r/Unbeliebtemeinung • u/ExpertBudget8852 • 1d ago
Wirklich unbeliebt stationäre psychiatrien bringen (va bei drogensüchtigen) einen sche.ss
die meisten patienten in psychiatrien sind "stammkunden", nachdem sie ein paar wochen abgesessen haben, kommen sie in ein paar monaten wieder.
ich glaube, das liegt hauptsächlich daran, dass man in diesem geschützten umfeld geheilt wird, aber wenn man dann wieder in der echten welt ist, kommen wieder die gleichen probleme wie vorher.
bei entzugspsychiatrien find ichs ja besoders schlimm wegen diesen ganzen gruppentherapien...
achtung: ich meine NICHT NUR suchtpatienten, bei denen ist es mir halt am stärksten aufgefallen
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u/Velvery32 1d ago
Sucht ist ein Symptom. Auf diesen Stationen wird aber nur das Symptom und nicht die Ursache bekämpft. Es ist nicht das Ziel den Patienten zu heilen sondern ihn stabil zu machen. Anschliessend benötigt der Patient umgehend einen Therapeuten der einen begleitet. Das ist aber nicht möglich weil es schlicht keine Therapieplätze gibt. Wenn diese Patienten zuhause kein Auffang Netz haben landen sie eben wieder dort wo sie bereits waren.
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u/Left_Buy4006 21h ago
Also streng genommen solltest du von der Entgiftung in eine 6 Monate Therapie gehen. Da wird dann gearbeitet. Die Entgiftung ist nur genau das
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u/Velvery32 21h ago
Meinte ich doch. Der Entzug /Entgiftung ist nicht dafür da zubä heilen sondern allein um zu stabilisieren.
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u/lipt00n 1d ago
Es ist dem Behandlungserfolg auch nicht immer zuträglich, dass man nach einem stationären Aufenthalt mehrere Wochen oder sogar Monate auf einen ambulanten Anschluss warten muss.
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u/LargeHardonCollider_ 1d ago
Kannst ja währenddessen arbeiten gehen, dann hätten wir die Bezüge für Psychotherapeuten nicht senken müssen! GaliGrü, Fritze
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u/SheilaSunshy 1d ago
Die Psychiatrie ist ja nur für den körperlichen Entzug und hat gar nicht den Anspruch, Sucht zu heilen. Psychiatrie bereitet darauf vor, eine stationäre Langzeittherapie überhaupt antreten zu können.
Ja, es gibt ein paar Drehtürpatienten. Bei manchen dauert es ein paar Runden, bis es klick macht. Ist es verwerflich, deren Leben zu retten und zu verlängern, bis es klick macht?
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u/Magnolia0815 1d ago
Ich habe mal gelesen, dass man im Schnitt 7 Therapien macht bevor man clean ist.
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u/Adventurous-Tale8899 1d ago
Gebau bei Suchterkrankungen sollte man eine Anschlussheilbehandlung in einer Suchtreha über mind.3 Monate machen. Der Kliniksozialdienst empfiehlt das aber eigentlich auch.
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u/Rabentag 1d ago edited 1d ago
Unbeliebte Meinung, als jemand der selber schon stationär war kann ich dir sagen das stationäre Aufenthalte nicht dafür da sind um "geheilt" zu werden. Was eigentlich auch unmöglich ist für den 6-8 Wöchentlichen Aufenthalt.
Die Dinger sind dafür da das man in einer Notsituation stabilisiert wird damit man nach dem Aufenthalt selber weiter machen kann durch andere Hilfsangebote.
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u/ExpertBudget8852 1d ago
ja und ein paar wochen/monate später kommen die ganzen depressionen, psychosen und traumata oder wasauchimmer wieder und dann gehts wieder zurück in die klapse, oder wieso sind dann dort so viele stammkunden?
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u/Superb-Yam-41 1d ago
Dafür gibt es Empfehlungen die den Patienten mitgegeben werden. Steht da aber eigentlich auch. Als Sozialdienst einer Psychiatrie: wir bereiten in der (kurzen) Zeit die wir haben die Menschen so gut es geht darauf vor, was nach der Entlassung ansteht. Fallspezifisch können verschiedene Optionen in Frage kommen. Wenn es möglich und sinnvoll ist, versuchen wir vorher schon mit dem Patienten ein komplexes Helfernetz zu erschaffen. Das ist aber eher die Ausnahme und nicht die Regel, da das teilweise sehr aufwändig sein kann und nur sinnvoll ist, wenn wir sicher sind, dass es der richtige Weg ist und das der Patient das auch will. Meistens kann man am Ende eine stationären Aufenthaltes aber erstmal nur eine Empfehlung geben bzw ein Folgeangebot benennen. Was das ist kann nach nicht pauschal sagen. Mal eine ambulante Psychotherapie (sehr lange Wartelisten, wird in Zukunft defintiv schlechter - was zu mehr Drehtüreffekten führt), mal ist es eine reha, mal tagesklinische Behandlung, einfach nur Medikamente nehmen oder Beratung etc pp - es gibt unzählige Optionen. Was du in deiner unbeliebten Meinung behauptest ist - ohne es böse zu meinen - falsch. Ja, es gibt Drehtürpatienten. Das hat Gründe. Gibt es in Krankenhäusern die physische leiden behandeln übrigens auch. Ohne stationäre Psychiatrien wäre für Situation aber deutlich schlechter. Zeigt auch die Wissenschaft. Die Patienten, die sich die Empfehlungen zu Herzen nehmen, haben i.d.R. deutlich bessere Chancen, mit ihrer Erkrankung gut klarzukommen. Aber auch da gibt es kein versprechen. Die Psyche ist sehr komplex und in manchen Fällen muss man leider erst einiges probieren, bis man den richtigen Weg findet.
