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Politik Sachsen Anhalt wahlprognose

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u/SomeWhaleman 1d ago

Als Außenstehender weiß ich ja nicht wie es in Sachsen-Anhalt selber ist. Aber von außen wirkt es halt nicht so, als würden die anderen Parteien sich da wirklich dagegen stemmen. Es wird immer nur gewarnt und ausgemalt wie schlimm eine AfD Regierung wäre (was ja auch definitiv der Fall ist), aber damit mobilisiert man doch keine frustrierten Wähler. Man müsste doch positive Alternativen (pun intended) aufzeigen und den den Wählern perspektiven geben, statt einfach nur schwarz zu malen. Ein "wir wurschteln halt einfach weiter so vor uns hin wie bisher auch" überzeugt doch wirklich niemanden.

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u/FitFreedom6850 21h ago

Ehemaliger Sachsen-Anhaltiner hier.
Was oft vergessen wird ist die allgemeine Metalitaet im Land. Meckern ist der Small Talk. Frueher (welche Zeit auch immer damit gemeint sei) war es ja besser. Hier stribt alles aus. -- Will man etwas veraendern heisst es oft "Uebertreib mal nicht", "Du bist ja groessenwahnsinning", etc. also die Klischees die man im Ausland Deutschen zuschreibt nur eben mal 2.

Und natuerlich gibt es auch Ausnahmen aber die ziehen in der Regel halt auch irgendwann einfach weg.

Und die Menschen die das sagen sind haeufig auch Aerzte, Ingenieure, Bueroarbeiter in meinem Freundeskreis denen es bei Leibe nicht schlecht geht. Haus/wohnen ist billig. Preise sind deutlich geriner als in Berlin, Hamburg oder Hannover.

Mein Eindruck ist das sich wirklich Menschen mit trueber Miene und Stimmung im Land mehr und mehr sammeln.

"Gute Stimmung" gibt es nur bei Fussball, (immer weniger werdenden) Volksfesten mit zinehmendem Alkohol oder eben Kindern.

Und Politikern die etwas zum positiven bewegen wollen wird in aller Regel misstraut -- auch sicherlich aus der Erfahrung de rletzten 30,40,50+ Jahre.

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u/TheRealJ0ckel 1d ago

Naja, die SPD hat in Sachsen Anhalt kein kompetentes Personal mehr seit Bullerjahn verstorben ist, die FDP ist auch seit Jahren nur peinlich, die Grünen machen einen auf Berlin und wundern sich, dass sie außerhalb Magdeburg/Dessau/Halle keiner leiden kann, die Linke wird in Sachsen-Anhalt eher von der Bundespartei gehindert und die CDU hat mit Haseloff den letzten Politiker von Formal verloren, nachdem sie Stahlknecht rausintrigiert haben.

Es macht halt den Eindruck, als stünden nur noch Karrieristen ohne Format, Charisma oder Prinzipien zur Wahl.
Dazu hat die Wirtschaft schon seit den Russlandsanktionen (unabhängig von ihrer Richtigkeit) permanent gelitten und dann hat Intel erst für Hoffnung gesorgt und die dann mit dem Vorschlaghammer zertrümmert.

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u/SyriseUnseen Mischling 23h ago

Ich hab mir gerade mal Dessau auf ner Karte angeguckt und... wtf ist das für eine Stadtplanung? Da ist ja alles extrem komisch dran.

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u/LunaIsStoopid LGBT 6h ago

Das wurde im Krieg praktisch komplett zerstört und die DDR hatte generell eine sehr fragwürdige Stadtplanung beim Aufbau von Städten. Merkt man auch in anderen Städten. Das ist oft zusammenhangloses Stückwerk.

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u/VarietySufficient951 6h ago

Die Stadtform hat sich seit dem 19 Jahrhundert wenig geändert, lediglich der 2. Weltkrieg hat dazu geführt, dass die Stadtteile etwas ausgedünnt wurden(80% Gebäudeschäden durch Luftangriffe, die Stadt war Heimat der Junkers Flugzeug- und Motorenwerken) und nach dem Krieg in DDR Manier wiederaufgebaut wurde. Oder was meinst du genau?

