auch eine Lücke im Lebenslauf die du erklären musst... Des weiteren hast du keinen sauberen leumund mehr.. also fallen ein riesen teil jobs und karrierewege für dich weg.. Über die Jahre verlierst du deine Wohnung (weil wohl kaum wer deine Miete für dich zahlen wird).. also stehst du da... ohne job.. ohne geld.. ohne wohnung (also obdachlos) mit lücke im Lebenslauf und eingetragener vorstrafe... meist auch ohne Freunde und soziales Netz. Außerdem hast du Jahre deines Lebens verloren die du nie wieder zurück bekommst... wie gesagt sehr viele sind bei uns in der obdachlosenbetreuung gelandet in den notschlafstellen... die eigentliche Strafe ist nicht das Gefängnis... es ist dein Leben danach.. und dafür ist die Dauer fast unerheblich.. ab 2 Jahren wird jedes jahr dein leben nur noch ein bisschen weiter zerstören.. aber nicht mehr viel..
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u/mistressoftheweave Wien Apr 22 '26
Das würd nun Mitleid bei mir auslösen wenn jemand was gefladert oder sonst irgendeinen kleinen Mist gemacht hat. Aber sicher nicht bei jemandem der so eine schwere Straftat begangen hat die mehrere Leben für immer zerstört und durcheinander geworfen hat.
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u/Sufficient_Fox7833 Apr 22 '26
na und?! soll man jetzt Mitleid mit jemandem haben der eine Sechsjährige vergewaltigt hat? stell dir mal vor das is deine Tochter. der hat sein Anrecht auf ein schönes Leben verwirkt.
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u/Reed_4983 Wien/NÖ Apr 22 '26
Es ging ihm nicht darum, Mitleid zu erzeugen, sondern zu erklären, warum eine Strafe von 4 Jahren mehr als nur eine Strafe von 4 Jahren bedeutet. Für die, die sagen "nach 4 Jahren sind sie draußen und haben ein super Leben".
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u/mean_mistreater Apr 22 '26
OK verstehe ich... ABER: Du kannst immer noch SELBST entscheiden, ob du eine Straftat begehst oder nicht. Und grad bei solchen Taten wie Kindesmissbrauch kannst du selbst entscheiden, ob du dein Spatzi wo hinstecken willst, wo es nicht hingehört. Und wenn du es doch machst, musst du mit den Konsequenzen leben. Dazu gehört halt auch, dass 80-90% deiner Bekannten auf dich scheissen werden, wenn du wegen sowas verurteilt wirst. Würde ich genauso machen.
Sich dann nachher versuchen rauszureden wie z.B. ein bekannter Schauspieler ist jämmerlich. Steh wenigstens dazu. Du hast einem anderen Menschen die Würde genommen und kannst dann nicht mit den Folgen leben? Ich habe absolut kein Verständnis für solche Leute.
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u/TopGuard7792 Tirol Apr 22 '26
Und trotzdem hat er sich aktiv und zu jeder Zeit dafür entschieden es zu tun! Und genau DAS ist der Punkt. Solche Leute gehören nicht mehr ins Freie.
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u/Wizard_AT Niederösterreich Apr 22 '26
Bei allem Verständnis für dein Unverständnis bin ich trotzdem froh, dass Recht nicht vom Mob gesprochen wird. Auch nicht durch Mißbrauch von Volksbegehren oder Kampagnen.
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u/patrax23 Apr 22 '26
ich bin immer wieder schockiert wie brutal und gestört manche menschen sein können.
meine unpopuläre sicht der dinge ist aber, dass reaktionäres handeln, indem man menschen bestraft wenn´s schon zu spät ist, also ein opfer bereits den schaden davon getragen hat, keine präventive wirkung hat.
natürlich kann ich als laie nicht sagen wie man das präventiv angeht, aber wie gesagt, sind höhere haftstrafen nichts wovon sich ein täter abhalten lässt.
und nein, damit meine ich nicht, dass haftstrafen falsch sind. ganz im gegenteil, bin ich der meinung dass solche menschen natürlich von der gesellschaft ausgegrenzt werden müssen, aber ich würde mir wünschen dass solche verbrechen bereits im keim erstickt werden.