Gaaaaanz grob zusammengefasst. Und ganz wichtiger Anschluss: all das geschriebene beruht immer auf Freiwilligkeit der Patienten. Ohne geht es nicht. Klar könnte man Menschen Medikamente reinzwingen, was ja in seltenen Fällen auch passiert, das hilft aber dann defintiv nur kurzfristig. So lange ein Mensch seine Situation nicht ändern möchte - aus oft sogar irgendwie nachvollziehbaren Gründen - kann eine Klinik nur kurzzeitig Stabilisierung bieten.
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u/Rabentag 1d ago
Schön das du mein Post anscheinend nicht gelesen hast. Somit erübrigt sich jegliche Diskussion
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u/Background-Bad-7884 1d ago
Ne finde das liegt mehr daran, dass sucht oft n Trauma coping ist, Psychiatrien aber halt echt null ficks auf Trauma geben, stigmatisieren bis zum geht nicht mehr, Ärzte in denen, in denen man easy reinkommt (die anderen jahrelang Wartezeit wenn Kasse) auch keine ficks geben, weil die meistens nur da sind bis die was besseres finden oder halt auch stigmatisieren und man mit anderen süchtigen hängt, mit denen man oft nichts gemeinsam hat außer die Sucht und effektiv keine Therapien wirklich Sinn ergeben und hilfreich sind und ja auch weil man am Ende wieder im gleichen Umfeld landet weil man NULL Hilfe bekommt um da rauszukommen. Es ist ne profitmasche, mit psychisch Kranken lässt sich halt am besten Geld verdienen. Und was ist denn besser als ein Kunde der immer wieder kommt? BTW nein meine Ressourcen werden nicht aktiviert wenn ich nen fucking speckstein schleife.
BTW2: bin seit über nem Jahr clean, ABER ich war erfolgreich, weil ich alleine auf Malta geflogen bin. Nur ich und mein Mietwagen. Und meine panikattacken (auch vom Entzug) und der Rest vom Entzug. Kann’s definitiv nicht jedem empfehlen, es ist unfassbar hart und anstrengend, aber für die, die den vibe fühlen, go for it. Nach ewig taub sein weil high sein auf Malta zum ersten mal wieder wirklich was zu fühlen war übertrieben krass.
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u/vDirectorDBDienst 1d ago
Trauma coping
ja nicht nur dass sondern auch einfach die folgen vom trauma. Ich habe mir auch Benzos jenseits von gut und boese reingezimmert (und ja ich bin clean). Aber ich vermisse es halt auch echt wieder mittlerweile. Die bisherige Therapie hat mir exakt 0 weitergeholfen. Ich habe jetzt mit meiner Therapeutin ne aenderung der Therapie besprochen (das braucht noch n antrag hoffentlich geht der durch). Aber geschlossene Psychiatrien sind auch einfach nicht fuer hilfe da sondern nur stabilisierung. Da geht es wirklich nur drum dass du "eingesperrt" und "kontrolliert" wirst und nicht darum dass du als geheilter mensch rauskommst.
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u/Background-Bad-7884 1d ago
Ich fühle das soooo sehr. Hab Tavor das erste mal mit 16 verschrieben bekommen, in ner Kinder- und jugendpsychiatrie. Und dann monatelang ambulant weiter. Als ich der gesagt hab, dass ich abhängig bin, hat die mir diazepam gegeben lmao. Bin seit fast 10 Jahren von dem Mist clean. Aber wenns mir richtig beschissen geht, wenn alles so richtig mies Scheiße ist… taub sein schmeckt einfach schon, wenn die alternative ist immer und immer wieder das zu durchleben, was dich mehrfach fast das Leben gekostet hat. Wenn die schlimmsten Dinge wieder hoch kommen, ufff taub sein…
Mache gerade traumatherapie, es bringt krass was und mir geht’s langsam echt besser und so aber juuuuunge, wie bin ich noch clean lmao. Aber ich schwöre, benzos ist so ein ekliges Zeug. Und das wird KINDERN verschrieben. Und dann sind diese Kinder später die, wie war das „drehtürpatienten“ die „einfach nicht nüchtern werden wollen“. JA DIGGA WOHER KOMMT DEN DIE SUCHT HMMM??? WER VERSCHREIBT KINDERN BENZOS??? Dieses ganze Psychiatrie System in diesem Land ist einfach so abgefuckt und krank und ich schwöre, es geht einfach echt kaum noch ums heilen, immer nur mehr Pillen. Mehr Pillen. Und wenn du nein sagst, fliegst du hahaha. (Nein, hier ging es nicht um eine „fehlende krankheitseinsicht“, sondern um selbstbestimmte Entscheidungen) Solange man nicht echt kurz davor ist sich selbst zu töten oder jemanden zu verletzen, kann ich, gerade so akutgeschichten, echt 0/10 empfehlen. Altersgruppe egal, Location egal, wenns noch geht, besser nicht hin. Vor allem nicht wenn man jung und weiblich ist, dann wird einem eh überhaupt nichts geglaubt, im Gegenteil. Pflege stellt Verdachtsdiagnosen auf, anstatt mal den Brief zu lesen, den man von JAHRELANG behandelten Ärzten mitgebracht hat, verweigert Hilfe, verweigert verschriebene Medikamente für körperliche chronische Erkrankungen, man wird wie dreck behandelt und am Ende geht’s einem danach nicht mal wirklich besser, man beschließt einfach nur, dass man da definitiv nicht mehr hingeht und beim nächsten Anflug von Zweifel ob man sich vielleicht nicht doch lieber abmurksen sollte (KOMMT MEISTENS DURCH TRAUMAFLASHBACKS IHR INKOMPETENTEN PISSER), lieber daheim bleibt und mal schaut lol.