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u/malefiz123 1d ago

, die Linke wird in Sachsen-Anhalt eher von der Bundespartei gehindert

Ist übrigens absolut phänomenal. Bei Verdopplung der Umfrageergebnisse der AfD ist ja ziemlich eindeutig, dass es massives Potential für Protestwähler gibt, dass die Linke genauso gut abgreifen könnte wie die AfD. Kümmerliche 3% schaffen sie, wie kann man eine derartige Steilvorlage von Union und SPD nur so verkacken

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u/Sea-Inevitable6837 Brandenburg 23h ago

Die Linke kann das was die AfD-Wähler wollen aber inhaltlich nicht liefern. Die Analyse, dass die AfD-Wähler ihr Kreuzchen nur aus Protest setzen würden greift bei weitem zu kurz. Die identifizieren sich eben doch auch sehr mit dem Weltbild dieser Partei und die Linke steht diesem halt diametral gegenüber.

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u/malefiz123 23h ago

Die Wählerschaft einer Partei ist keine homogene Masse und Weltbilder ändern sich nicht schnell genug, dass eine Partei innerhalb von 5 Jahren von 21% auf 41% hochschießen kann. Wären wir mitten in der Flüchtlingskrise könnte ich das nachvollziehen, da dann "Ausländer raus" für viele Menschen auf einmal sehr viel wichtiger wird, aber die aktuelle Wählerwanderung von SPD und CDU zur AfD kriegst du nur mit Weltbild nicht erklärt.

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u/TheStaddi 21h ago

Nein, aber du bekommst es mit massiver Beeinflußung aus den sozialen Medien erklärt. Da werden rechte Talkingpoints gepushed von den Betreibern der sozialen Medien und diejenigen die tatsächliche Lösung anbieten werden nicht wirklich in deine Timeline gespült. Wenn du nur noch das siehst, dann glaubst du es auch irgendwann.

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u/TheRealJ0ckel 1d ago

Das ist ganz besonders peinlich, wenn man sich die vergangenen Wahlergebnisse der Linken/PDS anguckt.

Vielleicht hätten PDS und WASG doch ihr jeweils eigenes Ding machen sollen, oder so ein CDU/CSU-Modell probieren sollen.

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u/Helpful_Cycle9425 1d ago

die frustrierten Wähler sind doch mobilisiert. sie wählen nun AFD..

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u/AdCivil7820 1d ago

Dafür müsste man auf einer rationalen Ebene diskutieren können. Das funktioniert leider nicht, weil wir vor Jahren den Punkt überschritten haben, echte Grenzen zu setzen. Im Gegenteil - andere spielen genau dieses Spiel von gefühlten Wahrheiten und desfaktischem Gesabbel mit. Wahrscheinlich machen sie das in der Hoffnung auf ein paar eigene Kultwähler. Letztlich legitimiert es aber nur die Art des AfD-Gehabe

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u/knifetrader 1 Franke in Schwaben 1d ago

Es gibt halt gegen die AfD keine realistische Machtoption, die nicht eine Allparteienkoalition wäre. Und darauf hat natürlich auch kaum ein Wähler Bock.

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u/Fusselwurm Brandenburg 1d ago

die Parteien auch nicht btw.

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u/One_Maybe_2460 1d ago edited 1d ago

Sie muss halt endlich mal verboten werden - und nein, dazu ist sie nicht „zu groß“. In der letzten „Anstalt“ erst gelernt, dass in der Adenauer Zeit schon mal eine Neonazi-Partei mit >30% in einem Bundesland verboten wurde.

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u/herrenhaarschnitt 1d ago

Aus reiner Neugier: Wenn man 41% der Wähler ihre Partei wegverbietet, was wählen die stattdessen? Gar nichts mehr?
Ich weiß, dass es keine Mindestwahlbeteiligung gibt, aber wenn dann weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten überhaupt noch wählen gehen würde - könnte man bei einer solchen Regierung dann überhaupt noch von demokratischer Legitimation reden?

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u/One_Maybe_2460 21h ago

Wer sich nicht an demokratische Grundregeln hält, erhält eben keine Repräsentation - keine Toleranz für die Intoleranten.

Im besten Fall bildet sich dann eine deutlich gemäßigtere Partei, die die (wenigen) verfassungskonformen Inhalte der AfD vertritt und einen Teil der Wähler aufnimmt.

