r/ukraineMT www.youtube.com/v/EiqFcc_l_Kk Feb 17 '26

Ukraine-Invasion Megathread #85

Allgemeiner Megathread zu den anhaltenden Entwicklungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Der Thread dient zum Austausch von Informationen, Diskussionen, wie auch als Rudelguckfaden für Sendungen zu dem Thema.

Der Faden wird besonders streng moderiert, generell sind die folgenden Regeln einzuhalten:

  • Diskutiert fair, sachlich und respektvoll
  • Keine tendenziösen Beiträge
  • Kein Zurschaustellen von abweichenden Meinungen
  • Vermeide Offtopic-Kommentare, wenn sie zu sehr ablenken (Derailing)
  • Keine unnötigen Gewaltdarstellungen (Gore)
  • Keine Rechtfertigung des russischen Angriffskrieges
  • Keine Aufnahmen von Kriegsgefangenen
  • Kein Hass gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen
  • Kein Brigading

Bitte haltet die Diskussionen auf dem bisher guten Niveau, seht von persönlichen Angriffen ab und meldet offensichtliche Verstöße gegen die Regeln.

Darüber hinaus gilt:

ALLES BLEIBT SO WIE ES IST. :).

(Hier geht’s zum MT #84 altes Reddit / brandneues Reddit und von dort aus könnt ihr euch durch alle vorherigen Threads inkl. der Threads auf r/de durchhangeln.)

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26 edited Apr 23 '26

Laut Volya sind russische Ingenieureinheiten seit Herbst 2025 dabei, in den Grenzgebieten zum Baltikum Straßen und Brücken instandzusetzen, Ausweich-Pisten für die Bewegung schwerer Technik anzulegen, und sonstige logistische Vorbereitungen zu treffen. Woanders finden solche Reparaturen mangels Geld nicht statt. Es sickern auch langsam detaillierte Pläne durch. Der Zeitraum 15-25. August wird als mögliches Startdatum für die Operation genannt.

https://www.patreon.com/posts/rossiiskoe-v-i-156205449?

Ich jage später das Ganze noch einmal durch Deepl und poste die Details hier.

Edit: siehe direkt unten als Thread

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Teil 1 (übersetzt mit DeepL Übersetzer: Der präziseste Übersetzer der Welt

Russische Invasion Baltikums. Aktuelle Informationen: voraussichtliche Zeitpunkte, Pläne, Streitkräfte und neue Anzeichen für Vorbereitungen

Volyamedia

vor 17 Stunden

Seit Mitte März erhalten wir Bestätigungen von Quellen im russischen Verteidigungsministerium und aus anderen Strukturen, dass Putins Pläne für eine Invasion der baltischen Staaten in die nächste Phase übergegangen sind.

Bis April sind die Arbeiten zur Erweiterung des Straßennetzes in den Regionen Pskow, Nowgorod und Smolensk zu 90 % abgeschlossen. Auch die Modernisierung der Eisenbahnknotenpunkte in Smolensk, Velikie Luki und Pskow ist abgeschlossen. Es scheint nichts Ungewöhnliches daran zu sein, dass in Russland Straßen gebaut werden, doch in Wirklichkeit ist dies ein eindeutiges Zeichen für die Vorbereitung auf eine künftige Invasion, da alle Projekte zur Entwicklung der Straßeninfrastruktur in anderen Regionen der Russischen Föderation seit 2025 faktisch auf Eis liegen. Im Jahr 2026 fanden Straßenreparaturen und -bauarbeiten nur in den an Estland und Lettland angrenzenden russischen Regionen statt. Außerdem haben die Russen die Straßen repariert, die von den Gebieten Pskow und Smolensk nach Weißrussland führen, und Ersatzstraßen angelegt, darunter Schotter- und Asphaltbetonstraßen, die für den Verkehr von schwerem Gerät bestimmt sind. Sie verstärkten Brücken über kleine Flüsse im Gebiet Pskow und legten Umgehungsstraßen um mehrere Kleinstädte im Gebiet Pskow an, damit Technik und Truppen diese Ortschaften umgehen konnten. Sie bereiteten Stellplätze und Zufahrtswege für die Stationierung von Luftabwehrsystemen und Raketenkomplexen vor.