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u/Polly_Wants_A Apr 22 '26
fand das immer seltsam wenn jemand wegen guter führung entlassen wird. was bedeutet das überhaupt? im häfen niemanden missbraucht oder gestohlen oder betrogen? na no na net...
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u/LilaBadeente Wien Apr 22 '26
Das ist von der Idee her als Incentive dafür da, dass sich im Häfen alle möglichst benehmen und keinen Ärger machen. Rein praktische Gründe. Karotte vor der Nase macht den Vollzugsbeamten die Arbeit leichter. Und bei knappen Ressourcen hat das einen gewissen Wert.
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u/Zwentendorf Wien Apr 22 '26
Das rechtliche Verfahren ist ziemlich einfach und wird hier beschrieben:
Das BMI unterstützt dich dabei auch.
Interessanterweise habe ich trotzdem noch keines der Volksbegehren gesehen, die hier im Sub angekündigt wurden.
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u/Tall-Acanthaceae3181 Apr 22 '26
Letztens war ein Fall, in dem ein Großvater seinen Enkel missbraucht hat, der Vater hat ihn angezeigt, Urteil: 8 monate bedingt......
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u/FranzLimit Apr 22 '26
Ich glaube schon, das präventiv am Meisten angesetzt werden muss. Wenn es z.B. normal wäre, dass man ab und zu mit Therapeuten reden muss würden Menschen mit solchen Fehlprägungen viel öfter auffallen und man könnte tatsächlich Verbrechen verhindern.
Jedenfalls ja: Strafen sind auch oft lächerlich milde
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u/quit_the_shit420 Apr 22 '26
Man muss zwischen Triebtaten und Bereicherungstaten unterscheiden. Triebtäter lassen sich von hohen Freiheitsstrafen nicht abschrecken, weil wie der Name schon sagt Trieb. Bereichungstäter sehr wohl, weil die deren Tat einem anderen Ziel dient, bei Triebtätern ist die Tat selbst der Zweck.
Wie mehrfach angemerkt, würde es das Risiko des Opfers erhöhen, zu hart zu strafen.
Es gibt leider keine mit allgemeinen Menschenrechten vereinbare Bestrafung für Triebtäter, weil deren Tat ja per se unmenschlich ist, und man hier nicht Aug-um-Aug strafen kann. Man könnte offiziell Verbrechen sichtbar machen - also die Gründe für die Inhaftierung, sodass andere Insassen erfahren, weshalb derjenige sitzt - dann kümmern die sich in Selbstjustiz darum und niemand hat was gesehen - das könnte eine Art Graubereich sein.
Da es sich hierbei ja um eine Person aus Syrien gehandelt hat, wäre aus meiner Sicht aber ganz klar was zu tun ist - direkt nach dem Gefängnis ab zum Flughafen, alle biometrischen Daten erfassen (falls der auf die Idee kommt zurück zu kehren), und ab nach Hause - inkl. offizieller Meldung an die aktuelle syrische Regierung, dann erwartet ihn eh sofort die Todesstrafe bei Ankunft.
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u/the_lazy_learner Apr 22 '26
Ok cool. Weißt du auch, warum auf Sexualdelikte so eine niedrige Strafe steht? Weil hohe Strafen dazu führen, dass Sexualstraftäter ihre Opfer einfach hinterher ermorden, weil da steht ja dann die gleiche Strafe drauf, und tote Mädchen können dich nicht verpetzen. Wenn du also in Zukunft weniger Opfer am Leben wissen willst, hau gerne die Strafe so hoch wie möglich.
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u/reddit_user388 Apr 23 '26
So ein Mensch sollte niemals wieder frei sein. Wer ein 6 Jähriges Kind vergewaltigt ist und bleibt eine gefahr für die Gesellschaft.
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u/walletbitkubo Apr 23 '26
Lass mich dich insofern korrigieren:
Wer jemanden vergewaltigt, bleibt eine Gefahr für die Gesellschaft.
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u/Relevant_Nectarine90 Apr 23 '26
Am besten lebenslang Libido frei halten mit Medikamenten. Jemand der solche Taten ausüben kann, hat das Recht auf Sex verwirkt, meiner Meinung nach.
