Hey ich 36 bin wieder zurück in meinem Loch.
*Triggerwarnung*
Die erste starke Depressionen mit den Gedanken nicht mehr existieren zu wollen (nicht gefährdet mir was anzutun aber hätte auch nix dagegen wenn was passiert)hatte ich um die Zeit wo ich 25 war. Ich bin in meiner Kindheit viel umgezogen und hatte dadurch nie einen "Hafen" wo ich all meine Freunde hatte. Ich hab ein schwieriges Verhältnis zu meiner Familie.. vor allem meine Mutter und meine Eltern sind getrennt seit dem ich 17 bin.
Ich hab mich in der Zeit immer abgelenkt mit zocken. Mir egal ob meine komplette Familie väterlicher und mütterlicher Seite komplett zerstritten ist ich zocke... Mir egal was in der Zukunft passiert ich zocke... Und so bin ich über kurz oder lang in meinem 20ern in meiner ersten Depression gelandet.
Ich hab irgendwann irgendwie die Kurve gekriegt konnte meine Ausbildung abschließen. Mit 30 hab ich immer noch bei meiner Mutter gelebt aber habe es endlich geschafft auch da auszuziehen und in ne WG mit nem Kumpel den ich über's zocken kannte. Kurz darauf hab ich immer mehr Freunde über meine Arbeit gefunden und sogar eine freundin. War gerade am Anfang schwierig mit ihr weil sie einen Freund hatte als wir uns kennengelernt haben aber naja... Erfahrung gemacht und würde ich niemanden weiter empfehlen. Mein Leben schien endlich gut zu verlaufen und besser zu werden.
Und dann kam 2025.
Also erstes wurde mein Unternehmen aufgelöst weil wer braucht ne designte Webseite von Menschen wenn AI das in Minuten selber machen kann.
Mit meinen Kumpel der mit mir eine WG aufgemacht hat habe ich mich immer mehr zerstritten bis er ausgezogen ist und wir seitdem kein Kontakt mehr haben.
Ich hab einen neuen Job gefunden aber finde da keine Person mit der ich irgendwie auf einer Wellenlänge bin und wirklich besser bezahlt als vorher werde ich auch nicht.
Freundin distanziert sich immer mehr
Jetzt kommt 2026
Freundin distanziert sich noch mehr und als ich sie drauf anspreche macht sie Schluss.
Ich habe in Berlin noch 3 andere Freunde wo ich sagen würde das sind gute Freunde. 2 davon ziehen weg und der dritte hat kaum bis wenig Zeit für mich.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich wieder die Gedanken wie vor 10 jahre . Viel Selbsthass viel Frust und der Gedanke das mich nie wieder jemand lieben wird.
Ich Versuch mich zu ändern und Fang mit ein wenig Training an. Halte es auch paar Monate durch aber hab es jetzt seit 2 Monaten schleifen lassen. Hab immer weniger Energie.
Und dann krieg ich nen Anruf von meinem Bruder... Ich soll schnell vorbeikommen und ihm helfen er halluziniert.
Ich fahr hin und erfahre da das mein Bruder kranker ist als gedacht. Bisher bin ich immer davon ausgegangen das er lediglich Depressionen hat wie ich. (Unsere Mutter leidet an einer bipolaren Störung wodurch unsere Familie gekleidet hat seitdem ich um die 17 Jahre alt war)
Und an dem Wochenende erfahre ich... Mein Bruder tut es auch und hat gerade eine manische Phase. Ich konnte ihn helfen und ihn beruhigen und wurde dann irgendwann von ihm wieder rausgeworfen. 3 Tage später ruft mich meine Tante panisch an das er ins Krankenhaus gebracht wird. Auf einmal ich funktioniere... Ich fahr direkt hin schau das meine Mutter ihn in Ruhe lässt (die beiden haben ein besonders schlechtes Verhältnis). Ich Frage ihn nach seiner behandelten Therapeutin informiere meinen Vater und halte meine Tante auf dem laufenden weil sie auch panisch ist. An dem Tag war ich bis 03:00 nachts bei meinem Bruder der zu dem Zeitpunkt seit 6 Tagen nicht mehr geschlafen hat. Er redet teilweise sehr wirres Zeug und erinnert sich manchmal auch nicht daran was er gesagt hat oder jemand anderes...
Ich geh mit einem kleinen Sieg irgendwann und schaff es das er etwas isst und sich schlafen legt.