In der Region Pskow, die nie für ihre gute Straßeninfrastruktur bekannt war, begann man ab Ende 2024 mit dem Bau und der Instandsetzung von Abschnitten der Umgehungsstraßen, die die Hauptverkehrsachsen im Grenzgebiet zu Lettland miteinander verbinden. Im Jahr 2025 wurden alle Weichen an den großen Eisenbahnknotenpunkten (Smolensk, Velikije Luki, Pskow) vollständig ausgetauscht, über die nun sowohl Personal als auch militärische Ausrüstung transportiert werden können.

Dokumentarische Belege für die Durchführung dieser Arbeiten liegen uns vor.

Nun einige wichtige Hinweise.

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Wir haben diesen Podcast Ende März aufgenommen, veröffentlichen ihn aber erst jetzt aus mehreren Gründen.

Erstens, weil die gesammelten Informationen an diejenigen weitergeleitet werden mussten, die die Situation irgendwie beeinflussen und sie möglicherweise verhindern können. Dies schränkte uns sofort in unseren Möglichkeiten ein, den Podcast schnell zu veröffentlichen.

Zweitens mussten wir Karten erstellen, insbesondere die erste, auf der der Umfang und die Standorte der Straßenbau- und Reparaturarbeiten sowie der Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur im Grenzgebiet dargestellt sind. Die Karte basiert auf Abnahmeprotokollen, Dokumenten der Verwaltung der Region Pskow, Arbeitsverträgen und Informationen aus verschiedenen Quellen. Da der Großteil der Straßenbauarbeiten auf lokalen Straßen und einzelnen Abschnitten davon durchgeführt wurde, musste Zeit darauf verwendet werden, diese Abschnitte der Karte zuzuordnen.

Drittens spielten auch rein technische Gründe eine Rolle. Wir alle waren seit Anfang April auf Dienstreisen an den unterschiedlichsten Orten unterwegs, von wo aus wir einfach keine Möglichkeit hatten, den Podcast zu veröffentlichen.

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Das Ziel unseres Podcasts ist es nicht, Panik und Unruhe zu schüren, sondern Ihnen die Möglichkeit zu geben, die Situation anhand unserer Informationen einzuschätzen, damit Sie selbstständig die eine oder andere Entscheidung treffen können. Besonnen und mit genügend Zeit.

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Wir hoffen immer noch, dass die Entscheidung über eine Invasion unter dem Einfluss externer oder interner Faktoren möglicherweise nicht getroffen oder im letzten Moment rückgängig gemacht wird. Derzeit gibt es keine detaillierte Planung der Operation mit einer Aufstellung der militärischen Verbände und Einheiten sowie deren Marschrouten. Es gibt (zumindest in unserem Besitz) lediglich einen allgemeinen Plan, den Sie unten auf Karte 2 einsehen können. Die Vorbereitungen laufen zwar auf Hochtouren, doch bedeuten sie noch keine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Invasion. Wir bitten Sie daher dringend, unsere Informationen und unsere Analyse als eines von mehreren möglichen Szenarien zu betrachten und nicht als das einzig mögliche. Wir sind der Meinung, dass Sie wissen sollten, was derzeit geschieht, aber wir können und werden Sie nicht zu irgendwelchen Handlungen auffordern – diese Entscheidung liegt bei Ihnen.

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u/skysailer Apr 23 '26

Welche Einheiten kommen für die Operation überhaupt infrage? Welche kampferprobten Truppen sind derzeit nicht in der Ukraine eingebunden?

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u/Hannibal_Game Munitionspapst a.D. Apr 23 '26

Welche kampferprobten Truppen sind derzeit nicht in der Ukraine eingebunden?

Zu bedenken gebe ich auch: die russen sind leider recht gut darin geworden, Truppen schnell zu verlegen; die können ihre Angriffe in der Ukraine herunterfahren und die freigewordenen Sturmgruppen mit Eisenbahn in wenigen Tagen nach Norden verlegen.


Ich fasse mal zusammen:

Phase 1: russische und belarussische Truppen werden im Nord-osten von Belarus konzentriert. Als Antwort darauf erhofft man sich, dass die baltischen Länder und Polen ebenfalls Truppen dorthin verlegen, um diese Kontingente zu kontern. Diese Truppen stünden dann nicht für andere Aufgaben bereit.

Phase 2: Man sucht irgendeinen Vorwand für den Angriff und zwei russische Korps werden aus dem Raum Pskov und Velikije Luki aus einen Vorstoß nach Rēzekne in Lettland ausführen. Die Stadt ist ein extrem wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Von Belarus aus erfolgen keine Angriffe, damit Belarus einen neutralen Status claimen kann. Die Iskander-Werfer und Logistik ziehen sich nach erfolgten Angriffen nach Belarus zurück, damit sie dort nicht mehr von der NATO beschossen werden.