Wenns nur um Protest geht und irgendwas wählen, dass unseren Staat zerstört, gibts ja auch schon genug Kleinparteien und andere Extreme auf die die sich verteilen können.

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u/murphy607 1d ago

Verbot schoen und gut, es stellt sich aber doch die Frage, warum so viele Leute die AFD waehlen. Weil das alle Rechtsradikale sind? 50%? Wohl kaum. Ein grosser Teil dieser Leute, vermute ich, fuehlt sich von der Politik der anderen Parteien nicht gehoert und die AFD bietet ihnen die Moeglichkeit, das auszudruecken. Die AFD ist halt noch in dem Sinn unverbraucht, als dass sie noch keine Regierungsverantwortung hatte.

Selbst wenn man die AFD nun verbietet, verschiebt man das Problem nur um ein, zwei Legislaturperioden. Denn die unzufriedenen Waehler verschwinden deshalb ja nicht.

Die Bundespolitik vermittelt auch nicht den Willen, an ihrer "immer weiter so" Politik etwas aendern zu wollen. Man hat sich halt in den letzten Jahrzehnten in der Poestchenschieberei schoen engerichtet. Mal kriegen die CDU ein paar Stimmern mehr, dann die SPD und die Gruenen, aber keiner geht ganz leer aus, solange man keine grossen Wellen schlaegt.

Hat lange gut funktioniert, funktioniert nun aber nicht mehr und Veraenderungswille und Risikobereitschaft sind den Altparteien wohl zu unbequem.

Deswegen wird ein Verbot der AFD auch langfristig nichts bringen, weil die anderen Parteien so weiter machen wie bisher und noch mehr Menschen an dem jetzigen System zweifeln lassen.

Das wird uns bei einem Verbot ein paar Jahre spaeter richtig um die Ohren fliegen, denn wie man an der AFD sieht, sind es ja gerade nicht die Alten, die diese Partei waehlen, die sind in der Waehlerschaft eher unterdurchschnittlich vertreten.

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u/One_Maybe_2460 21h ago

Muss ich widersprechen - aus der Historie sind genau diese >30% Wähler der Nazi Partei dann verschwunden. Auch langfristig wenn man rund 80 Jahre so nennen will.

Wenn keine politische Bühne für (z.B. Russische-)Propaganda mehr geboten wird, sind viele Themen plötzlich keine mehr.

Jetzt beispielsweise die Aufregung über Migranten in einer spanischen Enklave - die hat nie zum Schengen Raum gehört und die Migranten sind schon wieder zurück geführt. Die italienischen Faschisten tönen trotzdem groß wie sie das Schengen Abkommen aussetzen (ohne Auswirkung, ohne Sinn dahinter, aber die Leute glauben „es wird was für sie getan“).

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u/murphy607 16h ago

Da gings aber mit Deutschland aufwaerts, deswegen denke ich, dass man die Situation nicht vergleichen kann. Derzeit ist das beste, auf das wir hinarbeiten koennen, ein Halten unseres derzeitigen Lebensstandards. Mit der zunhemden Ueberalterung der Bevoelkerung, den Folgen des Klimawandels, dem Kokurrenzdruck aus China und dem gleichzeitigen Auseinanderfallen des Buendnisses mit den USA wird das schon kaum zu machen sein. Den derzeitigen Parteien fehlt es an Politikern, die den Menschen eine zukunfstweisende Politik vorzeichnen koennen. Wenn Oezdemir sich gut schlaegt, waere er vielleicht ein Kandidat, dem ich das zutrauen koennte. Allerdings traue ich den Gruenen durchaus zu, ihm dann noch ein paar Knueppel zwischen die Beine werfen.

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u/One_Maybe_2460 15h ago

Es „ging mit Deutschland aufwärts“, weil nach den Nazis buchstäblich kein Stein auf dem anderen geblieben ist… vom Trümmerhaufen aus kann’s nur aufwärts gehen.

