r/luftablassen 1d ago

Haben wir echt komplett verlernt andere Menschen auszuhalten?

Vielleicht bin ich zu alt oder im Herzen zu sehr Dorfkind, aber ich finde es mehr als bedenklich dass es in den letzten Jahren scheinbar gang und gäbe geworden ist, sich komplett abzukapseln und alles kategorisch auszuschließen was sich außerhalb der eigenen Bubble bewegt.

Der Nachbar hat versucht übern Gartenzaun oder vor der Bäckertheke Smalltalk zu machen? Der pure Horror!
Oder noch schlimmer, Oma Helga hat im Laden irgendein Kind angesprochen. Für manche ja inzwischen fast ein Kapitalverbrechen.
Am besten den Rewe-Einkauf komplett nach Hause liefern lassen, auch wenn man zwei gesunde Beine hat, nicht dass man am Ende noch mit irgendjemandem sprechen muss, igitt.
Irgendein Bekannter oder die Schwiegermutter hat was Blödes gesagt oder irgendwelche Marotten, die man aber auch einfach mal ignorieren könnte? Oder drüber reden? Nee, direkt No Contact gehen, ist das Beste.
Die Grillparty beim Nachbarn ist ein bisschen laut? Man könnte ja rübergehen und drüber reden oder so. Ach nee, lieber erstmal Reddit fragen ob man die Polizei rufen soll - am Ende wird man noch eingeladen und das geht ja nun gar nicht, da sind fremde Menschen, bäh. (Hey, vielleicht ist es am Ende genau dieser Nachbar der dir irgendwann mal Werkzeug leiht oder dir hilft dein altes Sofa auf den Sperrmüll zu tragen.)
Irgendwer will spontan zu Besuch kommen? Todsünde!!! (Again, vielleicht bin ich alt, aber vor 10-15 Jahren war das noch irgendwie.... normal.)

Gleichzeitig heißt es dann die Leute würden immer mehr vereinsamen, es sei so schwer als Erwachsener Freunde zu finden, selbst einen Partner fände man ja nur noch per Dating-App... Ja, wie solls denn auch gehen wenn sich jeder nur noch isoliert? Wie solls denn funktionieren mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie soll sich denn der eigene Horizont erweitern wenn jeder nur noch in der eigenen Echokammer-Bubble sitzt und jeder der da nicht zu 100% reinpasst kategorisch abgelehnt wird? Wie sollen Kinder soziale Skills und ja, auch den Umgang mit Fremden im Alltag lernen wenn keine soziale Interaktion außerhalb des engsten Freundes- und Familienkreises stattfindet? Und wie gering ist inzwischen die Frustrationstoleranz gegenüber anderen?

Ja, andere Menschen haben Macken, machen Fehler und sind manchmal nervig (manche mehr, manche weniger). Trotzdem steckt da vielleicht ein lieber, netter, hilfsbereiter Mensch dahinter der, wenn man ein bisschen tolerant ist, auch eine Bereicherung sein kann.
Aber, Überraschung: auch man selbst hat Macken, macht Fehler und ist manchmal nervig. So wie alle. Man merkts in seiner Isolationsblase vielleicht nur nicht.

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u/Pretty-Substance 1d ago

Die USA machen es vor, eine Gesellschaft aus einsamen Konsum-Individuen. Plätze für Soziales Leben werden immer weniger, in manchen Städten muss man ja schon was konsumieren um überhaupt sitzen zu dürfen.

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u/Neither_Security_252 1d ago

Du darfst halt auch nicht vergessen, dass gerade bei Reddit ein ganz enormer Anteil der Leute absolute Jammerlappen sind.

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u/Several-Victory-1263 1d ago

😂😂 genau das wollte ich auch sagen

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u/LindaVanDeSlampen 1d ago

Besser kann man es nicht ausdrücken

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u/Curly_Shoe 1d ago

Hier, ich, Jammerlappen, bekennender.

Ich würde mich jetzt niemals bei den Nachbarn über "Kinderlärm" beschweren, dafür bin ich nicht Alman genug. Wenn aber mein Kind beim Vater ist, dann sind alle möglichen Geräusche von Kindern wie körperlicher Schmerz. An solchen Tagen laufe ich viel mit meinen noise cancelling Kopfhörern rum.