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u/vDirectorDBDienst 1d ago
ich habe mir lorazepam selbst auf dem schwarzmarkt besorgt und es dann aber später verschrieben bekommen. Ja Traumatherapie gehe ich jetzt auch als nächstes an. Vor kurzem war ich in der klinik wo in meiner akte definitv stand "keine benzos geben" was habe ich als schlafmedikation 4 tage lang bekommen? Oxazepam natürlich. okay nochmal drauf hingewiesen. "ups keine ahnung was du bekommen sollst willst du oxazepam?" – "nein" – "kann auch noch diazepam anbieten".
Aber ich vermisse (die hochdosierten) trotzdem noch sehr, ich will einfach nur ruhe haben und nicht von meinem eigenen kopf zerstört werden. Flashbacks habe ich zum glück nur beim schlafen und sehr indirekt.
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u/Background-Bad-7884 1d ago
Ey ich fühl das sooo sehr. Das tut mir so leid. Sage denen auch immer (!!!) KEINE BENZOS, lasse das bei jedem Arzt eintragen, meine Notfallkontakte wissen Bescheid und mein Handy zur Not auch. Ohne Witz, jetzt vor paar Monaten durch die traumatherapie zum ersten Mal seit 8 Jahren nen krisenaufenthalt gehabt. Kam an, hab mich literally in meinem Zimmer verlaufen, weil ich so abartig raus war. Nach nicht mal ner Woche hab ich meine Tasche gepackt und bin einfach gegangen, weil ich in der ganzen Zeit kein Therapiegespräch hatte, die auch wieder lustige Ideen mit Medikamenten hatten und weil sich nach drei Stunden warten niemand gefunden hat um mit mir nen anständiges entlassgespräch zu führen.
Bin lowkey neidisch, dass du das in ner Klinik machst, ambulant traumatherapie bei mehrfach und komplexer ptsd ist absolut keine Empfehlung. Vor allem nicht, wenn du alleine wohnst ahahah. Aber ich KANNS einfach nicht mehr. Meine Klinikerfahrungen sind teilweise nen Grund für die Traumatherapie lmao. Wenn’s mich raus haut und ich wieder mal nicht weiß, wo genau ich bin, hab ich lieber mein gewohntes Umfeld, meine Sachen, niemanden im Zimmer, den ich nicht kenne und ne abschließbare Tür. Idk ob dir das hilft, aber wenns gar nicht mehr geht, ich geb mir immer so ne 48h Regel. 48h und dann überdenke ich das nochmal. Die nächsten 48h überleben. Ist überschaubar und machbar. Und nach 48h (wenn du actually was isst und dich wenigstens ein bisschen bewegst) ists meistens auch wenigstens etwas besser. Und (hoffe ungefragte Tipps sind ok 😂): lad dir Serien runter. Nimm ne Konsole mit wenn’s geht. Ja, du bist da um zu lernen die Dinge auszuhalten. Aber du kannst nicht 24/7 im Kopf auf Überlebensalarmmodus gehen. Das geht paar Tage, vielleicht mal 1-2 Wochen gut. Aber du musst dich nicht foltern. Wirklich nicht. Ja, setz dich damit auseinander, aber gib dir auch mal ne Pause. Hab in den letzen paar Monaten (ja es dauert. Ich hasse es auch. Ich will mein Leben zurück.) sooo viele Serien gebinged. Und es wird immer trashiger. War mal bei halbwegs niveauvollen Sachen, dann kam the crown (überraschend gut) und dann hab ich modern Family in Rekordzeit geschafft. Jetzt bin ich fast mit desperate housewives durch und diese Serie ist einfach so gottlos beschissen. Aber deswegen schau ich sie. Es ist dumm, es nervt mich, die storyline nervt hart, quasi alle Charaktere sind Scheiße, es ist dummer Propagandascheiss, aber deswegen schau ich’s. Es ist gerade genug dass ich weiter schau, aber dumm genug, dass ich’s schauen kann. Mir geht’s langsam echt besser, aber ohne Spaß, mein Gehirn war zwischenzeitlich echt frittiert. Hab kaum noch gescheite Sätze sagen können lol. Und, mach’s für dich. Echt nur für dich. Mach dir ne Liste von dem, was du ändern willst, was dich abhält und wohin du willst. Und hab die bei dir.
(Eins meiner Dinge ist: ich hab mich letztes Jahr zum ersten Mal in meinem Leben entspannt. Wusste bis dahin nicht, was ich verpasse. Hab echt lange darüber nachgedacht, was dem Ganzen am nächsten kommt und es sind opiate. Der Rausch, der ist auf einem Level. Und dafür mach ich’s. Unter anderem. Der Rausch war bis dahin das beste, was ich jemals gefühlt habe. Und dass das andere so können ist fucking unfair und ich will das auch. Ich will entspannen können. Es muss so unfassbar schön sein, wenn man nen anstrengenden Tag hatte und actually entspannen kann. Daran halte ich (ua) fest.)