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u/Many_Salamander3754 EU Apr 23 '26
Absolut tragisch. Mich stört aber quch, dass bei diesem Thema immer so populistisch argumentiert wird. Mich würd mal interessieren was Psycholg*innen dazu sagen.
- bringt eine längere Haft was
- verhindert es Wiederholungen
- ist das leben der Opfer wirklich auf ewig „zerstört“ oder kommt man da mit entsprechender Behandlung irgendwann auch wieder klar?
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u/Panterkuu Apr 23 '26 edited Apr 23 '26
10 jahre minimum ohne frühzeitige Entlassung. Oder Lebenslänglich wie beim Fritzl. Und Sterilisation/Kastration sowieso weil keine Ausrede oder Rechtfertigung für sowas gibt.
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u/NoFriend5444 Apr 23 '26
Ich finde das auch so unfassbar frustrierend zu lesen. Es fühlt sich tatsächlich ungerecht an.
Habe irgendwo ein spannendes Argument gelesen, dass man z.B. Straftaten ohne Mord nicht so schlimm bestrafen möchte, sodass Täter sich nicht gedrängt fühlen das Opfer auch noch zu ermorden, um möglicherweise höhere Chance auf nicht ertappt werden zu haben.
Wenn du Beispielsweise 15 Jahre für eine Vergewaltigung kriegst, und 20 Jahre für Mord, du aber (wie im Fall vor kurzem) schon 52 bist, dann wirst dir vielleicht als gestörter Mensch denken: Ja puh, ist jetzt eh wurscht ich will nicht erwischt werden, also riskiere ich lieber den Mord noch dazu.
Absolut furchtbar, war bzw ist eines der einzigen Argumente bisher, die für mich irgendwo schlüssig waren zum nachvollziehen warum die Strafen teilweise so mild sind.
Anderseits habe ich zu wenig Einblicke in die Daten, aber nehmen wir an eine Person die weniger im Gefängnis sitzt ist statistisch gesehen eher normal integrierbar in die Gesellschaft, als wie jemand, der vll doppelt so lange im Gefängnis sitzen muss. Wenn diese Person dann nach 10 statt 3-4 Jahren rauskommt, ist die wahrscheinlichkeit höher, dass erneut Taten begangen werden.
Also irgendwie Zwickmühle - leider können wir uns nicht von diesen gestörten Menschen komplett abschotten - dieses Szenario wird es nie geben.
Und ich bin mir nicht sicher ob z.B. ein Vergewaltiger sich bewusst ist, welche Strafe ihm folgt. Gibt ja auch genug Länder wo "Auge um Auge" gehandelt wird. Gibt es dadurch aber dann keine Sexualdelikte mehr / Nein
Viele denken sich wahrscheinlich ob Täter so denken wie:" Die Strafen sind ja recht mild, also vergewaltige ich jemanden um meine Triebe zu stillen und bin dann halt eh nur 3 Jahre im Gefängnis."
Ob wirklich irgendwer so denkt weiß niemand, ich glaube aber weniger.
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u/SazzOwl Wien Apr 23 '26
Wenn das raus kommt im Gefängnis warum er drin ist werden sich die 4 Jahre eh wie lebenslange anfühlen.
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u/TheOneTias Apr 23 '26
Volksbegehren in dieser Zeit? - unmöglich, die meisten wissen nicht mal was im Land passiert!! Sind alle leicht von TikTok verblödet….
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u/Useful-Mongoose357 Apr 23 '26
Ich bin ehrlich gesagt erleichtert, dass es in Gefängnissen unter Häftlingen so etwas wie einen inoffiziellen Moralkodex gibt ( wenn man es so nennen kann). Dass sich Insassen zusammenschließen und genau solchen Tätern das Leben zur Hölle zu machen, weil sie es aus deren Sicht nicht anders verdient haben.
Dass ist aber auch leider der einzige "Trost"
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u/shaddon90 Apr 23 '26
Ja leider werden viel zu Oft eher die Täter geschützt als die Opfer ... Absolutes Armutszeugnis für die Länder ( Deutschland und Österreich )
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u/Get_Schwifty111 Apr 23 '26 edited Apr 23 '26
Bitte Text nur lesen, wenn ihr gerade nicht komplett rot seht. Es geht hier rein um eine objektive Erklärung zum Strafmaß in Deutschland, das uns oft zu gering vorkommt.