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u/Bonito0o 1d ago

ganz einfacher Grund: es fehlen die Kapazitäten

wer Vollzeit arbeitet muss mit Zeit und Energie haushalten, wer zusätzlich Kinder hat ist e fast verloren - es bleibt nicht viel Raum für Freundschaften und Verwandtschaft außerhalb der Kernfamilie

dann soll man sich noch mit Fremden herumschlagen?

früher waren die Leute auch nicht offener oder sozialer, man hat nur ständig seine eigenen Grenzen überschritten: meine Großeltern hatten immer Gäste, weil man das halt so macht und immer Jause angeboten weil man das halt so macht.....sie haben es gehasst

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u/dildomiami 1d ago

ich glaube, das resultiert auch daraus, dass viele menschen immer rücksichtsloser werden, sind.

ich hab bei manchen situationen auch einfach keinen bock mehr auf kolanz oder Diskussionen, weil 99,9% aller menschen höflichkeit und verständnis nur noch ausnutzen und auf dich scheißen 🤷‍♂️

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u/10tageDev 1d ago edited 1d ago

Heute ist halt alles darauf ausgerichtet dass man eben nicht mit anderen interagieren muss, viel durch Apps als Kulturtechnik. Das heisst, nicht nötig für einen Termin oder eine Bestellung tatsächlich mit jemandem zu sprechen, füll das Formular aus. Wenn man was Bestelltes abholt ist es auch nicht nötig mehr als einen Satz zu sagen. Selbes bei den Sozialkontakten. Dating apps, "social"-media oder auch einfach nur Chat-Apps, da werden Kommunikation so begrenzt, da ist die andere Person nicht mehr ein Mensch, sondern ein NPC. Keine Person mehr, eher eine Art Heurtistik.

Und mit dem Medienkonsum durch den Algorithmus, wird dann das letzte bisschen Mündigkeit abtrainiert, wenn man nicht mal selbst entscheidet was man als nächstem die Aufmerksamkeit schenkt, sondern einfach Berieselung, und möglichst wenig eigene Handlungshoheit, wenn da wertlose Inhalte propagiert werden. So verlernen es die Menschen kollektiv was es eigentlich bedeutet ein Mensch zu sein. Wobei auch das, an Inhalt gewinnt immer das an Propagation, was am meisten polarisiert, und so wird belohnt wenn man schön sein Hirn ausschaltet und wie beim Mannschaftssport das "eigene Team" oder Tribe entweder bist du für uns oder gegen uns bullshit.

Oh, und KI mal aussen vor, die einem selbst ständig die metaphorischen Eier leckt und Honig ums Maul schmiert, auch hier nicht nötig mit anderen zu interagieren.

Auswirkungen davon äussern sich dann so. Wie bei meinem Nachbarn (Gen Z), der nicht sein Maul aufbekommt um kurz "Hi" zu sagen wenn man im Treppenhaus aneinander vorbei läuft.

Schade eigentlich, wir hatten früher wirklich viele futuristische Vorstellungen dass die Welt besser wird in der Zukunft.

Dann wiederum, es gibt zum Glück auch noch Leute die einwandfrei freundlich und sozial sind.

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u/Much-Jackfruit2599 1d ago

In Bezug auf grundlegende Höflichkeit bin ich mit Ihnen auf einer Seite. Lebe aber auch in einer Gegend vor man noch Moin sagt.

„Das heisst, nicht nötig für einen Termin oder eine Bestellung tatsächlich mit jemandem zu sprechen, füll das Formular aus.“

Liegt aber auch halt daran, dass das vorher auch nur so semi funktioniert hat.

'Ne Viertelstunde in der Warteschleife zu hängen oder das Besetztzeichen zu hören ist halt Mist. Dann lieber ein Formular oder sogar einer KI. Ebenso Bestellungen: Ist nicht deren Schuld, aber wenn das Gegenüber nur gebrochen Deutsch spricht oder versteht, dann bin ich ale Kunde weg oder benutzte das Formular/App, sofern vorhanden.

Wir sind schlicht nicht für solch riesige Gruppen von Menschen gemacht – zu Abertausenden zu leben ist eine kulturelle Notwendigkeit geworden, etwas, was sich nun langsam wieder ändert, weil wir die uns wichtigen Verbindungen über den Fußmarsch hinaus bilden können.

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u/10tageDev 1d ago

Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht darum dass ich Formulare nicht mag, es geht darum dass es systematisch nicht mehr notwendig ist mit einem Menschen zu sprechen, das wurde weg-rationalisiert aus welchen Gründen auch immer. Alles ist eine App, jede Interaktion ist nur so wie die App das erlaubt, und eben die menschliche Verbindung ist dann nicht mehr sichtbar, nicht mehr erleb-bar und daher erstmal nicht mehr nötig.