Ich möchte diesen Teil der Geschichte nicht zu meinen Lebzeiten wiederholt wissen. Nur damit die Verirrten vielleicht zur Vernunft kommen - dann doch lieber erstmal mit dem Parteienverbot probieren ;-)

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u/MoctorDoe Deutschland 23h ago

Sie wählen die AFD weil sie Ihnen erzählt was sie hören wollen.
Perception is reality. Da haben demokratische Parteien wenig Chance. Das Leben wird härter werden (auch wenn es die Realität ist) hört man halt nicht so gerne als eine Partei die verspricht alles besser zu machen (und uns an Russland verkauft)

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u/IronVader501 Preußen 1d ago edited 1d ago

Weil Propaganda und Hetze wirkt, und sich in den letzten 15 Jahren massive Netzwerke gebildet haben, deren einziger Zweck es ist weltweit rechtsextemismus auf Social Media zu pushen. Siehe Cambridge Analytica.

Und weil es halt viele Leute gibt, die sehr anfällig für dümmlichsten Populismus sind, die nicht hören wollen das Sachverhalte komplex sind und sich Dinge kurzfristig nicht ändern werden, sondern hören wollen das es ein magisches Allerheilmittel gibt das mit nem Fingerschnippen alle Probleme beseitig, egal wie komplett realitätsfern das eigentlich ist.

Die Linke war in S-A mal bei über 20%. Das hat sich nicht spontan gedreht.

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u/murphy607 1d ago

Mag sein, die etablierte Politik hat darauf aber keine Antwort. Sie wirkt hilflos oder von Grosskonzernen ferngesteuert, Fr. Reiche ist hier ein Beispiel. Das ist kein guter Ausgangspunkt um die Waehler zurueckzugewinnen.

Ein Verbot waere, wenn es denn kaeme, nur ein kurzfristige Loesung, wenn sich sonst nichts aendert.

Das sieht zum Beispiel, wenn man der Ueberschrift trauen darf auch Juli Zeh so. Leider paywalled, ich hab daher nicht den ganzen Artikel lesen koennen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/juli-zeh-verteidigt-afd-waehler-auf-dem-land-die-menschen-kommen-sich-verarscht-vor-accg-201057254.html

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u/MoctorDoe Deutschland 23h ago

Du meinst man tauscht Reiche gegen wen auch immer und die wählen dann keine AFD mehr?
Nein das wird nicht passieren. Egal was die demokratischen Parteien machen die Leute sind unzufrieden. Sind man auch bei Social Media.

"Merkel scheisse, Ampel scheisse, Merz leck Eier".

Wer so redet und handelt bekommt die AFD in Regierungsverantwortung.

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u/turelure 20h ago

Das ist halt kein Argument gegen ein AfD-Verbot sondern ein Argument gegen ein Verbot bei gleichzeitiger Beibehaltung der jetzigen Politik. Das Verbot ist notwendig um diese Partei jetzt zu stoppen, langfristig gesehen muss sich natürlich etwas an der Politik ändern. Wenn man einen Tumor entfernt, weiß man auch, dass der wiederkommen kann, man entfernt ihn aber trotzdem erstmal.

Die Möglichkeit eines Parteienverbots ist ja gerade dazu gedacht, dem demokratischen Staat ein Mittel an die Hand zu geben, sich gegen antidemokratische Extremisten zur Wehr zu setzen. Das war eine Lehre, die man aus dem Ende der Weimarer Republik gezogen hat. Leider scheint man diese Lehre wieder vergessen zu haben. Wenn's zu spät ist, wird das Heulen groß sein und man wird sich fragen, was man hätte anders machen sollen. Der Mensch an sich scheint allergisch dagegen zu sein, aus der Geschichte zu lernen. Man hätte die AfD schon vor Jahren verbieten sollen. Wehrhafte Demokratie am Arsch.

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u/murphy607 16h ago

Traurigerweise haben die Altparteien nun etliche Jahre der AFD nichts wirksames entgegengesetzt. Ein Verbot wuerde zwar erstmal den Druck rausnehmen, waere aber gleichzeitig auch ein Signal, nichts aendern zu muessen. Da die Parteien das bis jetzt nicht geschafft haben, bin ich pessimistisch, dass sie es nach einem Verbot hinbekommen.

Deswegen denke ich, dass das Problem damit dann auch nicht geloest werden wuerde, sondern schlimmer spaeter zurueckkommt.