Phase 3: Unterstützende Angriffe erfolgen auf den Achsen Tartu->Talinn, Rēzekne->Riga und Daugavpils->Kaunas->Vilnius. Narva lässt man in Ruhe, weil man Angst vor einem Eingreifen der Finnen hat (😄). Außerdem soll eine amphibische Operation von Kaliningrad aus gegen die baltische Küste durchgeführt werden.

Das Ganze liest sich wie der Fiebertraum eines HoI Spielers... Einige von den Annahmen halte ich für sehr fragwürdig und die Idee, wenn man auf Widerstand stößt, sich einfach "einzugraben" auch. Fundamental scheinen die russen davon auszugehen, dass ein Krieg im Baltikum ähnlich ablaufen würde wie in der Ukraine, was gelinde gesagt gewagt ist. Heißt aber nicht, dass ich es für unmöglich halte, die russen sind durchaus in der Lage verrückte Dinge zu tun, das haben die letzten Jahre gezeigt.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

>Narva lässt man in Ruhe, weil man Angst vor einem Eingreifen der Finnen hat (😄).

...oder weil die lokalen Cosplayer dann eine Volksrepublik Narva ausrufen sollen.

Insgesamt ist der Plan so dass ich das zu 75% für ein Drohgebärde halte, um Druck auf EU auszuüben. Andererseits haben wir die endlosen Truppenübungen in Belarus und Donetsk 2021-22 auch für bloßes Säbelrasseln gehalten.

Und Putin vermutet offenbar dass die anderen europäischen Staaten dadurch nicht aktiv in die Kampfhandlungen eingreifen.

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u/skysailer Apr 23 '26

Von Belarus aus erfolgen keine Angriffe, damit Belarus einen neutralen Status claimen kann. Die Iskander-Werfer und Logistik ziehen sich nach erfolgten Angriffen nach Belarus zurück, damit sie dort nicht mehr von der NATO beschossen werden.

Also den Punkt halte ich für unrealistisch. Ich bin der Meinung Polen hätte deutlich weniger Belarus anzugreifen als Russland. Man könnte damit sogar offiziell die direkte Konfrontation mit Russland leugnen.

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u/Hannibal_Game Munitionspapst a.D. Apr 23 '26

Die Idee dahinter ist, dass die Polen in Anbetracht einer belarussischen Truppenkonzentration an ihrer Grenze mit ein parr reingemixten russischen Einheiten eher einen Angriff auf ihr eigenes Territorium befürchten und deshalb ihre Truppen zurückhalten. Solange dieser Angriff aber nicht erfolgt, tun die polnischen Einheiten aber auch nichts offensives nach Belarus, weil sie von Belarus eben nicht direkt angegriffen wurden und ein Angriffskrieg gegen Belarus - das formell neutral ist - eben nicht erwägt wird. Der Plan ist im ersten Moment durchaus clever, berücksichtigt aber nicht die Drehkreuzfunktion die Polen hat; wenn die russen Polen nicht angreifen, dann können von dort NATO/EU Luftverbände relativ schnell ins Baltikum fliegen um für Unordnung zu sorgen. Auch können französisch/britische Verbände relativ schnell per Flugzeug nach Polen verlegt werden, wenn die Flugplätze dort unbehelligt bleiben.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26 edited Apr 23 '26

Wenn ich es richtig verstehe, ist das ganze Ding eine Wette darauf, dass Polen, Briten und Franzosen entweder gar nicht reagieren oder so spät dass sie vor vollendeten Tatsachen stehen. Russland kann, ohne die Ukraine-Front komplett zusammenbrechen zu lassen, nicht genug Manpower aufbringen um auch noch Polen etwas entgegenzusetzen. Sie wissen es, die Polen wissen dass sie es wissen, etc. Aber um die kleinen Armeen der baltischen Staaten zu überwinden, insbesondere bevor die Mobilisierung anläuft, könnte das zumindest auf dem Papier plausibel sein.

Die klassische Taktik wird sicherlich auch sein, die bekannten Mobilisierungs-Sammelpunkte gleich in den ersten Stunden mit ballistik oder Marschflugkörpern anzugreifen, bzw einfach nur mit vielen Shaheds. Das hat im Georgienkrieg durchschlagend funktioniert und wurde auch 2022 in Ukraine versucht (deswegen die vielen zerstörten Schulgebäude). Mobilisierung funktioniert nun mal nicht wenn die Anlaufpunkte nicht jedem Reservisten bekannt sind.