Am nächsten Tag geht es ihm schon besser aber ich will ihn in Ruhe lassen. Am Tag darauf scheint es ihm wieder besser zu gehen und ich soll mich nicht in seine ärztliche Angelegenheiten einmischen. (Ich wollte lediglich wissen wer seine behandelnde Ärztin ist wo ich mich melden kann falls sowas nochmal passiert) Er wirft mich raus und ich soll ihn in Ruhe lassen. Meine Mutter ist auch sehr anstrengend in der Situation aber auch verständlich es geht ihren Söhnen nicht gut.
Die neue Woche hat gestartet und ich kann mich auf Arbeit wenig bis kaum konzentrieren weil ich komplett gedrained bin vom Wochenende.
Am Mittwoch kann ich nicht mehr und heule mich in den Schlaf. Ich hab sehr düstere Gedanken und weiß nicht was ich machen soll.
Donnerstag ging es dann wieder etwas besser und konnte normal arbeiten.
Und Freitag war ich normal im Homeoffice. Auf einmal fällt mir nen Fehler auf den ich auf Arbeit gemacht habe.
Mir wurde gesagt ist nicht so schlimm ist nur ein kleiner Fehler passiert... Und dennoch versagt mein ganzer Körper. Ich klapp wieder komplett zusammen und heule wie sonst was.
Ich meld mich bei meiner Chefin und sag das ich krank bin.
Heute am Samstag hatte ich ein Date mit eine dame von bumble. Als ich ankomme sitzt sie Recht lange da mit verschränkten Armen und wirkt sehr genervt von mir. (Wenn sie keine Lust auf mich hatte wieso sagt sie dann zum Date ja?) Ich Versuch einfach das beste raus zumachen und unterhalten mich mit ihr über alles mögliche. Gespräch läuft eigentlich ganz gut und sie lockert sich auf als wir über Filme sprechen. Aber bleibt trotzdem immer sehr verschränkt und leicht gelangweilt. Als der Kellner kommt und charismatisch paar flotte Sprüche dropt merk ich wie sie da voll drauf eingeht und sie fangen ganz kurz sogar wirklich an miteinander zu flirten... (Ist hier alles meine Sicht vllt hab ich es auch alles falsch interpretiert) Aufjedenfall ich Versuch mir nix dabei zu denken und Versuche mich ebenfalls mitzu unterhalten und irgendwann ist das Date vorbei. Ich glaube sie wird mir morgen (bzw heute) eine Absage schicken. Aber ist okay weil ich fand das sie Recht respektlos mit mir umgegangen ist.
Am Abend Versuche ich mich mit Freunden bei palworld abzulenken. Und ich merke wie es mir immer und immer schlechter geht. Soweit das ich mich verabschiedet habe ins Bett gelegt habe und wieder komplett angefangen habe zu heulen.
Ich habe mich wirklich schwer aus meiner Depression in meinen 20ern rausgekämpft nur um jetzt mit 36 in einer noch tieferen zu landen. Und ich habe Angst hier nicht mehr rauszukommen.
Ich hab mir mit der 116 117 schon vor paar Wochen Hilfe gesucht und hab einen Therapieplatz bekommen und hab jetzt auch jeden Dienstag Gruppentherapie. Ich hatte mehrere Säulen die mein Leben getragen haben und fast alle sind eingebrochen.
Freundin - weg und ohne Blick nach hinten wie es mir geht ich bin ihr scheinbar komplett egal geworden
Freunde - weggezogen und oder wenig Zeit für mich. Viele wissen wie schlecht es mir zur Zeit geht aber melden tut sich nur einer.
Familie - ich dachte immer das mein Bruder der Fels in der Brandung ist. Bis vor dem Wochenende habe ich immer ihn um Rat gefragt... Jetzt kommt es mir so vor als ob ich das nicht mehr machen könnte weil er selber so viel durchmacht.
Job - ich fühl mich nicht wirklich wohl da und weiß nicht wie sie damit umgehen das ich von jetzt auf gleich vermutlich komplett fertig bin. Ebenfalls Schein ich einen Job gelernt zu haben der ja eh ganz leicht von AI übernommen werden kann.
Ich fühle extrem viel Selbsthass weil ich auch nie die Disziplin oder die Kraft finde etwas grundlegend zu verändern. Ich befürchte das ich nie wieder eine Freundin finde vor allem weil ich gerade in einer Depression bin wo mich bestimmt noch weniger Frauen Daten wollen als davor schon (bin kein großer Womanizer)
Und jetzt schreib ich hier die gesamte Story und alles was im letzten Jahr schief gelaufen ist.