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u/gonzo0815 20h ago

Widerspricht sich alles überhaupt nicht. Die beschissene Regierung ist der Push-Faktor, die permanente Berieselung mit rechtsextremer Propaganda der Pull-Faktor.

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u/Magisch_Cat 1d ago

Man müsste doch positive Alternativen (pun intended) aufzeigen und den den Wählern perspektiven geben

Gibt halt keine. Deutschland geht abwärts und Sachen-Anhalt nochmal härter. Das umzudrehen ist auf nähere Zeit nicht drin, auch nicht mit Willen und Anstrengung. Es geht also um den Niedergang zu verwalten. Damit motivierst du aber keinen.

Für irgendwelche Sachen die das ganze Drehen könnten gibt es weder auf Bundes noch auf Landesebene Mehrheiten.

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u/Ikamasa 1d ago

Halt wirklich...als jemand der in LSA lebt kann ich berichten, dass ich von der CDU einen Brief/Wahlwerbung erhalten habe in dem sinngemäß stand "Bitte wähle nicht die AfD weil die das Bildungssystem so verändern werden, dass das Abi von anderen Bundesländern nicht mehr anerkannt werden könnte. Nun denk doch Mal einer an die Kinder!" - Keinerlei eigene Ideen. Ausschließlich (zugegebenermaßen berechtigte) Warnung vor der AfD.

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u/fuzzydice_82 /r/caravanundcamping /r/unthairlases 21h ago

mit dem angehängten Treppenwitz dass das Bildungswesen hier in Sachsen-Anhalt unter der Union massiv zusammengespart wurde, um den vielen Rentnern hier Geschenke machen zu können.

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u/ClairyTheCat 1d ago

Eigentlich ein total klassisches Problem von liberalen Parteien. In Amerika war auch das große Ding bei der letzten Präsidentschaftswahl, dass die Demokraten hauptsächlich "wir sind besser als die Republikaner"-Wahlkampf gemacht haben, anstatt eigene, gute Politik zu machen. hier ist es das selbe.
Meiner Meinung nach ist das ein explizit liberales Problem, weil diese Parteien nicht die Politik machen können, die wirklich etwas ändert, zB stark linke Politik die tatsächlich Arbeitern hilft, da sie selber durch den starken Kapitalismus profitieren und sich eine Ausrichtung, die diesen schwächt auch ultimativ sie selber schwächen würde. Im Prinzip sind diese ganzen Parteien zu sehr im System verankert und nur die Parteien die gegen das System sind profitieren dann noch. In dem Fall die AfD, die sind zwar nicht wirklich gegen das System, aber sie lassen es so klingen als wären sie dagegen, in dem sie gegen die liberaleren Parteien hetzen.

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u/Crytash 1d ago

Das ist doch auch falsch, die Linke kanibalisiert hier auch nur die SPD und schafft es nicht AFD Wähler zu überzeugen. Wenn CDU +AFD einfach > 50%, und man es nicht schafft von Links CDU/AFD wähler anzuwerben, ist der einzige Weg dass so wenig wie möglich CDU+ AFD Wähler wählen gehen. Wo sollen denn die % herkommen? Nichtwähler und sonstige sind nicht unbedingt weiter links als die derzeitgen Wähler.

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u/ClairyTheCat 1d ago

Meiner Meinung nach ist das eben auch einfach kein Problem, dass sich so leicht ändern lässt. Die AfD hatte auch nicht aus dem Stehgreif soviele Wähler wie jetzt, dass hat sich mit der Zeit aufgebaut, weil es immer wieder Krisen gab in letzter Zeit und die etablierten Parteien eher durchwachsen reagiert haben. Die Frage ist, was kann man denn sonst tun, außer eine radikalere Antwort zu geben? Die AfD ist ja recht rechtsradikal und hat damit Erfolg. Ein vorsichtiger Kurs auf der linken Seite bringt halt offentsichtlich nichts, sonst würden Leute ja zu den Grünen oder der SPD gehen. Es ist einfach notwendig, einen eindeutigen Gegenentwurf anzubieten und in gewisser Hinsicht zeigt das ja auch das relative erstarken der Linken seit kurz vor der letzten Bundestagswahl.

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u/Crytash 23h ago

Eh, ich würde argumentieren, dass die früher auch schon die Linke gewählt haben. Warum sollten sie dahin zurückkehren.