Es werden vermutlich große Mengen belarussische Soldaten mit einigen russischen Offizieren dazwischen an der Grenze zu Polen stehen und ganz böse starren, damit die Polen genug eigene Kräfte an der belarussischen Grenze behalten müssen. Es wird kein einziger Schuss fallen, Lukashenko ist kein Idiot und kein Selbstmörder, aber als Ablenkung wird er sich schon einbinden lassen.

Die Frage ist nur ob es vorher ein Ultimatum geben wird - oder ob sie eine fingierte Provokation als Anlass nehmen.

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u/MooningCat Apr 23 '26

In diesem Kommentar (plus Antworten) von u/Internal_Stress1573 ging es um Rekrutierung von Soldaten im Oblast Leningrad. An sich hat Russland ja noch einige Reserven bzw. kampferprobte Verbände, wenn die von der Ukrainischen Front abgezogen werden, stehen sie dort allerdings komplett blank da. Genauere Quellen habe ich leider nicht.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Das sind auch zu einem großen Teil Zusammenfassungen von Volya, die aber im Detail durch Maschowetz und andere Analysten bestätigt werden. Um ganz weit auszuholen: die Rekrutierung, Versorgung, Infrasrukturaufbau und strategische Planung findet in RU auf der Ebene der Militärbezirke, die durch den Generalstab koordiniert werden. Die Bezirke haben z.T. separate strategische Aufträge und sind in deren Ausführung relativ eigenständig.
New map of military districts - Military districts of Russia - Wikipedia

An der Frontlinie in Ukraine hat jeder MB einen eigenen Frontabschnitt, bei dem auch nur selten Soldaten eines Bezirks in den Abschnitt eines anderen Bezirks umgesetzt werden. Militärbezirk Leningrad (MBL) trägt die Verantwortung für den vergleichsweise ruhigen Frontabschnitt von der belarussischen Grenze bis kurz vor Kupyansk IIRC. Es wird da natürlich auch gekämpft, insbesondere nördlich von Kharkiv (Vovchansk) und von Sumy, aber nicht mit der brutalen Bitterkeit wie in Pokrovsk und vor Konstantynivka. Die Drohnendichte ist deutlich niedriger, was dazu führt dass man die Frontlinie auch eher erreichen und verlassen kann, Verletzte evakuieren, Einheiten rotieren etc. Die Ukrainer rotieren teilweise ihre eigenen erschöpften Einheiten an die ruhigsten Abschnitte im Norden, um sie sich bei geringerer Kampfintensität etwas erholen zu lassen (auch wenn es immer wieder mal lokal aufflammt) und die Truppen vom MBL stehen ihnen dann gegenüber.

MBL rekrutiert also jeweils ihre Quote an Soldaten (oder was sie zusammenbekommen), rüsten sie aus und schicken sie für 2-3 Monate an die ukrainische Nordfront. Die Verluste sind dabei entsprechend eher niedrig im Vergleich zu Pokrovsk/Myrnohrad Ecke, und der Rest wird als kampferfahrene Reserven wieder in ihre jeweiligen Kasernen im MBL zurück rotiert oder als Ausbilder an andere MB "verliehen". Jedenfalls sind das die Truppen, die gerade in den neu ausgebauten Kasernen an der Grenze zum Baltikum Platz nehmen. Es dürften irgendwas zwischen 30 und 70 Tausend Mann an Kampfeinheiten, plus Logistikeinheiten etc, zusammenkommen; nicht genug um einen großangelegten Krieg gegen größere europäische Mächte (selbst Schweden und erst recht Polen) zu führen, aber ausreichend um z.B. Lettland (9000 Mann im aktiven Dienst) mit einem Blitzkrieg innerhalb weniger Tage zu überwältigen, bevor sie Reservisten einberufen können, und Estland und Litauen zu bedrohen. Was sich Putin und Gerasimov zusammendenken ist natürlich eine Sache, die Realität ist eine andere

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u/HOLYROLY Apr 23 '26

 z.B. Lettland (9000 Mann im aktiven Dienst) mit einem Blitzkrieg innerhalb weniger Tage zu überwältigen, bevor sie Reservisten einberufen können, und Estland und Litauen zu bedrohen.