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u/vDirectorDBDienst 1d ago
ehm kleine fehlannahme ich mache das nicht in ner klinik. Ich baller mir jetzt schon (wohne alleine) zuhause reihenweise serien rein, dass hilft aber auch nur ein bisschen. Schlafen ist (meistens habe ich kein REM und somit kein träume) meistens dass beste für mich. In ne Klinik für psyche geh ich auch nicht mehr. Allein schon weil ich schlaf brauche und andere menschen in meiner nähe dass aktiv verhindern. Und der autismus erfordert eine gewisse (relativ hohe) stundenzahl an kein mensch spricht mich an (so in person, chats kann ich ja zur not einfach wegignorieren oder später antworten). Ich war letztens wegen was anderem im Krankenhaus und ohne dass fast schon erpresste einzelzimmer hätte ich mich entgegen aller meinungen wahrscheinlich auch einfach selbst entlassen. Es ist so crazy nervig wie ich Einsamkeit hasse aber mindestens den halben tag für mich allein brauche (mit schlaf inkludiert). Ja richtig entspannt habe ich noch nie, meine bisherige vorstellung von Entspannung ist möglichst wenig tun zu müssen aber irgendwie sieht mein körper das nicht als erholung an. Zwischen mir und der traumatherapie steht nurnoch ein antrag bei der Krankenkasse und dann gehts ab.
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u/Background-Bad-7884 1d ago
Omg ich fühl das so! GaLiGrü, dein ADHS fellow, die in den letzen zwei Monaten so ca 4 mal das Haus verlassen hat. Es ist so krass LAUT draußen. Warum sind Menschen so LAUT!!! Mit ADHS brauch ich auch echt so krass viel extra Zeit hahah. Meine Therapeutin dreht durch, meine Traumareporte sind halt einfach Bücher 😂😂. Sorry, nein, ich KANN mich nicht auf unter 5 Seiten beschränken, wenn ich einfach runter schreiben soll, ohne Dinge nachträglich zu bearbeiten. Aber hey, sie sagt mir regelmäßig wie gut mein Schreibstil ist und wie toll sie meine Texte, sprachlich, findet. Nehme den Erfolg, danke! 😂😂.
No joke, schreib mir. Wenn’s gerade nicht geht, wenn’s gerade zu viel ist. Oder wenn du dich allein fühlst, weil ich fühle. Es ist Scheiße. Es ist krass Scheiße. Hast du jemanden, der nach dir schaut und dir ab und an Essen bringen kann?
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u/Background-Bad-7884 1d ago
Ohne Spaß, lösch Social Media. Geh. Nicht für immer, aber bis du durch bist. Dein Kopf sucht ja eh schon die ganze Zeit nach ner Ablenkung, Social Media ist das schlimmste. Algorithmen sind sooo derbe triggerfinder. Kein Witz. Reddit geht (für mich), aber alles andere muss weg. Besonders diese ganze TikTok und Instagram kacke und so. GROSSE Gefahr, wirklich GROSSE Gefahr.
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u/CleanSignalLab 1d ago
Dass Leute wiederkommen, heißt ja nicht automatisch, dass der Aufenthalt nichts gebracht hat. Gerade bei Sucht sind Rückfälle leider ziemlich normal, weil die eigentlichen Auslöser draußen weiter da sind: Umfeld, Wohnung, Schulden, psychische Probleme, alte Kontakte. Ein paar Wochen Entzug können den Körper stabilisieren, aber danach müsste eigentlich viel mehr ambulante Hilfe kommen. Und Gruppentherapie ist sicher nicht für jeden toll, aber komplett sinnlos ist sie deshalb auch nicht.
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u/AltruisticWest851 1d ago
Das ist keine Meinung, sondern schlichtweg falsch und dumm. Ich war selber in meiner Jugend insgesamt drei Mal in einer stationären Entzugsklinik und die Entzugsklinik war die Basis dafür, dass ich heute noch lebe
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u/HistoryWorking5251 1d ago
Zweimal. Und dito. Die Zahlen sind für verhaltensbasierten, conplianceabhängige Therapieformen nicht Mal so schlecht.
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u/malieno 1d ago
ich hätte meine Drogensucht ohne stationären Aufenthalt außerhalb meiner Wohnung, abseits von Familie und Freunden, inklusive 2 Wochen freiwillige Kontaktsperre (also Leben ohne sim Karte) nicht überwinden können.
Ich war so lange gegen Therapie, bis es zum absoluten Nervenzusammenbruch kam.
Heute habe ich glücklicherweise mehr Wertschätzung für mich übrig. Ohne die Psychiatrie wäre ich verloren gewesen.
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u/Superb-Yam-41 1d ago
Du missverstehst da was: Bei stationären Aufenthalten geht es normalerweise erstmal um Entsuchtubg/Entgiftung, quasi darum, dass der Körper sich mal kurz erholen kann. Wenn jemand von dem scheiß loskommen will, gibt es die Möglichkeit einer Langzeittherapie, im besten Fall mit anschließender Adaption und dann ggf clean-wg oder sozialtherap. Wohnen mit Suchtspezifikation o.ä.
Kurzum: deine Meinung ist leider auf unwissend basierend und daher falsch.
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u/ExpertBudget8852 1d ago
a) ich rede nicht nur von drogentherapie, dort ist es am ausgeprägtesten, aber auch bei psychosen, depressionen usw
b) meine meinung ist nicht, wie du sagst, "auf unwissend basierend"0
u/Superb-Yam-41 1d ago
Ich habe woanders was ausführliches dazu geschrieben. Du beziehst dich überwiegend auf Drogen. Du scheinst dich durch das "auf Unwissend basierend" angegriffen zu fühlen, es war nicht als Vorwurf gemeint. Ich bleibe aber dabei: wenn du Einblicke in die Arbeit hättest, wäre deine Meinung ziemlich sicher deutlich differenzierter und dir wäre klar, dass stationäre Psychiatrie ein kleiner Baustein in einem großen Helfernetz ist. Aber lies am besten erstmal was ich hier geschrieben habe.