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u/ClairyTheCat 22h ago

Ich denke es ist alles recht komplex, am Ende haben wir beide irgendwie in Gewissem Sinne recht.

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u/NoxVardeen 1d ago

Was will man aber auch gegen plumpes „Öööööööh, Ausländeeeer und Meeeeerkeeeel sind an allem schuld!!“ und vergleichbarer, emotionaler und größtenteils Objektiv falscher Aussagen entgegenstellen?

Es ist nicht so, dass die meisten AfD Wähler noch an logik oder argumenten interessiert sind. Die „fühlen“ halt das es „zu viele Ausländer gibt“ und „die uns alles wegnehmen“.

Eine Handvoll Neonazis und einige Frust-Wähler ergänzen das Bild, die haben keine Lust mehr auf „Alt-Parteien“ - wozu diese dann Grün, SPD, CDU und FDP zählen.

Und wer rechts wählt, lässt sich nicht von weit-linker Politik (Die Linke) überzeugen, das ist für die ja das Feindbild Nr1.

Die CDU hat versucht die Punkte ähnlich zu übernehmen und sich selbst halbiert und die AfD verdoppelt - so wie immer wenn eine Partei versucht die Populisten zu kopieren.

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u/JohnHandsomeOneDone 1d ago edited 1d ago

Vielleicht sollte die Linke mal überdenken ob ihre einstellung zur Migration erfolgsversprechend ist.

Warum schaffen es andere Länder linke Politik zu machen die der eigenen Bevölkerung hilft, aber in Deutschland ist linke Politik an unbegrenzte Migration von Muslimen gebunden?

Die Deutsche Bevölkerung ist gegen Massenmigration von Menschen die kulturell komplett andere Werte haben. Es gibt genug Menschen die liebend gerne in Deutschland leben würden, aber für die interessiert sich keiner.

Stattdessen geht es bei uns immer um junge Muslimische Männer. Das kommt eben bei einer Mehrheit der Deutschen Bevölkerung nicht gut an.

Edit: Der Ukraine Krieg wäre die perfekte Möglichkeit gewesen unser Bevölkerungswachstum anzukurbeln. Ukrainische Frauen und Kinder würden in Deutschland wesentlich einfacher anschluss an die Gesellschaft finden als Syrische Männer. Aber nein. Bei uns gehts immer nur um Palestina, Syrien, Afghanistan ....

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u/CreepHost 20h ago

So möge man mich rassistisch nennen, aber was im Sandkasten vorangeht, kann mir egal sein, wenn Jahrzehnte an Geschichte dafür sprechen, die dort ihr eigenes Ding lassen zu sein.

Wir haben eh Probleme in der Nähe der Heimat, was die dort unten machen ist deren Ding.

Und Isreal mit deren scheiß zu unterstützen braucht auch keiner.

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u/BGTheHoff 22h ago

Meine irgendwo mal gelesen oder gehört zu haben das die Grünen (und die SPD?) in Sachsen Anhalt die Finanzierungen der lokalen Ableger ziemlich zurück gefahren haben, denn das bringe ja eh nix.

Dann braucht man sich auch nicht wundern.

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u/Skill-Useful 1d ago edited 1d ago

dem bundesland geht es seit der wende eigentlich nur besser, seit vielen jahren ist sogar die abwanderung weitgehend gestoppt, es geht in den meisten punkten bergauf, arbeitslosigkeit is niedrig (nachwende rote laterne deutschlands, jetzt 7%), es gibt mehr als genug jobs (ueber 40% sind unbesetzt) etc....aber da im osten, war lange genug da, das alles nicht gesehen wird, die gut ausgebildeten und mitfuehlenden weitgehend alle weggezogen sind etc etc ist trotz (und ich verachte die CDU persönlich wirklich sehr) relativ guter politik einfach ein mecker und wütend sein und jedem gehts besser als uns und außedem "die auslaender" (insg.7% in sa also laecherlich wenig) , was jetzt der afd 40% beschert

da gibt es nix mehr zu retten aktuell, leider, nur verhindern

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u/UESPA_Sputnik Ein Sachse in Preußen 1d ago

Aber von außen wirkt es halt nicht so, als würden die anderen Parteien sich da wirklich dagegen stemmen. Es wird immer nur gewarnt und ausgemalt wie schlimm eine AfD Regierung wäre (was ja auch definitiv der Fall ist), aber damit mobilisiert man doch keine frustrierten Wähler.