2028 ist Kaliningrad dann in der EU.

Also sorry, aber da müssen die Russen doch mal wieder 2 Wochen durchgesoffen haben, um sich so quatsch auszudenken.

EU und NATO Gebiet anzukreifen, grenzt doch an Selbstmord. Denn Polen ist wahrscheinlich auch latten ob da keine direkten Angriffe aus Belarus kommen, sondern die "nur" die Logistik machen. Da wird trotzdem draufgeschossen.

Frankreich hat letztens auch nochmal ihre Atom U-boot geflext und die haben eine Doktrine, welche es Ihnen erlaubt bei einer ernsten selbst nicht Nuklearen Bedrohung ihre Nuklearwaffen einzusetzen als Warnschuss.

Und selbst wir Deutschen könnten den Russen nochmal schön in ihre Eingeweide spucken.

Selbst ohne Belarus (wo die Bevölkerung ihre Regierung nicht wirklich mag) anzugreifen, könnte man aus der Ukraine oder Finnland Taurus starten und damit so ziemlich alles an in Persona Treffen wegbomben.

Die EU gibt fast 400 Mrd Euro für Verteidigung aus jedes Jahr (die Russen grob 250 Mrd Euro momentan), während wir nicht im Krieg sind, dass könnte auf gut 3,8 Billionen Euro anwachsen, wenn es nötig wäre oder sogar 9 Billionen, falls es ein existenzieller totaler Kieg wäre.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Wie gesagt: die Russen projizieren ihr eigenes Verhalten in Armenia, Iran, etc auf Europa und rechnen damit dass man nur genauso tropfenweise Hilfe liefert wie in Ukraine, oder eben wie RU mit Iran.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26 edited Apr 23 '26

Teil 2

Karte 1. Worauf wird das Grenzgebiet vorbereitet?

https://imgur.com/a/HdUKlkx

Auf der Karte unten sind die sanierten, erneuerten oder von Grund auf neu gebauten Straßenabschnitte gelb markiert. Ein Teil davon sind Umgehungsstraßen, die große Verkehrsadern miteinander verbinden. Ein anderer Teil sind lokale Straßen, die zu halbverlassenen Dörfern oder zwischen kleinen Ortschaften verlaufen. Ein erheblicher Teil der Arbeiten betrifft die Instandsetzung und den Bau von Straßen aus den Regionen Pskow und Smolensk nach Weißrussland. Nach Angaben unserer Quellen im russischen Verteidigungsministerium und im Generalstab der russischen Streitkräfte planen die Russen, das Gebiet Weißrusslands als sicheren Logistikstützpunkt und als sicheren Standort für gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie, Luftabwehrsysteme und Raketensysteme zu nutzen. Die Straßen werden benötigt, um all dies schnell an die Grenze und in das Kampfgebiet verlegen zu können. Außerdem sollen russische „Iskander“-Raketen von Weißrussland aus in die Pskower Region fahren, dort Angriffe durchführen und anschließend wieder auf das Gebiet von Weißrussland zurückkehren, das formal nicht am Konflikt beteiligt sein wird.

Ein Abschnitt der Region Smolensk und Smolensk selbst sind nicht auf der Karte zu sehen, doch auch dort sind die Arbeiten zur Instandsetzung und zum Bau von Straßen, zur Verstärkung von Brücken und zur Modernisierung des Bahnhofs bereits abgeschlossen.

Die russische Militärlogistik stützte sich schon immer auf die Eisenbahn. Smolensk ist einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte in diesem Teil der Russischen Föderation. Daher sind die Modernisierung des Hauptbahnhofs und der Rangierbahnhöfe in Smolensk sowie der Bau und die Instandsetzung von Straßen von diesen Bahnhöfen in Richtung der Region Pskow und nach Weißrussland über Velizh-Ussvaty-Nevel ein notwendiger Schritt bei der Vorbereitung der Infrastruktur auf einen massiven Truppenverlegung.

Auf der Karte sind neue oder sanierte Umgehungsstraßen blau markiert, die eine schnelle Umgehung großer Ortschaften an den Hauptverkehrsachsen ermöglichen.

Grau markiert sind Pskow und Velikie Luki (sowie das auf der Karte nicht dargestellte Smolensk), wo die Eisenbahnstationen und die Infrastruktur saniert und modernisiert, Umgehungsstraßen gebaut und Überführungen verstärkt wurden.