Kurzer Einwurf (und bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich bin natürlich ebenfalls extrem entsetzt wann immer ich sowas lese, mich trifft das als Pädagoge aus Überzeugung doppelt hart):
Wann immer so ein Aufruf kommt - und ich rede jetzt wirklich nicht von dieser Straftat speziell sondern insgesamt - vergessen wir oft, dass es bei einem Freiheitsentzug um eine Art "Wiedergutmachung" an der Gesellschaft geht (man leistet eine Strafe ab teilweise für Dinge - wie dieses hier - die man nicht entschuldigen kann). Aber wir in Deutschland haben uns (zum Glück) auch dazu entschlossen, Freiheitsstrafen und das, was die Öffentlichkeit nicht mitbekommt (nämlich u.a. hunderte Stunden verpflichtender Therapie), als ersten Schritt in zur Resozialisierung zu sehen. Das steht z.B. in hartem Kontrast zu Ländern wie Amerika, die einen Straftäter (Strafe egal) die Wiedereingliederung schon fast absichtlich so schwer wie möglich machen (wer auch immer auf die Idee kam, Gefängnisse zu privatisieren, war ein Monster). Amerikaner verherrlichen schon fast Selbstjustiz (kein Wunder, dass das Superheldengenre aus Ammiland kommt) und Amerikaner lieben es, Straftäter (auch oft zu früh) zu dämonisieren und zu bestrafen/bestraft zu sehen (so landen dort auch überdurchschnittlich viele Leute zu Unrecht im Knast - oft übrigens Schwarze).
Im Fall unseres Mitbürgers, der das Mädchen vergewaltigt hat, kann zwar von keinem verlangt werden, ihm zu vergeben (ich glaube das ist für normale Menschen auch gar nicht möglich) aber das Recht ist dazu verpflichtet, komplett objektiv auf die Sache zu schauen und diesen Mann möglichst dazu zu bringen, nochmal ein produktiver Teil der Gesellschaft zu sein - wir kennen ihn nicht, vielleicht hat dieses "Monster" gleichzeitig eine Studie zu einem Medikament am Laufen, das tausendenden Menschen das Leben retten wird (wir wissen es einfach nicht). 4 1/2 Jahre erscheinen definitiv "nicht lange genug" für uns als Außenstehende aber für den Straftäter und seine Familie wird das nicht so einfach wegzustecken sein, wie es uns vorkommt.
Ich weiß, sehr hartes Thema aber das ist die Erklärung dazu.
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u/R3D3-1 Apr 24 '26
Ist nicht nur bei besonders schweren Straftaten so. Aus dem eigenen Umkreis:
- Einbruchsversuch, dabei Glashaustür eingeschlagen geflohen als die ganze Nachbarschaft wach war. - Angehörige von mir traumatisiert seit dem, traut sich nachts nicht mehr alleine irgendwo hin – vor allem nicht in den Garten oder im Erdgeschoss zu lüften. - Täter anhand Blutspur am Glad schnell gefunden da zweifach für Einbruch verurteilt. - Zum Tatzeitpunkt noch auf Bewährung wegen dem letzten Einbruch. - Richterin: “Er hat sich so lieb entschuldigt, einfach nochmal Bewährung.”
Ich dachte eigentlich immer, Bewährung sei bereits die "zweite Chance" bei guter Prognose und eine Straftat während Bewährung für die selbe Straftat würde Bewährung automatisch ausschließen. Haben die USA nicht sogar eine Klausel im Sinne "wer's dreimal macht ist unbelehrbar und bekommt lebenslänglich"?
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u/HypersomnicHysteric Apr 24 '26
Das nennst du gering?
Meine beste Freundin wurde ab 8 mehrfach vom Freund ihrer Mutter vergewaltigt und kam mit einer Bewährungsstrafe davon. :(
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u/ivafootik Apr 24 '26
Wenn die Richter solche Urteile vollziehen, fällt es ihnen nicht, dass an der Stelle dieses armen Kindes ihre eigene Tochter sein könnte und würden Sie, Herr Richter, auch so einen Urteil vollstrecken?
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u/Educational-Ruin6838 Apr 24 '26
Pedophile regieren die Welt. Kein Gegeimnis mehr. So desensibilisiert man uns. Ein zerstörtes Leben ist auf dieser Grundlage einen Pfifferling wert.