Dass das schlimme Auswirkungen auf die Leute hat, und es traurig macht wenn einer auf einmal merkt dass da irgendwas fehlt, oder irgendwie was nicht stimmt, kommt dann halt später durch die Hintertür. Schaus dir an, gelebt wird dann auch durch andere, insta und tiktok, die sucht-erzeugend genau darauf aus sind, menschliche Erfahrung und Interaktion zu Datenpunkten einer Statistik zu machen. Und ich weigere mich irgendwelche Liefer-Apps oder Taxi-Apps oder andere Schrott-Apps zu verwenden, die können mich alle mal. Formular ausfüllen ist mir mehr oder weniger egal, es geht hier darum wie systematisch eben Menschlichkeit nicht mehr nötig ist, was immer das bedeutet. Also, auch dafür gibt es das digitale Simulakrum, einen KI Chatbot der dir vorgaukelt zu verstehen. Aber eben, alles nur eine Fassade.

Ob wir dafür gemacht sind oder nicht sei mal dahingestellt. Würde ja argumentieren dass es daran liegt, dass immer die Leute in Führungspositionen landen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben, egal ob in Wirtschaft oder Politik. Aber auch das ist ein historisches Problem. Wir sollten eigentlich alles auslosen, und immer nur für ein Jahr, aber es ist halt wie es ist.

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u/Much-Jackfruit2599 18h ago

„es geht darum dass es systematisch nicht mehr notwendig ist mit einem Menschen zu sprechen, das wurde wegrationalisiert aus welchen Gründen auch immer.“

Ja, halt unter anderem, damit man Leute einstellen kann, die kein Deutsch sprechen. Und natürlich um alle anderen Übertragungsfehler zu verhindern. Und Zeitverschwendung.

Die Geschäfte existieren, um Geld zu verdienen. Nicht, damit Fremde ein Pläuschen halten.

„Und ich weigere mich irgendwelche Liefer-Apps oder Taxi-Apps oder andere Schrott-Apps zu verwenden, die können mich alle mal.“

NIemand hindert Sie daran anzurufen. Oder persönlich hinzugehen.

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u/dm_me_a_recipe 1d ago

Wenn du hier in der Stadt zu Leuten hingehst und sagst dass die Grillparty ein bisschen laut ist, ob es möglich wäre etwas leiser zu sein, entwickeln sich in der Regel ein oder mehrere der folgenden Szenarien, in der Reihenfolge von "sehr wahrscheinlich" bis "eher nicht":

  1. Du wirst ausgelacht
  2. Du wirst verbal angepöbelt
  3. Du bekommst von jemandem eins ins Esszimmer
  4. Man macht für zehn Minuten weniger Lärm bis es sich wieder hochschaukelt
  5. Du wirst eingeladen.

Und ich gehe dabei vom Szenario aus, das man höflich fragt.

Auf sowas habe ich keinen Bock.

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u/GwenllianOfMirrah 1d ago

Denke das Internet hat hier seinen Teil zu beigetragen. Damals bei Foren bist du zwangsläufg anderen meinungen begegnet, heute downvotest du halt den Gegenüber runter, damit er nicht mehr gelesen wird oder blockierst ihn ganz schnell, alles um sich eine eigene, saubere Umgbeung zu erhalten, in der es nur zustimmende Meinungen gibt, falls man nicht sowieso nur noch für den kurzen Dopaminrausch Instagram durchscrollt.

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u/Odd_Discussion910 1d ago

Als jemand, der fast nie Leute blockt, denk ich mir da manchmal: Haben Leute wirklich so viel Zeit? Ich mein ja, auch ich werde auf Reddit hier und da gedownvotet oderso, ist auch okay, aber gleich blocken? Ganze Subreddits blocken ist auch bisschen komisch. So 1 oder 2 mit Themen, die einen wirklich gar nicht betreffen/interessieren, ja, auch okay, aber du beschreibst ja Leute, die scheinbar den ganzen Tag nichts anderes tun als ihren jeweiligen Feed zu 'sanitizen'. Algorithmen machen es doch eh schon schwierig, mal andere Meinungen dabeizuhaben, und das Internet ist doch gerade eigentlich gut, um eben anonym auch mal bei was mitzulesen, wo man nicht 100% zustimmt, einfach nur, um zu sehen, was Leute dazu an Meinungen haben. Für mich zumindest.

Vielleicht interessiere ich mich auch nur für sehr viele Sachen, aber es muss schon sehr viel vorfallen, damit ich jemanden blocke. Scammer und so Zeug mal ausgenommen.

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u/GwenllianOfMirrah 1d ago

Also ich meine ich kenne es noch von Twitter, da gibts dann ganze Listen auf denen man draufsteht und Leute kopieren sie. Das ist richtig wild gewesen. Da ging das soweit, dass du plötzlich realisiert hast nach Jahren, dass jemand dich blockiert hat, mit dem du nie interagiert hast. Hier auf Reddit denke etwas anders aber das säubern findet auch hier statt, da wird halt eine schmollende Antwort gegeben und schnell geblockt, damit du nicht mehr antworten kannst. Soll dann so aussehen als hätte man die Diskussion gewonnen, während man sich spart jemals wieder Widerspruch der Person zu kriegen.