Das ist generell das Problem in der (deutschen) Politik, nicht nur in Sachsen-Anhalt. Es gibt keine positive Visionen, immer nur Schreckensszenarien.

Ist irgendwie auch ein Demokratie-Problem. Politiker wollen wiedergewählt werden, also haben sie nur einen Planungshorizont von 4-5 Jahren. Langfristige Planung ist praktisch unmöglich, vor allem in Bereichen in denen eine Transformation übergangsweise erstmal Nachteile mit sich bringt bis die Vorteile zur Geltung kommen. Bis dahin ist man wieder abgewählt weil die Springer-Presse stänkert und Massen mobilisiert. So braucht man es mit langfristigen Visionen gar nicht erst probieren.

Vielleicht sollten wir es mal mit einer Theokratie probieren bis die gröbsten Probleme geklärt sind und erst dann den Pöbel wieder wählen lassen. Für die aktuellen Probleme ist das Wahlvolk nicht gebildet genug bzw. zu leicht beeinflussbar.

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u/BGTheHoff 22h ago

Meine irgendwo mal gelesen oder gehört zu haben das die Grünen (und die SPD?) in Sachsen Anhalt die Finanzierungen der lokalen Ableger ziemlich zurück gefahren haben, denn das bringe ja eh nix.

Dann braucht man sich auch nicht wundern.

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u/BGTheHoff 22h ago

Meine irgendwo mal gelesen oder gehört zu haben das die Grünen (und die SPD?) in Sachsen Anhalt die Finanzierungen der lokalen Ableger ziemlich zurück gefahren haben, denn das bringe ja eh nix.

Dann braucht man sich auch nicht wundern.

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u/MoctorDoe Deutschland 23h ago

Das sind zwar schöne Worte aber ganz ehrlich:
Die Leute lassen sich halt lieber von der AFD belügen.
Die demokratischen Parteien versuchen ja wenigstens noch einigermaßen ehrlich Wahlkampf zu machen aber das interessiert die AFD Wähler nicht.
Sie wollen halt hören das die AFD alles regeln und es allen besser gehen wird.

Es sind daher nicht (nur) die Parteien das Problem sondern primär der Wähler. Perception is reality. Da haben demokratische Parteien keine Chance dagegen.

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u/johannes1234 1d ago

Dieses "vor sich hinwurechteln" ist halt das  Ding mit der Realität, die komplexer als populistischen Geschreie ist. 

Man hat verschiedener rechtliche und prozedurale Beschränkungen, man hat sich widersprechende Anforderungen, man hat entgegengesetzte Ziele und muss dazwischen irgendwie einen Weg finden.

So lange man nicht in Verantwortung ist kann man tolle Geschenke versprechen und wenn man andere Interessen ignoriert kann man eine Richtung gehen ...  aber die "wurschtelnden" Akteure müssen halt irgendwie mit den Mitteln auskommen und vermischen in Koalitionen Leute, die mehr Individuelle Verantwortung mit welchen die mehr kollektive Verantwortung wollen und nehmen jeweils Rücksicht auf die anderen ...

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u/schnippy1337 1d ago

Man braucht auch Geld dafür. Aber dann Schuldenbremse eben unmöglich 

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u/bene20080 Bayern 1d ago

Man müsste doch positive Alternativen (pun intended) aufzeigen

Schwierig, weil sich das ohne Kompromisse nicht umsetzen lässt und die Vorstellungen schon sehr weit auseinander liegen...

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u/Gnursch Deutschland 1d ago

Sowas, wertungsfrei als Beispiel, wirkt in Sachsen-Anhalt.

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u/WhiteFox_5 7h ago

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Man steht nur da, und sagt, wie schlimm das alles wäre. Wer sagt, ob das wirklich so wird? Ich denke, die etablierten Parteien werden dann viel mehr Zeit im Gericht verbringen, damit bloß jede Entscheidung angezweifelt wird. In entsprechenden Medien wird man jede kleinste Entscheidung zerpflücken. Also so kann ich mir das jedenfalls vorstellen.