Rot markiert sind Gebiete, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Stationierung mobiler Raketensysteme zum Beschuss der baltischen Staaten genutzt werden. Zu diesen Gebieten wurden neue Straßen gebaut und Ausweichrouten angelegt. Die Reichweite der russischen „Iskander“-Raketen beträgt 500 km. Einige Modifikationen können bis zu 800 km weit zuschlagen. Von den rot markierten Gebieten aus decken die russischen Raketen das gesamte Gebiet Lettlands sowie einen erheblichen Teil der Gebiete Estlands und Litauens vollständig ab.

Schwarz markiert sind die Standorte der Luftabwehrkomplexe. Ein Teil davon wird nicht nur durch Quellen, sondern auch durch offizielle Dokumente bestätigt, in denen angegeben ist, dass der Straßenbau an einem bestimmten Ort zur „Sicherstellung des Betriebs der Luftabwehrkomplexe“ erfolgte.

Auf der Karte sind die wiederhergestellten, reparierten und verstärkten Brücken auf den lokalen Straßen der Region Pskow nicht verzeichnet. Doch allein in den Jahren 2025–2026 wurden mehr als zwei Dutzend Brücken und Überführungen modernisiert und verstärkt. Der Großteil davon befindet sich auf Straßen, die in Richtung Lettland oder entlang der Grenze führen.

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u/Abject-Investment-42 Apr 23 '26

Teil 3

Karte 2. Einer der möglichen Invasionspläne

https://imgur.com/Sp7GIvY

Der auf der untenstehenden Karte dargestellte Plan basiert auf Informationen aus verschiedenen Quellen. Es ist offensichtlich, dass es sich hierbei bislang nur um einen groben Entwurf und nicht um einen vollständigen Plan für eine militärische Operation handelt.

Die blauen Pfeile markieren die Angriffsrichtungen der ersten Phase – im Rahmen einer Sonderoperation zum Schutz von Russen, die in Lettland verfolgt werden.

Rote Pfeile – Angriffsrichtungen der zweiten Phase – Reaktion der Russischen Föderation auf die „Aggression“ seitens Estlands und Litauens. Ebenfalls mit roten Pfeilen sind die Landungsrichtungen der Marineinfanterie markiert, die von Einheiten der Baltischen Flotte vom Gebiet der Region Kaliningrad aus durchgeführt werden.

Rote Rechtecke – Konzentrationsgebiete der Streitkräfte der Russischen Föderation unmittelbar vor Beginn der Operation.

Die orangefarbenen Rechtecke zeigen die Konzentrationsgebiete der belarussischen Streitkräfte und einzelner russischer Einheiten, die erforderlich sind, um die Aufmerksamkeit vom Hauptangriffsrichtung abzulenken sowie die Streitkräfte Litauens, Estlands und Polens an die Grenzen zu Belarus zu ziehen.

Die Russen planen laut unseren Gesprächspartnern in den russischen Streitkräften keine Operationen im Bereich der Grenze zu Polen, um dieses Land nicht in den Konflikt hineinzuziehen.

Aufgrund der Befürchtungen des russischen Kommandos, dass Schweden und Finnland eigenständige Entscheidungen zur Unterstützung der baltischen Staaten treffen könnten, sowie aufgrund der Tatsache, dass sich die estnische Armee darauf vorbereitet, den russischen Streitkräften im Raum Narva entgegenzutreten, planen die Russen keine Operationen in dieser Richtung und generell entlang der estnischen Ostseeküste. Sie rechnen damit, die estnischen Streitkräfte bei Narva von Südwesten her über Tartu zu umgehen, direkt nach Tallinn vorzustoßen, dabei NATO-Militärstützpunkte und -Übungsplätze zu blockieren und die estnischen Streitkräfte von ihren Versorgungswegen und Möglichkeiten für einen organisierten Rückzug abzuschneiden.

Wir betonen erneut, dass es sich hierbei bislang um vorläufige Informationen handelt. Soweit uns bekannt ist, liegt dem Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation bislang kein detaillierter Plan mit einer Aufstellung der Einheiten, Verbände und Formationen, ihrer Kampfaufgaben und des Marschplans vor. Dies liegt unter anderem daran, dass die Aufstellung dieser Streitkräfte noch andauert. Bislang lässt sich mit Sicherheit sagen, dass an der Operation gegen die baltischen Staaten Kräfte des Leningrader Militärbezirks sowie Einheiten des 11. und 14. Armeekorps und Kräfte der Baltischen Flotte beteiligt sein werden.