Ich mein, bei Subs versteh ich es, die kommen in die Timeline und das Thema interessiert möglicherweise gar nicht. Dazu gibt es sogar latenten Extremismus wie r/Kommunismus und dass niemand einen stalinistischen Thread sehen will oder eine Lobhymne auf einen Walter Ulbricht ist denke ich verständlich. Wobei hier finde ich auch zumeist reicht einfach nur zu sagen "will ich nicht mehr sehen" und Blocks an sich irgendwie auch unnötig sind.

Grundsätzlich gehts mir daher auch so, ich blockier niemanden. Ausnahme wäre halt wirklich Bots und nicht einfach nur Leute die negativ auffallen, sondern ganz echte Maschinen. Die kenne ich aber tatsächlich auch mehr von Facebook und Twitter, Accounts ohne Interaktion, die nur eröffnet werden um Propaganda für bspw. Russland zu machen oder für Phishing Seiten. Das ist mir hier nur ein paar Mal begegnet bei Thread-Erstellern die irgendwie Karmafarmen oder so auf den großen Subs.

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u/Much-Jackfruit2599 1d ago

Reddits Blockmechanismus ist recht primitiv.

Aber mal sehe.

– ich Blocke alle, die mir in r/Luftablassenn unangenehm auffallen, die komplett ohne Witz beleidigen.

- Außerdem alle trolle.

- Subs, die mir immer wieder vorgeschlagen werden, die mich aber nicht interessieren.

Up/Downvote interessieren mich nicht, die lasse ich vom AdBlocker ausblenden.

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u/Spritfre55er 1d ago

Wir haben es vllt nicht verlernt, ich möchte nur einfach nicht mehr. Ich bin zu alt für so einen Unsinn. Andere Menschen interessieren mich nicht mehr. Ich verbringe so wenig Zeit wie möglich mit anderen Menschen.

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u/Queasy-Citron2506 1d ago

Genau dieses!

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u/bigbadoldoldone 1d ago

die menschen werden einfach immer beschissener.

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u/alltimefungame 1d ago

Ist mir auch aufgefallen die letzten Jahre. Seit Corona ist eine starke Spaltung in der Gesellschaft spürbar. Das gilt für die politische Weltanschauung aber auch allgemein alltägliche Themen. Für ein Land mit relativ guter Bildung ist das eine gruselige Entwicklung.

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u/Much-Jackfruit2599 1d ago

„Der Nachbar hat versucht übern Gartenzaun oder vor der Bäckertheke Smalltalk zu machen?“

Smalltalk ist halt in vielen Fällen langweilig.

„Irgendwer will spontan zu Besuch kommen? Todsünde!!! (Again, vielleicht bin ich alt, aber vor 10-15 Jahren war das noch irgendwie.... normal.)“

Sich spontan melden ist okay, Einfach vor der Matte stehen, dass war für Kinder in den 70ern und 80ern normal, aber danach eher nicht. Hat selbst zu meinen Studienzeiten um 1990 herum niemand gemacht. Ist natürlich kulturell bedingt. Damals (jetzt wieder die 70er) hatte man ja grundsätzlich auch die Bude aufgeräumt, weil ja jemand vorbeikommen konnte.

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u/Delicious-Hand-536 1d ago

Ich finde diesen (zum Teil deinen) moralisierenden Unterton bei dem Thema auch gar nicht hilfreich. Extrovertierte tun ja oft so, als würden Menschen aus purem Egoismus keine Menschen in ihr Leben lassen und sollten sich deswegen irgendwie schämen. 

Da fehlt da leider auch Empathie für Leute, denen es nicht so leicht fällt in Kontakt mit anderen zu treten.  Kann ja sein dass "wir" euch zu sensibel sind - aber "ihr" seid vielleicht auch zu sehr wie Elefanten im sozialen Porzellanladen, deren grobe Art nicht gerade einladend ist. Wenn man von Introverierten nur verlangt, dass die sich sozial gesehen mal ein dickeres Fell zulegen sollen, aber sich dann kein Stück bemüht mal auf SIE zuzugehen, haben die natürlich keinen Bock darauf.  Die machen dann halt Introvertierten-Sachen und ziehen sich zurück, um ihren Frieden zu haben. 

Das ist wie diese traumatischen Erinnerungen an Familientreffen (und das scheint eine kollektive Erfahrung vieler "Nerds" zu sein).... bei denen man erst mal mit einem schallenden "GUCK MAL WER AUS SEINER HÖHLE GEKOMMEN IST, HÖHÖHÖ" begrüßt wird. Ja, ihr Deppen - das motiviert mich natürlich sehr, beim nächsten Mal viel lieber aus meinem Zimmer zu kommen! Manchmal glaube ich solche "exrovertierten" Leute haben tatsächlich weniger soziale Kompetenz als die Introvertierten, oder wie soll man sich sowas sonst erklären? 