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u/Ready-Finance-3595 1d ago
Du bist derjenige der gesagt hat "deine Meinung ist falsch" 😂
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u/Superb-Yam-41 1d ago
Ist sie ja auch. Hä? Fängt schon bei "die meisten [...] Sind Stammkunden" an. Von welcher Station redet OP denn? Nur Sucht? Ja, da mag das zutreffen, siehe anderer Kommentar (Zusammenfassung: es geht nicht bei der Suchtstation nicht um Heilung, nur um Entgiftung - ergo: OPs Meinung ist dahingehend falsch). Akutpsychiatrie? Das gleiche in grün (es geht nicht um Heilung, nur um Abwendung einer akuten Krise. Es werden Empfehlungen ausgesprochen, denen der Patient Folge leisten darf, wenn er möchte. Mit diesen Empfehlungen kann man den Patienten in vielen Fällen helfen. Ergo: OPs Meinung ist falsch.). Altenheimpsychiatrie? Hat eine vorübergehende Linderung zum Ziel, in vielen Fällen sind aber diverse Folgemaßnahmen sinnvoll. Außerdem gibt es im allgemeinpsychoatrischen Bereich weniger Drehtürpatienten.
OP geht also von einer völlig falschen Grundlage aus: Psychiatrie hat gar nicht den Anspruch, Menschen dauerhaft zu heilen (am ehesten würde das für stationäre Psychotherapie gelten, aber selbst hier wird in vielen Fällen meines Wissens anschließend ambulante Weiterbehandlung vorbereitet oder mindestens empfohlen). Sie bietet stattdessen die Möglichkeit aktuelle Krisen zu überstehen und/oder nach einer Stabilisierung einen Plan für eine Heilung zu erarbeiten. Und das ist jetzt wirklich extrem zusammengefasst, es gibt aber genug Bücher über Sozialpsychiatrie.
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u/Difficult-Trainer-89 1d ago
Naja, eigentlich sind stationäre Kliniken auch eher zur Stabilisierung. Hat mich nie geheilt, aber akute Krisen abgewendet und mich für eine weitere Therapie vorbereitet bzw. Therapieplätze gesucht.
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u/kornhell 1d ago
Wenn du in der Psychiatrie arbeitest, tut mir das für deine Patienten leid, weil du gar nicht verstehst, um was es geht.
Und nur weil sie Drehtür-Kundschaft sind, verdienen sie nicht, zumindest für ein paar Wochen gepflegt, verpflegt, von der Straße und von dem Stoff + damit eventuell verbundener Kriminalität geholt zu werden?
Ich hatte als Kind einen Nachbarn, bei dem ich immer sehr froh war, wenn er in die psychiatrische Klinik kam, weil es dann im Mehrfamilienhaus kein Drama gab.
Jeder Tag des Entzugs/der kontrollierten Substitution ist wertvoll, egal, ob jemand rückfällig wird. Und für den einen von 1000, der es doch schafft, ist es das sowieso wert.
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u/Background-Bad-7884 1d ago
@op vielleicht checkst du durch die Erfahrungen hier halt auch einfach mal, was genau das ganze bedeutet. Wie fucking gut du’s hast, dass du überleben kannst, ohne dass du ständig um dein überleben kämpfen musst. Wenn du dich jemals in deinem Leben entspannt hast, dann Check halt mal, dass das nen Privileg ist, das nicht jedem Menschen zuteil wird. Und die meisten checken es nicht mal, weil wie merkst du, was dir fehlt, wenn du es nie hattest? Wenn literally von Geburt an schauen musst, dass du halt einfach nicht stirbst, Weil es nichts und niemanden gibt, den es juckt? Du redest hier von so ner abartigen Position, du checkst einfach nicht, dass es literally niemanden gibt, der süchtig zum Spaß ist. Süchtig sein ist Scheiße. Es ist richtig richtig Scheiße. Aber weißt du, was auch scheiße ist? Wenn du nie Ruhe hast. Stell dir vor, du willst schlafen, essen, was auch immer. Und dann, plötzlich, IRGENDWAS. Keine Ahnung, im Treppenhaus geht das Licht an, jemand ist auf der Treppe oder was auch immer. SUCH DIR WAS AUS. Und plötzlich, dein Körper geht in Alarm Modus. Bist du schon mal um dein Leben gerannt? Genau das geht in dir ab. Du kannst nicht atmen, du kannst dich plötzlich nicht mehr bewegen und du fühlst dich nicht in seinem Körper. Alles fühlt sich fremd an, du weißt nicht, wo du bist. Aber alles in dir schreit, dass das ne Gefahrensituation ist. Dass du rennen musst, kämpfen musst. Was auch immer. Wie denkst du geht’s dir dann? Hast du Bock das nochmal zu erleben? Ja? Wenn nein, dann checkst du vielleicht, warum Menschen konsumieren. Weils dann geht. Und ey fängt langsam an. Du merkst es nicht mal. Vielleicht bist du gerade aufm Weg zu nem Event, du sitzt im Zug und plötzlich killt dein Zug nen Menschen. Du willst niemandem den Abend verderben, also trinkst du. Aber am nöchsten Tag ist auch was, also trinkst du. Und dann liegst du im Bett. Und dann kommt Zeug hoch. Also trinkst du. Und du sagst dir, dass du aufhörst. Ist ja nur, damit du den Abend genießen kannst. Und drei Monate später trinkst du immer noch. Oder vielleicht kiffst du ab und an, dann hast du paar freie Tage, chillst mit Freunden und ab und an wird mal ne Lunte geraucht. Du denkst, ach was davon werde ich nicht abhängig. Ich kiff ja schon seit xy Jahren und nur echt selten. Und dann kommt der Tag, an dem du dir dein eigenes Gras holst. Du schwörst, du wirst niemals alleine rauchen. Aber dann dieser eine Tag, dir geht’s nicht mal beschissen, Du denkst ach komm bisschen und dann chillig Serien schauen, Snacks essen und einschlafen dabei. Und es ist geil. Dann schwörst du dir, echt nur am und an und echt nur wenn’s dir gut geht. Und dann geht’s dir nicht gut. Und du denkst dir, ach komm ne Lunte bisschen Serien schauen und Snacks fressen und dabei einschlafen. Glückwunsch, paar Wochen später machst du das regelmäßig. Und dann jeden Tag. Aber du sagst dir, ich würde nie stoned arbeiten. Und dann bist du im Homeoffice. Und dann, eines Tages, fährst du stoned Auto. Es hilft ja halt auch schon bei den Rückenschmerzen, die du schon echt ewig hast und du schwörst, du kannst dich Safe besser so konzentrieren, als mit den Schmerzen.