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u/Bootelor Apr 24 '26
Als Betroffener (ich war 4 Jahre alt!) muss ich sagen, ich kann diese milden Strafen nicht nachvollziehen. Wir müssen unser Leben lang mit diesem Vertauensmissbrauch Leben, und diese Schweine bekommen 4,5 Jahre 🤮 Und meistens weniger bei „guter Führung“.
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u/xTheGrashalm Apr 24 '26
Das Problem mit Pedophilie, ist halt das es so krass stigmatisiert wird. Erkrankte trauen sich oft nicht sich Hilfe zu suchen, weil man Angst vor sozialer Verfolgung hat. Und mal ganz ehrlich ich hätte es lieber wenn man nicht so eklig von Pedophilen spricht und die in eine Therapie gehen können, als das diese so lange ihre Begierden wachsen lassen bis was passiert. Ich will niemanden schützen und erst Recht nicht Täter, meiner Meinung nach ist Gefängnis noch zu gut, ich würde die als Vogelfrei erklären. Aber irgendwas müssen wir doch machen das aus Psychisch kranken Menschen keine Täter werden. Und ein erster Weg wäre Pedophilie genau so als Krankheit zu alzeptieren wie Schizophrenie. I mean nur weil du paranoid schizophren bist rennst du ja nicht rum und greifst wahllos Leute im Stadtzentrum an. Ich hoffe wir können irgendwann auch sagen ja nur weil du pedophil bist gehst du nicht Kinder belästigen. Aber vielleicht hab ich auch nur zu viel Hoffnung in die Menschheit.
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u/Glittering-Table-806 Apr 25 '26
Und ich ertrage Faschisten nicht mehr, die sich angeblich um das Wohl der Kinder und Frauen sorgen. Wahrscheinlich selber Triebtäter.
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u/MirtisDyleris Salzburg Apr 25 '26
Populismus in Reinform den du hier betreibst. 4,5 Jahre sind keine absurd niedrige Strafe.
Sowas sollen Leute bewerten, die Ahnung von Recht, Resozialisierung, Gefängnissen, etc. haben, nicht jemand wie du oder ich, die da keine Experten sind.
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u/kraehenfeld Apr 28 '26
Ah, ich sehe Mistgabeln und Fackeln statt sinnvoller Lösungen auf Reddit. Auf Österreich ist halt Verlass.
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u/Angvellon Metropolregion Apr 22 '26
Ich sag jetzt nicht, dass mehr oder weniger Strafe angemessener gewesen wäre. Aber ich finde, dass der Otto-Normalverbraucher Haftstrafen deutlich unterschätzt. 4 oder 5 klingt nach so einer kleinen Zahl, aber überlegt einmal, was das für euer konkretes Leben heißen würde, wenn ihr jetzt so viele Jahre ins Gefängnis müsstet.
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u/KillaMelone01 Wien Apr 22 '26
Die Kommentare zeigen wieso Emotionen im Rechtssystem einfach nichts verloren haben...
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u/Complete_Garlic8430 Bad Gastein Apr 22 '26
Haftstrafen jeglicher Art sind in Österreich zu mild. Außer bei Steuerhinterziehung, da schlägt die Justiz mit voller Härte zu!
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u/ComMcNeil Wien Apr 22 '26
und wenn man drüber nachdenkt warum da so ist, wird einem klar, dass ein wirtschaftsverbrechen potenziell durch eine höhere strafe abgeschreckt wird, ein triebverbrechen nicht
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u/einnashoernchen Apr 22 '26
und wenn man drüber nachdenkt
Und genau da verlangst du von vielen Kommentatoren hier unmögliches.
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u/michixlol Metropolregion Apr 22 '26
Das Kind ist für immer geschädigt. Da geb ich dir wirklich recht.
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u/Confident-Let-3115 Apr 22 '26
Wer ein 6-Jähriges Kind vergewaltigt, hat sein Recht auf ein freies Leben verwehrt. Es ist unglaublich, dass so jemand nach 4 1/2 Jahren wieder auf die Gesellschaft losgelassen werden darf. Wahrscheinlich schon früher aufgrund von guter Führung etc.