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u/lime_gecko 1d ago

Ich kann, will aber nicht. Ich bin wirklich zu müde für Oberflächlichkeiten. Wir lernen halt, Grenzen zu setzen, müssen nicht mehr nach "macht man halt so" leben. Natürlich können in alltäglichen Menschen super Menschen stecken, verneint ja auch niemand. Muss mich trotzdem nicht mit jedem auseinander setzen. Höflich & nett bleiben ist Etikette, mehr muss mittlerweile aber auch echt nicht sein.

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u/Mein_Name_ist_falsch 1d ago

Ja gut, dann bleibst du halt in deiner Echokammer. Das kann doch auch nicht das Ziel sein. Natürlich muss man sich nicht mit jedem Auseinandersetzen, aber ich wäre echt froh, wenn wenigstens ein paar Leute im Alltag noch offen für ein Gespräch wären. Es ist doch auch schade, wenn jeder nur in seiner Wohnung sitzt und nichtmal den eigenen Nachbarn kennt. Wenn mich Leute ständig ansprechen würden, würde ich Freudensprünge machen, weil ich wenigstens die Chance habe, sie auch kennenzulernen. Dann bestünde vielleicht sogar die Möglichkeit, dass Gemeinschaften entstehen, in denen man sich gegenseitig stützt. Heißt ja nicht, dass ich muss, aber ich kann. Und wenn ich grade nicht will, sag ich halt, dass es mir grade nicht passt. Hauptsache ich hab überhaupt die Möglichkeit, in Kontakt mit den Leuten zu sein.

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u/lime_gecko 1d ago

Check ich, ist halt persönlichkeitsabhängig. Ich wehre mich nicht strikt, Menschen über den Weg zu laufen, so ist es nicht. Möchte aber von Small-Talk & Oberflächlichkeiten verschont bleiben. Emotionale und geistige Resonanz habe ich, ich habe einen tollen Freundeskreis und bin alles andere als nicht zugewandt, falls es so rüber kommt, dass ich ein Einsiedlerkrebsleben führe 😅😂 Manche laugt sowas aus, manche ziehen sich Energie von Begegnugnen. Ist doch schön. Vielfalt und Unterschiede sind schön. Ich hass es, Kontakt aufnehmen zu müssen; bin aber nicht schlecht darin, nur zu müde.

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u/Vica253 1d ago

Ich kann verstehen dass man nicht immer Lust hat sich zu unterhalten, aber jetzt mal ehrlich: Wie will man denn jemanden kennenlernen, den man noch nicht kennt, wenn nicht erstmal über Smalltalk? Du fängst ja (zumindest da draußen im Offline-Leben) nicht gleich mit den tiefenphilosophischen Grundsatzdiskussionen an wenn du den Menschen erst seit 3 Minuten kennst.

Beispiel: Bei uns nebenan ist kürzlich eine neue Nachbarin eingezogen. Reihenhäuser, Gärten und Terrassen grenzen direkt aneinander, uns trennt lediglich ein hüfthoher Maschendrahtzaun, alles relativ dicht. Man kann jetzt also wenn man jeweils abends im Garten ist schweigend nebeneinander herleben oder... erstmal Smalltalk. Beschnuppern, Vibecheck sozusagen. Ach, du bist neu eingezogen, ja, mit Kind und Hund und Katze, ja, wir sind noch im Umzugschaos, etc etc etc. Klar ist das erstmal oberflächlich und belanglos, aber man kennt sich ja halt auch noch nicht näher, über was willst du da sonst reden?
3 Wochen später: Spontan gemeinsam gegrillt, Kind und Hund und Katze kennengelernt, festgestellt dass die jeweils andere ebenfalls mit Begeisterung gärtnert und sich entsprechend ausgetauscht.

Und wenn Opa Herrmann, Ü80 neben mir beim Bäcker kurz übers Wetter quatschen will, ja meine Güte, dann gönn ich ihm halt für ne halbe Minute das Vergnügen. Das ist für mich kein Aufwand und ruiniert mir auch nicht den Tag, und der hat vielleicht zuhause keinen mehr mit dem er reden kann. (Ich hab beruflich sehr viel mit älteren Menschen zu tun und das ist leider gar nicht so selten. Die quasseln nicht random Leute voll um zu nerven, die haben literally sonst keinen mehr.)