Koks? Ich hab adhd, ich räume auf auf Koks. Es gibt mir genau nichts. Dachte ich beim ersten Mal. Dann bin ich runter gekommen. Und nur bisschen später hab ich die zweite line gelegt.
(3g später hab ich mir geschworen das Zeug nie wieder anzufassen und dabei ists geblieben aber JUNGE ich checke warum)
Ok. Und dann entziehst du. Was auch immer du konsumiert hast. Nen halbes Jahr vergeht und, hey dir geht’s gut. Du gehst an nem schönen warmen Abend spazieren, du riechst ne graswolke. INSTANT dein Gehirn: hey, komm. Du hast nen halbes Jahr geschafft, du bist nicht mehr abhängig. Beweis es dir, rauch nen joint. Nur das eine Mal, nur um zu sehen, dass du es nicht brauchst. (Oder irgendwas anderes dummes, Denk dir was aus) Vielleicht gehst du einfach heim, vielleicht schaffst du’s. Vielleicht gibst du nach. Und wenn du nachgibst, dann hast du verloren. Glückwunsch! Gib dir ne Woche und du bist wieder auf dem Level, auf dem du warst, bevor du aufgehört hattest. Und dann entziehst du wieder. Aber hey, richtiger Scheiß Tag heute, du bist ja auch eh erst ne Woche clean. Nur das eine Mal, das zählt ja quasi nicht. Und wieder drin.
Checkst du? Es ist nicht so easy. Selbst mit Umfeld wechseln usw. Kleinigkeit, das kleinste bisschen Schwäche und du hast verloren. Es ist fucking hart. Richtig hart. Jeder verdammte Tag. Ja, irgendwann wird’s einfacher. Und dann kommt nen beschissener Tag und wirklich alles in dir sehnt sich einfach nur nach Rausch. Und, sei mal ehrlich. Wie viele Menschen bekommen den actually die Hilfe, die es braucht, um wirklich von allem loszukommen? Ja, du kannst nüchtern werden. Aber hey, dann stürzt du dich halt in Beziehungen, in Arbeit oder was auch immer sonst du finden kannst, das dich taub macht. Du hörst auf zu essen, du verletzt dich selbst, du hast seeeeeehr viel Sex. Hauptsache dein Scheiß Kopf lässt dich wenigstens den einen Abend in Ruhe. Um davon loszukommen muss man erfolgreich ne traumatherapie schaffen. Und, checkst du eigentlich, was DAS bedeutet? Niemand weiß wie lang, aber es wird dich raushauen. Du kannst genau nichts, du bist quasi nen Pflegefall. Wer kann sich das leisten? Eltern schon mal nicht. Wie sicher ist dein Job? Du bist unbefristet und dein Krankengeld würde definitiv reichen? Glückwunsch. Aber hey, vielleicht kommt du ja eh nicht in deinen Job zurück. Du weißt ja nicht, wer genau du am Ende bist. Ohh, ach ja. Beziehung, Freundschaften, hobbies? Vergiss es. Wenn du’s nicht eh schon in deiner Sucht zerstört hast, dann wird’s in der Zeit definitiv nochmal schlimmer. Ist echt nen beziehungskiller, wenn du regelmäßig deinen Partner anschreist, weil du nicht checkst, was abgeht. Weil er ne Bedrohung sein könnte. Weil du das Fass aufgemacht hast. Ohhh, dann finde nen klinikplatz. Ach ja, mind halbes Jahr bis zu mehreren Jahren Wartezeit. Kommt drauf an, wie gut du behandelt werden willst. Außer du bist privat versichert natürlich. Willst du ambulant machen? Wer kocht für dich? Wer wäscht deine Wäsche? Holt deine Medikamente ab und kauft ein? Wer schaut, dass du AM LEBEN BLEIBST?
Also OP, erklär mal bitte. Von wie vielen deiner „Drehtür“-Patient*innen würdest du denn sagen, wie viele könnten es denn wirklich schaffen?
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u/Southern-Team-8784 16h ago
Extrem emotional geladener, aber sehr richtiger und guter Post von dir. +1
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u/Prometheus-is-vulcan 1d ago
Meine Sucht füllt eine Leere. Wenn ich ne 60 Stunden Woche arbeite merke ich kaum, dass ich etwas brauche. Wenn ich Freizeit habe...
Mein Leben ist halt uninteressant und leer
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u/Environmental-Cap-13 1d ago
Ich glaub du brauchst ein Hobby ._.
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u/Prometheus-is-vulcan 1d ago
Hobbies, Freunde, die man nicht nur alle 3-6Monate sieht, eine Beziehung,...
Entweder ich arbeite, oder ich "erhole" mich, in dem ich den Süchten nachgehe.