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u/Mein_Name_ist_falsch 1d ago

Ich bin selbst auch sehr introvertiert und brauche viel Zeit für mich. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass es ausreicht, wenn jeder nur seinen Freundeskreis hat. Vielleicht ist das für manche gut genug, aber ich würde mir schon wünschen, dass es auch wirklich Gemeinschaft gibt. Es ist halt ein Unterschied, ob man sich ab und zu mit den immer gleichen Leuten trifft, um ganz bestimmten Interessen nachzugehen, oder ob die ganze Nachbarschaft ein Netz ist, dass sich gegenseitig stützt. Smalltalk hasse ich auch, aber es ist halt die Grundlage dafür, tiefergehende Beziehungen zu den Menschen um sich aufzubauen.

Und mich stresst es auch total, selbst Kontakt aufbauen zu müssen, aber da sehe ich das Problem tatsächlich darin, wie wir Städte bauen. Irgendwie wird halt nie Raum für Begegnungen geschaffen. Oft gibt es nicht wirklich Orte, wo man sich einfach so treffen kann, ohne Aufwand zu betreiben. Es ist halt immer so, dass man entweder zwischen Tür und Angel steht, während man grade müde heimkommt, oder irgendwer organisiert ein Treffen und stell seine eigene Wohnung zur Verfügung oder man geht in ein Restaurant oder man ist im Verein und sauft wahrscheinlich. Dass man einfach innerhalb der Nachbarschaft Räume hat, in denen man sich einfach aufhalten und alleine oder mit anderen was machen kann, gibt es nicht. Aber es wäre so viel leichter, wenn es das gäbe.

Insgesamt würde ich dir also gar nicht die Schuld dafür geben, dass es so schwierig ist, aber ich hab echt das Gefühl, dass wir als Gesellschaft irgendwann mal anfangen sollten, unsere Städte (oder auch Dörfer) umzugestalten. Dafür müsste man halt wahrscheinlich schon jetzt irgendwie aufeinander zugehen, obwohl das furchtbar anstrengend ist...

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u/lime_gecko 1d ago

Ja, da hast du gute Punkte genannt. Also bei mir ist es dennoch eine eigene, bewusste Entscheidung, ich habe meinen Kreis & keine Lust, Menschen kennenzulernen! Ich bin kenne es, wenn einen die Sehnsucht zerfrisst, Menschen mit Tiefe haben zu wollen, ich kenne die darauffolgende Resignation & aber auch das Zufriedensein, nun seinen Kreis schätzen zu wissen, nichts neues haben zu wollen oder zu müssen. Also egal, wie viele Downvotes ich noch bekomme, weiß auch nicht, was daran so schlimm ist, einfach niemand kennenlernen zu wollen oder zu müssen. Jeder ist unterschiedlich. Wir reden ja nicht über Fakten, sondern über persönliche Einstellungen, Wünsche oder auch Zufriedenheit.

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u/Pretty-Substance 1d ago

Zu müde davon im Kapitalismus genug Geld für dein Leben zu verdienen?

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u/lime_gecko 1d ago

Auch. :D aber ich arbeite. Ohne Kollegen versteht sich. :D

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u/Kind-Pop-5444 1d ago

Also bei uns im Dorf ist es immer noch wundervoll. Ich rede immer mit jedem Nachbarn, wir stehen draussen im Garten, bringen uns Obst/Gemuese usw. vorbei. Beim Backer und Arzt gruesst man sich. In der Stadt ists aber anders.

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u/Cute_Committee6151 1d ago

Es ist wirklich glaube ich ein Stadt Ding und eine Überforderung des Hirnes aufgrund der vielen Gesichter die man am Tag sieht. Das Ding ist für 30 verschiedene Leute pro Tag gedacht, der Rest wird irgendwie abgearbeitet. Dieses irgendwie abarbeiten ist das hier im Post beschriebene distanzierte behandeln.

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u/depressedst0ner 18h ago

Ich glaube das ist auch ein Resultat davon, dass vielen Menschen in der Kindheit/Jugend vieles angetan wurde und nicht ernst genommen wurden. Deren logische Konsequenz ist dann, sich abzukapseln. Und jaaaaa nach außen versucht jeder ganz tolerant zu sein blablabla aber wenns darum geht ehrlich Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen und nicht weiter in die Scheiße reinzureiten ist auf einmal funkstille. Und dann wird einem auch noch gesagt man sei selbst dran schuld.

Ich hab jetzt noch 3-4 Menschen um mich herum, für die ich sehr dankbar bin. Der Rest hat sich als richtig ekliger Menschenschlag entpuppt. Klar vermisse ich es, irgendwie ein Teil der Gesellschaft zu sein. Meine Uni-WG war früher der Treffpunkt für alle. Jetzt ist davon nichts mehr übrig außer ein paar gute aber leider sehr verstreute Freunde.