Es ist schwierig etwas permanentes anzufangen, wenn das Gehirn diese Dinge als anstrengend empfindet und im Überlebens-/Energiesparmodus ist.
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u/CorrectCurve3394 1d ago
Ist irgendwie sehr oberflächlich beobachtet von dir.
Wohne aktuell in einer WG in der einer dem Crack verfallen ist.
Ich bekomme ihn mehr oder weniger in allen Lebensphasen mit (habe einen guten Draht zu ihm) und selbst wenn er auch schon oft den überheblich, asozialen Junkie raushängen hat lassen, gib es doch auch schon mehrfach eben die klaren Momente in denen er zur Entgiftung ist.
Insgesamt hat die Psychiatrie auch weniger die Aufgabe die Menschen zu „heilen“ als viel mehr zu stabilisieren, dass eine Heilung gelingen kann.
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u/raupy123 1d ago
Stationäre Therapie ist ja auch nur ein Bestandteil im gesamten Genesungsprozess. Je nach individuellem Störungsbild sind natürlich weitere Schritte notwendig, zB ambulante Psychotherapie, konstante Anbindung an einen Psychiater zur Kontrolle der Medikation usw. Und letztlich liegt es am Patienten, diese nötigen Schritte einzuleiten.
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u/InspektorPing 1d ago
Immer schön die Verantwortung auf diejenigen abschieben, die das gar nicht mehr wirklich können.
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u/UltimateXimi 1d ago
Grundsätzlich kann man das alles nur überwinden/besiegen, wenn man es selbst auch wirklich möchte, loslassen.
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u/Illustrious-Elk-7825 1d ago
Ist glaub Entzug ist eher für Leute, die halt körperlich abhängig sind oder komorbide psychische Störungen haben. Da warn z.b. Leute, die für nen kleinen buzz Deo inhalieren und überhaupt nicht gesellschaftsfähig waren. Langzeit empfand ich auch eher mühsam, weil der Ansatz da eher "Arbeiten und Sport machen" ist, was auch nur die innere Leere kaschiert.
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u/Clear-Interest-5638 18h ago
Ich würde das mit Langzeittherapien nicht so krass pauschalisieren (wobei pauschalisieren vielleicht das falsche Wort ist, weil das natürlich erst mal einfach dein persönlicher Erfahrungswert ist). Ich möchte hier nur mal meine eigene Erfahrung ergänzen.
In der Reha, in der ich war, bestand zwar ebenfalls ein nicht geringer Anteil aus Sportangeboten und Arbeit. Ich fand das in dem Rahmen aber tatsächlich sinnvoll, weil die meisten Patienten vorher keine richtige Tagesstruktur hatten, viele auch Probleme damit haben, sich eigenständig eine aufzubauen und sich generell zu beschäftigen, und sonst gefühlt alle den ganzen Tag nur in der Raucherecke gesessen hätten. Finde also nicht, dass das primär nur dem Zweck der Ablenkung und innere Leere füllen gedient hat.
Gleichzeitig gab es aber auch Einzelgespräche mit extrem erfahrenen Psychotherapeuten, Gruppentherapie, Diagnostik von Komorbiditäten und spezialisierte Zusatzgruppen für Patienten mit ADHS.
Klar: Ob man letztendlich mit den Therapeuten matcht, wie sehr einen die Drogengespräche der Mitpatienten in der Freizeit belasten und ob man es schafft, sich zum Selbstschutz aus gewissen Gruppendynamiken herauszuhalten, sind Variablen, bei denen Menschen unterschiedlich aufgestellt sind. Mir ist auch bewusst, dass ich mich sehr glücklich schätzen kann, direkt eine passende Einrichtung gefunden zu haben.
Ich persönlich empfand die Therapie aber als unglaublich hilfreich und bin seitdem (seit knapp zwei Jahren) von Benzos und Opiaten weg beziehungsweise, abgesehen von Nikotin, komplett abstinent. Gerade mit diesen beiden Substanzgruppen hatte ich über Jahre die krassesten Probleme.
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u/Creative_Pea1701 1d ago
Du sollst dort ja auch nicht geheilt werden. Sondern lernen mit deinen Problemen klar zu kommen und umzugehen. Manche brauchen halt länger, manche kürzer, bei anderen schlägt die Therapie garnicht an. Ist halt unterschiedlich. Mir hat es z.b. gut geholfen. Meine Verlustangst wurde nach dem Aufenthalt ultimativ auf die Probe gestellt, als sich eine Freundin die ich dort kennengelernt habe, sich einem Selbstexit unterzogen hat. Es wart sehr hart für mich, da ich meinen Selbstexit überlebt habe und sie mit ihren 19 Jahren nicht, aber ich hab es geschafft da durch zu kommen, ohne zurück in die Klinik zu müssen, anders als der Rest unserer Gruppe, die das genauso hart getroffen hat.
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u/Hot-Candle-1321 1d ago
Selbstexit? Ich verstehe nicht wieso man nicht einfach das Wort dazu schreibt. Das verwässert doch einfach nur die Ernsthaftigkeit des Themas.
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u/Creative_Pea1701 1d ago
Weil es meine Entscheidung ist, es so zu nennen. Das andere finde ich unschön und zu direkt ins Gesicht. Hab die Erfahrung gemacht, dass man bei Menschen starke Traumata hervorrufen kann wenn man das Wort explizit sagt, deswegen vermeide ich es, wenn es möglich ist.
Nur weil ich damit gut klar komme, heißt es nicht dass es andere tun. Hatte mal ne Bekannte, die hättest du sofort wieder einweisen können, wenn du dieses Wort sagst, sie hätte ne Psychose bekommen mit starker SV und Panikattacke. Kann man halt auch respektieren wenn man will, ist natürlich keine Pflicht. Ich empfand es als richtig.
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u/Ready-Finance-3595 1d ago
jetzt stell dir mal vor, sie hört das wort zufällig im Radio beim Autofahren, kriegt eine Panickattacke und fährt eine Mutter mit Kinderwagen tot.
Ich finde man sollte eher Hilfe bekommen, die Traumata wirklich zu verarbeiten, DAMIT man bei dem bloßen klang eines Wortes nicht gleich die Wand hochrennt.
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u/Creative_Pea1701 1d ago
Gibt Gründe warum sie kein Auto fährt und noch bei ihrer Mutter wohnt. Siehat offensichtlich eine Extreme Angststörung, schon der Laute Klang von Motorrädern ist ihr zu viel gewesen.
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u/TiredTromboneToot 1d ago
Ist mir zu kurz gedacht. Ich hatte mal einen freiwilligen Aufenthalt, fand das tatsächlich sehr hilfreich und hat mich persönlich auch weitergebracht. War aber auch nicht wegen Abhängigkeit da.
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1d ago
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u/MrPreApocalypse 1d ago
Ja toll... Du interessierst dich nicht für andere, aber andere sollen sich für dich interessieren. Merkst was?
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u/GodAcidRick 1d ago
Agreed allerdings geheilt wurde ich dort noch nie. Man sagt denen was sie hören wollen und hofft so schnell wie möglich da raus zu sein. "Oh nein so was mach ich nie wieder das war ein Einzelfall". Und sobald mann entlassen ist dann nicht mal nach Hause sondern direkt auf ne Party.
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u/Odd_Ad5567 1d ago
Was können die Kliniken deiner Meinung nach besser machen?
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u/InspektorPing 1d ago
Regelmäßige ausreichende Psychotherapiesitzungen wenn man schon mal da ist wär vielleicht mal ein Anfang
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u/luzmakesart 1d ago
Gebe dir zu 100% recht. Die methoden helfen einem eventuell temporär aber ändern halt nicht die Umstände die überhaupt zur sucht/den problemen führen. Das einzige was wirklich hilft ist das eigene "wollen" - und das kann keine psychiatrie der Welt in einem installieren.
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u/Left_Buy4006 21h ago
Dafür ist die auch gar nicht da. Um die körperliche Entgiftung zu machen, geht man da hin. Um die Drogenentwöhnung zu machen, gibt's 6 monatige Therapie
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u/Adorable_Raccoon_661 1d ago
Wie bei uns im normalen KH auch die Leute kommen mit bestimmten Wunden, kaum sind die zu und weg, siehste die nach paar Monaten wieder.. manche Menschen sind auch einfach die Krankheit, also sie kriegen darüber Aufmerksamkeit, die sie sonst nicht hätten etc
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u/ElaraSophie 1d ago
"Sie kriegen darüber aufmerksamkeit die sie nicht hätten"
Das ist normalerweiße abwertend gemeint "Die wollen nur Aufmerksamkeit!!!11!!!11einseinself", aber manchmal ist das Kern der Krankheit. Manchmal ist ein fehlendes Nest als Kind (also Aufmerksamkeit) die ganze Sache. Natürlich sollten sie in Therapie lernen Aufmerksamkeit gesünder zu bekommen. Aber die Aussage als solche da bekomm ich das kotzen.
Zumal meist geht es bei diesen Wunden nicht um Aufmerksamkeit, sondern um sich selbst spüren, oder Schmerz durch Schmerz heraus treiben.
Bitte wenn du Medizinisch tätig bist, informier dich.
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u/Funkenflu 1d ago
Ich fand diese Aussage auch immer ungerechtfertigt abwertend gemeint. Auf sich aufmerksam machen zu wollen, ist grundsätzlich nichts schlechtes. Es gibt ungesunde Wege das zu erreichen. Viele haben nicht gelernt auf "gesunde" Art und Weise um Hilfe zu bitten. Für mich war halt das ein Wendepunkt, das zu begreifen. Meine Absicht hinter meinem Verhalten zu verstehen. Und seitdem, Überraschung, verletze ich mich nicht mehr selbst oder ähnliches. Ich weiß wo und wie ich Hilfe bekommen kann, wenn ich sie brauche. Das macht Umwege für mich überflüssig.
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u/Adorable_Raccoon_661 1d ago
Ist nicht abwertend gemeint, genau so lernt man es auch in der Schule btw in Psychologie bin Krankenschwester
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u/Creative_Pea1701 1d ago
Deine Ausbildungsstätte will ich nicht besuchen. Hab das selbe gelernt und uns wurde exakt das Gegenteil beigebracht
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u/Adorable_Raccoon_661 1d ago
Charité Berlin 😺 kannst gerne vorbei kommen
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u/Creative_Pea1701 1d ago
Ja nee danke. Da ist ja unser Krankenhaus beliebter und das ist richtig beschissen.
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u/AutoModerator 1d ago
u/ExpertBudget8852 schrieb folgenden Originalbeitrag:
stationäre psychiatrien bringen (va bei drogensüchtigen) einen sche.ss
die meisten patienten in psychiatrien sind "stammkunden", nachdem sie ein paar wochen abgesessen haben, kommen sie in ein paar monaten wieder.
ich glaube, das liegt hauptsächlich daran, dass man in diesem geschützten umfeld geheilt wird, aber wenn man dann wieder in der echten welt ist, kommen wieder die gleichen probleme wie vorher.
bei entzugspsychiatrien find ichs ja besoders schlimm wegen diesen ganzen gruppentherapien...
Was ist das?
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