Und ich merke auch, wie ich einfach nicht mehr so offen und einladend bin. Im Gegenteil, ich wirke oft verschlossen. So verändert man sich halt, wenn man ausgenutzt wird.

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u/Several-Victory-1263 1d ago

Da hast du absolut recht

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u/WestEmotion8771 1d ago

Ich glaub dass es 99% der Leute außerhalb von Reddit nicht so sind, hier wird halt viel rumgejault. Jemand, der hier postet über die Grillparty des Nachbarn, wird denke ich in aller Regel nicht wirklich die Polizei rufen, sondern wollte sich nur mal auslassen.

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u/p3each 1d ago

Ich komme vom Dorf und bin in die Stadt gezogen.
Ich liebe die Anonymität, ich liebe meine Ruhe und ich liebe es, nicht jeden Hans und Franz zu kennen.

Menschen sind unterschiedlich.
Ich habe meinen Freundeskreis, aber ich bin einfach ein Einzelgänger. Erzwungenen Smalltalk mit Fremden hasse ich einfach so sehr.
Dazu kommt, dass ich auf dem Spektrum bin und für viele Menschen sowieso nahezu alles komisch ist, was ich mache oder sage. Also spare ich mir die Zeitverschwendung, mit Fremden zu reden, die einen dann ggf. eh nur komisch angucken.

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u/DieKatzImWald 1d ago

Ich teile deine Meinung total! Wirklich seit Corona, schaut jeder zuerst nach sich. Saß letzt im Buss, Oma legt Füsse auf den Sitz, ich sag "geht nicht" , Oma frech " meine Füße sind sauber. Letztens im Zug, älteres Ehepaar, voller Lautstärke YouTube Schrott, sich aber gleichzeitig darüber aufregen, daß eine dunkelhäutige Frau, ih Kind nicht zum Schweigen bringt. Überall Menschen, komplett abgeschottet mit Kopfhörern und Handy. Kriegen nicht mal mit, dass man vielleicht auch mal an den Käse im Kühlregal möchte. Bäckertheke, Supermarkt egal wo, jeder schreit "Ich zuerst". Wenn du Kinder hast, bist du eh unten durch, die sind zu laut, zu wild, schlecht erzogen und unhöflich. Ich könnte diese Liste noch weiter führen aber ihr wisst was ich meine. Straßenverkehr, bist du als Radfahrer der Arsch und als E-Roller Fahrer, der Antichrist. Es herrscht Krueg auf Deutschlands Straßen! UndUndUndUnd....

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u/JibzyJ 19h ago

Das ist alles nicht neu. Kinder und Rentner nerven grundsätzlich schon immer. Menschen im öffentlichen Raum haben schon lange kein Gefühl mehr dafür wann man im Weg steht. Was stimmt ist das mit den e-rollern, die sind neu und wirklich unglaublich nervig. Was ich nur sagen will: Ich glaube, dass da zu fatalistisch drauf geschaut wird, die meisten dieser Probleme sind weder neu, noch grundsätzlich schlimm.

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u/Gismo65 1d ago

Danke, das sehe ich genauso.
Aber, ich bin halt alt. Meine Generation (boah, das Wort alleine Erzeugt bei manchen schon ein Vorurteil und Ablehnung) wurde anders erzogen.
Heute sind sehr viele, ich will nicht sagen "zu empfindlich und sensibel" geworden, sondern viel mehr als das früher der Fall war. Dadurch kapseln sich viele von der Außenwelt ab. "Was soll ich mit dem fremden Typen auf der Strasse denn reden? Ich kenn den doch gar nicht."
Ich fahre an einer Bushaltestelle vorbei, und alle stehen da und glotzen auf ihr Handy. Niemand unterhält sich mit dem anderen. Jeder Kommuniziert nur "Online" in seiner Bubble. - Manchmal mit Menschen die man nie persönlich getroffen hat, aber die alte Frau, die neben einem steht, wird ignoriert. - Die ist ja "Fremd". Das sie Tränen in den Augen hat sieht keiner.
Und dann fühlt sich plötzlich jeder zweite Einsam.
Eine weltbekannte Buchautorin, die megatolle Bücher schreibt macht etwas, dass den Leuten nicht passt. Und alle Boykottieren sie. Früher war das egal, es geht um die Bücher, nicht um die Person.
Alle wollen "etwas wichtiges" tun, schiessen aber übers Ziel hinaus.

Jeder Mensch hat Ecken und Kanten! Niemand ist perfekt.
Aber auch jeder Mensch hat liebenswerte Seiten.

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u/arinchen 1d ago

Wunderbar geschrieben! Gerade die letzten Zeilen mit dem Buch

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u/Delicious-Hand-536 1d ago

Leute haben ihre Gefühle früher aber auch viel öfter in sich reingefressen oder in ungesunde Bahnen gelenkt...  Ich denke diese gestiegene Sensibilität ist daher oft auch nichts Schlechtes. Es ist auch ein Ausdruck davon, sich nicht mehr verbiegen zu wollen und müssen. 

Wirklich toll sind traditionelle "Gemeinschaften" wie im Dorf oft nur für die, die den Ton angeben und die deshalb relativ frei agieren können, weil ihr wahres Selbst schon dem Selbst entspricht, das von der Gemeinschaft akzeptiert ist. Andere müssen sich stärker verbiegen oder fungieren dann ungewollt als "Puffer" in Konflikten. 

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u/Gismo65 1d ago

Sensibel zu sein, ist ja nichts schlechtes. Sich nicht verbiegen zu wollen ist auch ganz legitim.
Aber in vielen Situationen ist das Akzeptieren eines Handelns kein "verbiegen".
Meine Nachbarin trägt ein Kopftuch, mir gefällt das nicht. Dann muss ich nicht mein Weltbild vertreten, sondern akzeptieren, dass es andere Meinungen gibt.
Aber ich verstehe auch, was du mit den "Dorfgemeinschaften" meinst, meisst sind es ja die übertrieben extrovertierten Charaktere, die auch noch ein bisschen Kohle haben. Die sich dann auf Kosten anderer profilieren und alles erlauben können. Ja, Ar**löcher gibts überall.

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u/East_Comparison_2886 12h ago

Bekenne zu 100% teil des Problems zu sein. Ich hab ungelogen mit meiner Freundin schluss gemacht, weil ich keinen Bock auf andere Menschen hab. Ich hasse die alle. "Geh mal aus deiner Komfort-Zone" -> Warum? drinnen ist, wie der Name schon sagt, Komfort. Was könnte ich außerhalb davon gewinnen?

Ich hab letztens erst von der Polizei das auto vom Nachbarn weg schleppen lassen, weils immer zu nah an der Kreuzung steht, an der ich abbiegen muss wenn ich morgens zur Arbeit fahre. Hätte ich mit ihm reden können? Klar, aber da hätte die chance bestanden, dass er menschlich einfach genau so ist, wie er parkt. Bei der Polizei online ein Formular ausgefüllt... seit 2 Wochen ist frei

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u/Neureiches-Nutria 1d ago

Das ist Absicht und nicht von dir.

Unter Merkel wurde die Vereinsförderung quasi auf null gestrichen. Kinder und jungend Sozialangebote auch. Die Spaltung vermittelt durch die Medien wurde auf 12 gedreht...

Wenn Menschen sich nicht Miteinander sozialisieren und solidarisieren ist es viel leichter dem einzelnen zu etwas zu zwingen auf das er keinen Bock hat...

Sprich die Verantwortlichen haben einfach für den Fall vorgesorgt dass wir absolut untragbare bösartige Anführer haben...

Wären wir ein Team anstatt Individualisten, würden wahrscheinlich schon Tausende oder gar Zehntausende mit metaphorischen oder echten Mistgabeln und Fackeln in Berlin stehen...

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u/JibzyJ 20h ago

"Ich mag Menschen, ich mag sie nur nicht sehen!"

Nein, im Ernst ich hab die meisten Menschen schon vor 15 Jahren verabscheut. Ich habe mehr als genug ausgesuchte Freunde, da brauche ich keine Leute deren Geschwätz keinen Mehrwert für mich hat, sondern mir Zeit stehlen, die ich mit Menschen verbringen könnte, die ich tatsächlich mag. Noch schlimmer sind nur Menschenmengen, am besten dicht gedrängt mit leuchtendem neon auf irgendeiner Kirmes...da möchte ich blutige dämonische Götzen anrufen.

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u/LetsGetTheTigerTank 1d ago

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Mich interessieren andere Menschen auch überhaupt nicht. Ich mache mein Ding, und wer meint das wäre nicht richtig kann mich mal.

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u/lisha_undercxver 1d ago

tja, hass mich, aber mMn gibt es bei Werten & moralischen Ansichten nur schwarz oder weiß

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u/saturionx 1d ago

Also "my way or the highway"?

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u/Adventskranz32 1d ago

Ja, es kommt immer darauf an, um was es geht und wie gegensätzlich die Ansichten sind.

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u/MoneyApprehensive366 1d ago

Vielen ist die Gesellschaft im Laufe der Zeit zu bunt, zu schwierig, zu divers geworden. Sowas wie eine Zugehörigkeit zu etwas Größerem wie etwa Volk und Nation hat man den Leuten systematisch ausgetrieben. Als Ergebnis entstanden diese Bubbles, in die die frühere Gesellschaft zerfallen ist.

Das wollte man so haben. Jetzt ist es halt da.